{"id":122056,"date":"2009-10-01T12:00:00","date_gmt":"2009-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/10\/schluep-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:36:33","modified_gmt":"2023-08-23T21:36:33","slug":"schluep-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/10\/schluep-3\/","title":{"rendered":"Freihandelsabkommen mit Kolumbien: Aussenwirtschaftspolitik und Entwicklungszusammenarbeit eng abgestimmt"},"content":{"rendered":"<p>Die Efta- Staaten und Kolumbien haben ein umfassendes Freihandelsabkommen (FHA) abgeschlossen, welches die Rahmenbedingungen der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen verbessert. Das Abkommen er\u00f6ffnet insbesondere der Schweizer Exportwirtschaft einen Markt mit grossem Wachstumspotenzial und verschafft den Exporteuren einen stabilen, offenen und weitestgehend diskriminierungsfreien Zugang zum kolumbianischen Markt. Das FHA tr\u00e4gt auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Entwicklung Kolumbiens bei, dies dank der Abstimmung der schweizerischen Aussenwirtschaftspolitik mit der Entwicklungszusammenarbeit.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas FHA zwischen der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation (Efta) und Kolumbien, das am 25. November 2008 in Genf unterzeichnet wurde, ist f\u00fcr die Efta-Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) das dritte Abkommen mit einem lateinamerikanischen Land nach Mexiko und Chile. F\u00fcr Kolumbien ist es das erste mit europ\u00e4ischen Staaten. \u00a0Es handelt sich um ein umfassendes FHA, welches auf pr\u00e4ferenzieller Basis &#8211; d.h. \u00fcber die Standards der Welthandelsorganisation (WTO) hinaus &#8211; den Marktzugang und die Rechtssicherheit f\u00fcr Exporte (Waren und Dienstleistungen) verbessert, die Zulassung und Nutzung von Investitionen sichert sowie den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum garantiert. Das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen, der Wettbewerb und die technische Zusammenarbeit sind ebenfalls Teil des Abkommens.&#13;<\/p>\n<h2>Wirtschaftliche Bedeutung des Abkommens<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Vertragswerk erh\u00f6ht die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweizer Wirtschaft, indem Diskriminierungen abgewendet werden, die aus bestehenden und k\u00fcnftigen Pr\u00e4ferenzabkommen Kolumbiens mit anderen Partnerstaaten hervorgehen (siehe&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nKolumbien ist Mitglied der Andengemeinschaft CAN (Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru). Im zwischenstaatlichen Handel wurden die Z\u00f6lle eliminiert; ein gemeinsamer Aussenzoll fehlt jedoch. Die CAN ist neben der Nafta (Mexiko, USA und Kanada) und dem gemeinsamen Markt S\u00fcdamerikas Mercosur (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) der drittgr\u00f6sste Wirtschaftsblock Amerikas. Das FHA zwischen Kolumbien und Chile sieht vor, dass bis 2011 der zollfreie Handel bei allen Produkten (inkl. Agrarg\u00fcter) verwirklicht sein wird. Gem\u00e4ss dem Abkommen mit den L\u00e4ndern des Mercosur sollen bis sp\u00e4testens 2018 alle Z\u00f6lle zwischen Kolumbien und den Mitgliedern des Mercosur auf null abgebaut sein (inkl. Agrarg\u00fcter). Pr\u00e4ferenzabkommen bestehen mit zw\u00f6lf L\u00e4ndern der karibischen Gemeinschaft Caricom (Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Guyana, Haiti, Jamaika, Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname und Trinidad und Tobago), Mexiko, Kuba und Panama. Zudem ist Kolumbien Mitglied von Aladi, dem lateinamerikanischen Integrationsraum, der sich zusammensetzt aus den Mitgliedern der CAN und des Mercosur plus Chile, Mexiko und Venezuela. Die Mitglieder gew\u00e4hren sich Pr\u00e4ferenzz\u00f6lle. Kolumbien und die USA unterzeichneten im November 2006 ein umfassendes FHA. Ausstehend ist die Ratifikation durch den amerikanischen Kongress. Im November 2008 unterzeichnete Kolumbien mit Kanada ebenfalls ein umfassendes FHA. Der Ratifikationsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Mit der EU sind Verhandlungen \u00fcber ein FHA im Gang. Unter dem Allgemeinen Pr\u00e4ferenzensystem (APS) profitiert Kolumbien von pr\u00e4ferenziellem Zugang zu den M\u00e4rkten z.B. Kanadas, der EU, Japans, der Schweiz oder von den USA. Die APS der einzelnen Industriel\u00e4nder gew\u00e4hren f\u00fcr Waren aus Entwicklungsl\u00e4nder unilateral einen pr\u00e4ferenziellen Zugang, um einen Beitrag zur Entwicklung dieser L\u00e4nder zu leisten.). Ein weiterer Wettbewerbsvorteil ergibt sich daraus, dass die Schweiz und die \u00fcbrigen Efta-Staaten damit pr\u00e4ferenziellen Zugang zum kolumbianischen Markt erhalten, ohne dass dies zurzeit f\u00fcr ihre Hauptkonkurrenten aus der EU, den USA und Japan der Fall ist. \u00a0Die Schweizer Exporte nach Kolumbien stiegen von 184,4 Mio. Franken im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2004 auf einen H\u00f6chstwert von 307,2 Mio. Franken im Jahr 2007 und blieben auch 2008 mit 305,2 Mio. Franken auf \u00e4hnlich hohem Niveau. Die wichtigsten Exportg\u00fcter sind Pharmaprodukte (24,3%), chemische Produkte (21,1%), Maschinen, elektrische und elektronische Anlagen (17,7%), F\u00e4rbstoffe, Essenzen, Parf\u00fcme und Kosmetika (11,9%), Pr\u00e4zisionsinstrumente (11,6%) und Uhren (5,2%). Die Exportangaben beziehen sich auf den Durchschnitt der Jahre 2006-2008. Verarbeitete Nahrungsmittelerzeugnisse machten demgegen\u00fcber nur rund 0,7% der Exporte aus. \u00a0Die durchschnittlichen MFN-Z\u00f6lle Der gem\u00e4ss dem Meistbeg\u00fcnstigungsprinzip (\u00abMost Favored Nation\u00bb) f\u00fcr alle WTO-Mitgliedstaaten geltende Zoll. Kolumbiens f\u00fcr Agrarg\u00fcter betrugen 2007 16,6%, w\u00e4hrend Industrieg\u00fcter durchschnittlich mit 11,8% bei der Einfuhr belastet wurden. Angaben WTO, 2009. L\u00e4nder wie die Schweiz, die EU oder die USA zahlen den MFN-Tarif (siehe Tabelle 1), der vor allem bei Nahrungsmitteln deutlich h\u00f6her ist als f\u00fcr L\u00e4nder, die bereits einen pr\u00e4ferenziellen Zugang haben.\u00a0Die Importe der Schweiz betrugen im Durchschnitt der Jahre 2006-2008 383 Mio. Franken. Die kolumbianischen Statistiken weisen weit h\u00f6here Exportwerte auf, da dort auch Gold in Barren erfasst wird. Die Comtrade-Datenbank wird mit Import- und Exportdaten der jeweiligen Staaten gespeist. Kolumbien weist Exporte in die Schweiz auf von 560,6 Mio. US-$ f\u00fcr 2006, 884,9 Mio. US-$ f\u00fcr 2007 und 945,5 Mio. US-$ f\u00fcr 2008. Davon entfallen im Durchschnitt der Jahre 2006-08 62,1% auf Gold und Edelsteine, 25,9% auf fossile Energietr\u00e4ger, 5,7% auf Erze, Schlacken und Aschen, 4,7% auf F\u00e4rbstoffe und Pigmente, 0,4% auf pharmazeutische Produkte, 0,3% auf Albuminoide, St\u00e4rken und Enzyme, 0,2% auf Kaffee, 0,2% auf Schnittblumen, 0,2% auf verschiedene Nahrungsmittelzubereitungen und 0,1% auf Fr\u00fcchte. Unterschiede in den Exportdaten Kolumbiens und den Importzahlen der Schweiz k\u00f6nnen sich auch ergeben, wenn kolumbianische Exporte nicht direkt in die Schweiz, sondern via ein Drittland versendet werden. Beim Import erfasst der Zoll jeweils das letzte Exportland als Erzeugerland, welches nicht immer mit dem Ursprungsland der Ware \u00fcbereinstimmt. F\u00fcr Kolumbien ist die Schweiz die f\u00fcnftwichtigste Exportdestination im Warenhandel. Ausser Gold, Platin und Edelsteinen importiert die Schweiz aus Kolumbien vor allem Kaffee, Fr\u00fcchte, Zucker, Pr\u00e4zisionsinstrumente, Blumen, Albuminoide, St\u00e4rken und Enzyme. \u00a0Grafik 1 verdeutlicht die Verschiebungen bei den Herkunftsl\u00e4ndern der Importe auf dem kolumbianischen Markt. Zwar konnte die Schweiz wertm\u00e4ssig ihre Exporte steigern, jedoch ergab sich im Vergleich der Jahre 2001\/02 zu 2007\/08 ein R\u00fcckgang des Marktanteils von 1,2% auf 1,0%, was einer Abnahme um 15,3% entspricht. Im Fall des Haupthandelspartners USA war der Importanteilsverslust \u00e4hnlich hoch (-15,2%), bei der EU sogar fast 30%. Die Importmarktanteile konnten v.a. China (+178,5%) und Indien (+125%) steigern. Aber auch L\u00e4nder mit Freihandelsoder Pr\u00e4ferenzabkommen &#8211; wie Peru (+50,2%), Mexiko (+75,9%) und der Mercosur (+29,8%) &#8211; konnten zulegen. Mit dem FHA werden die Kosten f\u00fcr Warenimporte aus der Schweiz fallen. Damit k\u00f6nnten Marktanteilsverluste wieder wettgemacht werden. Die weitere Entwicklung des bilateralen Handels Schweiz-Kolumbien nach Abschluss des FHA wird in&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2<\/b>&#13;<br \/>\nDie amerikanischen \u00d6konomen Jeff Bergstrand und Scott Baier k\u00f6nnen zeigen, dass sich mit einem FHA nach 10-15 Jahren der bilaterale Handel typischerweise verdoppelt.a Das h\u00e4ngt u.a. damit zusammen, dass die meisten FHA schrittweise \u00fcber mehrere Jahre hinweg implementiert werden. Zudem passen die Wirtschaftsakteure ihre T\u00e4tigkeiten nach und nach an die verbesserten Rahmenbedingungen an. Mit Hilfe des nicht-parametrischen Matching-Econometrics-Ansatzes k\u00f6nnen sie auch eine Vorhersage der Entwicklung der Handelsstr\u00f6me im Fall des Abkommens mit Kolumbien treffen. In der Analyse des FHA Schweiz-Kolumbien haben die Autoren f\u00fcr das Jahr 2005 L\u00e4nderpaare gesucht, die \u00e4hnliche Charakteristika (v.a. Sprache, gemeinsame Grenze, Distanz) aufweisen und ein FHA hatten. Als Match f\u00fcr bilaterale Handelsbeziehungen, wo bereits ein FHA besteht, ergaben sich das FHA Chile-Schweiz und das FHA Chile-EU. Je nach G\u00fcte des Match sollte die Differenz in den Niveaus der Handelsfl\u00fcsse nur noch den Effekt eines FHA wiedergeben. In der Ex-ante-Analyse sch\u00e4tzen die Autoren, dass mit dem FHA der Handel zwischen der Schweiz und Kolumbien pro Jahr um rund 6,5% steigen d\u00fcrfte. Der bilaterale Handel w\u00fcrde sich somit in 15 Jahren verdoppeln. gesch\u00e4tzt.&#13;<\/p>\n<h2>Grosses Wirtschaftspotenzial Kolumbiens<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit 6% des lateinamerikanischen Bruttoinlandprodukts (BIP) im Jahr 2008 ist Kolumbien die f\u00fcnftgr\u00f6sste lateinamerikanische Volkswirtschaft. Punkto Einwohnerzahl liegt das Land mit 46,1 Mio. Einwohnern (2007) hinter Brasilien und Mexiko auf dem dritten Rang Lateinamerikas. Es verf\u00fcgt somit \u00fcber einen beachtlichen Binnenmarkt mit guten Wachstumsaussichten. Das BIP-Wachstum liegt seit 2003 \u00fcber dem Durchschnitt Lateinamerikas: Es betr\u00e4gt pro Jahr \u00fcber 4%, mit einem Spitzenwert von 7,5% (2007). Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise verlangsamte sich das Wachstum im Jahr 2008 auf 2,5%. F\u00fcr 2009 wird mit einem Nullwachstum und f\u00fcr 2010 mit einem erneuten Aufschwung gerechnet. IWF-Prognose, Mai 2009. Damit geh\u00f6rt Kolumbien zu den L\u00e4ndern Lateinamerikas, die von dem weltweiten Konjunkturtief nur moderat betroffen sind. \u00a0Kolumbien ist eine offene Volkswirtschaft. Der internationale Handel tr\u00e4gt rund 40% zum BIP bei. Die Auslandverflechtung im Kapitalbereich ist jedoch gering. 2007 bis 2008 waren Kapitalkontrollen wirksam. Dadurch haben sich Unternehmen nur wenig im Ausland verschuldet und sind von der Finanzkrise nur m\u00e4ssig betroffen. Zudem sind noch kaum ausl\u00e4ndische Banken in Kolumbien t\u00e4tig. Der Dienstleistungsanteil am BIP ist in Kolumbien von 53% im Jahr 1995 auf 60,1% im Jahr 2007 gestiegen. Im umfassenden FHA sind Dienstleistungen inklusive Finanzdienstleistungen enthalten. So besteht beispielsweise im Bankensektor ein Potenzial f\u00fcr Schweizer Firmen. Der Sektor erholte sich von der Bankenkrise Ende der 1990er-Jahre, als sich die Anzahl der Finanzinstitute halbierte. \u00a0Die Wirtschaft Kolumbiens ist diversifiziert. Als drittgr\u00f6sstes Agrarland Lateinamerikas exportiert es an Agrarprodukten haupts\u00e4chlich Kaffee (drittgr\u00f6sster Exporteur), Schnittblumen (zweitgr\u00f6sster Exporteur), Bananen und Zucker. Zudem ist Kolumbien reich an Bodensch\u00e4tzen wie Gold, Kohle, Nickel, Erd\u00f6l oder Smaragden (gr\u00f6sster Produzent weltweit). Wichtige Industrieg\u00fcterexporte sind Chemikalien, Halbfabrikate (z.B. Papier, Zement, Leder), Maschinen und Transportequipment, Textilien und Kleider. Prim\u00e4rg\u00fcterexporte machen immer noch gegen 60% der G\u00fcterexporte aus (19,5% Agrarg\u00fcter, 38,6% Energietr\u00e4ger und Bergbauprodukte). \u00a0Mehr als die H\u00e4lfte der Direktinvestitionen (FDI) Foreign Direct Investment. sind in den letzten Jahren in die Rohstoffindustrie und die rohstoffbasierte Verarbeitungsindustrie geflossen, getrieben von den hohen Rohstoffpreisen. FDI-Zufl\u00fcsse stiegen 2007 um 90% und erreichten 3,4 Mrd. US-Dollar. Die wichtigsten ausl\u00e4ndischen Investoren stammen aus den USA, Spanien und Panama. Nach Brasilien (34,7 Mrd. Fr.) und Mexiko (4,9 Mrd. Fr.) ist Kolumbien mit 1,2 Mrd. Franken (FDI-Best\u00e4nde) die drittwichtigste Destination von Schweizer FDI in Lateinamerika. FDI in den Dienstleistungssektor (Banken, Versicherungen, Transporte, Qualit\u00e4tssicherung usw.) haben neben den FDI in die Industrie (Lebensmittel, Maschinen, Bau, Bergbau, Pharma und Chemie) an Bedeutung gewonnen. \u00a0Zum Boom in den letzten Jahren haben nicht nur die hohe Nachfrage nach Rohstoffen und deren Preisanstieg beigetragen, sondern auch interne Faktoren wie die Sicherheitspolitik von Pr\u00e4sident Uribe. Die Rahmenbedingungen f\u00fcr Unternehmen wurden dadurch markant verbessert, und entsprechend zogen auch die Investitionen wieder an. Im Doing Business Report 2009 der Weltbank hat sich Kolumbien zwischen 2007 und 2009 um 26 Positionen verbessert und liegt nun vor Mexiko (56) und Brasilien (125) &#8211; wenn auch noch hinter Chile (40) &#8211; auf Rang 53. Als Plus werden die qualifizierten Arbeitskr\u00e4fte, die Glaubw\u00fcrdigkeit der Manager und das Unternehmertum herausgestrichen. Die stabilit\u00e4ts- und reformorientierte Wirtschaftspolitik trug ebenfalls zu einem besseren Wirtschaftsklima bei. Die Inflationsrate ist von 2000 bis 2007 von fast 26% auf 4,8% gesunken und weist seither einen einstelligen Wert auf.&#13;<\/p>\n<h2>Ablauf der Verhandlungen und Inhalt des Abkommens Internet: www.efta.int\/content\/free-trade\/fta-countries\/colombia.<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen der Verhandlungen mussten unterschiedliche Interessen zwischen den Efta-Staaten und Kolumbien insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft und Dienstleistungen \u00fcberwunden werden. Zus\u00e4tzliche Schwierigkeiten ergaben sich dadurch, dass das FHA das erste derartige Abkommen Kolumbiens mit europ\u00e4ischen Partnern war, und dass Kolumbien Mitglied der Cairns-Gruppe ist. Der Cairns-Gruppe geh\u00f6ren die folgenden Staaten an: Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Kanada, Kolumbien, Malaysia, Neuseeland, Paraguay, Philippinen, S\u00fcdafrika, Thailand und Uruguay. Innerhalb der WTO verlangt diese Gruppe eine radikale Liberalisierung des Agrarsektors. Trotz dieses schwierigen Umfelds gelang es den Efta-Staaten und Kolumbien schliesslich, ihre jeweiligen Interessen in Einklang zu bringen.&#13;<\/p>\n<h2>Warenhandel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Bereich des Warenhandels sieht das Abkommen die vollst\u00e4ndige, aber asymmetrische Abschaffung der Z\u00f6lle auf Industrieprodukten vor (einschliesslich Fisch und andere Meeresprodukte). Das Abkommen ber\u00fccksichtig somit das unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungsniveau der Efta-Staaten und Kolumbiens. Die Efta-Staaten heben beim Inkrafttreten des Abkommens alle Z\u00f6lle auf, w\u00e4hrend Kolumbien vorerst 86% seiner Tariflinien auf null senken wird. Die restlichen Z\u00f6lle wird Kolumbien w\u00e4hrend f\u00fcnfbis maximal zehnj\u00e4hrigen \u00dcbergangsfristen, die abh\u00e4ngig sind vom Sensibilit\u00e4tsgrad der Produkte, beseitigen. \u00a0Was die Landwirtschaftsprodukte anbelangt, gew\u00e4hrt Kolumbien der Schweiz Konzessionen in Bezug auf gewisse verarbeitete Erzeugnisse &#8211; wie Schokolade, Bonbons, Suppen, Saucen, Erzeugnisse auf Kaffeebasis und Fertigfondue &#8211; sowie bei bestimmten nicht verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten (wie Trockenfleisch, K\u00e4se, Apfelsaft, Traubenmost, Wein und Zigaretten). F\u00fcr verarbeitete Landwirtschaftsprodukte gew\u00e4hrt die Schweiz Kolumbien Konzessionen in Form einer pr\u00e4ferenziellen Behandlung, die derjenigen f\u00fcr Produkte aus der EU per 1. Januar 2008 entspricht. Ausserdem r\u00e4umt sie Konzessionen in Form einer Reduktion oder Beseitigung der Einfuhrz\u00f6lle f\u00fcr Bananen, tropische Fr\u00fcchte und gewisse Blumen ein und konsolidiert im Abkommen den Grossteil der Zollkonzessionen, die sie Kolumbien bisher autonom im Rahmen ihres Allgemeinen Pr\u00e4ferenzsystems (APS) gew\u00e4hrt hat.&#13;<\/p>\n<h2>Dienstleistungen und Investitionen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDa der Dienstleistungssektor f\u00fcr seine Wirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, zeigte sich Kolumbien bei den Verhandlungen \u00fcber diesen Bereich besonders engagiert. Die sehr umfassenden Bestimmungen im Bereich der gegenseitigen Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen orientieren sich im Wesentlichen am Allgemeinen Abkommen \u00fcber den Handel mit Dienstleistungen (Gats) der WTO und gehen in mehreren Bereichen \u00fcber dieses hinaus (Finanzdienstleistungen, Telekommunikationsdienstleistungen, Anerkennung der Qualifikationen der Dienstleistungserbringer und Grenz\u00fcberschreitung nat\u00fcrlicher Personen zur Dienstleistungserbringung). Im Vergleich zu seinen bestehenden sektoriellen Verpflichtungen im Rahmen des Gats erweitert Kolumbien seine Marktzugangsverpflichtungen bei einer ganzen Reihe von Bereichen, die f\u00fcr die Schweizer Dienstleistungsexportindustrie von Bedeutung sind, insbesondere bei den Finanzdienstleistungen (vor allem bez\u00fcglich der Er\u00f6ffnung von Zweigstellen im Versicherungs- und Bankbereich sowie f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Verm\u00f6gensverwaltungsgesch\u00e4fte), bei den Unternehmensdienstleistungen (beispielsweise Installation von Maschinen) sowie bei den Vertriebs- und Logistikdienstleistungen. \u00a0Das Abkommen enth\u00e4lt auch Bestimmungen im Bereich der Investitionen, die auf dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung beim Marktzugang beruhen. Damit wird der Marktzutritt f\u00fcr Schweizer FDI in Kolumbien und f\u00fcr kolumbianische FDI in der Schweiz gew\u00e4hrleistet (Phase des sog. \u00abPre-Establishment\u00bb). Die Ausnahmen von diesem Grundsatz sind in nationalen Vorbehaltslisten aufgef\u00fchrt. Die Bestimmungen des FHA erg\u00e4nzen somit die Bestimmungen des bilateralen Abkommens \u00fcber die F\u00f6rderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen (ISA), das im Jahr 2006 von der Schweiz und Kolumbien unterzeichnet wurde und demn\u00e4chst in Kraft treten wird.&#13;<\/p>\n<h2>Geistiges Eigentum, \u00f6ffentliches Beschaffungswesen und weitere Bereiche<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZum ersten Mal in einem Efta-FHA wurden Bestimmungen zu den geistigen Eigentumsrechten an genetischen Ressourcen und zum traditionellen Wissen vereinbart, um die Transparenz beim Zugang in diesen Bereichen zu erh\u00f6hen. Patentanmeldungen m\u00fcssen daher eine Deklaration der Herkunft oder Quelle einer genetischen Ressource enthalten, zu welcher der Erfinder oder Patentanmelder Zugang hatte. \u00a0Was das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen anbelangt, \u00fcbernimmt das Abkommen mit Kolumbien die Grundbestimmungen des revidierten plurilateralen WTO-\u00dcbereinkommens \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen (GPA). Damit kann Kolumbien in einen fortgeschrittenen Liberalisierungsprozess integriert werden. Dies ist umso bedeutender, als Kolumbien im Gegensatz zu den Efta-Staaten noch nicht Mitglied des GPA ist. \u00a0Mit einer Reihe von speziellen Bestimmungen in den Bereichen Wettbewerb und Beilegung von Streitigkeiten soll im Weiteren verhindert werden, dass die Vorteile des Abkommens durch wettbewerbsbehindernde Praktiken beeintr\u00e4chtigt werden. Und es soll gew\u00e4hrleistet werden, dass Streitigkeiten nach einem genau festgelegten Verfahren beigelegt werden.\u00a0Schliesslich sieht das Abkommen auch gezielte Massnahmen zur technischen Unterst\u00fctzung zu Gunsten von Kolumbien vor. Diese wird die Schweiz im Rahmen eines bilateralen Programms zur wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit umsetzen, das vom Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) realisiert wird. Handelsf\u00f6rderungsmassnahmen wurden f\u00fcr folgende Bereiche vereinbart: Marktstudien f\u00fcr potenzielle kolumbianische Exportprodukte in den Efta-Raum, St\u00e4rkung unternehmerischer Exportnetze und Kapazit\u00e4tsaufbau zur Einhaltung internationaler Standards im Export (z.B. Laborinfrastruktur und Zertifizierungssysteme). Kolumbien ist seit Januar 2009 ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit des Seco. Das Seco engagiert sich in den Bereichen dezentralisierte wirtschaftliche Entwicklung (z.B. Vereinfachung der Unternehmensregistrierung), nachhaltiger Handel (z.B. bei Tropenholz), F\u00f6rderung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit (z.B. gezielte Beratung und Kreditzugang f\u00fcr KMU) und Technologietransfer bez\u00fcglich Umwelt und Klimawandel (z.B. Recycling elektronischer Abf\u00e4lle, Biogasnutzung).&#13;<\/p>\n<h2>Kritische Voten zum Abkommen mit Kolumbien im Parlament&#8230;<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Zusammenhang mit der Verabschiedung des FHA wurden im Parlament lange und engagierte Diskussionen gef\u00fchrt. Verschiedene Votanten sprachen sich mit dem Hinweis auf die unbefriedigende Menschenrechtslage in Kolumbien gegen die Ratifizierung des Abkommens aus. Es trifft zwar zu, dass die Situation im Bereich der Menschenrechte in diesem Land in bestimmter Hinsicht nach wie vor beunruhigend ist. Jedoch wurden unter der Regierung von Pr\u00e4sident Uribe bedeutende Fortschritte erzielt. In diesem Zusammenhang zeigen die Erfahrungen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte vielfach Hand in Hand gehen.&#13;<\/p>\n<h2>&#8230; und die Argumente zu Gunsten des FHA<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas FHA f\u00fcgt sich als erg\u00e4nzendes Instrument in die bereits sehr intensiven Beziehungen ein, welche die Schweiz mit Kolumbien unterh\u00e4lt. Diese bestehen insbesondere im Rahmen des seit langem gef\u00fchrten Dialogs \u00fcber die Menschenrechte, der Mediationst\u00e4tigkeit und weiterer Massnahmen. So leistet die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) in Kolumbien humanit\u00e4re Hilfe und unterst\u00fctzt Projekte von Nichtregierungs- und staatlichen Organisationen, die sich f\u00fcr den Schutz der Menschenrechte, den Zugang zum Rechtssystem, die Rechte von Minorit\u00e4ten und Kindern und den Kampf gegen die Nichtverfolgung strafrechtlicher Delikte einsetzen. Aus der breiten Palette von Massnahmen, welche die Schweiz zu Gunsten von Kolumbien realisiert, geht klar hervor, dass sich die Politik gegen\u00fcber diesem Land keineswegs ausschliesslich an wirtschaftlichen und gesch\u00e4ftlichen Interessen orientiert. Mit einem Verzicht auf die Ratifizierung des Abkommens aufgrund der weiterhin problematischen Menschenrechtslage w\u00fcrde die Situation nicht verbessert. Mit dem Abkommen kann die Frage der Menschenrechte in Kolumbien nicht gel\u00f6st werden; dazu ist es nicht das geeignete Instrument. Aber es kann dazu beitragen, dass sich der Lebensstandard der kolumbianischen Bev\u00f6lkerung &#8211; und damit auch die allgemeine Lage &#8211; verbessert. Im Rahmen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) finanziert die Schweiz verschiedene Projekte, die auf einen Ausbau der grundlegenden Arbeitsnormen in Kolumbien ausgerichtet sind. Das FHA f\u00fcgt sich somit vollst\u00e4ndig in die schweizerische Aussenpolitik ein. \u00a0Das FHA wurde am 25. Mai 2009 vom Nationalrat und am 24. September 2009 vom St\u00e4nderat verabschiedet und sollte im Verlauf von 2010 in Kraft treten.&#13;<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit dem FHA, dem Investitionsschutzabkommen und dem Doppelbesteuerungsabkommen Das Doppelbesteuerungsabkommen muss von Kolumbien noch ratifiziert werden. sowie dem grossen Potenzial des kolumbianischen Marktes mit seiner dynamischen Unternehmerschaft ergibt sich ein Zusammenspiel von sehr guten Rahmenbedingungen f\u00fcr Schweizer Firmen, die G\u00fcter und Dienstleistungen nach Kolumbien exportieren oder Direktinvestitionen t\u00e4tigen. Auch Kolumbien profitiert vom verbesserten Zugang zu europ\u00e4ischen M\u00e4rkten, Direktinvestitionen und zum \u00f6ffentlichen Beschaffungswesen sowie geistigem Eigentum und Wettbewerb. Mit der Abstimmung der Aussenwirtschaftspolitik und der Entwicklungszusammenarbeit leistet die Schweiz in Kolumbien einen Beitrag zu stabilem Wachstum, wodurch die Armut reduziert werden kann. Entwickelt sich Kolumbien positiv, k\u00f6nnte sich dies auch g\u00fcnstig auf Nachbarl\u00e4nder auswirken.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abImportmarktanteile auf dem kolumbianischen Markt, 2001-2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abZolltarife Kolumbiens, 2008 (in&nbsp;%)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Freihandelsnetz Kolumbiens und Pr\u00e4ferenzz\u00f6lle<\/b>&#13;<br \/>\nKolumbien ist Mitglied der Andengemeinschaft CAN (Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru). Im zwischenstaatlichen Handel wurden die Z\u00f6lle eliminiert; ein gemeinsamer Aussenzoll fehlt jedoch. Die CAN ist neben der Nafta (Mexiko, USA und Kanada) und dem gemeinsamen Markt S\u00fcdamerikas Mercosur (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) der drittgr\u00f6sste Wirtschaftsblock Amerikas. Das FHA zwischen Kolumbien und Chile sieht vor, dass bis 2011 der zollfreie Handel bei allen Produkten (inkl. Agrarg\u00fcter) verwirklicht sein wird. Gem\u00e4ss dem Abkommen mit den L\u00e4ndern des Mercosur sollen bis sp\u00e4testens 2018 alle Z\u00f6lle zwischen Kolumbien und den Mitgliedern des Mercosur auf null abgebaut sein (inkl. Agrarg\u00fcter). Pr\u00e4ferenzabkommen bestehen mit zw\u00f6lf L\u00e4ndern der karibischen Gemeinschaft Caricom (Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Guyana, Haiti, Jamaika, Montserrat, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Suriname und Trinidad und Tobago), Mexiko, Kuba und Panama. Zudem ist Kolumbien Mitglied von Aladi, dem lateinamerikanischen Integrationsraum, der sich zusammensetzt aus den Mitgliedern der CAN und des Mercosur plus Chile, Mexiko und Venezuela. Die Mitglieder gew\u00e4hren sich Pr\u00e4ferenzz\u00f6lle. Kolumbien und die USA unterzeichneten im November 2006 ein umfassendes FHA. Ausstehend ist die Ratifikation durch den amerikanischen Kongress. Im November 2008 unterzeichnete Kolumbien mit Kanada ebenfalls ein umfassendes FHA. Der Ratifikationsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Mit der EU sind Verhandlungen \u00fcber ein FHA im Gang. Unter dem Allgemeinen Pr\u00e4ferenzensystem (APS) profitiert Kolumbien von pr\u00e4ferenziellem Zugang zu den M\u00e4rkten z.B. Kanadas, der EU, Japans, der Schweiz oder von den USA. Die APS der einzelnen Industriel\u00e4nder gew\u00e4hren f\u00fcr Waren aus Entwicklungsl\u00e4nder unilateral einen pr\u00e4ferenziellen Zugang, um einen Beitrag zur Entwicklung dieser L\u00e4nder zu leisten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Entwicklung des bilateralen Handels Schweiz-Kolumbien mit einem Freihandelsabkommen<\/b>&#13;<br \/>\nDie amerikanischen \u00d6konomen Jeff Bergstrand und Scott Baier k\u00f6nnen zeigen, dass sich mit einem FHA nach 10-15 Jahren der bilaterale Handel typischerweise verdoppelt.a Das h\u00e4ngt u.a. damit zusammen, dass die meisten FHA schrittweise \u00fcber mehrere Jahre hinweg implementiert werden. Zudem passen die Wirtschaftsakteure ihre T\u00e4tigkeiten nach und nach an die verbesserten Rahmenbedingungen an. Mit Hilfe des nicht-parametrischen Matching-Econometrics-Ansatzes k\u00f6nnen sie auch eine Vorhersage der Entwicklung der Handelsstr\u00f6me im Fall des Abkommens mit Kolumbien treffen. In der Analyse des FHA Schweiz-Kolumbien haben die Autoren f\u00fcr das Jahr 2005 L\u00e4nderpaare gesucht, die \u00e4hnliche Charakteristika (v.a. Sprache, gemeinsame Grenze, Distanz) aufweisen und ein FHA hatten. Als Match f\u00fcr bilaterale Handelsbeziehungen, wo bereits ein FHA besteht, ergaben sich das FHA Chile-Schweiz und das FHA Chile-EU. Je nach G\u00fcte des Match sollte die Differenz in den Niveaus der Handelsfl\u00fcsse nur noch den Effekt eines FHA wiedergeben. In der Ex-ante-Analyse sch\u00e4tzen die Autoren, dass mit dem FHA der Handel zwischen der Schweiz und Kolumbien pro Jahr um rund 6,5% steigen d\u00fcrfte. Der bilaterale Handel w\u00fcrde sich somit in 15 Jahren verdoppeln.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Efta- Staaten und Kolumbien haben ein umfassendes Freihandelsabkommen (FHA) abgeschlossen, welches die Rahmenbedingungen der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen verbessert. Das Abkommen er\u00f6ffnet insbesondere der Schweizer Exportwirtschaft einen Markt mit grossem Wachstumspotenzial und verschafft den Exporteuren einen stabilen, offenen und weitestgehend diskriminierungsfreien Zugang zum kolumbianischen Markt. Das FHA tr\u00e4gt auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Entwicklung Kolumbiens bei, [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3349,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3349,"seco_co_author":[3350,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Ressort Freihandelsabkommen\/EFTA, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern","seco_author_post_occupation_fr":"Secteur Accords de libre-\u00e9change\/AELE, Secr\u00e9tariat d\u2019\u00c9tat \u00e0 l\u2019\u00e9conomie SECO, Berne","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3350,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. sc. tech., Leiterin Bereich Nachhaltige Wirkung, Zentrum f\u00fcr Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit (CCRS) an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich","seco_co_author_post_occupation_fr":"Responsable du secteur Impact durable, Centre pour la responsabilit\u00e9 entrepreneuriale et la durabilit\u00e9 (CCRS) \u00e0 l\u2019universit\u00e9 de Zurich"}],"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":122059,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8129","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55a61977d1c0f"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122056"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3349"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122056"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127872,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122056\/revisions\/127872"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3350"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3349"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=122056"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=122056"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=122056"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=122056"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=122056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}