{"id":122511,"date":"2009-04-01T12:00:00","date_gmt":"2009-04-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/04\/mueller-20\/"},"modified":"2023-08-23T23:38:26","modified_gmt":"2023-08-23T21:38:26","slug":"mueller-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/04\/mueller-19\/","title":{"rendered":"Evaluation der Kosten des neuen Lohnausweises"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen seines Engagements f\u00fcr die administrative Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) die Auswirkungen des neuen Lohnausweises (NLA) auf die Unternehmen in technischer, administrativer und fiskalischer Hinsicht untersucht. Die Resultate zeigen, dass dank dem neuen Lohnausweis eine administrative Entlastung von 11,7 Mio. Franken pro Jahr erzielt wird. Die steuerlichen Auswirkungen werden von den befragten Unternehmen als unbedeutend angesehen; auch die einmaligen Einf\u00fchrungskosten werden als ertr\u00e4glich eingesch\u00e4tzt. Diese Kosten sind jedoch relativ bedeutend, und deren Amortisation wird mehrere Jahre brauchen.&#13;<\/p>\n<h2>Evaluation anhand von zwei Studien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Einf\u00fchrung des NLA hat zahlreiche parlamentarische Interventionen hervorgerufen. Unter anderem wurde ein Postulat (07.3504) eingereicht, in dem der Bundesrat aufgefordert wurde, einen Evaluationsbericht zur Einf\u00fchrung des NLA vorzulegen. Darin sollten insbesondere die Kosten quantifiziert werden, welche f\u00fcr die KMU in technischer, administrativer und fiskalischer Hinsicht anfallen.\u00a0Die Evaluation wurde anhand von zwei Studien durchgef\u00fchrt. Zun\u00e4chst erfolgte eine qualitative Umfrage mittels Fragebogen im Juni und Juli 2008. Die Arbeiten wurden durch das Seco realisiert. 200 KMU aus der ganzen Schweiz wurden ausgew\u00e4hlt und zu den einmaligen und wiederkehrenden administrativen Kosten befragt, die durch den NLA hervorgerufen wurden, sowie zu dessen steuerlichen Auswirkungen. Anschliessend folgte im Herbst 2008 eine durch die Firma KPMG im Auftrag des Seco anhand des Standardkostenmodells (SKM) durchgef\u00fchrte Evaluation. Das SKM eignet sich besonders f\u00fcr die Messung der wiederkehrenden administrativen Belastungen. \u00a0Die haupts\u00e4chlichen Resultate der beiden Studien sehen wie folgt aus: Die meisten der im Rahmen der Umfrage von Juni\/Juli 2008 befragten KMU sind der Ansicht, die einmaligen Einf\u00fchrungskosten des NLA seien ertr\u00e4glich und die wiederkehrenden administrativen Belastungen mit dem NLA gleich gross oder geringer als zuvor. Die steuerlichen Auswirkungen werden als unbedeutend eingesch\u00e4tzt. Aufgrund der SKM-Evaluation der wiederkehrenden administrativen Belastungen wird die administrative Entlastung f\u00fcr die Schweizer Unternehmen insgesamt auf 11,7 Mio. Franken pro Jahr beziffert. Vor allem die kleinen Unternehmen profitieren davon, insbesondere dank den Vorteilen des neuen elektronischen Formulars. F\u00fcr die grossen Unternehmen, deren Buchhaltung vollst\u00e4ndig informatisiert ist, \u00e4ndert sich wenig.\u00a0Die Umfrage bei 200 KMU kommt ihrerseits auf durchschnittliche einmalige Einf\u00fchrungskosten von 68,10 Franken pro NLA. Vergleicht man diesen Betrag mit der insgesamt relativ bescheidenen administrativen Entlastung, zeigt sich, dass die einmaligen Anpassungskosten relativ stark ins Gewicht fallen und ihre Amortisation mehrere Jahre brauchen wird. Es w\u00e4re daher ung\u00fcnstig, in n\u00e4chster Zeit grundlegende \u00c4nderungen an der Regulierung zum NLA vorzunehmen, weil die einmaligen Anpassungskosten der Unternehmen sonst nicht kompensiert werden k\u00f6nnten. Gewisse gezielte Verbesserungen, die keine wesentlichen Kosten hervorrufen, k\u00f6nnten aber kurzfristig realisiert werden. Der Entscheid liegt bei der Schweizerischen Steuerkonferenz (SSK).&#13;<\/p>\n<h2>Ein Fortschritt f\u00fcr die Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie verschiedenen durch die Wirtschaft angeregten Anpassungen am urspr\u00fcnglichen Projekt haben dazu gef\u00fchrt, dass der NLA f\u00fcr die Unternehmen insgesamt vorteilhaft ist und zur Verbesserung der Transparenz beigetragen hat. Die mit der Einf\u00fchrung des NLA ausgel\u00f6ste politische Debatte h\u00e4tte gelassener gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, wenn die Erarbeitung der Weisungen der SSK systematisch denselben Mechanismen unterliegen w\u00fcrde wie diejenige der Regulierungen des Bundes (Vernehmlassung bei den interessierten Kreisen, Wirkungsanalyse usw.). Daher w\u00e4re die Einf\u00fchrung solcher Verfahren durch die SSK n\u00fctzlich, zumal sie auch eine bessere Koordination ihrer T\u00e4tigkeiten mit denjenigen des Bundes erlauben w\u00fcrden.\u00a0Die administrative Entlastung f\u00fcr Unternehmen von insgesamt 11,7 Mio. Franken pro Jahr ergibt sich haupts\u00e4chlich dank den Vorteilen des neuen elektronischen Formulars. Diese Erkenntnis best\u00e4tigt das Seco in seiner Absicht, die Umsetzung von E-Government-Projekten fortzusetzen, die ein hohes Potenzial f\u00fcr die administrative Entlastung aufweisen. \u00a0Da das Postulat 07.3504 im Parlament noch nicht behandelt wurde, sind die Resultate der Arbeiten aus formellen Gr\u00fcnden als Bericht des Seco am 19.02.2009 ver\u00f6ffentlicht worden. Der Bericht kann im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\">www.seco.admin.ch<\/a> , \u00abAktuell\u00bb, \u00abMedieninformation\u00bb, \u00abMedienmitteilungen\u00bb, 19.02.2009: \u00abNeuer Lohnausweis. Administrative Entlastung von 11,7 Millionen Franken pro Jahr\u00bb konsultiert werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen seines Engagements f\u00fcr die administrative Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) die Auswirkungen des neuen Lohnausweises (NLA) auf die Unternehmen in technischer, administrativer und fiskalischer Hinsicht untersucht. Die Resultate zeigen, dass dank dem neuen Lohnausweis eine administrative Entlastung von 11,7 Mio. Franken pro Jahr erzielt wird. 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