{"id":120675,"date":"2011-05-01T12:00:00","date_gmt":"2011-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2011\/05\/donzel-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:31:39","modified_gmt":"2023-08-23T21:31:39","slug":"donzel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2011\/05\/donzel\/","title":{"rendered":"Instrumente der Standortf\u00f6rderung des Bundes"},"content":{"rendered":"<p>Die Botschaft \u00fcber die Standortf\u00f6rderung 2012\u20132015 zeigt, dass sie mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Instrumente. Aber wie st\u00e4rkt die Standortf\u00f6rderung Schweizer Unternehmen? Welchen Beitrag leistet sie zum Wohlstand der Schweiz? Welches sind die Schwerpunkte f\u00fcr die kommenden Jahre? Manchmal hilft es genauer hinzuschauen, um das Ganze zu verstehen. Die Exportf\u00f6rderung, die Standortpromotion und die Tourismuspolitik sind drei von zehn sich erg\u00e4nzenden Instrumenten der Standortf\u00f6rderung des Bundes. Entlang dieser drei Beispiele soll gezeigt werden, wie Standortf\u00f6rderung funktioniert, wo sie wirkt, welche operationellen Herausforderungen und strategischen Entwicklungen anstehen&#13;<br \/>\nVgl. Bundesratsbeschluss und Medienmitteilung vom 23.2.2011 sowie Begleitmaterialien der zust\u00e4ndigen Fachbereiche der Direktion f\u00fcr Standortf\u00f6rderung des Seco..&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201105_05_Donzel_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"249\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Exportf\u00f6rderung \u2013 und wie wirkt sie?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZahlreiche Schweizer Unternehmen haben sich in den letzten Jahren erfolgreich auf dem Weltmarkt etabliert. Wer den Schritt in einen ausl\u00e4ndischen Markt macht, muss gem\u00e4ss einer k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Studie&#13;<br \/>\nSwiss International Entrepreneurship Survey 2010, Hochschule f\u00fcr Wirtschaft (HSW) Freiburg (Schweiz). Die Umfrage erlaubte Mehrfachnennungen. der Hochschule f\u00fcr Wirtschaft (HSW) Freiburg (Schweiz) diverse H\u00fcrden \u00fcberwinden. Von 625 befragten international t\u00e4tigen Schweizer KMU erw\u00e4hnen 34,7% Gesetze und Vorschriften in einem ausl\u00e4ndischen Markt als wesentlichstes Hindernis im Internationalisierungsprozess, gefolgt vom Preis der eigenen Produkte und Dienstleistungen (28,6%) sowie den Kosten der Internationalisierung (27,7%). Die verf\u00fcgbare Zeit des Senior Managements (24,8%), fehlende Netzwerke, kulturelle und sprachliche Hindernisse und ein genereller Informationsmangel \u00fcber die ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkte (alle rund 17%) werden ebenfalls h\u00e4ufig genannt. Und wer den Schritt ins Ausland geschafft hat, muss seine Stellung immer wieder neu behaupten. Trotz ihrer vielf\u00e4ltigen St\u00e4rken sind die exportorientierten Unternehmen bei der Internationalisierung vielfach auf externe Unterst\u00fctzung angewiesen. Die in der oben erw\u00e4hnten Studie befragten Unternehmen geben an, dass ihnen dabei in- und ausl\u00e4ndische Privatpersonen die n\u00fctzlichsten Tipps geben, dicht gefolgt von Exportnetzwerken und der Osec, welche Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen bei Auf- und Ausbau ihrer Auslandaktivit\u00e4ten unterst\u00fctzen. 2010 wurden von der Osec rund 1800 Kundenmeetings f\u00fcr Basis- und Erstinformation gef\u00fchrt. Dar\u00fcber hinaus wurden 900 verschiedene Projekte und Mandate abgewickelt, welche beispielsweise individuelle Marktabkl\u00e4rungen und -analysen erm\u00f6glichten. Die Organisation unterst\u00fctzte zudem 39 Beteiligungen an internationalen Leitmessen, an welchen \u00fcber 400 Schweizer Aussteller an Gemeinschaftsst\u00e4nden die Gelegenheit erhielten, ihre Produkte einem breiten Fachpublikum zu pr\u00e4sentieren. Gleichzeitig leistete die Osec im Rahmen der konjunkturellen Stabilisierungsmassnahmen des Bundes Aufbauhilfe f\u00fcr von privaten Vereinen getragene Exportnetzwerke, den sogenannten <i>Exportplattformen<\/i> in den Bereichen <i>Cleantech<\/i>, <i>Medtech<\/i> und <i>Architektur\/Engineering\/Design<\/i>. Da die staatliche Exportf\u00f6rderung subsidi\u00e4r \u2013 also erg\u00e4nzend zur privaten Initiative wirken soll \u2013 hat sich die Osec prim\u00e4r als Netzwerkkoordinatorin ausgerichtet. Ein grosser Teil der Anfragen wird an private Experten weitergereicht: Osec-Kunden k\u00f6nnen dadurch heute auf einen Pool von rund 500 Experten zur\u00fcckgreifen. Auch mit einer Vielzahl von kantonalen und bilateralen Aussenhandelskammern besteht eine enge Zusammenarbeit. Mit Blick auf die im Parlament zu diskutierende Botschaft \u00fcber die Standortf\u00f6rderung, welche auch die Finanzierung des Exportf\u00f6rder-Mandates f\u00fcr die Jahre 2012\u20132015 regelt, hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) die Exportf\u00f6rderung einer externen und unabh\u00e4ngigen Evaluation unterzogen.&#13;<br \/>\nSiehe Evaluation Leistungsvereinbarungen \u00abExportf\u00f6rderung\u00bb und \u00abInformation Unternehmensstandort Schweiz\u00bb 2008\u20132010, Schlussbericht vom 22.9.2010, <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">http:\/\/www.seco.admin.ch<\/a>, Rubrik \u00abThemen\u00bb, \u00abStandortf\u00f6rderung\u00bb, \u00abExportf\u00f6rderung\u00bb. Sie bescheinigt der Osec insgesamt eine zweckm\u00e4ssige und wirtschaftliche Aufgabenerf\u00fcllung. Generell ziehen die KMU Nutzen aus aktuellen und relevanten Informationen \u00fcber Marktentwicklungen in ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten, welche die Osec auch dank ihren 18 lokalen Vertretungen (S<i>wiss Business Hubs<\/i>) generiert. Hervorgehoben wird von den Kunden zudem die Bedeutung der Osec als T\u00fcr\u00f6ffnerin in fremden, auch kulturell anspruchsvollen M\u00e4rkten sowie ihre Bedeutung als Kontaktvermittlerin. Eine Organisation wie die Osec ist dar\u00fcber hinaus auch bestens geeignet, die Lehren aus der Internationalisierung von einzelnen Unternehmen f\u00fcr andere nutzbar zu machen. Wie bei den meisten vergleichbaren Untersuchungen wurde jedoch in der Evaluation darauf verzichtet, ein Wirkungsmodell f\u00fcr die Exportf\u00f6rderung zu erstellen und zu berechnen. Eine solche Evaluation erweist sich in der Praxis als sehr aufw\u00e4ndig und schwierig. Da der Entscheid f\u00fcr einen internationalen Gesch\u00e4ftsabschluss in der Regel von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngig ist, kann der Einfluss der staatlichen F\u00f6rdermassnahmen darauf kaum quantifiziert werden. Zudem werden Details von Vertragsabschl\u00fcssen aus Konkurrenzgr\u00fcnden oft nicht bekannt gegeben. Auch die Tatsache, dass international t\u00e4tige Unternehmen in der Regel wichtige Innovationstr\u00e4ger und -entwickler sind und in der Schweiz hochqualifizierten Arbeitskr\u00e4ften eine herausfordernde T\u00e4tigkeit bieten, ist nicht direkt messbar. Die Osec dokumentiert jedoch regelm\u00e4ssig Aussagen von Unternehmen, die ihre Unterst\u00fctzung in Anspruch genommen haben. Diese Referenzen werden durch periodische Kundenbefragungen erg\u00e4nzt. Um der Schweizer Exportwirtschaft ein aktuelles, bedarfsorientiertes und im internationalen Vergleich konkurrenzf\u00e4higes Angebot bieten zu k\u00f6nnen, muss die Osec ihre Produkte laufend anpassen und mit innovativen Dienstleistungsformen erg\u00e4nzen. Mit einem Ausbau der Branchenkompetenzen und einer noch fokussierteren Marktbearbeitung will die Osec ihre Leistungen f\u00fcr die KMU k\u00fcnftig weiter verbessern. F\u00fcr die Jahre 2012\u20132015 beantragt der Bundesrat dem Parlament, die Aktivit\u00e4ten der Osec mit insgesamt 75 Mio. Franken mitzufinanzieren. Damit w\u00fcrden der Osec real ungef\u00e4hr gleich viele Mittel zur Verf\u00fcgung stehen wie bisher.&#13;<\/p>\n<h2>Standortpromotion \u2013 die Ansiedlung ausl\u00e4ndischer Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie langfristige, nachhaltige Ansiedlung von ausl\u00e4ndischen Unternehmen ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Kantonen. Seit 2008 mandatieren sie die Osec, um die Schweiz als Wirtschaftsstandort im Ausland besser bekannt zu machen, potenziellen Investoren grundlegende Informationen zu vermitteln und erste Kontakte zu Entscheidtr\u00e4gern in ausl\u00e4ndischen Firmen herzustellen. Die Osec betreibt dazu unter anderem eine Website in acht Sprachen und organisiert Seminare und Veranstaltungen f\u00fcr Investoren. Weiter erstellt die Osec Analysen und Studien, die dazu dienen, in einem bestimmten Markt Firmen zu identifizieren, die aufgrund ihrer Gr\u00f6sse, Branche oder anderen Kriterien Potenzial f\u00fcr eine Ansiedlung in der Schweiz haben k\u00f6nnten und gezielt angesprochen werden.Mit ihrer Arbeit legt die Osec eine Grundlage f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen T\u00e4tigkeiten von regionalen, kantonalen und zum Teil auch kommunalen Wirtschaftsf\u00f6rderern in der Standortpromotion. Sie \u00fcbernehmen die von der Osec generierten Kontakte, unterbreiten den interessierten Firmen ihre Offerten und begleiten sie im konkreten Ansiedlungsprozess.Unter den Kantonen und Regionen in der Schweiz herrscht ein Standortwettbewerb, der dazu beitr\u00e4gt, dass unser Land attraktive Rahmenbedingungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren bieten kann. Letztlich sind die Kantone aber auch Konkurrenten, wenn es um die konkrete Ansiedlung einer Firma geht. Aufgrund dieser Konkurrenzsituation sowie der generellen Heterogenit\u00e4t der Bed\u00fcrfnisse und Strategien der diversen Akteure kommt der Osec in der Standortpromotion eine wichtige Koordinationsrolle zu.Konkret setzt die Standortpromotion Schwerpunkte in <i>sieben M\u00e4rkten<\/i>: In den <i>reifen<\/i> M\u00e4rkten Deutschland, Frankreich und den USA geht es prim\u00e4r darum, das bereits vorhandene Wissen \u00fcber den Wirtschaftsstandort Schweiz bei konkreten Ansiedlungen in einen schnellen Erfolg umzuwandeln. In den <i>aufstrebenden<\/i> M\u00e4rkten wie Japan, China, Indien, Russland (und k\u00fcnftig auch Brasilien) hat die Osec den Auftrag, prim\u00e4r das Wissen \u00fcber den Wirtschaftsstandort Schweiz zu vermitteln und damit das Interesse von expansionsf\u00e4higen Unternehmen zu wecken. Mittelfristig soll diese Grundlagenarbeit ebenfalls in eine wachsende Zahl von Investitionen und Firmenansiedlungen m\u00fcnden.Die von der Osec zur Verf\u00fcgung gestellten Informationen \u00fcber den Wirtschaftsstandort Schweiz werden j\u00e4hrlich in rund 1,5 Mio. Internet-Anwendersitzungen konsultiert; und 40&#8217;000 Brosch\u00fcren und Dokumente werden pro Jahr an Interessenten versandt. Insgesamt generiert die Osec zusammen mit den Kantonen j\u00e4hrlich Kontakte zu rund 6400 in irgendeiner Form an einer Ansiedlung in der Schweiz interessierten Personen. Gem\u00e4ss Angaben der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz wurden 2008 im Rahmen der Standortpromotion rund 500 Firmen mit 1850 neuen Arbeitspl\u00e4tzen in der Schweiz angesiedelt; 2009 waren es trotz der internationalen Wirtschaftskrise noch 400 Firmen, die in diesem Jahr allein etwas mehr als 1500 Arbeitspl\u00e4tze schufen. Dabei d\u00fcrfte es sich um eher konservative Sch\u00e4tzungen handeln. Insgesamt sind ausl\u00e4ndische Firmen f\u00fcr die Schweizer Volkswirtschaft von gr\u00f6sster Bedeutung. Eine Studie der <i>Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer<\/i> und der <i>Boston Consulting Group<\/i> aus dem Jahr 2006 zeigte, dass ausl\u00e4ndische Firmen rund 10% des gesamten Schweizer Bruttoinlandsprodukts (\u00fcber 40 Mrd. Franken) direkt oder indirekt erbringen und dass diese \u00fcberproportional zum Wirtschaftswachstum in der Schweiz beitragen.&#13;<br \/>\nA joint Study of the Swiss-American Chamber of Commerce and The Boston Consulting Group (2006): Multinational Companies on the Move: How Switzerland Will Win the Battle. Zudem k\u00f6nnen neu angesiedelte Unternehmen mit ihrem unternehmerischen Know-how bereits l\u00e4nger ans\u00e4ssige Firmen inspirieren und regionale Innovations- und Wachstumsimpulse setzen. Insgesamt will der Bundesrat deshalb die nationale Standortpromotion auch weiterhin j\u00e4hrlich mit rund 5 Mio. Franken unterst\u00fctzen; die Kantone sollen weiterhin einen Beitrag von rund 1,3 Mio. Franken an die Osec leisten. Dies auch in der \u00dcberzeugung, dass die Standortpromotion langfristig unter anderem \u00fcber zus\u00e4tzliche Steuereinnahmen zu \u00abwin-win\u00bb-Situationen f\u00fcr Bund und Kantone f\u00fchrt.&#13;<\/p>\n<h2>Schweiz als Reise- und Tourismusland \u2013 Nachfrage und touristische Landeswerbung f\u00f6rdern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSchweiz Tourismus ist eine \u00f6ffentlichrechtliche K\u00f6rperschaft, welche der Aufsicht des Bundes untersteht. Schweiz Tourismus verf\u00fcgt \u00fcber ein j\u00e4hrliches Budget von insgesamt rund 80 Mio. Franken pro Jahr und besch\u00e4ftigt gut 200 Mitarbeitende. Rund 60% des Budgets stammt aus Bundesmitteln; der Rest wird \u00fcber Mitglieder- und Marketingbeitr\u00e4ge generiert. Schweiz Tourismus hat sich als vom Bund beauftragte nationale touristische Marketingorganisation f\u00fcr das Reise-, Ferien- und Kongressland Schweiz etabliert. In den wichtigsten Herkunftsl\u00e4ndern der Touristen unterh\u00e4lt sie Niederlassungen, um vor Ort die Schweiz als Tourismusland zu vermarkten. Es ist Schweiz Tourismus gelungen, die touristische Marke \u00abSchweiz\u00bb mit grossem Erfolg auf den internationalen M\u00e4rkten zu positionieren. Hierzu hat Schweiz Tourismus beispielsweise seit \u00fcber zehn Jahren die \u00abGoldblume\u00bb als touristische Dachmarke aufgebaut. Die \u00abGoldblume\u00bb steht heute f\u00fcr Werte wie Ferienland Schweiz, Naturerlebnis, Authentizit\u00e4t sowie Qualit\u00e4t und weist national und international einen hohen Bekanntheitsgrad auf.In technologischer Sicht ist es Schweiz Tourismus gelungen, im Schweizer Tourismus eine wichtige Leitfunktion einzunehmen. Im Bereich der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ist diese technologische Leitrolle wichtig, damit das Tourismusland Schweiz die Herausforderung des rasanten technologischen Fortschritts erfolgreich bew\u00e4ltigen kann. Der Bundesrat beantragt f\u00fcr die Periode 2012\u20132015 einen Zahlungsrahmen von insgesamt 187,3 Mio. Franken (inkl. 12 Mio. Franken im Rahmen des Impulsprogramms 2011\u20132012) zu Gunsten von Schweiz Tourismus. Diese Mittel setzt Schweiz Tourismus f\u00fcr das touristische Basismarketing und unterst\u00fctzende Dienstleistungen ein:\u2013 Die Tourismusunternehmen profitieren von einem \u00fcbergeordneten <i>Destinationsmarketing<\/i> des Bundes, mit dem die touristische Marke \u00abSchweiz\u00bb weltweit bekannt gemacht wird. Dieses Destinationsmarketing ist ein \u00f6ffentliches Gut, von dem alle Tourismusunternehmen profitieren und das nur der Staat bereit stellen kann. \u2013 Die <i>touristische Landeswerbung<\/i> stellt die globale Vermarktung des Schweizer Tourismus sicher: Touristische Partner von Schweiz Tourismus auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene k\u00f6nnen sich an den Kooperationsplattformen von Schweiz Tourismus beteiligen und damit von der Pr\u00e4senz von Schweiz Tourismus in rund 30 ausl\u00e4ndischen Herkunftsm\u00e4rkten profitieren. Schweiz Tourismus gewinnt zahlreiche tourismusabh\u00e4ngige Unternehmungen und Branchen f\u00fcr einen gemeinsamen Marktauftritt und koordiniert rund 700 Partnerorganisationen als Mitglieder.\u2013 Schweiz Tourismus beeinflusst heute rund 17% aller \u00dcbernachtungen in der Schweizer Hotellerie und Parahotellerie. Dies entspricht ca. 12 Mio. \u00dcbernachtungen pro Jahr sowie einem Umsatz von rund 2 Mrd. Franken. Die Wirkungsmessung von Schweiz Tourismus belegt, dass die Beeinflussungswirkung mit zunehmender Distanz zum Herkunftsmarkt zunimmt und bei Erstbesuchern der Schweiz besonders hoch ist.Der Auftrag von Schweiz Tourismus soll im Rahmen der neuen Vereinbarung 2012\u20132015 konsequent auf die Ziele und Inhalte der 2010 vom Bundesrat gutgeheissenen Wachstumsstrategie f\u00fcr den Tourismusstandort Schweiz ausgerichtet werden. So soll beispielsweise explizit die Thematik der <i>Nachhaltigen Entwicklung<\/i> ber\u00fccksichtigt werden. Schweiz Tourismus beabsichtigt, die Pr\u00e4senz in stark wachsenden Fernm\u00e4rkten auszubauen sowie in den Nahm\u00e4rkten bestehendes Potenzial mit gezielten Marketingoffensiven zu nutzen.&#13;<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWichtige Bereiche der Standortf\u00f6rderung des Bundes werden \u00fcber marktnahe Drittorganisationen umgesetzt. So wird \u2013 in Anlehnung an die Grunds\u00e4tze des New Public Management \u2013 die Gew\u00e4hrung der Subventionen f\u00fcr die Exportf\u00f6rderung, die Standortpromotion und die touristische Landeswerbung in Leistungsvereinbarungen festgelegt. Im Rahmen der laufenden parlamentarischen Debatte zur Botschaft \u00fcber die Standortf\u00f6rderung 2012\u20132015 ist zu erwarten, dass die Pr\u00e4zisierung des Auftrags und die Wahrnehmung der Aufsichtsfunktion des Bundes mittels Vereinbarungen best\u00e4tigt werden. Diese werden f\u00fcr die Vierjahresperiode 2012\u20132015 zwischen Bund und der Osec f\u00fcr die Exportf\u00f6rderung und die Standortpromotion sowie zwischen Bund und Schweiz Tourismus f\u00fcr die touristische Landeswerbung verhandelt. Die Ausgestaltung dieser Vereinbarungen mit strategischen Zielen und Leistungsindikatoren soll erm\u00f6glichen, die Wirkung der Standortf\u00f6rderung in vier Jahren wieder bestm\u00f6glich zu evaluieren und die Instrumente wo n\u00f6tig anzupassen und weiterzuentwickeln.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Botschaft \u00fcber die Standortf\u00f6rderung 2012\u20132015 zeigt, dass sie mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Instrumente. Aber wie st\u00e4rkt die Standortf\u00f6rderung Schweizer Unternehmen? Welchen Beitrag leistet sie zum Wohlstand der Schweiz? Welches sind die Schwerpunkte f\u00fcr die kommenden Jahre? Manchmal hilft es genauer hinzuschauen, um das Ganze zu verstehen. 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