{"id":123006,"date":"2008-09-01T12:00:00","date_gmt":"2008-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/09\/brunetti-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:40:34","modified_gmt":"2023-08-23T21:40:34","slug":"brunetti-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/09\/brunetti-5\/","title":{"rendered":"Ressourcenknappheit und Preissignale &#8211; eine \u00dcbersicht"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200809_04_Brunetti_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"370\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer vorliegende Beitrag beginnt mit einer kurzen Darstellung der j\u00fcngsten Preisentwicklungen. Anschliessend wird argumentiert, dass diese Entwicklung massgeblich durch eine boomende Nachfrage ausgel\u00f6st wird, die auf ein kurzfristig wenig steigerbares Angebot trifft. Es folgt eine kurze Darstellung der unmittelbaren Effekte der Knappheit auf die Schweiz und auf Entwicklungsl\u00e4nder, bevor einige wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen gezogen werden.&#13;<\/p>\n<h2>Steigende Preise von Rohwaren und Nahrungsmitteln<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAlle Ressourcen, die gehandelt werden, sind knapp; sonst k\u00f6nnte f\u00fcr sie kein Preis erzielt werden. Das volkswirtschaftliche Symptom der Verknappung von Rohstoffen ist ein Anstieg der Preise. Viele Rohstoffe haben sich in j\u00fcngerer Zeit stark verteuert. Die Grafik 1 und Grafik 2 stellen die Preisentwicklung im Weltmarkt der letzten drei Jahre f\u00fcr einige ausgew\u00e4hlte Rohstoffe dar. Diese Verteuerung der Rohstoffe betrifft insbesondere:\u00a0&#8211; Energietr\u00e4ger, vor allem Erd\u00f6l;\u00a0&#8211; Metalle wie etwa Blei, Kupfer, Zink und Aluminium;\u00a0&#8211; Agrarrohstoffe wie etwa Weizen, dessen Weltmarktpreis sich zwischenzeitlich vervierfachte, aber auch Mais und Soja.\u00a0Es sollte beachtet werden, dass die Rohstoffpreise nicht durchs Band und monoton gestiegen sind:\u00a0&#8211; Bei den meisten Metallen fand der Preisanstieg in erster Linie im Jahr 2006 statt. Nach einiger Zeit sind die Preise u.a. aufgrund des in der Folge gestiegenen Angebots oder gesunkener Nachfrage nicht mehr wesentlich gestiegen (z.B. Kupfer, Aluminium) oder gar wieder gesunken (z.B. Blei, Zink). Seit ganz kurzem haben sich auch die Erd\u00f6lpreise wieder zur\u00fcckgebildet (in der Grafik nicht ersichtlich).\u00a0&#8211; Ebenso blieb die Tendenz bei den Fleischpreisen stabil oder gar sinkend, und auch die Milchpreise zeigten &#8211; je nach Zeitpunkt und Region &#8211; teilweise gar nach unten.\u00a0\u00a0In der Regel &#8211; und deshalb auch in den beiden Grafiken &#8211; werden Rohstoffe in US-Dollar quotiert und gehandelt. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass sich der US-Dollar in den vergangenen Jahren stark abgewertet hat. Die Verteuerung der Rohstoffe in US-Dollar widerspiegelt deshalb zu einem Teil auch seine Abwertung. \u00a0Trotz dieser Einschr\u00e4nkungen ist es unbestritten, dass zahlreiche Rohstoffe in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden sind. Wie lassen sich derartige Preisentwicklungen erkl\u00e4ren?&#13;<\/p>\n<h2>Ein Schulbeispiel von Angebot und Nachfrage<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSelten kann man Konzepte aus dem volkswirtschaftlichen Einf\u00fchrungsstudium derart direkt auf brennende wirtschaftspolitische Fragen anwenden wie in diesem Fall. Mit dem einfachstm\u00f6glichen Marktmodell lassen sich die hier relevanten analytischen Fragen diskutieren. Weder braucht es Detailwissen zu den spezifischen Produkten, noch spielt die in diesem Zusammenhang vielgescholtene Spekulation eine relevante Rolle (siehe Kasten 1 In der \u00f6ffentlichen Diskussion zur Preishausse auf den Rohwarenm\u00e4rkten h\u00f6rt man oft wenig von Angebot und Nachfrage, daf\u00fcr aber um so mehr von der Spekulation. Manche amerikanische Kongressmitglieder und nicht wenige europ\u00e4ische Spitzenpolitiker glauben in den Spekulanten die Verantwortlichen gefunden zu haben. Entsprechend machen bereits Vorschl\u00e4ge die Runde, diesen mit wirtschaftspolitischen Massnahmen &#8211; etwa Steuern auf entsprechenden Transaktionen &#8211; das Handwerk zu legen. Das Problem an diesem Ansatz ist, dass die Spekulation auf den Finanzm\u00e4rkten nichts mit den hohen heutigen Preisen zu tun hat und dass die vorgeschlagenen Massnahmen mit Sicherheit sch\u00e4dlich w\u00e4ren. Zweifellos gibt es momentan eine grosse Menge von Geldern, die nicht zuletzt wegen der Krise in den Finanzsektoren nach alternativen Anlagem\u00f6glichkeiten suchen. Und zweifellos bieten hier die Rohwaren eine attraktive Alternative und entsprechend fliesst viel Kapital in diesen Bereich. Entscheidend ist aber, worin dieses Geld genau investiert wird. Zu Preiserh\u00f6hungen k\u00e4me es, wenn die Spekulanten Erd\u00f6l oder Weizen physisch kaufen und dann in Erwartung zuk\u00fcnftiger Gewinne lagern w\u00fcrden. Ein Blick in die Statistiken der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt aber, dass dies nicht geschieht; gem\u00e4ss Statistiken gab es keinen Aufbau an Erd\u00f6llagern in den letzten Monaten. Ebenso befinden sich die weltweiten Lager von Weizen auf historischen Tiefstst\u00e4nden. Der Grund daf\u00fcr ist, dass Spekulanten in der Regel nicht physische Rohwaren kaufen, sondern so genannte Terminkontrakte, also Wertpapiere, die auf eine zuk\u00fcnftige Preisentwicklung wetten. F\u00fcr jeden K\u00e4ufer zuk\u00fcnftigen Erd\u00f6ls, der mit einer Preiserh\u00f6hung rechnet, braucht es einen Verk\u00e4ufer, der mit dem Gegenteil rechnet. Die Tatsache, dass es mehr Spekulanten auf diesen M\u00e4rkten hat &#8211; also mehr K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer -, ist aber f\u00fcr den heutigen Preis nicht relevant. Das Ergebnis eines Fussballspiels ist schliesslich auch unabh\u00e4ngig davon, wie viele Leute auf seinen Ausgang Wetten abschliessen.Hohe im Markt gebildete Futures-Preise deuten auf erwartete Preisanstiege hin. Diese Erwartungen k\u00f6nnen zwar den heutigen Preis indirekt beeinflussen, zum Beispiel indem sie ein \u00f6lproduzierendes Land dazu verleiten k\u00f6nnten, an einem Tag etwas weniger und am anderen Tag etwas mehr \u00d6l zu produzieren. Aber auch diese Entscheide fliessen wieder in die Erwartungen ein. Wesentlich ist, dass sich diese Erwartungen unabh\u00e4ngig davon bilden, ob es Terminm\u00e4rkte gibt oder nicht. Solche M\u00e4rkte machen die Erwartungen lediglich transparenter und erleichtern dadurch den wichtigen Informationsfluss. Entscheidend f\u00fcr den heutigen \u00d6lpreis bleiben aber Angebot und Nachfrage nach physischem Erd\u00f6l und nicht der Handel mit \u00abPapier\u00f6l\u00bb auf Terminm\u00e4rkten. Wirtschaftspolitische Massnahmen gegen die Spekulation w\u00fcrden nicht nur nichts bringen, sondern einigen Schaden anrichten. Terminm\u00e4rkte &#8211; und damit die Aktivit\u00e4ten von Spekulanten &#8211; sind n\u00e4mlich nicht eine Spielart von Pferdewetten, sondern haben einen echten volkswirtschaftlichen Nutzen. Neben der Transparenzbildung \u00fcber Erwartungen erlauben sie es, sich gegen die Unsicherheiten aus Preisschwankungen abzusichern. Eine Fluggesellschaft oder ein Hausbesitzer kann sich \u00fcber solche M\u00e4rkte Erd\u00f6l zu einem fixierten Preis kaufen und sich dadurch gegen Preissteigerungen absichern. Damit dies m\u00f6glich ist, braucht es aber eine Gegenpartei, die bereit ist, das Risiko der Preisschwankungen zu tragen. Diese Gegenpartei bilden oft Spekulanten, die mit dem Ziel einer finanziellen Rendite in solche Gesch\u00e4fte investieren. Wirtschaftspolitische Massnahmen gegen die Spekulation werden nur dazu f\u00fchren, dass weniger dieser beidseitig vorteilhaften Gesch\u00e4fte get\u00e4tigt w\u00fcrden &#8211; ein reiner volkswirtschaftlicher Verlust.).\u00a0Die grunds\u00e4tzliche Story ist die Folgende: Eine stark steigende Nachfrage &#8211; insbesondere aus den rasant wachsenden asiatischen L\u00e4ndern &#8211; trifft auf ein Angebot, das wegen Kapazit\u00e4tsgrenzen mindestens kurzfristig nicht stark ausgeweitet werden kann. Grafik 3 stellt dies schematisch f\u00fcr den Fall des Erd\u00f6ls dar. Die gleiche Analyse l\u00e4sst sich f\u00fcr die anderen Rohstoffe vornehmen, deren Preise j\u00fcngst stark angestiegen sind. Wichtig ist hier der Verlauf der Angebotskurve. Ist die Menge sehr klein, so haben die Anbieter leer stehende Kapazit\u00e4ten, weshalb sie keine M\u00fche haben, zus\u00e4tzliche Nachfrage auch ohne starke Preissteigerungen auszudehnen: Die Angebotskurve verl\u00e4uft bei kleinen Mengen (in der Grafik links) sehr flach. Je st\u00e4rker die Kapazit\u00e4ten ausgelastet sind, desto steiler wird die Kurve, d.h., desto st\u00e4rker wird der Preis auf zus\u00e4tzliche Nachfrage reagieren, bis irgendwann die h\u00f6chstm\u00f6gliche Produktionsmenge erreicht ist. Kurzfristig (!) l\u00e4sst sich dann bei noch so starker Preissteigerung nicht mehr anbieten. In welchem Bereich der Angebotskurve wir uns in einem Markt befinden, h\u00e4ngt von der Lage der Nachfragekurve ab. Wegen der in den vergangenen Jahren starken Entwicklung der Weltkonjunktur und des schon l\u00e4nger anhaltenden Wachstumsbooms in den Schwellenl\u00e4ndern expandiert die Nachfrage nach Rohstoffen seit Jahren stark. Deshalb schneidet die Kurve \u00abNachfrage alt\u00bb die Angebotskurve schon seit l\u00e4ngerem im steilen Bereich. \u00a0Dies war schematisch die Ausgangslage vor rund zwei Jahren. Da die Konjunktur &#8211; insbesondere in den bev\u00f6lkerungsreichen asiatischen L\u00e4ndern &#8211; weiter boomte, verschob sich die Nachfrage noch weiter nach aussen (\u00abNachfrage neu\u00bb). Wegen der bereits stark ausgelasteten Kapazit\u00e4ten f\u00fchrte diese Nachfrageerh\u00f6hung zu einer sehr starken Erh\u00f6hung der Preise, aber kaum zu einer Erh\u00f6hung der Menge. Die Preiserh\u00f6hung war dabei viel gr\u00f6sser, als wenn die Nachfragekurve in der Ausgangslage weiter links gelegen w\u00e4re. Eine Ausdehnung der gesamten Marktnachfrage um die gleiche Menge hat also in der momentanen Situation ausgelasteter Kapazit\u00e4ten eine um Gr\u00f6ssenordungen st\u00e4rkere Auswirkung auf den Preis, als sie es noch vor einigen Jahren gehabt h\u00e4tte. \u00a0Diese Analyse zeigt, dass ein Nachfrageschock sehr starke Preiseffekte haben kann, wenn das Angebot nahe der Kapazit\u00e4tsgrenze liegt. Worin besteht aber der Nachfrageschock? Im Wesentlichen ist er in der aussergew\u00f6hnlichen Boomphase bev\u00f6lkerungsreicher L\u00e4nder &#8211; allen voran Chinas &#8211; begr\u00fcndet. Dass China w\u00e4hrend eines Jahrzehnts mit j\u00e4hrlichen Raten von 10% w\u00e4chst, ist historisch sehr aussergew\u00f6hnlich. Und weil niemand wirklich damit rechnete, wurden auch die Angebotskapazit\u00e4ten nicht gen\u00fcgend ausgedehnt. Diese Entwicklung f\u00fchrte in einem Rohstoffsektor nach dem anderen zu einer Situation, wie sie in Grafik 3 dargestellt ist. So stieg der globale Konsum von Erd\u00f6l gem\u00e4ss der US Energy Information Administration von 76 Mio. Barrel pro Tag (mbd) im Jahre 1999 auf 86 mbd im Jahre 2008. In der gleichen Periode sanken die noch nicht ausgelasteten Kapazit\u00e4ten von 5 mbd Erd\u00f6l guter Qualit\u00e4t auf rund 2 mbd Erd\u00f6l minderer Qualit\u00e4t (hoher Schwefelanteil). \u00a0Auch die k\u00fcrzlich erfolgten Preisr\u00fcckg\u00e4nge auf verschiedenen Rohwarenm\u00e4rkten lassen sich mit dem Modell leicht erkl\u00e4ren: Die tats\u00e4chliche oder erwartete Abk\u00fchlung der Weltkonjunktur hat zu einer leichten Verschiebung zur\u00fcck nach links gef\u00fchrt. In der angespannten Situation manifestiert sich das sofort in relativ stark fallenden Preisen.&#13;<\/p>\n<h2>Wichtige Unterscheidung kurze Frist &#8211; lange Frist<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWichtig an dieser Analyse ist, dass wir hier von der kurzen Frist sprechen. Langfristig pr\u00e4sentiert sich die Lage sowohl f\u00fcr die Nachfrage als auch f\u00fcr das Angebot ganz anders. Entscheidend ist hier ein zweites Konzept aus dem volkswirtschaftlichen Einf\u00fchrungsstudium, n\u00e4mlich die Elastizit\u00e4t. Die so genannte Preiselastizit\u00e4t gibt uns an, um wie viel Prozent die &#8211; angebotene oder nachgefragte &#8211; Menge steigt oder f\u00e4llt, wenn sich der Preis um eine Einheit ver\u00e4ndert. In der kurzen Frist sind heute sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Rohstoffen sehr unelastisch: Eine Ver\u00e4nderung des Preises hat kaum Auswirkungen auf die Menge. Wir haben das schon bei der Analyse des Angebots gesehen. Sind die Kapazit\u00e4ten ausgelastet, so wird selbst eine sehr starke Preiserh\u00f6hung die angebotene Menge nicht erh\u00f6hen, auch wenn dies die Anbieter noch so gerne m\u00f6chten. Die Angebotskurve in Grafik 3 ist deshalb im heute relevanten Bereich sehr steil, eben unelastisch. Wie wir sehen, ist aber auch die Nachfragekurve sehr steil, weshalb eine kleine Verschiebung der Nachfrage starke Preiseffekte hat. Auch die Konsumenten sind n\u00e4mlich kurzfristig kaum in der Lage oder bereit, ihren Verbrauch stark anzupassen. Man f\u00e4hrt dann halt bei steigendem Benzinpreis z\u00e4hneknirschend etwa gleich h\u00e4ufig mit dem Auto und schr\u00e4nkt sich anderweitig ein. \u00a0Ganz anders sieht es in der l\u00e4ngeren Frist aus. Ist der Preis hoch, so lohnt es sich f\u00fcr die Anbieter zu investieren &#8211; und damit ihre Kapazit\u00e4ten auszudehnen. Entsprechend ist die Angebotskurve l\u00e4ngerfristig deutlich flacher, da sich die Kapazit\u00e4tsgrenze nach aussen verschiebt. Aber auch die Nachfrage kann sich l\u00e4ngerfristig einfacher anpassen: Bleibt der Benzinpreis hoch, so wird man die Fahrgewohnheiten \u00e4ndern oder schafft sich ein benzinsparendes Auto an. Gewisse Anzeichen f\u00fcr solche Reaktionen kann man etwa in den USA bereits beobachten, wo die gefahrenen Kilometer j\u00fcngst deutlich zur\u00fcckgegangen sind. Auch die Nachfragekurve ist deshalb mittelfristig flacher. Beides f\u00fchrt dazu, dass in der l\u00e4ngeren Frist die Effekte der steigenden Nachfrage (Verschiebung der Nachfragekurve) auf die Preise deutlich kleiner sind.\u00a0Gewisse Unterschiede gibt es hier zwischen erneuerbaren Rohstoffen &#8211; wie etwa Nahrungsmitteln &#8211; und ersch\u00f6pfbaren Ressourcen wie etwa Erd\u00f6l. Das Angebot kann bei Ersteren deutlich leichter ausgedehnt werden. Doch selbst beim Erd\u00f6l k\u00f6nnten die hohen Preise mittelbis langfristig zu einer Ausdehnung des Angebotes f\u00fchren, etwa bei den schwerer abbaubaren \u00d6lvorkommen, wie dem \u00d6lsand in Kanada. Auch k\u00f6nnten sich die gestiegenen Preise als ein Segen f\u00fcr die Umwelt erweisen und ressourcensparenden Technologien zum Durchbruch verhelfen, wie wir es in Marktwirtschaften bei knapper werdenden Ressourcen schon mehrfach erlebt haben.&#13;<\/p>\n<h2>Auswirkungen der Ressourcenknappheit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie rapide steigenden Preise wichtiger Rohstoffe haben in verschiedener Hinsicht starke realwirtschaftliche Auswirkungen. Wir wollen im Folgenden den Blick auf die Schweiz und die Entwicklungsl\u00e4nder (siehe Kasten 2 Weit dramatischer als f\u00fcr die Schweiz sind die Auswirkungen f\u00fcr diejenigen Entwicklungsl\u00e4nder, die grosse Teile ihrer Rohstoffe, &#8211; insbesondere der Agrarrohstoffe &#8211; importieren. Ihr tiefes Einkommensniveau macht sie sehr empfindlich f\u00fcr starke Preissteigerungen; und ihre Exportstruktur erlaubt es ihnen kaum, von der zus\u00e4tzlichen Nachfrage der Rohstoffexporteure auf den Weltm\u00e4rkten zu profitieren. In diesen L\u00e4ndern haben die steigenden Rohstoffpreise bereits zu grossen Problemen der Lebensmittelknappheit f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungsschichten gef\u00fchrt &#8211; und zwar in einem Ausmass, dass ganze Regionen destabilisiert werden k\u00f6nnten. Die Weltbank identifizierte etwa 30 stark betroffene L\u00e4nder. Einige dieser L\u00e4nder (z.B. Senegal) m\u00fcssen mittlerweile 80% ihres Nahrungsmittelbedarfs importieren. F\u00fcr diejenigen Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder, die selbst zu den bedeutenden Rohstoffproduzenten geh\u00f6ren, bieten die steigenden Preise aber auch wirtschaftliche Chancen. Dank h\u00f6herer Preise k\u00f6nnen h\u00f6here Einkommen generiert werden; und es wird wieder interessanter, in die Landwirtschaft zu investieren, was auch der Landflucht in diesen L\u00e4ndern entgegenwirkt. Diese Chancen werden allerdings durch den Agrarprotektionismus in Industriestaaten geschm\u00e4lert.) richten.\u00a0Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich sicher sagen, dass die Exporteure der Rohstoffe profitieren und dass die Importeure negativ betroffen sind. Die Schweiz geh\u00f6rt bei praktisch allen Rohstoffen zu den Nettoimporteuren und deckt in vielen F\u00e4llen &#8211; etwa beim Erd\u00f6l &#8211; gar ihren gesamten Verbrauch aus Importen. Die Erh\u00f6hung dieser Preise f\u00fchrt deshalb zu einem Kaufkraftverlust der Schweizer Haushalte und Firmen. Die unmittelbaren Folgen der Verknappung sind also eindeutig negativ. Ebenso negativ zu beurteilen ist die Wirkung auf die Preisstabilit\u00e4t. Wegen der stark steigenden Rohstoffpreise sind die Inflationsraten in der Schweiz seit einigen Monaten \u00fcber der Zielgr\u00f6sse der Schweizerischen Nationalbank (SNB).\u00a0Daneben gibt es aber auch indirekte Effekte der Preiserh\u00f6hungen, die f\u00fcr die Gesamtbeurteilung ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. So fliesst ein Teil der steigenden Einnahmen der Rohstoffexporteure in zus\u00e4tzlichen Konsum und dort &#8211; bei sehr grossen Einkommen und deren pl\u00f6tzlicher massiver Erh\u00f6hung &#8211; auch in den Kauf von Luxusprodukten. Da die Schweiz in diesen Segmenten starke Exporteure aufweist, kann die hiesige Wertsch\u00f6pfung davon profitieren. Die Exporte von Uhren in die Vereinigten Arabischen Emirate sind etwa im Jahre 2007 um 37% gestiegen, diejenigen nach Russland gar um 57%. Auch wenn die Einnahmen aus den Rohstoffen nicht konsumiert, sondern gespart werden, d\u00fcrfte die Schweizer Wirtschaft wegen der Dienstleistungsexporte ihrer starken Verm\u00f6gensverwalter \u00fcberdurchschnittlich profitieren.\u00a0F\u00fcr die Schweiz kommt noch ein weiterer positiver Effekt hinzu, der oft etwas vergessen wird: Genf und Zug, aber auch Winterthur geh\u00f6ren zu den bedeutendsten Standorten des internationalen Rohstoffhandels. Die steigenden Rohstoffpreise stimulieren das Gesch\u00e4ft dieser Unternehmen stark, was sich positiv auf die hiesige Wertsch\u00f6pfung auswirkt. Ein Indiz f\u00fcr die Bedeutung dieses Effektes ist, dass der Ertragsbilanz\u00fcberschuss im Transithandel der Schweiz von etwas mehr als 1 Mrd. Franken im Jahre 2000 auf rund 11 Mrd. Franken im Jahre 2007 hochgeschossen ist. \u00a0Insgesamt d\u00fcrfte der Effekt der Preiserh\u00f6hungen der Rohstoffe f\u00fcr die Schweiz als Importeur zwar negativ sein. Doch die genannten indirekten Effekte kompensieren dies zu einem nicht unbedeutenden Teil \u00fcber den Aussenhandel. Vor dem Hintergrund dieser \u00dcberlegungen und des hohen Wohlstandes in unserem Lande kann man festhalten, dass die Preissteigerungen f\u00fcr die Schweiz insgesamt verkraftbar sein d\u00fcrften, auch wenn gewisse Gruppen empfindlich negativ betroffen sind.&#13;<\/p>\n<h2>Was ist zu tun?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Analyse macht klar, dass die stark steigenden Ressourcenpreise ihren Ursprung in einer stark wachsenden Nachfrage bei kurzfristig relativ starrem Angebot haben. Die Preisentwicklung zeigt die Knappheiten korrekt an; und es w\u00e4re falsch, mit wirtschaftspolitischen Eingriffen die Preise k\u00fcnstlich senken zu wollen. Die Reaktionen auf die Preishausse sowohl auf der Angebotswie auf der Nachfrageseite werden wegen dieser Preissignale mittelfristig in die richtige Richtung gehen, n\u00e4mlich einem sorgsameren Umgang auf der Nachfrageseite und zus\u00e4tzlicher Produktion auf der Angebotsseite. Diese Reaktionen auf Knappheiten sind gerade der Grund, warum eine Marktwirtschaft besser als jede andere Wirtschaftsordnung geeignet ist, mit Ressourcen haush\u00e4lterisch umzugehen. Jede Politik, welche die Ressourcenpreise k\u00fcnstlich tief h\u00e4lt, wirkt strukturerhaltend und macht die sp\u00e4ter ohnehin notwendige Anpassung umso teurer.\u00a0Die Wirtschaftspolitik sollte deshalb versuchen, alle Restriktionen abzubauen, welche diese Preissignale verzerren oder die Reaktion darauf behindern. So sollten gerade im Landwirtschaftssektor Z\u00f6lle gesenkt und auf Subventionen &#8211; etwa zur F\u00f6rderung von Biotreibstoffen &#8211; verzichtet werden. Die in Schwellenl\u00e4ndern weit verbreitete Subventionierung des Treibstoffverbrauchs sollte eingestellt werden. Auch die oft geforderte Reduktion der Steuern auf Benzin zur Linderung der Preiserh\u00f6hungen w\u00e4re ein falsches Signal und w\u00fcrde erst noch die Staatseinnahmen in eine verh\u00e4ngnisvolle Abh\u00e4ngigkeit von volatilen Ressourcenpreisen bringen. Zudem sollten unn\u00f6tige Regulierungen, welche die Produktion behindern, abgebaut und der Marktzugang &#8211; im Inland ebenso wie grenz\u00fcberschreitend &#8211; erleichtert werden. Ebenfalls vorteilhaft ist der Abbau von Hindernissen f\u00fcr internationale Investitionsstr\u00f6me.\u00a0Was die Inflation betrifft, so besteht erst dann geldpolitischer Handlungsbedarf, wenn die Preissteigerungen von den Rohstoffen auf andere G\u00fcter \u00fcberschwappen. Die Erh\u00f6hung einzelner Preise wegen einer Verknappung kann und soll durch die Geldpolitik auch gar nicht verhindert werden, selbst wenn die betroffenen G\u00fcter so wichtig sind, dass ihre Preissteigerungen das gesamte Preisniveau erh\u00f6hen. Es handelt sich hier um Anpassungen von relativen Preisen, die, wie oben dargelegt, eine wichtige Lenkungsfunktion erf\u00fcllen. Erst wenn die allgemeinen Inflationserwartungen steigen und damit Lohn-Preis-Spiralen losgetreten werden, gilt es, geldpolitisch Gegensteuer zu geben.\u00a0In einem Bereich ist allerdings die grunds\u00e4tzliche Philosophie ungen\u00fcgend, m\u00f6glichst nicht in funktionierende M\u00e4rkte einzugreifen &#8211; n\u00e4mlich bei den Effekten auf die Armut in Entwicklungsl\u00e4ndern. Wenn Preiserh\u00f6hungen unmittelbare Hungersn\u00f6te ausl\u00f6sen, kann man nicht einfach auf die mittlere Frist verweisen, sondern es muss Soforthilfe geleistet werden. Allerdings gilt auch hier, dass die unabdingbare Unterst\u00fctzung wenn immer m\u00f6glich nicht durch Eingriffe in den Markt &#8211; etwa die k\u00fcnstliche Verbilligung der Lebensmittel &#8211; erfolgen sollte, da sonst die notwendigen Reaktionen auf die Knappheiten ausbleiben und die Probleme perpetuiert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abPreisentwicklung (USD) bei ausgew\u00e4hlten Rohstoffen, Juli 2005-Juli 2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abPreisentwicklung (USD) bei ausgew\u00e4hlten Agrarprodukten, Juli 2005-Juli 2008\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abKurzfristige Reaktion im \u00d6lmarkt auf die gestiegene Nachfrage\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Die Rolle der Spekulation In der \u00f6ffentlichen Diskussion zur Preishausse auf den Rohwarenm\u00e4rkten h\u00f6rt man oft wenig von Angebot und Nachfrage, daf\u00fcr aber um so mehr von der Spekulation. Manche amerikanische Kongressmitglieder und nicht wenige europ\u00e4ische Spitzenpolitiker glauben in den Spekulanten die Verantwortlichen gefunden zu haben. Entsprechend machen bereits Vorschl\u00e4ge die Runde, diesen mit wirtschaftspolitischen Massnahmen &#8211; etwa Steuern auf entsprechenden Transaktionen &#8211; das Handwerk zu legen. Das Problem an diesem Ansatz ist, dass die Spekulation auf den Finanzm\u00e4rkten nichts mit den hohen heutigen Preisen zu tun hat und dass die vorgeschlagenen Massnahmen mit Sicherheit sch\u00e4dlich w\u00e4ren. Zweifellos gibt es momentan eine grosse Menge von Geldern, die nicht zuletzt wegen der Krise in den Finanzsektoren nach alternativen Anlagem\u00f6glichkeiten suchen. Und zweifellos bieten hier die Rohwaren eine attraktive Alternative und entsprechend fliesst viel Kapital in diesen Bereich. Entscheidend ist aber, worin dieses Geld genau investiert wird. Zu Preiserh\u00f6hungen k\u00e4me es, wenn die Spekulanten Erd\u00f6l oder Weizen physisch kaufen und dann in Erwartung zuk\u00fcnftiger Gewinne lagern w\u00fcrden. Ein Blick in die Statistiken der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigt aber, dass dies nicht geschieht; gem\u00e4ss Statistiken gab es keinen Aufbau an Erd\u00f6llagern in den letzten Monaten. Ebenso befinden sich die weltweiten Lager von Weizen auf historischen Tiefstst\u00e4nden. Der Grund daf\u00fcr ist, dass Spekulanten in der Regel nicht physische Rohwaren kaufen, sondern so genannte Terminkontrakte, also Wertpapiere, die auf eine zuk\u00fcnftige Preisentwicklung wetten. F\u00fcr jeden K\u00e4ufer zuk\u00fcnftigen Erd\u00f6ls, der mit einer Preiserh\u00f6hung rechnet, braucht es einen Verk\u00e4ufer, der mit dem Gegenteil rechnet. Die Tatsache, dass es mehr Spekulanten auf diesen M\u00e4rkten hat &#8211; also mehr K\u00e4ufer und Verk\u00e4ufer -, ist aber f\u00fcr den heutigen Preis nicht relevant. Das Ergebnis eines Fussballspiels ist schliesslich auch unabh\u00e4ngig davon, wie viele Leute auf seinen Ausgang Wetten abschliessen. Hohe im Markt gebildete Futures-Preise deuten auf erwartete Preisanstiege hin. Diese Erwartungen k\u00f6nnen zwar den heutigen Preis indirekt beeinflussen, zum Beispiel indem sie ein \u00f6lproduzierendes Land dazu verleiten k\u00f6nnten, an einem Tag etwas weniger und am anderen Tag etwas mehr \u00d6l zu produzieren. Aber auch diese Entscheide fliessen wieder in die Erwartungen ein. Wesentlich ist, dass sich diese Erwartungen unabh\u00e4ngig davon bilden, ob es Terminm\u00e4rkte gibt oder nicht. Solche M\u00e4rkte machen die Erwartungen lediglich transparenter und erleichtern dadurch den wichtigen Informationsfluss. Entscheidend f\u00fcr den heutigen \u00d6lpreis bleiben aber Angebot und Nachfrage nach physischem Erd\u00f6l und nicht der Handel mit \u00abPapier\u00f6l\u00bb auf Terminm\u00e4rkten. Wirtschaftspolitische Massnahmen gegen die Spekulation w\u00fcrden nicht nur nichts bringen, sondern einigen Schaden anrichten. Terminm\u00e4rkte &#8211; und damit die Aktivit\u00e4ten von Spekulanten &#8211; sind n\u00e4mlich nicht eine Spielart von Pferdewetten, sondern haben einen echten volkswirtschaftlichen Nutzen. Neben der Transparenzbildung \u00fcber Erwartungen erlauben sie es, sich gegen die Unsicherheiten aus Preisschwankungen abzusichern. Eine Fluggesellschaft oder ein Hausbesitzer kann sich \u00fcber solche M\u00e4rkte Erd\u00f6l zu einem fixierten Preis kaufen und sich dadurch gegen Preissteigerungen absichern. Damit dies m\u00f6glich ist, braucht es aber eine Gegenpartei, die bereit ist, das Risiko der Preisschwankungen zu tragen. Diese Gegenpartei bilden oft Spekulanten, die mit dem Ziel einer finanziellen Rendite in solche Gesch\u00e4fte investieren. Wirtschaftspolitische Massnahmen gegen die Spekulation werden nur dazu f\u00fchren, dass weniger dieser beidseitig vorteilhaften Gesch\u00e4fte get\u00e4tigt w\u00fcrden &#8211; ein reiner volkswirtschaftlicher Verlust.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Auswirkungen der hohen Rohstoffpreise auf die Entwicklungsl\u00e4nder Weit dramatischer als f\u00fcr die Schweiz sind die Auswirkungen f\u00fcr diejenigen Entwicklungsl\u00e4nder, die grosse Teile ihrer Rohstoffe, &#8211; insbesondere der Agrarrohstoffe &#8211; importieren. Ihr tiefes Einkommensniveau macht sie sehr empfindlich f\u00fcr starke Preissteigerungen; und ihre Exportstruktur erlaubt es ihnen kaum, von der zus\u00e4tzlichen Nachfrage der Rohstoffexporteure auf den Weltm\u00e4rkten zu profitieren. In diesen L\u00e4ndern haben die steigenden Rohstoffpreise bereits zu grossen Problemen der Lebensmittelknappheit f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungsschichten gef\u00fchrt &#8211; und zwar in einem Ausmass, dass ganze Regionen destabilisiert werden k\u00f6nnten. Die Weltbank identifizierte etwa 30 stark betroffene L\u00e4nder. Einige dieser L\u00e4nder (z.B. Senegal) m\u00fcssen mittlerweile 80% ihres Nahrungsmittelbedarfs importieren. F\u00fcr diejenigen Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder, die selbst zu den bedeutenden Rohstoffproduzenten geh\u00f6ren, bieten die steigenden Preise aber auch wirtschaftliche Chancen. Dank h\u00f6herer Preise k\u00f6nnen h\u00f6here Einkommen generiert werden; und es wird wieder interessanter, in die Landwirtschaft zu investieren, was auch der Landflucht in diesen L\u00e4ndern entgegenwirkt. Diese Chancen werden allerdings durch den Agrarprotektionismus in Industriestaaten geschm\u00e4lert.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Der vorliegende Beitrag beginnt mit einer kurzen Darstellung der j\u00fcngsten Preisentwicklungen. Anschliessend wird argumentiert, dass diese Entwicklung massgeblich durch eine boomende Nachfrage ausgel\u00f6st wird, die auf ein kurzfristig wenig steigerbares Angebot trifft. 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Nicht zus\u00e4tzliche Regulierungen sind hier die richtige Antwort, sondern vielmehr eine St\u00e4rkung der Marktkr\u00e4fte, so dass die Anpassung an die neuen Knappheitsverh\u00e4ltnisse m\u00f6glichst rasch und unbehindert erfolgen kann.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":123009,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8855","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55b2007fa267a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123006"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2751"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123006"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128060,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123006\/revisions\/128060"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=123006"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=123006"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=123006"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=123006"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=123006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}