{"id":121865,"date":"2009-12-01T12:00:00","date_gmt":"2009-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/12\/buholzer-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:35:57","modified_gmt":"2023-08-23T21:35:57","slug":"buholzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/12\/buholzer\/","title":{"rendered":"Der Klimawandel aus Sicht einer global t\u00e4tigen Bank"},"content":{"rendered":"<p>Bei den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels sind f\u00fcr eine Bank &#8211; wie f\u00fcr jedes andere Unternehmen auch &#8211; zwei Faktoren von eminenter Bedeutung: Die Regulierung muss berechenbar bleiben und wettbewerbsneutral ausgestaltet sein. Als globales Unternehmen, das mit praktisch allen Branchen Gesch\u00e4ftsbeziehungen unterh\u00e4lt, wird ein k\u00fcnftiges internationales Klimaabkommen die Credit Suisse (CS) nicht nur in ihren betriebs\u00f6kologischen Aktivit\u00e4ten beeinflussen, sondern auch Auswirkungen auf Produkte und Dienstleistungen sowie die Investitionen des Unternehmens haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAngesichts der vergleichsweise niedrigen direkten Treibhausgasemissionen &#8211; 274&nbsp;000 Tonnen CO2-\u00c4quivalente im Jahr 2008 &#8211; kann die CS nur einen kleinen direkten Beitrag zur Verringerung des Klimaproblems leisten. Indirekt k\u00f6nnen wir aber durch unsere Produkte, Dienstleistungen und den Dialog mit Kunden und Investoren in einem nicht zu untersch\u00e4tzenden Ausmass zur weltweiten Emissionsreduktion beitragen.&#13;<\/p>\n<h2>Klimaschutz als Teil der unternehmerischen Verantwortung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Management der CS hat bereits vor Jahren entscheidende Weichenstellungen vorgenommen, um den Herausforderungen des Klimawandels mit verschiedenen Massnahmen proaktiv entgegenzutreten: So erreichte die CS 1997 &#8211; als erste Grossbank weltweit &#8211; die Zertifizierung ihres betriebsinternen Umweltmanagementsystems nach ISO 14001. Dieses tr\u00e4gt dazu bei, unternehmensweit Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu reduzieren und Kosten zu sparen. \u00a02006 wurde die CS als erstes Grossunternehmen in der Schweiz CO2-neutral. Und sie hat sich mit der 2007 ins Leben gerufenen Initiative \u00abCredit Suisse Cares for Climate\u00bb zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasneutralit\u00e4t auch weltweit so bald wie m\u00f6glich zu erreichen. Wesentlicher Bestandteil dieser Initiative ist die verst\u00e4rkte Umsetzung einer vierstufigen Strategie, um kontinuierlich unsere Emissionen in allen Gesch\u00e4ftsregionen zu verringern: Betriebsoptimierung der Liegenschaften; Investitionen in energieeffiziente Technologien unserer Liegenschaften und Infrastruktur (IT); Substitution der eingesetzten Energietr\u00e4ger; Kompensation der verbleibenden Emissionen mit hochwertigen Emissionsreduktionszertifikaten. \u00a0Gleichzeitig wenden wir uns auch mit besonderen Aufkl\u00e4rungskampagnen &#8211; wie z.B. E-Learning-Programmen &#8211; an unsere \u00fcber 47&nbsp;000 Mitarbeitenden weltweit, damit sie ihre eigenen Emissionen verringern und sich informiert an Diskussionen \u00fcber die Themen Klima und Umwelt beteiligen k\u00f6nnen. Aktionen wie eine Teilnahme an \u00abBike to Work\u00bb von Pro Velo Schweiz tragen dazu bei, unsere Mitarbeitenden f\u00fcr dieses Klimaschutzziel zu sensibilisieren.\u00a0Zur Strategie der CS geh\u00f6rt auch, dass sie sich auf der Produkte- und Dienstleistungsseite aktiv an marktbasierten L\u00f6sungen zur Reduktion von Emissionen beteiligt. Expertenteams entwickeln bereits seit einiger Zeit diverse innovative Produkte mit Fokus auf \u00f6kologischen oder sozialen Aspekten, um der zunehmenden Nachfrage der Kunden nach Anlegem\u00f6glichkeiten gerecht zu werden; zu nennen sind etwa attraktive Minergie-Hypotheken f\u00fcr Hauseigent\u00fcmer in der Schweiz oder Fonds zum Thema erneuerbare Energien f\u00fcr globale Anleger. Die CS ist ausserdem global eine der f\u00fchrenden Banken im Bereich Finanzierung von erneuerbaren Energien.&#13;<\/p>\n<h2>Dialog als Schl\u00fcssel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiterer Pfeiler der Klimastrategie ist der Dialog mit wichtigen externen Anspruchsgruppen, um gesellschaftliche Entwicklungen fr\u00fchzeitig zu erkennen und zu ber\u00fccksichtigen. Wo immer m\u00f6glich und angebracht, bringen wir unsere Erfahrungen in die \u00f6ffentliche Debatte ein. Im Vorfeld des letztj\u00e4hrigen G-8-Gipfels in Japan beispielsweise hat Brady Dougan, CEO der CS, zusammen mit \u00fcber 100 weiteren Wirtschaftsf\u00fchrern eine wegweisende Erkl\u00e4rung zur Klimapolitik unterzeichnet, welche ein neues \u00abumweltpolitisch wirksameres und wirtschaftlich effizienteres\u00bb politisches Rahmenwerk fordert. Durch Dialog oder Zusammenarbeit mit kompetenten Organisationen und Foren bringen wir unsere Standpunkte effektvoll ein und profitieren gleichzeitig von deren Expertenwissen (z.B. WEF Task Force on Low Carbon Economic Prosperity).\u00a0Die CS geht seit 2006 einen langfristig ausgelegten Weg im Klimabereich und wird diesen auch in Zukunft &#8211; unabh\u00e4ngig vom Ausgang der Verhandlungen in Kopenhagen &#8211; konsequent weiterf\u00fchren. Dennoch bleibt f\u00fcr ein global t\u00e4tiges und im internationalen Wettbewerb stehendes Unternehmen wie die CS von zentraler Bedeutung, dass zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels auf international koordinierte und konsistente Massnahmen gesetzt wird, welche berechenbar sind und der Wirtschaft auch gen\u00fcgend Zeit zur Anpassung lassen. Die daf\u00fcr notwendigen Weichenstellungen m\u00fcssen jetzt in Kopenhagen erfolgen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels sind f\u00fcr eine Bank &#8211; wie f\u00fcr jedes andere Unternehmen auch &#8211; zwei Faktoren von eminenter Bedeutung: Die Regulierung muss berechenbar bleiben und wettbewerbsneutral ausgestaltet sein. 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