{"id":122076,"date":"2009-09-01T12:00:00","date_gmt":"2009-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/09\/babel-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:36:56","modified_gmt":"2023-08-23T21:36:56","slug":"babel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/09\/babel\/","title":{"rendered":"Szenarien zur k\u00fcnftigen Entwicklung der Hochschulen in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Art. 42 des zur Beratung stehenden Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) sieht vor, als Zuteilungskriterium f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Finanzmittel neu auch die zu erwartenden Studierendenzahlen zu verwenden. Seit sieben Jahren publiziert das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) j\u00e4hrlich Szenarien zur Entwicklung der schweizerischen Hochschulen. Grund genug, die Vorhersehbarkeit der Studierendenzahlen und die Qualit\u00e4t der bisherigen Prognosen einer Bilanz zu unterziehen. Im folgenden Artikel werden zudem die aktuellen Tendenzen und die wesentlichen Faktoren aufgezeigt, welche die Hochschullandschaft in den n\u00e4chsten Jahren beeinflussen d\u00fcrften.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nVor knapp zehn Jahren hat sich das Bed\u00fcrfnis nach einem Instrument herausgebildet, das die Entwicklungen im gesamten Bildungssystem zuverl\u00e4ssig zu prognostizieren vermag. Die Ausgangslage war vielversprechend, verf\u00fcgte doch das BFS \u00fcber Datenmaterial von sehr guter Qualit\u00e4t. Im Jahr 2002 wurden dann die ersten Zehnjahresprognosen f\u00fcr die Universit\u00e4ren Hochschulen (UH) und die Fachhochschulen (FH) durchgef\u00fchrt, die eine hohe Detaillierungsstufe aufweisen. Seither wurden diese Arbeiten schrittweise auf das gesamte Bildungssystem ausgeweitet und jedes Jahr aktualisiert. Im Bereich der Hochschulen verf\u00fcgen wir heute \u00fcber einen R\u00fccklauf von sieben Jahren, was erm\u00f6glicht, die Qualit\u00e4t der Szenarien zu bilanzieren.&#13;<\/p>\n<h2>Zuverl\u00e4ssigkeit der Prognosen im Hochschulbereich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDefinitionsgem\u00e4ss werden Stichhaltigkeit und Qualit\u00e4t von Prognosen durch jede Massnahme vermindert, die das betreffende System strukturell ver\u00e4ndert. In den letzten Jahren haben zahlreiche strukturelle Ver\u00e4nderungen stattgefunden &#8211; etwa mit der Bologna-Reform und dem damit verbundenen tief greifenden Umbau der Studienstruktur, der Ausweitung der Fachhochschulen auf die Bereiche Gesundheit, Soziales und Kunst (GSK) oder durch die Schaffung der P\u00e4dagogischen Hochschulen (PH). Der Kontext f\u00fcr die Prognosen gestaltete sich demnach schwierig.\u00a0Die grundlegende Hypothese der BFS-Prognosen zu den endogenen Entwicklungen ist, dass eine sehr detaillierte Modellierung der Studierendenstr\u00f6me in sich schon ausreicht, um zuverl\u00e4ssige (kurzfristige) Studierendenprognosen zu erstellen. Die \u00dcberpr\u00fcfung der Prognosen durch das BFS hat bisher die G\u00fcltigkeit dieses Ansatzes best\u00e4tigt. Dabei hat sich auch gezeigt, dass mittelfristig die gegenw\u00e4rtigen Tendenzen innerhalb des Bildungssystems integriert sowie die Auswirkungen der Reformen m\u00f6glichst gut modelliert werden m\u00fcssen. Beide Aspekte haben sich als komplex erwiesen, was beim Ersteren deutlich mehr erstaunt als beim Letzteren. Grund daf\u00fcr sind die vielen strukturellen Ver\u00e4nderungen, welche die Spuren f\u00fcr die Statistiker da und dort verwischt haben. Sind diese Schwierigkeiten einmal \u00fcberwunden, erweist sich der unvorhersehbare Teil der Entwicklungen allerdings als deutlich schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt als im Vorfeld angenommen (siehe auch weiter unten im Text).\u00a0In quantitativer Hinsicht liegt der durchschnittliche absolute Fehler (Mape Mean Absolute Percentage Error.) bei den UH (Gesamtheit aller Studierenden auf den Stufen Bachelor, Master und Diplom) nach einem Jahr bei 1,1% und nach 4 Jahren bei 2%. Bei den FH liegt die Unsicherheit in einem \u00e4hnlichen Bereich. Trotz dieser eng begrenzten Fehlerquoten untersch\u00e4tzten die vergangenen Prognosen bei den UH mittelfristig betrachtet tendenziell die reellen Entwicklungen. Die Ursachen daf\u00fcr waren vielf\u00e4ltig; ein wichtiger Faktor war jedoch die Bologna-Reform mit ihren schwer vorhersehbaren Auswirkungen auf die Studierendenzahlen, insbesondere jene der ausl\u00e4ndischen Studierenden. Unter der Voraussetzung, dass keine wichtigen Strukturver\u00e4nderungen mehr stattfinden werden, d\u00fcrfte sich die Qualit\u00e4t der Prognosen in Zukunft verbessern, zumal eine Vielzahl von Tendenzen bereits ber\u00fccksichtigt wurden und die Auswirkungen der Bologna-Reform mittlerweile gut bekannt sind.&#13;<\/p>\n<h2>Aktuelle Haupttendenzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei den UH f\u00e4llt insbesondere die starke Tendenz zur Internationalisierung auf. Ungeachtet des Niveaus ist eine hohe und weiter zunehmende Attraktivit\u00e4t der schweizerischen Hochschulen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende festzustellen. Diese Entwicklung ist bisher eher auf den Stufen Professur (54% der neu eintretenden Professorinnen und Professoren kamen 2006 aus dem Ausland; das entspricht einer Zunahme von +8 Prozentpunkten in den letzten 10 Jahren), Doktorat (Anteil von 43% der Neueintretenden 2008; Zunahme von +15 Prozentpunkten) und Master (konstanter Anteil von 20% seit 4 Jahren, bei einem Wachstum der Neueintretenden um den Faktor 3) wahrgenommen worden; sie ist aber auch auf Bachelor-Stufe stark pr\u00e4sent (siehe Grafik 1). Auf dieser Stufe waren Entwicklungen aufgrund der sich stark ver\u00e4ndernder Population im Zusammenhang mit der Bologna-Reform speziell schwierig festzustellen. Was gem\u00e4ss gebr\u00e4uchlicher statistischer Definition lediglich als schwache Tendenz mit starken Schwankungen erschien, erwies sich in Wahrheit als massive und kontinuierliche Zunahme der Eintritte mit ausl\u00e4ndischem Zulassungsausweis von 8% bis 9% pro Jahr seit 12 Jahren (gegen\u00fcber +1,5% Eintritte mit schweizerischem Zulassungsausweis pro Jahr).\u00a0Bei den FH ist die Tendenz, nach der kaufm\u00e4nnischen Berufsmatur ein Studium in Angriff zu nehmen, ein endogener Faktor mit bemerkenswert starker Zunahme. Das trifft insbesondere auf Frauen zu: Ihr Anteil an kaufm\u00e4nnischen Berufsmaturanden, welche nach erfolgreichem Abschluss an eine FH wechseln, hat sich in den letzten 10 Jahren von 20% auf 40% verdoppelt. Es liegt also eine komplette Verhaltensver\u00e4nderung von Absolventinnen und Absolventen der Berufsmatur vor, die von den sich neu bietenden M\u00f6glichkeiten vermehrt Gebrauch machen.&#13;<\/p>\n<h2>Gegenseitige Beeinflussung von Hochschultypen und Studieng\u00e4ngen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den letzten Jahren wurde das Angebot an Hochschulausbildungen in der Schweiz stark ausgeweitet. Die FH gewannen von Jahr zu Jahr an Bedeutung und scheinen auch einen betr\u00e4chtlichen Teil an Absolventen der gymnasialen Matur anzuziehen. Eine der Fragen, die sich dazu stellt, ist diejenige nach der gegenseitigen Beeinflussung der verschiedenen Hochschultypen bzw. der Konkurrenz untereinander. Betrachtet man nur die Studieng\u00e4nge, gelangt man zur Feststellung, dass sich die Studierendenzahlen beider Typen unabh\u00e4ngig voneinander entwickelt haben und der Zuwachs bei den FH nicht auf Kosten der UH ging. Schliesst man die Ver\u00e4nderungen auf statistischer Ebene aus, zeigt sich beispielsweise, dass der Zulauf zu den FH nach Abschluss einer gymnasialen Matur ebenso wie die Wahrscheinlichkeit, vor Erlangen des ersten Diploms von einer UH in eine FH zu wechseln, in den letzten Jahren stabil geblieben ist.&#13;<\/p>\n<h2>Bedeutende Zunahme der Studierendenzahlen an FH bis 2012<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVerschiedene Faktoren tragen zur erwarteten Zunahme der Anzahl Studierenden an den FH in den n\u00e4chsten Jahren bei: \u00a0&#8211; die bis 2012 andauernde Bev\u00f6lkerungszunahme;\u00a0&#8211; der verst\u00e4rkte Zulauf zum gymnasialen Bildungsweg auf Sekundarstufe II;\u00a0&#8211; die indirekten Folgen der Bologna-Reform;\u00a0&#8211; die Zunahme der ausl\u00e4ndischen Studierenden auf allen Stufen.\u00a0Wie oben ausgef\u00fchrt, stellen ausl\u00e4ndische Studierende einen bedeutenden Wachstumsfaktor auf der Bachelor-Stufe dar. Ihr Anteil an den Neueintretenden d\u00fcrfte von 15% (2008) auf 25% (2018) ansteigen. Da die demografische Alterung in einigen Jahren die Anzahl der UH-Studierenden belasten wird, k\u00f6nnte den ausl\u00e4ndischen Neueintretenden diesbez\u00fcglich eine wichtige Rolle zukommen.\u00a0Die Anzahl Studierende auf Master-Niveau d\u00fcrfte von 19000 im Jahr 2008 auf \u00fcber 30000 im Jahr 2012 zunehmen. Dieser starke Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren: \u00a0&#8211; eine hohe \u00dcbertrittsquote von Bachelor zu Master (88%);\u00a0&#8211; eine erwartete Zunahme von Bachelor-Abschl\u00fcssen in den n\u00e4chsten Jahren (2008: 8600; 2010: 12500);\u00a0&#8211; eine weitere Steigerung der Attraktivit\u00e4t von Master-Studieng\u00e4ngen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende.\u00a0Insgesamt d\u00fcrfte die Anzahl UH-Studierender bis mindestens 2012 stark zunehmen (durchschnittlich +3% bis +4% pro Jahr; ca. 136000 Studierende 2012). Danach ist eine deutliche Verlangsamung der Zunahme bis etwa 2018 zu erwarten (durchschnittlich +0,3% bis +0,7% pro Jahr; 139000-146000 Studierende 2018).&#13;<\/p>\n<h2>UH: 45% bis 50% mehr Diplome in den technischen Wissenschaften bis 2018<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n\u00dcber alle Fachbereiche betrachtet, d\u00fcrfte die Zunahme der Master oder Diplomierten bis 2018 zwischen 12% und 15% betragen. Allerdings gibt es je nach Fachbereich grosse Unterschiede. So ist f\u00fcr die technischen Wissenschaften und die Wirtschaftswissenschaften mit einer massiven Zunahme zu rechnen (ca. +20% bis 2012; +45% bis +50% bis 2018). Dieser Befund mag auf den ersten Blick \u00fcberraschen, da die Anzahl Neudiplomierten in den technischen Wissenschaften in den letzten Jahren eher stagnierte. Der Grund daf\u00fcr ist, dass die wichtigsten Einflussgr\u00f6ssen der Studierendenzahlen f\u00fcr diesen Bereich gegen\u00fcber dem Durchschnitt beinahe systematisch erh\u00f6ht sind: hoher und wachsender Anteil ausl\u00e4ndischer Neueintretender auf Stufe Bachelor (2008: 29%) sowie Master (25%) und \u00dcbertrittsquote von Bachelor zu Master von nahezu 100%. Im Kontrast dazu steht der erwartete R\u00fcckgang der Master oder Diplomierten von 20% in den Sozial- und Geisteswissenschaften.&#13;<\/p>\n<h2>Zwischen 10000 und 17000 FH- und PH-Studierende auf Master-Stufe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei den FH ist eine Zunahme der Anzahl Studierende auf den Stufen Bachelor oder Diplom von 43000 auf 48000 im Jahr 2012 (+12%) zu erwarten. Besonders hohe Wachstumsraten d\u00fcrften im erst k\u00fcrzlich etablierten Bereich Gesundheit (+30%) und im Bereich Wirtschaft (+20%) zu verzeichnen sein. Bei den PH d\u00fcrfte die Anzahl Studierende auf diesen Stufen in den n\u00e4chsten Jahren bei rund 10000 konstant bleiben.\u00a0Die bedeutende Neuerung zu Beginn des Studienjahres 2008 war die Einf\u00fchrung des Master-Studienganges bei den FH mit etwa 2000 Neueinsteigenden; in den PH waren es rund 950. W\u00e4hrend die \u00dcbertrittsquote von Bachelor zum Master FH relativ bescheiden war (16%), lag der Ausl\u00e4nderanteil mit 650 (30%) ziemlich hoch. Dieser Anteil ist am h\u00f6chsten in den Bereichen Musik und Design (je ca. 40%) sowie Wirtschaft (30%).\u00a0Die Entwicklung der Anzahl an Master-Studierenden bei FH und PH ist noch unklar, da das diesbez\u00fcgliche Angebot in den n\u00e4chsten Jahren wohl weiter ausgebaut wird. Wenn sich die \u00dcbertrittsquote vom Bachelor im gleichen Rahmen wie heute bewegt (Szenario \u00abNeutral\u00bb), d\u00fcrfte sie in den n\u00e4chsten Jahren etwa 10000 erreichen. Wenn jedoch die \u00dcbertrittsquote bei den FH auf das Niveau von Deutschland ansteigt (37% bei einer vergleichbaren Population), k\u00f6nnten es bis 2013 gar 17000 sein.&#13;<\/p>\n<h2>Die Schweiz auf internationaler Ebene<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Anzahl Studierende in den Schweizer Hochschulen sind also in einem starken Anstieg begriffen und k\u00f6nnten n\u00e4chstens 200000 erreichen. Betrachtet man die Quoten der Hochschuldiplome oder der Neueintritte (und l\u00e4sst somit die demografischen Faktoren ausser Acht), ist das Wachstum als relativ begrenzt zu betrachten. W\u00e4hrend die Neueintrittsquote zwischen 1998 und 2008 &#8211; bedingt durch die Schaffung und Weiterentwicklung von FH und PH) &#8211; von 25% auf 35% hochschnellte, ist bis 2018 nur noch mit einem langsamen Wachstum auf 37% bis 39% zu rechnen. Dasselbe ist auch bei der Diplomierungsquote zu erwarten, die sich zwischen 2000 und 2008 verdoppelte und nun bis 2018 bei 28% bis 29% stagnieren d\u00fcrfte. Es handelt sich zum Teil um eine \u00abk\u00fcnstliche\u00bb Stagnation, bedingt durch Definitionen und die Bologna-Reform.\u00a0Mit einer Hochschulabschlussquote (Niveau 5A) von 30% liegt die Schweiz &#8211; auch wegen der grossen Bedeutung der nicht-universit\u00e4ren terti\u00e4ren Ausbildung (10% beim Niveau 5B) &#8211; unterhalb des OECD-Durchschnitts von 37% f\u00fcr das Niveau 5A. Gem\u00e4ss den Szenarien des BFS nimmt der Anteil der Diplomierten in den n\u00e4chsten Jahren um 3 Prozentpunkte zu und bleibt damit bescheiden. Dieser Befund basiert indes auf den Ausbildungen, die l\u00e4nger als ein Jahr dauern, und widerspiegelt somit nur einen Teil der Realit\u00e4t. Denn gem\u00e4ss Schweizerischer Arbeitskr\u00e4fteerhebung erwirbt ein betr\u00e4chtlicher Teil der Bev\u00f6lkerung nachtr\u00e4glich ein terti\u00e4res Diplom oder absolviert eine k\u00fcrzere terti\u00e4re Ausbildung (z.B. Diploma of Advanced Studies DAS in einer Hochschule).\u00a0Gem\u00e4ss den Szenarien d\u00fcrfte das Ausbildungsniveau der Schweizer Bev\u00f6lkerung in den n\u00e4chsten Jahren weiter stark ansteigen. Der Anteil der Bev\u00f6lkerung mit terti\u00e4rem Bildungsabschluss &#8211; universit\u00e4re und nichtuniversit\u00e4re Abschl\u00fcsse &#8211; k\u00f6nnte von 30% im Jahr 2006 bis 2018 auf \u00fcber 44% ansteigen (gegen\u00fcber einem OECD-Durchschnitt von 27%).&#13;<\/p>\n<h2>Wichtigste Unsicherheitsfaktoren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Erstellen von Prognosen ist immer heikel, da sie in der Regel auf einer Fortf\u00fchrung der in der Vergangenheit beobachteten Tendenzen beruhen. Die mit der gr\u00f6ssten Unsicherheit behafteten Faktoren sind a priori jene, die in diesem Jahr die deutlichsten Tendenzen gezeigt haben. Das Beispiel der Berufsmatur, wo die Zahlen nach einem massiven Anstieg ohne \u00dcbergang pl\u00f6tzlich stagnierten, mahnt uns zur Vorsicht. Der wichtigste Unsicherheitsfaktor betrifft die Anzahl der ausl\u00e4ndischen Neueintretenden auf Bacheloroder Master-Niveau in den UH. Wenn deren Anstieg unvermindert weitergeht, k\u00f6nnten sie &#8211; vor allem in der kommenden demografischen Abschwungphase &#8211; f\u00fcr die Entwicklung dieser Institutionen eine sehr wichtige Rolle spielen.\u00a0Welchen Einfluss wird die aktuelle Wirtschaftskrise auf die Anzahl der ausl\u00e4ndischen Studierenden aus\u00fcben? Wird deren Zustrom auch l\u00e4ngerfristig anhalten? F\u00fcr die FH stellt man zudem fest, dass sich verschiedene endogene Faktoren noch nicht stabilisiert haben. Wird beispielsweise der \u00dcbertritt zur FH nach der Berufsmatur zur Regel? Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor betrifft schliesslich auch die Master-Stufe bei den FH. Wird die \u00dcbertrittsquote bei den aktuellen Werten stagnieren oder wird sie sich ausweiten? Verharrt die Quote der ausl\u00e4ndischen Neueintritte auf Master-Stufe auf gleichbleibend hohem Niveau? Aufgrund all dieser Unsicherheiten werden die Szenarien jedes Jahr auf den neuesten Stand gebracht.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abStudierende mit ausl\u00e4ndischem Zulassungsausweis, die ihre Studien in der betrachteten Studienstufe an einer Schweizer UH beginnen, 1996-2018\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abStudierende der Universit\u00e4ren Hochschulen nach Studienstufe, 1990-2018\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abStudierende der Fachhochschulen und der P\u00e4dagogischen Hochschulen nach Studienstufe,1997-2018\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Informationen<\/b>&#13;<br \/>\nInformationen zum Projekt sowie zu weiteren Bildungsstufen sind erh\u00e4ltlich im Internet unter www.eduperspectives-stat.admin.ch.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Literatur<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Jacques Babel, Pascal Strubi, Szenarien 2009-2018 f\u00fcr die Hochschulen, BFS, Neuenburg, 2009 (erscheint demn\u00e4chst).- Jacques Babel, K\u00fcnftige Entwicklung des Bildungsniveaus der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz, BFS, Neuenburg, 2009.- Pascal Strubi, Jacques Babel, Bologna-Barometer, BFS, Neuenburg, 2009.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Art. 42 des zur Beratung stehenden Bundesgesetzes \u00fcber die F\u00f6rderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich (HFKG) sieht vor, als Zuteilungskriterium f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Finanzmittel neu auch die zu erwartenden Studierendenzahlen zu verwenden. 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