{"id":121261,"date":"2010-09-01T12:00:00","date_gmt":"2010-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/09\/golay-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:33:42","modified_gmt":"2023-08-23T21:33:42","slug":"golay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/09\/golay\/","title":{"rendered":"Das t\u00e4gliche Hungermassaker: Wo bleibt die Hoffnung?"},"content":{"rendered":"<p>Alle f\u00fcnf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. 24&nbsp;000 Personen sterben jeden Tag an Hunger oder an den direkten Folgen davon. \u00dcber 1 Mrd. Menschen sind stark und dauerhaft unterern\u00e4hrt. Im gleichen Bericht, in dem die UN-Organisation f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (FAO) diese Zahlen pr\u00e4sentiert (The State of Food Insecurity in the World), stellt sie fest, dass die moderne Landwirtschaft global 12 Mrd. Menschen ausreichend \u2013 d.h. mit 2700 kcal pro Person und Tag \u2013 ern\u00e4hren k\u00f6nnte. Wir sind aber nur 6,7 Mrd. Menschen auf der Welt. Fazit: Das t\u00e4gliche Hungermassaker ist nicht unausweichlich. Ein Kind, das heute verhungert, wird ermordet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm vorliegenden Artikel geht es um die Nahrungsmittelkrise der Jahre 2007\/2008. Ursache der Krise war der Anstieg der Weltmarktpreise f\u00fcr Lebensmittel, insbesondere f\u00fcr Getreide, Reis, Soja und Mais. Die 2,2 Mrd. Armen \u2013 d.h. Personen mit einem Einkommen von weniger als 2 US-Dollar pro Tag \u2013 sind davon nach wie vor stark betroffen; sie leben in Armensiedlungen der St\u00e4dte oder auf dem Land, wo die Ernten oder der Zugang zu den Produktionsmitteln ungen\u00fcgend sind.Gem\u00e4ss der FAO und der Weltbank sind die Nahrungsmittelpreise vom M\u00e4rz 2007 bis im M\u00e4rz 2008 um 40% gestiegen. Zwischen Januar 2002 und Juni 2008 betrug der Anstieg 130%. Es handelt sich also um einen strukturellen Preisanstieg seit 2002, der historisch einzigartig ist. Dies wiederum hat zu einem Anstieg der <i>Food Bill<\/i> (d.h. der Anteil der Ausgaben f\u00fcr Nahrungsmittel) gef\u00fchrt, welche insbesondere jene L\u00e4nder trifft, die von Nahrungsmittelimporten abh\u00e4ngig sind. So ist die Food Bill der am meisten betroffenen L\u00e4nder von 2006 bis 2007 um 37% gewachsen. Zwischen 2007 und 2008 betrug die Zunahme 56%; in Afrika waren es sogar 74%.Diese Entwicklung resultierte in einem dramatischen weltweiten Anstieg der Anzahl unterern\u00e4hrter Personen. Waren im Jahr 2006 noch 848 Mio. Menschen unterern\u00e4hrt, bel\u00e4uft sich diese Zahl seit 2009 erstmals in der Geschichte der Menschheit auf \u00fcber 1 Mrd. Menschen. Die Ziele des Weltern\u00e4hrungsgipfels sowie der Milleniums-Deklaration, n\u00e4mlich eine Reduktion der Anzahl und des Anteils unterern\u00e4hrter Menschen bis 2015, schienen schon vor der Nahrungsmittelkrise schwierig zu erreichen. Inzwischen sind sie aber klar ausser Reichweite ger\u00fcckt (siehe <i>Grafik 1<\/i>).&#13;<\/p>\n<h2>Ursachen der Nahrungsmittelkrise<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde des Preisanstiegs f\u00fcr Lebensmittel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZun\u00e4chst gilt es zwischen den Ursachen f\u00fcr den strukturellen Preisanstieg 2002\u20132008 und den Ursachen f\u00fcr den konjunkturellen Preisanstieg von M\u00e4rz 2007 bis M\u00e4rz 2008 zu unterscheiden. Zu den Ersteren geh\u00f6ren vor allem die Biotreibstoff-Produktion (gem\u00e4ss Weltbank verantwortlich f\u00fcr 70%\u201380% des Preisanstiegs 2002\u20132008), die steigende Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukten der Mittelschichten in den Schwellenl\u00e4ndern sowie Produktionseinbussen aufgrund von klimatischen Extremereignissen. Letztere sind haupts\u00e4chlich die Spekulation mit den Nahrungsmittelpreisen sowie der H\u00f6henflug der Erd\u00f6lpreise von Ende 2007 bis Mitte 2008.&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr die steigende Anzahl unterern\u00e4hrter Personen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Anstieg der Weltmarktpreise f\u00fcr Nahrungsmittel h\u00e4tte sich nicht so dramatisch auf die Anzahl unterern\u00e4hrter Menschen ausgewirkt, wenn die am meisten betroffenen L\u00e4nder nicht von Nahrungsmittelimporten abh\u00e4ngig gewesen w\u00e4ren. Durch massive Investitionen in die l\u00e4ndliche Entwicklung und die regionale Landwirtschaft h\u00e4tten Nahrungsmittelimporte mit lokaler Produktion ersetzt werden k\u00f6nnen. Damit h\u00e4tten Kleinbauern ihre Familien ern\u00e4hren und ihre \u00dcbersch\u00fcsse auf dem Markt verkaufen k\u00f6nnen; sie h\u00e4tten so vom Preisanstieg auf den lokalen M\u00e4rkten profitiert, anstatt als Nettokonsumenten den Preisanstieg von Nahrungsmitteln berappen zu m\u00fcssen.Doch diese Kompensation wurde durch die Strukturanpassungsprogramme von IWF und Weltbank seit den 1980er-Jahren verunm\u00f6glicht. Diese zwangen die L\u00e4nder des S\u00fcdens dazu, ihre Landwirtschaft zu liberalisieren, die Hilfen f\u00fcr Bauernfamilien abzubauen und Exportkulturen zu f\u00f6rdern, welche als Devisenquellen f\u00fcr den Schuldenabbau dienten. So wurden zwischen 1983 und 2006 die der Landwirtschaft zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel der Entwicklungshilfe von \u00fcber 20 Mrd. US-Dollar (Wert 2006) auf unter 5 Mrd. US-Dollar zur\u00fcckgeschraubt. Die Preisgabe der Unterst\u00fctzung von Bauernfamilien und die Liberalisierung der Landwirtschaft, wie sie von IWF und Weltbank erzwungen worden sind, geh\u00f6ren somit zu den Hauptursachen der Nahrungsmittelkrise im Jahr 2008.&#13;<\/p>\n<h2>Ursachen des strukturellen Hungers<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm auf die Nahrungsmittelkrise geeignete Antworten zu finden, muss man zuerst die Ursachen des strukturellen Hungers verstehen. Dazu gilt es gewisse Mythen zu entzaubern. Der erste Mythos ist, dass der Hunger in der Welt vom Mangel an <i>verf\u00fcgbarer<\/i> Nahrung herr\u00fchrt. Dieser Mythos hatte bis in die 1980er-Jahre Bestand, als Amartya Sen aufzeigte, dass es durchaus Hungersn\u00f6te ohne Verknappung der an sich verf\u00fcgbaren Nahrungsmittel geben k\u00f6nne, wenn der <i>Zugang<\/i> gewisser Regionen oder Gruppen nicht gegeben ist. In den meisten westlichen L\u00e4ndern, aber auch in S\u00fcdamerika, Asien und Afrika, sind Lebensmittel zumeist vorhanden; dennoch haben Millionen von Menschen dazu keinen Zugang. Gem\u00e4ss Sen fehlt es diesen Millionen von Unterern\u00e4hrten entweder an den Rechten <i>(Entitlements)<\/i> zur Verf\u00fcgung \u00fcber die Produktionsmittel \u2013 d.h. Land, Wasser, Saatgut, Fischerei oder Wald \u2013 oder an einem ausreichenden Einkommen bzw. einer geeigneten Sozialhilfe.Gem\u00e4ss dem zweiten Mythos sind bewaffnete Konflikte oder Naturkatastrophen die tiefer liegenden Ursachen der Unterern\u00e4hrung. Dieser Mythos wurde durch das Projekt der Millenniumsziele der Vereinten Nationen in Frage gestellt, das aufzeigte, dass nur 10% der unterern\u00e4hrten Personen Opfer eines bewaffneten Konflikts oder einer Naturkatastrophe sind. Wie wir in unseren Missionen f\u00fcr die UNO \u2013 speziell in Niger, \u00c4thiopien, Indien, Bangladesch, Brasilien und Bolivien \u2013 feststellen konnten, liegen die Ursachen der Unterern\u00e4hrung vielmehr im sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ausschluss sowie in der Diskriminierung von Frauen, Landbev\u00f6lkerung, Dalits oder indigenen V\u00f6lkern.&#13;<\/p>\n<h2>Antworten auf die Nahrungsmittelkrise<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit 2008 sind die Antworten der Staaten und der internationalen Organisationen auf die Nahrungsmittelkrise ungen\u00fcgend und widerspr\u00fcchlich.&#13;<\/p>\n<h2>Antworten von staatlicher Seite<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit Beginn der Nahrungsmittelkrise haben Staaten, die \u00fcber gen\u00fcgend Mittel verf\u00fcgten, verschiedene Massnahmen getroffen, um den Zugang ihrer Bev\u00f6lkerung zu Nahrungsmitteln zu verbessern. Einige haben die Grundnahrungsmittel subventioniert, andere die Tarife auf den Importen reduziert oder die Exporte der eigenen Produktion gedrosselt. Mehrere Regierungen haben angek\u00fcndigt, ihre Politiken zur St\u00fctzung der Landwirtschaft wieder aufzunehmen. Zudem ist ein neues Ph\u00e4nomen aufgetreten: der Kauf oder die Pacht von Millionen Hektaren Land von Seiten reicher L\u00e4nder oder privater Gesellschaften in L\u00e4ndern, die ohnehin mit sehr hoher Nahrungsunsicherheit zu k\u00e4mpfen haben.Seit April 2008 haben die L\u00e4nder versucht, die erste Phase der individuellen Reaktionen zu \u00fcberwinden und zu einem koordinierten Vorgehen zu gelangen. In der Folge wurden eine Reihe internationaler Konferenzen in Rom, Genf, New York und Madrid abgehalten. In der Deklaration der hochrangigen Konferenz zur Weltern\u00e4hrungssicherheit und Agrarhilfe im Juni 2008 haben 42 Staatschefs und 100 Minister die Notwendigkeit bekr\u00e4ftigt, die lokale Produktion und die Agrarhilfe auf nationaler Ebene zu erh\u00f6hen. Gleichzeitig seien die bestehenden Politiken \u2013 inklusive der Liberalisierung des Agrarhandels \u2013 weiterzuf\u00fchren. In der Deklaration des Weltern\u00e4hrungsgipfels vom November 2009 haben \u00fcber 40 Staats- und Regierungschefs sowie mehr als 70 Minister dieselben Vorschl\u00e4ge \u00fcbernommen. Besonders betont wurden dabei die Notwendigkeit von Re-Investitionen in die lokale Landwirtschaft sowie die Fortf\u00fchrung der Markt\u00f6ffnung.&#13;<\/p>\n<h2>Antworten der internationalen Organisationen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZur Koordination der Antworten der verschiedenen internationalen Organisationen auf die Nahrungsmittelkrise hat der Generalsekret\u00e4r der UNO eine hochrangige Task Force mit den Vorsitzenden der UNO-Organisationen, der internationalen Finanzorganisationen sowie der WTO zusammengestellt. Im Juli 2008 hat die Task Force einen globalen Aktionsplan mit zwei Hauptzielen verabschiedet: die Erh\u00f6hung der Nahrungsmittelhilfe f\u00fcr die am st\u00e4rksten exponierten Personen und die Verbesserung ihrer langfristigen Nahrungsmittelsicherheit. Trotz dem Einvernehmen dieser Erkl\u00e4rung haben aber die Mitglieder des Generalsekretariats jeweils ihre eigenen Positionen radikal verteidigt: W\u00e4hrend die WTO die fortschreitende Handelsliberalisierung anpries, stellte die FAO den Schutz der Rechte von Kleinbauern in den Vordergrund.&#13;<\/p>\n<h2>Kritik der Zivilgesellschaft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nParallel zur hochrangigen Konferenz zur Nahrungsmittelsicherheit und den Herausforderungen von Klimawandel und Biotreibstoffen im Juni 2008 haben Bauernorganisationen und eine Vielzahl an Nichtregierungsorganisationen eine Deklaration verabschiedet mit dem Titel <i>\u00abThe world doesn\u2019t need more of the same medecine\u00bb<\/i>. Darin wurde kritisiert, dass verschiedene der vorgeschlagenen L\u00f6sungen \u2013 wie die Handelsliberalisierung oder die Zusammenarbeit mit profitorientierten Unternehmen \u2013 am Ursprung der Nahrungsmittelkrise gestanden hatten. Stattdessen wurden das Recht auf Nahrung und die Rechte der Bauernfamilien eingefordert. Im Juni 2008 hat Via Campesina \u2013 ein Zusammenschluss von mehr als 140 Bauernorganisationen in \u00fcber 70 L\u00e4ndern, die 200 Mio. Personen repr\u00e4sentieren \u2013 die <i>Declaration of the Rights of Peasants<\/i> formuliert, um sie als L\u00f6sungsvorschlag zur Nahrungsmittelkrise vor den Vereinten Nationen zu pr\u00e4sentieren.&#13;<\/p>\n<h2>Das Recht auf Nahrung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Recht auf Nahrung ist eines der grundlegenden Menschenrechte und wurde zum ersten Mal in der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 formuliert. In den letzten 20 Jahren hat das Recht auf Nahrung innerhalb der Vereinten Nationen eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht, welche in der Annahme der <i>Freiwilligen Richtlinien zum Recht auf Nahrung<\/i> im November 2004 gipfelte. Diese Richtlinien wurden von der FAO einstimmig \u00fcbernommen. Sie umfassen eine Vielzahl von Massnahmen der Staaten, um den Zugang der Schw\u00e4chsten zu den Produktionsmitteln und einem Minimaleinkommen zu garantieren.Seit Ausbruch der Nahrungsmittelkrise haben der Menschenrechtsrat und der UNO-Generalsekret\u00e4r daran erinnert, dass der Kampf gegen den Hunger auf dem Recht auf Nahrung basieren muss. Das Recht auf Nahrung ist definiert als das Recht auf permanenten und freien Zugang \u2013 sei es direkt oder mittels Kauf \u2013 zu qualitativ und quantitativ geeigneter und ausreichender Ern\u00e4hrung. Sie muss im Einklang mit den kulturellen Traditionen des Konsumenten oder der Konsumentin stehen sowie eine physisch und psychisch angstfreie, befriedigende und w\u00fcrdevolle Existenz \u2013 sowohl auf individueller wie auch auf kollektiver Ebene \u2013 erm\u00f6glichen.Der Menschenrechtsrat hat anl\u00e4sslich seiner Sondersession zur Nahrungsmittelkrise vom 22. Mai 2008 eine einstimmige Resolution verabschiedet, in welcher er die Staaten und die internationalen Organisationen dazu aufruft, <i>jede Politik oder Massnahme, welche negative Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Rechts auf Nahrung \u2013 speziell das Recht jedes Einzelnen, frei von Hunger zu leben \u2013 haben k\u00f6nnte, vor deren definitiver Inkraftsetzung zu \u00fcberpr\u00fcfen<\/i>. Wenn man diese Resolution ernst nimmt, sollten die Biotreibstoffproduktion, die Spekulation auf Nahrungsmitteln und die Liberalisierung der Landwirtschaft auf ihre Wirkung auf das Recht auf Nahrung hin \u00fcberpr\u00fcft werden.Es ist als der gr\u00f6sste Skandal der Gegenwart zu bezeichnen, dass das tagt\u00e4gliche Hungermassaker an Millionen von Menschen als Normalit\u00e4t betrachtet und gleichg\u00fcltig hingenommen wird \u2013 und dies auf einem Planeten, der eigentlich vor Reichtum \u00fcberquillt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abAnzahl unterern\u00e4hrter Personen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\u2013 Jean Ziegler, Der Hass auf den Westen, Bertelsmann, M\u00fcnchen 2009.\u2013 Christophe Golay, Food Crisis and Food Security: Towards a New World Food Order?, International Development Policy Series, Genf, IHEID, Bd. 1, 2010 <i>(poldev. revues.org\/133)<\/i>.\u2013 Christophe Golay, The Right to Food and Access to Justice: Examples at the National, Regional and International Levels, FAO, Rom 2009 <i>(<a href=\"http:\/\/www.fao.org\/righttofood\/publi_en.htm\">http:\/\/www.fao.org\/righttofood\/publi_en.htm<\/a>)<\/i>.\u2013 FAO, The State of Food Insecurity in the World: Economic Crises \u2013 Impact and Lessons Learned, Rom 2009 <i>(<a href=\"http:\/\/www.righttofood.org\">http:\/\/www.righttofood.org<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/righttofood\">http:\/\/www.fao.org\/righttofood<\/a>)<\/i>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle f\u00fcnf Sekunden verhungert ein Kind unter 10 Jahren. 24&nbsp;000 Personen sterben jeden Tag an Hunger oder an den direkten Folgen davon. \u00dcber 1 Mrd. 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