{"id":120590,"date":"2011-06-01T12:00:00","date_gmt":"2011-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2011\/06\/manz-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:30:58","modified_gmt":"2023-08-23T21:30:58","slug":"manz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2011\/06\/manz\/","title":{"rendered":"Financial Education \u2013 Rolle und internationale Entwicklungen"},"content":{"rendered":"<p>Die F\u00f6rderung finanzieller Bildung ist auf internationaler Ebene und in zahlreichen L\u00e4ndern ein zunehmend bedeutendes Anliegen. Auch wenn die Erwartungen teilweise \u00fcberh\u00f6ht erscheinen, stellen Massnahmen zur F\u00f6rderung finanzieller Kompetenzen der Bev\u00f6lkerung eine bedeutende Erg\u00e4nzung zu regulierenden Ans\u00e4tzen dar. F\u00fcr die Entwicklung realistischer und effektiver Konzepte spielt die noch in den Anf\u00e4ngen stehende Wirkungsforschung eine wichtige Rolle.&#13;<\/p>\n<h2>Der Ruf nach mehr finanzieller Bildung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den letzten Jahren wurden rund um den Globus zahlreiche Initiativen und Programme zur F\u00f6rderung finanzieller Bildung lanciert. Dieser Trend wurde durch die j\u00fcngste Finanzkrise noch verst\u00e4rkt. Ziel dieser Anstrengungen ist es, die finanzielle Kompetenz bzw. die \u00abFinancial Literacy\u00bb breiter Bev\u00f6lkerungsschichten zu erh\u00f6hen (vgl. <i>Kasten 1<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Financial Literacy<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nUnter \u00abFinancial Literacy\u00bb versteht man grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Finanzen (vgl. Grafik 1). Hinsichtlich der Anwendungsfelder kann Financial Literacy \u2013 \u00e4hnlich wie in bestehenden Standards beispielsweise in den USA \u2013 in Bereiche wie Geld verdienen, Geld ausgeben, sich verschulden, sparen und investieren und Risiken handhaben (sich vor Risiken sch\u00fctzen) unterteilt werden. Die in diesen Bereichen erforderlichen Kompetenzen umfassen nicht nur Finanzwissen, sondern auch F\u00e4higkeit und Bereitschaft, damit konkrete Probleme zu l\u00f6sen. Sie k\u00f6nnen in fachliche, soziale und personale Kompetenzen sowie in Wissen (Kennen), Fertigkeiten (K\u00f6nnen) und Einstellungen (Wollen) unterschieden werden.a Alternativ kann man finanzielle Kompetenzen auch unterteilen in: \u2212 konzeptionelles und institutionelles Finanzwissen zu Prinzipien, Produkten und Institutionen; \u2212 mathematische F\u00e4higkeiten beim Umgang mit Zahlen (\u00abNumeracy\u00bb);\u2212 Disziplin bei finanziellen Entscheidungen (Selbstkontrolle) und\u2212 eine intuitive Cleverness im Umgang mit Finanzen (\u00abSurvival Skills\u00bb).Bei dieser Aufgliederung liegt die Hypothese nahe, dass sich durch (schulische) Bildungsmassnahmen vor allem die erste und bis zu einem gewissen Grad die zweite Komponente f\u00f6rdern lassen. Die Disziplin ist bereits schwieriger zu beeinflussen und k\u00f6nnte Massnahmen bis hin zu pers\u00f6nlichem Coaching erfordern, w\u00e4hrend eine allgemeine Cleverness auch \u2013 oder gerade auch \u2013 in weniger gebildeten Kreisen vorhanden sein d\u00fcrfte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na In Anlehnung an Euler D. und Hahn A. (2007): Wirtschaftsdidaktik, 2. Auflage, UTB Haupt Verlag, Bern.). Inzwischen engagieren sich weltweit unz\u00e4hlige staatliche und private Institutionen f\u00fcr finanzielle Bildung, darunter internationale Organisationen, Notenbanken, Finanz- und Bildungsministerien, Finanzdienstleister und gemeinn\u00fctzige Stiftungen.Warum eigentlich? Worin liegt der erhoffte Nutzen finanzieller Bildung? Wer Bildung per se als hehres Gut oder Grundrecht erachtet, mag die Frage nach dem Nutzen \u00fcberfl\u00fcssig finden. Es gibt jedoch diverse erhoffte Auswirkungen, die von Bef\u00fcrwortern finanzieller Bildung angef\u00fchrt werden. Ein zentrales Argument ist dabei die hohe und zunehmende Alltagsrelevanz finanzieller Kompetenzen. Diese sollen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern helfen, in ihrem Alltag als Konsumentinnen, Anleger, Kredit- oder Versicherungsnehmerinnen, Hausbesitzer, Unternehmerinnen und Angestellte bewusste und zweckm\u00e4ssige Entscheidungen zu treffen. Dies ist von steigender Bedeutung, weil Vielfalt und Komplexit\u00e4t der verf\u00fcgbaren Finanzprodukte laufend zunehmen. Ausserdem besteht international ein Trend, in der beruflichen Vorsorge die Entscheidungsspielr\u00e4ume und damit Risiken auf die Individuen zu \u00fcbertragen.Ein sorgf\u00e4ltigeres und bewussteres finanzielles Verhalten zahlreicher Individuen kann sich auch volkswirtschaftlich positiv auswirken. Zu den erhofften Folgen z\u00e4hlen nicht nur ein R\u00fcckgang privater Verschuldung und finanzieller Betrugsdelikte, sondern letztlich auch eine erh\u00f6hte Effizienz und Stabilit\u00e4t der Finanzm\u00e4rkte. Zudem kann eine h\u00f6here Sparquote zu mehr Investitionen und Wirtschaftswachstum f\u00fchren.&#13;<\/p>\n<h2>Die Frage nach der Wirksamkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie aufgef\u00fchrten Erwartungen werfen eine offensichtliche Frage auf: Wirkt finanzielle Bildung? Diese Fragestellung l\u00e4sst sich in mehrere Fragen aufgliedern (vgl. <i>Grafik 2<\/i>). Die erste Frage lautet, ob sich Bildungsmassnahmen \u00fcberhaupt auf die Financial Literacy der betroffenen Personen auswirken, was a priori nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Unter der wohlwollenden Annahme, dass sich finanzielle Kompetenzen durch Bildung nachhaltig beeinflussen lassen, folgt die zweite, nicht minder interessante Frage: Ver\u00e4ndern sich dadurch auch individuelle Verhaltensweisen? Und schliesslich steht die Frage im Raum, ob sich aufgrund ver\u00e4nderter individueller Verhaltensweisen signifikante Folgen auf volkswirtschaftlicher Ebene \u2013 wie etwa eine h\u00f6here Effizienz von Finanzm\u00e4rkten \u2013 einstellen.Um solche Fragen zu kl\u00e4ren, ist eine sorgf\u00e4ltige Wirkungsforschung von zentraler Bedeutung. Dies wird in der Financial Education-Branche zunehmend anerkannt. Eine massgebliche Schwierigkeit liegt allerdings darin, dass sich kompetentes Verhalten nicht leicht erfassen l\u00e4sst. Ob eine finanzielle Entscheidung sinnvoll ist, h\u00e4ngt wesentlich von der Situation und von individuellen Merkmalen einer Person \u2013 wie etwa der Einstellung gegen\u00fcber Risiken \u2013 ab. Einfache Regeln \u2013 wie \u00abVerschulden ist schlecht\u00bb \u2013 greifen daher zu kurz. Insgesamt steckt dieser Forschungszweig deshalb noch in den Anf\u00e4ngen. Dennoch gibt es bereits einige empirische Evidenz daf\u00fcr, dass finanzielle Bildung spezifische Kompetenzen st\u00e4rken und konkrete Verhaltensweisen beeinflussen kann (vgl. <i>Kasten 2<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>Finanzbildung und Sparverhalten<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fchrt finanzielle Bildung zu einer besseren Finanzplanung und zu mehr Ersparnissen? Dies ist die bisher am besten untersuchte Frage zur Wirkung finanzieller Bildung, was unter anderem daran liegen d\u00fcrfte, dass bei dieser Fragestellung der erhoffte Effekt \u2013 mehr Ersparnisse \u2013 vergleichsweise gut messbar ist. Zudem ist die Frage vor allem in den Vereinigten Staaten, die nicht gerade als Sparnation bekannt sind, von brennendem Interesse. Studien der \u00d6konomieprofessorin Annamaria Lusardi zeigen: Wer sich mit Finanzplanung auseinandergesetzt hat, verf\u00fcgt \u00fcber mehr Ersparnisse. Dieser Zusammenhang k\u00f6nnte lediglich daran liegen, dass die \u00abPlaner\u00bb gleichzeitig jene Leute sind, die auch mehr verdienen und deshalb mehr sparen k\u00f6nnen. Doch der durchschnittliche \u00abPlaner\u00bb hat laut Forschungsergebnissen sogar dann 20% mehr Verm\u00f6gen als der \u00abNicht-Planer\u00bb, wenn man die Ergebnisse um den Einfluss von Einkommen, Bildungsabschl\u00fcssen und Alter korrigiert. Diverse Studien best\u00e4tigen einen solchen positiven Zusammenhang zwischen Finanzkenntnissen, Planen und Sparen.a Jetzt bleibt noch die Frage, ob die Leute tats\u00e4chlich mehr sparen sollen. Die Antwort darauf muss differenziert und individuell ausfallen. Nicht in jeder Situation und Lebenslage ist Sparen angezeigt. Eine bewusste, l\u00e4ngerfristige Finanzplanung erscheint hingegen auf jeden Fall sinnvoll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na F\u00fcr einen \u00dcberblick vgl. Lusardi A. (2008): Household Saving Behavior: The Role of Financial Literacy, Information, and Financial Education Programs, NBER Working Paper 13824.).&#13;<\/p>\n<h2>Zu einfache Interpretationen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEs existieren jedoch auch Erwartungen, die zweifellos \u00fcberh\u00f6ht sind. Da \u2013 wie bei allen wohlwollenden Anliegen \u2013 hinter dem Ruf nach finanzieller Bildung auch eine Branche mit Eigeninteressen steht, werden manche Argumente zudem gar unkritisch \u00fcbernommen. So wurde beispielsweise in einer Studie in den USA festgestellt, dass lediglich 26% der Haushalte mit einem Jahreseinkommen von weniger als 25&nbsp;000 US-Dollar gen\u00fcgend Ersparnisse bilden, um bei einem Einkommensausfall die Ausgaben von mindestens drei Monaten zu decken.&#13;<br \/>\nVgl. FINRA Investor Education Foundation (2009): National Financial Capability Study. Gleichzeitig zeigte sich, dass Personen aus solchen Haushalten bei Fragen zur Erfassung ihrer Finanzkenntnisse unterdurchschnittlich abschnitten. Aus solchen Befunden wird oft der Schluss gezogen, dass mehr Finanzbildung zu h\u00f6heren Ersparnissen dieser Haushalte f\u00fchren w\u00fcrde. Dies mag durchaus eintreffen. Aber es ist keine zwingende Folgerung aus diesen Ergebnissen, die keineswegs eine kausale Wirkung von Finanzbildung auf die Sparbereitschaft belegen. Sie verdeutlichen lediglich die wenig \u00fcberraschende Tatsache, dass Personen mit tiefen Einkommen tendenziell weniger Ersparnisse bilden und auch Wissensfragen schlechter beantworten.&#13;<\/p>\n<h2>Beitrag zur Krisenpr\u00e4vention?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEbenfalls umstritten ist die Sichtweise, dass die j\u00fcngste globale Finanzkrise eine Folge mangelnder Finanzkenntnisse war. Immerhin zeigen diverse Studien insbesondere aus den USA, dass Personen mit weniger Finanzkenntnissen mehr Schulden anh\u00e4ufen und dass Hausbesitzer, die eine unabh\u00e4ngige Beratung erhalten, weniger oft in Zahlungsprobleme geraten.&#13;<br \/>\nVgl. Lusardi A. und Tuffano P. (2009): Debt Literacy, Financial Experiences, and Overindebtedness, NBER Working Paper No. 14808. Menschen mit mehr Finanzkenntnissen sind gem\u00e4ss diesen Ergebnissen offenbar umsichtigere Schuldner. Ein solches Verhalten \u2013 so kann man weiter argumentieren \u2013 h\u00e4tte die US-Hypothekenkrise zwar kaum verhindert, aber vermutlich doch entsch\u00e4rft.Allerdings haben viele Ursachen wie verfehlte Anreizsysteme, Missmanagement, inad\u00e4quate Regulierung oder wirtschaftspolitische Einfl\u00fcsse (etwa auf dem Gebiet der Wohneigentumsf\u00f6rderung) zur j\u00fcngsten Finanzkrise beigetragen. Die Komplexit\u00e4t dieser Ursachen n\u00e4hrt Zweifel am Potenzial von mehr Finanzbildung. Wer kann schon die modernen komplexen Finanzprodukte durchschauen? Manche hochkar\u00e4tigen Bankfachleute scheinbar nicht. Bei diesem Einwand gilt es aber zu bedenken, dass Financial Literacy nicht darauf abzielt, komplexe Produkte zu durchschauen, sondern auf ein grundlegendes Verst\u00e4ndnis elementarer Prinzipien. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Einsicht, dass das Erzielen einer ausserordentlich hohen Rendite bei gleichzeitig tiefen Risiken unrealistisch ist \u2013 mit welch raffiniertem Finanzprodukt auch immer.&#13;<\/p>\n<h2>Bilden versus Schubsen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nFinanzbildung wird oft als Erg\u00e4nzung zur Finanzmarktregulierung dargestellt. Letztlich sind Bildung und Regulierung aber auch grundlegende Alternativen. Je st\u00e4rker der eine Ansatz ausgepr\u00e4gt ist, desto weniger dringlich wird der andere. Ein erw\u00e4hnenswerter Kompromiss ist der von den amerikanischen Autoren <i>Richard Thaler<\/i> und <i>Cass Sunstein<\/i> vertretene <i>Nudge-Ansatz<\/i>.&#13;<br \/>\nVgl. Thaler R. und Sunstein C. (2009): Nudge \u2013 Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness, Penguin Books. Ihre Hypothese lautet, dass Menschen von Natur aus dazu neigen, bequem zu sein und Fehler zu machen. Dennoch ist die Entscheidungsfreiheit ein hohes Gut. Deshalb sollte man Regelwerke so gestalten, dass sie den Menschen zwar Wahlm\u00f6glichkeiten lassen, diese jedoch im Alltag sanft in die richtige Richtung <i>schubsen<\/i> (englisch: <i>nudge<\/i>). So k\u00f6nnte ein Unternehmen den Mitarbeitenden als Standard-Variante f\u00fcr die Vorsorge regelm\u00e4ssige Beitr\u00e4ge in einen gut diversifizierten Anlagefonds vorschlagen. Wer will, darf sich aber ausklinken und sein Geld auch in riskanten Optionen oder unter dem Sofa anlegen.Es ist wenig einzuwenden gegen Regeln, die f\u00fcr all jene zu m\u00f6glichst vern\u00fcnftigen Ergebnissen f\u00fchren, die dem Weg des geringsten Widerstands folgen. Doch auch dieser Ansatz st\u00f6sst an Grenzen. Insbesondere ist fraglich, ob sich komplexe Situationen tats\u00e4chlich so gestalten lassen, dass die Leute sinnvoll gelenkt werden. Und vor allem: Wer bestimmt, was sinnvoll ist? Vor diesem Hintergrund l\u00e4sst sich ein Ansatz, der auf finanzielle Kompetenzen als R\u00fcstzeug setzt, besser mit pers\u00f6nlicher Freiheit und gesellschaftlicher Innovation vereinbaren.&#13;<\/p>\n<h2>Aktive Rolle der OECD<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Thema der Finanzbildung ist l\u00e4ngst im Fokus internationaler Gremien, gemeinsam mit Fragen des Konsumentenschutzes und der \u00abFinancial Inclusion\u00bb (vgl. <i>Kasten 3<\/i>&#13;<\/p>\n<h3>\u00abFinancial Inclusion\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiteres, unter dem Titel \u00abFinancial Inclusion\u00bb vorgebrachtes Anliegen besteht darin, der gesamten Bev\u00f6lkerung Zugang zu Bankdienstleistungen und Finanzm\u00e4rkten zu verschaffen. Auch dazu soll finanzielle Bildung einen wichtigen Beitrag leisten. Der Zugang zu Finanzdienstleistungen ist insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern, teilweise aber auch in Industriel\u00e4ndern keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Namentlich in den USA verf\u00fcgen gem\u00e4ss einer umfassenden Erhebunga 7,7% der erwachsenen Personen \u00fcber keine Bankverbindung, w\u00e4hrend weitere 18% der erwachsenen Personen als \u00abunderbanked\u00bb eingestuft werden, da sie zwar \u00fcber ein Bankkonto verf\u00fcgen, dieses f\u00fcr ihre finanziellen Transaktionen jedoch kaum benutzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Vgl. National Survey of Unbanked and Underbanked Households (2009): Federal Deposit Insurance Corporation.). Die Staatschefs der G20 L\u00e4nder bekr\u00e4ftigten im November 2010 anl\u00e4sslich des Gipfels in Seoul ihre Absicht, den Konsumentenschutz auch durch bildende Massnahmen weiter zu st\u00e4rken. In der Folge setzt sich nun auch das <i>Financial Stability Board (FSB)<\/i>, welches internationale Arbeiten auf dem Gebiet der Finanzstabilit\u00e4t koordiniert, mit der Rolle finanzieller Bildung im Rahmen des Konsumentenschutzes auseinander. Die Weltbank gr\u00fcndete ihrerseits 2008 einen durch das russische Finanzministerium mit 15 Mio. US-Dollar unterst\u00fctzten <i>Trust Fund on Financial Literacy and Education<\/i>, der sich mit der Messung von Finanzkompetenzen und der Evaluation von Programmen befasst.Die aktivste internationale Organisation auf dem Gebiet der Finanzbildung ist jedoch die <i>Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)<\/i>, welche bereits 2003 ein umfassendes <i>Financial Education-Projekt<\/i> lancierte. In diesem Rahmen wurden 2005 vom OECD-Rat eine Reihe von Empfehlungen und Prinzipien verabschiedet, welche die Mitgliedsl\u00e4nder zu einem st\u00e4rkeren Engagement auf dem Gebiet finanzieller Bildung aufrufen. Die OECD sieht finanzielle Bildung als Erg\u00e4nzung zur Finanzmarktregulierung sowie als Beitrag f\u00fcr gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und empfiehlt, damit bereits in der Volksschule zu beginnen.Um Forschung, Entwicklung und internationale Kooperation auf dem Gebiet finanzieller Bildung voranzutreiben, gr\u00fcndete die OECD 2008 zudem das <i>International Network on Financial Education (INFE)<\/i>. Inzwischen geh\u00f6ren dem INFE bereits \u00fcber 150 Institutionen der \u00f6ffentlichen Hand aus 77 L\u00e4ndern an, darunter zahlreiche Finanz- und Bildungsministerien, Notenbanken, Finanzaufsichts- und Konsumentenschutzbeh\u00f6rden. Die Schweiz wird im INFE unter anderen durch das Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen und die Nationalbank vertreten.&#13;<\/p>\n<h2>Nationale Strategien und neue Beh\u00f6rden<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas zunehmende Interesse an finanzieller Bildung schl\u00e4gt sich auch auf nationaler Ebene nieder. So wurden in den letzten Jahren in vielen L\u00e4ndern Beh\u00f6rden gegr\u00fcndet, die sich ausdr\u00fccklich mit der F\u00f6rderung und Verbreitung finanzieller Bildung befassen. Beispiele f\u00fcr solche Beh\u00f6rden sind Englands <i>Financial Advice Service<\/i>, die <i>Financial Consumer Agency<\/i> in Kanada, Frankreichs <i>Institut pour l\u2019Education Financi\u00e8re du Public<\/i> oder das <i>Office for Financial Education and Financial Access<\/i> im US-amerikanischen Finanzministerium.In diversen L\u00e4ndern \u2013 wie Brasilien und Italien \u2013 werden systematische Schulversuche zur Einf\u00fchrung eines Finanzunterrichts durchgef\u00fchrt, w\u00e4hrend Neuseeland im internationalen Vergleich als Vorbild bei der Erarbeitung einer nationalen Finanzbildungsstrategie gilt. Die EU-Kommission schliesslich bildet zum Thema Finanzbildung eine st\u00e4ndige Expertengruppe; schuf ein Online-Lehrmittel und f\u00fchrt auf diesem Gebiet ebenfalls Konferenzen und Studien durch.&#13;<\/p>\n<h2>Vergleich mit der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Vergleich zur internationalen Debatte verl\u00e4uft die Entwicklung in der Schweiz zur\u00fcckhaltend. Es gibt zwar private Akteure, Schuldenberatungsstellen oder auch die Nationalbank, die f\u00fcr Schulen oder die \u00d6ffentlichkeit Bildungsangebote unter anderem zu finanziellen Themen anbieten.&#13;<br \/>\nVgl. dazu der Artikel von <i>Hieber, Probst und W\u00fctrich<\/i> auf S. 61\u201365 in dieser Ausgabe. Doch die Schweiz kennt auf dem Gebiet finanzieller Bildung weder eine nationale Strategie noch eine ausdr\u00fccklich f\u00fcr Financial Education zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde. Es gibt auch keine breit angelegten Erhebungen, Schulversuche oder Kampagnen. Die Schweiz beteiligt sich zudem \u2013 u.a. weil finanzielle Bildung kein Bestandteil der Lehrpl\u00e4ne ist \u2013 weder an einer Pilotstudie der OECD noch am freiwilligen Zusatzteil der PISA-Erhebung von 2012 zum Thema Financial Literacy. F\u00fcr die vergleichsweise zur\u00fcckhaltende Entwicklung gibt es durchaus Erkl\u00e4rungen.Von einigen Trends, welche in der Debatte \u00fcber Finanzbildung eine zentrale Rolle spielen, ist die Schweiz im internationalen Vergleich wenig betroffen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr das Argument der zunehmenden Selbstverantwortung in der Vorsorge. Zumindest f\u00fcr unselbst\u00e4ndig Erwerbende gibt es hierzulande \u2013 sowohl in der ersten als auch im obligatorischen Teil der zweiten S\u00e4ule \u2013 wenig Entscheidungsfreiheiten. Diese Ausgangslage, die sich von jener manch anderer L\u00e4nder unterscheidet, erfordert naturgem\u00e4ss weniger finanzielle Kompetenzen. Ebenso besteht in der Schweiz \u2013 im Durchschnitt \u2013 kein akuter Anlass zur Sorge, dass zu wenig gespart wird. Dies d\u00fcrfte mit der obligatorischen Vorsorge und mit einer im Vergleich zu angels\u00e4chsischen L\u00e4ndern ausgepr\u00e4gteren Sparkultur zu tun haben.Das Problem exzessiver Verschuldung ist auf individueller Ebene aber auch in der Schweiz ein Thema. Vor diesem Hintergrund hat die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates k\u00fcrzlich einer parlamentarischen Initiative zugestimmt, die von Kleinkreditgebern verlangt, einen Teil ihrer Ums\u00e4tze f\u00fcr Pr\u00e4vention auszugeben. Zudem verlangt sie in einer Kommissionsmotion, dass Statistiken zur Verschuldung von Haushalten und Jugendlichen erstellt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Konkurrenz von F\u00e4chern und Anliegen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls weiterer Einflussfaktor d\u00fcrfte in der Schweiz eine Rolle spielen, dass die f\u00f6deralistische Struktur des Bildungswesens f\u00fcr nationale Strategien und Akteure eine gewisse Zur\u00fcckhaltung gebietet. Und schliesslich gilt es zu bedenken, dass kein Mangel an guten Anliegen herrscht, welche auf die Schulen niederprasseln und von mehr Integration und Suchtpr\u00e4vention \u00fcber Fr\u00fchenglisch bis hin zur st\u00e4rkeren Ber\u00fccksichtigung von Naturwissenschaften reichen, wobei andere F\u00e4cher selbstverst\u00e4ndlich nicht beeintr\u00e4chtigt werden d\u00fcrfen. Mit dieser Herausforderung einer grossen Konkurrenz zwischen Anliegen und F\u00e4chern steht die Schweiz jedoch nicht alleine da. Ein international diskutierter Ansatz besteht deshalb darin, Finanzunterricht in bestehende Schulf\u00e4cher wie etwa der Mathematik zu integrieren. Bei einem solchen \u00abInfusions\u00bb-Ansatz ist aber der Aus- und Weiterbildung der betroffenen Lehrpersonen besondere Beachtung zu schenken.Man kann die bisher relativ bescheidenen Anstrengungen in der Schweiz zur Verbreitung finanzieller Bildung entweder als str\u00e4fliches Vers\u00e4umnis oder als wohltuende und gesunde Zur\u00fcckhaltung betrachten. Eine sinnvolle Strategie best\u00fcnde wohl in einem Mittelweg, welcher mit finanzieller Bildung keine \u00fcberh\u00f6hten und unrealistischen Erwartungen verbindet, aber dem Thema gleichwohl eine angemessene Bedeutung beimisst und bildende Massnahmen als Erg\u00e4nzung zu regulatorischen Massnahmen pr\u00fcft.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abFinancial Literacy: Kompetenzw\u00fcrfel\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abFragen der Wirkungsforschung zu finanzieller Bildung\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Financial Literacy&#13;<\/p>\n<h3>Financial Literacy<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nUnter \u00abFinancial Literacy\u00bb versteht man grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Finanzen (vgl. <i>Grafik 1<\/i>). Hinsichtlich der Anwendungsfelder kann Financial Literacy \u2013 \u00e4hnlich wie in bestehenden Standards beispielsweise in den USA \u2013 in Bereiche wie Geld verdienen, Geld ausgeben, sich verschulden, sparen und investieren und Risiken handhaben (sich vor Risiken sch\u00fctzen) unterteilt werden. Die in diesen Bereichen erforderlichen Kompetenzen umfassen nicht nur Finanzwissen, sondern auch F\u00e4higkeit und Bereitschaft, damit konkrete Probleme zu l\u00f6sen. Sie k\u00f6nnen in fachliche, soziale und personale Kompetenzen sowie in Wissen (<i>Kennen<\/i>), Fertigkeiten (<i>K\u00f6nnen<\/i>) und Einstellungen (<i>Wollen<\/i>) unterschieden werden.aAlternativ kann man finanzielle Kompetenzen auch unterteilen in: \u2212 konzeptionelles und institutionelles Finanzwissen zu Prinzipien, Produkten und Institutionen; \u2212 mathematische F\u00e4higkeiten beim Umgang mit Zahlen (\u00abNumeracy\u00bb);\u2212 Disziplin bei finanziellen Entscheidungen (Selbstkontrolle) und\u2212 eine intuitive Cleverness im Umgang mit Finanzen (\u00abSurvival Skills\u00bb).Bei dieser Aufgliederung liegt die Hypothese nahe, dass sich durch (schulische) Bildungsmassnahmen vor allem die erste und bis zu einem gewissen Grad die zweite Komponente f\u00f6rdern lassen. Die Disziplin ist bereits schwieriger zu beeinflussen und k\u00f6nnte Massnahmen bis hin zu pers\u00f6nlichem Coaching erfordern, w\u00e4hrend eine allgemeine Cleverness auch \u2013 oder gerade auch \u2013 in weniger gebildeten Kreisen vorhanden sein d\u00fcrfte.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na In Anlehnung an Euler D. und Hahn A. (2007): Wirtschaftsdidaktik, 2. Auflage, UTB Haupt Verlag, Bern.&#13;<br \/>\nKasten 2: Finanzbildung und Sparverhalten&#13;<\/p>\n<h3>Finanzbildung und Sparverhalten<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fchrt finanzielle Bildung zu einer besseren Finanzplanung und zu mehr Ersparnissen? Dies ist die bisher am besten untersuchte Frage zur Wirkung finanzieller Bildung, was unter anderem daran liegen d\u00fcrfte, dass bei dieser Fragestellung der erhoffte Effekt \u2013 mehr Ersparnisse \u2013 vergleichsweise gut messbar ist. Zudem ist die Frage vor allem in den Vereinigten Staaten, die nicht gerade als Sparnation bekannt sind, von brennendem Interesse. Studien der \u00d6konomieprofessorin <i>Annamaria Lusardi<\/i> zeigen: Wer sich mit Finanzplanung auseinandergesetzt hat, verf\u00fcgt \u00fcber mehr Ersparnisse. Dieser Zusammenhang k\u00f6nnte lediglich daran liegen, dass die \u00abPlaner\u00bb gleichzeitig jene Leute sind, die auch mehr verdienen und deshalb mehr sparen k\u00f6nnen. Doch der durchschnittliche \u00abPlaner\u00bb hat laut Forschungsergebnissen sogar dann 20% mehr Verm\u00f6gen als der \u00abNicht-Planer\u00bb, wenn man die Ergebnisse um den Einfluss von Einkommen, Bildungsabschl\u00fcssen und Alter korrigiert. Diverse Studien best\u00e4tigen einen solchen positiven Zusammenhang zwischen Finanzkenntnissen, Planen und Sparen.a Jetzt bleibt noch die Frage, ob die Leute tats\u00e4chlich mehr sparen sollen. Die Antwort darauf muss differenziert und individuell ausfallen. Nicht in jeder Situation und Lebenslage ist Sparen angezeigt. Eine bewusste, l\u00e4ngerfristige Finanzplanung erscheint hingegen auf jeden Fall sinnvoll.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na F\u00fcr einen \u00dcberblick vgl. Lusardi A. (2008): Household Saving Behavior: The Role of Financial Literacy, Information, and Financial Education Programs, NBER Working Paper 13824.&#13;<br \/>\nKasten 3: \u00abFinancial Inclusion\u00bb&#13;<\/p>\n<h3>\u00abFinancial Inclusion\u00bb<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiteres, unter dem Titel \u00abFinancial Inclusion\u00bb vorgebrachtes Anliegen besteht darin, der gesamten Bev\u00f6lkerung Zugang zu Bankdienstleistungen und Finanzm\u00e4rkten zu verschaffen. Auch dazu soll finanzielle Bildung einen wichtigen Beitrag leisten. Der Zugang zu Finanzdienstleistungen ist insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern, teilweise aber auch in Industriel\u00e4ndern keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Namentlich in den USA verf\u00fcgen gem\u00e4ss einer umfassenden Erhebunga 7,7% der erwachsenen Personen \u00fcber keine Bankverbindung, w\u00e4hrend weitere 18% der erwachsenen Personen als \u00abunderbanked\u00bb eingestuft werden, da sie zwar \u00fcber ein Bankkonto verf\u00fcgen, dieses f\u00fcr ihre finanziellen Transaktionen jedoch kaum benutzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\na Vgl. National Survey of Unbanked and Underbanked Households (2009): Federal Deposit Insurance Corporation.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die F\u00f6rderung finanzieller Bildung ist auf internationaler Ebene und in zahlreichen L\u00e4ndern ein zunehmend bedeutendes Anliegen. Auch wenn die Erwartungen teilweise \u00fcberh\u00f6ht erscheinen, stellen Massnahmen zur F\u00f6rderung finanzieller Kompetenzen der Bev\u00f6lkerung eine bedeutende Erg\u00e4nzung zu regulierenden Ans\u00e4tzen dar. F\u00fcr die Entwicklung realistischer und effektiver Konzepte spielt die noch in den Anf\u00e4ngen stehende Wirkungsforschung eine wichtige [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3604,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[122,230],"acf":{"seco_author":3604,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. rer. pol., stellvertretender Leiter Finanzsystem und Finanzm\u00e4rkte, Staatssekretariat f\u00fcr internationale Finanzfragen (SIF), Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Chef suppl\u00e9ant de la section Syst\u00e8me financier et march\u00e9s financiers, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat aux questions financi\u00e8res internationales (SFI), Berne","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":120593,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"7541","post_abstract":"","magazine_issue":"20110601","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/5508025ecc70d"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120590"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3604"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120590"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127579,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120590\/revisions\/127579"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=120590"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=120590"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=120590"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=120590"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=120590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}