{"id":122886,"date":"2008-11-01T12:00:00","date_gmt":"2008-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/11\/mueller-22\/"},"modified":"2023-08-23T23:39:36","modified_gmt":"2023-08-23T21:39:36","slug":"mueller-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/11\/mueller-21\/","title":{"rendered":"Die Neue Zuwanderung"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200811_12_Mueller_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit 26% liegt der Anteil der Migranten in der Schweiz h\u00f6her, als in klassischen Einwanderungsl\u00e4ndern wie Australien oder Kanada und sogar doppelt so hoch wie in den USA. Es \u00fcberrascht daher kaum, dass die Migrationspolitik in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wurde. Was hingegen bisher wenig Beachtung fand: Innerhalb einer Dekade hat sich eine ehemals unterschichtende Zuwanderung in eine durch- und \u00fcberschichtende Zuwanderung gekehrt. \u00a0Es sind im Wesentlichen drei Merkmale, welche diese \u00abNeue Zuwanderung\u00bb auszeichnen: \u00a01. W\u00e4hrend in den Neunzigerjahren 50% bis 60% der Einwanderer von ausserhalb der EU kamen, stammen heute fast 70% aus der EU (siehe Grafik 1). Der Schwerpunkt des Zuzugs hat sich somit in Regionen verlagert, die der Schweiz sprachlich und kulturell nahe stehen. Dies erleichtert die gesellschaftliche wie auch die berufliche Integration. \u00a02. W\u00e4hrend unter erwerbst\u00e4tigen Einwanderern Anfang der Neunzigerjahre nur 20% einen terti\u00e4ren Bildungsabschluss hatten, sind es unter neu Zugewanderten 58% &#8211; eine Quote, die deutlich h\u00f6her ist als unter Schweizern selber (siehe Grafik 2). \u00a03. W\u00e4hrend 1998 nur 21% der Einwanderer als Erwerbst\u00e4tige kamen, lag dieser Wert 2007 mit 47% bereits mehr als doppelt so hoch. Unter Einwanderern aus Nord- und Westeuropa liegt die Arbeitslosigkeit genauso hoch wie unter Schweizern und deutlich niedriger als bei anderen Ausl\u00e4ndergruppen. Die neue Zuwanderung findet somit in den Arbeitsmarkt statt und nicht in die Sozialsysteme (siehe Grafik 3).&#13;<\/p>\n<h2>Personenfreiz\u00fcgigkeit als migrationspolitischer Befreiungsschlag<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der migrationspolitisch verfahrenen Situation Ende der Neunzigerjahre geriet der Abschluss des Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommens im Rahmen der ersten bilateralen Vertr\u00e4ge mit der EU zu einem Befreiungsschlag. Das Abkommen leitete einen Paradigmenwechsel in der Zuwanderungspolitik weg vom fr\u00fcheren Kontingentierungssystem ein und ebnete gleichzeitig einer Totalrevision des Ausl\u00e4ndergesetzes den Weg. Heute existiert eine Dreiteilung des Ausl\u00e4nderrechts: \u00a0&#8211; Gegen\u00fcber den EU\/EFTA-Staaten gilt die Freiz\u00fcgigkeit, die auf dem Prinzip der Nichtdiskriminierung basiert. Durch den Wegfall des Inl\u00e4ndervorrangs seit Juni 2004 und die Einf\u00fchrung der flankierenden Massnahmen zur Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen ist die Ex-ante-Kontrolle des Arbeitsmarktzugangs durch eine Ex-post-Kontrolle der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage ersetzt worden. \u00a0&#8211; Die Zuwanderung aus Drittstaaten unterliegt dem neuen Ausl\u00e4ndergesetz von 2006, welches sich am Prinzip der selektiven Zuwanderung ausrichtet. Zugelassen werden nur qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte; es gilt weiterhin der Inl\u00e4ndervorrang, und das Recht auf Familiennachzug ist eingeschr\u00e4nkt. Das neue Ausl\u00e4ndergesetz postuliert bei der Zulassung zudem den Vorrang nationaler vor regionalpolitischen oder branchenspezifischen Interessen. \u00a0&#8211; Und schliesslich unterliegt die Zuwanderung von Fl\u00fcchtlingen der Asylgesetzgebung, welche \u00fcber die vergangenen Jahre im Gleichschritt mit den Gesetzgebungen in den EU-Staaten und der Adh\u00e4sion der Schweiz zum Schengen-Raum sukzessive versch\u00e4rft wurde.&#13;<\/p>\n<h2>Wirtschaftlicher Strukturwandel als Ausl\u00f6ser<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nW\u00e4hrend diese migrationspolitischen Reformen den Zutritt von Fachkr\u00e4ften aus der EU zum Schweizer Arbeitsmarkt vereinfachte (Liberalisierung der Angebotsseite), ist der eigentliche Ausl\u00f6ser der Neuen Zuwanderung eine Ver\u00e4nderung auf der Nachfrageseite: Durch den Strukturwandel der Schweizer Wirtschaft hin zu Aktivit\u00e4ten mit h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung kam es zu einem wachsenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften. Zwischen 1997 und 2007 stieg die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz um 461000 Personen an &#8211; ein beachtlicher Zuwachs von 11% innerhalb eines Jahrzehnts. Neben dieser rein quantitativen Entwicklung ist aber insbesondere eine qualitative Ver\u00e4nderung der Arbeitskr\u00e4ftenachfrage eingetreten, die sich am eindr\u00fccklichsten im Anstieg des Akademikeranteils unter den Zugewanderten niederschl\u00e4gt. W\u00e4hrend zwischen 1991 und 1997 ein gradueller Zuwachs der Akademikerquote von 20% auf rund 35% zu verzeichnen war, erfolgte in den drei Jahren zwischen 1997 und 2000 ein Sprung auf \u00fcber 55%. Nach der konjunkturellen Abk\u00fchlung 2001 und 2002 sank er vorr\u00fcbergehend, ist seither jedoch wieder auf fast 60% gestiegen. \u00a0Getrieben wurde das \u00abBesch\u00e4ftigungswunder\u00bb der letzten Jahre vor allem durch einen tief greifenden Strukturwandel, der nicht zuletzt durch wirtschaftspolitische Reformen beg\u00fcnstigt wurde. Die \u00dcberwindung der Wachstumskrise in der zweiten H\u00e4lfte der Neunzigerjahre hat einen Transformationsprozess in Richtung einer wissens- und humankapitalintensiveren Wertsch\u00f6pfungserbringung ausgel\u00f6st. Schweizer Unternehmen haben sich verst\u00e4rkt globalisiert, und die damit einhergehende intensivere Verflechtung in das System der internationalen Arbeitsteilung hat zu einer H\u00f6herpositionierung der Schweizer Wirtschaft innerhalb der Wertsch\u00f6pfungspyramide gef\u00fchrt. Viele T\u00e4tigkeiten geringer Wertsch\u00f6pfung sind aus der Schweiz verschwunden oder ins Ausland abgewandert (Offshoring), w\u00e4hrend solche hoher Wertsch\u00f6pfung in der Schweiz gehalten oder neu an den Standort geholt werden konnten. \u00a0Die positive R\u00fcckkopplung zwischen Strukturwandel, Migrationspolitik und Wachstum l\u00e4sst sich am Verlauf der Kurven ablesen: Da sich der Trendbruch im Qualifikationsmix bereits Mitte der Neunzigerjahre und somit vor Inkrafttreten der Personenfreiz\u00fcgigkeit vollzog, d\u00fcrfte er auf eine ver\u00e4nderte Arbeitskr\u00e4ftenachfrage zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Die Zahl der Einwanderer aus Nicht-EU-Staaten geht hingegen erst ab 2001 deutlich zur\u00fcck, was offenbar Folge migrationspolitischer Massnahmen ist. Bei einem weiteren Indikator &#8211; der Nettozuwanderung von Erwerbst\u00e4tigen &#8211; zeigt sich erst in den letzten Jahren ein markanter Anstieg (siehe Grafik 4). Ab diesem Zeitpunkt scheinen dann die Personenfreiz\u00fcgigkeit einerseits (ab 2002) und ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum andererseits ihre Wirkung zu entfalten.\u00a0Strukturwandel und Personenfreiz\u00fcgigkeit waren die notwendige und hinreichende Bedingung f\u00fcr das beschleunigte Wirtschaftswachstum der letzten Jahre. Erst durch die Verf\u00fcgbarkeit von ausl\u00e4ndischen Managern, Ingenieuren, und Facharbeitern wurde der Strukturwandel hin zu h\u00f6herer Wertsch\u00f6pfung vollumf\u00e4nglich m\u00f6glich. Aber ohne die ver\u00e4nderte Arbeitskr\u00e4ftenachfrage w\u00e4re es nicht zu einem entsprechenden Sog aus dem Arbeitsmarkt gekommen, der die Neue Zuwanderung entfacht. Das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der EU stellt so gesehen einen wichtigen migrationspolitischen Nachvollzug des ver\u00e4nderten Rekrutierungsverhaltens der Unternehmen dar.&#13;<\/p>\n<h2>Neue Zuwanderung als Wachstumsmotor<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Neue Zuwanderung ist zum Wachstumstreiber geworden. Zwischen 2002 und 2006 waren 69% des Erwerbst\u00e4tigenwachstums auf Einwanderung zur\u00fcckzuf\u00fchren (Grafik 4). Inzwischen werden 27% aller in der Schweiz geleisteten Arbeitsstunden von Ausl\u00e4ndern erbracht. In vielen Schl\u00fcsselpositionen ist die Quote sogar noch h\u00f6her: Die Zahl ausl\u00e4ndischer Professoren hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und liegt inzwischen bei 43%. Von den Gesch\u00e4ftsleitungsmitgliedern der 100 gr\u00f6ssten Schweizer Unternehmen sind aktuellen Untersuchungen zufolge gut 40% Ausl\u00e4nder und unter neu rekrutierten Topmanagern sogar \u00fcber 50%. Dieser Import von Humankapital bringt einen einmaligen Wachstumseffekt (in jeder Periode, in der es zus\u00e4tzliche Nettoeinwanderung gibt) und einen dauerhaften Wachstumseffekt (indem Hochqualifizierte das Innovationspotenzial und somit das Schweizer Trendwachstum steigern).\u00a0Sheldon (2008) hat auf der Basis von Volksz\u00e4hlungsdaten den Beitrag der Einwanderer zum Produktivit\u00e4tswachstum in der Schweiz berechnet. Dabei untersucht er mit Hilfe von Bildungsrenditen die Auswirkungen des gestiegenen Bildungsstandes der Immigranten auf die Schweizer Produktivit\u00e4t. Er kommt zum Schluss, dass zwischen 1995 und 2000 fast der gesamte Produktivit\u00e4tsfortschritt von 0,5% j\u00e4hrlich auf die Zuwanderung zur\u00fcckzuf\u00fchren war. Dies entspricht einem Beitrag zum Bruttoinlandprodukt (BIP) von 2,4 Mrd. Franken &#8211; obwohl in dieser Periode nur 25000 vollerwerbst\u00e4tige Akademiker einwanderten. So viele Akademiker sind in letzter Zeit fast j\u00e4hrlich eingewandert, und entsprechend d\u00fcrfte die Neue Zuwanderung auch zus\u00e4tzliche Produktivit\u00e4tsfortschritte gebracht haben. Es steht daher wohl ausser Frage, dass sich das hohe Produktionsniveau in der Schweiz ohne ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte nicht aufrechterhalten liesse. \u00a0Empirische Untersuchungen zeigen, dass ein h\u00f6herer Bildungsstand neben diesen einmaligen Produktivit\u00e4tseffekten auch dauerhaft das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft beschleunigt. Dieser Effekt ist zwar kleiner, aber er wiederholt sich jedes Jahr von neuem. Laut Berechnungen von Hanushek\/Klimko (2000) und Barro (2001) bringt die Erh\u00f6hung des Bildungsstands der Erwerbsbev\u00f6lkerung um ein Jahr ein dauerhaft h\u00f6heres Trendwachstum von 0,20% bis 0,44%. Legt man das durchschnittliche Wachstum der Schweiz von 1,5% (1982-2005) zugrunde, so hatte bereits die relativ geringe Zuwanderung von Akademikern zwischen 1995 und 2000 einen Anteil von 2,3% bis 5,2% des Produktivit\u00e4tswachstums in den Jahren 2001 bis 2005. Solche Sch\u00e4tzungen erscheinen sogar noch konservativ, wenn man bedenkt, dass die Zuwanderung der Akademiker vor allem in Bereichen stattfindet, die eine starke Auswirkung auf die Produktivit\u00e4t haben: In einem Profilvergleich zwischen einwandernden Akademikern und einheimischen Studierenden zeigt Sheldon, dass nur 17% der Studierenden an Schweizer Universit\u00e4ten Naturwissenschaftler sind, w\u00e4hrend deren Anteil bei zuwandernden Akademikern im Untersuchungszeitraum 1995-2000 bei 35% lag (siehe Tabelle 1).&#13;<\/p>\n<h2>Verteilungseffekte der Neuen Zuwanderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung erhalten aber weniger die gesamtwirtschaftlichen Effizienz- und Wohlfahrtsgewinne der Zuwanderung Aufmerksamkeit, als vielmehr die Verteilungseffekte. Es gibt verschiedene Transmissionsmechanismen, \u00fcber welche die Zuwanderung Verteilungswirkungen entfaltet. Hierzu z\u00e4hlen L\u00f6hne, Wirtschaftswachstum und Immobilienpreise. Entgegen anderslautenden Bef\u00fcrchtungen hat die Personenfreiz\u00fcgigkeit bisher kaum zu negativen Verteilungseffekten f\u00fcr die einheimische Bev\u00f6lkerung gef\u00fchrt. F\u00f6llmi (2008) zeigt beispielsweise, dass die Einkommens- und Lohnverteilung trotz starker und sich strukturell ver\u00e4ndernder Einwanderung in den letzten 30 Jahren erstaunlich konstant geblieben ist. W\u00e4hrend in fast allen Industriel\u00e4ndern der Anteil des Kapitals am Volkseinkommen seit den Achtzigerjahren auf Kosten des Arbeitseinkommens zugenommen hat, stieg die Lohnquote in der Schweiz sogar auf \u00fcber 65% an. Zudem wirkt die Neue Zuwanderung einer Einkommensspreizung sogar entgegen, da sie das Lohnwachstum bei Hochqualifizierten d\u00e4mpft und bei Niedrigqualifizierten anregt. So hat sich \u00fcber die letzten zehn Jahre das Verh\u00e4ltnis zwischen dem obersten und dem untersten Lohndezil kaum ver\u00e4ndert.\u00a0W\u00e4hrend sich somit der Grad der sozialen Ungleichheit kaum erh\u00f6ht hat, profitieren weite Bev\u00f6lkerungsgruppen von den Produktivit\u00e4tsfortschritten und dem Wirtschaftswachstum, das die Neue Zuwanderung mit sich bringt. Aber nicht nur die makro\u00f6konomischen Indikatoren zeichnen ein g\u00fcnstiges Bild. F\u00f6llmi weist zudem auf Untersuchungen hin, denen zufolge die Schweiz eine im internationalen Vergleich hohe Einkommensmobilit\u00e4t aufweist. Auch die geringe Bedeutung, die bisher in der Praxis den flankierenden Massnahmen zur Personenfreiz\u00fcgigkeit zugekommen ist, zeigt, dass sich Bef\u00fcrchtungen von Lohndumping und sozialer Verwerfungen infolge erh\u00f6hter Zuwanderung nicht bewahrheitet haben. Ausnahmen sieht F\u00f6llmi in einigen ehemals abgeschotteten Marktsegmenten (z.B. niedergelassene \u00c4rzte), wobei hier jedoch eine Erosion wirtschaftlicher Renten durch Wettbewerb ordnungspolitisch durchaus begr\u00fcssenswert ist. Einer der wenigen Bereiche, in dem F\u00f6llmi Anzeichen f\u00fcr problematische Verteilungseffekte ausmacht, ist der Immobilienmarkt: Hier waren in letzter Zeit insbesondere in den Metropolregionen Z\u00fcrich und Genf deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie eingangs dargelegten migrationspolitischen Strukturdaten wie auch die Wachstumsberechnungen lassen den R\u00fcckschluss zu, dass sich die Neue Zuwanderung zu einem wichtigen Wachstumsmotor entwickelt hat. Es ist somit wohl auch kein Zufall, dass die Schweiz beim Wirtschaftswachstum wie auch beim Bev\u00f6lkerungswachstum im Jahr 2007 Rekordwerte erreichte (3,3% respektive 1,1%). Die am Bildungsniveau gemessene Qualit\u00e4t der j\u00fcngsten Zuwanderung und ihr Umfang relativ zur Gr\u00f6sse des Landes sind im internationalen Vergleich aussergew\u00f6hnlich. Auch wenn die Personenfreiz\u00fcgigkeit noch zu jung ist, um ein abschliessendes Urteil \u00fcber ihre Wachstumseffekte zu f\u00e4llen, sind die bisherigen Anzeichen eindeutig positiv.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abNeuzuwanderung nach Herkunftsregionen, 1991-2007\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abAusbildungsniveau der neu eingewanderten Erwerbst\u00e4tigen nach dem Jahr der Einwanderung, 1991\/92-2005\/06\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abNeuzuwanderung nach Immigrationsgrund, 1998-2006\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abWanderungssaldo der Erwerbspersonen und Nettoarbeitsmarkteintritte ohne Migrationen,1991-2006\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abStudierende an Universit\u00e4ten und zugewanderte ausl\u00e4ndische vollzeiterwerbst\u00e4tige Akademiker nach Fachrichtung, 1995\/96-2005\/06\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Publikation zum Thema<\/b>&#13;<br \/>\nIm Buch \u00abDie Neue Zuwanderung\u00bb analysiert Avenir Suisse den Trendbruch im Schweizer Zuwanderungsmix sowie seine wirtschaftlichen, sozialen und politischen Implikationen f\u00fcr die Schweiz. Der Sammelband enth\u00e4lt Beitr\u00e4ge von \u00fcber einem Dutzend Wissenschaftlern und Experten.Avenir Suisse, Daniel M\u00fcller-Jentsch (Hrsg.): Die Neue Zuwanderung &#8211; die Schweiz zwischen Brain-Gain und \u00dcberfremdungsangst, NZZ-Verlag, Oktober 2008, 344 Seiten, ISBN 978-3-03823-475-3.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Literatur<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Sheldon, George: Was bringt uns die Neue Zuwanderung? Eine Kosten-Nutzen-Betrachtung. In: Die Neue Zuwanderung. Die Schweiz zwischen Brain-Gain und \u00dcberfremdungsangst. Avenir Suisse, 2008.- F\u00f6llmi, Reto: Gewinner und Verlierer der Neuen Zuwanderung. \u00d6konomische Verteilungseffekte. In: Die Neue Zuwanderung. Die Schweiz zwischen Brain-Gain und \u00dcberfremdungsangst. Avenir Suisse, 2008.- Hanushek, Eric und Dennis Kimko (2000): Schooling, Labor Force Quality, and the Growth of Nations. In: American Economic Review, 90(5), S. 1184-1208.- Barro, Robert (2001): Human Capital and Growth. In: American Economic Review, 91(2), S. 12-17.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Mit 26% liegt der Anteil der Migranten in der Schweiz h\u00f6her, als in klassischen Einwanderungsl\u00e4ndern wie Australien oder Kanada und sogar doppelt so hoch wie in den USA. Es \u00fcberrascht daher kaum, dass die Migrationspolitik in den letzten Jahren so kontrovers diskutiert wurde. Was hingegen bisher wenig Beachtung fand: Innerhalb einer Dekade hat [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3009,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3009,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr., Senior Fellow, Avenir Suisse, Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Senior fellow, Avenir Suisse, Zurich","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"In den letzten zehn Jahren gab es eine massive Verschiebung im Schweizer Zuwanderungsmix hin zu h\u00f6her qualifizierten Arbeitskr\u00e4ften. Diesem Trend liegt ein beschleunigter Strukturwandel am Arbeitsmarkt zugrunde. Der migrationspolitische Paradigmenwechsel mit dem Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der EU sowie die neuen Ausl\u00e4nder- und Asylgesetze tragen dem ver\u00e4nderten Arbeitskr\u00e4ftebedarf der Schweizer Wirtschaft geradezu ideal Rechnung. Negative Verteilungseffekte durch die Zuwanderung sind bisher nicht festzustellen.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":122889,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8943","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55b0a7dc55978"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122886"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3009"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122886"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122886\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128037,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122886\/revisions\/128037"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3009"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=122886"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=122886"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=122886"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=122886"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=122886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}