{"id":123086,"date":"2008-09-01T12:00:00","date_gmt":"2008-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/09\/weber-14\/"},"modified":"2023-08-23T23:40:30","modified_gmt":"2023-08-23T21:40:30","slug":"weber-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/09\/weber-13\/","title":{"rendered":"Langfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200809_17_Weber_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"264\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Die demografische Herausforderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den kommenden 20 Jahren wird sich die Struktur der schweizerischen Bev\u00f6lkerung stark ver\u00e4ndern. Die zwischen 1946 und 1964 Geborenen, die so genannten Baby-Boomer, werden in Pension gehen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Geburtenrate tief bleiben und die Lebenserwartung weiter ansteigen wird. Der Altersaufbau der Bev\u00f6lkerung wird sich dramatisch \u00e4ndern. So wird sich gem\u00e4ss dem mittleren Basisszenario des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) die Zahl der \u00dcber-80-J\u00e4hrigen gegen\u00fcber 1991 bis 2050 praktisch vervierfachen und die der 65- bis 80-J\u00e4hrigen fast verdoppeln. Demgegen\u00fcber wird die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen tendenziell abnehmen, sodass 2050 zwei Erwerbst\u00e4tige auf einen \u00dcber-65-J\u00e4hrigen kommen werden. Gegenw\u00e4rtig betr\u00e4gt das Verh\u00e4ltnis 4 zu 1. F\u00fcr die Gesellschaft im Allgemeinen und die \u00f6ffentlichen Haushalte im Besonderen bedeuten diese demografischen Ver\u00e4nderungen eine grosse Herausforderung. \u00a0Der Bericht \u00fcber die Langfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Haushalte zeigt auf, in welchem Ausmass die Haushalte der drei Staatsebenen und der Sozialwerke (insbesondere AHV und IV) Mehrbelastungen als Folge der absehbaren Alterung der Gesellschaft bis zum Jahr 2050 zu gew\u00e4rtigen haben. Dieser Zeithorizont wurde gew\u00e4hlt, da sich bis 2050 die wesentlichen Auswirkungen der Alterung der Gesellschaft niedergeschlagen haben werden. Zudem entspricht dieser Zeithorizont auch demjenigen der Bev\u00f6lkerungsszenarien des BFS. Der Bericht weist im Weiteren auf den notwendigen Handlungsbedarf hin, damit fr\u00fchzeitig Reformmassnahmen diskutiert und eingeleitet werden k\u00f6nnen. In diesem Sinne wendet sich der Bericht an die Politik wie auch an die breite \u00d6ffentlichkeit.&#13;<\/p>\n<h2>Projektionen der Ausgaben und Einnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den am st\u00e4rksten von der Demografie beeinflussten Aufgabenbereichen Alterssicherung\/IV und Gesundheit wurden detaillierte Ausgabenprojektionen unter bestimmten Annahmen hinsichtlich der Demografie und der wirtschaftlichen Entwicklung vorgenommen. F\u00fcr die Demografie wurde das mittlere Basisszenario des BFS zugrunde gelegt. Bei der wirtschaftlichen Entwicklung wurden eine j\u00e4hrliche Zunahme der Arbeitsproduktivit\u00e4t von 1%, ein Realzinssatz von 2% und eine Teuerung von 1,5% unterstellt. Bei den meisten \u00fcbrigen Ausgaben und bei den Einnahmen wurde unterstellt, dass diese im Gleichschritt mit dem nominellen Bruttoinlandprodukt (BIP) anwachsen. Die verwendete Methodik st\u00fctzt sich auf international g\u00e4ngige Vorgehensweisen, wie sie beispielsweise von der EU-Kommission und dem Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) angewandt werden. Es ist zu unterstreichen, dass der Bericht keine Prognosen enth\u00e4lt, sondern Wenn-Dann-Aussagen. Wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen unver\u00e4ndert weiter gelten und die gemachten Annahmen eintreffen, ergibt sich ein bestimmter Mehrbedarf. Dieser wird in Prozentpunkten des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausgedr\u00fcckt, um zu verdeutlichen, welcher zus\u00e4tzliche Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung notwendig w\u00e4re, damit der in den gesetzlichen Rahmenbedingungen determinierte Leistungsumfang bereitgestellt werden kann. Die Projektionen gehen dabei von der Annahme \u00abNo Policy Change\u00bb aus: Es wird angenommen, dass die heute geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen &#8211; wie z.B. das Rentenalter oder der Mischindex &#8211; bis 2050 unver\u00e4ndert gelten. \u00a0Als Hauptergebnis der Projektionen ist festzuhalten, dass die Staatsausgaben in den genannten Bereichen bis zum Jahr 2050 um 5 Prozentpunkte des BIP ansteigen d\u00fcrften. Der gr\u00f6sste Mehrbedarf entsteht mit 2,8 Prozentpunkten im Bereich Alterssicherung\/IV (vgl. Tabelle 1). Die zweite S\u00e4ule bleibt dabei unber\u00fccksichtigt, da diese nicht Teil des Staatssektors ist. Der Bericht der EFV geht in einem Exkurs auf die \u00f6ffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen ein, die insgesamt eine erhebliche Unterdeckung (14,7 Mrd. Fr. Ende 2006) aufweisen. Im Zahlenwerk ist diese indessen nicht ber\u00fccksichtigt. \u00a0Bei den Gesundheitsausgaben ist der Bereich der Langzeitpflege gem\u00e4ss den internationalen Gepflogenheiten gesondert dargestellt, da diese in weit st\u00e4rkerem Mass von der Alterung betroffen ist als die \u00fcbrigen Gesundheitsausgaben der \u00f6ffentlichen Hand. So d\u00fcrfte sich der Anteil der \u00f6ffentlichen Ausgaben f\u00fcr die Langzeitpflege am BIP bis 2050 fast verdreifachen. Bei den Ausgaben f\u00fcr Gesundheit ohne Langzeitpflege, die insbesondere die Spitalausgaben und die Ausgaben f\u00fcr die individuelle Pr\u00e4mienverbilligung umfassen, wurden neben den Auswirkungen der Demografie auch weitere Kostentreiber ber\u00fccksichtigt. Der Anstieg bei den Gesundheitsausgaben ist daher nur zu einem Teil auf die Demografie zur\u00fcckzuf\u00fchren, da nicht-demografische Kostentreiber &#8211; wie der Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung, der medizinisch-technische Fortschritt oder der Zusammenhang zwischen Produktivit\u00e4ts- und Lohnentwicklung &#8211; im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle spielen. Vgl. dazu den Bericht zur Legislaturfinanzplanung 2009-2011 sowie f\u00fcr eine ausf\u00fchrlichere Darstellung das Working Paper Nr. 10 des \u00d6konomenteams der EFV.\u00a0Diese Vorgehensweise bei der Projektion der \u00f6ffentlichen Gesundheitsausgaben orientiert sich an den Arbeiten der EU-Kommission. In ihrem Referenzszenario wird die Annahme getroffen, dass die H\u00e4lfte der durch die bis 2050 weiter zunehmende Lebenserwartung gewonnene Lebenszeit in einem guten Gesundheitszustand verbracht werden kann. Zudem wird angenommen, dass die Zunahme des gesamtwirtschaftlichen Einkommens den Anstieg der Gesundheitsausgaben \u00fcber Angebots- und Nachfrageeffekte \u00fcberproportional beeinflusst. Die Annahmen bei der Projektion der Gesundheitsausgaben im Bericht \u00fcber die Langfristperspektiven orientieren sich am Referenzszenario der EU-Kommission. Die Ergebnisse sind daher vergleichbar.\u00a0In manchen Studien werden die Ausgaben im Bereich der Bildung ebenfalls als von der Demografie abh\u00e4ngig betrachtet. Aufgrund abnehmender Sch\u00fclerzahlen besteht Einsparpotenzial. Da jedoch zum einen erhebliche Unsicherheit bez\u00fcglich der Realisierbarkeit dieser Einsparungen besteht und andererseits solche Einsparungen insbesondere aus volkswirtschaftlicher Sicht m\u00f6glicherweise wenig w\u00fcnschenswert sind, wurde bei den Ausgabenprojektionen davon ausgegangen, dass sich die Bildungsausgaben wie die \u00fcbrigen Ausgaben mit dem BIP entwickeln.&#13;<\/p>\n<h2>Ansteigende Verschuldung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie demografiebedingte Mehrbelastung f\u00fchrt dazu, dass die Verschuldung der \u00f6ffentlichen Hand bis 2050 von heute knapp 50% des BIP auf rund 130% ansteigen d\u00fcrfte. Grafik 2 zeigt die Zunahme der Schuldenquote. Die Alterung der Gesellschaft wird sich ab 2025 immer st\u00e4rker in den \u00f6ffentlichen Finanzen niederschlagen und &#8211; falls keine Korrekturmassnahmen getroffen werden &#8211; zu einer steil ansteigenden Verschuldung f\u00fchren. \u00a0Wird der Verlauf der Schuldenquoten nach Staatsebenen &#8211; unter der Annahme, dass die Einnahmenquote \u00fcber den gesamten Projektionszeitraum hinweg jeweils unver\u00e4ndert bleibt &#8211; unterschieden, so zeigt sich, dass diese beim Bund und seinen Sozialwerken zusammengenommen am st\u00e4rksten ansteigen. Bei den Kantonen und den Gemeinden ist der Anstieg insgesamt geringer (vgl. Grafik 3).&#13;<\/p>\n<h2>Korrekturbedarf und Finanzierungsl\u00fccke<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nFinanzpolitik wird dann als nachhaltig bezeichnet, wenn die Verschuldung am Ende einer beobachteten Periode (2003-2050) nicht h\u00f6her ist als zu Beginn. Der so genannte Fiscal Gap (Finanzierungsl\u00fccke) gibt an, um wie viel der konsolidierte Haushaltssaldo von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie der Sozialwerke heute permanent verbessert werden m\u00fcsste, damit die Finanzpolitik nachhaltig ist. \u00a0Bezieht sich der Fiscal Gap beispielsweise auf den nominellen Schuldenstand im Jahr 2003, dann m\u00fcsste die konsolidierte Rechnung ab 2010 permanent um 2% des BIP verbessert werden. Das w\u00e4ren zurzeit rund 10 Mrd. Franken. International gebr\u00e4uchlicher ist hingegen das weniger strenge Kriterium der Stabilisierung der Schuldenquote. Soll die Schuldenquote im Jahr 2050 nicht h\u00f6her als 2003 ausfallen, betr\u00e4gt der Korrekturbedarf noch 1,4% des BIP, also immer noch ca. 7 Mrd. Franken. \u00a0Wird mit der Implementierung von Korrekturmassnahmen zugewartet, so f\u00e4llt der Fiscal Gap entsprechend h\u00f6her aus. Tabelle 2 zeigt auf, wie der Fiscal Gap ansteigt, wenn die Korrekturmassnahmen erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wirken. So f\u00e4llt der Korrekturbedarf um rund die H\u00e4lfte h\u00f6her aus, wenn die notwendigen Massnahmen erst 2020 statt 2010 zu wirken beginnen. Je sp\u00e4ter diese Massnahmen greifen, desto drastischer f\u00e4llt der Korrekturbedarf aus.&#13;<\/p>\n<h2>Ergebnisse bei ver\u00e4nderten makro\u00f6konomischen Annahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVoraussagen \u00fcber mehrere Jahrzehnte sind mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Deshalb wurde analysiert, wie die Ergebnisse bei einer Ver\u00e4nderung wichtiger makro\u00f6konomischer Annahmen ausfallen. Der Fiscal Gap reagiert deutlich auf eine Ver\u00e4nderung des Wachstums der Arbeitsproduktivit\u00e4t. Betr\u00e4gt beispielsweise deren j\u00e4hrliche Zunahme 1,5% statt 1%, so sinkt der Fiscal Gap von 1,4% auf 0,9% des BIP, falls die Schuldenquote stabilisiert werden soll. Demgegen\u00fcber steigt der Korrekturbedarf auf 2,0% des BIP, falls ein Produktivit\u00e4tswachstum von 0,5% p.a. angenommen wird. \u00a0Der Fiscal Gap reagiert hingegen weniger stark auf alternative Annahmen bez\u00fcglich des Zinssatzes. Hier wirken zwei gegenl\u00e4ufige Effekte: \u00a0&#8211; Zum einen f\u00fchrt ein h\u00f6herer Zinssatz zu einer Verteuerung des Schuldendienstes und damit zu h\u00f6heren Ausgaben bei den Passivzinsen. \u00a0&#8211; Zum andern sinkt bei einem h\u00f6heren Zinssatz der Gegenwartswert k\u00fcnftiger Defizite, da diese mit einem h\u00f6heren Diskontfaktor abdiskontiert werden. \u00a0\u00a0Insgesamt ist die Auswirkung alternativer Zinsannahmen auf den Fiscal Gap in unserem Zahlenwerk kaum von Bedeutung, da sich die beiden Effekte zuf\u00e4lligerweise mehr oder weniger kompensieren.&#13;<\/p>\n<h2>Internationaler Vergleich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie demografische Entwicklung in der Schweiz ist &#8211; trotz unterschiedlicher Geburtenraten &#8211; vergleichbar mit derjenigen in der EU. Wie in der Schweiz sinkt auch in der EU das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahrzehnten, weil die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen erheblich abnehmen wird. Die Zunahme von 5 Prozentpunkten des BIP bei den demografieabh\u00e4ngigen Ausgaben ist vergleichbar mit anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. So bel\u00e4uft sich der Mehrbedarf der EU15-L\u00e4nder bis 2050 auf 4,6 Prozentpunkte des BIP. Vgl. European Commission (2006a), The Impact of Ageing on Public Expenditure: Projections for the EU-25 Member States on Pensions, Healthcare, Long-term Care, Education and Unemployment Transfer (2004-2050), Br\u00fcssel.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00f6ffentlichen Haushalte werden in den Jahrzehnten bis zum Jahr 2050 mit demografisch bedingten Zusatzlasten zu rechnen haben. Diese Schlussfolgerung gilt unabh\u00e4ngig davon, welche Annahmen hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterstellt werden. \u00a0Als Hauptbotschaft ist festzuhalten, dass die durch die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft entstehenden Probleme f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Haushalte bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen, falls Reformmassnahmen rechtzeitig beschlossen und umgesetzt werden. Nur so k\u00f6nnen die bestehenden Sozialwerke langfristig gesichert und k\u00fcnftige Generationen nicht \u00fcberm\u00e4ssig belastet werden. Wird hingegen zugewartet, so sind sp\u00e4ter weit drastischere Massnahmen erforderlich, um nicht in eine drohende Schuldenspirale zu geraten. Ein zu langes Hinausz\u00f6gern notwendiger Reformen w\u00fcrde unseren Sozialstaat gef\u00e4hrden und die Solidarit\u00e4t zwischen den Generationen \u00fcberstrapazieren. \u00a0Die Staatsausgaben &#8211; ausgedr\u00fcckt in Relation zum BIP &#8211; in den von der Demografie am st\u00e4rksten betroffenen Bereichen Alterssicherung\/IV sowie Gesundheit und Langzeitpflege steigen gem\u00e4ss den Projektionen des vorliegenden Berichts bis zum Jahr 2050 um 5 Prozentpunkte an. Der gr\u00f6sste Anstieg ist dabei im Bereich der Alterssicherung\/IV zu erwarten. Auch die Gesundheitsausgaben &#8211; und dabei insbesondere die Ausgaben f\u00fcr Langzeitpflege &#8211; erfahren einen deutlichen Anstieg. Da nicht-demografische Kostentreiber &#8211; wie der Gesundheitszustand der Bev\u00f6lkerung, der medizinisch-technische Fortschritt oder der Zusammenhang zwischen Produktivit\u00e4ts- und Lohnentwicklung &#8211; im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle spielen, ist es \u00e4usserst schwierig einzusch\u00e4tzen, wie sich diese Faktoren k\u00fcnftig auf die Kostenentwicklung niederschlagen werden. Aus diesem Grund sind die Projektionen im Gesundheitswesen mit einer h\u00f6heren Unsicherheit behaftet.\u00a0In den kommenden Jahrzehnten ist zudem mit weiteren, in diesem Bericht nicht ber\u00fccksichtigten Faktoren &#8211; wie beispielsweise dem Klimawandel und der Verknappung der nat\u00fcrlichen Ressourcen &#8211; zu rechnen, die betr\u00e4chtliche Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft wie auch auf die \u00f6ffentlichen Finanzen haben k\u00f6nnen. Es muss daher unterstrichen werden, dass f\u00fcr die staatlichen Haushalte noch weitere, wenn auch schwer quantifizierbare Risiken bestehen, die zu zus\u00e4tzlichen Belastungen f\u00fchren k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abEntwicklung der Bev\u00f6lkerungsstruktur, 1991-2050\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abStaatsverschuldung (inkl. Sozialwerke) in&nbsp;% des Bruttoinlandprodukts, 2004-2050\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abEntwicklung der Schuldenquote nach Staatsebenen, 2004-2050\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abDemografieabh\u00e4ngige Ausgaben\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2 \u00abFiscal Gap\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Erster Bericht \u00fcber Langfristperspektiven der Schweiz<\/b>&#13;<br \/>\nEU, IWF und OECD, aber auch L\u00e4nder wie Grossbritannien und Deutschland f\u00fchren regelm\u00e4ssig Langfristanalysen f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Finanzen durch. In der Schweiz fehlte bisher eine solche Gesamtschau. Diese L\u00fccke schliesst nun der vorliegende Bericht \u00fcber die Langfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen.a Er dient als Grundlage f\u00fcr die langfristigen Entwicklungsszenarien, welche der Bundesrat gem\u00e4ss Finanzhaushaltsverordnung mindestens alle vier Jahre vorzulegen hat. Im Februar 2008 hat der Bundesrat erstmals Entwicklungsszenarien f\u00fcr das Gesundheitswesen vorgelegt.b<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; Die demografische Herausforderung &#13; In den kommenden 20 Jahren wird sich die Struktur der schweizerischen Bev\u00f6lkerung stark ver\u00e4ndern. Die zwischen 1946 und 1964 Geborenen, die so genannten Baby-Boomer, werden in Pension gehen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Geburtenrate tief bleiben und die Lebenserwartung weiter ansteigen wird. 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