{"id":121743,"date":"2010-01-01T12:00:00","date_gmt":"2010-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2010\/01\/neuhaus-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:35:30","modified_gmt":"2023-08-23T21:35:30","slug":"neuhaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2010\/01\/neuhaus\/","title":{"rendered":"Die Volkswirtschaft feiert ihren 90. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p>Im Februar 2010 feiert die wirtschaftspolitische Zeitschrift Die Volkswirtschaft ihr 90-j\u00e4hriges Bestehen. Von ihren Anf\u00e4ngen bis heute spiegelte das zweisprachige Blatt wichtige wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen der Schweiz wieder. In den vergangenen 90 Jahren ist Die Volkswirtschaft \u2013 Das Magazin f\u00fcr Wirtschaftspolitik einen langen Weg gegangen: Sie hat sich mehrmals neu gekleidet; journalistische Darstellungsform, Titel, Erscheinungsbild sowie Konzept und inhaltliche Strukturen haben sich ver\u00e4ndert und wurden modernisiert. Heute kann das Magazin ein zeitgem\u00e4sses Layout, eine benutzerfreundliche Leserf\u00fchrung und eine Online-Version vorweisen. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/201001_16_Neuhaus_01_D.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"246\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Wie alles begann<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Februar 1920 gr\u00fcndete die Eidg. Zentralstelle f\u00fcr Arbeitsnachweis in Bern ein wirtschaftliches Blatt und benannte es \u00abDer Schweizerische Arbeitsmarkt\u00bb. Das Konzept: einerseits \u00d6ffentlichkeit herzustellen und andererseits sozialstatistische Fakten und Zahlen bekannt zu geben \u2013 und zwar in Deutsch und Franz\u00f6sisch (\u00abLe March\u00e9 du Travail Suisse\u00bb). Die Publikation z\u00e4hlte vorl\u00e4ufig nur vier Seiten, hatte kein Inhaltsverzeichnis, erschien alle zwei Wochen und kostete 25 Rappen. Das Blatt lieferte eine \u00dcbersicht der offenen Stellen und der Stellensuchenden, geordnet nach Erwerbszweigen und Berufsarten, die von den kantonalen Zentralstellen f\u00fcr Arbeitsnachweis gemeldet wurden. Nach der Errichtung des Eidgen\u00f6ssischen Arbeitsamtes im Jahre 1921 wurde die Publikation von diesem Amt weiter herausgegeben und ab dem 20. September 1921 erschien das Blatt monatlich. Die verschiedenen Rubriken lieferten weiterhin sozialstatistische Erhebungen mit aufgelisteten Grafiken und Tabellen der Berufsangebote f\u00fcr m\u00e4nnliches und weibliches Personal, k\u00fcrzere und l\u00e4ngere Mitteilungen \u00fcber wirtschaftliche und sozialpolitische Fragen sowie Berichte von den kantonalen Zentralstellen f\u00fcr Arbeitsnachweise. Themen wie die \u00fcberseeische Auswanderung aus der Schweiz, die Einreisepolitik oder der Schweizerische Arbeitsmarkt standen damals im Zentrum des Interesses.&#13;<\/p>\n<h2>Vier Namen in zw\u00f6lf Jahren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend der 1920er- und 1930er-Jahre blieben die Erscheinungsform, das inhaltliche Konzept und das Layout weitgehend identisch, nur die Seitendichte nahm stetig zu. Unter dem Titel \u00abWirtschaftsberichte des Schweizerischen Handelsamtsblattes\u00bb erschien ab Januar 1925 jede Woche die Beilage des Schweizerischen Handelsamtsblattes (SHAB). Darin wurden textliche Mitteilungen \u00fcber die verschiedenen Fragen des Arbeitsverh\u00e4ltnisses und der Sozialgesetzgebung publiziert. Im Februar 1925 wurde \u00abDer Schweizerische Arbeitsmarkt\u00bb unter dem neuen Titel \u00abSozialstatistische Mitteilungen\u00bb weiterhin monatlich und mit blauem Titelblatt vom eidgen\u00f6ssischen Arbeitsamt herausgegeben. Im Januar 1928 fusionierten die \u00abSozialstatistische Mitteilungen\u00bb mit den \u00abWirtschaftsberichten des Schweizerischen Handelsblattes\u00bb, die von der Handelsabteilung des Eidgen\u00f6ssischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) ver\u00f6ffentlicht wurden, zur neuen Monatszeitschrift \u00abWirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen\u00bb. Die neue Publikation erschien als SHAB-Beilage, konnte jedoch auch einzeln abonniert werden und lieferte neben sozialstatistischen Erhebungen nun auch Mitteilungen \u00fcber wirtschaftliche und sozialpolitische Fragen und Begebenheiten. Ziel dieser Fusion war die systematische und m\u00f6glichst umfassende wirtschaftliche Berichterstattung. Der zunehmende Umfang veranlasste eine Erh\u00f6hung des j\u00e4hrlichen Abonnentenpreises von 10 Franken 50 im Jahr 1920 auf 12 Franken 30 im Jahr 1928. Das Layout wurde verbessert, der Titel erhielt einen neuen Schriftzug, die grafischen Darstellungen zeigten sich immer pr\u00e4ziser. Im Jahr 1932 wurde das Wirtschaftsblatt schliesslich unter dem Namen \u00abDie Volkswirtschaft \u2013 wirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen\u00bb ver\u00f6ffentlicht.&#13;<\/p>\n<h2>Der erste Leitartikel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaft wurde w\u00e4hrend der 1950er- und bis in die sp\u00e4ten 1970er-Jahre in ihrem Erscheinungsbild nicht nennenswert ver\u00e4ndert. Inhaltlich dominierten weiterhin wirtschaftliche, sozialstatistische und arbeitsrechtliche Mitteilungen. 1975 f\u00fchrte erstmals ein Leitartikel in die aktuellen Themen der Zeitschrift ein. Experten aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft sollten den Lesern Informationen und Stellungnahmen zu einem im Brennpunkt stehenden Thema vermitteln. Die Autoren \u00e4usserten sich auf diese Weise zu aktuellen wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen. Erst 1976 erschien die Zeitschrift mit neuem Schriftzug und in einer besseren Papierqualit\u00e4t. Mit Portr\u00e4tfotos erhielten die Leitartikel-Autoren 1979 ein Gesicht. Mit der Anmerkung: \u00abDie von unseren Leitartikelautoren vertretenen Meinungen sind pers\u00f6nlicher Natur und deshalb nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr das Amt, welchen sie angeh\u00f6ren\u00bb, bewahrte sich die Redaktion ihre Objektivit\u00e4t, und das tut sie bis heute.&#13;<\/p>\n<h2>Auf zu neuen Ufern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie erste Nummer des Magazins Die Volkswirtschaft im Jahr 1988 beendete die sechzigj\u00e4hrige Geschichte der Zeitschrift in ihrer bisherigen Form. \u00dcber Jahrzehnte hinweg bot die Zeitschrift reiches Datenmaterial und knappe Kommentierung statistischer Ergebnisse an und fungierte als wichtiges Hilfsmittel f\u00fcr statistisch und wirtschaftspolitisch Interessierte, Verb\u00e4nde und Institutionen, Verwaltung und Wirtschaft. Mit der Gesamterneuerung der Zeitschrift im Jahr 1988 wollte sich der Redaktionsausschuss vom Statistikimage der alten Ausgabe l\u00f6sen und stattdessen aktuelle Beitr\u00e4ge zur wirtschaftspolitischen Entwicklung aus der Sicht der Bundesverwaltung liefern. Von da an arbeitete ein kleines Redaktionsteam bestehend aus einem Redaktor, einem Stellvertreter des Redaktors und einem Redaktionssekretariat \u2013 unter Mitarbeit zahlreicher Bundes\u00e4mter \u2013 an der neuen \u00abVolkswirtschaft\u00bb. Die Zeitschrift wurde vom Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) herausgegeben und vom Bundesamt f\u00fcr Industrie, Gewerbe und Arbeit (Biga) redigiert. Den weissen Hintergrund der Titelseite zierten der blau geschriebene Titel \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb, umgeben von einem roten Schweizer Kreuz, sowie die Hauptthemen, welche unterhalb des Kreuzes standen. Die journalistische Darstellungsform wurde ebenfalls ver\u00e4ndert: Die neuen Rubriken hiessen <i>Wirtschaft im \u00dcberblick<\/i> mit diversen Grafiken und Tabellen sowie der \u00abPers\u00f6nlichen Meinung\u00bb eines Experten, <i>Schwerpunkte des Wirtschaftsgeschehens,<\/i> die von Experten in verschiedenen Artikeln diskutiert wurden. Auf rund 47 Seiten informierten die <i>Aktuellen Wirtschaftsdaten,<\/i> eine <i>Beilage<\/i> vertiefte spezifische Themen und die Rubrik <i>Demn\u00e4chst<\/i> richtete ihren Blick auf die Themen der n\u00e4chste Ausgabe. Unterhalb des Inhaltsverzeichnisses befand sich das <i>Impressum.<\/i>Ende der 1980er-Jahre sah sich Die Volkswirtschaft auf der Kommunikations-Ebene mit einem Wandel konfrontiert und das Bed\u00fcrfnis nach fachtechnischen Informationen wuchs zunehmend. Deshalb wurden im ausgebauten Textbereich \u2013 neben dem statistischen Teil \u2013 vertiefende Analysen, Hintergrundinformationen und Darstellungen m\u00f6glich. Das redaktionelle Spektrum wurde erweitert, um den Leserinnen und Lesern n\u00fctzliche und leicht zug\u00e4ngliche wirtschaftspolitische Informationen und internationale Vergleiche zu liefern.&#13;<\/p>\n<h2>Die Volkswirtschaft wird herausgeputzt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Laufe der Jahre hatte das Magazin f\u00fcr Wirtschaftspolitik Die Volkswirtschaft regelm\u00e4ssig Neugestaltungen und Modernisierungen vollzogen. 1991 z\u00e4hlten einerseits das ver\u00e4nderte Layout mit einer klaren Einteilung und mit auflockernden Zwischentexten zu den Neuerungen. Andererseits wurden die Rubriken <i>Schwerpunkte<\/i> unterteilt in die politisch ausgerichteten <i>Themen des Monats, Internationale M\u00e4rkte<\/i> sowie <i>Fakten und Trends,<\/i> welche die wichtigen Ergebnisse der Verwaltungsarbeit darstellten und analysierten. <i>Aus Regierung und Parlament<\/i> hiess die neue Rubrik, die \u00fcber die politische Arbeit an der Spitze des Landes berichtete. Eine Illustration auf der Titelseite spiegelte ab 1996 das Schwerpunktthema des Hefts wieder. Die Schwarzweiss-Bilder, welche bisher die Texte illustriert hatten, wurden im Februar 1997 durch farbige Fotos, Bilder und Illustrationen ersetzt. 1999 wurde die neue Rubrik <i>Forum,<\/i> in welcher Artikel \u00fcber grunds\u00e4tzliche wirtschaftliche Problemstellungen publiziert und technisch orientierte Fragestellungen behandelt wurden, ins Konzept aufgenommen. Dank der Verbreitung des Internets konnte das \u00abForum\u00bb in einer kombinierten Form auf Papier und im Internet ver\u00f6ffentlicht werden. Einige der Rubriken \u00e4nderten sich schnell. Ende 1999 erschien Die Volkswirtschaft erneut mit einem leicht abge\u00e4nderten Konzept. Inhaltliche und formelle Anpassungen wurden vorgenommen: Das auf der Titelseite angek\u00fcndigte \u00abMonatsthema\u00bb wurde im <i>Editorial<\/i> eingef\u00fchrt und jeweils mit mehreren Beitr\u00e4gen von verschiedenen Seiten her beleuchtet. Die Nutzerfreundlichkeit der Zeitschrift wurde zus\u00e4tzlich verbessert, indem alle \u00fcbrigen Artikel \u00fcbersichtlich in lediglich vier Rubriken eingeteilt wurden: <i>Schweizer Volkswirtschaft, Internationales, Arbeit, Bildung und Forschung, Bundesstellen pr\u00e4sentieren sich.<\/i> Weiterhin enthielt jedes Heft den Tabellenteil Aktuelle Wirtschaftsdaten.&#13;<\/p>\n<h2>Ein neues Jahrtausend: Ein Neubeginn<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Jahr 2000 zeigte eine Leserumfrage ein positives Feedback: gr\u00f6sster Kritikpunkt war das mangelhafte Bildmaterial. In der Folge entwickelte die Redaktion ein neues Bildkonzept, welches Bild und Kernbotschaft nicht mehr trennte. Fotos und Bilder wurden nun gezielter und konstanter eingesetzt, denn sie sollen wissenschaftlich-technische Berichte visualisieren. Die Grafiken entwickelten eine neue Qualit\u00e4t. Als Bildquellen dienen heute noch Agenturen wie Keystone oder Archive der Bundesstellen sowie andere Organisationen. Grafische Elemente wie Informationskasten, Grafiken, Tabellen und Diagramme erf\u00fcllen dieselbe aufkl\u00e4rende Funktion wie das Bildmaterial. Umgesetzt wurden die Verbesserungen im Rahmen des Verlagswechsels, der Anfang 2001 vom GTS Verlag in Basel zur Zollikofer AG in St. Gallen stattfand. Von da an pr\u00e4sentierte sich das gesamte Layout klarer und \u00abluftiger\u00bb. Einen weiteren Gewinn und ein Service f\u00fcr das Publikum stellt heute noch die <i>Wirtschaftspolitische Agenda<\/i> dar, die in der November-Ausgabe 2002 eingef\u00fchrt wurde und schweizweit einzigartig ist. Auf einer aufklappbaren Doppelseite informierte sie erstmals dar\u00fcber, welche wirtschaftspolitisch relevanten Gesch\u00e4fte anstehen und wo sie sich im Entscheidungsprozess des Bundes befinden. Ein weiterer Service wird seit 2003 angeboten: Die Abonnentinnen und Abonnenten k\u00f6nnen s\u00e4mtliche Tabellen der \u00abAktuellen Wirtschaftsdaten\u00bb und viermal j\u00e4hrlich auch jene der Beilage \u00abKonjunkturtendenzen\u00bb als PDF-Dateien im Internet herunterladen. Seit der Juni-Ausgabe 2003 befindet sich das Editorial neu als integrierter Bestandteil des Monatsthemas auf Seite 3. Die Fachzeitschrift erscheint seit Anfang 2005 zehnmal j\u00e4hrlich, da die Ausgaben Januar\/Februar und Juli\/August zu Doppelausgaben umfunktioniert wurden. Ende 2005 feierte Die Volkswirtschaft ihren ersten Web-Auftritt. (siehe <i>Kasten 41988 <i>Wirtschaft im \u00dcberblick<\/i> und \u00abPers\u00f6nliche Meinung\u00bb; <i>Schwerpunkte des Wirtschaftsgeschehens; Aktuelle Wirtschaftsdaten;<\/i> Beilagen; Demn\u00e4chst1991 <i>Schwerpunkte:<\/i> Themen des Monats, Internationale M\u00e4rkte, Fakten und Trends; <i>Aus Regierung und Parlament; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>1999 <i>Monatsthema; Schweizer Volkswirtschaft; Internationales; Arbeit, Bildung und Forschung; Bundesstellen pr\u00e4sentieren sich; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>2002 <i>Wirtschaftspolitische Agenda<\/i>2007 <i>Serie; Spotlight; Dossier; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>) Zwei Jahre sp\u00e4ter zeigt das Titelblatt neben der Illustration das einheitliche Erscheinungsbild des Bundes, zusammen mit den neuen Rubriken des Magazins, die bis heute in derselben Reihenfolge bestehen. Die beiden Rubriken \u00abSchweizer Volkswirtschaft\u00bb und \u00abInternationales\u00bb wurden eingestellt und durch <i>Serie, Spotlight<\/i> und <i>Dossier<\/i> ersetzt. Unter <i>Serie<\/i> finden die Leserinnen und Leser neben der traditionellen \u00abWirtschaftspolitischen Agenda\u00bb auch eine neue Artikelserie. Die Rubrik <i>Spotlight<\/i> bringt Einzelartikel zu ausgew\u00e4hlten Themen, und die dritte neue Rubrik <i>Dossier<\/i> umfasst zwei bis drei Beitr\u00e4ge, die einem Thema zugeordnet sind. Das Schlusslicht bilden weiterhin die <i>Aktuellen Wirtschaftsdaten.<\/i> Im Zentrum des redaktionellen Teils steht heute nach wie vor das <i>Monatsthema.<\/i> Mit dem Editorial, diversen Expertentexten, Interviews und Stellungnahmen werden unterschiedliche, breit angelegte und kontroverse Themen aus der Agenda des Bundes im Monatsthema vorgestellt. Regelm\u00e4ssige Neuerungen und Modernisierungen erh\u00f6hen die thematische Vielfalt und die \u00dcbersichtlichkeit des Magazins Die Volkswirtschaft.<\/i>&#13;<\/p>\n<h2>Die aktuelle Vision<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n90 Jahre nach der Gr\u00fcndung der Publikation \u00abDer Schweizerische Arbeitsmarkt\u00bb geht es gegenw\u00e4rtig nicht mehr nur darum, \u00d6ffentlichkeit herzustellen sowie sozialstatistische Fakten und Zahlen bekannt zu geben. Die Komplexit\u00e4t der Wirtschaftsfragen nimmt stetig zu. Demzufolge sieht Die Volkswirtschaft ihre Hauptaufgabe darin, bedeutende wirtschaftspolitische Grundsatzfragen zu thematisieren sowie Hintergr\u00fcnde und Prozesse zu durchleuchten und zu analysieren. In dieser Funktion erbringt das Magazin eine bedeutende Informationsleistung, denn sie ist eine Informationsquelle \u00fcber die Vorg\u00e4nge in der Wirtschaftspolitik auf Bundesebene. Die Aktualit\u00e4t der Themen \u2013 beeinflusst von der Agenda des Bundes \u2013 kann f\u00fcr die Leserschaft, die mehrheitlich in den Bereichen der Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft anzutreffen sind, von grossem Nutzen sein. Aus denselben Sparten stammen die Autorinnen und Autoren der Texte. Die Themenvielfalt wird ebenfalls dadurch gew\u00e4hrleistet, dass Berichte aus unterschiedlichen Departementen des Bundes stammen. Die Beitr\u00e4ge des Wirtschaftsmagazins werden von Expertinnen und Experten sowie hohen Entscheidungstr\u00e4gern verfasst. Heutzutage geh\u00f6rt es ebenfalls zu den Leistungen der Zeitschrift, Sekund\u00e4rerfahrungen zu vermitteln, also \u00fcber Vorg\u00e4nge zu berichten, die f\u00fcr die Leserinnen und Leser nicht direkt erfahrbar sind. Dies ist bei abstrakten \u00f6konomischen Vorg\u00e4ngen wie beispielsweise der Klima- und Energiepolitik umso wichtiger, als dass sie alle Menschen betreffen, aber kaum je selber im direkten Umgang erlebt werden k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaft ist eine solide und qualitativ hochstehende Publikation, die sich thematisch und zielgruppenbezogen auch von anderen Wirtschaftsbl\u00e4ttern klar abgrenzt. Als Fachzeitschrift der Wirtschaftspolitik des Bundes besetzt die Zeitschrift eine Nische, sitzt an der Informationsquelle und hat Zugang zu wirtschaftspolitischen Informationen \u2013 sie ist also exklusiv. Das Profil der Fachzeitschrift ist mit dem Erscheinungsbild und der Aufmachung eigenst\u00e4ndig, zeitgem\u00e4ss und einfach wiederzuerkennen. Die klare Einteilung der Rubriken, die ausgezeichnete Leserf\u00fchrung und die \u00dcbersichtlichkeit sind Beispiele daf\u00fcr. Die Volkswirtschaft l\u00e4sst sich als eine Fachzeitschrift mit PR-Funktion, die strukturell und inhaltlich wissenschaftlich, formal jedoch auch journalistisch produziert wird, charakterisieren. In erster Linie wird in der Publikation Raum f\u00fcr unterschiedliche Standpunkte angeboten, ohne selber Partei zu ergreifen \u2013 Expertenaufs\u00e4tze werden publiziert. Das Interesse an Wirtschaftsinformationen w\u00e4chst weiter an, denn die aktuelle Wirtschaftskrise und die \u00f6konomische Gesamtlage mit der hohen Arbeitslosigkeit verunsichern die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Die Volkswirtschaft geht auf diese Bed\u00fcrfnisse ein, liefert Informationen und m\u00f6gliche Antworten. Beh\u00e4lt sie den jetzigen Kurs bei, kann sie in Zukunft nur gewinnen und an neue Ufer gelangen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Keine sofortige Festlegung auf einen Namen1920 Der Schweizer Arbeitsmarkt 1925 Sozialstatistische Mitteilungen 1928 Wirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen 1932 Die Volkswirtschaft \u2013 wirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen 1947\u2013 Die Volkswirtschaft \u2013 wirtschaft-1953 liche, sozialstatistische und arbeitsrechtliche Mitteilungen 1954\u2013 Die Volkswirtschaft \u2013 wirtschaftliche1987 und sozialstatistische Mitteilungen 1988 Die Volkswirtschaft 1996 Das Magazin f\u00fcr Wirtschaftspolitik \u2013 Die Volkswirtschaft2001 Die Volkswirtschaft \u2013 Das Magazin f\u00fcr Wirtschaftspolitik&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Wichtige \u00c4nderungen, Wechsel und Neugestaltungen1920 Herausgeber war die <i>Eidgen\u00f6ssische Zentralstelle f\u00fcr Arbeitsnachweis.<\/i>1921\u2013 Das <i>Eidgen\u00f6ssische Arbeitsamt<\/i>1927 k\u00fcmmerte sich um die Herausgabe.1925- Erscheinen der \u00abWirtschaftsberichte des1927 Schweizerischen Handelamtsblattes (SHAB)\u00bb.1928 Herausgeber war das <i>Eidgen\u00f6ssische Volkswirtschaftsdepartement (EVD);<\/i> Zusammenlegung der \u00abSozialstatistischen Mitteilungen\u00bb und den \u00abWirtschaftsberichten des Schweizerischen Handelsblattes\u00bb zur neuen Publikation \u00abWirtschaftliche und sozialstatistische Mitteilungen\u00bb, die von da an als Beilage zum SHAB erschien. Die Monatspublikation war f\u00fcr SHAB-Abonnenten kostenlos, konnte aber auch getrennt abonniert werden.1928\u2013 Verlag und Administration lagen beim1987 <i>SHAB,<\/i> Effingerstrasse 3, in Bern; Herausgeber blieb das EVD.1920\u2013 Keine grossen \u00c4nderungen des Layouts,1974 Seitendichte nahm stetig zu.1968 Einf\u00fchrung der \u00abAllgemeinen Wirtschaftszahlen\u00bb.1975 Die \u00abWirtschaftszahlen\u00bb erschienen nun als selbst\u00e4ndige Einheit auf farbigem Papier in der Mitte des Heftes; neue Artikelreihe wurde eingef\u00fchrt: Leitartikel sollten sich mit aktuellen politischen Problemen befassen.1976\u2013 Verbesserungen beim Erscheinungsbild,1979 Layout und Papierqualit\u00e4t, Leitartikel zu Beginn als Einstieg in die Hauptthematik, schliesslich noch mit Portr\u00e4tfoto der Autorinnen und Autoren.1988 Gesamterneuerung vom Erscheinungsbild, inhaltlichem Konzept und Layout; die verlegerischen und administrativen Aufgaben wurden erstmals extern, der Firma <i>Fischer Druck AG<\/i> in M\u00fcnsingen \u00fcbertragen; Herausgeber: EVD.1996 Verlagswechsel zum <i>GTS Verlag<\/i> in Basel; Neugestaltung der Titelseite (Illustration zum Schwerpunktthema).2000 Neugestaltung der Titelseite.2001 Verlagswechsel zur <i>Zollikofer AG<\/i> in St.Gallen, Neugestaltung des Layouts; Das Magazin Die Volkswirtschaft wird als PDF-Dokument auf der Homepage des Seco archiviert.2002 Einf\u00fchrung der \u00abWirtschaftspolitischen Agenda\u00bb.2003 Internationale Wirtschaftsdaten waren in grafischer Form\/Tabelle abrufbar.2005 Erster Webauftritt des Magazins: <i><a href=\"http:\/\/www.seco.local\">http:\/\/www.seco.local<\/a><\/i>.2007 Neugestaltung der Titelseite.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 3: Eine Fachzeitschrift geht Online Ihren ersten Web-Auftritt feierte Die Volkswirtschaft am 17. November 2005. Die Web-Agentur LIIP ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Realisierung der Website, die nutzungsorientiert ist und kurze Navigationswege zu den einzelnen Angeboten bietet. Das Layout der deutschen und franz\u00f6sischen Online-Auftritte stimmte 2005 genau mit den Print-Ausgaben \u00fcberein \u2013 damit entstand ein Wiedererkennungseffekt. Ein integrierter Publikationsprozess erm\u00f6glicht die gleichzeitige Produktion der redaktionellen Inhalte f\u00fcr die Print- und die Online-Ausgabe. Die medienneutralen Daten werden nicht nur f\u00fcr die Website (<i><a href=\"http:\/\/www.seco.local\">http:\/\/www.seco.local<\/a><\/i>) verwendet, sondern auch in die Schweizer Mediendatenbank (SMD) integriert.Heute dr\u00e4ngt sich eine \u00dcberarbeitung und Aktualisierung der Website \u2013 eine Anpassung an die Neuerungen der Printausgabe \u2013 auf. Ein attraktiver Web-Auftritt ist in der heutigen \u00abonline-orientierten\u00bb Medienwelt unverzichtbar geworden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 4: Rubriken1988 <i>Wirtschaft im \u00dcberblick<\/i> und \u00abPers\u00f6nliche Meinung\u00bb; <i>Schwerpunkte des Wirtschaftsgeschehens; Aktuelle Wirtschaftsdaten;<\/i> Beilagen; Demn\u00e4chst1991 <i>Schwerpunkte:<\/i> Themen des Monats, Internationale M\u00e4rkte, Fakten und Trends; <i>Aus Regierung und Parlament; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>1999 <i>Monatsthema; Schweizer Volkswirtschaft; Internationales; Arbeit, Bildung und Forschung; Bundesstellen pr\u00e4sentieren sich; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>2002 <i>Wirtschaftspolitische Agenda<\/i>2007 <i>Serie; Spotlight; Dossier; Aktuelle Wirtschaftsdaten<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 5: Literatur\u2212 Nathalie Matter (Gesamtleitung: Roger Blum): Qualitative Inhaltsanalyse der Zeitschrift \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb. Gutachten im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft SECO. Institut f\u00fcr Medienwissenschaft. Universit\u00e4t Bern, August 2003.\u2212 Pirmin Schallberger: Die Volkswirtschaft\/La Vie \u00e9conomique. Schriftliche Umfrage in der Ausgabe 6-2003 (Juni). PS Mediaforschung. Analysebericht vom 21. Oktober 2003.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Februar 2010 feiert die wirtschaftspolitische Zeitschrift Die Volkswirtschaft ihr 90-j\u00e4hriges Bestehen. Von ihren Anf\u00e4ngen bis heute spiegelte das zweisprachige Blatt wichtige wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen der Schweiz wieder. 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