{"id":123131,"date":"2008-07-01T12:00:00","date_gmt":"2008-07-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/07\/ravara-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:40:50","modified_gmt":"2023-08-23T21:40:50","slug":"ravara","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/07\/ravara\/","title":{"rendered":"Finanzanlagen &#8211; eine Herausforderung f\u00fcr KMU"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200807_11_Ravara_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"249\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Ausgangsfragen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der Studie (siehe&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nCredit Suisse Economic Research: Finanzanlagen &#8211; eine Herausforderung f\u00fcr KMU, Mai 2008. Die Studie kann per Mail an services.businesscenter@credit-suisse.com oder unter Telefon 0800 88 88 71 bezogen werden. Weitere Ausk\u00fcnfte: cesare.ravara@credit-suisse.com) wurde erstens untersucht, wie sich die fl\u00fcssigen Mittel und die Wertschriften in den Unternehmen entwickelt haben und wie hoch deren an Bilanzsumme und am Umsatz gemessenen Anteile sind. Zweitens wurde analysiert, ob in Abh\u00e4ngigkeit zur Branchenzugeh\u00f6rig-keit, der Gr\u00f6sse und Rechtsform der Unternehmen besondere Unterschiede bei der Mittelbewirtschaftung auszumachen sind. Es wurde drittens der Frage nachgegangen, welche Anlagekategorien die Unternehmen nutzen und wie intensiv sie diese nutzen. Viertens wurde nach der H\u00f6he und zeitlichen Verf\u00fcgbarkeit von freien Mitteln gesucht. Die Studie st\u00fctzt sich auf \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Statistiken zu Unternehmensbilanzen in der Schweiz und in Deutschland sowie auf eine bei Schweizer Unternehmen durchgef\u00fchrte Marktumfrage ab.&#13;<\/p>\n<h2>Barliquidit\u00e4t steigt, Wertpapieranteil sinkt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie fl\u00fcssigen Mittel stellen &#8211; gem\u00e4ss der dieser Studie zu Grunde liegenden Abgrenzung &#8211; die Barliquidit\u00e4t im Unternehmen dar (Kassa, Kontokorrentguthaben, Callgelder etc.). Sie dient in erster Linie der Erf\u00fcllung der unmittelbaren Zahlungsverpflichtungen, der Finanzierung des laufenden Gesch\u00e4ftsbetriebs und der anstehenden Investitionen. Freie Mittel werden &#8211; falls \u00fcberhaupt &#8211; in Wertpapiere investiert. Freie Mittel stellen jene finanziellen Ressourcen im Unternehmen dar, die gem\u00e4ss Liquidi-t\u00e4tsplanung und unter Ber\u00fccksichtigung einer Liquidit\u00e4tsreserve kurzfristig nicht ben\u00f6tigt werden. Der Zweck solcher Wertpapieranlagen ist die Renditeoptimierung und nicht die dauerhafte Beteiligung mit strategischem Zweck an einem Drittunternehmen.\u00a0Von 1997 bis 2005 sind in Schweizer Unternehmen gem\u00e4ss Daten des Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) Vgl. BFS (diverse Jahrg\u00e4nge). die fl\u00fcssigen Mittel im Durchschnitt um j\u00e4hrlich 9,5% gewachsen, mit einer markanten Beschleunigung ab Mitte des Beobachtungszeitraumes. Die Wertpapiere legten in der gleichen Zeit um durchschnittlich 5,2% pro Jahr zu, wobei das Wachstum lediglich bis 2000 stattfand. Nach einem Einbruch im Jahre 2001 stagnierten sie ab 2002 auf tieferem Niveau. Zwischen diesen beiden doch recht unterschiedlichen Verl\u00e4ufen der fl\u00fcssigen Mittel einerseits und der Wertpapiere andererseits liegt die Entwicklung der Bilanzsumme (8,2% p.a.) und des Umsatzes (7,0% p.a.).\u00a0Grafik 1 zeigt die Entwicklung der fl\u00fcssigen Mittel und der Wertschriften im Verh\u00e4ltnis zur Bilanzsumme. Bis 2000 waren die relativen Anteile mit etwas \u00fcber 6% in etwa gleich hoch. Danach begann sich eine Schere zu \u00f6ffnen. Der Anteil der fl\u00fcssigen Mittel kletterte auf \u00fcber 8% und jener der Wertschriften fiel auf unter 5%. Ebenfalls eine Scherenbewegung &#8211; aber auf teils unterschiedlichen Niveaus &#8211; l\u00e4sst sich feststellen, wenn die fl\u00fcssigen Mittel und Wertpapiere an der Entwicklung des Umsatzes gemessen werden.&#13;<\/p>\n<h2>Grosse Spannweiten und erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn den Jahren 2000 und 2005 haben sich die B\u00f6rsen jeweils auf einem H\u00f6henflug befunden. Es wurden diese beiden Jahre detailliert untersucht und dabei die durchschnittlichen Bilanz- und Umsatzanteile der fl\u00fcssigen Mittel und der Wertschriften f\u00fcr 44 Schweizer Branchen berechnet. Beispielsweise zeigt die Streuung der durchschnittlichen Bilanzanteile (siehe Grafik 2), dass erstens Durchschnitt und Median bei den fl\u00fcssigen Mitteln recht nahe beieinander liegen, w\u00e4hrend sie bei den Wertschriften betr\u00e4chtlich voneinander abweichen. Zweitens ist die Spannweite zwischen den jeweiligen Extremwerten bei den fl\u00fcssigen Mitteln bedeutend geringer als bei den Wertschriften. Drittens ist bei den Wertschriften die Spannweite von 2000 auf 2005 erheblich zur\u00fcckgegangen.\u00a0Die jeweiligen Anteile schwanken von Branche zu Branche teils betr\u00e4chtlich. Im Jahre 2005 f\u00e4llt beispielsweise auf der einen Seite die Branche \u00abHerstellung von chemischen Erzeugnissen\u00bb mit dem tiefsten Bilanzsummenanteil bei den fl\u00fcssigen Mitteln (1,3%) und dem dritth\u00f6chsten Anteil (10,0%) bei den Wertschriften auf. Auf der anderen Seite sticht die Branche \u00abHerstellung von Automobilen und Automobilteilen\u00bb mit Anteilen von 10,2% bei den fl\u00fcssigen Mitteln und von lediglich 0,1% bei den Wertschriften hervor. Die berechneten Werte sind Jahresdurchschnitte. Schwankungen innerhalb des Jahres &#8211; wie sie bei der Barliquidit\u00e4t infolge von saisonalen oder sonstigen gesch\u00e4ftlichen Einflussfaktoren oft vorkommen k\u00f6nnen &#8211; werden dadurch nicht ersichtlich.&#13;<\/p>\n<h2>Ausgeglichene Mittelbewirtschaftung bei umsatzstarken Unternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm die Frage nach gr\u00f6ssen- und rechtsformspezifischen Unterschieden bei der Mittelbewirtschaftung zu beantworten, wurde auf deutsche Statistiken zur\u00fcckgegriffen, Vgl. Deutsche Bundesbank (2008). da es in der Schweiz dazu keine \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Statistiken gibt. N\u00fctzliche Zusatzinformationen aus den Jahresabschl\u00fcssen deutscher Unternehmen lassen sich dennoch ableiten, verf\u00fcgen doch die Schweiz und Deutschland \u00fcber \u00e4hnlich strukturierte Branchen- und Unternehmenslandschaften. Vgl. Credit Suisse Economic Research (2007). Zudem sind in beiden L\u00e4ndern das Einzelunternehmen, die Aktiengesellschaft (AG) und die Gesellschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung (GmbH) die drei gebr\u00e4uchlichsten Rechtsformen.\u00a0\u00dcber alle Branchen und Rechtsformen hinweg betrachtet war im Jahre 2005 die Mittelbewirtschaftung in deutschen Unternehmen mit mehr als 50 Mio. Euro Umsatz sowie einem Bilanzanteil der fl\u00fcssigen Mittel von rund 5% und von knapp 4% bei den Wertschriften in etwa ausgeglichen. Bei Unternehmen mit weniger Umsatz \u00fcberstiegen die fl\u00fcssigen Mittel mit einem Bilanzanteil von 8% bis 10% jenen der Wertschriften von rund 1% um ein Mehrfaches (siehe Grafik 3). Bei den AG und GmbH ergibt sich ein \u00e4hnliches Gesamtbild: eine ausgeglichene Mittelbewirtschaftung bei der h\u00f6chsten Umsatzkategorie und eine hohe Diskrepanz zwischen den Anteilen an fl\u00fcssigen Mitteln und an Wertschriften bei den \u00fcbrigen Umsatzkategorien. In Einzelunternehmen &#8211; in Deutschland und in der Schweiz die h\u00e4ufigste Rechtsform &#8211; sind Wertpapiere als Mittel der Finanzanlage mit einem Anteil an der Bilanzsumme nahe der 0%-Marke praktisch inexistent. Dies gilt f\u00fcr alle Umsatzkategorien, also von jener unter 2 Mio. Euro bis jener von 50 Mio. Euro und mehr.&#13;<\/p>\n<h2>Produkte des Cashmanagements \u00fcberwiegen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie bisherigen Ergebnisse geben Auskunft \u00fcber das Gewicht der fl\u00fcssigen Mittel und der Wertschriften in den Unternehmensbilanzen, und zwar nach Sektor, Umsatzkategorie und Rechtsform. Sie sagen nichts dar\u00fcber aus, welche f\u00fcr die Mittelbewirtschaftung den Unternehmen offen stehenden Produktkategorien in welcher Intensit\u00e4t genutzt werden. Um auf die Produktnutzung eingehen zu k\u00f6nnen, wurden die Ergebnisse einer Umfrage bei rund 8000 Schweizer KMU analysiert. Vgl. Link Institut (2006). In der Umfrage wurden die Produktkategorien Kontokorrent\/Callgeld (KK\/CG), Festgeld (FG), Obligationen, Aktien, Fonds und strukturierte Produkte gebildet.\u00a0Gem\u00e4ss Umfrage greifen 55% der Unternehmen auf die Produktgruppe Kontokorrent\/Callgeld zur\u00fcck. 13% nutzen Festgeld, 8% Obligationen, 14% Aktien, 11% Fonds und 5% strukturierte Produkte. Mehrfachnennungen sind m\u00f6glich. Die Umfrage wurde im Jahre 2006 durchgef\u00fchrt. Bei den strukturierten Produkten ist anzunehmen, dass der Bekanntheitsgrad mittlerweile gestiegen ist und entsprechend die Produktnutzung etwas h\u00f6her liegt. Gesamthaft betrachtet, machen Kontokorrent\/Callgeld 69% der genutzten Produkte aus (siehe Grafik 4). Wird der Festgeldanteil von 9% hinzugerechnet, so entfallen knapp 80% der Mittelbewirtschaftung auf Produkte, die dem Liquidit\u00e4tsbeziehungsweise Cashmanagement zuzuordnen sind. Die verbleibenden 20% werden unter Finanzanlageprodukte aufgeteilt. Die geringe Nutzung von Anlageprodukten zieht sich durch alle an der Anzahl Besch\u00e4ftigten gemessenen Unternehmensgr\u00f6ssen hindurch (siehe Grafik 5). Einzig Festgeld kommt bei mittelgrossen Unternehmen etwas h\u00e4ufiger zum Einsatz.&#13;<\/p>\n<h2>Zeitliche Verf\u00fcgbarkeit der freien Mittel oft unbekannt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Durchschnitt verf\u00fcgen Schweizer Unternehmen gem\u00e4ss Umfrage \u00fcber freie Mittel in der H\u00f6he von rund 360000 Franken. Mit der Gr\u00f6sse nimmt das Volumen der freien Mittel zu. Beispielsweise verf\u00fcgen Unternehmen mit 10 bis 19 Mitarbeitenden \u00fcber freie Mittel in der H\u00f6he von durchschnittlich 850000 Franken, solche mit 20 bis 99 Mitarbeitenden k\u00f6nnen auf durchschnittlich 1,8 Mio. Franken zur\u00fcck greifen. \u00dcber sehr wenig freie Mittel zu verf\u00fcgen, ist nicht zwingend mit einer Knappheit an liquiden Mitteln gleichzusetzen. So kann beispielsweise eine gr\u00f6ssere Investition anstehen, wof\u00fcr das Unternehmen rasch auf hochliquide Mittel zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen muss. Je nach Volumen betr\u00e4gt die zeitliche Verf\u00fcgbarkeit der freien Mittel zu 32% bis 40% mindestens drei Jahre. Es folgt &#8211; mit Anteilen zwischen 20% und 27% &#8211; der Verf\u00fcgbarkeitshorizont von einem bis drei Jahren. Relativ hoch ist der Anteil jener Unternehmen, welche nicht wissen, f\u00fcr wie lange ihre freien Mittel verf\u00fcgbar sind: Je nach Volumen sind es zwischen 20% und 35% der Unternehmen.&#13;<\/p>\n<h2>Zusammenfassung der Resultate&#8230;<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate lassen sich folgendermassen zusammenfassen:\u00a0&#8211; Von 2001 bis 2005 sind die fl\u00fcssigen Mittel (Barliquidit\u00e4t) in den Unternehmen sowohl absolut wie auch gemessen an der Bilanz und am Umsatz angestiegen. Im gleichen Zeitraum stagnierten die Wertschriften auf tieferem Niveau.\u00a0&#8211; Bei Unternehmen der h\u00f6chsten Umsatzkategorie lag 2005 der Anteil der fl\u00fcssigen Mittel klar tiefer als bei Unternehmen der tieferen Umsatzkategorien (Ausnahme Einzelunternehmen).\u00a0&#8211; Bei Unternehmen der h\u00f6chsten Umsatzkategorie erreichten 2005 die fl\u00fcssigen Mittel und die Wertschriften ann\u00e4hernd gleich hohe Bilanzsummenanteile (Ausnahme Einzelunternehmen).\u00a0&#8211; Nach Rechtsform betrachtet halten Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) mehr Wertpapiere in den Bilanzen als Einzelunternehmen.\u00a0&#8211; Sowohl traditionelle als auch innovative Produkte der Mittelbewirtschaftung werden wenig genutzt.\u00a0&#8211; Zu rund 60% betr\u00e4gt die zeitliche Verf\u00fcgbarkeit der freien Mittel ein Jahr oder mehr.\u00a0&#8211; Oft kennen Unternehmen die zeitliche Verf\u00fcgbarkeit ihrer freien Mittel nicht.&#13;<\/p>\n<h2>&#8230; und Interpretation<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr den hohen Anteil an fl\u00fcssigen Mitteln (Barliquidit\u00e4t) gibt es zun\u00e4chst grunds\u00e4tzliche Erkl\u00e4rungsm\u00f6glichkeiten:\u00a0&#8211; Die Liquidit\u00e4t sichert die \u00fcberlebensnotwendige Zahlungsf\u00e4higkeit des Unternehmens. Sie ist auch der Motor des Wachstums.\u00a0&#8211; Flexibilit\u00e4t ist eine besondere St\u00e4rke von KMU. Um aber Opportunit\u00e4ten gezielt ergreifen und auf sonstige Ereignisse im Gesch\u00e4ftsumfeld rasch reagieren zu k\u00f6nnen, brauchen Unternehmen ein Volumen an Barliquidit\u00e4t und sonstigen hochliquiden Mitteln, das \u00fcber die \u00fcblicherweise betriebsnotwendigen Betr\u00e4ge hinausgeht. Beispielsweise kann sich spontan die M\u00f6glichkeit bieten, zus\u00e4tzliche Betriebsmittel zu attraktiven Konditionen zukaufen zu k\u00f6nnen. Eine weitere Erkl\u00e4rung f\u00fcr den verh\u00e4ltnism\u00e4ssig hohen Liquidit\u00e4tsbedarf von KMU l\u00e4sst sich in den langen Zahlungsfristen und -verz\u00fcgen finden. Oft m\u00fcssen KMU lange auf die Zahlungseing\u00e4nge warten, mussten aber vorher bereits fixe und variable Auslagen t\u00e4tigen.\u00a0&#8211; F\u00fcr die meisten Unternehmen ist die effiziente Bewirtschaftung der freien Mittel mittels Finanzanlagen nicht eine Kernkompetenz.\u00a0F\u00fcr die unterschiedliche Entwicklung der fl\u00fcssigen Mittel und der Wertschriften ab 2001 d\u00fcrfen die Entwicklungen an den Kapitalm\u00e4rkten und die Konjunktur als Erkl\u00e4rung herangezogen werden.\u00a0&#8211; Unternehmen haben im Zuge des B\u00f6rseneinbruchs im Jahre 2001 ihre Wertschriftenpositionen reduziert und den Verkaufserl\u00f6s in der Folge nicht oder nur z\u00f6gerlich wieder angelegt, sondern als Barliquidit\u00e4t gehalten.\u00a0&#8211; Die in der Bilanz verbliebenen Wertschriftenpositionen wurden teilweise tiefer bewertet.\u00a0&#8211; Die ab 2003 anziehende Konjunktur hat die Gewinne und Liquidit\u00e4tspolster der Unternehmen gest\u00e4rkt.\u00a0Dass Unternehmen die zeitliche Verf\u00fcgbarkeit ihrer freien Mittel oft nicht kennen, kann Ausdruck der schwierigen Marktverh\u00e4ltnisse sein, die eine sichere Liquidit\u00e4tsplanung erschweren. Es kann aber auch Zeichen einer fehlenden oder nicht weitsichtigen Liquidit\u00e4tsplanung sein.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie zweckm\u00e4ssige Anlage der freien Mittel ist eine Grundfunktion des Finanzmanagements. H\u00e4lt das Unternehmen mehr Barliquidit\u00e4t bereit als betrieblich not-wendig, steht den Opportunit\u00e4tskosten des Zinsausfalls kein angemessener Mehrnutzen &#8211; beispielsweise in Form von zus\u00e4tzlich ben\u00f6tigter Sicherheit und Flexibilit\u00e4t &#8211; gegen\u00fcber. Doch nutzen Unternehmen die verschiedenen Instrumente der Finanzanlage insgesamt wenig, um ihre freien Mittel zu bewirtschaften.\u00a0Die Grunds\u00e4tze des Finanzmanagements gelten f\u00fcr grosse Unternehmen und &#8211; in angemessener Form &#8211; auch f\u00fcr KMU. Eine mit Planung und Weitsicht auf die Zielvorgaben zugeschnittene Mittelbewirtschaftung erh\u00e4lt dem Unternehmen die Zahlungsbereitschaft und Flexibilit\u00e4t, erh\u00f6ht aber auch das Potenzial, zus\u00e4tzlichen Ertrag zu generieren. Darauf sollte kein Unternehmen verzichten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abFl\u00fcssige Mittel und Wertschriften, alle Branchen, 1997-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abAlle Branchen: Fl\u00fcssige Mittel und Wertschriften, 2000 und 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abFl\u00fcssige Mittel und Wertschriften, alle Branchen, nach Umsatzkategorien (in Mio. Euro), 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abIn der Schweiz genutzte Produkte, alle Branchen, nach Anteilen (in&nbsp;%)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 5 \u00abProduktnutzung in der Schweiz, alle Branchen, Unternehmen nach Anzahl Mitarbeitende\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Bezug der Studie und Auskunft<\/b>&#13;<br \/>\nCredit Suisse Economic Research: Finanzanlagen &#8211; eine Herausforderung f\u00fcr KMU, Mai 2008. Die Studie kann per Mail an services.businesscenter@credit-suisse.com oder unter Telefon 0800 88 88 71 bezogen werden. Weitere Ausk\u00fcnfte: cesare.ravara@credit-suisse.com&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Quellen<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Bundesamt f\u00fcr Statistik (diverse Jahrg\u00e4nge): Buchhaltungsergebnisse schweizerischer Unternehmen.- Deutsche Bundesbank (2008): Statistische Sonderver\u00f6ffentlichung 6: Verh\u00e4ltniszahlen aus Jahresabschl\u00fcssen deutscher Unternehmen von 2004 bis 2005.- Credit Suisse Economic Research (2007): International Issues, Rahmenbedingungen f\u00fcr KMU: Schweiz und Deutschland im Vergleich, Z\u00fcrich.- Link Institut f\u00fcr Markt- und Sozialforschung (2006): Marktumfrage bei KMU in der Schweiz (unver\u00f6ffentlicht), Z\u00fcrich.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; Ausgangsfragen &#13; In der Studie (siehe&#13; &#13; Kasten 1&#13; Credit Suisse Economic Research: Finanzanlagen &#8211; eine Herausforderung f\u00fcr KMU, Mai 2008. 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