{"id":122691,"date":"2009-01-01T09:38:36","date_gmt":"2009-01-01T09:38:36","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/01\/bls-cargo-erfolgreiches-geschaeftsmodell-im-alpentransit\/"},"modified":"2023-08-23T23:39:12","modified_gmt":"2023-08-23T21:39:12","slug":"bls-cargo-erfolgreiches-geschaeftsmodell-im-alpentransit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2009\/01\/bls-cargo-erfolgreiches-geschaeftsmodell-im-alpentransit\/","title":{"rendered":"BLS Cargo \u2013 erfolgreiches Gesch\u00e4ftsmodell im Alpentransit"},"content":{"rendered":"<div><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"titleSection\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"body\">&#13;<\/p>\n<div class=\"LD\">&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahr 2001 w\u00e4chst BLS Cargo stark und schreibt schwarze Zahlen. Mit einem Marktanteil von 40% im Alpentransit durch die Schweiz hat sich das Unternehmen im liberalisierten Marktumfeld etabliert und \u00fcbernimmt eine wesentliche Rolle innerhalb der schweizerischen Verlagerungspolitik. Die positiven Ergebnisse der vergangenen Jahre best\u00e4tigen, dass die Weichen in den Jahren 2000 bis 2002 richtig gestellt wurden. Die BLS erkannte damals f\u00fcr den G\u00fcterverkehr folgende Chancen:\u2212 Die Liberalisierung und das Bed\u00fcrfnis der Kunden nach unterschiedlichen Marktangeboten;\u2212 das hohe Wachstumspotenzial des Transitmarktes auf der Schiene durch die Schweiz auf dem Korridor Rotterdam\u2013Mailand, speziell mit Ausblick auf die Er\u00f6ffnung des L\u00f6tschberg-Basistunnels 2007;\u2212 die Basisvereinbarung von 2001 zwischen der BLS und der SBB, in der eigenst\u00e4ndige Aktivit\u00e4ten der beiden Unternehmen im G\u00fcterverkehr beschlossen wurden. Diese erh\u00f6hte einerseits den Druck auf die BLS, sich den neuen Bedingungen anzupassen, setzte aber andererseits starke unternehmerische Impulse frei.In Anbetracht dieser Chancen entschied die BLS 2001, ihre G\u00fcterverkehrsaktivit\u00e4ten zu st\u00e4rken und die BLS Cargo AG zu gr\u00fcnden. Seither hat sich BLS Cargo Schritt f\u00fcr Schritt auf die Bed\u00fcrfnisse des Transitverkehrs ausgerichtet. Die Kernpunkte dieser Strategie werden im Folgenden kurz dargelegt.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Marktzugang in der Schweiz und Erschliessung der europ\u00e4ischen M\u00e4rkte durch strategische Partnerschaften<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">BLS Cargo hatte bereits 2002 festgestellt, dass die Markt\u00f6ffnung im Schieneng\u00fcterverkehr nicht nur in der Schweiz stattfindet. Auch der wichtige europ\u00e4ische Markt, wo sich die Hauptkunden des Transitverkehrs durch die Schweiz befinden, wurde liberalisiert. Dies erforderte eine Ausrichtung der Strategie auf den internationalen Markt. Mit der \u00d6ffnung des Aktienkapitals f\u00fcr ausl\u00e4ndische Unternehmen wurde dies erfolgreich umgesetzt. Ziel war es, bestehende strategische Partnerschaften auszubauen und Sicherheit f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung zu schaffen. Mit der Einbindung von DB Schenker (Railion Deutschland AG) und der italienischen Ambrogio-Gruppe ins Aktionariat realisierte BLS Cargo Synergien, erschloss neue Verkehrsm\u00e4rkte und gewann internationales Logistik-Know-how hinzu. Die enge Partnerschaft mit beiden ausl\u00e4ndischen Aktion\u00e4ren wurde 2008 vertieft, indem beide Unternehmen ihre Aktienanteile an BLS Cargo erh\u00f6hten.F\u00fcr das Unternehmen haben sich diese langfristig ausgerichteten Allianzen als ausgesprochen erfolgreich erwiesen. Es profitiert von den Partnerschaften und ist vollwertig in das europaweite Produktionsnetzwerk der DB Schenker integriert. Im Gegenzug bietet BLS Cargo den Partnern ausgezeichnete Leistungen im Alpentransit durch die Schweiz und eine hohe strategische und operative Verl\u00e4sslichkeit. In der Schweiz und bei ausgew\u00e4hlten Kunden baut BLS Cargo nachhaltige Partnerschaften erfolgreich auf. Die Schwerpunkte liegen derzeit im kombinierten Verkehr und im Mineral\u00f6lbereich.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Effizienz durch schlanke Prozesse, grenz\u00fcberschreitende Produktion und Nutzung von Synergien<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Mit der Strategie wird das gesamte Produktionssystem auf die schlanke Erstellung von Ganzzugsverkehren ausgerichtet. Dies hat den Vorteil einer sehr intensiven und effizienten Nutzung der Traktionsressourcen. Das Unternehmen ist gemeinsam mit DB Schenker Vorreiter bei den grenz\u00fcberschreitenden Produktionskonzepten zur \u00dcberwindung der heute leider immer noch bestehenden Systemgrenzen im Schieneng\u00fcterverkehr. Seit 2003 produzieren BLS Cargo und Railion Deutschland die Verkehre gemeinsam durchg\u00e4ngig \u00fcber die Grenzen hinweg. Railion-Lokomotiven verkehren von Deutschland bis nach Domodossola (I), Chiasso (CH) und Luino (I); BLS-Cargo-Lokomotiven fahren bis nach Mannheim (D) und Offenburg (D). Auch die Lokf\u00fchrer verbleiben teilweise grenz\u00fcberschreitend auf den Lokomotiven.Die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit mit Railion Deutschland hat sich in der Vergangenheit als sehr erfolgreich erwiesen. Dies \u00e4ussert sich in einer verbesserten Effizienz beim Einsatz der Traktionsmittel und in Qualit\u00e4tsgewinnen dank k\u00fcrzerem Aufenthalt an der Grenze. BLS Cargo setzt auf dieses Produktionsmodell und erg\u00e4nzt die bestehende Lokomotivflotte mit weiteren zehn Mehrsystemlokomotiven, die sie derzeit in Betrieb nimmt. Die neuen Lokomotiven erm\u00f6glichen nun auch in Italien und \u00d6sterreich grenz\u00fcberschreitende Eins\u00e4tze.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Hohe Qualit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t bei starker Kundenorientierung durch langfristige Partnerschaften<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Der zunehmende Wettbewerb fordert von den Bahnen klare Strategien und eine gegen\u00fcber der Konkurrenz klare Positionierung. BLS Cargo hat sich intensiv mit der Positionierung des Unternehmens auseinandergesetzt: Wo unterscheidet sich das Unternehmen von anderen Marktteilnehmern, und wo nehmen es die Kunden als einzigartig wahr?Das Resultat dieser \u00dcberlegungen ist die Positionierung \u00abBLS Cargo. Die Alpinisten\u00bb. Das Unternehmen tut alles, damit die Alpen den Kunden f\u00fcr ihren G\u00fctertransport nicht im Weg stehen. Ihre St\u00e4rken sind dabei die langj\u00e4hrigen Erfahrungen im Alpentransit, Kundenorientierung und Partnerschaften mit den Kunden. Es bietet den Kunden langfristige beidseitig profitable Partnerschaften. Verkehre werden oftmals \u00fcber Jahre gemeinsam mit den Kunden optimiert und Produktionsprozesse von Fahrplanperiode zu Fahrplanperiode verbessert. Dank der schlanken Strukturen erh\u00e4lt sich das Unternehmen die Flexibilit\u00e4t, auf individuelle Bed\u00fcrfnisse der Kunden einzugehen und massgeschneiderte Transporte anzubieten.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Wachstum dank erfolgreicher strategischer Positionierung<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Zum siebten Mal in Folge pr\u00e4sentierte BLS Cargo f\u00fcr 2007 ein Wachstum bei der Verkehrsleistung und eine Verbesserung der finanziellen Ergebnisse. Das Unternehmen steigerte die Verkehrsleistung gesamthaft um 3% auf 3341,8 Mio. Nettotonnenkilometer. Im Transitgesch\u00e4ft, das rund 96% der Aktivit\u00e4ten ausmacht, wurde die Verkehrsleistung sogar um 4,5% erh\u00f6ht. Der Marktanteil im Alpentransit durch die Schweiz betr\u00e4gt derzeit rund 40%. F\u00fcr das Jahr 2008 rechnet BLS Cargo mit einem Wachstum der Verkehrsleistung von rund 8%\u201310%. Das Jahresergebnis wird positiv sein, liegt allerdings aufgrund des starken Einbruchs der Konjunktur im vierten Quartal und des gegen\u00fcber dem Euro st\u00e4rker gewordenen Schweizer Frankens unter den Planungen. Das Gesch\u00e4ftsmodell bew\u00e4hrt sich seit nunmehr sieben Jahren. Gerade in einer Zeit, in der sich der europ\u00e4ische Schieneng\u00fcterverkehrsmarkt konsolidiert und mit einer Rezession gerechnet werden muss, ist Anpassungsf\u00e4higkeit besonders gefordert. Die Investition in ein tragf\u00e4higes Gesch\u00e4ftsmodell und die konsequente Ausrichtung darauf stellen einen klaren Vorteil gegen\u00fcber den Wettbewerbern dar. In diesem Sinne schaut BLS Cargo trotz einen schwierigen Jahrs 2009 zuversichtlich in die Zukunft.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\">Dr. Dirk Stahl<\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">CEO BLS Cargo AG<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<div class=\"KA\">&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">BLS Cargo AG<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Die BLS Cargo AG wurde am 3. April 2001 gegr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt das G\u00fcterverkehrsgesch\u00e4ft der BLS AG, die mit 52% an der BLS Cargo AG beteiligt ist. Weitere Aktion\u00e4re sind mit 45% DB Schenker (Railion Deutschland AG) und mit 3% die italienische Ambrogio-Gruppe.Das Unterehmen hat in den vergangenen Jahren seine Verkehrsleistung stark gesteigert. Mit einem Marktanteil von heute rund 40% im Schweizer Transitverkehr auf der Schiene nimmt BLS Cargo in der schweizerischen Bahnlandschaft eine wichtige Funktion wahr und leistet einen massgeblichen Beitrag zur Erreichung der Verkehrsverlagerungsziele des Bundes. Internet: www.blscargo.ch.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;\n<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; &#13; Seit seiner Gr\u00fcndung im Jahr 2001 w\u00e4chst BLS Cargo stark und schreibt schwarze Zahlen. Mit einem Marktanteil von 40% im Alpentransit durch die Schweiz hat sich das Unternehmen im liberalisierten Marktumfeld etabliert und \u00fcbernimmt eine wesentliche Rolle innerhalb der schweizerischen Verlagerungspolitik. 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Das ist in Anbetracht der schwierigen Konjunkturlage und deren sp\u00fcrbaren Auswirkungen im vierten Quartal nicht selbstverst\u00e4ndlich. BLS Cargo wird im 2009 nicht von der Krise verschont bleiben und muss aufgrund der r\u00fcckg\u00e4ngigen Verkehrsnachfrage Massnahmen zur Kosteneinsparung ergreifen. Die starke Positionierung am Markt und das Selbstvertrauen, \u00fcber ein bew\u00e4hrtes Gesch\u00e4ftsmodell zu verf\u00fcgen, verleihen dem Unternehmen Zuversicht, das schwierige Jahr 2009 erfolgreich zu meistern.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":122694,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"31384","post_abstract":"","magazine_issue":"20090102","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55af487d0ea8b"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122691"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4267"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122691"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122691\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127999,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122691\/revisions\/127999"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=122691"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=122691"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=122691"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=122691"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=122691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}