{"id":122026,"date":"2009-10-01T12:00:00","date_gmt":"2009-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/10\/kueng-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:36:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:36:31","slug":"kueng-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/10\/kueng-3\/","title":{"rendered":"Freihandelsabkommen sind gut f\u00fcr die Schweizer Exportwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen des bundesr\u00e4tlichen Stabilisierungsprogramms zur St\u00fctzung der Exportwirtschaft setzt Osec eine Reihe von Massnahmen um, die den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Schweiz bei ihren Auslandaktivit\u00e4ten zugute kommen. Dazu geh\u00f6rt auch, dass sie ihnen bez\u00fcglich der L\u00e4nder, mit denen die Schweiz k\u00fcrzlich ein Freihandelsabkommen (FHA) unterschrieben hat oder bald eines unterschreiben wird, die Chancen aufzeigt, die sich aufgrund des zus\u00e4tzlichen Exportpotenzials bieten. Mehr Informationen zum Thema unter <a href=\"http:\/\/www.osec.ch\/stabilisation_de\">www.osec.ch\/stabilisation_de<\/a> .&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMomentan sind zwischen der Schweiz bzw. den Efta-L\u00e4ndern mit 19 Staaten oder Staatengebilden Freihandelsabkommen in Kraft. Gem\u00e4ss dem Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) konnten Schweizer Unternehmen im Jahr 2008 dank den FHA rund 420 Mio. Franken an Zollgeb\u00fchren einsparen. Da die Schweiz durch ihre zahlreichen auslandorientierten KMU im Vergleich zu anderen Staaten sehr international ausgerichtet ist und ihr Wohlstand zu einem betr\u00e4chtlichen Teil auf der Exportwirtschaft basiert, soll die Schweiz im Globalisierungsprozess und beim Marktzutritt gegen\u00fcber ihren Konkurrenten nicht diskriminiert werden. Deshalb sind Freihandelsabkommen mit anderen Staaten f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft, insbesondere f\u00fcr die exportorientierten Unternehmen, von gr\u00f6sster Wichtigkeit.&#13;<\/p>\n<h2>Nicht nur die Exportwirtschaft profitiert<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nFreihandelsabkommen regeln aber nicht nur den Warenverkehr, sondern beinhalten zunehmend auch die Bereiche Dienstleistungen und Investitionen. Diese sind f\u00fcr die Schweiz bedeutend, zumal sie stark im terti\u00e4ren Sektor t\u00e4tig ist. Hinzu kommt, dass nicht nur die im Exportgesch\u00e4ft aktiven Schweizer Unternehmen aus dem Abschluss von FHA einen Nutzen ziehen, sondern auch die Konsumenten in der Schweiz, weil sie von billigeren Produkten und einer gr\u00f6sseren Produktauswahl profitieren k\u00f6nnen. Denn dank den FHA k\u00f6nnen Produzenten und Verarbeiter Halbfabrikate zu tiefen Preisen einkaufen und erhalten einen verbesserten Zugang zu Rohstoffen, die in der Schweiz nicht vorkommen.\u00a0Die Schweiz bzw. die Efta hat k\u00fcrzlich mit einigen Staaten weitere Freihandelsabkommen unterzeichnet oder wird dies bald tun. Gerade aus den Abkommen mit Japan und Kanada sowie den Golfstaaten d\u00fcrfte sich ein grosses Exportpotenzial ergeben, das Schweizer Unternehmen vermehrt nutzen sollten &#8211; im Fall von Japan und Kanada aufgrund ihrer weltweiten wirtschaftlichen Bedeutung, im Fall der Golfstaaten, weil diese als wichtige Wachstumsm\u00e4rkte gelten. Weitere interessante FHA-L\u00e4nder sind \u00c4gypten, Kolumbien, Chile, S\u00fcdkorea und S\u00fcdafrika. Der Kreis dieser L\u00e4nder wird dauernd erweitert, z.B. bald auch auf Peru. Im Handelsverkehr mit diesen Staaten k\u00f6nnen Schweizer Unternehmen von Zollabschl\u00e4gen profitieren, sei es im Bereich der landwirtschaftlichen Produkte, der Industrieg\u00fcter, der Investitionen, des geistigen Eigentums oder des \u00f6ffentlichen Beschaffungswesens.&#13;<\/p>\n<h2>Osec zeigt, wie Unternehmen von FHA profitieren k\u00f6nnen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDamit Schweizer Unternehmen im Rahmen von neuen FHA in den entsprechenden L\u00e4ndern besser Fuss fassen k\u00f6nnen, setzt Osec als offizieller Schweizer Aussenwirtschaftsf\u00f6rderer seit Fr\u00fchling 2009 Massnahmen zur St\u00e4rkung der Exportwirtschaft um. Dazu geh\u00f6ren unter anderem auch Dienstleistungen bez\u00fcglich der FHA. Im Fokus steht die Unterst\u00fctzung von Schweizer Unternehmen bei der Aufnahme von Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten in den jeweiligen L\u00e4ndern. In einem ersten Schritt erfolgen Markterkundungsmissionen; anschliessend werden Marktstudien in Sektoren mit dem gr\u00f6ssten Gesch\u00e4ftspotenzial durchgef\u00fchrt; schliesslich macht Osec diese Chancen den Schweizer KMU bekannt. Dazu werden Informationsveranstaltungen und Messen organisiert sowie zus\u00e4tzliche Beratungsleistungen angeboten. Erst k\u00fcrzlich f\u00fchrte Osec in Z\u00fcrich einen grossen Informationsanlass zu Japan durch, der bei den Teilnehmenden auf reges Interesse gestossen ist und ihnen die zus\u00e4tzlichen Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten im Zusammenhang mit dem neuen Freihandelsabkommen n\u00e4hergebracht hat. Im Oktober veranstaltet Osec zudem sechs Anl\u00e4sse in der Schweiz zu m\u00f6glichen Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten in Kanada.&#13;<\/p>\n<h2>In schwieriger Wirtschaftssituation neue Absatzm\u00f6glichkeiten erschliessen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGerade in der jetzigen schwierigen Wirtschaftssituation ist es wichtig, dass sich KMU informieren, wo es im Ausland Nischen, Trends und M\u00e4rkte gibt, von denen sie profitieren k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren auch allf\u00e4llige M\u00f6glichkeiten in L\u00e4ndern, mit denen die Schweiz ein Freihandelsabkommen hat oder bald eingehen wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des bundesr\u00e4tlichen Stabilisierungsprogramms zur St\u00fctzung der Exportwirtschaft setzt Osec eine Reihe von Massnahmen um, die den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Schweiz bei ihren Auslandaktivit\u00e4ten zugute kommen. 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