{"id":121713,"date":"2010-01-01T12:00:00","date_gmt":"2010-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/01\/egler-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:35:30","modified_gmt":"2023-08-23T21:35:30","slug":"egler-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/01\/egler-5\/","title":{"rendered":"Handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit und Welthandel"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte ist f\u00fcr den Export der Entwicklungsl\u00e4nder eine grosse Chance. Doch eine pl\u00f6tzliche Liberalisierung \u2013 beispielsweise im Anschluss an eine Verhandlungsrunde \u2013 erweist sich unter Umst\u00e4nden als Schock f\u00fcr die wirtschaftlich schw\u00e4chsten L\u00e4nder. Im Rahmen der Verhandlungen der Doha-Runde weisen verschiedene Anzeichen darauf hin, dass die Entwicklungsl\u00e4nder betr\u00e4chtliche Anpassungskosten tragen m\u00fcssen, die sich auf rund 1,5 Mrd. US-Dollar pro Jahr belaufen werden. Bei der Finanzierung dieser Anpassungskosten spielt auch die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit eine bedeutende Rolle. Der freie Zugang zu den internationalen M\u00e4rkten ist lediglich eine Vorbedingung zur besseren Integration der Entwicklungsl\u00e4nder in den Welthandel. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201001_12_Egler_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie F\u00e4higkeit der Entwicklungsl\u00e4nder, aus ihrer Integration in das multilaterale Handelssystem den gr\u00f6sstm\u00f6glichen Nutzen zu ziehen, wird durch zahlreiche Einschr\u00e4nkungen auf der Angebotsseite beeintr\u00e4chtigt. Dazu z\u00e4hlen eine beschr\u00e4nkte Produktionskapazit\u00e4t, eine unzureichend diversifizierte Palette der Exportprodukte und eine mangelhafte wirtschaftliche Infrastruktur. Zudem unterliegen die Waren und Dienstleistungen in den Importm\u00e4rkten zahlreichen technischen Normen und nicht-kommerziellen Handelsbeschr\u00e4nkungen. Einige Exportl\u00e4nder haben M\u00fche, sich an diese Voraussetzungen anzupassen, was ihren Marktzutritt erschwert oder gar verunm\u00f6glicht. Vor diesem Hintergrund haben die WTO-Mitglieder an ihrer Ministerkonferenz in Hongkong 2005 die Initiative Aid for Trade lanciert, mit der den betreffenden L\u00e4ndern geholfen werden soll, aus dem Handel einen gr\u00f6sseren Nutzen f\u00fcr ihre Entwicklung zu ziehen.&#13;<\/p>\n<h2>Wirtschaftliche Rechtfertigung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Existenzberechtigung der handelsbezogenen Entwicklungshilfe wird heutzutage nicht mehr bestritten. Doch das war nicht immer so. Fr\u00fcher wurde in der entsprechenden Debatte der \u00d6konomen in der Regel der <i>Handel<\/i> der <i>Hilfe<\/i> gegen\u00fcbergestellt. W\u00e4hrend die einseitige Senkung von Z\u00f6llen \u00fcber eine Zunahme des Wettbewerbs zu Produktivit\u00e4tsgewinnen in einem bestimmten Sektor f\u00fchren kann, resultieren aus Hilfsmassnahmen in Form von finanzieller oder technischer Unterst\u00fctzung andere wirtschaftliche Vorteile, die aber schwieriger zu messen sind. Studien zu den Auswirkungen der Entwicklungshilfe auf das Wachstum und Entwicklungsniveau gelangen jedoch nicht immer zum gleichen Ergebnis, da die Entwicklung auch durch andere Faktoren wie die Qualit\u00e4t und die Leistung der Institutionen beeinflusst wird. Unter \u00d6konomen besteht zunehmend Einigkeit dar\u00fcber, dass sich handelspolitische Massnahmen und Entwicklungshilfe nicht konkurrenzieren, sondern gegenseitig erg\u00e4nzen \u2013 eine ideale Verbindung, welche die Initiative der WTO rechtfertigen w\u00fcrde. Die kombinierten Auswirkungen der Entwicklungszusammenarbeit im Handelsbereich m\u00fcssen noch verst\u00e4rkt empirisch untermauert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Die politische Dimension<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSchon am G8-Gipfel in Gleneagles 2005 war Aid for Trade Gegenstand intensiver politischer Debatten. Die Teilnehmer verpflichteten sich, ihre Hilfe im Handelsbereich f\u00fcr die \u00e4rmsten L\u00e4nder und Afrika zu verdoppeln. Die gleichen Verpflichtungen wurden von den Jahresversammlungen der Weltbank und des IWF eingegangen. Schliesslich wurde die Initiative <i>Aid for Trade<\/i> im Dezember 2005 in Hongkong offiziell verabschiedet. Die WTO-Mitglieder erteilten Generaldirektor Pascal Lamy den Auftrag, die Grundlagen und Modalit\u00e4ten im Rahmen einer Task Force festzulegen. Die WTO \u00fcbernahm die Leitung der Initiative und etablierte sich so als neuer Partner in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, obschon dies grunds\u00e4tzlich nicht zu ihren Aufgaben geh\u00f6rt. Gleichzeitig erlaubt die Initiative eine Ann\u00e4herung zwischen den Handels-, Entwicklungs- und Finanzministern, was den Dialog zwischen den f\u00fcr den Handel zentralen Ministerien verst\u00e4rkte. Die zahlreichen Ank\u00fcndigungen der G8 und der \u00fcbrigen Geberl\u00e4nder waren aber auch politisch gef\u00e4rbt. Gem\u00e4ss den vorliegenden Zahlen sagten die EU 2 Mrd. Euro pro Jahr bis 2010, die USA 2,7 Mrd. US-Dollar bis 2010 und Japan 10 Mrd. US-Dollar zu. Es ist zwar schwierig, die Umsetzung der eingegangenen Verpflichtungen zu \u00fcberpr\u00fcfen und nachzurechnen. Doch aus neueren Daten der OECD geht hervor, dass der Anteil der handelsbezogenenen Entwicklungszusammenarbeit an der Gesamtsumme zugenommen hat. So stieg dieser Anteil 2005\u20132007 um 20% und im Jahr 2008 um 10%. Im Jahr 2008 wurden rund 57 Mrd. US-Dollar f\u00fcr die handelsbezogenene Entwicklungszusammenarbeit aufgewendet. Diese Dynamik wurde durch die Finanzkrise unter Umst\u00e4nden etwas abgeschw\u00e4cht.&#13;<\/p>\n<h2>Die Modalit\u00e4ten der Initiative<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Juli 2006 legte die Task Force der WTO seinen Bericht vor, in dem die Ziele der Initiative, ihr Anwendungsbereich sowie die Rollen der institutionellen Akteure, der Geber- und der Empf\u00e4ngerl\u00e4nder festgelegt wurden. Die Task Force kam auch zum Schluss, dass zus\u00e4tzliche, besser voraussehbare und nachhaltigere Finanzierungen erforderlich sind, um die mit der Initiative verbundenen Aufgaben zu erf\u00fcllen, und dass die Initiative gem\u00e4ss den Grunds\u00e4tzen der Erkl\u00e4rung von Paris \u00fcber die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit gesteuert werden sollte. Vor diesem Hintergrund schlossen die WTO-Mitglieder die M\u00f6glichkeit aus, einen speziellen Finanzierungsmechanismus f\u00fcr die handelsbezogenene Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen, und empfahlen die Nutzung von bestehenden multi- und bilateralen Finanzierungskan\u00e4len. Der Anwendungsbereich umfasst f\u00fcnf haupts\u00e4chliche Unterst\u00fctzungskategorien:\u2013 Ausbau der Kapazit\u00e4ten im Bereich der Handelspolitik;\u2013 Unterst\u00fctzung des Privatsektors;\u2013 Ausbau der Produktionskapazit\u00e4ten;\u2013 Entwicklung der Handelsinfrastruktur;\u2013 Anpassungskosten im Zusammenhang mit der Liberalisierung und den Reformen.Auf der Basis ihrer periodischen L\u00e4nderexamen kann die WTO im Rahmen ihrer politischen Debatten die Aufmerksamkeit der Entscheidungstr\u00e4ger auf die Aid-for Trade-Initiative lenken. Die OECD erhebt ihrerseits statistische Daten zu den Geldern, die f\u00fcr die f\u00fcnf oben erw\u00e4hnten Kategorien eingesetzt werden. Die Geberl\u00e4nder schliesslich verpflichten sich, zus\u00e4tzliche Hilfe zu leisten und Informationen \u00fcber die lancierten Aktionen zu liefern, w\u00e4hrend sich die Empf\u00e4ngerl\u00e4nder verpflichten, den Handel in ihre Entwicklungsstrategien zu integrieren und ihre Priorit\u00e4ten aufzuzeigen. So sollen gem\u00e4ss dem gefl\u00fcgelten Wort \u00abWhat gets measured, grows\u00bb (Was gemessen wird, gedeiht) mit dem von der Initiative beabsichtigten Scheinwerfereffekt die Investitionen f\u00fcr den Handel gef\u00f6rdert werden.&#13;<\/p>\n<h2>Risiken und Probleme<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVielfach wird der Vorwurf erhoben, die Aid-for-Trade-Initiative sei zu eng mit der Doha-Runde verbunden und sie sei eines der Ziele dieser Verhandlungen. In Wirklichkeit erf\u00fcllt die Doha-Runde ihre Zusagen nur, wenn den Entwicklungsl\u00e4ndern ein besserer Zugang zu den M\u00e4rkten der Industriel\u00e4nder und der grossen Schwellenl\u00e4nder gew\u00e4hrt wird. Ausserdem m\u00fcssen sich die Entwicklungsl\u00e4nder zu einem Liberalisierungsprozess und zu internen Reformen verpflichten, wenn sie von der Markt\u00f6ffnung profitieren wollen. Die handelsbezogene Entwicklungshilfe ist somit ein Beitrag der internationalen Gemeinschaft, um solche Anstrengungen von Entwicklungsl\u00e4ndern zu unterst\u00fctzen und zu erg\u00e4nzen.Die Initiative hat hingegen auch gewisse Probleme zur Folge: <i>Erstens<\/i> ist nicht gew\u00e4hrleistet, dass die mit der handelsbezogenen Entwicklungshilfe verbundenen Finanzstr\u00f6me zus\u00e4tzliche Mittel darstellen. Es besteht somit die Gefahr, dass eine Verschiebung der bestehenden Finanzhilfen von den traditionellen Bereichen (Gesundheit, Sozialbereich, Bildung) zum Handelsbereich und zu den Infrastrukturen erfolgt.<i>Zweitens<\/i> nimmt die Initiative zwar auf die Grunds\u00e4tze der OECD-Paris-Erkl\u00e4rung Bezug, die darauf ausgerichtet ist, die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu erh\u00f6hen, die Interventionen der Geberl\u00e4nder besser zu koordinieren und deren Beitr\u00e4ge auf die von den Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern festgelegten Priorit\u00e4ten abzustimmen. Doch im Rahmen der Initiative wurde kein Koordinationsmechanismus vorgesehen. Die 49 \u00e4rmsten Entwicklungsl\u00e4nder verf\u00fcgen zwar \u00fcber Koordinationsstrukturen, die im <i>Integrated Framework<\/i> \u2013 einem mit dem Handel zusammenh\u00e4ngenden technischen Unterst\u00fctzungsprogramm \u2013 schrittweise aufgebaut werden. In den anderen L\u00e4ndern mit niedrigem Einkommensniveau besteht jedoch kein formeller Mechanismus, so dass die Koordination der Geberl\u00e4nder nur von deren gutem Willen abh\u00e4ngt.<i>Drittens<\/i> stellt sich mit der schleichenden \u00dcbernahme von Entwicklungsaufgaben durch die WTO auch ein systemisches Problem, das mit der Initiative selbst nicht gekl\u00e4rt werden kann. Bei einem Misserfolg k\u00f6nnte gar das Ansehen der WTO in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Absicht, die WTO mit der Koordination und der \u00dcberwachung der Initiative zu betrauen, h\u00e4ngt haupts\u00e4chlich mit dem Vertrauen der Entwicklungsl\u00e4nder in diese Organisation zusammen. In der WTO hat jeder Staat eine Stimme und verf\u00fcgt so \u00fcber eine demokratische Legitimit\u00e4t, welche etwa die Bretton-Woods-Institutionen nicht f\u00fcr sich in Anspruch nehmen k\u00f6nnen.Schliesslich k\u00f6nnen \u00fcber die Wirksamkeit der Initiative noch keine abschliessenden Aussagen gemacht werden. Sie h\u00e4ngt von einem effizienten System zur Kontrolle und Bewertung der Interventionen vor Ort ab, das noch weitgehend festgelegt werden muss und dem schleppenden Vorankommen sowie den unvorhersehbaren Entwicklungen der multilateralen Verhandlungen ausgesetzt ist. Bez\u00fcglich Realisierung dieses Systems wurden weder feste Verpflichtungen eingegangen noch ein verbindlicher Zeitplan festgelegt. Wichtig ist jedoch, dass auch die Empf\u00e4ngerl\u00e4nder ihre Eigenverantwortung \u00fcbernehmen.&#13;<\/p>\n<h2>Die Umsetzung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie finanziellen Verpflichtungen f\u00fcr Aid for Trade nehmen laufend zu. Daneben sind auch die Auszahlungen zu ber\u00fccksichtigen, d.h. die konkreten \u00dcberweisungen von Mitteln f\u00fcr die Realisierung von Projekten vor Ort. Gem\u00e4ss OECD lag die Auszahlungsrate im Jahr 2008 bei sehr hohen 90%. Es ist indessen weiterhin Vorsicht angezeigt, zumal die Initiative ihr Potenzial bei weitem noch nicht entfaltet hat und die Handelsleistung und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Entwicklungsl\u00e4nder nachhaltig verbessern wird. Die ersten konkreten Beispiele f\u00fcr die Umsetzung der Initiative liegen bereits vor. Dazu geh\u00f6ren der Nord-S\u00fcd-Transportkorridor im s\u00fcdlichen Afrika, das regionale Kooperationsprogramm im Mekong-Delta und das \u00abGlobal Trade Liquidity Program\u00bb. Bei letzterem handelt es sich um einen Mechanismus f\u00fcr die Handelsfinanzierung mit einem Volumen von 50 Mrd. US-Dollar, der vor kurzem unter der Leitung der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank lanciert wurde.&#13;<\/p>\n<h2>Engagement der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz als Handelsnation und Sitzstaat verschiedener wichtiger Handelsorganisationen setzt sich gezielt f\u00fcr eine bessere Integration der Entwicklungsl\u00e4nder in den Weltmarkt ein und unterst\u00fctzte die <i>Aid-for-Trade<\/i>-Initiative seit Beginn aktiv. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf die Unterst\u00fctzung von Massnahmen der technischen Assistenz in den beiden Bereichen Handelspolitik und Regulierungsfragen sowie Export-\/Privatsektor-F\u00f6rderung. Die Schweiz ist in diesen beiden Bereichen einer der wichtigsten Geber.Die Unterst\u00fctzung erfolgt im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit des Staatssekretariates f\u00fcr Wirtschaft (Seco) durch die Handels- und Privatsektor-F\u00f6rderung. Dabei werden die Partnerl\u00e4nder beim Aufbau von handelsf\u00f6rdernden und investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen und der Formulierung entsprechender Politiken unterst\u00fctzt. Das Seco f\u00f6rdert die St\u00e4rkung von lokalen Institutionen, die Export-Know-how an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vermitteln, und bietet technische Assistenz bei der Vermittlung von Wissen zu technischen Qualit\u00e4tsanforderungen von Produkten oder bei der Einf\u00fchrung von umwelt- und sozialvertr\u00e4glichen Produktionsweisen. Diese Massnahmen werden erg\u00e4nzt durch Programme im Finanzsektor, wo einerseits lokale Banken \u00fcber die Bereitstellung von Garantien bei der Gew\u00e4hrung von Handelskrediten an KMU unterst\u00fctzt werden. Andererseits werden \u00fcber die Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Finanzintermedi\u00e4ren der Zugang f\u00fcr KMU zu langfristigen Krediten oder Kapitalbeteiligungen erm\u00f6glicht, damit Investitionen get\u00e4tigt werden k\u00f6nnen. Abgeschlossen werden diese Massnahmen mittels Zugangserleichterungen zum schweizerischen und europ\u00e4ischen Markt. Hierbei gew\u00e4hrt die Schweiz Waren aus Entwicklungsl\u00e4ndern verg\u00fcnstigte Z\u00f6lle. Die \u00e4rmsten L\u00e4nder k\u00f6nnen ihre Waren zoll- und kontingentsfrei in die Schweiz exportieren k\u00f6nnen. Ferner werden KMU aus Entwicklungsl\u00e4ndern bei ihrem Messeauftritt und bei der Vermittlung von Importeuren durch das <i>Swiss Import Promotion Programme (Sippo)<\/i> unterst\u00fctzt.S\u00e4mtliche Massnahmen werden bilateral mit ausgewiesenen Experten, spezialisierten Nichtregierungsorganisationen oder in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen \u2013 wie dem internationalen Handelszentrum in Genf, der UN-Organisation f\u00fcr industrielle Entwicklung (Unido), der internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Weltbank und der International Finance Corporation (IFC) \u2013 umgesetzt. Hauptziell\u00e4nder dieser Zusammenarbeit sind die sieben Partnerl\u00e4nder des Seco: Peru, Kolumbien, \u00c4gypten, Ghana, S\u00fcdafrika, Vietnam und Indonesien. Zudem werden komplement\u00e4re Seco-Programme in ausgew\u00e4hlten Partnerl\u00e4ndern der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) umgesetzt. Das j\u00e4hrliche Budget betr\u00e4gt rund 70 Mio. Franken.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie handelsbezogenene Entwicklungszusammenarbeit ist heute ein integrierender Bestandteil der politischen Agenda der Entwicklungszusammenarbeit. Der Scheinwerfereffekt des Kontrollmechanismus funktioniert gut: Sie nimmt kontinuierlich zu. Die handelsbezogenene Entwicklungszusammenarbeit ist schliesslich eine zentrale Herausforderung f\u00fcr den Welthandel und eine unerl\u00e4ssliche Erg\u00e4nzung der Doha-Runde. Die Empf\u00e4ngerl\u00e4nder integrieren die Handelsfragen zunehmend in ihre Entwicklungsstrategien und werden sich bewusst, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Wachstum und zur Verringerung der Armut leistet. Doch unabh\u00e4ngig davon, ob die handelsbezogenene Entwicklungszusammenarbeit entsprechend den modernsten Erkenntnissen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ausgestaltet wird: Ihr Erfolg h\u00e4ngt letztlich \u2013 wie bei den Millennium-Entwicklungszielen \u2013 davon ab, dass einerseits die Geber ihre Verpflichtungen und andererseits die Empf\u00e4nger ihre Engagements einhalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abWachstumsprojektion der Handelshilfe\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: InternetWeitere Informationen zum Thema sind zu finden auf der Homepage des Seco unter: <i>www.seco-<a href=\"http:\/\/cooperation.admin.ch\">http:\/\/cooperation.admin.ch<\/a><\/i>, Rubriken \u00abThemen\u00bb, \u00abHandelsf\u00f6rderung\u00bb.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Literatur\u2212 Adam, Ch. S., O\u2019Connell, S. A.: Aid versus Trade Revisited. WPS 2000-19.\u2212 IMF\/World Bank: Doha Development Agenda and Aid for Trade: Development Committee Paper. 8. August 2006.\u2212 Njinkeu, D., Cameron, H. (Hrsg.): Aid for Trade and Development. Cambridge University Press 2008.\u2212 OECD: Aid for Trade: Making It Effective. Paris, 2006.\u2212 OECD: Aid for Trade: Support for an Expanding Agenda. Paris, 8. M\u00e4rz 2006. COM\/DCD\/TD(2006)2.\u2212 OECD: Effective Aid for Trade Partnerships: Local Accountability and Global Review. Paris, 1. Juni 2006. COM\/DCD\/TD\/(2006)4\/REV1.\u2212 OECD\/WTO: Aid for Trade At A Glance 2007: 1st Global Review. Geneva, Paris, 2007.\u2212 OECD: Aid for Trade At A Glance 2009: Maintaining Momentum. Geneva, Paris, 2009.\u2212 WTO Aid for Trade Task Force. Recommendations of the Aid for Trade Task Force. 27 Juli 2006.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte ist f\u00fcr den Export der Entwicklungsl\u00e4nder eine grosse Chance. Doch eine pl\u00f6tzliche Liberalisierung \u2013 beispielsweise im Anschluss an eine Verhandlungsrunde \u2013 erweist sich unter Umst\u00e4nden als Schock f\u00fcr die wirtschaftlich schw\u00e4chsten L\u00e4nder. Im Rahmen der Verhandlungen der Doha-Runde weisen verschiedene Anzeichen darauf hin, dass die Entwicklungsl\u00e4nder betr\u00e4chtliche Anpassungskosten tragen m\u00fcssen, die [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3137,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3137,"seco_co_author":[3387,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Leiter Ressort Handelsf\u00f6rderung, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Chef du secteur Promotion commerciale, Secr\u00e9tariat d'Etat \u00e0 l'\u00e9conomie SECO, Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3387,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Botschaftsrat, St\u00e4ndige Mission der Schweiz bei der WTO und der EFTA, Genf","seco_co_author_post_occupation_fr":"Conseiller dambassade, Mission permanente de la Suisse pr\u00e8s l\u2019OMC et l\u2019AELE, Gen\u00e8ve"}],"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":121716,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8221","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55a4b09e3ad0a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121713"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3137"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121713"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121713\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127802,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121713\/revisions\/127802"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3387"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=121713"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=121713"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=121713"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=121713"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=121713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}