{"id":121486,"date":"2010-05-01T12:00:00","date_gmt":"2010-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/05\/gramegna-8\/"},"modified":"2023-08-23T23:34:25","modified_gmt":"2023-08-23T21:34:25","slug":"gramegna-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/05\/gramegna-7\/","title":{"rendered":"Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland in der Schweiz im Jahre 2008"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2008 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 17% weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls niedriger, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. Es wurden 1502 Hand\u00e4nderungen im Grundbuch eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zur\u00fcckgekauften und unter Ausl\u00e4ndern \u00fcbertragenen Grundst\u00fccke ergibt sich ein Nettozuwachs von 796 Ferienwohnungen. F\u00fcr das Jahr 2009 ist wieder mit einer erh\u00f6hten Anzahl Bewilligungen zu rechnen. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201005_18_Gramegna_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"293\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Statistik \u00fcber den Erwerb von Ferienwohnungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nPersonen im Ausland k\u00f6nnen nur in jenen Kantonen, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben, Ferienwohnungen erwerben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa der H\u00e4lfte davon auch tats\u00e4chlich eine Nachfrage besteht.Folgende Daten werden erhoben: Anzahl der erteilten Bewilligungen, tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrte Hand\u00e4nderungen, Fl\u00e4che der Grundst\u00fccke, Staatsangeh\u00f6rigkeit der Erwerberinnen und Erwerber, Anzahl der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte zwischen Ausl\u00e4ndern, Anzahl der R\u00fcckerwerbe durch Schweizer und Schweizerinnen sowie Aussch\u00f6pfung der Kontingente.&#13;<\/p>\n<h2>Schweizer Kontingente werden ausgesch\u00f6pft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAm 1. Dezember 2007 hat der Bundesrat die gesamtschweizerische H\u00f6chstzahl der j\u00e4hrlichen kantonalen Bewilligungskontingente von 1420 auf die gesetzliche H\u00f6chstlimite von 1500 Einheiten erh\u00f6ht. Trotzdem herrscht insbesondere im Kanton Wallis eine grosse Kontingentsknappheit.Wie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauf folgende Jahr \u00fcbertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese aber an den Bund zur\u00fcck und k\u00f6nnen auf Gesuch einem anderen Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber h\u00f6chstens die H\u00e4lfte seines ordentlichen Kontingents zus\u00e4tzlich zugesprochen werden. Zus\u00e4tzliche Einheiten aus dem Kontingent 2008 beanspruchten die Kantone Tessin, Waadt und Wallis. <i>Das gesamtschweizerische Kontingent von 1500 Einheiten wurde zu 100% ausgesch\u00f6pft (im Vorjahr 98,66%)<\/i>.In einem Jahr stimmt die Aussch\u00f6pfung der Kontingente nicht unbedingt mit den erteilten Bewilligungen \u00fcberein. Die Zahl der erteilten Bewilligungen kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas h\u00f6her als das Jahreskontingent liegen, dies aus <i>zwei Gr\u00fcnden<\/i>:\u2013 Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr \u00fcbertragbar.\u2013 Zweitens k\u00f6nnen in fr\u00fcheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen \u2013 Zusicherungen von Bewilligungen an Verk\u00e4ufer \u2013 auch sp\u00e4ter noch \u00fcber einen bestimmten Zeitraum ausgesch\u00f6pft werden.Zur Entwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung siehe <i>Grafik 1<\/i>, welcher auch entnommen werden kann, dass die Kontingente im langj\u00e4hrigen Durchschnitt nur etwa zu 80% ausgesch\u00f6pft wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungen und Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2008 wurden in der Schweiz 1891 Bewilligungen f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland erteilt (im Vorjahr 2208). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (602), Tessin (360), Graub\u00fcnden (302), Waadt (289) und Bern (148) verf\u00fcgt (siehe <i>Grafik 2<\/i>).Die Hand\u00e4nderungsstatistik gibt im Unterschied zur Bewilligungsstatistik Aufschluss \u00fcber die tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Erwerbsgesch\u00e4fte. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt f\u00fchren etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Hand\u00e4nderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Hand\u00e4nderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausl\u00e4nder auf den Erwerb verzichten.Im Jahre 2008 war die Zahl der Hand\u00e4nderungen f\u00fcr Ferienwohnungen mit 1502 deutlich niedriger als im Vorjahr (1832). Am meisten Grundbucheintragungen wurden in den klassischen Fremdenverkehrskantonen verzeichnet: Wallis 570, Tessin 288, Graub\u00fcnden 285, Bern 112 und Waadt 100. Die Aufteilung der Hand\u00e4nderungen nach der Nationalit\u00e4t der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum ge\u00e4ndert (siehe <i>Tabelle 1<\/i>und <i>Grafik 3<\/i>).&#13;<\/p>\n<h2>Nettozuwachs der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Nettozuwachs von ausl\u00e4ndischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Hand\u00e4nderungen einerseits die R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer sowie die Ver\u00e4usserungen von Ausl\u00e4ndern an Ausl\u00e4nder in Abzug zu bringen. F\u00fcr das Jahr 2008 ergibt dies nach Abzug von 405 \u00dcbertragungen zwischen Ausl\u00e4ndern und 301 R\u00fcck\u00fcbertragungen an Schweizerinnen und Schweizer einen Nettozuwachs von 796 Ferienwohnungen. Fl\u00e4chenm\u00e4ssig macht dies rund 22 (Vorjahr 33) Hektaren aus. Detaillierte Angaben mit der Verteilung auf die Kantone k\u00f6nnen der <i>Tabelle 2<\/i> entnommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1: \u00abEntwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung, 1985\u20132008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2: \u00abBewilligungen und Hand\u00e4nderungen von Ferienwohnungen, 2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3: \u00abHand\u00e4nderungen nach Nationalit\u00e4ten, 2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1: \u00abHand\u00e4nderungen nach Nationalit\u00e4ten pro Kanton, 2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abNettozuwachs 2008\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2008 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 17% weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls niedriger, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. 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