{"id":120029,"date":"2012-01-01T12:00:00","date_gmt":"2012-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/01\/aeberhardt-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:29:10","modified_gmt":"2023-08-23T21:29:10","slug":"aeberhardt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/01\/aeberhardt-3\/","title":{"rendered":"Aymo Brunetti hat die Wirtschaftspolitik der Schweiz in den letzten dreizehn Jahren stark gepr\u00e4gt"},"content":{"rendered":"<p>1999 hat Aymo Brunetti die Direktion f\u00fcr Wirtschaftspolitik \u00fcbernommen und rasch zu einer Einheit geformt. Nun geht er als Professor f\u00fcr Wirtschaftspolitik und Regional\u00f6konomie an die Universit\u00e4t Bern. Damit k\u00f6nnen die k\u00fcnftigen \u00d6konomen an seinem grossen Wissen, seiner Erfahrung und seinem Augenmass f\u00fcr politische Fragen teilhaben. Aymo Brunetti wird uns als Kapit\u00e4n in Erinnerung bleiben, der auch im Sturm Ruhe bewahrte und den Kompass f\u00fcr alle gut sichtbar und verst\u00e4ndlich ausrichtete. Wir verabschieden Aymo Brunetti hier auch als Leiter des Redaktionsauschusses des Magazins \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb. Der Bundesrat hat am 1.2.2012 auf Antrag des Eidgen\u00f6ssischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) der Ernennung von Eric Scheidegger zum neuen Leiter der Direktion f\u00fcr Wirtschaftspolitik im Seco zugestimmt.&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201201_15_Aeberhardt_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAls Aymo Brunetti vor dreizehn Jahren in den Bundesdienst eintrat, existierte das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) erst auf dem Papier. Alles war in Bewegung: Der damalige Leistungsbereich Wirtschaftspolitik, den er vorfand, war ein Patchwork, zusammengef\u00fcgt aus den Mitarbeitenden folgender drei Bundes\u00e4mter, die aufgel\u00f6st wurden: jene des Bundesamtes f\u00fcr Konjunkturfragen, jene des Bundesamtes f\u00fcr Industrie, Gewerbe und Arbeit sowie jene des Bundesamtes f\u00fcr Aussenwirtschaft. Erstes Ziel des neuen Chefs war es, aus den unterschiedlichsten Gruppen diverser \u00c4mter eine Einheit zu schaffen. Viel Zeit f\u00fcr diese Aufgabe blieb nicht, denn die zu l\u00f6senden volkswirtschaftlichen Probleme waren nach zehn Jahren praktischer Stagnation der Schweizer Wirtschaft un\u00fcbersehbar. Alle, die mit ihm zusammenarbeiten durften, wurden schnell Zeuge seiner besonderen Gabe: Aymo Brunetti hat eine klare wirtschaftspolitische Orientierung und ist kein analytisch abgehobener Theoretiker. Er jagte nicht Modestr\u00f6mungen nach, sondern wahrte stets den Blick aufs Ganze. Sein Ziel war es, der Schweizer Wirtschaft zu helfen, langfristig m\u00f6glichst grossen Wohlstand zu schaffen.F\u00fcr \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb erwies es sich als Gl\u00fccksfall, dass Aymo Brunetti erfolgreich in der politischen Beratung involviert war. Dies f\u00fchrte auch zu einer starken Fokussierung auf die wirtschaftspolitischen Themen, welche sich dann als politisch relevant erweisen sollten. Bereits kurz nach seinem Eintritt in die Bundesdienste fand Aymo Brunetti einen Reformkurs, der wesentlich mithalf, die Stagnation zu \u00fcberwinden: Wachstumspolitik und Preisinsel Schweiz pr\u00e4gten in der Folge die politische Diskussion. Weitere wichtige Themen wie die Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU, Cassis de Dijon, die Dotcom-Krise, die Finanzmarktstabilisierung und die umweltpolitischen Fragen seien hier nur kurz erw\u00e4hnt. Seine n\u00fcchterne, unaufgeregte Haltung wirkte sich auch positiv auf \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb aus. Es stand nicht das Haschen nach Effekt im Vordergrund, sondern eine seri\u00f6se Analyse der Fakten. Zu einem rationalen Diskurs trug zudem bei, dass in der Zeitschrift unterschiedliche Meinungen gebracht wurden. Damit konnten Fehlschl\u00fcsse aufgrund einer zu eingeschr\u00e4nkten oder zu einseitigen Sichtweise vermieden werden. Mit einer seri\u00f6sen Analyse ist es aber nicht getan; die Resultate m\u00fcssen in eine politische Beratung umgesetzt werden, welche geh\u00f6rt wird. Hier spielte auch \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb eine Rolle.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1999 hat Aymo Brunetti die Direktion f\u00fcr Wirtschaftspolitik \u00fcbernommen und rasch zu einer Einheit geformt. Nun geht er als Professor f\u00fcr Wirtschaftspolitik und Regional\u00f6konomie an die Universit\u00e4t Bern. Damit k\u00f6nnen die k\u00fcnftigen \u00d6konomen an seinem grossen Wissen, seiner Erfahrung und seinem Augenmass f\u00fcr politische Fragen teilhaben. 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