{"id":121336,"date":"2010-07-01T12:00:00","date_gmt":"2010-07-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/07\/wehrli-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:33:54","modified_gmt":"2023-08-23T21:33:54","slug":"wehrli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/07\/wehrli\/","title":{"rendered":"Wasserknappheit und Wasserqualit\u00e4t: Eine globale Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p>L\u00e4nder im Nahen und Mittleren Osten sowie im s\u00fcdlichen Afrika erhalten nur ungen\u00fcgende Niederschlagsmengen und sind stark abh\u00e4ngig von Flusswasser. Sie stehen vor enormen quantitativen Wasserproblemen, die f\u00fcr uns Schweizer schwer vorstellbar sind. In vielen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder sind die Wasserressourcen ausserdem durch Bergbau, intensive Landwirtschaft, geologische Prozesse oder die mikrobielle Belastung besch\u00e4digt. Die Schweiz kann zwar technisches und wissenschaftliches Know-how bereitstellen; gefragt ist jedoch eine Ausbildungsinitiative vor Ort. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201007_15_Wehrli_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"241\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz ist ein Wasser-Schlaraffenland. Wir haben unseren Reichtum an Regen diesen Fr\u00fchling hautnah erlebt. Pro Person fallen j\u00e4hrlich fast 8000 Kubikmeter Wasser als Regen und Schnee. Das entspricht etwa drei gef\u00fcllten Olympiaschwimmbecken. Davon brauchen wir nur rund 2% f\u00fcr die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser. Neben dem \u00fcppigen Wassernachschub verf\u00fcgt die Schweiz mit ihren Seen, Gletschern und Grundwasservorkommen auch \u00fcber luxuri\u00f6se Wasserreserven: Wir k\u00f6nnten damit w\u00e4hrend mehr als 200 Jahren unseren Bedarf an Trinkwasser decken.Von lokalen Engp\u00e4ssen in sehr trockenen Sommern abgesehen m\u00fcssen wir also nicht bef\u00fcrchten, dass der Klimawandel oder die abschmelzenden Gletscher unsere Wasserversorgung in eine kritische Situation bringen wird. Wir sollten jedoch darauf hin arbeiten, die lokalen Trinkwassernetze besser zu vernetzen, sodass die Wassernachfrage \u00fcberall mit nat\u00fcrlichen Wasserspeichern abgepuffert wird.&#13;<\/p>\n<h2>Wasserarmut in \u00c4gypten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Leute, die wieder mal ein paar sonnige Wochen erleben wollen, verreisen gerne nach \u00c4gypten. Tats\u00e4chlich regnet es nur in K\u00fcstenn\u00e4he; das Landesinnere ist sehr trocken. Anstatt mit etwa 1,5 Meter Niederschlag pro Jahr k\u00f6nnen die 80 Mio. Menschen in \u00c4gypten nur mit einem Mittel von ca. 30 Millimetern rechnen. Weil die Verdunstung viel intensiver ist als in der Schweiz, bleibt die Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig abh\u00e4ngig vom Flusswasser des Nils. Dieser f\u00fchrt n\u00f6rdlich des Assuan-Stausees etwas mehr Wasser als der Rhein bei Basel. W\u00fcrde das Nilwasser in \u00c4gypten vollst\u00e4ndig auf die Bev\u00f6lkerung aufgeteilt, h\u00e4tte jedermann weniger als 500 Kubikmeter Wasser pro Jahr zur Verf\u00fcgung \u2013 also 20-mal weniger als in der Schweiz. Die UNO-Organisationen werten eine solche Situation als extreme Wasserknappheit. Zwar reicht die Wasserversorgung auch in \u00c4gypten, um das Minimum von 20 Liter Trinkwasser pro Tag und Person f\u00fcr die Nahrungszubereitung und Hygiene zu sichern. Doch den gr\u00f6ssten Wasserbedarf hat die Landwirtschaft. Um ein Kilogramm Getreide zu produzieren, werden etwa 1000 Liter Wasser ben\u00f6tigt. Deshalb begrenzt die Wasserknappheit ganz direkt die landwirtschaftliche Produktion. Im Gegensatz zur Schweiz fehlen auch die Wasserreserven; diese beschr\u00e4nken sich auf Grundwasservorkommen im Niltal. Die Bev\u00f6lkerung in wasserarmen L\u00e4ndern ist sehr verletzlich bez\u00fcglich Klimaschwankungen, Gew\u00e4sserverschmutzung oder politische Konflikte.&#13;<\/p>\n<h2>Konfliktzonen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einem Vertrag von 1959 haben \u00c4gypten und Sudan die Wassermengen des Nils aufgeteilt. \u00c4gypten beansprucht als regionale Macht den gr\u00f6ssten Teil des Nilwassers. L\u00e4nder im Oberstrom wie Uganda und Ruanda schlagen nun ein neues Abkommen vor, um selber eine gr\u00f6ssere Wassermenge zur Bew\u00e4sserung und Stromproduktion zu benutzen. Bisher wurden diese Vorschl\u00e4ge jedoch von \u00c4gypten und Sudan abgelehnt. \u00c4hnliche konfliktgeladene Beziehungen finden wir in verschiedenen trockenen Regionen: \u2013 Syrien und Irak bef\u00fcrchten einen versch\u00e4rften Wassermangel im Euphrat und Tigris durch die t\u00fcrkischen Stauseen in Anatolien.\u2013 Die Quellstr\u00f6me des Aralsees in Zentralasien sind Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Bergstaaten Kirgisien, Turkmenistan und den trockenen Baumwollproduzenten Usbekistan und Kasachstan.\u2013 Im s\u00fcdlichen Afrika verhandeln Sambia, Simbabwe, Malawi und Mosambik um einen Wassernutzungsvertrag mit neuen Kraftwerksprojekten am Sambesi. Die Konkurrenz um Wasserressourcen hat verschiedene zwischenstaatliche Konflikte versch\u00e4rft, auch wenn das Schlagwort vom \u00abKrieg ums Wasser\u00bb zum Gl\u00fcck bisher keine reale Basis hat.&#13;<\/p>\n<h2>Wasser als Qualit\u00e4tsprodukt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDass man Hahnenwasser bedenkenlos trinken kann, ist ein Qualit\u00e4tsmerkmal, auf das wir in der Schweiz zu Recht stolz sind. Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten eine aufw\u00e4ndige Infrastruktur aufgebaut, um die Wasserversorgung zu sichern und das Abwasser zu behandeln. Allein die Wiederbeschaffungskosten f\u00fcr die Abwasserreinigung machen in der Schweiz etwa 100 Mrd. Franken aus und verursachen Betriebskosten von 1,7 Mrd. Franken pro Jahr. Damit verfolgen wir das wichtige und ehrgeizige Ziel, alle unsere Fl\u00fcsse, Seen und Grundwasserleiter als potenzielle Trinkwasserquellen f\u00fcr uns und unsere Nachbarn zu erhalten.&#13;<\/p>\n<h2>Gew\u00e4sserverschmutzung in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nL\u00e4nder mit weniger \u00fcppigen Wasserressourcen stehen jedoch vor ungleich gr\u00f6sseren Herausforderungen: Die Abw\u00e4sser werden viel weniger verd\u00fcnnt als in gem\u00e4ssigten Breiten, und die Wiederverwendung von Brauchwasser ist dringend notwendig. Wegen zunehmender Gew\u00e4sserbelastung sind deshalb in vielen L\u00e4ndern die ohnehin knappen Wasservorkommen f\u00fcr die Nutzung nicht mehr geeignet. Die vielf\u00e4ltigen Aspekte der Gew\u00e4sserverschmutzung lassen sich anhand einiger konkreter Beispiele illustrieren, die vor allem f\u00fcr Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder relevant sind. Landwirtschaftliche Produktion und industrielle Aktivit\u00e4ten wie der Bergbau f\u00fchren h\u00e4ufig zu grossfl\u00e4chiger Gew\u00e4sserverschmutzung. Bem\u00fchungen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung haben an verschiedenen Orten in S\u00fcdostasien zu einer breiten toxischen Belastung mit Arsen aus dem geologischen Untergrund gef\u00fchrt. Die unkritische F\u00f6rderung des Brunnenbaus hat der ern\u00fcchternden Einsicht Platz gemacht, dass der Bau von Latrinen noch wichtiger f\u00fcr die Gesundheitspr\u00e4vention ist.&#13;<\/p>\n<h2>D\u00fcnger und Pestizide am falschen Ort<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWeltweit haben wir es in den letzten 60 Jahren geschafft, eine doppelt so grosse Weltbev\u00f6lkerung mit konstanter Agrarfl\u00e4che zu ern\u00e4hren. Die mittleren Ertr\u00e4ge pro Fl\u00e4che konnten dank Einsatz von D\u00fcnge- und Pflanzenschutzmitteln mehr als verdoppelt werden. Allerdings hat die Zivilisation damit intensiv in die Stoffkreisl\u00e4ufe der wichtigsten D\u00fcnger eingegriffen. Mit der chemischen Produktion von Stickstoffd\u00fcnger versorgen wir die Landoberfl\u00e4che heute mit doppelt so viel Stickstoff wie vor 1950. Leider wird ein guter Teil der D\u00fcngerfracht \u00fcber Regen, Grundwasser und Fl\u00fcsse in die Feuchtgebiete, Seen und an die Meeresk\u00fcsten gesp\u00fclt. Dadurch treten dort h\u00e4ufig Algenbl\u00fcten auf, welche sensible Laichgr\u00fcnde von Fischen gef\u00e4hrden. Der weltweite Einsatz von 3\u20137 Mio. Tonnen Pflanzenschutzmitteln wird in den Industriel\u00e4ndern vor allem wegen m\u00f6gliche \u00f6kotoxikologischer Effekte f\u00fcr Wassertiere diskutiert. In Entwicklungsl\u00e4ndern ist der Umgang mit Pestiziden oft zu wenig sorgf\u00e4ltig; es wird weltweit mit gegen 3 Mio. Vergiftungsf\u00e4llen von Landarbeitern gerechnet. Es wird intensiv an gezielter wirkenden Pestiziden gearbeitet; daneben braucht es jedoch eine st\u00e4rkere Verantwortung der Produzenten f\u00fcr die Ausbildung der Anwender.&#13;<\/p>\n<h2>Goldrausch<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Bergbau schichtet weltweit jedes Jahr etwa 50 Mrd. Tonnen Gestein um; dies entspricht ungef\u00e4hr der Erosionskraft aller Fl\u00fcsse der Welt. Der Mensch ist damit selber zu einem geologischen Faktor geworden und setzt auch gewaltige Mengen Schadstoffe frei. Die Goldf\u00f6rderung ist ein extremes Beispiel, weil das heute gef\u00f6rderte Erz typischerweise nur wenige Gramm Gold pro Tonne Material enth\u00e4lt. Dieses muss mit chemischen Methoden extrahiert werden. In vielen Entwicklungsl\u00e4ndern wird Gold mit Quecksilber extrahiert. Allein in Brasilien gelangen dadurch j\u00e4hrlich mehr als 100 Tonnen giftiges Quecksilber in die Umwelt. Im Wasser kann sich das Metall in der Nahrungskette anreichern, sodass Fische stromabw\u00e4rts von den Sch\u00fcrfgebieten kritische Quecksilberkonzentrationen aufweisen. Industriell wird Gold heute vor allem mit Zyanid gewonnen. Um ein Kilogramm Gold zu extrahieren, braucht es etwa 700 Kubikmeter Wasser und 140 Kilogramm hochgiftiges Zyanid. Dieses sollte eigentlich nur in geschlossenen Kreisl\u00e4ufen eingesetzt werden; allerdings l\u00e4sst sich das Risiko von Unf\u00e4llen nie ganz vermeiden. Inzwischen wird intensiv nach weniger giftigen Ersatzstoffen f\u00fcr die Goldextraktion geforscht. Gleichzeitig sollten wir uns bewusst werden, dass der Bergbau gerade bei den edelsten Metallen ziemlich unedle chemische Verfahren einsetzen muss, die mit betr\u00e4chtlichen Risiken f\u00fcr die Wasserressourcen verbunden sind. Das Gesch\u00e4ft mit den Edelmetallen deckt nicht alle \u00f6kologischen Folgekosten.&#13;<\/p>\n<h2>Massenvergiftung in guter Absicht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBis in die 1970er-Jahren starben in Bangladesch gegen 250&nbsp;000 Kinder an Durchfallerkrankung verursacht durch Trinkwasser aus Fl\u00fcssen und Teichen. In der Folge wurden mit massiver internationaler Hilfe durch die Weltbank und das UNO-Kinderhilfswerk etwa 10 Mio. Grundwasserbrunnen erstellt, sodass 97% der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung sicheres Trinkwasser aus Tiefen von 15\u201330 Metern bezieht. Als Folge davon hat die Kindersterblichkeit um \u00fcber 50% abgenommen. Leider ist Bangladesch ein Beispiel f\u00fcr das Ph\u00e4nomen, dass sich die L\u00f6sungen von gestern in die Probleme von heute verwandeln: Bereits 1993 wurden erste Anzeichen einer chronischen Arsenvergiftung im Ganges-Delta erkannt. Das Ausmass der Grundwasserkontamination wurde jedoch erst im Jahr 2000 offiziell wahrgenommen. Inzwischen geht man davon aus, dass 35\u201375 Mio. Menschen in Bangladesch aus den neuen Brunnen Wasser beziehen, das mit kritischen Mengen von Arsen kontaminiert ist. Was war geschehen? Bangladesch wird w\u00e4hrend der Monsunzeit oft grossfl\u00e4chig \u00fcberflutet. In den flachen Grundwasserleitern verschwindet durch den Eintrag von organischem Material der Sauerstoff, und unter diesen Bedingungen kann Arsen aus den Mineralpartikeln herausgel\u00f6st werden. Damit kann es sich im Grundwasser anreichern, w\u00e4hrend die Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser kaum vergiftet sind. Chronische Arsenvergiftung f\u00fchrt zu Hauterkrankungen durch starke Pigmentierung vor allem an H\u00e4nden und F\u00fcssen, Hautkrebs sowie Tumorerkrankungen an Leber, Nieren und Harnwegen. Es sind nun internationale Bem\u00fchungen im Gang, um das Arsen aus dem Trinkwasser zu entfernen und \u2013 wo dies m\u00f6glich ist \u2013 die Brunnen tiefer zu legen sowie die Risiken f\u00fcr solch weitr\u00e4umige \u00abgeologische Brunnenvergiftung\u00bb besser abzusch\u00e4tzen. In verschiedenen Gebieten S\u00fcdostasiens, aber auch in der ungarischrum\u00e4nischen Tiefebene sind inzwischen Arsenprobleme identifiziert und Gegenmassnahmen ergriffen worden.&#13;<\/p>\n<h2>Latrinen sind noch wichtiger als Brunnen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGem\u00e4ss den WHO-Statistiken sind die h\u00e4ufigsten schweren Ausbr\u00fcche von Infektionskrankheiten auf den \u00dcbertragungsweg via Trinkwasser zur\u00fcckzuf\u00fchren. Mittlerweile ist die Cholera in Afrika wieder auf dem Vormarsch. Der Hauptgrund liegt darin, dass 2,4 Mrd. Menschen ohne Abwasser- und F\u00e4kalentsorgung leben und 1,1 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser haben. Diese inakzeptablen Verh\u00e4ltnisse f\u00fchren jedes Jahr zu 1,6 Mio. vermeidbaren Todesf\u00e4llen, vor allem bei Kleinkindern. Eines der Millenium-Entwicklungsziele postuliert deshalb, dass die Bev\u00f6lkerung ohne Trinkwasserversorgung und sanit\u00e4re Einrichtungen bis 2015 zu halbieren sei.Eine sichere F\u00e4kalentsorgung sollte oberste Priorit\u00e4t haben, weil es darum geht, in den wachsenden Megast\u00e4dten der Entwicklungsl\u00e4nder die kostbare Trinkwasserversorgung zu sch\u00fctzen. Allzu oft wurden jedoch in der Vergangenheit mit Hilfsprojekten die emotional positiv besetzten Trinkwasserbrunnen eingerichtet, ohne an das etwas unappetitliche Gesch\u00e4ft mit der Abwasser- und F\u00e4kalentsorgung zu denken. An der Trinkwasserfront war deshalb der Fortschritt schneller. Mit dem Slogan <i>\u00abHurry up in the toilet, 2,4 billion people are waiting\u00bb<\/i> m\u00f6chten die Entwicklungsexperten dem weltweiten Latrinenbau neuen Schwung verleihen.&#13;<\/p>\n<h2>Wasserexpertinnen und -experten sind gesucht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz hat eine sehr gut ausgebaute Wasserinfrastruktur und verf\u00fcgt \u00fcber qualifizierte Expertinnen und Experten in Gew\u00e4sserschutz und Wassertechnologie. Mit unserer privilegierten Lage im Wasserschloss Europas haben wir das Know-how und die Verantwortung, zur L\u00f6sung der dringenden regionalen Wasserfragen in anderen Teilen der Welt beizutragen. L\u00e4ngerfristig sollte die Ausbildung von Fachleuten vor Ort eines der wichtigsten Ziele der Entwicklungszusammenarbeit sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchwarzenbach, R. P., Egli T., Hofstetter T.B., von Guten U., Wehrli B. 2010. Global Water Pollution and Human Health. In: Annual Review of Environment and Resources (im Druck).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00e4nder im Nahen und Mittleren Osten sowie im s\u00fcdlichen Afrika erhalten nur ungen\u00fcgende Niederschlagsmengen und sind stark abh\u00e4ngig von Flusswasser. Sie stehen vor enormen quantitativen Wasserproblemen, die f\u00fcr uns Schweizer schwer vorstellbar sind. In vielen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder sind die Wasserressourcen ausserdem durch Bergbau, intensive Landwirtschaft, geologische Prozesse oder die mikrobielle Belastung besch\u00e4digt. 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