{"id":123611,"date":"2007-12-01T12:00:00","date_gmt":"2007-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/12\/jeitziner-4\/"},"modified":"2023-08-23T23:42:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:42:40","slug":"jeitziner-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/12\/jeitziner-3\/","title":{"rendered":"Regionale Einkommens- und Verm\u00f6gensverteilung in der Schweiz: Was sagen die Steuerdaten?"},"content":{"rendered":"<p>Die Daten der Steuerstatistik sind eine wichtige Quelle f\u00fcr die Ermittlung der Einkommens- und Verm\u00f6gensverteilung. Die besondere St\u00e4rke der Steuerdaten liegt darin, dass sie dank der Vollerhebung eine differenzierte Auswertung auf regionaler Ebene erm\u00f6glichen. Die Steuerstatistik eignet sich ausserdem gut f\u00fcr eine detaillierte Analyse der hohen Einkommen. Die Ergebnisse erm\u00f6glichen Vergleiche zwischen Regionen und \u00fcber die Zeit. Sie zeichnen ein differenziertes Bild \u00fcber die Vielfalt der kleinr\u00e4umigen Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn diesem Beitrag werden der Stand der Einkommens- und Verm\u00f6gensverteilung auf Basis der Steuerstatistik 2003 sowie deren Ver\u00e4nderung seit 1995\/96 (bzw. 1997 f\u00fcr die Verm\u00f6gensstatistik) dargestellt. Die Daten werden in ihrer Struktur und im Hinblick auf ihre j\u00fcngere Entwicklung regional aufgeschl\u00fcsselt. Besonderes Augenmerk gilt dabei auch den hohen Einkommen und Verm\u00f6gen, f\u00fcr welche die Steuerstatistik &#8211; im Gegensatz zu Stichprobenerhebungen &#8211; verl\u00e4ssliche Aussagen erm\u00f6glicht.&#13;<\/p>\n<h2>H\u00f6he und Verteilung der Einkommen im Jahr 2003<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nH\u00f6he und Verteilung der Einkommen auf Ebene der Kantone sind in Grafik 1 dargestellt. Das Durchschnittseinkommen je erwachsene Person in der Schweiz liegt im Jahr 2003 bei 42630 Franken (vgl. Tabelle 1). Das mit Abstand h\u00f6chste Einkommen erreicht der Kanton ZG mit 59412 Franken, gefolgt von NW, GE, SZ und ZH. Das niedrigste Einkommen von 31839 Franken wird f\u00fcr den Kanton VS gemessen. Einkommensschwach sind auch die Kantone GR, JU und UR. Alle \u00fcbrigen Kantone weisen ein \u00e4hnliches Durchschnittseinkommen aus. Bei diesem Vergleich ist zu beachten, dass aufgrund des verwendeten Einkommenskonzepts die Werte f\u00fcr Kantone mit einem hohen Anteil ausl\u00e4ndischer Zweitwohnungsbesitzer nach unten gedr\u00fcckt werden. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Kantone VS und GR, die insofern als Spezialf\u00e4lle zu betrachten sind. \u00a0Die Verteilung der Einkommen wird mit dem Gini-Koeffizienten gemessen (rechte Skala in Grafik 1). Je h\u00f6her der Gini-Koeffizient, desto ungleicher ist die Verteilung und umgekehrt. Die gr\u00f6ssten Einkommensungleichheiten weisen die einkommensstarken Kantone SZ (0,48), GE (0,48) und ZG (0,46) sowie die einkommensschwachen Kantone VS (0,45) und GR (0,44) aus. Im ebenfalls einkommensschwachen Kanton UR sind die Einkommen hingegen am gleichm\u00e4ssigsten verteilt (Gini-Koeffizient von 0,30). Der Gini-Koeffizient f\u00fcr die Schweiz liegt bei 0,40. Diese Werte sind nicht vergleichbar mit den deutlich tieferen Gini-Koeffizienten, die im Zusammenhang mit Haushaltsstudien ermittelt werden. Unter Ausklammerung der beiden Sonderf\u00e4lle VS und GR l\u00e4sst sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Einkommensh\u00f6he und -verteilung erkennen: Mit steigendem Einkommen nimmt der Grad der Ungleichheit tendenziell zu. Dieser Befund wird durch die Daten auf Ebene der Gemeinden klar best\u00e4tigt. \u00a0Die Grafiken 2 und 3 zeichnen ein differenziertes Bild auf der Ebene der einzelnen Gemeinden. Bez\u00fcglich Einkommensh\u00f6he (vgl. Grafik 2) k\u00f6nnen grob drei Achsen unterschieden werden: Jurabogen (NE, JU) mit tiefen Einkommen, Genferseeregion, Mittelland und Nordwestschweiz mit hohen Einkommen, Voralpenregion, Alpengebiet und S\u00fcdschweiz &#8211; mit Ausnahme touristischer Hochburgen und dem S\u00fcdtessin &#8211; wieder mit tiefen Einkommen. Mit 150025 Franken erreicht die Gemeinde Mies (VD) das h\u00f6chste Durchschnittseinkommen. Dieser Wert betr\u00e4gt das 16fache der einkommensschw\u00e4chsten Gemeinde Chandolin im Wallis (9277 Franken). Der Wert f\u00fcr Chandolin d\u00fcrfte allerdings durch den hohen Anteil ausl\u00e4ndischer Zweitwohnungsbesitzer nach unten gezogen werden. \u00a0Grafik 3 zeigt die Verteilung der Einkommen in den einzelnen Gemeinden. In den St\u00e4dten und in Stadtn\u00e4he sowie in den Tourismusregionen sind die Einkommen ungleicher verteilt als in l\u00e4ndlichen Gemeinden. F\u00fcr Tourismusgemeinden ist zu beachten, dass die Ber\u00fccksichtigung der Einkommen von Ausl\u00e4ndern aus Immobilienbesitz die Ungleichheit tendenziell erh\u00f6ht. Die im Vergleich zur Kantonsebene wesentlich h\u00f6heren Gini-Koeffizienten h\u00e4ngen von der Gr\u00f6sse der betrachteten Gebietsk\u00f6rperschaften ab. In kleinen Gemeinden k\u00f6nnen einige wenige hohe Einkommen den Wert des Gini-Koeffizienten in die H\u00f6he treiben. Zudem ist bei der Interpretation der Verteilung der Einkommen deren H\u00f6he zu beachten, da Ungleichheit bei tiefem und hohem Einkommensniveau unterschiedlich beurteilt werden kann.&#13;<\/p>\n<h2>Entwicklung von Einkommensniveau und -verteilung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBesonders aufschlussreich sind die Ergebnisse zur regionalen Entwicklung von Einkommensniveau und -verteilung (vgl. Grafiken 4 und 5). Grundlage bildet der Vergleich der Steuerdaten 2003 mit jenen der Jahre 1995\/96. Spitzenreiter beim Einkommenszuwachs in dieser Zeitperiode sind die Kantone SZ und GE. Bemerkenswert ist, dass neben ZG, NW und ZH auch die Romandie (NE, VS, VD) sowie das Tessin \u00fcberdurchschnittlich zugelegt haben. Am geringsten sind die Einkommen in den Kantonen BS und GR gestiegen. In den \u00fcbrigen Kantonen sind die Einkommen unterdurchschnittlich gewachsen, wobei sich die Unterschiede in engen Grenzen bewegen. Grafik 5 zeigt die Einkommensentwicklung auf Gemeindeebene. Bei der Darstellung wird der Anstieg der Lebenshaltungskosten um j\u00e4hrlich 0,74% einbezogen. In Gemeinden mit j\u00e4hrlichen Ver\u00e4nderungsraten unter 0,74% hat das reale Durchschnittseinkommen abgenommen. In Gemeinden mit negativen Wachstumsraten ist auch das nominelle Durchschnittseinkommen geschrumpft. Von dieser Entwicklung sind vor allem abgelegene Gemeinden im Alpenraum betroffen. Ein \u00fcberdurchschnittliches Einkommenswachstum erzielen alle Gemeinden mit Ver\u00e4nderungsraten \u00fcber 1,85%. Bei kleinen Gemeinden kann bereits der Zubzw. Wegzug einzelner Personen zu merklichen Ver\u00e4nderungen der Durchschnittseinkommen f\u00fchren. \u00a0Die Entwicklung der Einkommensverteilung \u00fcber dieselbe Zeitperiode wird mit der Ver\u00e4nderung des Gini-Koeffizienten erfasst (rechte Skala in Grafik 4). Schweizweit hat sich die Ungleichverteilung kaum ver\u00e4ndert. Verschiebungen gibt es jedoch auf Ebene der Kantone und Gemeinden. In 7 Kantonen (vor allem TI, NE und UR sowie in geringerem Mass GE, TG, ZH und VD) ist die Verteilung gleichm\u00e4ssiger; in 5 Kantonen (insbesondere SZ sowie BS, ZG, NW und AI) ist sie ungleichm\u00e4ssiger geworden. In den \u00fcbrigen 14 Kantonen hat sich die Ungleichheit kaum ver\u00e4ndert. Obschon der Kanton SZ sowohl beim Einkommenszuwachs als auch bei der Zunahme der Ungleichverteilung den Spitzenplatz einnimmt, l\u00e4sst sich zwischen den Ver\u00e4nderungsraten von Einkommensh\u00f6he und -verteilung kein systematischer Zusammenhang feststellen. Ein h\u00f6heres Einkommenswachstum muss also nicht mit einer ungleicheren Einkommensverteilung einhergehen. Die Ver\u00e4nderungen bei den Gini-Koeffizient auf Gemeindeebene sind erwartungsgem\u00e4ss bei kleinen Gemeinden ausgepr\u00e4gt und bewegen sich zwischen einer Abnahme um 0,25 Punkte und einer Zunahme um 0,28 Punkte.&#13;<\/p>\n<h2>H\u00f6he und Verteilung der Verm\u00f6gen im Jahr 2003<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nH\u00f6he und Verteilung der Verm\u00f6gen f\u00fcr 2003 sind in Grafik 6 dargestellt (vgl. auch Tabelle 1). Bei den Durchschnittsverm\u00f6gen bestehen zwischen den Kantonen deutliche Unterschiede. Das h\u00f6chste Durchschnittsverm\u00f6gen wird f\u00fcr den Kanton NW gemessen, gefolgt von ZG, SZ und ZH. Die tiefsten Verm\u00f6gen haben die Kantone VS, JU, SO und FR, wobei beim Tourismuskanton VS aufgrund des unterstellten Verm\u00f6genskonzepts Vorsicht bei der Interpretation angebracht ist. Die Verm\u00f6gen sind erwartungsgem\u00e4ss deutlich ungleicher verteilt als die Einkommen. Am ungleichsten sind die Verm\u00f6gen in den Kantonen VD (Gini-Koeffizient von 0,91) und BS (0,90), am gleichm\u00e4ssigsten im Kanton UR (0,69) verteilt. \u00a0Bei den Verm\u00f6gen l\u00e4sst sich kein systematischer Zusammenhang zwischen Niveau und Verteilung feststellen. Hingegen sind Durchschnittseinkommen und Durchschnittsverm\u00f6gen positiv miteinander korreliert. Dabei fallen einerseits der Kanton NW mit seinen \u00fcberdurchschnittlichen Verm\u00f6gen, anderseits die lateinischen Kantone GE, VD, FR sowie die Deutschschweizer Kantone BL und SO mit ihren &#8211; gemessen am Einkommen &#8211; unterdurchschnittlichen Verm\u00f6gen auf. Die Ergebnisse zur Entwicklung der Verm\u00f6gen und deren Verteilung in der Zeit zwischen 1997 und 2003 sind mangels direkter Vergleichbarkeit der Daten f\u00fcr 1997 mit Vorsicht zu interpretieren. Insgesamt sind die Verm\u00f6gen mit 2,31% pro Jahr etwas st\u00e4rker gewachsen als die Einkommen (1,85%); die Ungleichverteilung hat sich hingegen nicht ver\u00e4ndert.&#13;<\/p>\n<h2>Regionale Verteilung der hohen Einkommen und Verm\u00f6gen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Steuerdaten eignen sich auch sehr gut zur Ermittlung der regionalen Verteilung hoher Einkommen und Verm\u00f6gen. In der vorliegenden Untersuchung gelten alle Einkommen \u00fcber 120000 Fr. je erwachsene Person als hohe Einkommen. Der prozentuale Anteil der hohen Einkommen an der gesamten Anzahl Einkommen dient als Massstab f\u00fcr den Vergleich zwischen den Gebietsk\u00f6rperschaften. Schweizweit betr\u00e4gt der Anteil der so definierten hohen Einkommen 2,4%. Eine \u00fcberdurchschnittliche H\u00e4ufigkeit von hohen Einkommen verzeichnen die Kantone ZG (5,9%), GE (4,7%), SZ (4,1%), ZH (3,7%), NW (3,7%), BS (3,2%), VD (3,0%), BL (2,7%) und TI (2,5&nbsp;%). Einen besonders niedrigen Anteil hoher Einkommen weisen die Kantone UR (0,7%), JU (0,8%) und VS (1,1%) aus. Markante Unterschiede in der regionalen Verteilung der hohen Einkommen bestehen nicht nur zwischen den Kantonen, sondern auch innerhalb der einzelnen Kantone. Insgesamt ergibt sich dabei ein \u00e4hnliches r\u00e4umliches Muster, wie dies bereits bei der Verteilung der Durchschnittseinkommen aufgezeigt wurde (vgl. Grafik 2). \u00a0Bei der Analyse der geografischen Verteilung der hohen Verm\u00f6gen wird der Anteil der Verm\u00f6gen von \u00fcber 1 Mio. Franken an der Gesamtzahl von Verm\u00f6gen als Massstab gew\u00e4hlt. \u00dcber die ganze Schweiz betrachtet betr\u00e4gt der Anteil der Verm\u00f6gensmillion\u00e4re im Jahr 2003 3,7%. Eine starke Konzentration hoher Verm\u00f6gen findet sich in den Kantonen ZG (7,6%), NW (6,3%) und ZH (6,2%). Einen relativ geringen Anteil an Verm\u00f6gensmillion\u00e4ren haben die Kantone JU (1,0%), VS (1,2%), FR (1,5%), SO (1,6%), UR (1,8%), TI (2,0%), OW (2,1%) und NE (2,3%). \u00a0In Tabelle 1 ist die Entwicklung der hohen Einkommen und Verm\u00f6gen auf Kantonsebene aufgelistet. Grafik 7 zeigt auf Ebene der Bezirke, wie sich der Anteil der hohen Einkommen zwischen 1995\/96 und 2003 entwickelt hat. Die meisten Bezirke der Romandie, der Nordostschweiz und des Tessins verzeichnen einen Anstieg des Anteils hoher Einkommen um wenigstens 0,2 Prozentpunkte. In den meisten Bezirken, die auf einer West-Ost-Diagonale von Jura bis Graub\u00fcnden liegen, sowie in einzelnen Bezirken der Kantone TG, SH und VD hat der Anteil der hohen Einkommen demgegen\u00fcber um weniger als 0,2 Prozentpunkte zugenommen oder gar abgenommen. Im Landesdurchschnitt ist dieser Anteil um 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Mit Abstand am st\u00e4rksten zugelegt hat der Anteil der hohen Einkommen in den Kantonen ZG und SZ (Zunahme um je 1,7 Prozentpunkte) sowie GE (Zunahme um 1,5 Prozentpunkte). Eine leichte Abnahme des Anteils hoher Einkommen verzeichnen die beiden Kantone UR und OW. Innerhalb der einzelnen Kantone bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede. \u00a0Insgesamt sind die hohen Einkommen mit j\u00e4hrlich 1,33% weniger stark gewachsen als alle Einkommen (Zunahme um 1,85%). Nur die Kantone SZ, VS, BE und weniger ausgepr\u00e4gt NW, AI, JU und BS verzeichnen einen prozentual st\u00e4rkeren Anstieg der hohen Einkommen. Die hohen Verm\u00f6gen sind mit j\u00e4hrlich 0,6% noch deutlich weniger gewachsen als alle Verm\u00f6gen (Zunahme um 2,3%).&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abH\u00f6he und Verteilung der Einkommen auf Kantonsebene, 2003\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abDurchschnittseinkommen der Gemeinden, 2003 Durchschnittliches Einkommen, in Fr.\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abEinkommensungleichheiten nach Gemeinden, 2003 Gini-Koeffizient\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abEntwicklung von Einkommensniveau und -verteilung auf Kantonsebene, 1995\/96-2003\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 5 \u00abEntwicklung des Einkommensniveaus auf Gemeindeebene, 1995\/96-2003\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 6 \u00abH\u00f6he und Verteilung der Verm\u00f6gen auf Kantonsebene, 2003\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 7 \u00abEntwicklung des Anteils hoher Einkommen auf Bezirksebene, 1995\/96-2003 Ver\u00e4nderung in Prozentpunkten\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abEinkommen und Verm\u00f6gen auf Kantonsebene: Stand 2003 und Ver\u00e4nderung seit 1995\/96 resp. 1997\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Begriffe: Einkommen und Durchschnittseinkommen Untersucht wird das j\u00e4hrliche Reineinkommen der nat\u00fcrlichen Personen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um das Reineinkommen im Sinne des Gesetzes, sondern um einen statistisch ermittelten Wert, indem zum steuerbaren Einkommen einige Steuerabz\u00fcge (Abz\u00fcge f\u00fcr Kinder oder unterst\u00fctzte Personen, Abz\u00fcge f\u00fcr Versicherungspr\u00e4mien und Sparzinsen, Abz\u00fcge f\u00fcr Erwerbseinkommen des zweitverdienenden Ehegatten) hinzugerechnet werden. Ber\u00fccksichtigt werden alle bundessteuerpflichtigen nat\u00fcrlichen Personen mit Ausnahme der an der Quelle Besteuerten, seien dies Erwerbst\u00e4tige, Rentner, Studenten oder auch nur Eigent\u00fcmer einer Zweitwohnung. Ebenfalls einbezogen werden die Einkommen aus Zweitwohnungen von Steuerpflichtigen mit Wohnsitz im Ausland. Zur Ermittlung eines Reineinkommens je erwachsene Person werden die Einkommen der Verheirateten h\u00e4lftig auf die Ehegatten aufgeteilt. Das Durchschnittseinkommen einer Gemeinde oder Gebietsk\u00f6rperschaft entspricht der Summe aller Einkommen dieser Gemeinde oder Gebietsk\u00f6rperschaft, dividiert durch die Anzahl erwachsener Personen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Verm\u00f6gen: Definition Untersucht wird das Reinverm\u00f6gen der nat\u00fcrlichen Personen, d.h. die Summe aller Aktiven abz\u00fcglich der Summe aller Passiven, vor Ber\u00fccksichtigung der Sozialabz\u00fcge. F\u00fcr das Verm\u00f6gen 2003 ist der Verm\u00f6gensstand der Pflichtigen per 31. Dezember 2003 massgebend. Die Steuerpflichtigen ohne Reinverm\u00f6gen werden ebenfalls in die Erhebung einbezogen. Ber\u00fccksichtigt werden alle in den Kantonen besteuerten Reinverm\u00f6gen. Steuerpflichtige mit Reinverm\u00f6gen in zwei oder mehreren Kantonen werden in allen betroffenen Kantonen erfasst, jedoch nur mit den jeweils besteuerten Verm\u00f6gensteilen. Im Ausland besteuerte Verm\u00f6gensteile fallen ausser Betracht. Weitere Verm\u00f6gensteile werden ebenfalls gar nicht oder nur teilweise ber\u00fccksichtigt, wie beispielsweise die anwartschaftlichen Anspr\u00fcche gegen\u00fcber Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (S\u00e4ule 2), die nicht f\u00e4lligen Anspr\u00fcche aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge (S\u00e4ule 3a), der Hausrat oder die r\u00fcckkaufsf\u00e4higen Lebensversicherungen. Zudem k\u00f6nnen zwischen dem Steuerwert von Grundst\u00fccken und Immobilien und deren Verkehrswert erhebliche Unterschiede bestehen. Die zu erfassenden Verm\u00f6gensdaten wurden gem\u00e4ss Vorgaben der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung NFA neu definiert. Vergleiche der Verm\u00f6gensstatistik 2003 mit fr\u00fcheren Verm\u00f6gensstatistiken sind deshalb mit Vorsicht zu interpretieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Daten der Steuerstatistik sind eine wichtige Quelle f\u00fcr die Ermittlung der Einkommens- und Verm\u00f6gensverteilung. 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