{"id":121612,"date":"2010-04-01T12:00:00","date_gmt":"2010-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/04\/nyffeler-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:34:56","modified_gmt":"2023-08-23T21:34:56","slug":"nyffeler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/04\/nyffeler\/","title":{"rendered":"Informationsplattform Vereinbarkeit Beruf und Familie \u2013 hilfreich und n\u00fctzlich"},"content":{"rendered":"<p>Der Kanton Bern will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie f\u00f6rdern. Damit es nicht bei einer Absichtserkl\u00e4rung bleibt, braucht es konkrete Massnahmen. Deshalb hat die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern Anfang 2010 ein Aktionsprogramm Vereinbarkeit gestartet, das sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet. Die neue Internetplattform des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) erwies sich bei der Projektvorbereitung als ausgesprochen hilfreich.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Schl\u00fcsselthema sowohl in der Gleichstellungsdiskussion wie in der Wirtschafts- bzw. Arbeitsmarktpolitik. Deshalb engagiert sich der Kanton Bern stark f\u00fcr diese Thematik und setzt mit seinen Massnahmen f\u00fcr eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf mehreren Ebenen an:\u2013 In den vergangenen Jahren wurde das Angebot f\u00fcr familien- und schulerg\u00e4nzende Kinderbetreuung stark ausgebaut. Im Kanton Bern stehen heute gegen 3000 Kita-Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung. Tagesschulen sind fl\u00e4chendeckend im Aufbau. \u2013 Im Fr\u00fchjahr 2010 wird eine zweisprachige (d\/f) Internetseite aufgeschaltet, welche Eltern, Gemeinden, Unternehmen und weitere interessierte Kreise \u00fcber die Vereinbarkeitsthematik und entsprechende Angebote des Kantons Bern informiert. \u2013 Der Kanton Bern als Arbeitgeber m\u00f6chte selber das Pr\u00e4dikat \u00abFamilie UND Beruf\u00bb erwerben und hat sich deshalb einem umfassenden Controlling der Fachstelle UND Erwerbs- und Familienarbeit f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen in neun Handlungsfeldern unterzogen. \u2013 Die Fachstelle f\u00fcr Gleichstellung des Kantons Bern hat gemeinsam mit den Kantonen Z\u00fcrich und Luzern, der Fachstelle UND sowie dem Eidg. Gleichstellungsb\u00fcro die Materialien \u00abGemeinsam Regie f\u00fchren\u00bb (<i>www.gemeinsam-regie-f\u00fchren.ch<\/i>) erarbeitet. Paare finden darin Unterst\u00fctzung und Hinweise f\u00fcr die Balance zwischen Beruf und Familie. Sie werden in den drei beteiligten Kantonen an Hochzeits- und Familienmessen pr\u00e4sentiert.&#13;<\/p>\n<h2>Unternehmen f\u00fcr familienfreundliche Arbeitsbedingungen motivieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZunehmend befassen sich auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, \u00fcberschneiden sich in diesem Bereich doch individuelle Lebensgestaltung, gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen sowie die Bed\u00fcrfnisse der Wirtschaft nach gut qualifizierten und motivierten Arbeitskr\u00e4ften. In der Theorie ist dies unbestritten. Etwas schwieriger ist jedoch die Umsetzung in der realen Arbeitswelt. Gefordert sind sowohl die \u00f6ffentliche Hand wie auch die Wirtschaft. Das Beco erhielt deshalb den Auftrag, ein Projekt zu entwickeln und Unternehmen f\u00fcr die Vereinbarkeits-Thematik zu motivieren. Doch wie diesen Auftrag angehen?Die neue Informationsplattform des Seco erwies sich in diesem Moment als ausgesprochen n\u00fctzlich. Unkompliziert und schnell war ein \u00dcberblick m\u00f6glich, welche Kantone bereits Massnahmen zugunsten der Wirtschaft realisiert haben. Unser besonderes Interesse hat der Kanton Aargau geweckt, welcher ebenfalls eine Kampagne f\u00fcr KMU realisiert.&#13;<\/p>\n<h2>Nicht nur Benchmarking unter den Kantonen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern hat Anfang 2010 ihr Aktionsprogramm Vereinbarkeit f\u00fcr Berner Unternehmen gestartet. Das Angebot richtet sich an Berner Unternehmen mit 20 bis 50 Mitarbeitenden. KMU, die mitmachen, erhalten kostenlos einen Vereinbarkeitscheck durch die Fachstelle UND. Das Angebot enth\u00e4lt eine Standortbestimmung. Anschliessend unterbreitet die Fachstelle UND der Gesch\u00e4ftsleitung einen Standortbericht mit massgeschneiderten Empfehlungen und Massnahmenvorschl\u00e4gen. \u00dcber die Umsetzung entscheidet das Unternehmen. Die Volkswirtschaftsdirektion wird nach der Durchf\u00fchrung der Vereinbarkeitschecks Roundtable-Gespr\u00e4che mit den teilnehmenden Firmen zum Zweck des Erfahrungsaustausches organisieren.Die hierf\u00fcr notwendigen Abkl\u00e4rungen konnten mit der Seco-Informationsplattform zielgruppenorientiert und sehr benutzungsfreundlich vorgenommen werden, und zwar nicht nur im Sinne von Best Practices und Benchmark: \u00abWas machen die anderen Kantone (besser)?\u00bb. Auch f\u00fcr den eigenen Kanton behalten wir so den \u00dcberblick, und unsere Erfahrungen stehen anderen zur Verf\u00fcgung. Zus\u00e4tzlich zum n\u00fctzlichen Inhalt \u2013 und damit indirekt dem Vereinbarkeitsrating unter den Kantonen \u2013 wirkt die prominente Thematisierung der Vereinbarkeit durch das Seco als positives Signal. Das Berner Aktionsprogramm wird sicherlich auch davon getragen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Vereinbarkeitscheck f\u00fcr KMU im Kanton BernWeitere Informationen: Irene Wuillemin-Nusselt, Projektleiterin, beco Berner Wirtschaft, irene.wuillemin-nusselt@<a href=\"http:\/\/vol.be.ch\">http:\/\/vol.be.ch<\/a&gt;; 031&nbsp;633 57 74\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kanton Bern will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie f\u00f6rdern. Damit es nicht bei einer Absichtserkl\u00e4rung bleibt, braucht es konkrete Massnahmen. Deshalb hat die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern Anfang 2010 ein Aktionsprogramm Vereinbarkeit gestartet, das sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) richtet. 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