{"id":123301,"date":"2008-05-01T12:00:00","date_gmt":"2008-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2008\/05\/wenger-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:41:27","modified_gmt":"2023-08-23T21:41:27","slug":"wenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2008\/05\/wenger\/","title":{"rendered":"Technische Zusammenarbeit und Finanzhilfe zugunsten von Entwicklungsl\u00e4ndern: Neue Akzente"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200805_05_Wenger_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"247\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKlassische Aufgaben der Entwicklungspolitik &#8211; wie z.B. der Abbau armutsbedingter sozialer Spannungen &#8211; werden in j\u00fcngster Zeit zu globalen Themen. Entwicklungspolitik hat deshalb mehr mit den Beziehungen zwischen den Politikbereichen (Entwicklung und Gesundheit, Entwicklung und Energie etc.) zu tun. Die Schweiz braucht eine entwicklungspolitische Gesamtsicht, um allf\u00e4llige Zielkonflikte zwischen diesen Politikbereichen aufzuzeigen und L\u00f6sungen finden zu k\u00f6nnen.&#13;<\/p>\n<h2>Neudefinition von Auftrag und Zielen der Deza<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAuftrag und Ziele der technischen Zusammenarbeit und der Finanzhilfe wurden in fr\u00fcheren Botschaften recht allgemein umschrieben. Diese weit gehende Autonomie hat es der Deza erlaubt, sich international als innovationsstark und flexibel zu positionieren. Sie hat aber auch zu unterschiedlichen Erwartungen an die Deza und zu einer gemischten Beurteilung ihrer Auftragserf\u00fcllung gef\u00fchrt. Die S\u00fcdbotschaft formuliert f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre klare Ziele und legt verbindliche Resultate fest.\u00a0Der Entwicklungsausschuss der OECD (Development Assistance Committee, DAC) listet 50 \u00e4rmste und 18 arme L\u00e4nder auf (j\u00e4hrliches Einkommen pro Kopf h\u00f6chstens 825 US-$) und legt 29 Themenbereiche der Entwicklungszusammenarbeit fest. Er gibt jedoch keine Empfehlung f\u00fcr eine optimale Anzahl von L\u00e4ndern und Themen ab, die ein einzelner Geber bearbeiten soll; die Schwerpunktbildung ist den einzelnen Gebern \u00fcberlassen. Die Deza hat darauf mit einer langfristig angelegten, vorsichtigen Konzentration reagiert und die Zahl der Schwerpunktl\u00e4nder schrittweise von 24 (Botschaft 1993) auf 12 (Botschaft 2008) reduziert. \u00a0Konzentration ist jedoch kein Selbstzweck. Sie soll differenziert erfolgen, um erarbeitete Vertrauensverh\u00e4ltnisse nicht zu gef\u00e4hrden. Die Devise lautet: In verschiedenen Situationen weniger, aber das Angemessene tun. Auch thematisch kann sich die Deza nicht ausschliesslich auf das beschr\u00e4nken, was sie allenfalls am besten von allen Gebern k\u00f6nnte. Ein-Themen-Beziehungen sind riskant. Erst eine gewisse Breite der thematischen Zusammenarbeit erlaubt stabile Beziehungen. Um Wirkung zu erzielen, ist insbesondere eine einheitliche Entwicklungsstrategie wichtig. Die Schweiz braucht aufgrund ihrer eigenst\u00e4ndigen Position in der globalisierten Welt Verb\u00fcndete und Partner. \u00a0Die Neuausrichtung der Deza auf die Unterst\u00fctzung der Armutsreduktionsstrategien der Schwerpunktl\u00e4nder in harmonisiertem Vorgehen mit andern Geberl\u00e4ndern wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Die Deza erh\u00e4lt international regelm\u00e4ssig gute Noten wegen ihrer Zielgruppen- und Partnern\u00e4he, die zu bed\u00fcrfnisgerechten Interventionen f\u00fchren, aber auch wegen ihrer F\u00e4higkeit, auf lokale und nationale Besonderheiten mit innovativen Ans\u00e4tzen konstruktiv zu reagieren. Die Deza wird sich darum bem\u00fchen, ihren Pilotl\u00f6sungen in harmonisierten Umgebungen zu Breitenwirkung zu verhelfen. \u00a0Bilaterale Hilfe und Unterst\u00fctzung multilateraler Organisationen stehen in einem mehrfachen Spannungsverh\u00e4ltnis: Rivalit\u00e4ten f\u00fchren zu Reibungsverlusten; der Abgleich eigener Politiken mit international harmonisierten Ans\u00e4tzen l\u00e4sst Bef\u00fcrchtungen eines Verlusts an Einflussm\u00f6glichkeiten und an Sichtbarkeit entstehen. Die Deza wird in Zukunft noch mehr darauf achten, dass die multilateralen Themen und Prinzipien mit ihren geografisch-thematischen Portfolios verkn\u00fcpft sind.\u00a0Partnerorientierung ist f\u00fcr das Selbstverst\u00e4ndnis der Deza zentral. Die Deza wird ihr Instrumentarium zur Kapazit\u00e4tsentwicklung von Partnern verst\u00e4rken und die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden im Partner-, Programm- und Politikdialog entwickeln m\u00fcssen.\u00a0Die Deza hat in den letzten Jahren Politiken zu allen Schwerpunkt- und Transversalthemen entwickelt und diese zumeist durch Handb\u00fccher und Instrumente f\u00fcr die Umsetzung pr\u00e4zisiert. Viele dieser Dokumente haben international einen guten Ruf und werden h\u00e4ufig erw\u00e4hnt oder zitiert. Die fachliche Normensetzung in der Entwicklungspolitik erfolgt jedoch heutzutage global, prim\u00e4r im Rahmen des DAC. Die Deza wird sich st\u00e4rker auf dieses Niveau ausrichten m\u00fcssen.&#13;<\/p>\n<h2>Ausrichtung der neuen S\u00fcdbotschaft<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der neuen S\u00fcdbotschaft beantragt der Bundesrat den eidgen\u00f6ssischen R\u00e4ten f\u00fcr die Jahre 2009 bis 2012 einen Rahmenkredit von 4,5 Mrd. Franken f\u00fcr technische Zusammenarbeit und Finanzhilfe. Die T\u00e4tigkeit der Deza erstreckt sich dabei \u00fcber alle sechs vom Bundesrat definierten Kooperationsbereiche der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.&#13;<\/p>\n<h3>Unterst\u00fctzung der Armutsminderungs-strategien der Schwerpunktl\u00e4nder<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIn ihren Schwerpunktl\u00e4ndern wird sich die Deza verst\u00e4rkt auf die nationalen Entwicklungspl\u00e4ne und Armutsreduktionsstrategien ausrichten. Diese wiederum orientieren sich an den Millenium Development Goals (MDG) sowie an den Zielen der Millenniumsdeklaration (MD) und definieren national angepasste Zielgr\u00f6ssen. Die Deza stimmt ihre Finanzbeitr\u00e4ge und fachliche Unterst\u00fctzung mit anderen bi- und multilateralen Gebern ab, um eine m\u00f6glichst hohe Effizienz und Wirksamkeit zu erreichen. \u00a0Hauptinstrument der Unterst\u00fctzungsprogramme der Deza bleiben die Kooperationsstrategien. Sie haben meist einen F\u00fcnfjahreshorizont. Sie definieren Ziele, thematische Priorit\u00e4ten, Indikatoren zur Wirkungsmessung, nationale Partner, Arbeitsteilung bzw. Zusammenarbeit mit Entwicklungsagenturen und konkretisieren die genannten Prinzipien der Leistungserbringung. Sie nehmen explizit Bezug auf nationale Armutsminderungsstrategien und formulieren konkrete Resultate f\u00fcr die Empf\u00e4ngerbev\u00f6lkerung und -organisationen. Die technische Zusammenarbeit bezweckt die St\u00e4rkung der Kapazit\u00e4ten von \u00f6ffentlicher Hand und Zivilgesellschaft sowie den Know-how-Transfer. Die Finanzhilfe umfasst Beitr\u00e4ge im Rahmen von Programmen und Projekten, die durch mehrere Geber finanziert werden, sowie die Budgethilfe.\u00a0Die Schwerpunktl\u00e4nder der Deza geh\u00f6ren weiterhin zu den \u00e4rmsten und strukturschw\u00e4chsten L\u00e4ndern der Welt. Die Zusammenarbeit mit ihnen bleibt langfristig angelegt. Ihr Volumen soll auf j\u00e4hrlich mindestens 20 Mio. Franken pro Schwerpunktland gesteigert werden, damit sich die Schweiz unter den bilateralen Gebern finanziell im Mittelfeld positionieren und am Politikdialog teilnehmen kann. Die Deza konzentriert sich ab 1.1.2012 auf folgende zw\u00f6lf Schwerpunktl\u00e4nder und -regionen: Bhutan, Ecuador, Indien, Pakistan, Peru sind ab 1.1.2012 nicht mehr Schwerpunktl\u00e4nder.\u00a0&#8211; Afrika: Benin, Burkina Faso, Mali, Niger, Tschad, Mosambik, Tansania;\u00a0&#8211; Asien: Bangladesch, Nepal, Mekong-Region;\u00a0&#8211; Lateinamerika: Bolivien, Zentralamerika.\u00a0\u00a0Die maximal drei Themen pro Schwerpunktland werden auf die MDG bezogen. Die Priorit\u00e4ten liegen bei den folgenden sieben Themenbereichen:\u00a01. Einkommen und Besch\u00e4ftigung (MDG 1: extreme Armut) mit Fokus auf F\u00f6rderung des Privatsektors, Mikrofinanz-Dienstleistungen, Berufsbildung;\u00a02. Landwirtschaft, l\u00e4ndliche Entwicklung (MDG 1: Hunger) mit Fokus auf Ern\u00e4hrungssicherheit, Dienstleistungssysteme, Marktzugang;\u00a03. Bildung (MDG 2 und 3: universelle Primarschulbildung, Beseitigung des Geschlechtergef\u00e4lles) mit Fokus auf informellen Formen der Grundbildung und ihrer Verbindung mit Berufsbildung im Rahmen von Reformen der Erziehungssysteme;\u00a04. Gesundheit (MDG 4-7: Kindersterblichkeit, M\u00fcttergesundheit, HIV\/Aids) mit Fokus auf die reproduktive Gesundheit sowie auf \u00fcbertragbare Krankheiten und Epidemien;\u00a05. Wasser (MDG 7: sauberes Trinkwasser, Sanit\u00e4tsversorgung): integraler Ansatz zur Bearbeitung von Trinkwasserversorgung, Siedlungshygiene und Wasserressourcen-Management;\u00a06. Nat\u00fcrliche Ressourcen und Umwelt (MDG 7: nachhaltige Entwicklung) mit Fokus auf Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) und Energieversorgung f\u00fcr die Armen;\u00a07. Demokratief\u00f6rderung, Rechtsstaatlichkeit (MD: Gouvernanz) mit Fokus auf Menschenrechte.\u00a0\u00a0Erg\u00e4nzend und kontextspezifisch werden auch die Themen regionale Zusammenarbeit, Konfliktpr\u00e4vention und Migration bearbeitet.&#13;<\/p>\n<h3>Sonderprogramme zur Bew\u00e4ltigung von Sicherheitsrisiken<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt die Deza in ausgew\u00e4hlten L\u00e4ndern und Regionen weiterhin Programme zur Reduktion folgender Risiken: Sicherheit, Naturgefahren und Epidemien, Bedrohung der nat\u00fcrlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen durch Klimawandel, Trockenheit und W\u00fcstenbildung, Gef\u00e4hrdung der Erf\u00fcllung der Grundbed\u00fcrfnisse armer und marginalisierter Bev\u00f6lkerungsgruppen, Transition von einer Gesellschaftsordnung zu einer andern sowie irregul\u00e4re Migration. Die Deza engagiert sich auch in der Konfliktpr\u00e4vention.\u00a0Der Beitrag der Entwicklungszusammenarbeit wird komplement\u00e4r zu den Instrumenten der humanit\u00e4ren Hilfe und der Friedensf\u00f6rderung (EDA, Politische Abteilung IV) gestaltet. In alle Sonderprogramme einbezogen sind die Korruptionsbek\u00e4mpfung, die Gleichbehandlung verschiedener Bev\u00f6lkerungsgruppen (insbesondere Frauen, Jugendliche und Minorit\u00e4ten) und die Grunds\u00e4tze guter Regierungsf\u00fchrung.\u00a0Sonderprogramme erfolgen aufgrund von Kooperationsstrategien (mit einer Laufzeit von drei bis f\u00fcnf Jahren), die sich auf nationale Entwicklungsstrategien oder UNO-Aktionspl\u00e4ne beziehen. Die L\u00e4nder\/Regionen werden aufgrund besonderer entwicklungspolitischer Herausforderungen sowie spezieller aussenpolitischer \u00dcberlegungen ausgew\u00e4hlt. Das Engagement ist zeitlich befristet. Das j\u00e4hrliche Finanzvolumen betr\u00e4gt normalerweise h\u00f6chstens 10 Mio. Franken. Die Sonderprogramme der Deza konzentrieren sich ab 1.1.2012 auf die folgenden L\u00e4nder bzw. Regionen: In Nordkorea wird ab 1.1.2012 kein Sonderprogramm mehr gef\u00fchrt.\u00a0&#8211; Afrika: Region Grosse Seen, s\u00fcdliches Afrika;\u00a0&#8211; Asien: Afghanistan, Mongolei;\u00a0&#8211; Lateinamerika: Kuba;\u00a0&#8211; Naher Osten: Pal\u00e4stina.\u00a0\u00a0Partner der Sonderprogramme sind Regierungen der unterst\u00fctzten L\u00e4nder, Akteure der Zivilgesellschaft, regionale Organisationen sowie die relevanten multilateralen Agenturen. Folgende Themen stehen im Vordergrund (maximal zwei Themen pro Land):\u00a01. Regierungsf\u00fchrung (MD): Staatsaufbau und Stabilit\u00e4t, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Demokratie;\u00a02. Krisenpr\u00e4vention und Krisentransformation (MD): Reform des Sicherheitssystems, Demobilisierung, Entwaffnung und Reintegration, konfliktsensitives Programm-Management (verbunden mit Instrumenten der Friedensf\u00f6rderung der Politischen Abteilung IV des EDA);\u00a03. Einkommen und Besch\u00e4ftigung (MDG 1): lokale wirtschaftliche Entwicklung, Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssicherung; Migrationspr\u00e4vention;\u00a04. Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen (MDG 7): spezifische Umweltrisiken (z.B. W\u00fcstenbildung, Anpassung an Klimawandel) und Pr\u00e4vention von Naturkatastrophen;\u00a05. Gesundheit (MDG 4-6): \u00fcbertragbare Krankheiten, insbesondere HIV\/Aids.&#13;<\/p>\n<h3>Beitrag zur Mitgestaltung einer entwicklungsf\u00f6rdernden Globalisierung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Deza leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Im Vordergrund stehen Beitr\u00e4ge f\u00fcr die Bereitstellung regionaler und internationaler \u00f6ffentlicher G\u00fcter, f\u00fcr den Klimaschutz und f\u00fcr den Zugang zu entwicklungsrelevanten Technologien (Informations- und Kommunikationstechnologie, Energie, Umwelt). Die Zusammenarbeit erfolgt im regionalen Verbund oder in Dreieckszusammenarbeit (regional bedeutendes fortgeschrittenes Entwicklungsland, Schwerpunktland, Deza). Die unterst\u00fctzten Programme sind komplement\u00e4r zu den wirtschafts- und handelspolitischen Massnahmen des Seco im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Partner sind regionale und internationale Organisationen, technisch spezialisierte Organisationen, Privatfirmen und Regierungen bedeutender und fortgeschrittener Entwicklungsl\u00e4nder. Zu den m\u00f6glichen Einsatzregionen geh\u00f6ren der indische Subkontinent, das s\u00fcdliche Afrika und Nordafrika. Die Programme haben folgende thematische Ausrichtung:\u00a0&#8211; Einkommen und Besch\u00e4ftigung (MDG 1): Privatsektorentwicklung, Public-Private Partnerships;\u00a0&#8211; Umwelt und nat\u00fcrliche Ressourcen (MDG 7): u.a. Energie, Verankerung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Ressourcennutzung;\u00a0&#8211; regionale Zusammenarbeit und Integration (MDG 8): Technologie- und Forschungszusammenarbeit (z.B. Informations- und Kommunikationstechnologie).&#13;<\/p>\n<h3>Mitwirkung in multilateralen Entwicklungsorganisationen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nMit ihrer multilateralen Zusammenarbeit erreicht die Schweiz auch diejenigen L\u00e4nder, deren Entwicklungsprobleme die M\u00f6glichkeiten bilateraler Zusammenarbeit \u00fcbersteigen. Die Schweiz bem\u00fcht sich, die verschiedenen Organisationen mit angemessenen Beitr\u00e4gen (Burden Sharing) finanziell mitzutragen. Als Mitglied der Leitungs- und Aufsichtsorgane dieser Institutionen kann sie ihre spezifischen entwicklungspolitischen Anliegen einbringen, tr\u00e4gt aber auch die Entscheide der Institutionen mit. \u00a0Die Schweiz beteiligt sich an den regelm\u00e4ssig wiederkehrenden Wiederauff\u00fcllungen der Entwicklungsfonds dieser Institutionen. Der Lastenanteil der Schweiz soll nicht unter eine Schwelle sinken, welche die Vertretung der Schweiz im Exekutivrat der Weltbankgruppe gef\u00e4hrdet. Die Schweiz beteiligt sich zudem an multilateralen Entschuldungsmassnahmen mit besonderem Augenmerk auf dem Erhalt der Finanzkraft der Entwicklungsfonds. In ihrer Zusammenarbeit mit den multilateralen Entwicklungsorganisationen setzt sich die Deza besonders f\u00fcr Massnahmen zur Erh\u00f6hung der Wirksamkeit und zur besseren Abstimmung der verschiedenen Organisationen untereinander ein. \u00a0Die Deza beteiligt sich an den entwicklungsrelevanten UNO-Organisationen. Sie setzt sich f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung der begonnenen Reformen und eine verst\u00e4rkte Resultat- und Wirksamkeitsorientierung ein. Die Deza unterst\u00fctzt Globale Fonds und Netzwerke in Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt. Sie vertritt &#8211; alternierend mit dem Seco &#8211; die Schweiz im Entwicklungshilfeausschuss der OECD, dem f\u00fcr Definition und Qualit\u00e4tssicherung massgebenden internationalen Gremium der Entwicklungszusammenarbeit. Schliesslich gew\u00e4hrleistet und intensiviert sie den Informations- und Erfahrungsaustausch mit den entwicklungsbezogenen Organisationen der EU.&#13;<\/p>\n<h3>Zusammenarbeit mit Zivilgesellschaft und \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaften<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Deza arbeitet in leicht vermindertem Umfang weiterhin eng mit Organisationen der Zivilgesellschaft, der Privatwirtschaft sowie mit \u00f6ffentlichen K\u00f6rperschaften zusammen, die in der Schweiz entwicklungspolitisch t\u00e4tig sind. Die Zusammenarbeit bezweckt die Realisierung von Synergien, die Mobilisierung zus\u00e4tzlicher Mittel, den Erhalt einer entwicklungspolitischen Kompetenz und die Meinungsbildung von Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern \u00fcber das schweizerische Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit.&#13;<\/p>\n<h3>Koordination der Entwicklungspolitik in der Bundesverwaltung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Deza wird weiterhin die Entwicklungspolitik und die Leistungserbringung der Entwicklungszusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationseinheiten der Bundesverwaltung koordinieren. Deutlich verst\u00e4rken wird sie die Berichterstattung. Der Jahresbericht wird die Fortschritte in den Kooperationsbereichen mit explizitem Bezug zu den MDG und den Kriterien der Pariser Deklaration darstellen sowie eine \u00dcbersicht \u00fcber die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit enthalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abZusammensetzung der \u00f6ffentlichen Entwicklungszusammenarbeit des Bundes (APD), 2006a\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; Klassische Aufgaben der Entwicklungspolitik &#8211; wie z.B. der Abbau armutsbedingter sozialer Spannungen &#8211; werden in j\u00fcngster Zeit zu globalen Themen. Entwicklungspolitik hat deshalb mehr mit den Beziehungen zwischen den Politikbereichen (Entwicklung und Gesundheit, Entwicklung und Energie etc.) zu tun. 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Neben das traditionelle Leitmotiv der Solidarit\u00e4t mit armen und \u00e4rmsten L\u00e4ndern tritt deutlicher das wohlverstandene Eigeninteresse der Schweiz, an der Armutsminderung, der Reduktion von Sicherheitsrisiken und der entwicklungsf\u00f6rdernden Gestaltung der Globalisierung aktiv mitzuwirken. In den sechs Kooperationsbereichen sind die Aktivit\u00e4ten klarer gegliedert. Der langfristig angelegte Konzentrationsprozess der Deza wird weitergef\u00fchrt: ab 2012 auf zw\u00f6lf Schwerpunktl\u00e4nder, sechs Sonderprogramme und zehn Schwerpunktthemen. 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