{"id":120389,"date":"2011-09-01T12:00:00","date_gmt":"2011-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2011\/09\/chambovey-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:30:07","modified_gmt":"2023-08-23T21:30:07","slug":"chambovey-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2011\/09\/chambovey-5\/","title":{"rendered":"Die OECD feiert ihr 50-j\u00e4hriges Bestehen"},"content":{"rendered":"<p>Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde 1961 in Paris von 20 L\u00e4ndern \u2013 wovon 18 europ\u00e4ische L\u00e4nder, darunter die Schweiz \u2013 gegr\u00fcndet, um die \u00f6konomische und soziale Wohlfahrt in der Welt mit der Anwendung geeigneter Wirtschaftspolitiken zu verbessern.Nach 50 Jahren ihres Bestehens kann die OECD eine durchaus positive Bilanz ziehen. Auch mit ihren mittlerweile 34 Mitgliedstaaten ist sie ihrer urspr\u00fcnglichen Devise treu geblieben, n\u00e4mlich der wirtschaftlichen \u00d6ffnung aufgrund wissenschaftlicher Analyse sowie Verbreitung von gemeinsamen Normen und Standards. Der Erfolg l\u00e4sst sich auch am Interesse ablesen, das die Organisation ausserhalb ihrer Mitglieder weckt, speziell der grossen Schwellenl\u00e4ndern. Die 2007 lancierte neue Partnerschaft bildet die Basis f\u00fcr eine dauerhafte Zusammenarbeit, um die Herausforderungen anzugehen, mit denen die Weltwirtschaft konfrontiert ist.Die St\u00e4rke der OECD liegt insbesondere in ihren fundierten Arbeitsmethoden, die auf Dialog und Peer Review basieren und eine Palette mehr oder weniger verpflichtender Instrumente beinhalten. Auch wenn sie keinen verpflichtenden Charakter haben, entfalten auch die Leits\u00e4tze und die anderen Empfehlungen in der Praxis eine hohe moralische Verbindlichkeit \u2013 so etwa die Leits\u00e4tze f\u00fcr multinationale Unternehmen oder die Empfehlungen des Komitees f\u00fcr Entwicklungshilfe. Eine Verpflichtung zur Umsetzung besteht hingegen bei den Entscheidungen (z. B. der Kodizes zur Liberalisierung der Kapitalbewegungen) oder Arrangements (z. B. zu den Exportkrediten), deren Einhaltung streng \u00fcberwacht wird. Diese Instrumente sind wertvolle Hilfen bei der politischen Entscheidfindung, aber auch f\u00fcr Forscher und nationale Experten. Dennoch ist die OECD kein Elfenbeinturm: Einige ihrer Publikationen sind einem breiten Publikum bekannt \u2013 allen voran die Pisa-Studien, welche j\u00e4hrlich die Resultate der L\u00e4nder im Bildungsbereich evaluieren.Als aktives Mitglied hatte die Schweiz in den letzten Jahren ein recht bewegtes Verh\u00e4ltnis zur OECD, dies vor allem aufgrund des Umgangs mit dem Steuerdossier. Nichtsdestotrotz bleibt die Organisation eine erstklassige Plattform, um unsere Leistungsf\u00e4higkeit zu evaluieren und unser Netzwerk zu st\u00e4rken. Zudem k\u00f6nnen wir dank der Teilnahme der OECD an den G20 die Diskussionen in diesem informellen, aber einflussreichen Gremium mitverfolgen. Die Schweiz wird ihr Engagement beibehalten, damit die OECD weiterhin die wirtschaftspolitischen Debatten bereichert, gute Praktiken verbreitet und gleichzeitig offen ist f\u00fcr die Beitr\u00e4ge der Partnerl\u00e4nder.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde 1961 in Paris von 20 L\u00e4ndern \u2013 wovon 18 europ\u00e4ische L\u00e4nder, darunter die Schweiz \u2013 gegr\u00fcndet, um die \u00f6konomische und soziale Wohlfahrt in der Welt mit der Anwendung geeigneter Wirtschaftspolitiken zu verbessern.Nach 50 Jahren ihres Bestehens kann die OECD eine durchaus positive Bilanz ziehen. 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