{"id":122546,"date":"2009-03-01T09:27:41","date_gmt":"2009-03-01T09:27:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/03\/die-wirtschaftliche-bedeutung-des-tourismus-satellitenkonto-tourismus-der-schweiz-2001-und-2005\/"},"modified":"2023-08-23T23:39:04","modified_gmt":"2023-08-23T21:39:04","slug":"die-wirtschaftliche-bedeutung-des-tourismus-satellitenkonto-tourismus-der-schweiz-2001-und-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/03\/die-wirtschaftliche-bedeutung-des-tourismus-satellitenkonto-tourismus-der-schweiz-2001-und-2005\/","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus: Satellitenkonto Tourismus der Schweiz 2001 und 2005"},"content":{"rendered":"<div><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"titleSection\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"body\">&#13;<\/p>\n<div class=\"LD\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Das Ziel des Satellitenkontos Tourismus ist es, aus \u00f6konomischer Perspektive Antworten zu Stand und Entwicklung des Tourismus in der Schweiz zu geben. Zu diesem Zweck werden die folgenden drei Kerngr\u00f6ssen berechnet: touristische Verwendung (entspricht dem touristischen Gesamtkonsum), touristische Wertsch\u00f6pfung und touristische Besch\u00e4ftigung. Auf der Basis der letzten zwei Variablen l\u00e4sst sich der Anteil des Tourismus an der gesamtwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung und Besch\u00e4ftigung berechnen.Das Satellitenkonto Tourismus basiert auf der Methodik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Da es sich beim Tourismus aber nicht um eine Branche im Sinne der VGR handelt und er dementsprechend in deren Nomenklatur nicht enthalten ist, werden die ben\u00f6tigten Informationen aus den tourismusbezogenen Komponenten verschiedenster Branchen extrahiert und in einem separaten Konto, dem \u00abSatellitenkonto Tourismus\u00bb (Tourism Satellite Account, TSA), zusammengefasst.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Leichte Zunahme des touristischen Konsums<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Im Jahr 2005 belief sich die gesamte touristische Verwendung in der Schweiz \u2013 d.h. der touristische Gesamtkonsum \u2013 auf rund 32,6 Mrd. Franken; das sind knapp 2% oder 504 Mio. Franken mehr als im Jahr 2001. Davon entfielen 30,4 Mrd. Franken auf die direkte touristische Nachfrage und 2,1 Mrd. Franken auf die \u00fcbrigen Komponenten der touristischen Verwendung. Nach touristischen Produkten geordnet, entfiel ein Drittel der Verwendung auf die klassischen Tourismusprodukte Beherbergung und Verpflegung in Gastst\u00e4tten und Hotels sowie etwas weniger als ein F\u00fcnftel auf die Passagierverkehrsdienstleistungen (siehe Grafik 1). Zwischen den einzelnen Tourismusprodukten lassen sich dabei unterschiedliche Entwicklungen feststellen: W\u00e4hrend die Nachfrage in der Restauration zwischen 2001 und 2005 leicht r\u00fcckl\u00e4ufig war, nahm die touristische Verwendung von Beherbergungsleistungen leicht zu. Diese Differenz erkl\u00e4rt sich dadurch, dass der Anstieg bei den Beherbergungsleistungen \u00fcberproportional auf das Konto der selbst bewohnten Ferienwohnungen ging, welche eine deutlich geringere Nachfrage nach Restaurationsleistungen generieren als die \u00fcbrigen Beherbergungsformen. Die Erbringung touristischer Passagierverkehrsdienstleistungen musste zwischen 2001 und 2005 einen \u00fcberaus deutlichen R\u00fcckgang hinnehmen. Dieser R\u00fcckgang ist vollumf\u00e4nglich den Ver\u00e4nderungen in der Luftverkehrsbranche zuzuschreiben, deren Aktivit\u00e4ten nach den Terroranschl\u00e4gen vom 11.September 2001 und dem Konkurs der Swissair im Herbst 2001 auf ein tieferes Niveau zur\u00fcckgeworfen wurden. Die \u00fcbrigen Verkehrszweige konnten demgegen\u00fcber im Berichtszeitraum ihre touristischen Einnahmen erh\u00f6hen.Bei den \u00fcbrigen Tourismusprodukten konnten im Berichtszeitraum insbesondere die Reiseb\u00fcros, der Bereich Sport und Unterhaltung (wegen der neu er\u00f6ffneten Spielcasinos), die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (wegen des zunehmenden Einsatzes elektronischer Zahlungsmittel) sowie das Gesundheitswesen Zuw\u00e4chse verzeichnen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">R\u00fcckgang bei den ausl\u00e4ndischen Besuchern<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Zwei Drittel der touristischen Nachfrage entfielen auf die \u00fcbernachtenden Besucher (siehe Grafik 2). W\u00e4hrend die Nachfrage bei den Inl\u00e4ndern stagnierte, ging diejenige der \u00fcbernachtenden ausl\u00e4ndischen Besucher zwischen 2001 und 2005 deutlich zur\u00fcck. Dies ist eine weitere Konsequenz aus dem Einbruch beim Luftverkehr, welcher \u00fcberproportional auf die ausl\u00e4ndischen \u00fcbernachtenden Besucher entfiel. Die Nachfrage der in- und ausl\u00e4ndischen Tagesbesucher konnte dagegen eine erfreuliche Zunahme verzeichnen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Abnahme beim Wertsch\u00f6pfungsanteil des Tourismus<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Die 32,6 Mrd. Franken touristische Verwendung im Jahr 2005 generierten eine Wertsch\u00f6pfung von rund 12,6 Mrd. Franken (siehe Grafik 3). Dies sind knapp 2% oder 234 Mio. Franken mehr als im Jahr 2001. Weil jedoch im gleichen Zeitraum die gesamtwirtschaftliche Wertsch\u00f6pfung mit einem Wachstum von beinahe 8% deutlich st\u00e4rker zunahm, ging der Tourismusanteil an der gesamten Wertsch\u00f6pfung von 3,1% auf 2,9% zur\u00fcck. Mit einem Anteil von rund 3% an der gesamten Wertsch\u00f6pfung handelt es sich beim Tourismus um eine mittelgrosse \u00abBranche\u00bb der schweizerischen Volkswirtschaft, in der Gr\u00f6ssenordnung vergleichbar mit den Branchen Nachrichten\u00fcbermittlung, Maschinenbau oder Herstellung von medizinischen und optischen Ger\u00e4ten und Uhren. Die Entwicklung des Tourismusanteils an der volkswirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung sollte jedoch nicht \u00fcberinterpretiert werden: Da der Tourismus ausgesprochen konjunktursensitiv reagiert, h\u00e4ngt die Entwicklung des Tourismusanteils an der volkswirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung jeweils sehr von der gew\u00e4hlten Zeitperiode ab. W\u00e4ren statt den Jahren 2001 und 2005 etwa die Jahre 2003 und 2007 (ersteres ein relatives Krisenjahr, letzteres ein relatives Boomjahr f\u00fcr den Tourismus) als Referenzperiode gew\u00e4hlt worden, h\u00e4tte m\u00f6glicherweise ein Anstieg des Tourismusanteils an der volkswirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung resultiert. Umgekehrt w\u00e4re bei einer Betrachtung der Jahre 2000 und 2003 (ersteres ein relatives Boomjahr, letzteres ein relatives Krisenjahr f\u00fcr den Tourismus) der R\u00fcckgang noch deutlicher ausgefallen. Die beiden im Satellitenkonto Tourismus ber\u00fccksichtigten Jahre 2001 und 2005 sind also Zwischenjahre, wobei das Jahr 2001 (insbesondere in der zweiten Jahresh\u00e4lfte) den \u00dcbergang der Tourismuswirtschaft von einer Boomphase in den Abschwung und das Jahr 2005 den Beginn des Wiederaufschwungs kennzeichnet. Insofern kann die berechnete Entwicklung als langfristig repr\u00e4sentativ angesehen werden.Die traditionellen Tourismusprodukte Beherbergung und Verpflegung in Gastst\u00e4tten und Hotels vereinigten im Jahr 2005 42% der gesamten touristischen Wertsch\u00f6pfung auf sich. Deren wesentlich geringerer Anteil von 32% an der touristischen Verwendung unterstreicht den wertsch\u00f6pfungsintensiven Charakter dieser Tourismusprodukte. Im Jahr 2001 betrug der Anteil an der gesamten touristischen Bruttowertsch\u00f6pfung noch 44%. Ebenfalls einen R\u00fcckgang von 17% auf 16% an der gesamten touristischen Bruttowertsch\u00f6pfung musste wegen des Einbruchs beim Luftverkehr der Passagierverkehr hinnehmen. Weil es sich beim Luftverkehr aber um eine unterdurchschnittlich wertsch\u00f6pfungsintensive Branche handelt, fiel der R\u00fcckgang deutlich geringer aus als bei der touristischen Verwendung.Die \u00fcbrigen tourismuscharakteristischen und -verwandten Produkte konnten ihre Wertsch\u00f6pfung wie auch ihren Anteil am Total der touristischen Wertsch\u00f6pfung deutlich steigern. Auch hier zeichneten sich die Bereiche Sport und Unterhaltung (wegen der neue er\u00f6ffneten Spielcasinos) sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (wegen des zunehmenden Einsatzes elektronischer Zahlungsmittel) durch ein \u00fcberdurchschnittliches Wachstum aus.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">Gr\u00fcnde f\u00fcr den r\u00fcckl\u00e4ufigen Wertsch\u00f6pfungsanteil<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Zum r\u00fcckl\u00e4ufigen Wertsch\u00f6pfungsanteil des Tourismus beigetragen haben zum einen singul\u00e4re politische oder wirtschaftliche Ereignisse, wie zum Beispiel die Terroranschl\u00e4ge vom 11. September 2001 in den USA oder der Bankrott der Swissair im Herbst 2001. Daneben hatten aber auch die allgemein schleppende Konjunktur in den wichtigsten Herkunftsl\u00e4ndern sowie der starke Schweizer Franken gegen\u00fcber dem US-Dollar und dem Yen grosse Auswirkungen auf die Besucherzahl aus dem Ausland: Der US-Dollar fiel von 1,78 Franken (Juni 2001) auf 1,14 (Dezember 2004) und der Yen von 1,63 Franken (November 2000) auf 1,10 Franken (November 2005). Dass gerade diese beiden W\u00e4hrungen an Wert gegen\u00fcber dem Schweizer Franken verloren, zeigt sich auch in der unterschiedlichen Entwicklung der Tourismuseinnahmen von \u00fcbernachtenden und nicht \u00fcbernachtenden ausl\u00e4ndischen Besuchern: Die Tagesbesucher stammten vorwiegend aus dem Euro-Raum, dessen W\u00e4hrung gegen\u00fcber dem Schweizer Franken ann\u00e4hernd konstant blieb.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">Anteile der einzelnen Tourismusprodukte<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Neben dem Tourismusanteil an der gesamten volkswirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung berechnete das Satellitenkonto Tourismus auch die Anteile an der Wertsch\u00f6pfung der einzelnen Tourismusprodukte, welche auf den Tourismus entfallen (siehe Grafik 4). Der Tourismusanteil bei der Beherbergung betr\u00e4gt sowohl 2001 wie auch 2005 rund 11%. Dieser \u00fcberraschend tiefe Wert erkl\u00e4rt sich dadurch, dass wegen der selbst bewohnten Ferienwohnungen auch alle anderen Wohnungen im Besitz von Privaten f\u00fcr die Berechnung der gesamten Bruttowertsch\u00f6pfung ber\u00fccksichtigt werden mussten. Bei der Restauration liegt der Tourismusanteil in beiden Jahren bei etwas mehr als einem Viertel, wobei sich der leichte Anstieg zwischen 2001 und 2005 dadurch erkl\u00e4rt, dass die nicht touristische Nachfrage noch st\u00e4rker zur\u00fcckging als die touristische Nachfrage. Nach den Reiseb\u00fcros und Tourismusvereinen, welche durch die Natur ihrer T\u00e4tigkeit einen Tourismusanteil von gegen 100% erreichen, weist der Passagierverkehr mit 41% (2001) bzw. 39% (2005) den h\u00f6chsten Tourismusanteil an der Bruttowertsch\u00f6pfung auf, welcher haupts\u00e4chlich auf den Luftverkehr und die Bergbahnen zur\u00fcckgeht \u2013 wobei sich der R\u00fcckgang im Berichtszeitraum wiederum durch den Einbruch im Luftverkehr erkl\u00e4rt.Einen Hinweis verdienen auch die Bereiche Kultur, Sport und Unterhaltung: Obwohl ihr Anteil an der gesamten touristischen Wertsch\u00f6pfung relativ gering ist, belegen Tourismusanteile von rund 21% f\u00fcr den Bereich der Kultur und von 16% (2001) bzw. 17% (2005) f\u00fcr den Bereich des Sports und der Unterhaltung die Bedeutung des Tourismus f\u00fcr diese Dienstleistungen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Weiterhin hohe Besch\u00e4ftigungsintensit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Die tourismusbezogene Besch\u00e4ftigung \u2013 ausgedr\u00fcckt in vollzeit\u00e4quivalenten Stellen \u2013 ging zwischen 2001 und 2005 um 3,8% von 143&nbsp;633 auf 138203 zur\u00fcck (siehe Grafik 5) und machte damit 4,6% (2001) bzw. 4,4% (2005) an der gesamtwirtschaftlichen Besch\u00e4ftigung aus. Rund 50% der Gesamtbesch\u00e4ftigung entfiel dabei auf die besch\u00e4ftigungsintensiven Tourismusprodukte Beherbergung und Verpflegung in Gastst\u00e4tten und Hotels. Unterdurchschnittlich war der Anteil hingegen bei den Passagierverkehrsdienstleistungen, was sich durch die weit gehende Mechanisierung dieser Branche erkl\u00e4rt.Bei gleichzeitiger \u2013 wenn auch nur geringer \u2013 Steigerung der Wertsch\u00f6pfung konnte der Tourismussektor damit eine Steigerung der nominalen Arbeitsproduktivit\u00e4t erzielen, welche nur unwesentlich unter derjenigen der Gesamtwirtschaft lag. Einen positiven Einfluss hatten dabei die Branchen Transporte (Landverkehr, Schifffahrt, Luftfahrt) sowie Gross- und Detailhandel, deren Anstieg der nominalen Arbeitsproduktivit\u00e4t h\u00f6her ausfiel als jener der Gesamtwirtschaft und somit die Stagnation der nominalen Arbeitsproduktivit\u00e4t der Branche Gastgewerbe kompensierte. Der h\u00f6here Anteil des Tourismus an der Besch\u00e4ftigung gegen\u00fcber der Wertsch\u00f6pfung unterstreicht deutlich den besch\u00e4ftigungsintensiven Charakter der Produktion von Tourismusprodukten. Insbesondere das Gastgewerbe leistet einen hohen Beitrag nicht nur zur touristischen, sondern auch zur volkswirtschaftlichen Besch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\"> Thomas Baumann <\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Verantwortlicher f\u00fcr die Erstellung des Satellitenkontos Tourismus, Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Neuenburg<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\"> Ueli Schiess <\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Stv. Chef der Sektion Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Neuenburg<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<div class=\"NT\">&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">1 Bundesamt f\u00fcr Statistik (2008), Satellitenkonto Tourismus der Schweiz, 2001 und 2005: Grundlagen, Methodik und Ergebnisse. Neuenburg.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">2 Bundesamt f\u00fcr Statistik (2003), Satellitenkonto Tourismus der Schweiz: Grundlagen, Methodik und Ergebnisse. Neuenburg.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"KA\">&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Methodische Grundlagen<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Das Satellitenkonto Tourismus basiert methodisch auf den Richtlinien der World Tourism Organization (WTO), insbesondere deren Referenzwerk Tourism Satellite Account: The Recommended Methodological Framework (TSA: RMF). Das TSA: RMF definiert eine Nomenklatur der tourismusspezifischen Produkte, eine Typologie der touristischen Besucher sowie ein Tabellensystem, welche auch dem Satellitenkonto Tourismus der Schweiz zugrunde liegen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Nomenklatur der Tourismusprodukte<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Die tourismusspezifischen Produkte umfassen die sogenannten tourismuscharakteristischen und tourismusverwandten Produkte. Die tourismuscharakteristischen Produkte unterteilen sich weiter in die sieben Produkte Beherbergung, Verpflegung in Gastst\u00e4tten und Hotels, Passagierverkehr, Reiseb\u00fcros und Tourismusvereine, Kultur, Sport und Unterhaltung sowie diverse Dienstleistungen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Typologie der Besucher<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Das Satellitenkonto Tourismus unterscheidet die folgenden f\u00fcnf Besuchertypen: inl\u00e4ndische Besucher auf privaten Reisen mit \u00dcbernachtung, inl\u00e4ndische Besucher auf privaten Reisen ohne \u00dcbernachtung, inl\u00e4ndische Gesch\u00e4ftsreisende, ausl\u00e4ndische Besucher auf Reisen mit \u00dcbernachtung und ausl\u00e4ndische Besucher auf Reisen ohne \u00dcbernachtung.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Tabellensystem des TSA<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Kernst\u00fcck des Satellitenkontos Tourismus ist ein System mehrerer aufeinander basierender Tabellen. Zuerst wird die direkte touristische Nachfrage von in- und ausl\u00e4ndischen Besuchern ermittelt. Die \u00fcbrigen Komponenten der touristischen Verwendung (z.B. Beitr\u00e4ge der \u00f6ffentlichen Hand an das Transport-, Gesundheits- und Kulturwesen, die Tourismusf\u00f6rderung oder fiktive Mietertr\u00e4ge von selbstbewohnten Ferienwohnungen) ergeben zusammen mit der direkten Nachfrage die gesamte touristische Verwendung; anstelle von touristischer Verwendung kann anschaulicher auch von touristischem Konsum gesprochen werden. Der n\u00e4chste zentrale Schritt im Tabellensystem besteht darin, der gesamten touristischen Verwendung das gesamte inl\u00e4ndische Aufkommen gegen\u00fcberzustellen, wobei das inl\u00e4ndische Aufkommen der inl\u00e4ndischen Bruttoproduktion entspricht. Darauf basierend werden mithilfe der Input-Output-Tabelle f\u00fcr die Schweiz und des Produktionskontos der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die touristische Bruttowertsch\u00f6pfung und Besch\u00e4ftigung berechnet.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Das TSA als Synthesestatistik<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Das Satellitenkonto Tourismus ist \u2013 wie auch die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung \u2013 eine Synthesestatistik. Als solche beruht sie nicht auf eigenen Erhebungen, sondern auf der Verwendung verschiedener Basisstatistiken. Neben der Input-Output-Tabelle f\u00fcr die Schweiz sind dies haupts\u00e4chlich die Beherbergungsstatistik (Hesta), die Statistik des \u00f6ffentlichen Verkehrs des BFS, das Reiseverhalten der schweizerischen Wohnbev\u00f6lkerung und die Mikrozensen zum Verkehrsverhalten. Daneben werden Daten aus einer Vielzahl anderer Statistiken und Quellen verwendet, so unter anderem Gesch\u00e4ftsberichte von Unternehmen, administrative Daten von Bundes\u00e4mtern und Aufsichtsorganen, Studien von Hochschulen und Daten von Branchenorganisationen. In der Regel sind die Resultate dieser Basisstatistiken nicht miteinander koh\u00e4rent. Sie m\u00fcssen daher zuerst miteinander verglichen und harmonisiert werden. Da die Erstellung der Basisstatistiken selbst oft relativ zeitintensiv ist, ergibt sich bis zur Publikation der definitiven Werte des Satellitenkontos Tourismus eine relativ grosse zeitliche Verz\u00f6gerung.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;\n<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; &#13; &#13; Das Ziel des Satellitenkontos Tourismus ist es, aus \u00f6konomischer Perspektive Antworten zu Stand und Entwicklung des Tourismus in der Schweiz zu geben. 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