{"id":119984,"date":"2012-03-01T12:00:00","date_gmt":"2012-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/03\/ragni-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:28:49","modified_gmt":"2023-08-23T21:28:49","slug":"ragni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/03\/ragni\/","title":{"rendered":"Macht Stress am Arbeitsplatz krank? Und f\u00fchrt er zu volkswirtschaftlichen Verlusten?"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fchren \u00fcberpr\u00fcfbare belastende Arbeitsbedingungen zu negativ erlebten Stressgef\u00fchlen am Arbeitsplatz? Und erzeugt der am Arbeitsplatz erlebte Stress erh\u00f6hte Gesundheitsgefahren, die schliesslich in vermehrte Arbeitslosigkeit m\u00fcnden? Der vorliegende Beitrag geht diesen Fragen mit den Daten des European Working Condition Survey (EWCS) nach und erg\u00e4nzt dabei den arbeitswissenschaftlichen Bericht zur so genannten Stress-Studie.&#13;<br \/>\nDie Studie ist frei downloadbar unter: www.seco. admin.ch, Dokumentation, Publikationen und Formulare, Studien und Berichte, Arbeit. Der vorliegende Textbeitrag analysiert die gleiche Datenbasis. Doch nimmt er eine komplement\u00e4re gesundheits\u00f6konomische Perspektive ein. Das ihm zugrunde liegende Discussion Paper ist frei downloadbar unter: <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>, Dokumentation, Publikationen und Formulare, Arbeitspapiere, Arbeit.&#13;<\/p>\n<h2>Arbeitsbedingungen und Stressgef\u00fchle<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem ersten Schritt ist untersucht worden, inwieweit negative Stressgef\u00fchle durch \u00fcberpr\u00fcfbare Arbeitsbedingungen erkl\u00e4rbar sind (vgl. Wirkmodell in <i>Grafik 1<\/i>). Die Untersuchung zeigt, dass Stressgef\u00fchle relativ eng mit pers\u00f6nlichen Empfindungen und Beurteilungen der Arbeitsbedingungen zusammenh\u00e4ngen, z.B. mit h\u00e4ufigeren unklaren Anweisungen, mit schlechterer Anpassung der Arbeitsaufgaben an die vereinbarte Arbeitszeit durch den Vorgesetzten, mit seltener Unterst\u00fctzung durch Chef und Kollegen, mit h\u00e4ufigerem Arbeiten unter Termindruck, mit gr\u00f6sseren Schwierigkeiten, mit dem Einkommen \u00fcber die Runden zu kommen, mit st\u00e4rker empfundenen St\u00f6reffekten aus unvorhergesehenen Arbeitsunterbrechungen, mit h\u00e4ufigeren Diskriminierungserfahrungen aller Art. Durch Dritte \u00fcberpr\u00fcfbare belastende Arbeitsbedingungen (wie z. B. die durchschnittliche H\u00e4ufigkeit ungeplanter Arbeitseins\u00e4tze pro Monat) scheinen demgegen\u00fcber f\u00fcr die Entstehung von Stressgef\u00fchlen weniger wichtig zu sein. Als robust Stress erh\u00f6hend haben sich nur zwei solche \u00fcberpr\u00fcfbaren Faktoren erwiesen: erstens die erinnerte Anzahl Tage, an denen man normalerweise pro Monat mehr als 10 Stunden arbeiten muss, und zweitens die H\u00e4ufigkeit von Arbeitsunterbr\u00fcchen aufgrund unvorhersehbarer Aufgaben.&#13;<\/p>\n<h2>Stressgef\u00fchle, schlechte Arbeitsbedingungen und Krankheitsf\u00e4lle<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Vermutung ist, dass gewisse, durch Dritte nachpr\u00fcfbare Arbeits- und Lebenssituationen tendenziell die Stressgef\u00fchle und so auch das Krankheitsrisiko erh\u00f6hen. Weil das Stressempfinden auch bei gleichen Arbeitsumst\u00e4nden aufgrund individuell unterschiedlicher \u00abStressresistenz\u00bb variiert, l\u00f6sen ung\u00fcnstige Arbeitsbedingungen nicht zwangsl\u00e4ufig bei allen betroffenen Personen negative Stressgef\u00fchle aus. Es kann daher interessieren, inwieweit negativ erlebter Stress selber ein kausalen Faktor f\u00fcr Krankheit ist. Ausgangspunkt ist der folgende Befund (vgl. <i>Tabelle 1<\/i>): Von denjenigen Befragten, welche ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut bezeichnen (86%) geben 31% an (270 von 860 Personen), <i>h\u00e4ufig oder sehr h\u00e4ufig negative Stressgef\u00fchle<\/i> zu haben. Bei erwerbsf\u00e4higen Personen mit mittelm\u00e4ssig, schlechtem oder sehr schlechtem Gesundheitszustand steigt dieser Anteil auf 53% (75 von 142 Personen). Diese einfache Auswertung zeigt, dass Stressgef\u00fchle als Einflussfaktor des Gesundheitszustands in Frage kommen. Allerdings h\u00e4ngt letzterer von vielen weiteren Faktoren ab, die in den beiden Untergruppen mit und ohne Stressgef\u00fchle nicht gleich h\u00e4ufig verteilt sein m\u00fcssen. Eine solche Selektionsverzerrung k\u00f6nnte ein Grund sein, dass der beobachtete Einfluss des Stresses auf die Gesundheit bloss ein Scheinzusammenhang ist. Empirische Sch\u00e4tzungen erlauben eine Einsch\u00e4tzung der relativen Bedeutung dieser Faktoren. Der <i>selbst beurteilte aktuelle Gesundheitszustand<\/i> ist negativ abh\u00e4ngig von folgenden Einflussfaktoren: \u00fcber 50-j\u00e4hrig, l\u00e4ngerer Betriebszugeh\u00f6rigkeitsdauer, physischen Belastungen, selteneren Anpassungen der Arbeit an die verf\u00fcgbare Arbeitszeit, h\u00e4ufigerem Arbeiten unter hohem Tempo, schlechterer Planbarkeit der Arbeitszeiten, unselbst\u00e4ndigem Arbeiten, monotoner Arbeit, mangelhaft beurteilten Mitspracherechten, fehlender Pausengestaltung, fehlender Mitarbeiterf\u00f6rderung via betrieblich bezahlten Fortbildungsmassnahmen, und schliesslich auch von der selbst eingesch\u00e4tzten mangelnden Stressbew\u00e4ltigungskompetenz. <i>Stressgef\u00fchle liefern keinen signifikanten Beitrag zur Erkl\u00e4rung des selbst eingesch\u00e4tzten globalen Gesundheitszustandes der befragten Erwerbst\u00e4tigen.<\/i>&#13;<br \/>\nNichtnachweisbarkeit bedeutet aber nicht zwingend Nichtexistenz dieser Wirkkette. So sind alle Personen, die bereits im erwerbsf\u00e4higen Alter aus dem Erwerbsleben unfreiwillig \u2013 u.a. krankheitsbedingt \u2013 ausgeschieden sind, nicht in der Befragung ber\u00fccksichtigt worden. Die Befragung ist somit nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr s\u00e4mtliche Personen im erwerbsf\u00e4higen Alter, sondern nur f\u00fcr die Erwerbspersonen. Analoge Sch\u00e4tzungen sind f\u00fcr die Anzahl der in den letzten 12 Monate erinnerten Krankheitsepisoden durchgef\u00fchrt worden. Negative Stressgef\u00fchle sowie eine selbst eingesch\u00e4tzte mangelhafte Stressbew\u00e4ltigungskompetenz zeigen hier einen selbst\u00e4ndigen, signifikanten Einfluss an.Viele erfragte Faktoren sind von individuellen Einsch\u00e4tzungen abh\u00e4ngig und lassen keine direkten R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die von Dritten \u00fcberpr\u00fcfbaren Arbeitsbedingungen zu. Ob z. B. der Chef gemessen an der Arbeitszeit zu viele Aufgaben erteilt, erfasst nicht nur die objektive Verdichtung und Hektik des Arbeitsprozesses, sondern auch, ob die befragte Erwerbsperson aufgrund pers\u00f6nlicher Merkmale allenfalls in die falsche Arbeitsstelle vermittelt worden ist und daher eine <i>bloss relativ definierbare \u00dcberforderung<\/i> besteht. Um dieses Problem zumindest hinsichtlich der individuell variierenden \u00abStressresistenz\u00bb zu entsch\u00e4rfen, sind separierte Auswertungen durchgef\u00fchrt worden, je f\u00fcr die sich gestresst f\u00fchlenden Personen und f\u00fcr die sich nicht gestresst f\u00fchlenden Personen. Hier interessiert, ob sich ung\u00fcnstige Arbeitsbedingungen bei Personen, die sich gestresst f\u00fchlen, anders auf die selbst beurteilte Gesundheit auswirken als bei Personen, die sich nie oder nur selten gestresst f\u00fchlen:\u2212 In der Gruppe der <i>Nicht-Gestressten<\/i> berichten die j\u00fcngeren Besch\u00e4ftigten bis 30 Jahre, im Vergleich zu den anderen Altersgruppen signifikant bei schlechterer Gesundheit zu sein.&#13;<br \/>\nVielleicht haben die J\u00fcngeren h\u00e4ufiger Hemmungen, ihre Stressgef\u00fchle zuzugeben. Oder sie sind bei der Beurteilung des eigenen Gesundheitszustandes relativ sensibler, so dass sie als \u00abKrankheitsfall\u00bb beurteilen oder noch erinnern, was die anderen Altersgruppen in der Tendenz bereits vergessen haben oder als nicht \u00abwirkliche\u00bb Krankheit einsch\u00e4tzen. Der Zusammenhang mit den negativen Stresserlebnissen kann dadurch lockerer werden. Und nur in dieser Gruppe f\u00fchren h\u00e4ufiger erlebte Diskriminierungen jeglicher Art (aufgrund von Alter und Geschlecht, Beleidigen, Drohen und Blossstellen, k\u00f6rperlicher Gewalt, Mobbing, sexueller Bel\u00e4stigung) zu einer selbst beurteilten schlechteren Gesundheit. Immerhin gibt es deutliche Hinweise, dass F\u00fchrungsprobleme (keine klaren Zielvereinbarungen, keine Aufgabenanpassung an die vereinbarte Arbeitszeit) auch bei Nicht-Gestressten die Gesundheit beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen.\u2212 Dagegen sind in der Gruppe der <i>Gestressten<\/i> die folgenden Faktoren gesundheitsbeeintr\u00e4chtigend: k\u00f6rperlich anstrengende Arbeit, h\u00e4ufige Sonntagsarbeit, nicht frei gestaltbare Arbeitszeiten, mangelnder Respekt von Seiten des Chefs, h\u00e4ufig unvorhergesehene Arbeitsunterbrechungen, h\u00e4ufigeres Fehlen selbst\u00e4ndiger Aufgabenerf\u00fcllung, emotionale Ersch\u00f6pfungserlebnisse.Verallgemeinernd kann man sagen, dass bei den Nicht-Gestressten diskriminierende Umst\u00e4nde am Arbeitsplatz sowie F\u00fchrungsprobleme zu Gesundheitsgefahren f\u00fchren, die aber mit der konkreten Art der Arbeit selber nichts zu tun haben m\u00fcssen. Dagegen sind es bei den Gestressten oft solche Faktoren, die mit dem Arbeitsprozess selber im Zusammenhang stehen (z.B. unselbst\u00e4ndiges Arbeiten), von denen zudem einige in gewissen Jobs unvermeidlich mit der Art der Arbeit verkn\u00fcpft sind (z.B. k\u00f6rperliche Anstrengung). Mangelnde Stressbew\u00e4ltigungsf\u00e4higkeit spielt keine wichtige Rolle. Der Grund wird in <i>Tabelle 2<\/i> sichtbar.Zwar sind 34,3% aller befragten Erwerbst\u00e4tigen (344 von 1002) h\u00e4ufig negativen Stressgef\u00fchlen ausgesetzt. Aber nur 7% der zumindest ab und zu sich gestresst f\u00fchlenden Erwerbst\u00e4tigen (62 von 870) rechnen sich selber eine schlechte Stressbew\u00e4ltigungskompetenz bzw. eine schlechte \u00abStressresistenz\u00bb zu. Bemerkenswert ist, dass von den insgesamt 344 h\u00e4ufig gestressten Personen 294 Personen oder 85,5% sich eine <i>ziemlich oder sehr gute Stressbew\u00e4ltigungsf\u00e4higkeit<\/i> zuschreiben. Bei den nur manchmal Gestressten steigt diese Quote sogar auf 97,7% (514 von 526). Dies wirft die Frage auf nach den Entstehungsgr\u00fcnden des negativ erlebten und krank machenden Stresses. Grunds\u00e4tzlich sind zwei M\u00f6glichkeiten denkbar, die sich nicht ausschliessen m\u00fcssen: 1) Stress widerspiegelt eine <i>mangelhafte \u00dcbereinstimmung<\/i> zwischen Jobanforderungen und Jobkompetenzen, woraus eine Situation <i>relativer<\/i> \u00dcberforderung entsteht. Sie betrifft zwar immer einen bestimmten Prozentsatz der Besch\u00e4ftigten, aber jede einzelne Person immer nur zuf\u00e4llig und vor\u00fcbergehend, so lange bis eine geeignetere Stelle gefunden worden ist. Es handelt sich hier um ein <i>unvermeidliches Such- und Informationsproblem.<\/i>2) Wenn es allerdings immer wieder dieselbe Personengruppe trifft und es f\u00fcr sie zu einem Dauerzustand wird, ist der krank machende Stress die Wirkung einer ganz anderen Art der <i>Unvermeidlichkeit.<\/i> Diese Personengruppe ist im Arbeitsmarktsegment der prek\u00e4ren Jobs eingeschlossen. Weil solche Jobs strikt unfreiwillig in Kauf zu nehmen sind, ist ihr Prozentanteil an s\u00e4mtlichen Besch\u00e4ftigten mit negativen Stressgef\u00fchlen ein Indikator f\u00fcr die volkswirtschaftlichen Verluste aus Stress am Arbeitsplatz (vgl. <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Die gesundheits\u00f6konomische Bedeutung von Stress am Arbeitsplatz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Differenz zwischen der arbeitsmedizinischen und der gesundheits\u00f6konomischen Beurteilung des Stresses am Arbeitsplatz kommt am deutlichsten in der Analyse eines Marktversagens zum Ausdruck. W\u00e4hrend die Arbeitsmedizin aus ethischen Gr\u00fcnden jeden krank machenden und auch vermeidbaren Stress am Arbeitsplatz bek\u00e4mpfen m\u00f6chte, argumentiert die Gesundheits\u00f6konomie, dies sei nur in bestimmten F\u00e4llen anzustreben \u2013 dann n\u00e4mlich, wenn Arbeitsstress zu volkswirtschaftlichen Verlusten f\u00fchrt.Allerdings ist es schwierig, die volkswirtschaftlichen Verluste des Arbeitsstresses abzusch\u00e4tzen. Es m\u00fcssten alle monet\u00e4r oder andersartig nicht kompensierten Stressph\u00e4nomene erfasst werden k\u00f6nnen. Denn nur so liessen sich die externen Effekte durch Stress valide messen. G\u00e4be es keine externen Effekte \u2013 und damit auch kein Marktversagen in diesem Bereich \u2013, w\u00e4ren s\u00e4mtliche Stresssymptome, auch wenn sie medizinisch und ethisch strikt negativ zu bewerten w\u00e4ren, freiwillig in Kauf genommen, weil einerseits ihre schlechten m\u00f6glichen Auswirkungen allen Personen bekannt w\u00e4ren und sie anderseits durch mehr Freizeit, mehr Lohn, mehr Prestige, eine gr\u00f6ssere Karrierechance oder andere Be- und Verg\u00fcnstigungen voll entsch\u00e4digt w\u00fcrden. Es k\u00e4me zu keinen verzerrenden Verhaltensweisen, weil keine Fehlanreize existierten. Das Ausmass des ethisch und medizinisch negativ zu bewertenden Stresses w\u00e4re daher \u00f6konomisch effizient. Umgekehrt entstehen wohlfahrtsmindernde externe Kosten und damit volkswirtschaftliche Verluste nur dann, wenn der als schlecht erlebte Stress und die daraus erwachsenden Gesundheitsfolgen entweder nicht vollst\u00e4ndig bekannt sind oder nicht kompensiert werden und daher unfreiwillig in Kauf genommen werden m\u00fcssen.a&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Das scheinbar paradoxe Ph\u00e4nomen der dauerhaft existierenden Unfreiwilligkeit in einem Arbeitsmarkt mit Vertragsfreiheit kann z.B. mit Hilfe der Effizienzlohntheorie (J. Stiglitz, C. Shapiro) sauber mikrofundiert werden. Vgl. dazu Ecoplan (Hrsg.), Die Entwicklung atypisch-prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse in der Schweiz, Seco-Publikation Nr. 32, Bern 2010, frei downloadbar unter: <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>, Dokumentation, Ver\u00f6ffentlichungsreihen, Arbeit.). Um ihre empirische Bedeutung zu erfassen, m\u00fcssten Indizien des nicht kompensierten Leidens am Stress gesammelt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Drohender Stellenverlust durch Stress?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInwieweit erh\u00f6ht vermehrtes Stressempfinden das Risiko eines Stellenverlustes? Da ein tats\u00e4chlicher Stellenverlust in der Befragung von aktuell (noch) Erwerbst\u00e4tigen nicht beobachtet werden kann, wird im Einklang mit anderen empirischen Studien das zuk\u00fcnftige Risiko des Arbeitsplatzverlustes mit der vergangenen H\u00e4ufigkeit der Abwesenheit am Arbeitsplatz (Absentismus) zu erfassen versucht. Absentismus wird als nicht ganz exakte, im Mittel aber unverzerrte Prognosevariable f\u00fcr Stellenverlust interpretiert. Das sind die empirischen Ergebnisse der Studie: \u2212 Erkl\u00e4rungskr\u00e4ftig f\u00fcr Absentismus sind: Geringe soziale Integration (gemessen durch ehrenamtliche T\u00e4tigkeit, Kinder- und Verwandtenbetreuung, gemeinschaftliche Freizeitaktivit\u00e4ten), Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, Pr\u00e4sentismus (trotz Erkrankung sich am Arbeitsplatz einzufinden), das mangelnde Bewusstsein, eine sinnvolle Arbeit zu verrichten, eine physisch belastende Arbeitssituation, unregelm\u00e4ssige Arbeitsdauer pro Tag, nicht feste Arbeitszeiten f\u00fcr Beginn und Ende der Arbeit, fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf \u2013 das sind fast alles von Dritten \u00fcberpr\u00fcfbare, stressbeg\u00fcnstigende Faktoren einer m\u00f6glicherweise prek\u00e4r-flexiblen Arbeitsstelle und von schwierigen Lebensumst\u00e4nden. \u2212 Absentismus ist nicht abh\u00e4ngig von h\u00e4ufigerem Medikamentengebrauch. Auch <i>pers\u00f6nliches Stressempfinden spielt keine eigenst\u00e4ndige Rolle<\/i> bei der Erkl\u00e4rung des Absentismus (und damit des Risikos des Arbeitsplatzverlustes). Nicht von Bedeutung ist \u00fcberdies das F\u00fchrungsverhalten des Chefs, das pers\u00f6nliche Verh\u00e4ltnis zum Chef sowie der selbst beurteilte Gesundheitszustand. Gem\u00e4ss den statistischen Tests scheint letzterer in vielen F\u00e4llen nicht das Ergebnis eines zuf\u00e4lligen Ereignisses zu sein (wie z. B. bei einer Grippe), sondern eher das Resultat von den tieferen Ursachen des Absentismus. So kann in einer bereits prek\u00e4ren allgemeinen Lebenssituation eine angeschlagene Gesundheit geh\u00e4uft auftreten. In solchen F\u00e4llen ist Absentismus bloss das beobachtete Symptom der prek\u00e4ren Lebenslage.&#13;<\/p>\n<h2>Lohnpr\u00e4mien f\u00fcr Stress?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWelches sind die Lohneffekte aus negativ erlebtem Stress am Arbeitsplatz? Um dieser Frage nachzugehen, ist untersucht worden, inwieweit in ansonsten vergleichbaren Jobtypen Stress beg\u00fcnstigende und allgemein belastende Arbeitssituationen mit einer \u00abStresspr\u00e4mie\u00bb abgegolten werden. Um hier einen sp\u00fcrbaren Effekt beobachten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen auf dem Arbeitsmarkt gen\u00fcgend h\u00e4ufig Jobs existieren, zwischen denen man ohne zus\u00e4tzlichen Ausbildungsaufwand wechseln kann und die sich nur in der sogenannt \u00abstressigen\u00bb Arbeitssituation unterscheiden.&#13;<br \/>\nDie in die Gegenrichtung laufende Behauptung, mehr Stress f\u00fchre zu weniger Lohn, st\u00fctzt sich auf tempor\u00e4re Effekte aus negativen Schocks. Ihre empirische Bedeutung kann in einer rein zeitpunktbezogenen Befragung nicht eruiert werden.Zu diesem Zweck ist eine Lohnfunktion schrittweise unter Einbezug stets zus\u00e4tzlicher m\u00f6glicher Einflussgruppen gesch\u00e4tzt worden:\u2212 <i>Strukturelle<\/i> Einflussgr\u00f6ssen (z. B. Betriebsgr\u00f6sse oder Branche);\u2212 <i>individuelle<\/i> Eigenschaften (z. B. Geschlecht, Alter, h\u00f6chste abgeschlossene Ausbildung);\u2212 <i>Arbeitsbedingungen<\/i> und <i>betriebliche<\/i> Stellung (z. B. kein unbefristeter Arbeitsvertrag, Vorgesetztenfunktion, Betriebszugeh\u00f6rigkeitsdauer);\u2212 <i>Art der Arbeit<\/i> (z. B. k\u00f6rperlich belastende Arbeit, unvorhergesehene Arbeitsunterbrechungen, selbst\u00e4ndiges L\u00f6sen von Aufgaben);\u2212 selbst beurteilter <i>Gesundheitszustand<\/i> (z. B. Schmerzen und Beschwerden). All diese signifikant den Lohn beeinflussenden Faktoren interessieren im vorliegenden Kontext nur, weil am Ende der separierte Einfluss ausschliesslich des Stressempfindens auf die Lohnh\u00f6he sichtbar werden soll. Das empirische Resultat ist, dass <i>die H\u00e4ufigkeit von Stressgef\u00fchlen keine Wirkung auf die Lohnh\u00f6he entfaltet.<\/i> Ein wichtiges Nebenergebnis ist, dass in der erweiterten Sch\u00e4tzung die Nationalit\u00e4t zu keiner Lohndiskriminierung f\u00fchrt. Nachweisbar sind die folgenden spezifischen Einfl\u00fcsse: \u2212 Die (selbst beurteilte) individuell schlechte Stressbew\u00e4ltigungsf\u00e4higkeit kommt bei tieferen L\u00f6hnen signifikant h\u00e4ufiger vor. \u2212 Weniger belastende Faktoren in der Arbeitssituation gehen signifikant mit tieferen L\u00f6hnen einher, und mehr Stress beg\u00fcnstigende bzw. belastende Faktoren in der Arbeitssituation sind h\u00e4ufiger mit h\u00f6heren L\u00f6hnen verbunden. Wer z.B. seltener gezwungen ist, in der Freizeit \u00fcbrig gebliebene Aufgaben des Jobs zu erledigen, hat einen tendenziell deutlich tieferen Lohn. Oder: Wer ruhige, relativ st\u00f6rungsfreie Arbeit erledigt, erzielt sehr deutlich weniger Lohneinkommen. F\u00fcr einen nicht vernachl\u00e4ssigbaren Anteil der Besch\u00e4ftigten zeigen die statistischen Tests, dass nicht der Stress den Lohn beeinflusst, sondern dass umgekehrt das je erreichbare Lohnsegment bestimmt, ob man in ein ruhigeres, sogenannt \u00abweniger stressiges\u00bb Jobprofil hineingeschleust wird. Relative Lohneinbussen f\u00fchren hier zu weniger Stress.&#13;<br \/>\nDie endg\u00fcltige \u00abBelastbarkeit\u00bb dieses statistischen Ergebnisses (der sog. Endogenit\u00e4t der Einflussvariablen) und der sich darauf st\u00fctzenden Interpretation (der umgekehrten Kausalit\u00e4t) ist letztlich erst dann zu beurteilen, wenn dieselbe Umfrage zu verschiedenen Zeitpunkten mit denselben Teilnehmern durchgef\u00fchrt w\u00fcrde. Der genaue Anteil des prek\u00e4ren Jobsegments l\u00e4sst sich allerdings nicht ermitteln.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Arbeitsbedingungen haben wesentlichen Einfluss auf die selbst beurteilte Gesundheit der Besch\u00e4ftigten. Es war jedoch nicht m\u00f6glich nachzuweisen, dass auch Stressgef\u00fchle den selbst beurteilten Gesundheitszustand gef\u00e4hrden. \u00dcberpr\u00fcfbare Stress beg\u00fcnstigende bzw. belastende \u2013 hektische, unplanbare und k\u00f6rperlich anstrengende \u2013 Arbeitsbedingungen haben besonders dann eine krank machende Wirkung, wenn sie mit dem konkreten Arbeitsablauf selber verbunden sind und daher nur schwer vermeidbar sind \u2013 ausser durch einen Wechsel in ein anderes Jobprofil. M\u00f6chte man die Gefahr dauerhafter Besch\u00e4ftigungslosigkeit vermeiden, ist die M\u00f6glichkeit eines Wechsels allerdings f\u00fcr Personen im Segment der prek\u00e4ren Jobs verbaut. Der genaue Anteil dieser Personengruppe mit unfreiwillig in Kauf zu nehmenden negativen Stressgef\u00fchlen an s\u00e4mtlichen Personen mit negativen Stressgef\u00fchlen \u2013 und damit das Ausmass des volkswirtschaftlichen Verlusts aus Stress \u2013 l\u00e4sst sich nicht ermitteln. Doch kann diese Gruppe, der sonst nur die unfreiwillige Arbeitslosigkeit bliebe, nicht vernachl\u00e4ssigbar klein sein. Denn es l\u00e4sst sich empirisch nachweisen, dass die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes sp\u00fcrbar erh\u00f6ht ist, falls Stress beg\u00fcnstigende Arbeitsbedingungen vorherrschen und die generelle Lebenssituation bereits marginalisiert ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abDas Wirkmodell\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abStressgef\u00fchl und Gesundheitszustand\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abStressbew\u00e4ltigungsf\u00e4higkeit und Stressempfinden\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Die Definition von Stress&#13;<\/p>\n<h3>Die Definition von Stress<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer umgangssprachliche Stressbegriff meint sowohl den <i>belastenden<\/i> Arbeitsprozess selber als auch die <i>negativen Stressgef\u00fchle,<\/i> die daraus entstanden sind. Damit legt das Alltagsverst\u00e4ndnis intuitiv nahe, beides sei untrennbar miteinander verbunden. Untersuchungen zeigen allerdings immer wieder, dass dies nicht so sein muss: Nicht jede hektische Arbeitssituation ruft negative Stressgef\u00fchle hervor, und nicht nur hektische Arbeitssituationen k\u00f6nnen negative Stressgef\u00fchle verursachen. Im vorliegenden Text wird daher Stress begrifflich enger gefasst und mit <i>Stressgef\u00fchl (-empfinden, -erleben)<\/i> synonym gesetzt. Das hat zur Folge, dass man in Anlehnung an die Alltagssprache von sogenannt \u00abstressigen\u00bb Arbeitsbedingungen sprechen muss, wenn nachpr\u00fcfbar belastende Arbeitssituationen gemeint sind. Sie verm\u00f6gen Stressgef\u00fchle h\u00f6chstens zu beg\u00fcnstigen, verursachen sie aber nie alleine.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Die gesundheits\u00f6konomische Bedeutung von Stress am Arbeitsplatz&#13;<\/p>\n<h3>Die gesundheits\u00f6konomische Bedeutung von Stress am Arbeitsplatz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Differenz zwischen der arbeitsmedizinischen und der gesundheits\u00f6konomischen Beurteilung des Stresses am Arbeitsplatz kommt am deutlichsten in der Analyse eines Marktversagens zum Ausdruck. W\u00e4hrend die Arbeitsmedizin aus ethischen Gr\u00fcnden jeden krank machenden und auch vermeidbaren Stress am Arbeitsplatz bek\u00e4mpfen m\u00f6chte, argumentiert die Gesundheits\u00f6konomie, dies sei nur in bestimmten F\u00e4llen anzustreben \u2013 dann n\u00e4mlich, wenn Arbeitsstress zu volkswirtschaftlichen Verlusten f\u00fchrt.Allerdings ist es schwierig, die volkswirtschaftlichen Verluste des Arbeitsstresses abzusch\u00e4tzen. Es m\u00fcssten alle monet\u00e4r oder andersartig nicht kompensierten Stressph\u00e4nomene erfasst werden k\u00f6nnen. Denn nur so liessen sich die externen Effekte durch Stress valide messen. G\u00e4be es keine externen Effekte \u2013 und damit auch kein Marktversagen in diesem Bereich \u2013, w\u00e4ren s\u00e4mtliche Stresssymptome, auch wenn sie medizinisch und ethisch strikt negativ zu bewerten w\u00e4ren, freiwillig in Kauf genommen, weil einerseits ihre schlechten m\u00f6glichen Auswirkungen allen Personen bekannt w\u00e4ren und sie anderseits durch mehr Freizeit, mehr Lohn, mehr Prestige, eine gr\u00f6ssere Karrierechance oder andere Be- und Verg\u00fcnstigungen voll entsch\u00e4digt w\u00fcrden. Es k\u00e4me zu keinen verzerrenden Verhaltensweisen, weil keine Fehlanreize existierten. Das Ausmass des ethisch und medizinisch negativ zu bewertenden Stresses w\u00e4re daher \u00f6konomisch effizient. Umgekehrt entstehen wohlfahrtsmindernde externe Kosten und damit volkswirtschaftliche Verluste nur dann, wenn der als schlecht erlebte Stress und die daraus erwachsenden Gesundheitsfolgen entweder nicht vollst\u00e4ndig bekannt sind oder nicht kompensiert werden und daher unfreiwillig in Kauf genommen werden m\u00fcssen.a&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Das scheinbar paradoxe Ph\u00e4nomen der dauerhaft existierenden Unfreiwilligkeit in einem Arbeitsmarkt mit Vertragsfreiheit kann z.B. mit Hilfe der Effizienzlohntheorie (J. Stiglitz, C. Shapiro) sauber mikrofundiert werden. Vgl. dazu Ecoplan (Hrsg.), Die Entwicklung atypisch-prek\u00e4rer Arbeitsverh\u00e4ltnisse in der Schweiz, Seco-Publikation Nr. 32, Bern 2010, frei downloadbar unter: <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>, Dokumentation, Ver\u00f6ffentlichungsreihen, Arbeit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fchren \u00fcberpr\u00fcfbare belastende Arbeitsbedingungen zu negativ erlebten Stressgef\u00fchlen am Arbeitsplatz? Und erzeugt der am Arbeitsplatz erlebte Stress erh\u00f6hte Gesundheitsgefahren, die schliesslich in vermehrte Arbeitslosigkeit m\u00fcnden? Der vorliegende Beitrag geht diesen Fragen mit den Daten des European Working Condition Survey (EWCS) nach und erg\u00e4nzt dabei den arbeitswissenschaftlichen Bericht zur so genannten Stress-Studie.&#13; Die Studie ist frei [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":2868,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[76,154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":2868,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ressort Arbeitsmarktanalyse und Sozialpolitik, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Collaborateur scientifique, secteur Analyse du march\u00e9 du travail et politique sociale, Secr\u00e9tariat d\u2019Etat \u00e0 l\u2019\u00e9conomie (Seco), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":119987,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7799","post_abstract":"","magazine_issue":"20120301","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/54ddee15c8fc9"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119984"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2868"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119984"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119984\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127459,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119984\/revisions\/127459"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2868"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=119984"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=119984"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=119984"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=119984"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=119984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}