{"id":123291,"date":"2008-05-01T12:00:00","date_gmt":"2008-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/05\/roth-10\/"},"modified":"2023-08-23T23:41:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:41:40","slug":"roth-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/05\/roth-9\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine entwicklungsf\u00f6rdernde Globalisierung"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200805_06_Roth_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"245\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie \u00d6ffnung der M\u00e4rkte im Zuge der Globalisierung hat in zahlreichen Entwicklungsl\u00e4ndern wesentlich zum Wachstum und zur Verminderung der Armut beigetragen. Auch kleine Volkswirtschaften k\u00f6nnen beachtliche Resultate vorweisen, wie etwa Mauritius, das in den 40 Jahren seit seiner Unabh\u00e4ngigkeit das Pro-Kopf-Einkommen von 200 auf \u00fcber 6000 US-$ erh\u00f6hen konnte. Als zweites positives afrikanisches Beispiel sei hier Ghana erw\u00e4hnt, das zu einem regionalen Finanz- und Logistikzentrum &#8211; mit j\u00e4hrlichen Wachstumsraten von 5% bis 6% &#8211; geworden ist (siehe Art. Bernasconi, Schneller auf S. 17ff). Damit ist Ghana auf gutem Weg, die Armut bis ins Jahr 2015 auf 25% zu halbieren und das entsprechende Millenniums-Entwicklungsziel der UNO zu erreichen. \u00a0Trotz zahlreicher positiver Beispiele konnten allerdings vielerorts die Entwicklungschancen nur ungen\u00fcgend wahrgenommen werden. Oft bleibt die Entwicklung fragil und einseitig abh\u00e4ngig, etwa vom Preis eines einzelnen Rohstoffes. Die Voraussetzungen zur Integration in die Weltwirtschaft und f\u00fcr ein nachhaltiges Wachstum sind von Land zu Land ebenso unterschiedlich wie die dazu verfolgte Strategie und das Tempo, in welchem die notwendigen Reformen umgesetzt werden. Um die verbleibenden Herausforderungen angehen und insbesondere die zahlreichen mit der Globalisierung verbundenen Risiken mindern zu k\u00f6nnen, bleiben viele Entwicklungsl\u00e4nder auf externe Unterst\u00fctzung im Wirtschafts- und Handelsbereich angewiesen.&#13;<\/p>\n<h2>Wirksamere und effizientere EZA als Ziel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nHintergrund und Ausl\u00f6ser f\u00fcr die in der Botschaft des Bundesrates pr\u00e4sentierten Neuerungen bei der EZA ist prim\u00e4r die Tatsache, dass die Entwicklungsl\u00e4nder durch eine st\u00e4ndig wachsende Anzahl von Gebern unterst\u00fctzt werden. Gem\u00e4ss einem k\u00fcrzlich vorgestellten Bericht der OECD sind in 37 Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern jeweils mindestens 24 offizielle (staatliche) Entwicklungsagenturen t\u00e4tig. Dazu kommen zahlreiche multilaterale Organisationen sowie eine grosse Zahl von Nichtregierungsorganisationen (NGO) und privaten Stiftungen. In traditionellen Sektoren &#8211; wie der Gesundheit &#8211; ist die Gebervielfalt dabei besonders ausgepr\u00e4gt. Siehe auch <a href=\"http:\/\/www.seco-cooperation.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.seco-cooperation.ch<\/a>. Das Mandat des Seco umfasst zwei der sechs Aufgabenbereiche der Schweizer EZA und wird wie folgt zusammengefasst:\u00a0&#8211; Unterst\u00fctzung des entwicklungsf\u00f6rdernden Einbezugs der Partnerl\u00e4nder in die Weltwirtschaft und St\u00e4rkung eines nachhaltigen Wachstums;\u00a0&#8211; Gestaltung der Politik der internationa-len Finanzierungsinstitutionen (Weltbank etc.) sowie der handelsbezogenen Organisationen der UNO.\u00a0Bezogen auf den strategischen Rahmen f\u00fcr die Schweizer Entwicklungspolitik leistet das Seco schwergewichtig Unterst\u00fctzung im Bereich der entwicklungsf\u00f6rdernden Globalisierung. Der Bundesrat hat festgehalten, dass in diesem Bereich prim\u00e4r wirtschafts- und handelspolitische Themen bearbeitet werden sollen. Im Fokus stehen dabei Entwicklungsl\u00e4nder mit tiefen und mittleren Einkommen, welche in einem ernsthaften und umfassenden Reformprozess engagiert sind. \u00a0Innerhalb der einzelnen Interventionsbereiche werden die thematischen Schwerpunkte im Vergleich zu heute noch enger auf Massnahmen gelegt, welche es den Entwicklungsl\u00e4ndern erm\u00f6glichen, sich in die Weltwirtschaft zu integrieren und verst\u00e4rkt von der Globalisierung zu profitieren (vgl. Tabelle 1). Ein spezieller Akzent wird in Zukunft im Querschnittsbereich \u00abEnergie, Klima und Umwelt\u00bb gesetzt, der immer st\u00e4rker zu einem limitierenden Faktor f\u00fcr das wirtschaftliche Wachstum der Partnerl\u00e4nder wird.&#13;<\/p>\n<h2>Die komparativen Vorteile des Seco<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZur Umsetzung seiner Massnahmen kann das Seco innerhalb des Amtes und des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD) auf spezifische wirtschafts- und handelspolitische Fachkompetenz zur\u00fcckgreifen. Es nutzt dieses Spezialwissen &#8211; beispielsweise bez\u00fcglich der Standort- und Arbeitsmarktpolitik, der St\u00e4rkung der Wettbewerbskraft oder im WTO- und OECD-Bereich &#8211; gezielt f\u00fcr die EZA. Gleichzeitig erreicht es in den Partnerl\u00e4ndern die Zentralbanken, massgebende Wirtschaftsorganisationen und auf \u00f6konomische Fragen spezialisierte Regierungsstellen, zu welchen \u00abtraditionelle\u00bb Entwicklungsagenturen oft kaum Zugang haben. \u00a0Charakteristisch f\u00fcr den Ansatz des Seco ist dar\u00fcber hinaus die Ausrichtung seiner T\u00e4tigkeit auf die Mobilisierung privater Ressourcen. Dies impliziert die F\u00f6rderung von g\u00fcnstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Partnerl\u00e4ndern sowie die Verbesserung des Zugangs f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Unternehmen zu \u00f6ffentlichen Dienstleistungen und Versorgungssystemen wie Elektrizit\u00e4t oder Wasser. Weiter geht es um die gezielte F\u00f6rderung von Partnerschaften zwischen dem \u00f6ffentlichen und dem privaten Sektor (z.B. Public-Private Partnerships) sowie um die Nutzung von F\u00e4higkeiten und Wissen des Privatsektors in den Projekten. Die finanziellen Mittel des Seco dienen generell als Hebel zur Mobilisierung von privatem Kapital f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder in Sektoren, in welche sonst aufgrund von Risiko- und Renditevorgaben nicht investiert w\u00fcrde. Eine solche Multiplikatorwirkung ergibt sich auch, wenn Produzenten aus Entwicklungsl\u00e4ndern mit potenziellen Abnehmern in der Schweiz oder auf dem europ\u00e4ischen Markt in Kontakt gebracht werden.&#13;<\/p>\n<h2>Multilaterale Massnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele Fragestellungen und Probleme im Bereich der wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen haben eine internationale Dimension. Es geht zum Beispiel um die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ausarbeitung und Verbreitung von internationalen wirtschaftlichen Regelwerken, Produkteoder Arbeitsstandards sowie um \u00abBest Practices\u00bb (Ausgestaltung von Exportbestimmungen, Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Rechnungslegung von Unternehmen etc.). Zur Sicherstellung der internationalen wirtschaftlichen Gouvernanz und Rechtssicherheit ist der Einbezug aller Entwicklungsl\u00e4nder notwendig. Umgesetzt werden diese Massnahmen oft im Rahmen globaler oder regionaler Programme (siehe Informationen zur Vorgehensweise der internationalen Geber, den Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern und den Wirkungen, welche mit globalen handelspolitischen Massnahmen erzielt werden, enth\u00e4lt der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Bericht \u00abAid for Trade at a Glance 2007: 1st Global Review\u00bb, WTO und OECD, Paris, 2008, <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/publications\">www.oecd.org\/publications<\/a> .&#13;<\/p>\n<h2>Bilaterale Massnahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie andere H\u00e4lfte des neuen Rahmenkredits wird f\u00fcr bilaterale Massnahmen des Seco zu Gunsten von ausgew\u00e4hlten Partnerl\u00e4ndern verwendet. Damit kann eine massgeschneiderte Unterst\u00fctzung geleistet werden, welche die Programme von internationalen Organisationen und die Aktivit\u00e4ten anderer Geber zielgerichtet erg\u00e4nzt. \u00a0Bi- und multilateral umgesetzte Massnahmen erg\u00e4nzen und verst\u00e4rken sich gegenseitig. So entwickelt das Seco im Rahmen seiner bilateralen Zusammenarbeit innovative Ans\u00e4tze, die es in die Gestaltung von multilateralen Programmen einbringt oder welche sp\u00e4ter von internationalen Partnerorganisationen repliziert werden k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h3>Reduktion der Schwerpunktl\u00e4nder<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Zahl der Schwerpunktl\u00e4nder f\u00fcr die bilaterale Unterst\u00fctzung soll k\u00fcnftig von zw\u00f6lf auf sieben Staaten reduziert werden: \u00c4gypten, Ghana, S\u00fcdafrika, Vietnam, Indonesien, Kolumbien und Peru. Es handelt sich dabei um momentan zwar wirtschaftlich rasch wachsende, aber nach wie vor mit grossen Armuts- und Entwicklungsproblemen konfrontierte L\u00e4nder an der Schwelle zur Integration in die Weltm\u00e4rkte. Sie geh\u00f6ren zur OECD-DAC-Kategorie der \u00abLower Middle Income Countries\u00bb (j\u00e4hrliches Pro-Kopf Einkommen zwischen 826 und 3255 US-$) oder d\u00fcrften &#8211; wie z.B. Ghana &#8211; mittelfristig zu dieser Gruppe stossen. \u00a0International wird eine Reihe von Gr\u00fcnden angef\u00fchrt, weshalb fortgeschrittenere arme Entwicklungsl\u00e4nder gezielt unterst\u00fctzt werden sollten (vgl.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2<\/b>&#13;<br \/>\n\u00abZu den Middle Income Countries (MIC) z\u00e4hlen 47% der Weltbev\u00f6lkerung und 41% der Armen, die von weniger als zwei US-$ t\u00e4glich leben. Viele dieser L\u00e4nder zeichnen sich durch ein instabiles Wirtschaftswachstum aus. Die Instabilit\u00e4t hat oft hohe wirtschaftliche und soziale Kosten zur Folge und kann diese L\u00e4nder in ihrem Entwicklungsstand zur\u00fcckwerfen. Zudem sind diese L\u00e4nder oft anf\u00e4llig f\u00fcr Umweltprobleme (&#8230;). Verschiedene Gr\u00fcnde sprechen daf\u00fcr, MIC entschiedenere internationale Hilfe zukommen zu lassen. Erstens tr\u00e4gt der Fortschritt dieser L\u00e4nder dazu bei, Stabilit\u00e4t zu schaffen und Wachstum anzukurbeln, mit entsprechenden Wirkungen auf die Weltwirtschaft. Zweitens w\u00e4re eine aktivere Politik der internationalen Zusammenarbeit mit MIC angezeigt, um eine raschere Reduktion der Weltarmut zu erreichen. Drittens bedarf es dieser Unterst\u00fctzung, um zu verhindern, dass MIC bez\u00fcglich sozialer und wirtschaftlicher Errungenschaften wieder zur\u00fcckfallen. Viertens kann diese Hilfe Entwicklungspole in verschiedenen Regionen der Dritten Welt festigen. F\u00fcnftens wird sie die Versorgung mit globalen \u00f6ffentlichen G\u00fctern wie (&#8230;) Friedenserhalt, finanzieller Stabilit\u00e4t und Umweltvertr\u00e4glichkeit erleichtern.\u00bb). Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass ihre Entwicklung volatil bleibt. Die Globalisierung stellt diese L\u00e4nder vor spezifische entwicklungspolitische Herausforderungen im Wirtschafts-, Handels-, Finanz- und im Umweltbereich. Hier verf\u00fcgt das Seco &#8211; insbesondere aufgrund seiner wirtschaftspolitischen Kernkompetenz sowie der \u00fcbrigen binnen- und aussenwirtschaftlichen Aufgaben &#8211; \u00fcber einen komparativen Vorteil. F\u00fcr eine Konzentration auf diese L\u00e4ndergruppe spricht auch der Umstand, dass sich die konkrete Vorgehensweise, welche dort zur Anwendung gelangt, nicht ohne weiteres auf die \u00e4rmsten L\u00e4nder \u00fcbertragen l\u00e4sst: Sie haben andere Voraussetzungen &#8211; beispielsweise weniger weit entwickelte Institutionen und M\u00e4rkte &#8211; und Priorit\u00e4ten. Konkret wird die Schweiz die bilaterale EZA in Jordanien und Tunesien insk\u00fcnftig anderen Gebern \u00fcberlassen. In Bolivien, Tansania, Burkina Faso und Mosambik bleibt unser Land weiter in denjenigen Sektoren direkt pr\u00e4sent, welche die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) im Rahmen ihres spezifischen Mandats bearbeitet.\u00a0Die Entwicklung der Schwerpunktl\u00e4nder ist auch f\u00fcr umliegende Staaten bedeutsam. Um Multiplikatoreffekte zu erzielen, beabsichtigt das Seco, die Rolle der Schwerpunktl\u00e4nder f\u00fcr ihre Regionen zu st\u00e4rken und den Zugang der weniger weit entwickelten Nachbarstaaten zu diesen Entwicklungspolen zu f\u00f6rdern.&#13;<\/p>\n<h2>Im Interesse der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Beitrag der Schweiz im Rahmen der wirtschaftlichen EZA erfolgt auch im mittel- und langfristigen Interesse unseres Landes. Prim\u00e4r geht es dabei um die Schaffung und Verbreitung internationaler wirtschaftlicher Regelwerke und Standards, die Erleichterung des wirtschaftlichen Austauschs sowie die Wahrung der Interessen der Schweiz im globalen wirtschafts- und finanzpolitischen Dialog in den internationalen Finanzierungsinstitutionen wie der Weltbank.\u00a0Damit ergeben sich Synergien zu den \u00fcbrigen Aufgabengebieten des Seco sowie insbesondere zur Aussenwirtschaftsstrategie (siehe Grafik 2). Der Bundesrat hat in dieser Strategie drei Dimensionen festgelegt: \u00a0&#8211; Ausgestaltung eines internationalen Regelwerks, das den Marktzugang f\u00fcr Schweizer Anbieter sowie den Schutz ihrer Investitionen im Ausland gew\u00e4hrleistet; \u00a0&#8211; Schaffung von wettbewerbsfreundlichen Regeln im Binnenmarkt Schweiz; \u00a0&#8211; Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Einbezug der Entwicklungsl\u00e4nder in die Weltwirtschaft. \u00a0\u00a0Die sieben bilateralen Schwerpunktl\u00e4nder sind f\u00fcr die Schweiz, wenn auch eher langfristig, ebenfalls von aussenwirtschaftlichem Interesse. Im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit bleiben aber die entwicklungspolitischen Ziele der Schweiz stets im Vordergrund.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abVerteilung der \u00f6ffentlichen Entwicklungshilfe (APD) gem\u00e4ss den offiziellen Kategorien der OECD\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abStrategien im Entwicklungs- und Aussenwirtschaftsbereich\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abThematischer Fokus der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Die First-Initiative zur St\u00e4rkung der Finanzsysteme<\/b>&#13;<br \/>\nEin Beispiel f\u00fcr ein erfolgreiches globales Programm ist die \u00abFinancial Sector Reform and Strengthening Initiative\u00bb (First). Die Schweiz ist Gr\u00fcndungsmitglied dieser 2002 lancierten Initiative, an der auch Grossbritannien, Kanada, Holland, die Weltbank und der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) beteiligt sind. Die Entwicklungsl\u00e4nder verf\u00fcgen meist weder \u00fcber die finanziellen Ressourcen noch \u00fcber die technischen M\u00f6glichkeiten und das Know-how zur Umsetzung von \u00abBest Practices\u00bb im Bereich der Finanzsysteme. Die First-Initiative realisiert deshalb kurz- und mittelfristige Programme zur Unterst\u00fctzung der Entwicklungsl\u00e4nder zu Themen wie Kapitalm\u00e4rkte, Zahlungssysteme, Bankwesen, Regelung und \u00dcberwachung. Die Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den Beh\u00f6rden der Partnerl\u00e4nder geplant und umgesetzt. Insgesamt f\u00fchrte First bisher auf Anfrage unterschiedlichster Entwicklungsl\u00e4nder rund 250 Finanzsektorprojekte durch.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zusammenarbeit mit fortgeschritteneren armen Entwicklungsl\u00e4ndern<\/b>&#13;<br \/>\n\u00abZu den Middle Income Countries (MIC) z\u00e4hlen 47% der Weltbev\u00f6lkerung und 41% der Armen, die von weniger als zwei US-$ t\u00e4glich leben. Viele dieser L\u00e4nder zeichnen sich durch ein instabiles Wirtschaftswachstum aus. Die Instabilit\u00e4t hat oft hohe wirtschaftliche und soziale Kosten zur Folge und kann diese L\u00e4nder in ihrem Entwicklungsstand zur\u00fcckwerfen. Zudem sind diese L\u00e4nder oft anf\u00e4llig f\u00fcr Umweltprobleme (&#8230;). Verschiedene Gr\u00fcnde sprechen daf\u00fcr, MIC entschiedenere internationale Hilfe zukommen zu lassen. Erstens tr\u00e4gt der Fortschritt dieser L\u00e4nder dazu bei, Stabilit\u00e4t zu schaffen und Wachstum anzukurbeln, mit entsprechenden Wirkungen auf die Weltwirtschaft. Zweitens w\u00e4re eine aktivere Politik der internationalen Zusammenarbeit mit MIC angezeigt, um eine raschere Reduktion der Weltarmut zu erreichen. Drittens bedarf es dieser Unterst\u00fctzung, um zu verhindern, dass MIC bez\u00fcglich sozialer und wirtschaftlicher Errungenschaften wieder zur\u00fcckfallen. 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Damit wird sichergestellt, dass die Hilfe weiterhin effizient und wirksam eingesetzt werden kann und im internationalen Kontext einen Mehrwert schafft. Mit dem Rahmenkredit von 800 Mio. Franken soll das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) die wirtschafts- und handelspolitischen Aktivit\u00e4ten der Schweiz im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit bis Ende 2012 weiterf\u00fchren und einen dauerhaften Beitrag zur Verminderung der Armut leisten k\u00f6nnen.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":123294,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"8789","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55b71d253706c"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123291"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2793"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123291"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123291\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128116,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123291\/revisions\/128116"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=123291"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=123291"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=123291"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=123291"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=123291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}