{"id":121411,"date":"2010-06-01T12:00:00","date_gmt":"2010-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/06\/stuedle-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:34:26","modified_gmt":"2023-08-23T21:34:26","slug":"stuedle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/06\/stuedle\/","title":{"rendered":"Revision der schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF \u2013 Anforderungen und Zielsetzungen"},"content":{"rendered":"<p>Die schweizerischen Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) dienen dem Personen- und Sachwertschutz und legen das Sicherheitsniveau in der Schweiz fest. Die heutigen Brandschutzvorschriften stammen aus dem Jahr 2003. Sie wurden mit Beschluss des zust\u00e4ndigen Organs der Interkantonalen Vereinbarung zum Abbau Technischer Handelshemmnisse (IVTH) vom 10. Juni 2004 f\u00fcr alle Kantone verbindlich erkl\u00e4rt und per 1. Januar 2005 in Kraft gesetzt. Gem\u00e4ss dem Beschluss des Interkantonalen Organs Technische Handelshemmnisse (IOTH) vom 10. November 2004 wurde die VKF als Fachkommission Brandschutzvorschriften bezeichnet und beauftragt, diese wenn notwendig zu aktualisieren. Sie sollen so \u00fcberarbeitet werden, dass im Jahre 2015 \u2013 also 10 Jahre nach Inkrafttreten des heutigen Vorschriftenwerkes \u2013 aktualisierte Vorschriften vorliegen.&#13;<br \/>\nLink zu den schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF: <a href=\"http:\/\/www.praever.ch\">http:\/\/www.praever.ch<\/a>.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie \u00abLebensdauer\u00bb der Brandschutzvorschriften wird sehr stark durch den technischen Fortschritt und die Weiterentwicklung der europ\u00e4ischen Normung beeinflusst. Sie m\u00fcssen deshalb periodisch \u00fcberarbeitet und neu publiziert werden. Aufgrund der Erfahrungen erscheint ein Zehnjahresrhythmus als angemessen.In zwei mit den Leitern der kantonalen Brandschutzbeh\u00f6rden durchgef\u00fchrten Workshops wurden die Bed\u00fcrfnisse des Vollzugs an neue Brandschutzvorschriften definiert. Die Schwerpunkte der Ergebnisse der Workshops k\u00f6nnen wie folgt zusammengefasst werden:\u2013 Die heutige, bew\u00e4hrte Struktur der Brandschutzvorschriften (Norm, Richtlinien, Erl\u00e4uterungen, Arbeitshilfen) soll beibehalten werden. Damit bleiben die Brandschutzvorschriften f\u00fcr die kantonalen und kommunalen Brandschutzbeh\u00f6rden als rechtsverbindliche Grundlage vollzugstauglich, und die Planer, Architekten, Ingenieurb\u00fcros, Fachfirmen im Brandschutz sowie Bauherren k\u00f6nnen diese als Betroffene oder Nutzniesser auch verstehen.\u2013 Der aktuelle Stand der Technik und die sich in der Zwischenzeit weiterentwickelte europ\u00e4ische Normung m\u00fcsste ber\u00fccksichtigt werden.\u2013 Inhalte (rechtlich nicht verbindlicher) europ\u00e4ischer Normen im Bereich Anwendung von Brandschutzprodukten sind zu pr\u00fcfen und \u2013 wenn keine Reduktion des heutigen Sicherheitsniveaus vorliegt \u2013 zu \u00fcbernehmen. \u2013 Die eingef\u00fchrte europ\u00e4ische Klassierung des Brandverhaltens von Baustoffen ist zu \u00fcbernehmen und die Verwendung brennbarer Baustoffe mit EN-Klassierung in einer neuen Richtlinie zu regeln. \u2013 Die von der Fachkommission Brandschutzvorschriften behandelten \u00c4nderungsw\u00fcnsche und Interpretationen (FAQ) zu den Brandschutzvorschriften sind zu ber\u00fccksichtigen.\u2013 Brandschutztechnische Anforderungen an technische Einrichtungen d\u00fcrfen die baulichen Brandschutzanforderungen nicht unterlaufen oder m\u00fcssen mit entsprechenden Schutzmassnahmen kompensiert werden (z.B. L\u00fcftungsanlagen).\u2013 Regelungsl\u00fccken speziell im Bereich der Richtlinien Rauch- und W\u00e4rmeabzugsanlagen sowie der lufttechnischen Anlagen sind zu schliessen. \u2013 Fluchtwegl\u00e4ngen sind zu hinterfragen und zu koordinieren (z.B. mit Arbeitnehmerschutz).\u2013 Im Rahmen der Ver\u00e4nderungen bei der European Insurance and Reinsurance Federation (CEA) ist zu pr\u00fcfen, ob die CEA-Richtlinie f\u00fcr den Brandschutz in Lagern mit gef\u00e4hrlichen Stoffen wieder in das Vorschriftenwerk der VKF integriert werden soll.\u2013 F\u00fcr ingenieurm\u00e4ssige Verfahren im Brandschutz sind grunds\u00e4tzliche Anforderungen festzulegen.\u2013 Gleichzeitig mit der Herausgabe der neuen Brandschutzvorschriften sind den Brandschutzbeh\u00f6rden erstmals Schulungsunterlagen im E-Learning-Verfahren zur Verf\u00fcgung zu stellen.Brandschutz ist ein interdisziplin\u00e4rer Bereich. Die sich ergebenden verschiedenen Schnittstellen zu anderen betroffenen Gebieten \u2013 z.B. zum Umweltschutz \u2013 sind abzugrenzen und zu koordinieren. Eine wirtschaftliche Optimierung unter Wahrung des bestehenden Sicherheitsniveaus ist anzustreben. Hierzu wird zurzeit mit der ETH Z\u00fcrich ein Forschungsprojekt durchgef\u00fchrt, um unabh\u00e4ngige, technisch-wissenschaftlich entwickelte Aussagen zur wirtschaftlichen Legitimation der Brandschutzvorschriften zu erbringen. Die Herausgabe der Brandschutzvorschriften soll \u2013 nebst der gedruckten Form \u2013 auch k\u00fcnftig kostenlos und frei zug\u00e4nglich im Internet erfolgen.&#13;<\/p>\n<h2>Weiteres Vorgehen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAnhand eines von der Fachkommission Brandschutzvorschriften erarbeiteten Projektbeschriebs werden die Leistungsinhalte in einem Projektauftrag festgelegt sowie Projektorganisation und -leiter bestimmt. Nach Vorlage und Genehmigung des Projektes durch das IOTH wird der Projektstart am 1. Januar 2011 erfolgen. Die Finanzierung des Projektes wird \u00fcber die Mitglieder der VKF sowie die Kantone ohne eigene Geb\u00e4udeversicherung erbracht.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die schweizerischen Brandschutzvorschriften der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) dienen dem Personen- und Sachwertschutz und legen das Sicherheitsniveau in der Schweiz fest. Die heutigen Brandschutzvorschriften stammen aus dem Jahr 2003. Sie wurden mit Beschluss des zust\u00e4ndigen Organs der Interkantonalen Vereinbarung zum Abbau Technischer Handelshemmnisse (IVTH) vom 10. Juni 2004 f\u00fcr alle Kantone verbindlich erkl\u00e4rt und per [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3461,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[67],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3461,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Ingenieur FH Haustechnik, Gesch\u00e4ftsbereichsleiter Brandschutz, Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Ing\u00e9nieur HES en technique du b\u00e2timent, responsable du d\u00e9partement de la protection incendie, Association des \u00e9tablissements cantonaux d\u2019assurance incendie, Berne","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":121414,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8387","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/559f8a62e0167"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121411"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3461"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121411"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127743,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121411\/revisions\/127743"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=121411"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=121411"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=121411"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=121411"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=121411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}