{"id":123181,"date":"2008-06-01T12:00:00","date_gmt":"2008-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/06\/kellermann-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:41:01","modified_gmt":"2023-08-23T21:41:01","slug":"kellermann-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/06\/kellermann-5\/","title":{"rendered":"Benchmarking der \u00f6ffentlichen Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweizer Kantone und Gemeinden sehen sich einem zunehmenden Druck ausgesetzt, effektiv und wirtschaftlich zu arbeiten. Auf der einen Seite steigen die Anspr\u00fcche an das Leistungsangebot in den verschiedenen \u00f6ffentlichen Ausgabenbereichen wie Bildung, Gesundheit und Verkehr. Auf der anderen Seite sind die M\u00f6glichkeiten der \u00f6ffentlichen Hand, weitere Einnahmen zu generieren, weitgehend ersch\u00f6pft. Eine deskriptive Analyse der Ausgabenseite des Budgets der Kantone und ihrer Gemeinden zeigt aktuelle Tendenzen in Struktur und Entwicklung der \u00f6ffentlichen Ausgaben auf. Vgl. Kellermann (2008). Der vorliegende Artikel fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen. Die im Rahmen der Untersuchung verwendeten Konzepte zur Abgrenzung der \u00f6ffentlichen Ausgaben werden in Kasten 1 Im Rahmen der Analyse werden die Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden zu einer kantonalen Ausgabengr\u00f6sse zusammengefasst. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich, da die vertikale Aufgabenverteilung zwischen diesen beiden gebietsk\u00f6rperschaftlichen Ebenen im Kantonsvergleich sehr heterogen ist. Erst die Addition der Ausgaben von Kanton und Gemeinden macht den interkantonalen Vergleich der \u00f6ffentlichen Ausgaben m\u00f6glich. Die Ausgaben der Kantone und Gemeinden werden entsprechend dem Nettoprinzip erfasst. Sie enthalten keine Doppelz\u00e4hlungen. Die Transfers, die zwischen den Kantonen im horizontalen Finanzausgleich geleistet werden, sind den leistenden Kantonen zugerechnet und bleiben bei den empfangenden Kantonen unber\u00fccksichtigt. Das Nettoprinzip ist damit eher auf das Inl\u00e4nderprinzip ausgerichtet. Es werden diejenigen Ausgaben erfasst, die von der \u00f6ffentlichen Hand f\u00fcr die Einwohner eines Kantons aufgewendet werden, auch wenn diese Einwohner Leistungen anderer Kantone in Anspruch nehmen. Unterschieden werden die \u00f6ffentlichen Ausgaben ohne und einschliesslich Bundesbeitr\u00e4ge. Die Ausgaben werden insgesamt, in funktionaler Gliederung und in Sachgruppen-Gliederung ausgewertet. Die \u00f6ffentlichen Ausgaben, die in der Finanzstatistik zu laufenden Preisen ausgewiesen sind, werden um die Teuerungsentwicklung bereinigt. Dies erfolgt f\u00fcr die laufenden Ausgaben der Kantone und Gemeinden anhand des Deflators des Staatskonsums und f\u00fcr die Investitionsausgaben anhand des Deflators der Bauinvestitionen. Da die \u00f6ffentlichen Ausgaben der Kantone und Gemeinden nach Abzug der Bundesbeitr\u00e4ge nicht nach Sachgruppen gegliedert vorliegen, wird diese Ausgabengr\u00f6sse mit dem BIP-Deflator preisbereinigt. Alle realen Gr\u00f6ssen sind zu Preisen von 2000 ausgewiesen. beschrieben.&#13;<\/p>\n<h2>Entwicklung und Struktur der \u00f6ffentlichen Ausgaben seit 1990<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Niveau der \u00f6ffentlichen Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden ist zwischen 1990 und 2003 \u00fcber alle 26 Kantone mit durchschnittlich (ungewichtetes Mittel) real 2,8% pro Jahr angestiegen. In allen 26 Kantonen \u00fcbersteigt die Zuwachsrate der \u00f6ffentlichen Ausgaben damit die Wachstumsrate des kantonalen BIP. Das ungewichtete Mittel der Ausgabenquoten (Ausgaben in Relation zum kantonalen BIP) betrug 1990 20%, 1995 22,7% und 2002 24,9%. Gleichzeitig streut die Ausgabenquote im Jahr 2002 regional zwischen 35,1% im Jura und 13% in Basel-Stadt. Weder der nationale noch der zunehmende internationale Steuer- und Systemwettbewerb haben zu einem Ausgabenr\u00fcckgang in den Kantonen gef\u00fchrt. \u00a0 Die Ausgabenstruktur der 26 Kantone und ihrer Gemeinden im Jahr 2003 zeigt, dass der gr\u00f6sste Anteil der Ausgaben in den Bereich Bildung fliesst. Im ungewichteten Mittel werden 23,7% der Ausgaben f\u00fcr diesen Ausgabenbereich aufgewendet. In den Ausgabenbereich Gesundheit gehen durchschnittlich 16,8% und in die soziale Wohlfahrt 15,4%. Die drei Funktionen vereinen also \u00fcber die H\u00e4lfte aller Ausgaben der Kantone und Gemeinden auf sich. Ein Vergleich mit der Ausgabenstruktur im Jahr 1990 macht deutlich, dass die genannten Ausgabenbereiche in den Kantonen jeweils an relativer Bedeutung gewonnen haben. Demgegen\u00fcber zeigt die Entwicklung in der Sachgruppen-Gliederung, dass der Anteil der Investitionsausgaben seit 1993 erheblich zur\u00fcckgegangen ist. W\u00e4hrend im Jahr 1993 die realen Ausgaben der Investitionsrechnung der Kantone und Gemeinden an den Ausgaben insgesamt 17,8% betrugen, gingen 2003 nur noch 12,1% der \u00f6ffentlichen Ausgaben in den Investitionsbereich. Dieser R\u00fcckgang ist in allen Kantonen zu beobachten, mit Ausnahme des Kantons Zug: Dort liegt der reale Investitionsanteil 2003 bei 22,9%, gegen\u00fcber 19,3% im Jahr 1990. \u00a0 In den \u00f6ffentlichen Budgets der Kantone spiegelt sich eine Entwicklung wider, die auch auf Bundesebene zu beobachten ist. Vgl. Kirchg\u00e4ssner (2004). Zusammenfassend zeigt sich ein \u00fcberproportionaler Anstieg der \u00f6ffentlichen Ausgaben, insbesondere der \u00f6ffentlichen Transfers sowie des laufenden Staatsverbrauchs. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich die \u00f6ffentlichen Ausgaben zwischen den Kantonen in Niveau und Dynamik erheblich unterscheiden. Das ungewichtete Mittel der realen Pro-Kopf-Ausgaben lag 1990 bei 10&nbsp;415 Franken und 2003 bei 12&nbsp;891 Franken. 1990 lagen die Pro-Kopf-Ausgaben zwischen 17&nbsp;363 Franken in Genf und 7635 Franken im Thurgau. Die geringsten \u00f6ffentlichen Pro-Kopf-Ausgaben im Jahr 2003 fielen im Kanton Schwyz an. Genf wendete 2003 mit real 20&nbsp;600 Franken die h\u00f6chsten Pro-Kopf-Ausgaben auf (siehe Tabelle 1 ).&#13;<\/p>\n<h2>Theoretische Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze zu Dynamik und Streuung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWas erkl\u00e4rt die beachtliche Ausgabendynamik auf dezentraler gebietsk\u00f6rperschaftlicher Ebene in der Schweiz? Worauf beruhen die kantonalen Unterschiede im Niveau der Pro-Kopf-Ausgaben? In der finanzwissenschaftlichen Literatur liegen eine Vielzahl von Ans\u00e4tzen vor, die anhand von angebots- und nachfrageseitigen Ausgabendeterminanten sowie institutionellen und nichtinstitutionellen Einflussfaktoren das \u00f6ffentliche Ausgabenverhalten zu erkl\u00e4ren suchen. Nach dem Wagnerschen Gesetz ist der Anstieg der \u00f6ffentlichen Ausgaben Folge steigender Einkommen. Bergstrom und Goodman (1973) sowie Borcherding und Deacon (1972) erkl\u00e4ren die Entwicklung \u00f6ffentlicher Ausgaben auf der Grundlage des Medianw\u00e4hlermodells. Nicht das Durchschnittseinkommen in der Region, sondern das Einkommen des Medianw\u00e4hlers stellt die relevante Ausgabendeterminante dar. Dar\u00fcber hinaus bilden die Abgaben, die vom Medianw\u00e4hler f\u00fcr \u00f6ffentlichen Leistungen zu entrichten sind, eine weitere Ausgabendeterminante. Rodrik (1998) sieht in der zunehmenden Internationalisierung von Volkswirtschaften einen Grund f\u00fcr den Anstieg der \u00f6ffentlichen Ausgaben. \u00a0 Die auf Brennan und Buchanan (1980) zur\u00fcckgehende Leviathanhypothese f\u00fchrt den Anstieg der Staatsausgaben auf Staatsversagen zur\u00fcck. Mangelnder interregionaler Steuerwettbewerb bzw. mangelnder politischer Wettbewerb und Intransparenz des \u00f6ffentlichen Sektors erm\u00f6glichen die Ausbeutung des Steuerzahlers durch den Staat. Das von Niskanen (1971) beschriebene Eigenleben der \u00f6ffentlichen B\u00fcrokratie f\u00fchrt zu \u00fcberh\u00f6hten Leistungsniveaus oder treibt die Kosten der Bereitstellung der \u00f6ffentlichen Leistungen in die H\u00f6he. Vgl. Migu\u00e9 und B\u00e9langer (1974). \u00a0 Insbesondere die Art und Weise, wie \u00f6ffentliche Einnahmen erzielt werden, kann Einfluss auf das Ausgabenverhalten \u00f6ffentlicher Entscheidungstr\u00e4ger nehmen. So wird das Kostenbewusstsein der Steuerzahler durch un\u00fcbersichtliche und komplexe Steuersysteme ebenso geschw\u00e4cht wie durch die Kreditfinanzierung \u00f6ffentlicher Ausgaben. Diese so genannte Fiskalillusion f\u00fchrt zur \u00fcberm\u00e4ssigen Nachfrage nach \u00f6ffentlichen Leistungen. Die Finanzierung \u00f6ffentlicher Ausgaben \u00fcber Entgelte mindert dagegen die Gefahr der Fiskalillusion. Auch gewisse Zuweisungstypen im Finanzausgleich k\u00f6nnen \u00f6ffentliche Ausgaben gewollt oder ungewollt anregen (siehe Kasten 2 Im Jahr 2003 betrug das Ausgabenvolumen der Kantone und Gemeinden insgesamt nominal knapp 100 Mrd. Franken. Davon wurden 21,7 Mrd. Franken durch Entgelte und 15,4 Mrd. Franken \u00fcber Bundesbeitr\u00e4ge finanziert. Gut ein Viertel der Bundesbeitr\u00e4ge &#8211; also ca. 4 Mrd. Franken &#8211; werden im Ausgabenbereich Finanzen und Steuern verbucht und k\u00f6nnen damit dem direkten Finanzausgleich zugerechnet werden. Die verbleibenden 11 Mrd. Franken gehen als zweckgebundene Mittel an die Kantone und sind zum grossen Teil an Eigenbeteiligungen gekn\u00fcpft. Insgesamt hat der Finanzierungsanteil der Bundesbeitr\u00e4ge im ungewichteten Mittel der Kantone zwischen 1990 und 2003 von 17,8% auf 19,7% zugenommen (vgl. Tabelle 1). Der Beitrag, den die Bundesbeitr\u00e4ge zur Deckung des Ausgabenbedarfs leisten, ist kantonal erheblich gestreut. In den Grossstadtkantonen Basel-Stadt (9,0%), Genf (8,0%) und Z\u00fcrich (10,1%) fallen die Anteile am geringsten aus. Im Jura (34,5%), in Obwalden (35,5%) und Uri (38,8%) werden \u00fcber ein Drittel der Ausgaben durch Bundesbeitr\u00e4ge finanziert. ). \u00a0 Die r\u00e4umliche Arbeitsteilung zwischen Gebietsk\u00f6rperschaften stellt einen weiteren Einflussfaktor dar, der regionale Unterschiede im Leistungsangebot und Ausgabenniveau erkl\u00e4rt. Zu nennen ist hier insbesondere die von bestimmten Gebietsk\u00f6rperschaften ausgef\u00fcllte zentral\u00f6rtliche Funktion. Diese zeigt sich an der Differenz zwischen den von den Einwohnern in Anspruch genommenen \u00f6ffentlichen Leistungen zur Gesamtheit der von einer Gebietsk\u00f6rperschaft bereitgestellten Leistungen. Werden \u00f6rtliche Leistungen f\u00fcr Gebietsfremde erbracht, so kann dies das Prinzip der fiskalischen \u00c4quivalenz verletzen und zu einer Belastung der zumeist einwohnerstarken Gebietsk\u00f6rperschaften mit zentral\u00f6rtlicher Funktion f\u00fchren. Nach Frey (2002) ist der horizontale Lastenausgleich zwischen den Kantonen auf die Abgeltung von Zentrumsleistungen ausgerichtet. Die zwischen den Kantonen geleisteten Transfers von 974 Mio. Franken im Jahr 2003 (zu Preisen von 2000) machen indes nur rund 1,1% der Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden aus. Fast 17% der geleisteten Transfers fliessen an Z\u00fcrich, 11% an Genf, 9,5% an Basel-Stadt und 8% an Freiburg.&#13;<\/p>\n<h2>Wirtschaftlichkeit der \u00f6ffentlichen Ausgaben in den Kantonen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie theoretischen Ans\u00e4tze zur Erkl\u00e4rung des \u00f6ffentlichen Ausgabenverhaltens machen deutlich, das regionale Unterschiede in den Pro-Kopf-Ausgaben von verschiedenen Einflussfaktoren bestimmt sein k\u00f6nnen. Es stellt sich also die Frage, inwieweit ein im interkantonalen Vergleich hohes \u00f6ffentliches Ausgabenniveau durch entsprechende regionale Merkmale gerechtfertigt werden kann oder als Ausdruck von verschwenderischem Ausgabenverhalten und Ineffizienz zu werten ist. Im Rahmen der hier vorgestellten Studie wurde ein Benchmarking der Ausgabendisziplin der Kantone durchgef\u00fchrt. Indem strukturelle Unterschiede zwischen den Kantonen in diesem Vergleich ber\u00fccksichtigt werden, fliesst die individuelle Situation des Kantons in die Bewertung mit ein. \u00a0 Die praktische Beurteilung der Effizienz des \u00f6ffentlichen Leistungsangebots und der \u00f6ffentlichen Ausgaben in den Kantonen fokussiert auf zwei Fragestellungen: \u00a0 &#8211; Werden in der Gebietsk\u00f6rperschaft \u00f6ffentliche Leistungen im richtigen Umfang bereitgestellt? Besteht ein \u00dcberoder Unterangebot an \u00f6ffentlichen Leistungen? \u00a0 &#8211; Werden die \u00f6ffentlich angebotenen Leistungen in effizienter Weise produziert? Wird bei gegebenem Ressourceneinsatz der maximal m\u00f6gliche Leistungsoutput erreicht? \u00a0 \u00a0 Das im Weiteren angewendete Verfahren ber\u00fccksichtigt beide Effizienzaspekte. Ausgangspunkt der Untersuchung bildet eine stochastische Kostenfunktion. Diese ber\u00fccksichtigt, dass die Ausgaben der einzelnen Kantone auch durch Zufallseinfl\u00fcsse bedingt sind. Vgl. Kellermann (2008). Die Kostenfunktion bildet den funktionalen Zusammenhang zwischen den kantonalen \u00f6ffentlichen Pro-Kopf-Ausgaben auf der einen und dem \u00f6ffentlichen Leistungsniveau (Mengeneffekt) sowie den regionalen Faktorpreisen (Preiseffekt) auf der anderen Seite ab. Die Sch\u00e4tzung der Kostenfunktion erfolgt auf der Grundlage der Daten f\u00fcr alle 26 Kantone \u00fcber den Zeitraum 1990-2003. Das \u00f6ffentliche Leistungsniveau im Kanton geht allerdings nicht direkt in die Sch\u00e4tzung der Kostenfunktion ein. Stattdessen wird das Leistungsniveau in der Sch\u00e4tzgleichung durch verschiedene Variablen ersetzt. Dabei wird ber\u00fccksichtigt, dass ein Teil der Leistungen potenziell ein allokatives \u00dcberangebot darstellen. \u00a0 Im Folgenden wird das Vorgehen bei der Zerlegung der kantonalen Pro-Kopf-Ausgaben in einzelne Ausgabenkomponenten dargelegt. Grunds\u00e4tzlich erlaubt das angewendete Verfahren, die kantonalen Ausgaben in vier Ausgabenkomponenten zu zerlegen: \u00a0 &#8211; Die erste Ausgabenkomponente erfasst den Anteil der im Kanton bereitgestellten \u00f6ffentlichen Leistungen , der sich aus dem Quervergleich mit allen Kantonen normativ legitimieren l\u00e4sst. Dieser wird als optimales &#8211; also allokativ effizientes &#8211; kantonales Outputniveau interpretiert. Es wird davon ausgegangen, dass die Struktur des Kantons &#8211; z.B. als Wirtschaftsstandort mit hohem BIP, als l\u00e4ndlicher Kanton mit geringer Einwohnerdichte oder als Kanton mit einer grossen zentral\u00f6rtlichen Bedeutung &#8211; einen spezifischen Bedarf an \u00f6ffentlichen Leistungen begr\u00fcndet. Auch regionale Pr\u00e4ferenzoder Bedarfsunterschiede, die auf kulturelle oder demografische Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, rechtfertigen \u00f6ffentliche Ausgaben. In die Sch\u00e4tzung des normativ gerechtfertigten Leistungsniveaus fliessen daher Variablen zur demografischen Struktur des Kantons, das BIP oder das Volkseinkommen je Einwohner, ein Sprachdummy, Zupendler je Einwohner, Transfers des Bundes und der anderen Kantone je Einwohner sowie die kantonale Einwohnerzahl ein. \u00a0 &#8211; Die zweite Komponente f\u00e4ngt den Einfluss der regionalen Faktorpreise auf die regionalen Pro-Kopf-Ausgaben auf. Sie entspricht dem durch das kantonale Preisniveau erkl\u00e4rten Anteil der Pro-Kopf-Ausgaben und damit dem gerechtfertigten Anteil der Preiskomponente in der Kostenfunktion. \u00a0 &#8211; Die dritte Ausgabenkomponente repr\u00e4sentiert die kantonale Unwirtschaftlichkeit. Sie stellt den Anteil an den Pro-Kopf-Ausgaben im Kanton dar, der weder durch das regionale Preisniveau noch durch andere legitimierende Ausgabendeterminanten erkl\u00e4rt wird. Die Unwirtschaftlichkeitskomponente wird in der Sch\u00e4tzung einseitig-positiv definiert, d.h. mit zunehmender Unwirtschaftlichkeit steigen die Pro-Kopf-Ausgaben an. Vgl. Coelli et al. (2000). Der angezeigte Grad an Unwirtschaftlichkeit kann auf ein \u00dcberangebot an Leistungen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden oder durch \u00fcberh\u00f6hte Kosten der Bereitstellung dieser Leistungen begr\u00fcndet sein. Die Unwirtschaftlichkeitskomponente unterscheidet in dieser Hinsicht nicht nach den Ursachen der Ineffizienz. Sie wird in Abh\u00e4ngigkeit verschiedener Variablen gesch\u00e4tzt. Hierzu z\u00e4hlen die Einfl\u00fcsse der Fiskalillusion, der Fragmentierung auf kommunaler Ebene und des politischen Wettbewerbs im Kanton. \u00a0 &#8211; Die vierte Ausgabenkomponente erfasst den Zufallseinfluss,\u00a0d.h. den nicht durch kantonale Merkmale zu erkl\u00e4renden Anteil der Pro-Kopf-Ausgaben. In der Sch\u00e4tzung entspricht sie der St\u00f6rgr\u00f6sse.&#13;<\/p>\n<h2>Effizienz-Ranking der Kantone<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDurch die Zerlegung der kantonalen Ausgaben in die beschriebenen Ausgabenkomponenten wird es m\u00f6glich, eine Best Practice Frontier (BPF) abzuleiten. Die BPF erfasst die kantonalen Ausgaben nach Abzug der Unwirtschaftlichkeitskomponente. Sie stellt damit ein Ausgabenbenchmark dar, der sich am sparsamsten Kanton orientiert und an dem alle anderen Kantone gemessen werden. In diesem Vergleich wird den strukturellen Besonderheiten jedes Kantons explizit Rechnung getragen. Nimmt der zum Vergleich stehende Kanton gegen\u00fcber dem sparsamsten Kanton beispielsweise mehr zentral\u00f6rtliche Funktionen wahr, so erh\u00f6hen sich das gerechtfertigte Ausgabenniveau und damit der Benchmark f\u00fcr diesen Kanton. In Grafik 2 sind die tats\u00e4chlich get\u00e4tigten kantonalen Pro-Kopf-Ausgaben sowie die BPF f\u00fcr das Jahr 2000 dargestellt. Ein Kanton agiert umso wirtschaftlicher in seinem Ausgabenverhalten, je kleiner der relative Abstand zwischen den tats\u00e4chlichen Pro-Kopf-Ausgaben und der BPF im Kanton ist. \u00a0 Nachstehend werden die Kantone entsprechend der Art der \u00f6ffentlichen Aufgabenerf\u00fcllung in drei Gruppen eingeteilt. Massgebend hierf\u00fcr ist das Resultat im Durchschnitt \u00fcber den gesamten Untersuchungszeitraum 1990 bis 2003. Werden nur einzelne Jahre betrachtet, wechseln die Kantone verschiedentlich ihre Gruppenzugeh\u00f6rigkeit. Vgl. Kellermann (2008). \u00a0 &#8211; Als g\u00fcnstig operierend bzw. schlank gilt ein Kanton, wenn das tats\u00e4chlich realisierte \u00f6ffentliche Ausgabenniveau nur geringf\u00fcgig &#8211; d.h. um h\u00f6chstens 5% &#8211; \u00fcber dem Benchmark liegt. Die Gruppe der g\u00fcnstig operierenden Kantone umfasst Zug, gefolgt von Schwyz, Basel-Stadt, St.Gallen, Z\u00fcrich und Aargau. \u00a0 &#8211; Die zweite Kantonsgruppe wird als durchschnittlich operierend bzw. normal bezeichnet. Die tats\u00e4chlichen get\u00e4tigten \u00f6ffentlichen Ausgaben liegen in diesen Kantonen zwischen 5% und 10% \u00fcber dem Benchmark. Zur Gruppe der durchschnittlich operierenden Kantone z\u00e4hlen Obwalden, die beiden Appenzell, Nidwalden, Uri, Basel-Landschaft, Luzern, Solothurn, Schaffhausen, Bern, Neuenburg, Tessin und Glarus. \u00a0 &#8211; Die dritte Kantonsgruppe befindet sich sozusagen im roten Bereich: Die tats\u00e4chlich get\u00e4tigten \u00f6ffentlichen Ausgaben dieser Kantone liegen um mehr als 10% \u00fcber ihrem individuellen Benchmark; sie gelten nach der hier verwendeten Definition als aufwendig operierend. In diesen Kantonen werden die im Quervergleich aufgrund struktureller Eigenschaften erlaubten Ausgaben klar \u00fcberschritten. Die Kantone Waadt, Jura, Freiburg, Graub\u00fcnden, Genf, Wallis und ganz knapp Thurgau (10,1%) erweisen sich in ihrem Ausgabenverhalten als aufwendig operierend.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie hier pr\u00e4sentierten Ergebnisse machen deutlich, dass der direkte Vergleich der kantonalen Pro-Kopf-Ausgaben keinen unmittelbaren R\u00fcckschluss auf die Ausgabendisziplin in den Kantonen zul\u00e4sst. Das durchgef\u00fchrte interregionale Benchmarking ber\u00fccksichtigt daher spezifische Merkmale der Kantone. Der in diesem Artikel vorgestellte Kostenfunktionsansatz ist nur eine der m\u00f6glichen Untersuchungsmethoden. In der einschl\u00e4gigen Literatur werden weitere Methoden zur Effizienzmessung von Gebietsk\u00f6rperschaften diskutiert. Einige davon werden in Kellermann (2008) detailliert vorgestellt und auf die Schweizer Kantone angewendet.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abDurchschnittliches j\u00e4hrliches Wachstum der Ausgaben und des BIP der Kantone, 1990-2002\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abTats\u00e4chliche Pro-Kopf-Ausgaben und Best Practice Frontier (BPF) der Kantone, 2000\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abPro-Kopf-Ausgaben der Kantone mit und ohne Bundesbeitr\u00e4ge (BB) 2003 sowie Anteile BB 1990 und 2003\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Ausgabenkonzepte Im Rahmen der Analyse werden die Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden zu einer kantonalen Ausgabengr\u00f6sse zusammengefasst. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich, da die vertikale Aufgabenverteilung zwischen diesen beiden gebietsk\u00f6rperschaftlichen Ebenen im Kantonsvergleich sehr heterogen ist. Erst die Addition der Ausgaben von Kanton und Gemeinden macht den interkantonalen Vergleich der \u00f6ffentlichen Ausgaben m\u00f6glich. Die Ausgaben der Kantone und Gemeinden werden entsprechend dem Nettoprinzip erfasst. Sie enthalten keine Doppelz\u00e4hlungen. Die Transfers, die zwischen den Kantonen im horizontalen Finanzausgleich geleistet werden, sind den leistenden Kantonen zugerechnet und bleiben bei den empfangenden Kantonen unber\u00fccksichtigt. Das Nettoprinzip ist damit eher auf das Inl\u00e4nderprinzip ausgerichtet. Es werden diejenigen Ausgaben erfasst, die von der \u00f6ffentlichen Hand f\u00fcr die Einwohner eines Kantons aufgewendet werden, auch wenn diese Einwohner Leistungen anderer Kantone in Anspruch nehmen. Unterschieden werden die \u00f6ffentlichen Ausgaben ohne und einschliesslich Bundesbeitr\u00e4ge. Die Ausgaben werden insgesamt, in funktionaler Gliederung und in Sachgruppen-Gliederung ausgewertet. Die \u00f6ffentlichen Ausgaben, die in der Finanzstatistik zu laufenden Preisen ausgewiesen sind, werden um die Teuerungsentwicklung bereinigt. Dies erfolgt f\u00fcr die laufenden Ausgaben der Kantone und Gemeinden anhand des Deflators des Staatskonsums und f\u00fcr die Investitionsausgaben anhand des Deflators der Bauinvestitionen. Da die \u00f6ffentlichen Ausgaben der Kantone und Gemeinden nach Abzug der Bundesbeitr\u00e4ge nicht nach Sachgruppen gegliedert vorliegen, wird diese Ausgabengr\u00f6sse mit dem BIP-Deflator preisbereinigt. Alle realen Gr\u00f6ssen sind zu Preisen von 2000 ausgewiesen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Ber\u00fccksichtigung der Finanzierungsseite Im Jahr 2003 betrug das Ausgabenvolumen der Kantone und Gemeinden insgesamt nominal knapp 100 Mrd. Franken. Davon wurden 21,7 Mrd. Franken durch Entgelte und 15,4 Mrd. Franken \u00fcber Bundesbeitr\u00e4ge finanziert. Gut ein Viertel der Bundesbeitr\u00e4ge &#8211; also ca. 4 Mrd. Franken &#8211; werden im Ausgabenbereich Finanzen und Steuern verbucht und k\u00f6nnen damit dem direkten Finanzausgleich zugerechnet werden. Die verbleibenden 11 Mrd. Franken gehen als zweckgebundene Mittel an die Kantone und sind zum grossen Teil an Eigenbeteiligungen gekn\u00fcpft. Insgesamt hat der Finanzierungsanteil der Bundesbeitr\u00e4ge im ungewichteten Mittel der Kantone zwischen 1990 und 2003 von 17,8% auf 19,7% zugenommen (vgl. Tabelle 1). Der Beitrag, den die Bundesbeitr\u00e4ge zur Deckung des Ausgabenbedarfs leisten, ist kantonal erheblich gestreut. In den Grossstadtkantonen Basel-Stadt (9,0%), Genf (8,0%) und Z\u00fcrich (10,1%) fallen die Anteile am geringsten aus. Im Jura (34,5%), in Obwalden (35,5%) und Uri (38,8%) werden \u00fcber ein Drittel der Ausgaben durch Bundesbeitr\u00e4ge finanziert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 3: Literatur &#8211; Bergstrom, T. C. und R. P. Goodman (1973), Private Demands for Public Goods, American Economic Review 63, 280-296.- Borcherding, T. E. und R. T. Deacon (1972), The Demand for the Services of Non-Federal Governments, American Economic Review 62, 891-901.- Brennan, G. und J. M. Buchanan (1980), The Power to Tax, Cambridge University Press, Cambridge.- Coelli. T., D. S. P. Rao, und G. E. Battese (2000), An Introduction to Efficiency and Productivity Analysis, Kluwer Academic Publishers, Boston.- Frey, R. L. (2002), Der Neue Schweizer Finanzausgleich: Ausgestaltung und Vorteile, Wagschal, U. und H. Rentsch (eds.), Der Preis des F\u00f6deralismus, 209-234, Z\u00fcrich.- Kellermann, K. (2008), Die \u00f6ffentlichen Ausgaben der Kantone und ihrer Gemeinden im Quervergleich. Strukturberichterstattung Nr. 37, Studienreihe des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco), Bern.- Kirchg\u00e4ssner, G. (2004) Die langfristige Entwicklung der Bundesfinanzen, 1960-2002, Hintergrundpapier zu Teil 3 des Jahresberichts 2004 der Kommission f\u00fcr Konjunkturfragen, 21. Oktober 2004.- Migu\u00e9, J. L. und G. B\u00e9langer (1974), Toward a General Theory of Managerial Discretion, Public Choice 17, 27-43.- Niskanen, W. A. (1971), Bureaucracy and Representative Government, Chicago, New York.- Rodrik, D. (1998), The Debate over Globalization: How to Move Forward by Looking Backward, Working Paper, Harvard University.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&#13; &#13; Die Schweizer Kantone und Gemeinden sehen sich einem zunehmenden Druck ausgesetzt, effektiv und wirtschaftlich zu arbeiten. Auf der einen Seite steigen die Anspr\u00fcche an das Leistungsangebot in den verschiedenen \u00f6ffentlichen Ausgabenbereichen wie Bildung, Gesundheit und Verkehr. Auf der anderen Seite sind die M\u00f6glichkeiten der \u00f6ffentlichen Hand, weitere Einnahmen zu generieren, weitgehend ersch\u00f6pft. Eine [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3891,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3891,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professorin f\u00fcr Volkswirtschaftslehre und Internationale Wirtschaft an der T\u00fcrkisch-Deutschen Universit\u00e4t, Istanbul","seco_author_post_occupation_fr":"Professeure d\u2019\u00e9conomie politique et internationale \u00e0 l\u2019Universit\u00e9 turco-allemande d\u2019Istanbul (Turquie)","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"Der reale Zuwachs der \u00f6ffentlichen Ausgaben der Schweizer Kantone und ihrer Gemeinden liegt im Untersuchungszeitraum 1990 bis 2003 in allen Kantonen erheblich \u00fcber dem Wachstum des regionalen Bruttoinlandprodukts (BIP). In den \u00f6ffentlichen Haushalten der einzelnen Kantone spiegelt sich damit eine Entwicklung wider, die auch auf Bundesebene zu beobachten ist. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass sich die \u00f6ffentlichen Ausgaben zwischen den Kantonen in Niveau und Dynamik erheblich unterscheiden. Vor diesem Hintergrund greift der vorliegende Artikel die Frage auf, wie die einzelnen Kantone in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit des \u00f6ffentlichen Ausgabenverhaltens zu bewerten sind.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":123184,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8805","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55b5f922a8f50"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123181"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3891"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123181"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128095,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123181\/revisions\/128095"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3891"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=123181"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=123181"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=123181"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=123181"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=123181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}