{"id":122001,"date":"2009-10-01T12:00:00","date_gmt":"2009-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/10\/braendle-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:36:25","modified_gmt":"2023-08-23T21:36:25","slug":"braendle-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/10\/braendle-3\/","title":{"rendered":"Schweizer Exportwirtschaft langfristig gut positioniert"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweizer Exporteure sind 2009 stark gefordert. Das reale Exportvolumen d\u00fcrfte im Gesamtjahr 2009 so stark zur\u00fcckgehen, wie es die Schweiz seit der Erfassung der Daten 1949 noch nie erlebt hat. Im internationalen Vergleich h\u00e4lt sich die Schweiz allerdings wacker, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten strategischen Positionierung bei qualitativ hochstehenden Produkten. Insbesondere in den Branchen Pharma und Pr\u00e4zisionsinstrumente verf\u00fcgt die Schweiz \u00fcber komparative Wettbewerbsvorteile und ihre Exportprodukte zeichnen sich durch hohe Qualit\u00e4t aus. Sie vermochte zudem im Vergleich zu Deutschland einen hohen Anteil der Wertsch\u00f6pfung im Inland zu erhalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer globale Konjunktureinbruch trifft die Schweiz mitten ins Herz. Als stark vernetzte Volkswirtschaft profitiert die Schweiz in guten Zeiten von den globalen Handelsstr\u00f6men und partizipiert stark an der fortschreitenden Globalisierung. Im Abschwung hingegen leidet sie dementsprechend und der Wachstumstreiber Exporte wird zur Wachstumsbremse.\u00a0Kann man daraus schliessen, dass die Schweiz grunds\u00e4tzlich etwas falsch macht? Aufgrund der Enge des Schweizer Binnenmarktes l\u00e4sst sich die betr\u00e4chtliche Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland nicht verhindern, zumindest nicht ohne bedeutende Wohlstandseinbussen hinnehmen zu m\u00fcssen. Was die Schweiz hingegen beeinflussen kann, ist ihre Verwundbarkeit gegen\u00fcber dem globalen Abschwung und ihre mittelfristige Positionierung im internationalen Wettbewerb. Es gilt nicht zuletzt, f\u00fcr den Aufschwung ger\u00fcstet zu sein. Wie sieht in dieser Hinsicht die strategische Positionierung der Schweiz aus?&#13;<\/p>\n<h2>Komparative Vorteile im internationalen Handel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00f6konomische Theorie des internationalen Handels geht davon aus, das jedes Land diejenigen G\u00fcter und Dienstleistungen herstellen soll, die es im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern relativ g\u00fcnstiger &#8211; das heisst mit geringeren Opportunit\u00e4tskosten &#8211; produzieren kann. Dieser Grundsatz beruht auf der Theorie der komparativen Kostenvorteile von David Ricardo aus dem Jahre 1817. Die L\u00e4nder spezialisieren sich also gem\u00e4ss ihren komparativen Kostenvorteilen. Damit komparative Vorteile zwischen L\u00e4ndern \u00fcberhaupt entstehen k\u00f6nnen, muss die relative Ausstattung mit Arbeit und Kapital hinreichend unterschiedlich sein. Dieser Grundsatz geht zur\u00fcck auf das sogenannte Heckscher-Ohlin-Theorem aus dem Jahre 1933. Beispielsweise k\u00f6nnte man sich vorstellen, dass die Schweiz gegen\u00fcber China einen komparativen Vorteil in wissensintensiven G\u00fctern (z.B. Pr\u00e4zisionsinstrumente) aufweist, w\u00e4hrend China seinerseits einen komparativen Vorteil in arbeitsintensiven G\u00fctern besitzt (z.B. Textil und Bekleidung). Da es in der Praxis sehr schwierig ist, komparative Vorteile direkt zu quantifizieren, hat Bela Balassa 1965 ein Konzept entwickelt, welches die indirekte Messung von komparativen Vorteilen erlaubt. Bela Balassa (1965), Trade Liberalization and \u00abRevealed\u00bb Comparative Advantage, The Manchester School 33, S. 99-123. Dabei handelt es sich um den sogenannten Revealed Comparative Advantage (RCA), also den \u00aboffenbarten\u00bb komparativen Vorteil. Die Idee des RCA ist einfach: Wenn ein Land in bestimmten Branchen (oder bei bestimmten G\u00fctern) einen komparativen Vorteil aufweist, wird es sich im Aussenhandel auf diese Branchen konzentrieren. Der Exportanteil dieser Branchen sollte also h\u00f6her sein als ihr Exportanteil in anderen L\u00e4ndern. Der RCA gem\u00e4ss Balassa berechnet sich folgendermassen:&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"formel1.gif\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"123\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Term im Z\u00e4hler entspricht dem Exportanteil der Branche i des Landes j, derjenige im Nenner dem Exportanteil der Branche i aller L\u00e4nder.\u00a0Weil der RCA nach oben unbegrenzt ansteigen kann, hingegen nach unten durch die Null begrenzt ist, sind komparative Vorteile (RCA gr\u00f6sser als 1) schlecht vergleichbar mit komparativen Nachteilen (RCA kleiner als 1). Um diese Unzul\u00e4nglichkeit zu umgehen, bietet sich eine Normierung an, die den RCA symmetrisch zwischen -1 und +1 schwanken l\u00e4sst, wobei Werte gr\u00f6sser als 0 einen komparativen Vorteil indizieren und Werte unter 0 einen komparativen Nachteil: Diese Normierung wurde 1998 von Keld Laursen vorgeschlagen.\u00a0\u00a0<img decoding=\"async\" src=\"formel2.gif\" alt=\"\" width=\"104\" height=\"52\" \/>\u00a0Grafik 1 zeigt die RCA*-Werte ausgew\u00e4hlter Exportbranchen in einem internationalen Vergleich per Ende 2008. Untersucht wurden neben der Schweiz die wichtigsten Exportdestinationen, namentlich Deutschland (D), USA (U), Italien (I), Frankreich (F) und Grossbritannien (G). \u00a0Die Auflistung zeigt, dass die Schweiz in den Bereichen Uhren, Chemie\/Pharma und Pr\u00e4zisionsinstrumente deutliche komparative Vorteile gegen\u00fcber den wichtigsten Handelspartnern aufweist; der Exportanteil ist in diesen Branchen im internationalen Vergleich also \u00fcberdurchschnittlich hoch. In anderen Branchen zeigt sich dagegen oft ein klarer komparativer Nachteil. Besonders ausgepr\u00e4gt ist dieser in der Automobil- und der Nahrungsmittelindustrie; hier haben Deutschland resp. Frankreich die Nase vorn. Nur geringe Unterschiede zwischen den L\u00e4ndern bestehen in der Maschinenindustrie. Offenbar befinden sich hier die einzelnen L\u00e4nder auf einem \u00e4hnlich hohen Spezialisierungsniveau. Ebenfalls nur sehr wenig unterscheiden sich die betrachteten L\u00e4nder in Bezug auf die Kunststoffindustrie. Einzig Grossbritannien und die Schweiz befinden sich hier etwas im Hintertreffen. \u00a0Betrachtet man die Entwicklung der komparativen Vor- und Nachteile seit 1990, zeigt sich, dass sich die offenbarten komparativen Vorteile der Schweizer Exportindustrie nicht allzu stark ver\u00e4ndert haben. Gesamthaft resultierte in allen betrachteten Branchen eine leichte Verbesserung. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie konnten wir unsere Vorreiterrolle noch ausbauen. Praktisch gleich geblieben ist die Positionierung in der Uhrenindustrie und bei den Pr\u00e4zisionsinstrumenten. Die Schweiz konnte ihre komparativen Nachteile einzig in der Nahrungsmittelindustrie deutlich reduzieren. Die Branche verzeichnete w\u00e4hrend des letzten Aufschwungs einen regelrechten Exportboom. Die Nahrungsmittelexporteure profitieren durch ihre gute Positionierung von der rasch wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln in aufstrebenden M\u00e4rkten. Anders sieht es in der Elektronikbranche aus: Hier erh\u00f6hte sich der komparative Nachteil seit 1990 deutlich. Ein Grund f\u00fcr diese Entwicklung d\u00fcrfte der durch die Globalisierung vermehrt zutage getretene komparative Vorteil der Niedriglohnl\u00e4nder sein, besonders bei arbeitsintensiven Produktionsprozessen.&#13;<\/p>\n<h2>Die Qualit\u00e4t macht den Unterschied<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Branchen, in denen die Schweiz klare komparative Vorteile aufweist, vereinen rund 50% des Exportvolumens auf sich. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, zumal auch komparative Vorteile in f\u00fcr den Export wenig relevanten Branchen denkbar w\u00e4ren. Wissens- und Forschungsintensit\u00e4t sowie die Konzentration auf innovative, hochtechnologische Produkte sind die St\u00e4rken unserer Exportwirtschaft. Dies macht durchaus Sinn, denn das hohe Preisniveau in der Schweiz macht es f\u00fcr viele Exporteure schwierig, \u00fcber den Preis zu konkurrieren. Wesentlicher strategischer Erfolgsfaktor ist also die Qualit\u00e4t. Ein approximatives Mass f\u00fcr die Qualit\u00e4t von Exportprodukten ist der sogenannte Export Unit Value, d.h. der Exportwert pro Kilogramm. Der Unit Value ist folgendermassen definiert:\u00a0\u00a0<img decoding=\"async\" src=\"formel3.gif\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"60\" \/>\u00a0Mit zunehmender Qualit\u00e4t eines Produktes erh\u00f6ht sich das Verh\u00e4ltnis seines Wertes zum Gewicht und dementsprechend sein Unit Value. Volkswirtschaften mit einem hohen Produktionsanteil an Hightech- und Qualit\u00e4tsg\u00fctern haben einen h\u00f6heren Unit Value als L\u00e4nder, die st\u00e4rker auf standardisierte, homogene Produkte mit wenig Prozessstufen spezialisiert sind. Qualitative Eigenschaften (Design, Technologie, Innovationsgrad usw.) rechtfertigen einen h\u00f6heren Preis, da ihre Inputfaktoren (Arbeit und Kapital) hochwertig sind und ein aufwendiger Produktionsprozess dahintersteckt. In der Tat verf\u00fcgt die Schweiz im internationalen Vergleich \u00fcber einen \u00e4usserst hohen Unit Value. Hauptverantwortlich daf\u00fcr sind &#8211; einmal mehr &#8211; die Uhrenindustrie, die Pharmaindustrie und die Pr\u00e4zisionsinstrumente (siehe Grafik 2).&#13;<\/p>\n<h2>Hohe Exporte bedeuten nicht automatisch hohe inl\u00e4ndische Wertsch\u00f6pfung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDank hochqualitativer Produkte ge-h\u00f6rt die Schweiz zu den erfolgreichsten Handelsnationen der Welt. Hohe Exporte bedeuten aber nicht unbedingt eine hohe Wertsch\u00f6pfung im Inland. Konfrontiert mit dem Paradox, dass in Deutschland als Exportweltmeister (im Warenhandel) rekordhohe Arbeitslosigkeit herrschte, pr\u00e4gte der deutsche \u00d6konom Hans-Werner Sinn 2003 den Begriff der Basar\u00f6konomie. Damit ist ein Warenumschlagplatz gemeint, auf dem G\u00fcter aus aller Welt wie auf einem Basar gehandelt werden, der diese aber immer weniger selber herstellt, sodass im Inland entsprechend wenig Wertsch\u00f6pfung anf\u00e4llt. Deutsche Unternehmen lagern zunehmend gerade arbeitsintensive Produktionsschritte ins Ausland aus; nur die kapitalintensivere Endfertigung findet in Deutschland statt. Die geringe Besch\u00e4ftigungswirkung der Exporte konterkariert damit das eigentlich positive Signal des deutschen Exporter-folgs.\u00a0Eine Basar\u00f6konomie ist aber nicht unbedingt nur ein negatives Ph\u00e4nomen. Die Globalisierung f\u00fchrt zu einer verst\u00e4rkten internationalen Arbeitsteilung und erh\u00f6ht somit durch die Ausnutzung der komparativen Vorteile der einzelnen Partnerl\u00e4nder die Effizienz und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der beteiligten L\u00e4nder. F\u00fcr die Schweiz ist entscheidend, ob &#8211; im Sinne des Basareffekts &#8211; ebenso wie in Deutschland eine Verringerung der Wertsch\u00f6pfungsdichte im Inland erfolgt, was mit einem Besch\u00e4ftigungsverlust einhergehen k\u00f6nnte.&#13;<\/p>\n<h2>Basareffekt: Deutlich ausgepr\u00e4gter in Deutschland als in der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWie angesichts der fortschreitenden Globalisierung zu erwarten, nimmt der Anteil der Bruttowertsch\u00f6pfung seit 1991 in beiden L\u00e4ndern ab (siehe Grafik 3). In Deutschland f\u00e4llt die Abnahme allerdings st\u00e4rker aus als in der Schweiz, wo der Anteil mit Ausnahme von kleineren Ver\u00e4nderungen seit 1997 nahezu konstant blieb. Der Abstand zwischen beiden L\u00e4ndern hat sich nach einer Ann\u00e4herung 1994\/1995 am aktuellen Rand wieder vergr\u00f6ssert, sodass der Wertsch\u00f6pfungsanteil in der Schweiz deutlich \u00fcber demjenigen Deutschlands liegt. Dies ist umso bemerkenswerter, als normalerweise der Anteil inl\u00e4ndischer Vorprodukte mit der Gr\u00f6sse der Volkswirtschaft steigt, da in gr\u00f6sseren Volkswirtschaften mit einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit das gew\u00fcnschte Vorprodukt im Inland zur Verf\u00fcgung steht.\u00a0Auf Branchenebene zeigt sich, dass der Basareffekt in Deutschland ungleich st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt und breiter abgest\u00fctzt ist. So reduzierte sich in allen wichtigen Branchen die \u00abeigene\u00bb Wertsch\u00f6pfung zwischen 1997 und 2007, in einigen Branchen &#8211; wie beispielsweise der Automobilindustrie &#8211; sogar drastisch. Dort hat sich der Wertsch\u00f6pfungsanteil um etwa 6 Prozentpunkte reduziert. Durch die verst\u00e4rkte internationale Konkurrenz massiv unter Druck gesetzt, reagierte der deutsche Fahrzeugbau durch verst\u00e4rkte Produktionsauslagerung ins Ausland. In der Schweiz sind die R\u00fcckg\u00e4nge \u00fcber alle Branchen gesehen deutlich geringer. Branchen mit vergleichsweise starken R\u00fcckg\u00e4ngen sind die Kunststoff-, Automobil- und Nahrungsmittelindustrie. Es zeigt sich aber auch, dass bestimmte Branchen &#8211; wie der Maschinenbau und die Pr\u00e4zisionsinstrumente &#8211; den Anteil der Bruttowertsch\u00f6pfung an der eigenen Produktion sogar erh\u00f6hen konnten.&#13;<\/p>\n<h2>Zwei erfolgreiche Handelsnationen &#8211; mit unterschiedlichen Strategien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDeutschland konnte durch einzelne Sozialreformen und vor allem durch eine relative Zur\u00fcckhaltung beim Reallohnwachstum gegen\u00fcber vielen anderen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern die Wettbewerbsf\u00e4higkeit seiner Exportwirtschaft gerade ab 2004 wieder steigern. Durch den europ\u00e4ischen Einigungsprozess wurde zudem im Vergleich zur Schweiz eine fr\u00fchere und st\u00e4rkere internationale Arbeitsteilung durch Auslagerung von Fertigungsprozessen ins Ausland erm\u00f6glicht. Die Arbeitskosten in der Schweiz sind ebenfalls nur moderat gestiegen. Die inl\u00e4ndische Fertigungstiefe der Schweiz ist hingegen kaum gesunken. Ausschlaggebend daf\u00fcr waren der flexiblere Arbeitsmarkt, die niedrigeren Steuern, die Spezialisierung auf qualitativ hochstehende Produkte sowie die geringere aussenwirtschaftliche Integration mit den neuen EU-L\u00e4ndern.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit: Erfolgreiche Schweizer Strategie &#8211; auch in der Krise<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas erste Halbjahr 2009 war f\u00fcr die Schweizer Exporteure enorm schwierig. Die Ausfuhren brachen in den ersten zwei Quartalen so stark ein, wie noch nie seit Beginn der quartalsweisen Erfassung der Exportzahlen 1966. Die kommenden Monate werden kaum weniger beschwerlich. Auch wenn die unmittelbaren Aussichten nicht gerade rosig erscheinen, k\u00f6nnen wir insgesamt eine positive Bilanz \u00fcber die Positionierung der Schweizer Exportunternehmen ziehen. Dies erkl\u00e4rt teilweise auch, weshalb sich die Schweizer Exporte bisher im internationalen Vergleich gut gehalten haben. Die Schweiz f\u00e4hrt mit ihrem Fokus auf qualitativ hochstehende Produkte eine erfolgreiche Strategie. \u00a0Unsere Analysen zeigen, dass die Schweiz insbesondere in den Branchen Uhren, Chemie\/Pharma und bei den Pr\u00e4zisionsinstrumenten \u00fcber komparative Wettbewerbsvorteile verf\u00fcgt. Dies sind auch diejenigen Branchen, deren Exporte ein \u00fcberdurchschnittliches Wachstum aufweisen und somit erwartungsgem\u00e4ss von Erfolg gekr\u00f6nt sind. Mit wissens- und forschungsintensiven Produkten nimmt unser Land in vielen Bereichen die Stellung eines Technologief\u00fchrers ein und ist der Konkurrenz durch fortw\u00e4hrende Innovation einen Schritt voraus. Diese Tr\u00fcmpfe, die insbesondere von der Verf\u00fcgbarkeit hochqualifizierter Arbeitskr\u00e4fte herr\u00fchren, k\u00f6nnen den Nachteil betr\u00e4chtlich hoher Lohn- und Bodenkosten mehr als kompensieren. Die Schweizer Exporteure stehen folglich auch im konjunkturellen Wellental besser da als diejenigen von Nationen, die \u00fcber den Preis konkurrieren. Auf Qualit\u00e4t und Innovation k\u00f6nnen die Abnehmer nicht so einfach verzichten, was eine Abwanderung zu kosteng\u00fcnstigeren Wettbewerbern erschwert. \u00a0Die Konkurrenz steht indes nicht still. Neue Handelsnationen dr\u00e4ngen auf den Weltmarkt, sowohl als Kunden wie auch als Wettbewerber. Die Schweiz muss sich trotzdem nicht verstecken. Vielmehr gilt es, \u00fcber die Schweizer St\u00e4rken &#8211; Qualit\u00e4t und Innovation &#8211; die Erfolge der vergangenen Jahre in die Zukunft zu tragen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweizer Exporteure sind 2009 stark gefordert. Das reale Exportvolumen d\u00fcrfte im Gesamtjahr 2009 so stark zur\u00fcckgehen, wie es die Schweiz seit der Erfassung der Daten 1949 noch nie erlebt hat. Im internationalen Vergleich h\u00e4lt sich die Schweiz allerdings wacker, nicht zuletzt aufgrund ihrer guten strategischen Positionierung bei qualitativ hochstehenden Produkten. 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