{"id":120104,"date":"2012-01-01T12:00:00","date_gmt":"2012-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2012\/01\/strupler-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:29:24","modified_gmt":"2023-08-23T21:29:24","slug":"strupler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2012\/01\/strupler\/","title":{"rendered":"Alkoholpr\u00e4vention \u2013 zum Wohl!"},"content":{"rendered":"<p>Die meisten Personen in der Schweiz geniessen Wein, Bier, Spirituosen und Cocktails. Nicht selten wird die Schwelle des Genusses, der Harmlosigkeit aber \u00fcberschritten. Der Kreis der Betroffenen kann sich dann sehr schnell ausweiten. Denn der Alkoholmissbrauch bringt Gefahren auf die Strasse und in Betriebe; er mindert Leistung und Ertrag in Unternehmen und l\u00e4sst Gesundheitskosten steigen. Gemeinsam setzen sich staatliche und private Stellen im Rahmen des Nationalen Programms Alkohol (NPA) daf\u00fcr ein, dass alkoholbedingte Probleme einged\u00e4mmt und sch\u00e4digende Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft gemindert werden. Das Programm, das sich auf die f\u00f6deralen Strukturen der Schweiz st\u00fctzt, hat bereits Erfolge zu verbuchen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201201_20_Strupler_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nRund 13% der Bev\u00f6lkerung trinken rund die H\u00e4lfte des gesamten konsumierten Alkohols. Das ist nicht nur ein privates Problem. Es wirkt sich auch negativ auf die Gesellschaft und die Wirtschaft aus. J\u00e4hrlich werden durch \u00fcberm\u00e4ssigen Alkoholkonsum Kosten von rund 2,3 Mrd. Franken verursacht. Darin enthalten sind Gesundheitskosten f\u00fcr \u00e4rztliche Leistungen und Versorgung in Spit\u00e4lern sowie f\u00fcr Arbeitsausf\u00e4lle. Allein in der Wirtschaft fallen j\u00e4hrlich rund 1 Mrd. Franken wegen Fehlzeiten, Unf\u00e4llen und Produktivit\u00e4tsverlusten an. Dies hat eine Umfrage im Jahr 2011 unter 1300 Personalverantwortlichen in Unternehmen gezeigt. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren hierzulande Infektionskrankheiten die wichtigste Todesursache. Fortschritte im Hygienebereich sowie die Entwicklung von Impfungen und Antibiotika f\u00fchrten zur Verbesserung der Gesundheit und zu einer l\u00e4ngeren Lebenserwartung. Heute k\u00e4mpfen wir mit Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebserkrankungen oder Diabetes. In unserem Land sind diese nicht \u00fcbertragbaren Krankheiten verantwortlich f\u00fcr 90% der vorzeitigen Todesf\u00e4lle und f\u00fchren zu chronischen Erkrankungen mit hohen Kosten f\u00fcr das Gesundheitssystem. Problematischer Alkoholkonsum ist \u2013 neben Tabakkonsum sowie dem Ern\u00e4hrungs- und Bewegungsverhalten \u2013 einer der gr\u00f6ssten Risikofaktoren f\u00fcr diese Krankheiten. J\u00e4hrlich sterben in der Schweiz \u00fcber 2000 Menschen an den Folgen des Alkoholmissbrauchs.&#13;<\/p>\n<h2>Sch\u00e4den betreffen alle<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAlkohol bringt auch andere gesellschaftliche Probleme mit sich. Er macht Montagehallen und Baustellen sowie Strassen und Wege gef\u00e4hrlich: So ist beispielsweise jeder sechste t\u00f6dliche Unfall auf der Strasse auf Alkoholisierung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Neuste Berechnungen zeigen, dass in der Schweiz zwischen 250&nbsp;000 und 300&nbsp;000 Personen alkoholabh\u00e4ngig sind. Von einer Abh\u00e4ngigkeit ist auch das Umfeld betroffen, wachsen doch je nach Sch\u00e4tzung 50&nbsp;000 bis 110&nbsp;000 Kinder und Jugendliche mit einem alkoholabh\u00e4ngigen Elternteil auf.Der Rausch bedroht auch die Entwicklung vieler Jugendlicher. Jugendliche beginnen fr\u00fcher als vor 20 Jahren mit dem Alkoholkonsum und trinken in exzessiveren Mengen. Je fr\u00fcher sie anfangen, desto gr\u00f6sser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein ungesundes Konsumverhalten entwickeln. J\u00e4hrlich werden \u00fcber 2000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 23 Jahren in Schweizer Spit\u00e4lern wegen Alkoholvergiftung oder -abh\u00e4ngigkeit behandelt. Wiederholter Rausch beeintr\u00e4chtigt die Entwicklung von Hirn und Nervensystem. Bei Problemen in der Schule und Ausbildung spielt Alkohol eine wesentliche Rolle. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, denen von Gesetzes wegen noch gar kein Alkohol verkauft werden d\u00fcrfte, erreichen im Handel einen j\u00e4hrlichen Umsatz von ca. 150 Mio. Franken. Eine negative Bilanz, denn an anderen Stellen entstehen dadurch erhebliche Kosten.&#13;<\/p>\n<h2>Ein Engagement f\u00fcr alle<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWegen der wirtschaftlichen und sozialen Folgen des problematischen Alkoholkonsums hat der Bund im Jahr 2008 das Nationale Programm Alkohol (NPA) ins Leben gerufen. Es vernetzt, b\u00fcndelt, beurteilt und entwickelt das Engagement staatlicher und privater Stellen. Seither ist eine eigentliche Allianz entstanden, die sich gemeinsam um ein wichtiges Anliegen zur Erhaltung einer wettbewerbsf\u00e4higen Schweiz k\u00fcmmert.Dieser Allianz geh\u00f6ren kantonale und kommunale Beh\u00f6rden, Verb\u00e4nde und Vereine an. Auf Bundesebene sorgen das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG), die Eidgen\u00f6ssische Alkoholverwaltung (EAV) und die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Alkoholfragen (Ekal) unter Beteiligung der Kantone f\u00fcr den zielorientierten, transparenten und wirkungsvollen Einsatz der Pr\u00e4ventionsmittel.&#13;<\/p>\n<h2>Gemeinsame Erfolge<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen des NPA hat sich inzwischen eine differenzierte Praxis entwickelt, Alkoholmissbrauch und Alkoholismus zu vermindern und dadurch die Gesundheit und die \u00f6ffentliche Sicherheit zu f\u00f6rdern. Zum Massnahmenkatalog geh\u00f6ren die Unterst\u00fctzung der Fr\u00fcherkennung, Behandlungs- und Therapieangebote, Verbesserung des Vollzugs f\u00fcr den Alkoholverkauf an Jugendliche wie auch Informationsangebote und Praxisaustausch f\u00fcr die kantonalen Beh\u00f6rden.In den drei Jahren ihres Bestehens hat die durch das NPA vernetzte Allianz bereits konkrete Teilerfolge erzielt. Schulungen von Verkaufspersonal tragen dazu bei, dass die Jugendschutzbestimmungen in Warenh\u00e4usern, Tankstellenshops oder an Sportveranstaltungen besser eingehalten werden, und sie erh\u00f6hen die Schwelle f\u00fcr den sch\u00e4digenden Konsum. Auch Testk\u00e4ufe zeigen Wirkung: Nicht zul\u00e4ssige Verk\u00e4ufe an Jugendliche sanken seit 2001 von 80% auf rund 30%. Konkret bedeutet dies, dass heute noch bei drei von zehn gemachten Testk\u00e4ufen Alkohol an Jugendliche verkauft wird. Dieser R\u00fcckgang ist unter anderem auf das besser geschulte und f\u00fcr die Problematik sensibilisierte Verkaufspersonal zur\u00fcckzuf\u00fchren. Zudem machen Ausbildungen f\u00fcr Leitungspersonen von Jugendverb\u00e4nden und didaktische Hilfsmittel die Gefahren des Alkohols in Schulen und Lagern zum Thema. In Unternehmen existieren betriebliche Pr\u00e4ventionsprogramme, die griffige Instrumente zur Bek\u00e4mpfung von Alkoholproblemen am Arbeitsplatz umfassen (siehe <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Teurer Alkohol am Arbeitsplatz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nProblematisches Trinkverhalten kostet Schweizer Unternehmen j\u00e4hrlich rund 1 Mrd. Franken, gr\u00f6sstenteils durch Produktivit\u00e4tsverluste. Dies geht aus einer Studie aus dem Jahr 2011 hervor, welche das BAG zusammen mit dem Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) und der Suva in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden Personalverantwortliche von \u00fcber 1300 Unternehmen. Die gleiche Befragung hat gezeigt, dass Pr\u00e4ventionsprogramme am Arbeitsplatz Wirkung zeigen. Der professionelle Umgang mit alkoholbedingten Problemen soll in immer mehr \u00f6ffentlichen und privaten Unternehmen zu einem festen Bestandteil der Personalpolitik werden. Die Sensibilisierung und Unterst\u00fctzung von Unternehmensleitungen, Personalverantwortlichen und Vorgesetzten ist eine der Aktivit\u00e4ten des NPA. Unter <i><a href=\"http:\/\/www.alkoholamarbeitsplatz.ch\">http:\/\/www.alkoholamarbeitsplatz.ch<\/a><\/i> sind Grundlagen, Instrumente f\u00fcr den Aufbau eines Pr\u00e4ventionsprogramms sowie weitere Informationen \u00fcber den Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz zu finden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n).&#13;<\/p>\n<h2>Ein wirkungsvoller und wirtschaftlicher Weg f\u00fcr die Zukunft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine gesunde Bev\u00f6lkerung sorgt f\u00fcr eine gesunde Wirtschaft. Wir wollen eine gesunde, wettbewerbsf\u00e4hige Schweiz. Wirksame Pr\u00e4vention ist immer ein Zusammenspiel von gesundheitsf\u00f6rdernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Massnahmen, die das Verhalten des Individuums ansprechen. Mit der Totalrevision des Alkoholgesetzes sollen massgebliche Weichen f\u00fcr die k\u00fcnftige Alkoholpr\u00e4ventionspolitik gestellt werden. Es werden die Instrumente festgelegt, welche Bund und Kantonen zur Verf\u00fcgung stehen, um die negativen Folgen des Alkoholmissbrauchs zu reduzieren. Der Bund hat mit dem Entwurf des Pr\u00e4ventionsgesetzes Vorschl\u00e4ge ausgearbeitet, wie die verschiedenen Aktivit\u00e4ten im Bereich Krankheitspr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung neu zu organisieren und die Qualit\u00e4t des Gesundheitssystems zu verbessern sind. Damit folgt er auch einer Empfehlung der OECD, welche Investitionen in die Pr\u00e4vention als lohnend erachtet. Die Kosten daf\u00fcr sind geringer als diejenigen, die bei Gesellschaft und Unternehmen anfallen w\u00fcrden, um Krankheits- und Todesf\u00e4lle, Arbeitsausf\u00e4lle und Leistungsminderungen zu finanzieren. In der Legislaturplanung 2012\u20132015 hat der Bundesrat die Eind\u00e4mmung des Kostenwachstums im Gesundheitswesen durch St\u00e4rkung der Pr\u00e4vention zum Ziel gesetzt. Eine zukunftsf\u00e4hige Alkoholpr\u00e4ventionspolitik unterst\u00fctzt dieses Ziel. Zusammenfassend kann die Stossrichtung der schweizerischen Pr\u00e4ventionspolitik im Bereich von Alkoholmissbrauch, Alkoholismus und damit verbundenen Sch\u00e4den wie folgt definiert werden:&#13;<\/p>\n<h2>Mehr als Jugendschutz und Suchtbek\u00e4mpfung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nTrinkverhalten wird oft und vor allem bei Jugendlichen thematisiert. Viele Probleme am Arbeitsplatz oder alkoholbedingte Krankheiten betreffen jedoch alle Altersgruppen. Zudem ist der Anteil der Bev\u00f6lkerung, der risikoreich oder situationsunangepasst \u2013 z.B. vor dem Autofahren \u2013 trinkt, deutlich gr\u00f6sser als die Zahl der Abh\u00e4ngigen. Es ist die Anh\u00e4ufung vieler einzelner Vorf\u00e4lle, welche die hohen Kosten verursacht. Deshalb ber\u00fccksichtigt die Alkoholpr\u00e4ventionspolitik immer die ganze Bev\u00f6lkerung.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr als individuelles Handeln<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich geht man in der Schweiz davon aus, dass die Einwohnerinnen und Einwohner verantwortlich handeln. G\u00fcnstige Rahmenbedingungen unterst\u00fctzen aber das Verhalten zugunsten von Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei geht es nicht nur um die Einzelperson, die trinkt, sondern auch um den Schutz von unbeteiligten Drittpersonen. So hat beispielsweise die Senkung der Promillegrenze zu einer bemerkenswerten Verminderung von alkoholbedingten Todesf\u00e4llen auf Schweizer Strassen gef\u00fchrt.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr als Ressortpolitik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAlkoholpr\u00e4ventionspolitik ist nicht nur Gesundheitspolitik. Die zust\u00e4ndigen Stellen bei Bund und Kantonen m\u00fcssen eng zusammenarbeiten, denn die Massnahmen von Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden sind auf eine gegenseitige Erg\u00e4nzung ausgelegt. Die internationale Zusammenarbeit wird ebenfalls immer wichtiger. Erh\u00e4ltlichkeit und Werbung via elektronische Medien machen nicht vor den Landesgrenzen Halt und stellen uns vor neue Herausforderungen. Ein gut abgestimmtes Vorgehen ist auch hier zielf\u00fchrend.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr als ein Programm des Bundes<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Alkoholpr\u00e4vention baut auf traditionelle Schweizer St\u00e4rken: den F\u00f6deralismus, die Subsidiarit\u00e4t und die Partnerschaft zwischen Staat und Privaten. Dieses Zusammenspiel f\u00f6rdert die Alkoholpr\u00e4ventionspolitik in allen Landesteilen und Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die beteiligten Organisationen haben ihre eigenen Aktionsfelder und k\u00f6nnen so an unterschiedlichen Brennpunkten ansetzen. Die gemeinsame Orientierung und die Koordination der Aufgaben lassen dem NPA eine wichtige Funktion zukommen. Die neue Alkoholpr\u00e4ventionskampagne des Bundes, die auf Dialog und Partizipation der verschiedensten Akteure setzt, hat in Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden neue Impulse geliefert.&#13;<br \/>\nVgl. <a href=\"http:\/\/www.ich-spreche-ueber-Alkohol.ch\">http:\/\/www.ich-spreche-ueber-Alkohol.ch<\/a>.&#13;<\/p>\n<h2>Mehr als Behauptungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAlkoholpr\u00e4ventionspolitik st\u00fctzt sich auf wissenschaftliche Grundlagen. Anhand des Gesundheitszustands der Bev\u00f6lkerung wird der Handlungsbedarf erfasst. Die Entwicklungen sind dokumentiert. Diese wissenschaftlichen Daten liefern Grundlagen f\u00fcr die Entscheidungstr\u00e4ger in der Politik. Sie dienen ausserdem zur Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung; denn sie muss die Alkoholpolitik mittragen k\u00f6nnen. Das staatliche Handeln konzentriert sich auf Massnahmen, die erwiesenermassen erfolgversprechend und effizient sind.&#13;<\/p>\n<h2>F\u00fcr mehr als nur f\u00fcr heute<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Gesellschaft befindet sich in stetigem Wandel. Neue Produkte, Verkaufskan\u00e4le und Trends beeinflussen den Alkoholkonsum. Die Alkoholpolitik muss angemessen darauf reagieren. Aus diesem Grunde f\u00f6rdert das NPA einen vertieften gesellschaftlichen Dialog. Der Stellenwert neuer Medien (Social Media) bei Jugendlichen beispielsweise hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Vielen Vorz\u00fcgen stehen jedoch Schattenseiten gegen\u00fcber: So k\u00f6nnen diese neuen Absatzkan\u00e4le nur schwer dahingehend kontrolliert werden, ob tats\u00e4chlich lediglich Bier und Wein an \u00fcber 16-J\u00e4hrige oder Spirituosen an \u00fcber 18-J\u00e4hrige verkauft werden. Mit Blick auf die vielf\u00e4ltigen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten durch die Industrie (Sponsoring etc.) im Bereich neuer Medien wird klar, dass die g\u00e4ngigen Pr\u00e4ventionsans\u00e4tze auf ihre Aktualit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen.&#13;<\/p>\n<h2>Eine lohnende Investition f\u00fcr alle<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn Alkoholpr\u00e4vention zu investieren lohnt sich. Ziel ist eine Gesellschaft, in der ein respektvoller und selbstbestimmter Genuss m\u00f6glich ist. Die Pr\u00e4ventionspolitik engagiert sich f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit, tr\u00e4gt zu einem guten Zusammenleben und zu einer gesunden Volkswirtschaft bei. Denn gesunde Menschen tun auch der Wirtschaft gut.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abAlkoholkonsum in der Schweiz, 2007\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Nationales Programm Alkohol 2008\u20132012&#13;<\/p>\n<h3>Nationales Programm Alkohol 2008\u20132012<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nMit dem Ziel, den problematischen Alkoholkonsum und dadurch verursachte Sch\u00e4den zu vermindern, hat der Bundesrat im Jahr 2008 das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) mit der Umsetzung des Nationalen Programms Alkohol (NPA) beauftragt. Das Ziel des Bundes und seiner Partner l\u00e4sst sich in ganz einfache Worte fassen: \u00abWer alkoholische Getr\u00e4nke trinkt, tut dies, ohne sich selber und anderen Schaden zuzuf\u00fcgen.\u00bbDie Aktivit\u00e4ten orientieren sich an den definierten Handlungsfeldern wie Fr\u00fcherkennung, Behandlung, Schadensminderung, Marktregulierung und Jugendschutz, Information und \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Forschung und Statistik, Qualit\u00e4tssicherung sowie Aus- und Weiterbildung. Diverse Akteure des Bundes, der Kantone und der Alkoholpr\u00e4vention sind mit der Umsetzung von Aktivit\u00e4ten beauftragt.Die strategische Leitung ist breit abgest\u00fctzt und liegt beim BAG, bei der Eidgen\u00f6ssischen Alkoholverwaltung (EAV) und bei der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Alkoholfragen (Ekal) sowie bei den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Weitere Informationen: <i><a href=\"http:\/\/www.alkohol.bag.admin.ch\">http:\/\/www.alkohol.bag.admin.ch<\/a>.<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Teurer Alkohol am Arbeitsplatz&#13;<\/p>\n<h3>Teurer Alkohol am Arbeitsplatz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nProblematisches Trinkverhalten kostet Schweizer Unternehmen j\u00e4hrlich rund 1 Mrd. Franken, gr\u00f6sstenteils durch Produktivit\u00e4tsverluste. Dies geht aus einer Studie aus dem Jahr 2011 hervor, welche das BAG zusammen mit dem Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) und der Suva in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden Personalverantwortliche von \u00fcber 1300 Unternehmen. Die gleiche Befragung hat gezeigt, dass Pr\u00e4ventionsprogramme am Arbeitsplatz Wirkung zeigen. Der professionelle Umgang mit alkoholbedingten Problemen soll in immer mehr \u00f6ffentlichen und privaten Unternehmen zu einem festen Bestandteil der Personalpolitik werden. Die Sensibilisierung und Unterst\u00fctzung von Unternehmensleitungen, Personalverantwortlichen und Vorgesetzten ist eine der Aktivit\u00e4ten des NPA. Unter <i><a href=\"http:\/\/www.alkoholamarbeitsplatz.ch\">http:\/\/www.alkoholamarbeitsplatz.ch<\/a><\/i> sind Grundlagen, Instrumente f\u00fcr den Aufbau eines Pr\u00e4ventionsprogramms sowie weitere Informationen \u00fcber den Umgang mit Alkohol am Arbeitsplatz zu finden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Personen in der Schweiz geniessen Wein, Bier, Spirituosen und Cocktails. Nicht selten wird die Schwelle des Genusses, der Harmlosigkeit aber \u00fcberschritten. Der Kreis der Betroffenen kann sich dann sehr schnell ausweiten. Denn der Alkoholmissbrauch bringt Gefahren auf die Strasse und in Betriebe; er mindert Leistung und Ertrag in Unternehmen und l\u00e4sst Gesundheitskosten steigen. 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