{"id":121231,"date":"2010-09-01T12:00:00","date_gmt":"2010-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/09\/buchwalder-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:33:43","modified_gmt":"2023-08-23T21:33:43","slug":"buchwalder-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/09\/buchwalder-3\/","title":{"rendered":"Statt sch\u00f6ner Worte konkrete Taten"},"content":{"rendered":"<p>Das World-Food-Programm der UNO prognostiziert, dass die weltweite Lebensmittelnachfrage in 40 Jahren die Produktion um 25% \u00fcbersteigen wird. Damit sich die kommenden Generationen ern\u00e4hren k\u00f6nnen, braucht es heute Taten. Wichtig sind dabei vor allem nachhaltiges Wirtschaften und ein sorgf\u00e4ltiger Umgang mit den Ressourcen. Genau darauf sind mehrere Aktionen der Migros ausgerichtet. Ziel dieser Anstrengungen ist es, die Umwelt so zu behandeln, dass sie auch unseren Nachkommen eine Lebensgrundlage \u2013 also Nahrung und Trinkwasser \u2013 bieten kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMassnahmen, mit denen diese Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen sind, laufen bereits. So eignen sich L\u00e4nder wie China, SaudiArabien oder S\u00fcdkorea in Afrika oder Lateinamerika riesige Landfl\u00e4chen an. Sie wollen damit die Versorgung der eigenen Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die kommenden Jahrzehnte sicherstellen. Private Lebensmittelhersteller bem\u00fchen sich, durch Vertragsanbau und langfristige Abkommen mit Produzenten ihre Rohstoffquellen zu bewahren. Solche Bestrebungen sind aus Sicht der Migros nicht erstrebenswert, da sie nicht nachhaltig sind und das Problem lediglich verlagern. Auch die grossen Umwelt-, Landwirtschafts- und Ern\u00e4hrungsorganisationen haben sich des Themas angenommen. Sie entwickeln Programme zur Erhaltung der nat\u00fcrlichen Ressourcen und regen dazu an, auf nachhaltige Produktion umzusteigen.&#13;<\/p>\n<h2>Kernwert Nachhaltigkeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Ern\u00e4hrung der jetzigen und der kommenden Generationen sicherzustellen, ist auch f\u00fcr die Migros ein grosses und wichtiges Thema. Nicht ohne Grund haben wir deshalb Nachhaltigkeit zu einem unserer f\u00fcnf Kernwerte erkoren. Doch die Migros schreibt sich diesen sch\u00f6nen Begriff nicht nur auf die Fahne, sie handelt auch danach. Dass unsere Taten nicht unbemerkt blieben, zeigte sich am World Retail Congress 2009, als die Migros zur \u00abnachhaltigsten Grossverteilerin der Welt\u00bb gek\u00fcrt wurde. Grunds\u00e4tzlich ist es f\u00fcr die Migros zwar nur beschr\u00e4nkt m\u00f6glich, den globalen Ern\u00e4hrungssektor positiv zu beeinflussen. Dies hindert uns aber nicht daran, es immer wieder zu versuchen. Die folgenden Projekte zeigen, dass der Erfolg im Kleinen nicht selten betr\u00e4chtliche Auswirkungen haben kann.&#13;<\/p>\n<h2>Mindeststandards und Labels<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWer bei der Migros einkauft, kann sicher sein, dass jedes Produkt mit Respekt f\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt hergestellt wurde. Daf\u00fcr sorgen internationale Mindeststandards, welche die Migros mitgepr\u00e4gt hat. Alle ihre ausl\u00e4ndischen Lieferanten von Fr\u00fcchten, Gem\u00fcse und Kartoffeln m\u00fcssen eine Zertifizierung nach dem GlobalGAP-Standard (GAP: Gute Agrarpraxis) vorweisen. Damit ist garantiert, dass Produzenten in Bezug auf Lebensmittelsicherheit, Produktionsmethoden sowie Arbeits- und Umweltschutz weltweit die gleichen Massst\u00e4be anlegen. Von ihren einheimischen Lieferanten erwartet die Migros seit einigen Jahren, dass sie den SwissGAP \u2013 eine der Schweiz angepasste Variante des GlobalGAP \u2013 anwenden. Ein in der Lebensmittelindustrie oft verwendetes Produkt ist Palm\u00f6l. Doch die Palmenplantagen verdr\u00e4ngen den tropischen Regenwald. Die Migros erarbeitete deshalb schon vor \u00fcber zehn Jahren gemeinsam mit dem WWF Kriterien f\u00fcr einen umweltvertr\u00e4glichen Anbau von Palm\u00f6l. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter entstand daraus der Roundtable on Sustainable Palm Oil. In diesem internationalen Gremium sind Produzenten, Verarbeiter, Nichtregierungsorganisationen und der Handel vertreten. Seit 2005 m\u00fcssen Produzenten von nachhaltigem \u00d6l belegen, dass sie keine W\u00e4lder roden oder S\u00fcmpfe trockenlegen. Auch beim Kaffee machte die Migros einen Schritt Richtung Nachhaltigkeit. Seit 2009 l\u00e4uft die Umstellung des Kaffee-Basissortiments auf das Label \u00abUtz Certified\u00bb. Dieses Label steht f\u00fcr \u00f6kologischen und sozialvertr\u00e4glichen Kaffeeanbau.Bei Futtermitteln ist eine nachhaltige Produktion ebenfalls wichtig. Die Migros beteiligt sich deshalb als Gr\u00fcndungsmitglied an einem k\u00fcrzlich entstandenen Netzwerk. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, dass das in die Schweiz importierte Soja bis 2014 zu 90% aus nachhaltiger Produktion stammen muss. Im Migros-Sortiment finden sich zudem immer mehr Produkte mit einem Label, das f\u00fcr einen r\u00fccksichtsvollen Umgang mit der Natur steht. So tr\u00e4gt ein grosser Teil unseres Meerfisch-Angebots das MSC-Label (Marine Stewardship Council). Der MSC hat sich zur Aufgabe gemacht, Fischbest\u00e4nde weltweit zu sichern. Auch um die Bewahrung der Natur und der Artenvielfalt in der Schweiz ist die Migros besorgt. Unser Label \u00abTerraSuisse\u00bb steht f\u00fcr Lebensmittel aus der Schweiz, die mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Erhaltung der Biodiversit\u00e4t produziert wurden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das World-Food-Programm der UNO prognostiziert, dass die weltweite Lebensmittelnachfrage in 40 Jahren die Produktion um 25% \u00fcbersteigen wird. Damit sich die kommenden Generationen ern\u00e4hren k\u00f6nnen, braucht es heute Taten. Wichtig sind dabei vor allem nachhaltiges Wirtschaften und ein sorgf\u00e4ltiger Umgang mit den Ressourcen. Genau darauf sind mehrere Aktionen der Migros ausgerichtet. 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