{"id":122471,"date":"2009-04-01T12:00:00","date_gmt":"2009-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/04\/gramegna-10\/"},"modified":"2023-08-23T23:38:23","modified_gmt":"2023-08-23T21:38:23","slug":"gramegna-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/04\/gramegna-9\/","title":{"rendered":"Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Auslandin der Schweiz im Jahre 2007"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2007 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 15% mehr Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls h\u00f6her als im Vorjahr, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. Es wurden 1832 Hand\u00e4nderungen im Grundbuch eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zur\u00fcckgekauften und unter Ausl\u00e4ndern \u00fcbertragenen Grundst\u00fccke ergibt sich ein Nettozuwachs von 1165 Ferienwohnungen. Eine vergleichbare Entwicklung scheint sich f\u00fcr das Jahr 2008 abzuzeichnen.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200904_21_Gramegna_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"288\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Statistik \u00fcber den Erwerb von Ferienwohnungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nPersonen im Ausland k\u00f6nnen nur in jenen Kantonen Ferienwohnungen erwerben, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa der H\u00e4lfte davon auch tats\u00e4chlich eine Nachfrage besteht.\u00a0Erhoben werden folgende Daten: die Anzahl der erteilten Bewilligungen, die tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrten Hand\u00e4nderungen, die Fl\u00e4che der Grundst\u00fccke, die Staatsangeh\u00f6rigkeit der Erwerberinnen und Erwerber, die Anzahl der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte zwischen Ausl\u00e4ndern, die Anzahl der R\u00fcckerwerbe durch Schweizer und die Aussch\u00f6pfung der Kontingente.&#13;<\/p>\n<h2>Kontingente<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit 2002 Jahr muss der Bundesrat nicht mehr wie bis anhin alle zwei Jahre bei der Festsetzung der j\u00e4hrlichen kantonalen Bewilligungskontingente die gesamtschweizerische H\u00f6chstzahl dieser Kontingente herabsetzen, sondern kann sie im Rahmen einer obersten Grenze von 1500 Einheiten &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung der volkswirtschaftlichen und staatspolitischen Interessen des Landes &#8211; nach seinem Ermessen bestimmen. Am 1. Dezember 2007 hat er diese Zahl von 1420 auf die gesetzliche H\u00f6chstlimite von 1500 Einheiten erh\u00f6ht. Trotzdem herrscht insbesondere in den Kantonen Wallis und Waadt eine grosse Kontingentsknappheit.\u00a0Wie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauf folgende Jahr \u00fcbertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese an den Bund zur\u00fcck und k\u00f6nnen auf Gesuch einem Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber h\u00f6chstens die H\u00e4lfte seines ordentlichen Kontingents zus\u00e4tzlich zugesprochen werden. Zus\u00e4tzliche Einheiten aus dem Kontingent 2007 beanspruchten die Kantone Bern, Obwalden, Tessin, Waadt und Wallis.\u00a0Das gesamtschweizerische Kontingent von 1500 Einheiten wurde nur zu 98,66% ausgesch\u00f6pft (im Vorjahr 100%), weil der Kanton Bern bis Ende 2008 nur einen Teil seines Zusatzkontingents gebrauchte.\u00a0Die Aussch\u00f6pfung der Kontingente stimmt in einem bestimmten Jahr mit den erteilten Bewilligungen nicht unbedingt \u00fcberein. Die Zahl der erteilten Bewilligungen kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas h\u00f6her als das Jahreskontingent liegen. Dies aus zwei Gr\u00fcnden:\u00a0&#8211; Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr \u00fcbertragbar.\u00a0&#8211; Zweitens k\u00f6nnen in fr\u00fcheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen (Zusicherungen von Bewilligungen an Verk\u00e4ufer) auch sp\u00e4ter noch \u00fcber einen bestimmten Zeitraum ausgesch\u00f6pft werden.\u00a0Grafik 1 zeigt die Entwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung. Zudem wird daraus ersichtlich, dass die Kontingente im langj\u00e4hrigen Durchschnitt nur etwa zu 80% ausgesch\u00f6pft wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n2007 wurden in der Schweiz 2208 Bewilligungen f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland erteilt (im Vorjahr 1911). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (882), Graub\u00fcnden (360), Waadt (285), Tessin (271) und Bern (215) erteilt (siehe Grafik 2).&#13;<\/p>\n<h2>Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Hand\u00e4nderungsstatistik gibt im Unterschied zur Bewilligungsstatistik Aufschluss \u00fcber die tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Erwerbsgesch\u00e4fte. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt f\u00fchren etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Hand\u00e4nderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Hand\u00e4nderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausl\u00e4nder auf den Erwerb verzichten.\u00a0Im Jahre 2007 war die Zahl der Hand\u00e4nderungen f\u00fcr Ferienwohnungen mit 1832 deutlich h\u00f6her als im Vorjahr (1485). Am meisten Grundbucheintragungen wurden in den klassischen Fremdenverkehrskantonen verzeichnet: Wallis 844, Graub\u00fcnden 350, Tessin 180, Bern 164 und Waadt 127. Die Aufteilung der Hand\u00e4nderungen nach der Nationalit\u00e4t der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum ge\u00e4ndert (siehe Grafik 3).&#13;<\/p>\n<h2>Nettozuwachs<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Nettozuwachs von ausl\u00e4ndischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Hand\u00e4nderungen einerseits die R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer sowie die Ver\u00e4usserungen von Ausl\u00e4ndern an Ausl\u00e4nder in Abzug zu bringen. F\u00fcr das Jahr 2007 ergibt dies nach Abzug von 483 \u00dcbertragungen zwischen Ausl\u00e4ndern und 184 R\u00fcck\u00fcbertragungen an Schweizerinnen und Schweizer einen Nettozuwachs von 1165 Ferienwohnungen. Fl\u00e4chenm\u00e4ssig macht dies rund 33 (Vorjahr 24) Hektaren aus. Detaillierte Angaben mit der Verteilung auf die Kantone k\u00f6nnen der Tabelle 1 entnommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abEntwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung, 1985-2007\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abHand\u00e4nderungen nach Nationalit\u00e4t, 2007 (Total Hand\u00e4nderungen: 1832)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abBewilligungen und Hand\u00e4nderungen von Ferienwohnungen, 2007 (Total Bewilligungen: 2208; Hand\u00e4nderungen: 1832)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abNettozuwachs an ausl\u00e4ndischem Grundeigentum, 2007\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2007 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 15% mehr Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder ist ebenfalls h\u00f6her als im Vorjahr, was sich auch auf die bewilligte Fl\u00e4che auswirkte. 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