{"id":122826,"date":"2008-12-01T12:00:00","date_gmt":"2008-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/12\/denz-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:39:38","modified_gmt":"2023-08-23T21:39:38","slug":"denz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/12\/denz\/","title":{"rendered":"eHealth und Telemedizin: Was unternimmt das Ausland &#8211; und was die Schweiz?"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200812_23_Denz_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"248\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 2008 wurden mehrere Teilprojekte zur Umsetzung der Strategie eHealth Schweiz aufgenommen. Internet: <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch<\/a> , Themen, Krankenversicherung, eHealth. Die in der Schweiz anzutreffenden Fragestellungen entsprechen denjenigen im Ausland. Um die f\u00fcr die Schweiz geeigneten Probleml\u00f6sungsans\u00e4tze zu entwickeln, lohnt es sich, einen Blick \u00fcber unsere Grenzen zu werfen.&#13;<\/p>\n<h2>Demografische Entwicklung und Gesundheitswesen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAlle westlich-industrialisierten L\u00e4nder &#8211; so auch die Schweiz &#8211; sind infolge ihrer demografischen Entwicklung zunehmend mit erheblichen finanziellen und logistischen Herausforderungen konfrontiert. Die alternde Bev\u00f6lkerung und die damit verbundene Zunahme an chronischen Erkrankungen sowie der steigende Bedarf an dezentraler Gesundheitsversorgung und Langzeitbetreuung stellen f\u00fcr unser Gesundheitswesen kaum zu bew\u00e4ltigende Anforderungen dar. Um eine Rationierung im Gesundheitswesen zu vermeiden, m\u00fcssen Koordinations- und Rationalisierungsmassnahmen durch nutzbringende und zeitgem\u00e4sse Arbeitsinstrumente unterst\u00fctzt werden. \u00a0Durch die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) soll eine qualitativ hochstehende Patientenversorgung trotz zunehmendem Mangel an \u00c4rzten und Pflegefachkr\u00e4ften gew\u00e4hrleistet werden; zudem wird ein optimierter Ressourceneinsatz angestrebt. Diese Entwicklung spielt sich in einem von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gepr\u00e4gten Wachstumsmarkt ab, in dem entscheidende volkswirtschaftliche Mehrwerte geschaffen werden k\u00f6nnen. Ob Letztere gezielt angestrebt oder als \u00aberfreuliche Nebenwirkung\u00bb in Kauf genommen werden &#8211; Fakt ist, dass eHealth und Telemedizin Innovations- und Konjunkturf\u00f6rderung bedeuten.&#13;<\/p>\n<h2>Begriffslandschaft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Rahmen der \u00abStrategie eHealth Schweiz\u00bb wurde eHealth definiert als \u00abintegrierter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Gestaltung, Unterst\u00fctzung und Vernetzung aller Prozesse und Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Gesundheitswesen\u00bb. Weltweit gilt eHealth heute als eine gesundheitspolitische Priorit\u00e4tensetzung von h\u00f6chster strategischer Bedeutung, welche zugleich mit der Schaffung einer organisatorischen, normativen und technischen Infrastruktur verkn\u00fcpft werden muss. Eine nationale eHealth-Infrastruktur bildet somit die Grundlage, auf der Telemedizin durchgef\u00fchrt und innovative Formen der Gesundheitsversorgung umgesetzt werden k\u00f6nnen.\u00a0Auch die Telemedizin hat in den letzten Jahren eine neue Bedeutung gewonnen. W\u00e4hrend die bisherige Geschichte der Telemedizin haupts\u00e4chlich von den Erfolgen einer spezial\u00e4rztlichen Diagnostik \u00fcber grosse Distanzen gepr\u00e4gt war (Teleradiologie, Telepathologie, Teledermatologie), versteht man heute darunter orts- und zeitungebundene, elektronisch unterst\u00fctzte, b\u00fcrger- und bed\u00fcrfnisnahe Dienstleistungen (Services). So er\u00f6ffnet das Telemonitoring (medizinische Fern\u00fcberwachung) einen Mobilit\u00e4ts- und Autonomiegewinn. Das ePrescribing (Fernverschreibung) erm\u00f6glicht es, rascher und sicherer die richtigen Medikamente einzusetzen.\u00a0Die Begriffe Telemedizin und Telehealth werden synonym verwendet. Mit Telehealth wird die individuelle Erhaltung und bev\u00f6lkerungsweite F\u00f6rderung von Gesundheit (Public Health) betont, was \u00fcber krankheitszentrierte Gesundheitsdienstleistungen hinaus reicht. Dies geht einher mit der Rollenver\u00e4nderung und einem neuen Selbstverst\u00e4ndnis aller beteiligten Partner: Indem der bisher passive Patient zum Klienten und Kunden von Gesundheitsdienstleistungen bef\u00f6rdert wird, werden Letztere vergleichbar und im Sinne eines qualit\u00e4tsbasierten Wettbewerbs bewertbar.&#13;<\/p>\n<h2>Fokusverschiebung im Ausland<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuch die EU und die USA sind mit der Frage konfrontiert, ob und wie man weiterhin qualitativ hochstehende und dennoch bezahlbare Gesundheitsdienste aufrechterhalten kann. Der Einsatz von IKT wird mit der Erwartung verkn\u00fcpft, durchgehende Versorgungsprozesse (Continuity of Care) und personalisierte Dienste (Personal Health) zu erm\u00f6glichen. Dies geht einher mit der zeitlichen Vorverschiebung medizinischer Interventionen von bisher \u00abLate Disease\u00bb zu k\u00fcnftig \u00abEarly Health\u00bb. Ausserdem f\u00fchren der Abbau von Spitalkapazit\u00e4ten und das Bed\u00fcrfnis der \u00e4lteren Generation, so lange wie m\u00f6glich bei bester Lebensqualit\u00e4t in der gewohnten sozialen Lebensumgebung zu verbleiben, zur Dezentralisierung der bisherigen strukturzentrierten Gesundheitsversorgung (Telehomecare).\u00a0Nachdem sowohl die USA als auch die EU seit 2004 ihre eHealth-Strategien verabschiedet hatten, wurde dieser strategische Prozess auch von den EU-Mitgliedstaaten fortgesetzt. Allerdings m\u00fcssen die gesundheitspolitischen Entscheidungstr\u00e4ger heute feststellen, dass dieser Top-down-Prozess noch nicht bei den Leistungserbringern und ihren Patienten angekommen ist. Vgl. EHTEL Briefing Paper on Sustainable Telemedicine, February 2008 ( <a href=\"http:\/\/www.ehtel.org\">www.ehtel.org<\/a> ). Die Umsetzung der eHealth-Strategien kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie auch von der Basis mitgetragen wird. Es handelt sich somit um einen Change-Management-Prozess, in den s\u00e4mtliche Betroffenen fr\u00fchzeitig einbezogen werden m\u00fcssen. Deshalb ist es erfolgskritisch, ihre Bed\u00fcrfnisse aufzunehmen, Vertrauen zu schaffen und wo immer m\u00f6glich den Mehrwert f\u00fcr alle Interessengruppen auszuweisen.&#13;<\/p>\n<h2>Hindernisse und F\u00f6rdermassnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie heutigen Entwicklungen in der EU bez\u00fcglich eHealth und Telemedizin sind auf strategische Priorit\u00e4ten und Aktivit\u00e4ten zur F\u00f6rderung der Informationsgesellschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren, welche ihren Anfang in der Lissabonner Strategie 2000 Vgl. eEurope: An Information Society For All. Communication on a Commission Initiative for the Special European Council of Lisbon, 23.\/24 M\u00e4rz 2000. nahmen und 2004 durch einen Aktionsplan zugunsten von eHealth Vgl. Aktionsplan f\u00fcr elektronische Gesundheitsdienste. KOM (2004) 356 endg. vom 30.4.2004. konkretisiert wurden. Die massgeblichen Aktivit\u00e4ten bez\u00fcglich eHealth und Telehealth kommen bis heute aus der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien (DG INFSO). In Analogie zur DG INFSO hat das Bundesamt f\u00fcr Kommunikation (Bakom) im Januar 2006 durch die Aktualisierung der aus dem Jahre 1998 stammenden Strategie des Bundesrates f\u00fcr eine Informationsgesellschaft in der Schweiz durch ein neues Kapitel \u00abGesundheit und Gesundheitswesen\u00bb erweitert. Sie hat damit den Weg zur Strategie eHealth Schweiz geebnet, die vom Bundesrat im Juni 2007 verabschiedet wurde.\u00a0Hingegen war es der f\u00fcr das Gesundheitswesen zust\u00e4ndigen Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher (DG SANCO) bis heute nicht m\u00f6glich, die Handlungsinitiative zu Gunsten elektronischer Gesundheitsdienste zu ergreifen. Dem liegen kulturelle Werthaltungen zu Grunde, welche gegen\u00fcber der Verkn\u00fcpfung von Gesundheitsdienstleistungen oder -produkten mit \u00f6konomischen Ans\u00e4tzen kritisch eingestellt sind. Hinzu kommt, dass die DG SANCO aufgrund des Subsidiarit\u00e4tsprinzips nur sehr beschr\u00e4nkten Einfluss auf die selbstbestimmten Gesundheitssysteme der europ\u00e4ischen Mitgliedstaaten hat. Wir k\u00f6nnen daraus f\u00fcr die Schweiz folgern, dass die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen, aber auch diejenige mit privatwirtschaftlichen Partnern f\u00fcr eHealth erfolgsentscheidend sein d\u00fcrfte.\u00a0Aufgrund der Analyse der bisherigen gesamteurop\u00e4ischen eHealth-Entwicklungen konnten vier massgebliche Hindernisse identifiziert werden, welche es zu \u00fcberwinden gilt:\u00a0&#8211; Marktfragmentierung und fehlende Interoperabilit\u00e4t;\u00a0&#8211; fehlende nationale und europaweite Rechtssicherheit;\u00a0&#8211; ungen\u00fcgende Investitionsmittel;\u00a0&#8211; ungen\u00fcgende praktische Verf\u00fcgbarkeit innovativer L\u00f6sungen.\u00a0\u00a0Um diese Hindernisse zu \u00fcberwinden, wurden Massnahmen auf verschiedenen Ebenen ergriffen: Vgl. Gemeinsam f\u00fcr die Gesundheit: Ein strategischer Ansatz der EU f\u00fcr 2008-2013. KOM(2007) 630 endg. 23.10.2007. gesamteurop\u00e4ische F\u00f6rderinitiativen, die Unterst\u00fctzung und Schaffung l\u00e4nder\u00fcbergreifender Arbeitsgruppen Internet: <a href=\"http:\/\/www.ehtel.org\">www.ehtel.org<\/a> , <a href=\"http:\/\/www.epsos.eu\">www.epsos.eu<\/a> , www.calliope-network.eu. zur besseren Zusammenarbeit aller beteiligten und interessierten Akteure, die F\u00f6rderung der Interoperabilit\u00e4t und von Standardisierungsaktivit\u00e4ten (z.B. f\u00fcr elektronische Krankengeschichten Vgl. Recommendation on cross-border interoperability of EHR systems. COM(2008)3282 final. und ePrescribing) sowie konkrete Schritte in Richtung \u00d6ffnung des paneurop\u00e4ischen Wirtschaftsraumes f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende elektronische Gesundheitsdienste und dar\u00fcber hinaus. Internet: www.ehealth2008.si, www.d-m-p.org\/eu-usa. Es entsteht eine Dynamik, der sich kein Entscheidungstr\u00e4ger entziehen kann. Die Gewissensfrage lautet heute: Ist es verantwortbar, eHealth nicht voranzutreiben?&#13;<\/p>\n<h2>Investitions- und Wachstumsmarkt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Investitionspotenzial f\u00fcr den eHealth-Markt wird auf 21 Bio. Euro f\u00fcr die 15 Kernstaaten der EU gesch\u00e4tzt. Dazu geh\u00f6ren klinische Informationssysteme, telemedizinische Dienstleistungen, integrierte Versorgungsnetzwerke sowie sekund\u00e4re Dienstleistungen. Investitionen in die Telemedizin machen Sinn, weil dadurch Leben gerettet, die Effizienz medizinischer Massnahmen gesteigert und Kostenoptimierungen erzielt werden k\u00f6nnen. So senkt zum Beispiel die Unterst\u00fctzung des Managements von Herzerkrankungen mit Telemonitoring die Mortalit\u00e4tsrate um 20%. Vgl. Louis, A. A. et al. A systematic review of telemonitoring for the management of heart failure. Eur J Heart Fail. 2003 Oct;5(5):583-90. Auch die Verhaltensunterst\u00fctzung der Patienten, welche aus der Ferne m\u00f6glich ist, hat positive Auswirkungen auf ihre Autonomie und den medizinischen Verlauf. Durch das Telemonitoring kann die Spitalaufenthaltsdauer um 30% bis 60% resp. der Zeitaufwand f\u00fcr Kontrolluntersuchungen beim Arzt um 40% bis 70% gesenkt werden. Chaudhry, S. I. et al. Telemonitoring for patients with chronic heart failure: a systematic review. J Card Fail. 2007 Feb; 13(1):56-62. Das globale Marktwachstum wird allein f\u00fcr telemedizinische Systeme von 4,7 Bio. Euro (2007) auf \u00fcber 11,2 Bio. Euro bis ins Jahr 2012 gesch\u00e4tzt (j\u00e4hrliche Wachstumsrate: 19%). Vgl. Telemedicine; Opportunities For Medical and Electronic Providers. BCC Research, 2007.&#13;<\/p>\n<h2>Die Pilotm\u00e4rkte-Initiative der EU<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine gemeinsame Initiative der DG INFSO und der Generaldirektion Unternehmen und Industrie (DG ENTR) tr\u00e4gt entscheidend dazu bei, das volkswirtschaftliche Potenzial von eHealth und Telemedizin zu verwirklichen: Anfang 2008 wurde die Pilotm\u00e4rkte-Initiative \u00abA Lead Market Initiative for Europe\u00bb Vgl. ec.europa.eu\/enterprise\/leadmarket\/leadmarket.htm. (LMI) zur F\u00f6rderung der sechs f\u00fchrenden Innovations- und Wachstumsm\u00e4rkte der Zukunft gestartet. In diesen M\u00e4rkten l\u00e4sst sich innerhalb relativ kurzer Zeit ein grosses Marktpotenzial erschliessen, was vor allem KMU zugute kommen d\u00fcrfte, welche die treibende Kraft der Innovationsprozesse sind. Diese M\u00e4rkte sind von hohem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Nutzen; sie erzielen einen Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro und bieten in der EU Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr 1,9 Mio. Menschen. Bis 2020 d\u00fcrfte in der EU mit der genannten Initiative der Umsatz auf \u00fcber 300 Mrd. Euro steigen und die Zahl der Arbeitspl\u00e4tze auf mehr als 3 Mio. anwachsen.\u00a0Die elektronischen Gesundheitsdienste (eHealth und Telehealth) wurden als der f\u00fchrende dieser sechs europ\u00e4ischen Leitm\u00e4rkte identifiziert. Mit der LMI werden Massnahmen verkn\u00fcpft, welche sowohl der Innovationsf\u00f6rderung als auch der Unterst\u00fctzung von Pilot- und Koordinationsaktivit\u00e4ten gewidmet sind. Die Schaffung g\u00fcnstiger rechtlicher Rahmenbedingungen sowie Standardisierungs- und Zertifizierungsaktivit\u00e4ten erhalten darin einen hohen Stellenwert. Das gr\u00f6sste Gewicht erh\u00e4lt jedoch das Prinzip der Nachfrageorientierung, in Verbindung mit dem Innovationspotenzial, das die KMU darstellen. Sie werden somit zur dominierenden Marktkraft der Zukunft &#8211; speziell auch im Gesundheitswesen. \u00a0In einem Gesundheitsmarkt, wie ihn die Pilotm\u00e4rkte-Initiative er\u00f6ffnet, wird sich ein Gesundheitsdienstleister durch Unterscheidungsmerkmale wie der Schaffung eines medizinischen Mehrwerts, der Einhaltung von Qualit\u00e4tsstandards oder durch seine gr\u00f6ssere Innovationsfreudigkeit und Bed\u00fcrfnisorientierung auszeichnen. Es wird in Zukunft mehr \u00c4rzte geben, welche ihre medizinische Kernkompetenz erweitern und sich durch ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die IKT, Freude an unternehmerischem Handeln sowie ein Interesse an innovativen Gesch\u00e4ftsmodellen auszeichnen. Der Begriff Gesundheitsdienstleister beschr\u00e4nkt sich bald nicht mehr auf medizinische Aktivit\u00e4ten im engeren Sinne, sondern auf alle Anbieter von medizinischen oder nicht direkt medizinischen Dienstleistungen und Produkten, welche damit zur Pr\u00e4vention, Krankheitserkennung, Behandlung oder Aufrechterhaltung von Gesundheit beitragen. Dazu entstehen \u00dcbergangsbereiche, welche bis in die Nahrungsmittelbranche, zu Reinigungsdiensten oder in die Geb\u00e4udeautomation (Assisted Living, Internet: www.aal-europe.eu. Facility Management Internet: <a href=\"http:\/\/www.intelligenteswohnen.com\/iw_de\">www.intelligenteswohnen.com\/iw_de<\/a> , <a href=\"http:\/\/www.bonacasa.ch\">www.bonacasa.ch<\/a> .) reichen k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>F\u00f6rderung telemedizinischer Dienstleistungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nObwohl zahlreiche Belege f\u00fcr die medizinische und mikro\u00f6konomische Wirksamkeit der Telemedizin existieren, verharrten viele telemedizinische Projekte seit Jahren im Pilotstadium, weil es keine M\u00f6glichkeit gab, wissenschaftliche und wirtschaftliche Evidenz im grossen Massstab zu erbringen. Um diese Blockade zu \u00fcberwinden, hat die EU-Kommission am 4. November 2008 eine Initiative zu Gunsten telemedizinischer Dienstleistungen gestartet. Internet: ec.europa.eu\/information_society\/activities\/health\/policy\/telemedicine\/index_en.htm. Als Ausgangspunkt wurde die F\u00f6rderung von Telemedizin und innovativer L\u00f6sungen f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung chronischer Erkrankungen (Chronic Disease Management) Internet: ec.europa.eu\/information_society\/newsroom\/cf\/itemdetail.cfm?item_id=4465. gew\u00e4hlt. \u00a0Die eigentlichen Ziele liegen jedoch jenseits (tele-)medizinischer Aspekte: Es geht um eine langfristige, volkswirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Entwicklungsperspektive einer modernen Informationsgesellschaft. Als Erstes sollen Telemedizin und eHealth aus ihrem Nischendasein erl\u00f6st und als selbstverst\u00e4ndliche Hilfen in den Arbeitsalltag der Haus\u00e4rzte und in den Lebensalltag der Patienten integriert werden. Auf dieses Ziel konzentrieren sich drei Massnahmenpakete:\u00a0&#8211; Schaffung von Vertrauen in die Dienste der Telemedizin und Aufbau von Akzeptanz;\u00a0&#8211; Schaffung von Rechtsklarheit;\u00a0&#8211; Kl\u00e4rung technischer Fragen und Erleichterung der Marktentwicklung.\u00a0\u00a0Die Kombination des pragmatischen \u00abJust do it!\u00bb-Prinzips mit grossz\u00fcgigen \u00f6konomischen und konsequenten politischen F\u00f6rdermassnahmen wird zur Entstehung einer neuen Service-Industrie in einer Skalierungsgr\u00f6sse f\u00fchren, mit der zugleich ein Nachweis ihres Nutzens erbracht werden kann. Die EU-Mitgliedstaaten werden dazu angehalten, bis im Fr\u00fchjahr 2009 ihre strategischen Schwerpunkte f\u00fcr eHealth und Telemedizin festzulegen und bis Ende 2011 die rechtlichen Bestimmungen hinsichtlich Cross-Border-Health-Aktivit\u00e4ten zu harmonisieren.&#13;<\/p>\n<h2>Konsequenzen f\u00fcr die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHeute ist die Wahrnehmung von eHealth und Telemedizin in der Schweiz an der L\u00f6sung interner Probleme unseres geschlossenen Gesundheitsmarktes ausgerichtet; die volkswirtschaftliche Dimension wird vernachl\u00e4ssigt. Die im paneurop\u00e4ischen Gesundheitsraum und dar\u00fcber hinaus einsetzende Marktdynamik d\u00fcrfte nicht spurlos am Gesundheitsstandort Schweiz vorbeigehen. In wenigen Jahren werden wir wissen, ob sich grenz\u00fcberschreitende telemedizinische Gesundheitsdienstleistungen zu einem Exportschlager der Schweiz entwickeln oder ob sich das Thema f\u00fcr uns erledigt haben wird.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Im Fr\u00fchjahr 2008 wurden mehrere Teilprojekte zur Umsetzung der Strategie eHealth Schweiz aufgenommen. Internet: www.bag.admin.ch , Themen, Krankenversicherung, eHealth. Die in der Schweiz anzutreffenden Fragestellungen entsprechen denjenigen im Ausland. 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