{"id":121476,"date":"2010-05-01T12:00:00","date_gmt":"2010-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/05\/federer-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:34:09","modified_gmt":"2023-08-23T21:34:09","slug":"federer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/05\/federer\/","title":{"rendered":"Konkursstatistiken: Die Schweiz im europ\u00e4ischen Vergleich"},"content":{"rendered":"<p>Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der gr\u00f6ssten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ausgel\u00f6st von Immobilienspekulationen und Bankenkrise bewegte sich die Weltwirtschaft zum Beginn des letzten Jahres nahe am Abgrund. In allen Industriel\u00e4ndern brach die Wirtschaftsleistung deutlich ein. Der rasante Konjunkturabsturz hat auch in der Schweiz Spuren hinterlassen. Im europ\u00e4ischen Vergleich steht die Schweizer Wirtschaft aber gut da.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Zahl der Konkurse liegt total mit 10&nbsp;906 auf dem h\u00f6chsten Stand, der je in der Schweiz erreicht wurde. Der bisherige Rekord mit 10&nbsp;513 Konkursen datiert aus dem Jahr 1993. Im Vergleich zur aktuellen Situation zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied: Der Anteil der im Handelsregister eingetragenen Firmen betrug 1993 \u00abnur\u00bb 42%, 2009 lag er bei 48%.&#13;<\/p>\n<h2>Firmenkonkurse: Neuer Rekordwert nach Gesetzes\u00e4nderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm vergangenen Jahr stieg die Zahl der publizierten Firmenkonkurse auf 5215. Zum ersten Mal wurde damit die 5000er-Grenze \u00fcbertroffen. Diese Zunahme von 23,5% gegen\u00fcber 2008 wirkt auf den ersten Blick dramatisch. Es w\u00e4re aber falsch, die Gr\u00fcnde allein in der Wirtschafts- und Finanzkrise zu suchen. Auch wenn im vergangenen Jahr das wirtschaftliche Umfeld schwierig war und das eine oder andere Unternehmen an direkten oder indirekten Folgen der Krise zugrunde gegangen ist, zeigt eine genauere Analyse der Zahlen: Viele Firmen sind nicht dem Pleitegeier, sondern dem revidierten Revisionsrecht zum Opfer gefallen.Seit dem 1. Januar 2008 regelt Art. 731b OR die Aufl\u00f6sung von Kapitalgesellschaften bei M\u00e4ngeln in der Organisation neu. Der Richter kann eine Gesellschaft aufl\u00f6sen und ihre Liquidation nach den Vorschriften \u00fcber den Konkurs anordnen. Bisher wurden diese Firmen lediglich durch Liquidation aufgel\u00f6st und aus dem Handelsregister gel\u00f6scht. <i>Grafik 1<\/i> zeigt die monatliche Entwicklung der Konkurspublikationen mit Blick auf die Gesetzes\u00e4nderung. Im Jahr 2008 wurde gest\u00fctzt auf den neuen Artikel \u00fcber 329 Firmen der Konkurs er\u00f6ffnet, 2009 waren es bereits 1148 Firmen. Bei der Umsetzung besteht ein gewisser Handlungsspielraum. Das zeigt auch ein Vergleich zwischen den einzelnen Kantonen. Der durchschnittliche Anteil der Firmenkonkurse liegt bei 0,5%. Die h\u00f6chsten Werte werden in den Kantonen AR, GL und TI verzeichnet (&gt;1%). In den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Schaffhausen, Neuenburg und Obwalden wurden dagegen noch keine Konkursverfahren nach der neuen Regelung durchgef\u00fchrt (vgl. <i>Grafik 2<\/i>). So nahm im vergangenen Jahr die Zahl der Konkurse infolge \u00dcberschuldung \u00abnur\u00bb um 4,5% zu. Das d\u00fcrfte auch erkl\u00e4ren, weshalb die Wirtschaftskrise von vielen Menschen bislang nicht wirklich wahrgenommen wurde.&#13;<\/p>\n<h2>Privatkonkurse weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Jahr 2009 wurden insgesamt 5691 Insolvenzen publiziert. <i>Grafik 3<\/i> zeigt die Entwicklung der letzten zehn Jahre. Nach dem kontinuierlichen Anstieg der Privatpleiten bis 2007 konnte in den letzten beiden Jahren ein Abw\u00e4rtstrend festgestellt werden. Sollte sich die Wirtschaft in den n\u00e4chsten Monaten negativ entwickeln, ist wieder mit steigenden Zahlen bei den Privatpersonen zu rechnen.&#13;<\/p>\n<h2>Vergleich mit Westeuropa<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer rasante Konjunkturabsturz hat deutliche Spuren in den Umsatz- und Ertragszahlen der europ\u00e4ischen Unternehmen hinterlassen. Forderungsausf\u00e4lle und Konkurszahlen schnellten in die H\u00f6he. Insbesondere die exportorientierten Wirtschaftszweige der Industrie \u2013 allen voran der Maschinenbau \u2013 mussten mit zweistelligen Auftragsr\u00fcckg\u00e4ngen k\u00e4mpfen. In den meisten Staaten Europas war allein die Binnennachfrage eine st\u00fctzende S\u00e4ule f\u00fcr die Konjunktur. Auch halfen die milliardenschweren Konjunkturpakete einigen Branchen wie der Automobilindustrie (\u00abAbwrackpr\u00e4mie\u00bb) kurzfristig auf die Beine. Finanzsektor und Bauwirtschaft litten hingegen unter dem auf Pump finanzierten Boom der vergangenen Jahre.&#13;<\/p>\n<h2>Firmenkonkurse nehmen 2009 deutlich zu<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit dem \u00dcberschwappen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft vor rund einem Jahr und den Versch\u00e4rfungen in den Finanzierungsbedingungen f\u00fcr die Unternehmen stiegen in den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern die Firmenkonkurse deutlich an. Allein in Westeuropa (EU-15 plus Schweiz und Norwegen) wurden 2009 gut 185&nbsp;100 Pleiten registriert. Das entspricht einer Zunahme von 22%. Gegen\u00fcber dem Tiefststand aus dem Jahr 2007 mit europaweit 134&nbsp;260 Firmenkonkursen hat sich die Zahl um deutliche 38% erh\u00f6ht. Wie beschrieben, ist die starke Zunahme der Firmenkonkurse in der Schweiz haupts\u00e4chlich durch die Gesetzes\u00e4nderung bedingt. Nimmt man nur die Konkurse durch Insolvenz mit einem Plus von lediglich +4,5%, w\u00fcrde die Schweiz \u2013 sieht man von Griechenland ab, dessen Zahlen nicht wirklich vergleichbar sind \u2013 den Spitzenplatz einnehmen.&#13;<\/p>\n<h2>Spanien, Irland und D\u00e4nemark im Sog der Krise<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Mehrzahl der westeurop\u00e4ischen Staaten wurde 2009 von einer regelrechten Pleitewelle erfasst. Massiv betroffen waren Spanien (4900 Firmenkonkurse; +93,8%), Irland (1400; +81,1%), die Niederlande (10 500; +53,4%) und D\u00e4nemark (5600; +51,0%). In D\u00e4nemark war die Zahl der Firmenkonkurse 2008 um 54,5% gegen\u00fcber dem Vorjahr gestiegen. Damit sind in dem nordeurop\u00e4ischen Staat 2009 fast dreimal so viele Unternehmen in Konkurs gegangen wie 2006 (1987 F\u00e4lle). Einen noch st\u00e4rkeren Anstieg innerhalb dieses Zeitraums verzeichnen nur noch die von der Wirtschafts- und Finanzkrise massiv betroffenen L\u00e4nder Spanien (Steigerung um den Faktor 5,7) und Irland (Steigerung um den Faktor 4,6).&#13;<\/p>\n<h2>Frankreich und Grossbritannien mit Minusrekorden<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie absolut h\u00f6chste Zahl an Firmenpleiten in einem einzelnen Land gab es 2009 in Frankreich. Mit 55&nbsp;800 F\u00e4llen wurde jedoch ein vergleichsweise moderater Anstieg (+12,2%) gegen\u00fcber dem Vorjahr verzeichnet. Dasselbe gilt f\u00fcr \u00d6sterreich (+8,5%), Belgien (+11,3%), Deutschland (+16,0%) und Luxemburg (+18,3%). Von den drei gr\u00f6ssten europ\u00e4ischen Volkswirtschaften schneidet Grossbritannien am schlechtesten ab. Innerhalb eines Jahres erh\u00f6hte sich die Zahl der Firmenkonkurse um 24,8% auf 20&nbsp;300 F\u00e4lle (2008 16&nbsp;268 F\u00e4lle). Dabei wies Grossbritannien bereits 2008 einen hohen zweistelligen Zuwachs (+26,2%) auf, w\u00e4hrend das Plus in Deutschland damals mit nur 1,5% vergleichsweise milde ausfiel und es in Frankreich einen Anstieg um 16,9% gab.&#13;<\/p>\n<h2>Skandinavien und S\u00fcdeuropa<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInnerhalb der skandinavischen L\u00e4nder nahm die Zahl der Firmenpleiten in Norwegen \u00fcberdurchschnittlich stark zu (+40,2%). In Finnland (+26,7%) und Schweden (+20,7%) fiel der Anstieg nur etwa halb so hoch aus. In S\u00fcdeuropa \u2013 Spanien, Portugal, Italien und Griechenland \u2013 verlief die Insolvenzentwicklung 2009 zwar in die gleiche Richtung (in allen L\u00e4ndern gab es einen Anstieg); allerdings sticht Spanien mit einer Beinahe-Verdopplung heraus. Griechenland d\u00fcrfte 2009 eine Stagnation bei den Firmenkonkursen erlebt haben. In Italien haben die Pleiten dagegen um 40,0% zugenommen. In Portugal fiel das Plus mit 36,2% ebenfalls deutlich aus.&#13;<\/p>\n<h2>Knapp ein F\u00fcnftel entf\u00e4llt auf Deutschland<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHinter Frankreich, das f\u00fcr fast jede dritte Firmenpleite in Europa steht (30,1%), weist Deutschland den zweith\u00f6chsten Anteil am europ\u00e4ischen Insolvenzgeschehen auf. Knapp ein F\u00fcnftel (18,5%) aller Unternehmenszusammenbr\u00fcche in Westeuropa im Jahr 2009 betrafen eine Firma aus Deutschland. Der Anteil der skandinavischen Staaten (D\u00e4nemark, Finnland, Norwegen und Schweden) betr\u00e4gt knapp ein Achtel (11,7%). Die Beneluxstaaten (11,1%) sowie Grossbritannien (11,0%) kommen auf jeweils ein Neuntel.&#13;<\/p>\n<h2>1,7 Millionen Jobs in Gefahr<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie schnellen und umfassenden Reaktionen der europ\u00e4ischen Regierungen konnten die Sch\u00e4rfe des wirtschaftlichen Einbruchs zumindest abmildern. Gleichwohl ging das weltweite Handelsvolumen stark zur\u00fcck; die durch den abrupten Produktionsr\u00fcckgang entstandenen \u00dcberkapazit\u00e4ten f\u00fchrten europaweit zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit, der sich 2010 fortsetzen d\u00fcrfte. Die in vielen L\u00e4ndern Europas stark gestiegene Zahl an Firmenpleiten hat sowohl die Sch\u00e4den f\u00fcr Gl\u00e4ubiger als auch die insolvenzbedingten Arbeitsplatzverluste massiv erh\u00f6ht. Die hohe Zahl an Grosspleiten mit mehreren Tausend betroffenen Arbeitnehmern \u2013 allein in Deutschland sind mehr als 500&nbsp;000 Jobs weggefallen oder gef\u00e4hrdet \u2013 f\u00fchrten dazu, dass der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2003 wieder erreicht wurde. 2009 d\u00fcrften rund 1,7 Mio. Arbeitnehmende von der Pleite ihres Arbeitgebers betroffen gewesen sein. Damit mussten etwa eine halbe Mio. Besch\u00e4ftigte mehr als im Jahr zuvor um ihren Job f\u00fcrchten. In weiten Teilen Europas belasten insolvenzbedingte Stellenverluste die bereits angespannten Arbeitsm\u00e4rkte. Auch in der Schweiz hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt versch\u00e4rft. Doch ist der Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang gemessen am Konjunkturabschwung bislang relativ gering.&#13;<\/p>\n<h2>Privatkonkurse: Kr\u00e4ftiger Zuwachs in Frankreich und Grossbritannien \u2026<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAnders als in der Schweiz ist in Europa auch die Zahl der Privatpleiten im Vergleich zum Jahr 2008 deutlich gestiegen. Mit insgesamt fast 361&nbsp;000 zahlungsunf\u00e4higen Privatpersonen in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, die \u00fcber eine entsprechende Datenerhebung verf\u00fcgen, wurden 2009 12,4% mehr F\u00e4lle gez\u00e4hlt als 2008 (321 000). Der kr\u00e4ftige Zuwachs um knapp 40&nbsp;000 F\u00e4lle geht zu grossen Teilen auf das Konto Frankreichs (42 650; +27,8%) und Grossbritanniens (156 850; +23,3%). In beiden Volkswirtschaften nahm die Zahl der zahlungsunf\u00e4higen Personen im zweistelligen Prozentbereich zu. Die hohe Zahl im Vereinigten K\u00f6nigreich ist alarmierend und Ausdruck der rapide verschlechterten Wirtschaftslage. 2009 mussten 3 von 100 erwachsenen Briten Insolvenz anmelden. Seit 2005 hat sich die Zahl der betroffenen Privatpersonen damit fast verdoppelt. Frankreich verzeichnet seit Einf\u00fchrung des Schuldenbereinigungsplans (\u00abProc\u00e9dure de r\u00e9tablissement personnel, PRP\u00bb) im Jahr 2003 einen steilen Anstieg in der Nutzung des Instruments zur pers\u00f6nlichen Entschuldung. Nach rund 16&nbsp;400 Verfahren im Jahr 2004 waren es 2009 gut zweieinhalbmal so viele \u2013 insgesamt 42&nbsp;650 Verfahren.&#13;<\/p>\n<h2>\u2026 Deutschland mit Stagnation<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Zahl der Privatpleiten stieg in Deutschland (+0,9%) und Finnland (+0,3%) gegen\u00fcber 2008 nur marginal an. Mit 127&nbsp;500 F\u00e4llen weist Deutschland aber in absoluten Zahlen nach Grossbritannien den zweith\u00f6chsten Wert in Westeuropa auf. Bis 2007 lag die Bundesrepublik in dieser unr\u00fchmlichen Statistik gar noch an der Spitze. Allerdings d\u00fcrfte die Zahl der zahlungsunf\u00e4higen Privatpersonen 2010 in Deutschland auch aufgrund der Verschlechterungen am Arbeitsmarkt wieder zunehmen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei allen negativen Folgen hat eine Rezession in der Regel auch positive Effekte: Unternehmen, die aufgeben m\u00fcssen, setzen Marktanteile f\u00fcr besser gef\u00fchrte Wettbewerber frei. Arbeitskr\u00e4fte, die in den wegfallenden Sektoren besch\u00e4ftigt waren, k\u00f6nnen dorthin gehen, wo sie gebraucht werden. Die aktuelle Wirtschaftskrise gehorcht aber nicht dieser \u00abperfekten\u00bb \u00f6konomischen Welt. Der gesamtwirtschaftliche Schaden ist zu gross. Die Erholung d\u00fcrfte langsamer vonstatten gehen als zu Beginn der letzten Dekade und auch langsamer als w\u00e4hrend des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1990er-Jahren. Im europ\u00e4ischen Vergleich macht die Schweizer Wirtschaft zwar eine relativ gute Figur. Doch werden erst die kommenden Monate zeigen, wie sich der gr\u00f6sste Wirtschaftseinbruch seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hierzulande auswirken wird. Erschwerend kommt hinzu, dass angeschlagene Unternehmen in der Schweiz gegen\u00fcber ihren europ\u00e4ischen Konkurrenten benachteiligt sind. Grund daf\u00fcr sind die f\u00fcr Gl\u00e4ubiger schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, die erfolgreiche Sanierungen immer wieder verhindern. Das aber f\u00fchrt zu mehr Konkursen und damit zur Vernichtung von wertvollem Kapital.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abKonkurspublikationen nach OR731b, 2008\/09\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abPublizierte Firmenkonkurse, 2000\u20132009\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3: \u00abEntwicklung der Privatkonkurse in der Schweiz, 2000\u20132009\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4: \u00abVerteilung der Firmenkonkurse in Westeuropa, 2009\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abKonkurse in der Schweiz, 2008\/09\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abEntwicklung der Firmenkonkurse in Westeuropa, 2005\u20132009\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 3: \u00abInsolvenzbedingte Arbeitslosigkeit in Europa, 1999\u20132009\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Konkursstatistiken&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKonkursstatistiken haben sich zu einem wichtigen Instrument entwickelt, um konjunkturelle Schwankungen zu beobachten. Vergleiche von Firmen- und Privatkonkursen zwischen den verschiedenen L\u00e4ndern geben \u2013 zusammen mit weiteren Indikatoren \u2013 Aufschluss \u00fcber den Zustand einer Volkswirtschaft. Die Analyse insolventer Firmen bietet wertvolle Hinweise f\u00fcr die Pr\u00e4vention im Kredit- und Debitorenmanagement. So k\u00f6nnen mit Hilfe spezifischer Merkmale die Ausfallwahrscheinlichkeit bestimmt und aussagekr\u00e4ftige Prognosen erstellt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Creditreform&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Schweizerische Gl\u00e4ubigerverband <i>(<a href=\"http:\/\/www.creditreform.ch\">http:\/\/www.creditreform.ch<\/a>)<\/i> pr\u00e4sentiert sich heute als ein modernes, genossenschaftlich strukturiertes Unternehmen. \u00dcber 12&nbsp;000 Mitglieder und Kunden profitieren von weltweiten Bonit\u00e4ts- und Wirtschaftsausk\u00fcnften sowie Inkassodienstleistungen aus einer Hand. Damit leistet der Verband einen wichtigen Beitrag, um die Zahlungsf\u00e4higkeit von Firmen, Selbst\u00e4ndigerwerbenden und Privatpersonen zu erhalten. Creditreform verf\u00fcgt heute \u00fcber sieben selbst\u00e4ndige Kreisb\u00fcros in der Schweiz und ein Netz von 180 Gesch\u00e4ftsstellen in Europa. Die Statistiken zu den Konkurser\u00f6ffnungen in der Schweiz werden seit 1974 gef\u00fchrt und seit 1993 regelm\u00e4ssig publiziert. Damit betreibt der im Jahre 1888 gegr\u00fcndete, gr\u00f6sste Gl\u00e4ubigerverband der Schweiz Aufkl\u00e4rungsarbeit im Interesse der Wirtschaft.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Jahr 2009 stand ganz im Zeichen der gr\u00f6ssten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ausgel\u00f6st von Immobilienspekulationen und Bankenkrise bewegte sich die Weltwirtschaft zum Beginn des letzten Jahres nahe am Abgrund. In allen Industriel\u00e4ndern brach die Wirtschaftsleistung deutlich ein. 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