{"id":123226,"date":"2008-06-01T12:00:00","date_gmt":"2008-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/06\/suter-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:41:03","modified_gmt":"2023-08-23T21:41:03","slug":"suter-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/06\/suter-3\/","title":{"rendered":"Informationssicherheit in Unternehmen: Mehr Sicherheit durch Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200806_18_Suter_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"241\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Eine technische und organisatorische Herausforderung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Gew\u00e4hrleistung der Informationssicherheit stellt die Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Es gilt, die Sicherheitsl\u00fccken in den angewendeten Systemen rechtzeitig zu schliessen und auf die immer neuen Angriffsmethoden mit angepassten Schutzprogrammen zu reagieren. Dies geschieht zun\u00e4chst mit Hilfe von technischen Massnahmen. Anti-Viren-Programme und Firewalls werden heute in fast allen Firmen eingesetzt. Viele wenden zudem Verschl\u00fcsselungstechniken und Angriffserkennungs-Programme an; einige sch\u00fctzen ihre Computer gar mit biometrischen Massnahmen vor unberechtigtem Zugriff.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nMit der Zeit ist jedoch immer deutlicher geworden, dass das Sicherheitsproblem mit technischen Massnahmen allein nicht in den Griff zu bekommen ist. Trotz substanziellen Investitionen im technischen Bereich beeintr\u00e4chtigen Angriffe und Vorf\u00e4lle weiterhin die Informationssicherheit vieler Unternehmen. Technische Massnahmen erweisen sich als wirkungslos, wenn sie nicht konsequent und korrekt angewendet werden. Informationssicherheit ist deshalb nicht nur eine technische, sondern auch eine organisatorische Herausforderung. Mitarbeiterschulungen, Datensicherungsmanagement, Vorfall- und Krisenpl\u00e4ne sowie regelm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfungen der Sicherheit sind heute ebenso wichtige Bestandteile der Informationssicherheit wie die erw\u00e4hnten technischen Schutzeinrichtungen.&#13;<\/p>\n<h2>Der Bedarf nach Expertenwissen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWeil sowohl technische als auch organisatorische Massnahmen umgesetzt werden m\u00fcssen, ist die Informationssicherheit eine umfassende und anspruchsvolle Aufgabe. Sie bedarf kontinuierlicher Anstrengungen, da sich sowohl die Bedrohungen und Risiken als auch die m\u00f6glichen Gegenmassnahmen st\u00e4ndig weiterentwickeln. Zudem ist es f\u00fcr die Unternehmen oft schwer zu beurteilen, ob ihr Schutz ausreichend ist. Eine Kosten-Nutzen-Kalkulation l\u00e4sst sich kaum durchf\u00fchren, weil es keine verl\u00e4sslichen Statistiken \u00fcber die H\u00e4ufigkeit von Vorf\u00e4llen und die dadurch verursachten Sch\u00e4den gibt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAus diesen Gr\u00fcnden stossen die Unternehmen nicht nur bei der Bew\u00e4ltigung von Vorf\u00e4llen, sondern auch beim Risikomanagement oft an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen. Viele sind auf das Wissen von Experten angewiesen. Eine solche externe Beratung und Betreuung ist aber f\u00fcr viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu teuer. Dies kann zu L\u00fccken in der Informationssicherheit f\u00fchren, die f\u00fcr Attacken ausgen\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Dadurch entstehen nicht nur Probleme f\u00fcr die betroffenen Firmen selbst, sondern auch f\u00fcr andere Unternehmen. Angreifer k\u00f6nnen n\u00e4mlich schlecht gesch\u00fctzte Computer zu so genannten Botnetzen zusammenschliessen und deren Rechenleistung dann f\u00fcr gezielte und ausgekl\u00fcgelte Attacken auf gut gesch\u00fctzte Ziele verwenden. Darum ist es wichtig, dass sich die Unternehmen bei der Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen im Vorfalls- und Risikomanagement gegenseitig unterst\u00fctzen. Im Folgenden sollen einige M\u00f6glichkeiten diskutiert werden, wie dies geschehen kann.&#13;<\/p>\n<h2>Unterst\u00fctzung bei Vorf\u00e4llen: Computer Emergency Response Teams<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBereits 1988 k\u00e4mpften die Betreiber des Arpanets, das als Vorl\u00e4ufer des heutigen Internets gilt, mit Problemen der Informationssicherheit. Der damalige Student Robert Morris programmierte den ersten Computerwurm, der ca. 10% der etwa 60000 vernetzten Computer lahmlegte. Sp\u00e4testens nach diesem Vorfall war klar, dass die Informationssicherheit in Netzwerken ganz neue Anforderungen stellt, die nur durch ein koordiniertes Vorgehen zu bew\u00e4ltigen sind. \u00a0An der Carnegie-Mellon-Universit\u00e4t in Pittsburgh wurde daraufhin das erste Computer Emergency Response Team (Cert) gegr\u00fcndet. Ziel war es, ein Netzwerk von Experten aufzubauen, um so k\u00fcnftige Vorf\u00e4lle schnell und effektiv zu bew\u00e4ltigen. Das Modell erwies sich als sehr erfolgreich und trug viel zur Bek\u00e4mpfung von Angriffen auf Computernetzwerke bei. Seit damals ist das Internet dramatisch gewachsen, und ein einziges Cert w\u00e4re heute niemals ausreichend, um alle Vorf\u00e4lle und Angriffe zu managen. Viele Staaten und Grossunternehmen haben darum ihre eigenen Cert aufgebaut. Diese verschiedenen Expertenteams sind jeweils f\u00fcr die Sicherheit ihrer Kunden zust\u00e4ndig und arbeiten untereinander eng zusammen. Im internationalen Forum of Incident Response and Security Teams (First) sind mittlerweile mehr als 190 Cert aus 140 L\u00e4ndern vertreten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Funktion der Cert wird oft mit derjenigen der Feuerwehr verglichen. Sie kommen bei Vorf\u00e4llen zum Einsatz, engagieren sich aber zugleich in der Pr\u00e4vention. Dank ihrem technischen Expertenwissen ist es ihnen m\u00f6glich, fr\u00fchzeitig vor neuen Angriffsm\u00f6glichkeiten zu warnen und die Unternehmen bei der Schliessung von Schwachstellen zu unterst\u00fctzen. Trotz dieser pr\u00e4ventiven T\u00e4tigkeiten darf man aber nicht vergessen, dass die Cert f\u00fcr die Sicherheit von Computernetzwerken verantwortlich sind und sich nicht um das Risikomanagement einzelner Unternehmen k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Um die Unternehmen bei dieser Aufgabe zu unterst\u00fctzen, braucht es darum zus\u00e4tzliche Massnahmen.&#13;<\/p>\n<h2>Verbessertes Risikomanagement dank Informationsaustausch<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Unternehmen k\u00f6nnen nur dann ein erfolgreiches Risikomanagement betreiben, wenn sie die Bedrohungen kennen und \u00fcber m\u00f6gliche Gegenmassnahmen Bescheid wissen. Eine viel versprechende M\u00f6glichkeit, dieses Wissen zu erwerben, bietet der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen. Wenn verschiedene Firmen Informationen \u00fcber Attacken und m\u00f6gliche Gegenmassnahmen austauschen, gewinnen sie auf einfache Art wertvolles Know-how und k\u00f6nnen ihre Schutzmassnahmen gezielter einsetzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTats\u00e4chlich bestehen bereits jetzt informelle Formen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Bereich Informationssicherheit. In einer Studie zur Informationssicherheit in Schweizer Unternehmen hat sich gezeigt, dass 40% der Verantwortlichen aus Firmen, die von einem Vorfall betroffen waren, sich mit Kollegen aus einer anderen Firma \u00fcber den Vorfall beraten haben. Fast 25% suchen zudem \u00fcber das Internet Informationen zu den Vorf\u00e4llen, was ebenfalls eine Form des Informationsaustausches zwischen Unternehmen darstellt (vgl. Grafik 1).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDieser Erfahrungsaustausch findet statt, obwohl es f\u00fcr die Firmen oft um sehr heikle Daten geht. Aus Reputationsgr\u00fcnden, aber auch aus Sicherheits\u00fcberlegungen darf aus Sicht der Unternehmen auf keinen Fall bekannt werden, wo ihre Schwachstellen liegen und von welchen Vorf\u00e4llen sie betroffen sind. Der Informationsaustausch kann darum nur unter der Bedingung absoluten Vertrauens stattfinden. Die informellen Netzwerke der Verantwortlichen zu Kollegen in anderen Firmen sind dabei von grossem Wert. Weil sie aber stark personenabh\u00e4ngig sind, bleiben sie auf Grund der h\u00e4ufigen personellen Fluktuationen wenig best\u00e4ndig. F\u00fcr eine nachhaltige Verbesserung der Informationssicherheit muss das Vertrauen zwischen Unternehmen dauerhaft etabliert werden. Dazu braucht es eine gut strukturierte und koordinierte Zusammenarbeit, mit anderen Worten: eine Organisation, die ihren Mitgliedern eine Plattform f\u00fcr den gegenseitigen Austausch bietet.&#13;<\/p>\n<h2>Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine solche Organisation aufzubauen, die diesen Anforderungen gen\u00fcgt, ist nicht einfach. H\u00e4ufig stehen die Firmen in direkter oder indirekter Konkurrenz zueinander, weshalb Informationsaustausch f\u00fcr alle Beteiligten mit Risiken verbunden ist. Im Voraus l\u00e4sst sich nicht absch\u00e4tzen, ob die Zusammenarbeit tats\u00e4chlich so funktioniert, dass alle ausgetauschten Informationen vertraulich bleiben. Das Problem ist, dass personenunabh\u00e4ngiges Vertrauen erst durch eine l\u00e4ngere Zusammenarbeit entstehen kann, eine solche aber wiederum Vertrauen voraussetzt. Ein \u00e4hnliches Problem stellt sich hinsichtlich des Nutzens des Informationsaustausches. Die Unternehmen sind nur bereit, an einem Informationsaustausch teilzunehmen, wenn der Nutzen der so gewonnenen Informationen die Kosten des eigenen Engagements \u00fcbertrifft. Die Firmen beteiligen sich deshalb tendenziell erst an solchen Organisationen, wenn diese ihren Nutzen bereits unter Beweis gestellt haben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSolche Situationen werden in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften als Kooperations- und Koordinationsprobleme beschrieben. Sie erkl\u00e4ren, weshalb sich eine Zusammenarbeit auch dann nicht automatisch ergibt, wenn sie allen Beteiligten n\u00fctzt. Sie lassen sich h\u00e4ufig nur mit Hilfe eines externen Koordinators \u00fcberwinden.&#13;<\/p>\n<h2>Public-Private Partnerships<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Rolle dieses Koordinators \u00fcbernimmt in vielen L\u00e4ndern der Staat. Die Informationssicherheit in Unternehmen wird vor allem in \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaften (Public-Private Partnerships) gef\u00f6rdert. In vielen Staaten existieren solche Partnerschaften mit Betreibern kritischer Infrastrukturen (Unternehmen, deren Dienstleistungen von zentraler Bedeutung f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft sind). Siehe den Artikel von Ruedi Rytz auf Seite 57ff. in diesem Heft. Diese Public-Private Partnerships erm\u00f6glichen den Unternehmen einen direkten Zugang zu staatlichen Beh\u00f6rden, beispielsweise zu den Strafvollzugsbeh\u00f6rden. Zudem werden ihnen Informationen angeboten, die f\u00fcr die Unternehmen sonst nicht erh\u00e4ltlich sind, wie etwa Berichte \u00fcber die Aktivit\u00e4ten von internationalen kriminellen Organisationen. Mit dieser Zusammenarbeit wird die Informationssicherheit solcher wichtiger Firmen direkt gef\u00f6rdert.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nAndererseits verlangt der Staat von den Unternehmen aber auch, dass sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Bereich Informationssicherheit anderen Mitgliedern der Public-Private Partnership zug\u00e4nglich machen. Diese Zusammenarbeit stiftet Vertrauen zwischen den Unternehmen, wodurch Kooperationsprobleme entsch\u00e4rft und der gegenseitige Informationsaustausch erleichtert wird. Der Staat tr\u00e4gt so auch indirekt zur Erh\u00f6hung der Informationssicherheit in diesen Unternehmen bei.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie bekanntesten Modelle solcher Partnerschaften f\u00fcr den Informationsaustausch sind die Information Sharing and Analysis Centers (Isac) in den USA (vgl.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2<\/b>&#13;<br \/>\nDie amerikanischen Isac sind die bekanntesten Organisationen zum Informationsaustausch f\u00fcr Unternehmen im Bereich der Informationssicherheit. Sie wurden von der Regierung zum besseren Schutz der kritischen Infrastrukturen initiiert und umfassen die jeweils wichtigsten Firmen aus allen zentralen Wirtschaftssektoren. Die interne Organisation wird den Unternehmen selber \u00fcberlassen, weshalb die 15 existierenden offiziellen Isac unterschiedlich organisiert und verschieden gross sind. Die verantwortlichen Beh\u00f6rden der entsprechenden Sektoren arbeiten jeweils eng mit den Isac zusammen, um so den Informationsaustausch zwischen den Unternehmen zu f\u00f6rdern.). In der Schweiz bietet die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) eine Plattform f\u00fcr den Austausch zwischen jenen Unternehmen, deren Dienstleistungen von zentraler Bedeutung f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft sind.&#13;<\/p>\n<h2>Unterst\u00fctzung f\u00fcr KMU<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine derart intensive Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der Privatwirtschaft ist zwangsl\u00e4ufig auf einige ausgew\u00e4hlte Unternehmen beschr\u00e4nkt, da es nicht m\u00f6glich ist, allen Firmen direkten Zugang zu Strafvollzugsbeh\u00f6rden und exklusive Informationen anzubieten. Die Informationssicherheit von KMU muss deshalb mit anderen Mittel gef\u00f6rdert werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn erster Linie ist es wichtig, die KMU f\u00fcr die Risiken im Bereich der Informationssicherheit zu sensibilisieren und sie \u00fcber die m\u00f6glichen Schutzmassnahmen zu informieren. Oft k\u00f6nnten die Unternehmen die Sicherheit ihrer Informationen wesentlich verbessern, wenn sie die wichtigsten Schutzmassnahmen umsetzten w\u00fcrden. In der Schweiz setzt sich der Verein InfoSurance f\u00fcr eine bessere Information der KMU ein. Siehe den Artikel von Carlos Rieder auf Seite 60ff in diesem Heft.\u00a0Wie in den Public-Private Partnerships f\u00fcr Grossunternehmen kann der Staat aber auch versuchen, den Informationsaustausch zwischen den KMU zu f\u00f6rdern, indem er eine Plattform f\u00fcr den Austausch bietet und als Vermittler das Vertrauen zwischen den Unternehmen st\u00e4rkt. Ein Beispiel f\u00fcr eine solche Initiative ist das Programm der britischen Regierung zur Schaffung so genannter Warning Advice and Reporting Points (Warp). Dieses Programm f\u00f6rdert den Informationsaustausch zwischen Unternehmen, indem eine Software f\u00fcr den Informationsaustausch sowie verschiedenes Werbematerial angeboten werden. Zudem werden die Erfahrungen bestehender Warp an die Initianten neuer Organisationen weitervermittelt. Das Programm richtet sich vor allem an KMU und beabsichtigt, den Informationsaustausch zwischen \u00e4hnlich grossen Unternehmen aus demselben Wirtschaftssektor (oder auch derselben Region) zu erleichtern. Ein Warp umfasst deshalb selten mehr als 100 Firmen. Weil das Programm von der Regierung unterst\u00fctzt wird, k\u00f6nnen die Unternehmen auf die Kontinuit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit des Austausches z\u00e4hlen.&#13;<\/p>\n<h2>Hilfe zur Selbsthilfe<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Public-Private Partnerships, die Aufkl\u00e4rungskampagnen und die Austauschprogramme basieren alle auf der Idee der Hilfe zur Selbsthilfe. Indem der Staat wichtige Informationen zur Verf\u00fcgung stellt, sich in Vereinen zur Sensibilisierung der Unternehmen engagiert oder den Anstoss f\u00fcr den gegenseitigen Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Unternehmen gibt, kann er einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Informationssicherheit leisten. Denn nur durch die B\u00fcndelung der verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte und durch einen Austausch von Erfahrung und Wissen lassen sich die vielf\u00e4ltigen und sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Herausforderungen der Informationssicherheit bew\u00e4ltigen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abWo die Unternehmen nach Vorf\u00e4llen betreffend die Informationssicherheit Hilfe suchen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Was ist Informationssicherheit?<\/b>&#13;<br \/>\nDas Ziel der Informationssicherheit ist es, unautorisierte Informationsbzw. Datenver\u00e4nderung oder -gewinnung zu verhindern. IT- (Informatik-), Netzwerk- und Datensicherheit sind wichtige Teilaspekte der Informationssicherheit.Die Informationssicherheit in Unternehmen wird einerseits durch Angriffe gef\u00e4hrdet. Ein Angriff bezeichnet einen nicht autorisierten Zugriff oder Zugriffsversuch auf ein System. Informationen k\u00f6nnen aber andererseits auch durch unbeabsichtigte Fehlmanipulationen ohne b\u00f6se Absicht oder durch technisches Versagen ver\u00e4ndert oder zerst\u00f6rt werden. Auf Grund der Risiken eines Angriffs oder Vorfalls, der die Informationssicherheit gef\u00e4hrdet, werden sowohl technische (auf die IT-Systeme bezogene) als auch organisatorische (auf die Anwender bezogene) Massnahmen ergriffen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Information Sharing and Analysis Centers (Isac)<\/b>&#13;<br \/>\nDie amerikanischen Isac sind die bekanntesten Organisationen zum Informationsaustausch f\u00fcr Unternehmen im Bereich der Informationssicherheit. Sie wurden von der Regierung zum besseren Schutz der kritischen Infrastrukturen initiiert und umfassen die jeweils wichtigsten Firmen aus allen zentralen Wirtschaftssektoren. Die interne Organisation wird den Unternehmen selber \u00fcberlassen, weshalb die 15 existierenden offiziellen Isac unterschiedlich organisiert und verschieden gross sind. Die verantwortlichen Beh\u00f6rden der entsprechenden Sektoren arbeiten jeweils eng mit den Isac zusammen, um so den Informationsaustausch zwischen den Unternehmen zu f\u00f6rdern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 3: Weiterf\u00fchrende Literatur<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Abele-Wigert und Myriam Dunn, International CIIP Handbook 2006, Vol. I. An Inventory of 20 National and 6 International Critical Information Infrastructure Protection Policies. Z\u00fcrich: Center for Security Studies, 2006.- Anderson, Ross, and Tyler Moore, The Economics of Information Security, Science, Vol. 314 (2006), S. 610-623.- Grady, Mark F., und Francesco Parisi (Hrsg.), The Law and Economics of Cybersecurity. Cambridge: Cambridge University Press, 2006.- Myriam Dunn und Victor Mauer (Hrsg.), International CIIP Handbook 2006, Vol. II. Analyzing Issues, Challenges, and Prospects. Z\u00fcrich: Center for Security Studies, 2006. &#8211; Suter, Manuel, Informationssicherheit in Schweizer Unternehmen. Eine Umfragestudie \u00fcber Bedrohungen, Risikomanagement und Kooperationsformen. Z\u00fcrich: Center for Security Studies, 2006.- Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani), Informationssicherung. Lage in der Schweiz und international. Halbjahresbericht I\/2007. Internet: <a href=\"http:\/\/www.melani.admin.ch\">www.melani.admin.ch<\/a> , \u00abDokumentation\u00bb, \u00abLageberichte\u00bb.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; Eine technische und organisatorische Herausforderung &#13; Die Gew\u00e4hrleistung der Informationssicherheit stellt die Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Es gilt, die Sicherheitsl\u00fccken in den angewendeten Systemen rechtzeitig zu schliessen und auf die immer neuen Angriffsmethoden mit angepassten Schutzprogrammen zu reagieren. 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