{"id":119964,"date":"2012-03-01T12:00:00","date_gmt":"2012-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/03\/greiner-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:28:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:28:40","slug":"greiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/03\/greiner\/","title":{"rendered":"Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum"},"content":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtige Finanz- und Wirtschaftskrise hatte ihren Ursprung in den USA im Jahr 2007, wo zweitklassige Hypothekenkredite in riesigem Umfang nicht mehr bedient werden konnten. In der Folge glitten die meisten entwickelten Volkswirtschaften in die Rezession ab, von der sie sich nur z\u00f6gerlich erholten. Um die Krise zu \u00fcberwinden, verschuldeten sich viele Staaten teilweise drastisch. Mittlerweile stellt die Staatsverschuldung in einigen L\u00e4ndern ein grosses \u00f6konomisches Problem dar, das sich auch auf die Realwirtschaft auswirkt. In diesem Beitrag wollen wir den Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und Wirtschaftswachstum etwas n\u00e4her betrachten. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201203_10_Greiner_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"233\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Frage, wie sich Staatverschuldung auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirkt, hat eine lange Tradition in der \u00d6konomie. Bereits David Ricardo befasste sich mit dieser Problematik und leitete den heute als Ricardianisches \u00c4quivalenztheorem bekannten Lehrsatz ab. Gem\u00e4ss diesem Theorem f\u00fchrt ein h\u00f6heres Budgetdefizit zu einem Anstieg der zuk\u00fcnftigen Steuern bei gegebenen Staatsausgaben. Da die Wirtschaftssubjekte vorausschauend handeln, erkennen sie dies und werden mehr sparen und weniger konsumieren, um die h\u00f6here zuk\u00fcnftige Steuerbelastung tragen zu k\u00f6nnen. Folglich ergeben sich keine realen Effekte.Das Ricardianische \u00c4quivalenztheorem ist intuitiv einleuchtend. Es basiert aber auf Annahmen, die zum Teil sehr rigide und unrealistisch sind, wie etwa das Fehlen verzerrender Steuern oder vollkommene Kapitalm\u00e4rkte. Trotzdem enth\u00e4lt es einige Aspekt, die auch noch in der modernen Volkswirtschaftslehre relevant sind, so zum Beispiel die permanente Einkommenshypothese oder die intertemporale Budgetbeschr\u00e4nkung des Staates. Letztere ist Ausgangspunkt unserer weiteren \u00dcberlegungen.&#13;<\/p>\n<h2>Die intertemporale Budgetbeschr\u00e4nkung des Staates<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Verschuldungspolitik gen\u00fcgt der intertemporalen Budgetbeschr\u00e4nkung des Staates und wird als tragf\u00e4hig bezeichnet, wenn die heutigen Staatsschulden gleich dem Gegenwartswert der zuk\u00fcnftigen staatlichen \u00dcbersch\u00fcsse exklusive Zinszahlungen sind. Die Staatsschuld muss also dem Gegenwartswert der zuk\u00fcnftigen Prim\u00e4r\u00fcbersch\u00fcsse entsprechen. Nur wenn der Staat eine tragf\u00e4hige Verschuldungspolitik verfolgt, ist es gesichert, dass die Staatsschuld kontrollierbar bleibt. Deshalb ist die Frage, ob die staatliche Finanzpolitik in der Vergangenheit dieser Maxime gerecht wurde, nicht nur von akademischem Interesse, sondern hat auch praktische Relevanz.Verschiedene Verfahren k\u00f6nnen dazu dienen, die Tragf\u00e4higkeit zu testen. Ein verh\u00e4ltnism\u00e4ssig neuer Test, der einige Schw\u00e4chen \u00e4lterer Verfahren \u00fcberwindet, untersucht, wie der Staat auf einen Anstieg der Schuldenquote reagiert. Steigt als Folge einer h\u00f6heren Schuldenquote der Prim\u00e4r\u00fcberschuss relativ zum Bruttoinlandprodukt (BIP) hinreichend stark an, so impliziert dies, dass der Staat Vorsorge f\u00fcr zuk\u00fcnftige Zins- und Tilgungslasten trifft. Dann \u2013 so l\u00e4sst sich zeigen \u2013 ist eine gegebene Finanzpolitik tragf\u00e4hig. Intuitiv leuchtet dies ein. Um die Tilgung zu gew\u00e4hrleisten, muss der Staat neben den Zinszahlungen Prim\u00e4r\u00fcbersch\u00fcsse erwirtschaften, und als Folge einer h\u00f6heren Staatsschuld m\u00fcssen Prim\u00e4r\u00fcbersch\u00fcsse ansteigen.&#13;<\/p>\n<h2>Wachstumswirkungen von Staatsverschuldung: Theoretische \u00dcberlegungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZun\u00e4chst halten wir fest, dass in diesem Beitrag unter Wirtschaftswachstum die mittel- bis langfristige Entwicklung des BIP gemeint ist. Wir befassen uns also nicht mit den kurzfristigen Auswirkungen staatlicher Schuldenpolitik, die etwa zur Gl\u00e4ttung von Konjunkturschwankungen in einem keynesianischen Sinne eingesetzt wird. Deshalb gehen wir auch davon aus, dass alle M\u00e4rkte im Gleichgewicht sind. Dies gilt auch f\u00fcr den Arbeitsmarkt, wo sich aufgrund hinreichend flexibler L\u00f6hne eine nat\u00fcrliche Besch\u00e4ftigungsquote einstellt.Aus dem vorherigen Abschnitt wissen wir, dass eine h\u00f6here Schuldenquote mit einem Anstieg des Prim\u00e4r\u00fcberschusses einhergehen muss, damit eine Verschuldungspolitik tragf\u00e4hig bleibt. Wie kann der Staat nun einen h\u00f6heren Prim\u00e4r\u00fcberschuss erzielen? Ein Anstieg des Prim\u00e4r\u00fcberschusses relativ zum BIP kann erfolgen, indem die Steuerquote steigt und\/oder die Ausgabenquote sinkt. Steigt die Steuerquote, so geht dies im Allgemeinen mit Verzerrungen einher, etwa dass private Wirtschaftssubjekte aufgrund einer h\u00f6heren Einkommensteuer weniger arbeiten und investieren. Dies wirkt sich negativ auf die Wachstumsraten von Volkswirtschaften aus, was letztendlich nicht allzu \u00fcberraschend ist. Interessanter und nicht so offensichtlich sind die Wachstumswirkungen, die sich bei einem konstanten Steuersatz und verringerten \u00f6ffentlichen Ausgaben ergeben.Sieht man sich etwa die Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland an, so erkennt man, dass es zu einer Umstrukturierung bei den Staatsausgaben zu Lasten der \u00f6ffentlichen Investitionen kam. Wurden im Jahr 1970 \u00fcber 12% der staatlichen Einnahmen f\u00fcr \u00f6ffentliche Investitionen ausgegeben, so sank diese Quote bis 1990 auf unter 6% (jeweils im fr\u00fcheren Bundesgebiet). Im Jahr 2002 wurden noch 3,6% aller staatlichen Einnahmen f\u00fcr \u00f6ffentliche Investitionen verwendet. Gleichzeitig stiegen die Zinsausgaben an. Im Jahr 1970 gab der Staat 2,4% der Einnahmen f\u00fcr Zinszahlungen aus. 1990 belief sich dieser Anteil bereits auf 6,4%, und 2002 wurden 6,9% der Einnahmen f\u00fcr Zinsausgaben aufgewendet. \u00d6ffentliche Investitionen waren anscheinend jene Ausgaben im Staatshaushalt, die sich am leichtesten reduzieren liessen. Bedenkt man, dass es hierzu keine Verpflichtung des Staates gibt und offensichtlich auch keine Lobby, die sich daf\u00fcr einsetzt, erscheint dies verst\u00e4ndlich.Reduziert nun der Staat als Folge einer h\u00f6heren Belastung durch Zins und Tilgungszahlungen auf die \u00f6ffentliche Schuld produktive Ausgaben, so hat dies negative Auswirkungen auf die Wachstumsrate der \u00d6konomie. Die Wachstumsrate wird umso geringer ausfallen, je h\u00f6her die Schuldenquote ist, was sich auch modelltheoretisch zeigen l\u00e4sst. Aber selbst wenn die Staatsausgaben nicht produktiv sind, impliziert eine h\u00f6here Schuldenlast eine geringere Wachstumsrate. Der Grund daf\u00fcr ist, dass bei einer h\u00f6heren Schuldenquote der Grenzertrag einer zus\u00e4tzlichen Einheit der Ersparnis und der Arbeit geringer ist, weil der Staat einen Teil der Ersparnis f\u00fcr nicht produktive Zwecke verwendet, n\u00e4mlich zur Finanzierung seines Defizits. Deshalb werden private Akteure sowohl weniger sparen und investieren als auch weniger arbeiten, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirkt. Dies impliziert letztendlich, dass die h\u00f6chste Wachstumsrate bei einer Schuldenquote von null erreicht wird, wenn man einmal von der M\u00f6glichkeit absieht, dass der Staat auch einen Verm\u00f6gensstock aufbauen k\u00f6nnte, den er verwendet, um sein Ausgaben mitzufinanzieren. Selbst wenn eine Schuldenquote von null als illusorisch zu bezeichnen ist, so sollten Staaten zumindest versuchen, ihre Schuldenquoten zu reduzieren, um auf diese Art und Weise Wachstum anzukurbeln. Dies kann auf zweierlei Arten geschehen:\u2212 Zum einen k\u00f6nnen Staaten einen ausgeglichenen Haushalt erreichen oder sogar \u00dcbersch\u00fcsse erwirtschaften. \u2212 Zum anderen k\u00f6nnen sich Staaten nur geringf\u00fcgig verschulden, so dass die Gesamtschuld des Staates weniger stark zunimmt als das BIP. Auch diese Politik reduziert die Schuldenquote und liefert tendenziell h\u00f6here Wachstumsraten. Welche dieser beiden Politiken vorzuziehen ist, kann nicht allgemeing\u00fcltig beantwortet werden und h\u00e4ngt vielmehr von den Pr\u00e4ferenzen der Bev\u00f6lkerung in den jeweiligen L\u00e4ndern ab.Halten wir als Zwischenfazit fest, dass die mittel- bis langfristige Wachstumsrate umso kleiner ist, je h\u00f6her die Schuldenquote eines Landes ausf\u00e4llt. Dies bedeutet nicht, dass defizitfinanzierte \u00f6ffentliche Investitionen stets zu geringerem Wachstum f\u00fchren m\u00fcssen. Vielmehr ist durchaus denkbar, dass eine solche fiskalpolitische Massnahme die Wachstumsrate erh\u00f6ht. In diesem Fall handelt es sich um produktive Investitionen in dem Sinne, dass durch sie das BIP \u2013 und in der Folge die Steuereinnahmen \u2013 ansteigt. Als Folge dessen sinkt die langfristige Schuldenquote; der Anstieg der Schuldenquote, ausgel\u00f6st durch die defizitfinanzierte \u00f6ffentliche Investition, ist nur vor\u00fcbergehender Art. Ob letztendlich eine Investition sinnvoll ist oder nicht, kann im Rahmen dieser Betrachtungen nicht bestimmt werden. Dies h\u00e4ngt letztendlich von dem konkreten Vorhaben ab, dessen Vorteilhaftigkeit etwa mit Hilfe der Nutzen-Kosten-Analyse bestimmt werden kann.&#13;<\/p>\n<h2>Empirische Untersuchungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Zusammenhang von Staatsschulden und Wirtschaftswachstum wurde in j\u00fcngerer Zeit verst\u00e4rkt empirisch untersucht. So finden etwa <i>Ferreira (2009)<\/i> und <i>Kumar und Woo (2010)<\/i> eine negative Korrelation zwischen der Staatsverschuldung und dem Wirtschaftswachstum wie er oben theoretisch postuliert wurde. <i>Ferreira (2009)<\/i> f\u00fchrt Granger-Kausalit\u00e4tstests f\u00fcr 20 OECD L\u00e4nder \u00fcber den Zeitraum von 1988-2001 durch, wobei er j\u00e4hrliche Wachstumsraten betrachtet. Er zeigt, dass sich h\u00f6here Schuldenquoten negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Der Effekt ist statistisch signifikant und geht in beide Richtungen: H\u00f6here Staatsverschuldung f\u00fchrt zu geringerem Wachstum, und niedrigeres Wirtschaftswachstum impliziert eine h\u00f6here Verschuldung. <i>Kumar und Woo (2010)<\/i> untersuchen 19 L\u00e4nder \u00fcber den Zeitraum von 1970-2007, wobei sie Wachstumsregressionen \u00fcber einen Zeitraum von 5 Jahren sch\u00e4tzen, mit der Wachstumsrate als der zu erkl\u00e4renden Variable. Das Ergebnis dieser Sch\u00e4tzung ist ein eindeutig negativer Zusammenhang zwischen dem Schuldenstand zu Beginn einer Periode und der Wachstumsrate. Auch zeigt die Studie auf, dass die Beziehung durch Nichtlinearit\u00e4t gekennzeichnet ist, wobei h\u00f6here Defizite und Schuldenquoten einen \u00fcberproportional negativen Einfluss auf das Wachstum aus\u00fcben.Allerdings existieren auch Studien, die erst ab einem bestimmten Schwellenwert eine negative Korrelation zwischen Staatsschuld und Wirtschaftswachstum feststellen. Beispielsweise zeigen <i>Reinhart und Rogoff (2010)<\/i> anhand von Histogrammen, dass ein invers U-f\u00f6rmiger Zusammenhang zwischen den Wachstumsraten und der Staatsschuld besteht, wobei der Zusammenhang ab einem Schuldenstand von 90% negativ wird. Allerdings wurde der Aufsatz von <i>Irons und Bivens (2010)<\/i> stark kritisiert: Sie argumentieren unter anderem, dass f\u00fcr die USA nur sehr wenige Daten mit einer Schuldenquote \u00fcber 90% vorhanden sind, so dass dies Ausreisser sind und man hieraus nicht auf einen allgemein g\u00fcltigen Zusammenhang schliessen kann. <i>Checherita und Rother (2010)<\/i> analysieren ebenfalls den Zusammenhang zwischen \u00f6konomischem Wachstum und Staatsschulden. Sie untersuchen 12 L\u00e4nder des Euroraums \u00fcber den Zeitraum 1970-2011 und unterscheiden zwischen j\u00e4hrlichen Wachstumsraten und Wachstumsraten \u00fcber einen Zeitraum von 5 Jahren. Diese Autoren finden in beiden F\u00e4llen eine invers U-f\u00f6rmige Beziehung zwischen Wirtschaftswachstum und Staatsverschuldung, wobei der Schwellenwert 70%-80% betr\u00e4gt.Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass einige Studien Evidenz f\u00fcr den oben aufgezeigten negativen theoretischen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Staatsschuld finden. Allerdings gibt es auch Untersuchungen, die erst ab einem bestimmten Schwellenwert eine negative Korrelation zwischen diesen beiden Gr\u00f6ssen identifizieren. Somit ist aus empirischer Sicht noch nicht abschliessend gekl\u00e4rt, wie sich Staatsverschuldung auf Wachstum auswirkt.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAusgangspunkt unseres Beitrags war die \u00dcberlegung, dass eine h\u00f6here staatliche Schuldenquote mit einem Anstieg des Prim\u00e4r\u00fcberschusses relativ zum BIP einhergehen muss, damit eine Verschuldungspolitik tragf\u00e4hig bleibt. Der Staat kann dies erreichen, indem er den Steuersatz erh\u00f6ht, was sich aber negativ auf Wachstum auswirkt. L\u00e4sst der Staat den Steuersatz konstant und reduziert stattdessen die Ausgaben, so f\u00fchrt auch dies zu geringerem Wachstum, wenn dadurch produktive Ausgaben verringert werden. Selbst wenn der Staat unproduktive Ausgaben reduziert, ist zu erwarten, dass die Wachstumsrate sinkt, weil private Akteure weniger sparen, investieren und arbeiten, da ein Teil ihrer Ersparnis vom Staat lediglich zur Deckung des Defizits verwendet wird und keine produktive Verwendung findet. Dies bedeutet, dass der Staat Wachstum stimulieren kann, indem er die Schuldenquote reduziert. Einige empirische Studien finden eine negative Korrelation zwischen Staatsschuld und Wachstum. Allerdings gibt es auch Studien, die erst ab einem bestimmten Schwellenwert der Staatsschuld diesen negativen Zusammenhang feststellen. Hier besteht noch Forschungsbedarf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur&#13;<\/p>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZur empirische \u00dcberpr\u00fcfung der Nachhaltigkeit von Staatsschulden und zu theoretischen Wachstumsmodellen mit Staatsschuld:\u2212 Fincke B. und A. Greiner (2011): Debt Sustainability in Selected Euro Area Countries. Empirical Evidence Estimating Time-Varying Parameters. In: Studies in Nonlinear Dynamics &amp; Econometrics 15, Nr. 3, Artikel 2.\u2212 Greiner A. und B. Fincke (2009): Public Debt and Economic Growth. Springer Verlag, Berlin.Zum empirischen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Staatsverschuldung:\u2212 Checherita C. und P. Rother (2010): The Impact of High and Growing Debt on Economic Growth. An Empirical Investigation for the Euro Area. ECB Working Paper Series Nr. 1237.\u2212 Ferreira C. (2009): Public Debt and Economic Growth: A Granger Causality Panel Data Approach. School of Economics and Management, Technical University of Lisbon, Department of Economics, Working Paper 24\/2009.\u2212 Kumar M.S. und J. Woo (2010): Public Debt and Growth. IMF Working Paper, WP\/10\/174.\u2212 Reinhart C.M. und K.S. Rogoff (2010): Growth in a Time of Debt. NBER Working Paper Nr. 15639.\u2212 Irons J. und J. Bivens (2010): Government Debt and Economic Growth. Overreaching Claims of Debt \u00abThresholds\u00bb Suffer from Theoretical and Empirical Flaws. EPI Briefing Paper, Economic Policy Institute, Briefing Paper Nr. 271.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtige Finanz- und Wirtschaftskrise hatte ihren Ursprung in den USA im Jahr 2007, wo zweitklassige Hypothekenkredite in riesigem Umfang nicht mehr bedient werden konnten. In der Folge glitten die meisten entwickelten Volkswirtschaften in die Rezession ab, von der sie sich nur z\u00f6gerlich erholten. 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