{"id":122901,"date":"2008-11-01T12:00:00","date_gmt":"2008-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/11\/salzarulo-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:39:48","modified_gmt":"2023-08-23T21:39:48","slug":"salzarulo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/11\/salzarulo\/","title":{"rendered":"Das bilaterale Forschungsabkommen: Vollbeteiligung der Schweiz am europ\u00e4ischen Forschungsraum"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeit 1992 ist die Anzahl von Schweizer Forschenden, Aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit umfasst der Begriff \u00abSchweizer Forschende\u00bb die Gesamtheit der Forscherinnen und Forscher, deren Forschungsinstitution ihren Sitz in der Schweiz hat. Ausgenommen sind die internationalen Organisationen, deren Beteiligungen nicht der Schweiz zugerechnet werden. die an europ\u00e4ischen Forschungsprojekten teilnehmen, kontinuierlich gestiegen: von durchschnittlich 148 in den Jahren 1992 bis 1995 auf durchschnittlich 474 in den Jahren 2003-2006. Die Schweiz nimmt seit 2004 direkt an den EU-Forschungsrahmenprogrammen teil. Zuvor beschr\u00e4nkte sich die Zusammenarbeit auf einen projektbezogenen Einbezug schweizerischer Forschenden. F\u00fcr das gesamte 6. FRP waren 1914 Schweizer Teilnehmende zu verzeichnen. Diese Zunahme ging einher mit einem regelm\u00e4ssigen Wachstum der Budgets der FRP, das einen Anstieg der Anzahl finanzierter Projekte &#8211; und mithin der Beteiligungschancen &#8211; bewirkte. In der Schweiz sind die FRP nach dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) der zweitwichtigste Empf\u00e4nger von Bundesinvestitionen f\u00fcr F&amp;E. Obschon der Beitrag der Schweiz an die Rahmenprogramme einen bedeutenden Ausgabenposten des Bundes im Bereich der Forschungsf\u00f6rderung darstellt, macht er lediglich 2% der Gesamtinvestitionen der Schweiz im Bereich F&amp;E aus. Letztere werden zum gr\u00f6ssten Teil direkt durch die \u00f6ffentlichen und privaten Forschungsinstitutionen finanziert.&#13;<\/p>\n<h2>F\u00f6rdermittel auch f\u00fcr die Forschung in den Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer Beteiligungen am 6. FRP wurde zu 58,6% von Hochschulen (Universit\u00e4ten, ETH und Fachhochschulen), zu 18,5% von den KMU und zu 10,7% von den grossen Unternehmen getragen. \u00a0Die Verteilung der F\u00f6rdergelder entspricht derjenigen der Beteiligungen. So zog der Hochschulbereich \u00fcber die gesamte Laufzeit des 6. FRP rund 64% der F\u00f6rdermittel auf sich. Die Institutionen des ETH-Bereichs sowie die Universit\u00e4ten sind dabei mit 270,4 Mio. Franken (34,1%) beziehungsweise 219,1 Mio. Franken (27,6%) \u00fcber das ganze 6. FRP die Hauptempf\u00e4nger. Etwa ein Viertel der F\u00f6rdermittel (25,5% bzw. 202,4 Mio. Fr.) gingen an die Unternehmen, wovon 110,9 Mio. Franken (14%) den KMU zuflossen. Es folgen die Non-Profit-Organisationen, die Fachhochschulen und die \u00f6ffentliche Verwaltung, die sich die restlichen 13% teilten.\u00a0Mit einem Anteil von 23,8% sind die Informationstechnologien ganz klar jener Forschungsbereich, in welchem sich die Schweizer Forschenden am aktivsten zeigten. Nicht weniger als 225,3 Mio. Franken wurden zwischen 2003 und 2006 den Schweizer Forschenden in diesem Bereich bereitgestellt. Der zweite Schl\u00fcsselbereich ist derjenige der Life Sciences und der Gesundheit (15,1% der Schweizer Beteiligungen), der mit 160,5 Mio. Franken gef\u00f6rdert wurde. Im europaweiten Vergleich zeichnet sich die Schweiz durch eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Beteiligung in diesen beiden Bereichen sowie bei der Nanotechnologie aus.&#13;<\/p>\n<h2>Innovation und Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Technologietransfer (Transfer des technischen Know-hows vom Erfinder zum industriellen Verwerter) ist eine zentrale Etappe im Gesamtprozess von F&amp;E. Er wird insbesondere durch die Vernetzung von \u00f6ffentlichen und privaten Forschungsinstitutionen erm\u00f6glicht. Der Zusammenschluss verschiedener Forschungspartner innerhalb eines Projektes erlaubt nicht nur die F\u00f6rderung von \u00f6ffentlich-privater Zusammenarbeit, sondern auch das Erreichen der kritischen Gr\u00f6sse f\u00fcr Grossprojekte sowie die Bildung europ\u00e4ischer Forschungsnetzwerke. So sind unter dem 6. FRP 273 Forschungspartnerschaften zwischen Schweizer Hochschulinstitutionen und inl\u00e4ndischen Unternehmen entstanden. Dies entspricht einem Drittel aller schweizerischen Forschungspartnerschaften im 6. FRP.\u00a0Die FRP sind ein wichtiges Instrument zur Initiierung und F\u00f6rderung von internationalen Netzwerken f\u00fcr die wissenschaftliche Zusammenarbeit. Die Assoziation an die FRP \u00f6ffnet der Schweiz den Zugang zu diesen Netzwerken. Die meisten Kooperationen der Schweiz fanden mit Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Italien statt. Ingesamt z\u00e4hlen wir \u00fcber 32000 solcher Forschungskooperationen zwischen Forschenden aus der Schweiz und europ\u00e4ischen Forschenden in 115 verschiedenen L\u00e4ndern. Dies macht deutlich, dass die Schweiz auf europ\u00e4ischer &#8211; und sogar auf internationaler &#8211; Ebene sehr gut eingebunden ist.&#13;<\/p>\n<h2>Positiver finanzieller R\u00fcckfluss<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nInsgesamt bel\u00e4uft sich der Beitrag der Schweiz an das 6. FRP auf 780 Mio. Franken bzw. 518 Mio. Euro. Dieser Betrag entspricht 2,68% des Gesamtbudgets der EU f\u00fcr das 6. FRP, das mit 19309 Mio. Euro dotiert ist. Den Schweizer Teilnehmenden am 6. FRP flossen F\u00f6rdermittel in einer Gesamth\u00f6he von 793 Mio. Franken zu. Die Schweiz verzeichnet also einen positiven Nettor\u00fcckfluss. Dieser bel\u00e4uft sich auf 3,06% aller Mittel, die f\u00fcr die Finanzierung der Forschenden aller L\u00e4nder zur Verf\u00fcgung standen. Da die F\u00f6rdermittel auf Wettbewerbsbasis vergeben werden, stellt das anteilm\u00e4ssige Verh\u00e4ltnis zwischen den einem Land zugesprochenen F\u00f6rdermitteln und dem von diesem Land geleisteten Beitrag ein geeignetes Instrument dar, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Forschenden in diesem Land zu messen. In unserem Fall ist dieses Verh\u00e4ltnis gr\u00f6sser als 1 (3,06%\/2,68%=1,14). Die Schweizer Forschenden sind demnach &#8211; gemessen am Volumen der von der Schweiz in das 6. FRP investierten Mittel &#8211; bei der Zusprache europ\u00e4ischer F\u00f6rdermittel \u00fcberdurchschnittlich erfolgreich. Berechnungen zeigen, dass die Schweiz in jenen Bereichen besonders wettbewerbsstark ist, in denen sie auch am aktivsten ist, d.h. in den Bereichen Life Sciences, Nanotechnologie und Informationstechnologie.&#13;<\/p>\n<h2>Wissenschaftlicher und \u00f6konomischer Nutzen der Schweizer Beteiligung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich bringt die Assoziation an die FRP den Schweizer Forschenden wesentliche Vorteile: Sie erhalten die gleichen Rechte wie ihre Kolleginnen und Kollegen aus den EU-Mitgliedstaaten, und alle Bereiche der FRP stehen f\u00fcr sie offen. Die Finanzierung erfolgt direkt \u00fcber die Europ\u00e4ische Kommission (keine doppelte Antragstellung bei der Kommission und dem Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung SBF). Ein weiterer Vorzug der Vollbeteiligung besteht in der M\u00f6glichkeit der Projektkoordination.\u00a0Neben Zahlen und Fakten zur Schweizer Beteiligung an den Rahmenprogrammen interessiert uns nat\u00fcrlich auch die Einsch\u00e4tzung der Schweizer Forschenden selber in Bezug auf den Nutzen, den sie aus dieser Beteiligung ziehen konnten. Genau dies untersuchte die Evaluation der Schweizer Beteiligung an den 5. und 6. FRP, die 2005 publiziert wurde. Vgl. SER, 2005.\u00a0Die Bedeutung der FRP als F\u00f6rderinstrument wird insbesondere dadurch deutlich, dass rund 71% aller Teilnehmenden ihr Projekt ohne die F\u00f6rderung durch die Rahmenprogramme nicht durchgef\u00fchrt h\u00e4tten. Auch gibt ein Grossteil der Befragten an, dass der Erreichungsgrad der angestrebten wissenschaftlichen, kooperationsbezogenen und \u00f6konomischen Ziele hoch sei und erwartungsgem\u00e4ss noch steigen werde. \u00a0In erster Linie konnte Nutzen in Bezug auf den Wissensaufbau generiert werden, so zum Beispiel die Erreichung von \u00abState of the Art\u00bb-Wissen sowie die Verbesserung der wissenschaftlichen Leistungsf\u00e4higkeit. Eine wichtige Rolle spielt auch die Etablierung von langfristigen Forschungspartnerschaften. Hingegen wurde von den Teilnehmenden teilweise der hohe administrative Aufwand bei Aufbau und Durchf\u00fchrung eines Projekts beklagt. Im 7. FRP sind deshalb die Verfahren vereinfacht und die Rechnungsmodelle vereinheitlicht worden. Zudem gibt es neu eine Einheitsregistrierung f\u00fcr alle Projekte. \u00a0Die FRP spielen jedoch nicht nur in Bezug auf den wissenschaftlichen Output eine wichtige Rolle. Die Teilnahme generiert auch einen \u00f6konomischen Nutzen, der nicht zu untersch\u00e4tzen ist. Die Europ\u00e4ische Kommission geht davon aus, dass die FRP einen zentralen Faktor bei der Erreichung der Lissabon-Ziele darstellen. Gem\u00e4ss einer Untersuchung von 2005 Commission Staff Working Paper, Annex to the Proposal for the Council and European Parliament decisions on the 7th Framework Programme (EC and Euratom): Impact Assessment and Ex Ante Evaluation (SEC(2005) 430). tragen die FRP l\u00e4ngerfristig zu einem zus\u00e4tzlichen Wachstum der europ\u00e4ischen Bruttoinlandprodukte (BIP) von 0,45%-0,96% bei und kreieren zwischen 400000 und 925000 zus\u00e4tzliche Arbeitspl\u00e4tze. Auch die Schweiz profitiert wirtschaftlich von der Teilnahme an den FRP. Dies zeigt sich in erster Linie in der Steigerung der Wettbewerbsvorteile, wie die Evaluation des SBF zeigt, aber auch in der Schaffung neuer Stellen. So gehen die Autoren von einem unmittelbar aus dem 5. und 6. FRP hervorgehenden Besch\u00e4ftigungseffekt von rund 960 permanenten und tempor\u00e4ren Stellen aus. Zudem sind bei 53% der in der Evaluation Befragten die Projektergebnisse in neue Produkte und Dienstleistungen eingeflossen, und 32% erzielten oder erwarteten eine Steigerung des Umsatzes explizit aufgrund ihres Forschungsprojekts. Auch konnten Teilnehmende, welche Neugr\u00fcndungen von Spin-offs oder Start-ups erzielen wollten, dies im gew\u00fcnschten Umfang realisieren.&#13;<\/p>\n<h2>Die forschungspolitische Ebene<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuf der forschungspolitischen Ebene liegen die Vorteile in erster Linie in der Beteiligung an der Komitologie. Durch das Forschungsabkommen kann die Schweiz Einsitz nehmen in die so genannten Programmkomitees, in die \u00fcbergeordneten beratenden Organe der Europ\u00e4ischen Kommission und des Europ\u00e4ischen Ministerrats &#8211; insbesondere den Ausschuss f\u00fcr wissenschaftliche und technische Forschung (Crest) &#8211; sowie in den Verwaltungsausschuss der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europ\u00e4ischen Kommission. Dadurch bekommt sie Zugang zu Informationen, die Drittstaaten nicht offenstehen, und hat ausserdem die M\u00f6glichkeit, die Ausgestaltung der Ausschreibungen zu beeinflussen.\u00a0In den FRP spielen die Programmkomitees, die in allen Fachbereichen eingerichtet werden, eine wichtige Rolle. Eine der Hauptaufgaben dieser Komitees besteht darin, bei der Ausformulierung der Arbeitsprogramme mitzuwirken und diese zu verabschieden. Die Arbeitsprogramme enthalten die Details der f\u00fcr ein bestimmtes Jahr geplanten Ausschreibungen (forschungspolitische und wissenschaftliche Ziele, Termine, Budget usw.). Nach Unterbreitung der ersten Entw\u00fcrfe der Europ\u00e4ischen Kommission haben alle Mitgliedsl\u00e4nder und die assoziierten Staaten Gelegenheit, in Stellungnahmen ihre \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge einzubringen. Nicht selten gelingt es auf diese Weise, die Ausschreibungen um Themen, die f\u00fcr die Forschungsgemeinschaft des jeweiligen Bereiches von Bedeutung sind, zu erg\u00e4nzen. Auch die Schweizer Delegierten in den Programmkomitees setzen sich daf\u00fcr ein, dass die Interessen der Schweiz in den jeweiligen Arbeitsprogrammen zur Geltung kommen und somit deren Erfolgschancen bei der Projekteinreichung steigen.\u00a0Der Crest ber\u00e4t Kommission und Ministerrat in forschungspolitischen Angelegenheiten. Dabei geht es auch um Themen, die \u00fcber die FRP hinausgehen und den gesamten europ\u00e4ischen Forschungsraum, seine Entwicklung und seine politischen Steuerungsmechanismen betreffen (z.B. Mobilit\u00e4t von Forschenden, gemeinsame Programme, Roadmap f\u00fcr europ\u00e4ische Forschungsinfrastrukturen usw.). Aufgrund des Forschungsabkommens kann sich die Schweiz gleichberechtigt an diesen f\u00fcr die Zukunft des europ\u00e4ischen Forschungsplatzes wichtigen Diskussionen beteiligen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a class=\"graphic-link\" title=\"Anzahl Beteiligungen und an Schweizer Forschende ausgerichtete F\u00f6rdermittel unter dem 6. Europ\u00e4ischen Forschungsrahmenprogramm nach Teilnehmerkategorie\">Grafik 1 \u00abAnzahl Beteiligungen und an Schweizer Forschende ausgerichtete F\u00f6rdermittel unter dem 6. Europ\u00e4ischen Forschungsrahmenprogramm nach Teilnehmerkategorie\u00bb<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Das 6. Forschungsrahmenprogramm<\/b>&#13;<br \/>\nDas 6. FRP deckt die Periode 2003 bis 2006 ab. W\u00e4hrend dieser Zeitspanne wurden F\u00f6rdermittel f\u00fcr zugelassene Projekte verpflichtet. Da die Projektdauer durchschnittlich mehr als drei Jahre betr\u00e4gt, werden wir die Ergebnisse der meisten in diesem Rahmen durchgef\u00fchrten Projekte erst 2010 kennen. Es ist demnach noch zu fr\u00fch, die gesamthaften Auswirkungen der Schweizer Beteiligung am 6. FRP zu evaluieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Das Forschungsabkommen in K\u00fcrze<\/b>&#13;<br \/>\nDas Forschungsabkommen erm\u00f6glicht der Schweiz die gleichberechtigte Teilnahme an den Forschungsrahmenprogrammen der EU. Hochschulen, Forschungsorganisationen, Unternehmen oder auch Einzelpersonen k\u00f6nnen bei EU-Forschungsprojekten als Partner mitwirken oder selber Projekte initiieren und die Koordination \u00fcbernehmen. F\u00fcr die Lancierung eines Projektes brauchen sie zwei Partner aus EU-L\u00e4ndern oder anderen assoziierten Staaten. Die F\u00f6rdergelder werden direkt von der Europ\u00e4ischen Kommission bezahlt.Das laufende 7. Forschungsrahmenprogramm (mit der Laufzeit 2007 bis 2013) umfasst ein Budget von rund 90 Mrd. Franken. Schwerpunkte sind Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences, Gesundheit, Energie, Nanotechnologie, Umwelt sowie &#8211; als Neuerung gegen\u00fcber den Vorg\u00e4ngerprogrammen &#8211; die Grundlagenforschung. Die Schweiz beteiligt sich w\u00e4hrend sieben Jahren mit einem Beitrag von insgesamt 2,4 Mrd. Franken. Die Ergebnisse des vorhergehenden 6. Rahmenprogramms zeigen, dass der finanzielle Beitrag der Schweiz zu 100% in Form von Projektunterst\u00fctzungen wieder in die Schweiz zur\u00fcckgeflossen ist.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 3: Ein Schweizer KMU koordiniert ein europ\u00e4isches Forschungsprojekt<\/b>&#13;<br \/>\n<i>Sathya Rao von der Telscom AG in Bern koordiniert das Projekt Privacy-aware Secure Monitoring (Prism) im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, welches die Sicherheitsprobleme des Internets untersucht. Herr Rao teilt uns im Folgenden seine Erfahrungen mit.<\/i>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelches Ziel verfolgt das Projekt Prism? Rao: Die Sicherheit sowie der Schutz von personenbezogenen Daten im Internet geh\u00f6ren zu den gr\u00f6ssten Herausforderungen bei der heutigen Benutzung und der k\u00fcnftigen Weiterentwicklung des Internets. Die Forschung im Rahmen des Projektes Prism zielt auf die Entwicklung von Technologien f\u00fcr die Netz\u00fcberwachung ab, die Sicherheit garantieren k\u00f6nnen, indem sie Angriffe oder Missbr\u00e4uche orten und gleichzeitig die Vertraulichkeit der ausgetauschten Daten sicherstellen. Diese Technologien sollten mit der geltenden Gesetzgebung in Bezug auf Datenschutz und -sicherheit absolut kompatibel sein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWie ist das Projekt entstanden? Rao: Eine 2006 von Telscom mitorganisierte Konferenz in Helsinki hat einigen Teilnehmenden bewusst gemacht, wie wichtig ein sicheres Netz ist, das zuverl\u00e4ssige und qualitativ hoch stehende Dienstleistungen erbringt. Mit diesen haben wir 2007 ein zweites Treffen organisiert und die Lancierung mehrerer Projekte zum Thema beschlossen, insbesondere Prism. Die vorg\u00e4ngig durchgef\u00fchrte Evaluation der Projekte verlief positiv, sodass wir Anfang 2008 begonnen haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nWelchen Nutzen ziehen Sie aus der Koordinierung dieses Projekts? Rao: Die Hauptvorteile bestehen in der M\u00f6glichkeit, das Projekt allgemein kontrollieren und Erfahrungen \u00fcber die Forschung zu diesen Technologien sammeln zu k\u00f6nnen. Hinzu kommt die Tatsache, dass das Image der Firma als Koordinator verbessert wird. Dass die Finanzierung durch die EU 100% der Projektkosten deckt, ist f\u00fcr ein KMU wie das unsere sehr wichtig. Als Koordinator f\u00e4llt es uns zudem leichter, unser Netzwerk weiter-zuentwickeln und potenzielle neue Projekte auf die Beine zu stellen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nK\u00f6nnte Ihr Projekt auch auf rein nationalem Niveau durchgef\u00fchrt werden? Rao: Nein, und zwar aus verschiedenen Gr\u00fcnden: Erstens sind die unter dem FRP durchgef\u00fchrten Forschungsaktivit\u00e4ten transversal und m\u00fcssen daher mehrere Partner einschliessen. Zweitens f\u00f6rdert die europ\u00e4ische Forschung die Zusammenarbeit zwischen \u00f6ffentlichen Forschungsinstitutionen und industriellen Partnern, f\u00fcr welche es in der Schweiz eher schwierig ist, eine Finanzierung zu finden. Schliesslich zwingt einen die Globalisierung der M\u00e4rkte, L\u00f6sungen in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zu suchen. Oft haben die Kontakte, die im Rahmen von europ\u00e4ischen Projekten gekn\u00fcpft werden, auch ausserhalb des Projektes wirtschaftliche Auswirkungen f\u00fcr die involvierten Partner.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 4: Quellen und Informationen<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Die Schweizer Beteiligung am 6. Europ\u00e4ischen Forschungsrahmenprogramm &#8211; Zahlen und Fakten (SBF, 2008).- Evaluation der schweizerischen Beteiligung am 5. und 6. Forschungsrahmenprogramm der Europ\u00e4ischen Union sowie des Informationsnetzwerkes Euresearch (SER, 2005).Weitere Informationen zur Schweizer Beteiligung an den EU-Forschungsrahmenprogrammen: <a href=\"http:\/\/www.sbf.admin.ch\">www.sbf.admin.ch<\/a> .E-Mail: europrogram@sbf.admin.ch.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&#13; &#13; Seit 1992 ist die Anzahl von Schweizer Forschenden, Aus Gr\u00fcnden der Lesbarkeit umfasst der Begriff \u00abSchweizer Forschende\u00bb die Gesamtheit der Forscherinnen und Forscher, deren Forschungsinstitution ihren Sitz in der Schweiz hat. 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