{"id":123636,"date":"2007-12-01T12:00:00","date_gmt":"2007-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/12\/zuercher-22\/"},"modified":"2023-08-23T23:43:16","modified_gmt":"2023-08-23T21:43:16","slug":"zuercher-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/12\/zuercher-21\/","title":{"rendered":"Wachstum, Verteilung und Einkommensmobilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Moderne Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass die Stellung ihrer Mitglieder hinsichtlich Einkommen oder Verm\u00f6gen nicht mehr von Geburt aus festgelegt ist. In der Diskussion \u00fcber die Lohnoder Einkommensungleichheit wird diesem Aspekt zu wenig Rechnung getragen. Zu oft noch wird auf statische Verteilungsgr\u00f6ssen fokussiert und zu wenig auf die Einkommensdynamik innerhalb der Verteilung. Der Autor kommt zum Schluss, dass in einer mobilen Gesellschaft ein h\u00f6herer Grad der Ungleichheit toleriert wird als in einer starren Ordnung, da die Mobilit\u00e4t selbst zu mehr Wachstum f\u00fchrt und diese eine allf\u00e4llige Zunahme der Ungleichheit letztlich mehr als zu kompensieren vermag. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200712_07_Zuercher_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"264\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Frage der Einkommensverteilung kann nicht unabh\u00e4ngig vom Wirtschaftswachstum und vor allem von der Einkommensmobilit\u00e4t diskutiert werden. Die Wirtschaftsentwicklung der vergangenen 50 Jahre hat den Industriegesellschaften einen ungeahnten Wohlstand gebracht. So ist zwischen 1950 und 2005 die reale Lohnsumme in der Schweiz um den Faktor 5,8 gewachsen. Im selben Zeitraum hat die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen um das 1,8-Fache zugenommen. Das durchschnittliche Lohneinkommen pro Erwerbst\u00e4tigen ist somit um mehr als das Dreifache gestiegen. Diese Entwicklung wurde vom Soziologen Ulrich Beck (1986) metaphorisch als \u00abFahrstuhl-Effekt\u00bb bezeichnet: \u00ab&#8230;Die &lt; Klassengesellschaft &gt; wird insgesamt eine Etage h\u00f6her gefahren. Es gibt [&#8230;] ein kollektives Mehr an Einkommen, Bildung, Mobilit\u00e4t, Recht, Wissenschaft, Massenkonsum.\u00bb \u00a0 Obschon sich somit die wirtschaftliche Lage aller Bev\u00f6lkerungsschichten in der Nachkriegszeit deutlich verbessert hat, ist anzunehmen, dass in der Schweiz die (Arbeits-)Einkommen in den F\u00fcnfzigerjahren noch gleicher verteilt waren als heute. Zu bedenken ist jedoch, dass diese Zunahme der Einkommensungleichheit vor dem Hintergrund einer Ausdifferenzierung der Lebensstile und Erwerbskarrieren sowie einem hohen Zugewinn an Autonomie und Freiheit in der Lebensgestaltung stattgefunden hat. Die fr\u00fchere Gleichf\u00f6rmigkeit der Berufskarrieren und Lebensl\u00e4ufe ist einem bunten Strauss von Erwerbs- und beruflichen Entfaltungsm\u00f6glichkeiten gewichen.&#13;<\/p>\n<h2>Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Einkommensverteilung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Entwicklung einer Durchschnittsgr\u00f6sse sagt noch nichts \u00fcber die Verteilung dieser Gr\u00f6sse aus. Zus\u00e4tzlich zum Wachstum des Durchschnittseinkommens ist daher die Entwicklung der Streuung bzw. der Varianz und h\u00f6herer Momente der Einkommensverteilung &#8211; wie beispielsweise der oft verwendete Gini-Index &#8211; wichtig. \u00a0 Anhand eines Kuchenbeispiels kann der Zusammenhang zwischen Wachstum und Verteilung veranschaulicht werden: W\u00e4chst der Kuchen insgesamt, gibt es im Durchschnitt f\u00fcr alle ein gr\u00f6sseres Kuchenst\u00fcck. Es ist in diesem Fall auch m\u00f6glich, dass sich jemand ein gr\u00f6sseres St\u00fcck abschneidet, ohne dass sich die \u00dcbrigen mit kleineren St\u00fccken bescheiden m\u00fcssen. In einer stagnierenden Wirtschaft hingegen kann ein gr\u00f6sseres Einkommen nur beansprucht werden, wenn sich andere Mitb\u00fcrger mit einem kleineren zufrieden geben. In einer stagnierenden Wirtschaft d\u00fcrfte also die Wahrscheinlichkeit von Verteilungskonflikten zunehmen, da der Zugewinn des einen zwingend zu Lasten der \u00dcbrigen geht. In einer wachsenden Wirtschaft wird jedoch aus einem solchen Nullsummenspiel ein Positivsummenspiel.&#13;<\/p>\n<h2>Geringe Einkommensungleichheit in der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBetrachtet man das Ausmass der Einkommensungleichheit, kann festgestellt werden, dass die Schweiz bez\u00fcglich des Gini-Index innerhalb der OECD-L\u00e4ndergruppe eine Mittelstellung einnimmt (vgl. Grafik 1 ). Auch bez\u00fcglich der Lohnverteilung und deren Ver\u00e4nderung l\u00e4sst sich &#8211; obwohl immer wieder das Gegenteil behauptet wird &#8211; keine Zunahme der Ungleichheit feststellen (vgl. Tabelle 1 ). Die Ver\u00e4nderungen der Lohnspreizung zwischen 1991 und 1995 einerseits und 1995 und 2005 andererseits d\u00fcrfte wesentlich konjunkturell bedingt sein. In wirtschaftlichen Abschwungphasen kann oft ein R\u00fcckgang der Lohnungleichheit konstatiert werden, w\u00e4hrend diese in Aufschwungphasen wieder zunimmt. Beachtlich ist immerhin, dass in der Schweiz die Ungleichheit \u00fcber die letzten 15 Jahre &#8211; vor allem in der unteren H\u00e4lfte der Lohnverteilung &#8211; abgenommen hat. In der oberen Einkommensh\u00e4lfte ist die Ungleichheit hingegen gestiegen, was auf eine bessere Honorierung h\u00f6herer Ausbildungen zur\u00fcckzuf\u00fchren sein d\u00fcrfte. Insgesamt ergibt sich \u00fcber den Beobachtungshorizont von 15 Jahren aber ein abnehmender Grad an Lohnungleichheit. Erw\u00e4hnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Schweiz im Jahr 2005 bez\u00fcglich der Lohnspreizung im internationalen Vergleich unmittelbar hinter den egalit\u00e4ren skandinavischen Staaten Norwegen, Schweden und Finnland, aber noch vor D\u00e4nemark, den Niederlanden und den \u00fcbrigen OECD-L\u00e4ndern lag. Vgl. OECD (2007).&#13;<\/p>\n<h2>Konzept der Einkommensmobilit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Messung der Einkommensoder Lohnungleichheit bezieht sich jeweils auf eine Momentaufnahme der Verteilung. Dynamische Prozesse &#8211; wie der relative Auf- und Abstieg von Haushaltsoder Personengruppen innerhalb der Einkommensverteilung im Zeitverlauf &#8211; k\u00f6nnen durch Ungleichheitsindikatoren nicht erfasst werden. Gerade die Frage von Aufstiegschancen und Abstiegsrisiken innerhalb einer gegebenen Einkommensoder Lohnverteilung gewinnt aber in einer sich zunehmend dynamisierenden Wirtschaft an Bedeutung. Daf\u00fcr gibt es sowohl \u00f6konomische wie auch weltanschauliche Gr\u00fcnde. Aus \u00f6konomischer Sicht ist es sinnvoll, dass die f\u00e4higsten und talentiertesten Personen innerhalb eines gegebenen Einkommensgef\u00fcges aufsteigen k\u00f6nnen und nicht durch ihre famili\u00e4re und soziale Herkunft oder sonstige Faktoren, die mit der Leistungsf\u00e4higkeit dieser Personen nichts zu tun haben, daran gehindert werden. Es geht hier darum, dass unter gegebenen Anreizkonstellationen knappe Ressourcen (Talente) gesellschaftlich den gewinnbringendsten Einsatz finden. Dieser Effizienzaspekt macht deutlich, dass Einkommensmobilit\u00e4t f\u00fcr das Wirtschaftswachstum mit konstitutiv ist. Daneben sprechen auch weltanschauliche Gr\u00fcnde f\u00fcr eine st\u00e4rkere Fokussierung auf die Frage der Einkommens- und Lohnmobilit\u00e4t. So bildet die Gew\u00e4hrleistung von Chancengleichheit ein wichtiges Moment der in liberalen Traditionen gr\u00fcndenden Institutionen der Schweiz. Nicht die Ergebnisgerechtigkeit und -gleichheit steht dabei im Vordergrund, sondern vielmehr die Chancengerechtigkeit und -gleichheit. \u00a0 Bei der Einkommensmobilit\u00e4t geht es im Wesentlichen um die Korrelation der Einkommen zwischen verschiedenen Zeitperioden. Eine positive Korrelation der Einkommen \u00fcber die Zeit bedeutet beispielsweise, dass Tieflohnempf\u00e4nger zu einem bestimmten Zeitpunkt auch k\u00fcnftig mit hoher Wahrscheinlichkeit im Tieflohnsegment verbleiben, w\u00e4hrend eine negative Korrelation jeweils eine Umkehrung der Einkommenspositionen bedeuten w\u00fcrde &#8211; Tieflohnempf\u00e4nger in der ersten Periode werden zu Hochlohnempf\u00e4ngern in der n\u00e4chsten und umgekehrt. \u00a0 In Grafik 2 ist das Konzept der Einkommensmobilit\u00e4t schematisch dargestellt. Ausgehend von einer gegebenen Einkommensverteilung zu einem bestimmten Zeitpunkt, werden die Bewegungen von Einzelpersonen oder Haushalten innerhalb der Einkommensverteilung zwischen zwei Zeitpunkten nachgezeichnet. In der Abbildung wird der Einfachheit halber unterstellt, dass sich die Verteilung selbst nicht ver\u00e4ndert. Es wird deutlich, dass es Aufsteiger und Absteiger gibt. In der Abbildung sind vier Beispiele m\u00f6glicher Einkommensverl\u00e4ufe zwischen zwei Zeitpunkten t 0 und t 1 dargestellt, wobei auf der vertikalen Achse das Einkommen (oder der Lohn) y aufgetragen ist und auf der horizontalen Achse die Dichtefunktion f(y).&#13;<\/p>\n<h2>Lohnmobilit\u00e4t in den Neunzigerjahren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie in Grafik 2 dargestellten Bewegungen innerhalb der Verteilung k\u00f6nnen statistisch zu einer \u00dcbergangsmatrix wie in Tabelle 2 verdichtet werden. Die \u00dcbergangsmatrix ist wie folgt zu lesen: Von denjenigen, die zum Zeitpunkt t 0 im ersten Dezil (dem untersten Einkommenssegment) waren, verbleiben bis zum Zeitpunkt t 1 56,3% im ersten Dezil; die \u00fcbrigen 43,7% steigen in ein h\u00f6heres Einkommensdezil auf. Aus der \u00dcbergangsmatrix geht hervor, dass die Verbleibswahrscheinlichkeiten am untersten und obersten Ende der Verteilung h\u00f6her sind als gegen die Mitte der Verteilung (Wahrscheinlichkeiten auf der Diagonalen). Wer im obersten Einkommensdezil angelangt ist, verbleibt mit fast 62% Wahrscheinlichkeit in diesem. Die Abstiegswahrscheinlichkeit betr\u00e4gt dennoch beachtliche 38%. Demgegen\u00fcber ist die Verbleibswahrscheinlichkeit im untersten Dezil mit 56,3% etwas geringer; ein Aufstieg ist also etwas wahrscheinlicher. \u00a0 Basierend auf solchen \u00dcbergangsmatrizen k\u00f6nnen nun verschiedene Mobilit\u00e4tsmasse berechnet werden. Ein L\u00e4ndervergleich dieser Masse zeigt, dass innerhalb der Schweizer Einkommens- und Lohnverteilung eine relativ hohe Mobilit\u00e4t herrscht, die beispielsweise deutlich h\u00f6her liegt als in den USA. Vgl. De Coulon und Z\u00fcrcher (2004). Aufgrund dieser Beobachtung spricht etwa Markus Schneider von der \u00abChancen-Schweiz\u00bb. Schneider (2007) hat in seinem Buch vor allem mit anekdotischen Evidenzen gezeigt, dass die klassische Tellerw\u00e4scherkarriere in der Schweiz keine Seltenheit ist. Interessant ist nun auch herauszufinden, ob bestimmte Faktoren oder pers\u00f6nliche Eigenschaften die individuelle Mobilit\u00e4t innerhalb der Einkommensverteilung beeinflussen.&#13;<\/p>\n<h2>W\u00e4chst in der Schweiz ein Prekariat heran?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) publiziert regelm\u00e4ssig Armutsquoten der erwerbst\u00e4tigen Bev\u00f6lkerung. Vgl. BFS (2007). Die Armutsquoten haben seit 2001 zwischen 7% und 9% fluktuiert. Bei der Diskussion von Armutsquoten wird jedoch vielfach \u00fcbersehen, dass Haushalte oder Einzelpersonen, die unter eine bestimmte Armutsgrenze fallen, selten dauerhaft in Armut verharren. Vielmehr gelingt es ihnen oft, nach relativ kurzer Dauer ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern. \u00a0 Streuli und Bauer (2002) haben f\u00fcr die Schweiz die Wahrscheinlichkeit von \u00dcberg\u00e4ngen zwischen den drei Zust\u00e4nden \u00abnicht arm\u00bb, \u00abarm\u00bb und \u00abWorking Poor\u00bb (erwerbst\u00e4tige Arme) gesch\u00e4tzt. Basierend auf ihren Berechnungen ist interessant zu sehen, dass \u00fcber die H\u00e4lfte der \u00abWorking Poor\u00bb eines bestimmten Jahres im jeweils darauf folgenden Jahr in den Zustand \u00abnicht arm\u00bb gewechselt hat. Die Verbleibswahrscheinlichkeit ist zwar relativ hoch; die Wahrscheinlichkeit einer Zustandsverbesserung liegt jedoch in der Regel h\u00f6her. Eigene Berechnungen basierend auf denjenigen von Streuli und Bauer ergeben, dass die mittlere Verweildauer im Zustand \u00abWorking Poor\u00bb zwischen 13 und 14 Monaten betr\u00e4gt. Die Analyse der \u00dcbergangswahrscheinlichkeiten beziehungsweise der Mobilit\u00e4t zeigt ferner: Wenn ein \u00dcbergang in einen anderen Zustand erfolgt, betr\u00e4gt die Wahrscheinlichkeit eines anschliessenden \u00dcbergangs vom Zustand \u00abWorking Poor\u00bb in den Zustand \u00abnicht arm\u00bb \u00fcber 85%. Diese Zahlen illustrieren eindr\u00fccklich, dass Armut zumeist eine vor\u00fcbergehende Erfahrung ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Statusbzw. Zustandsverbesserung erzielt werden kann. Aufgrund dieser Untersuchungen scheint daher die Schlussfolgerung irref\u00fchrend, wonach es in der Schweiz zu einer permanenten gesellschaftlichen Unterschichtung kommt oder dass ein Prekariat heranw\u00e4chst. \u00a0 Weshalb gelingt es nun einzelnen Personen oder Haushalten eher als anderen, der Armut zu entrinnen? Mittels statistischer Methoden kann der Einfluss bestimmter pers\u00f6nlicher Attribute (wie etwa Bildungsstand und Berufserfahrung) sowie von Kontextvariablen (z.B. Branchenzugeh\u00f6rigkeit oder Unternehmensgr\u00f6sse) kontrolliert werden. Die entsprechenden empirischen Untersuchen zeigen immer wieder die \u00fcberragende Bedeutung einer guten Ausbildung auf. Diese ist der Schl\u00fcssel dazu, einerseits einem \u00abAbsturz\u00bb in die Armut vorzubeugen, andererseits aber auch den Aufstieg aus einer Armutssituation zu f\u00f6rdern.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich konnten im Rahmen dieses Beitrags nicht alle Aspekte der Thematik in der notwendigen Tiefe behandelt werden. So wurde etwa nicht auf die aktuelle Diskussion \u00fcber die intergenerationelle Einkommensmobilit\u00e4t &#8211; also die \u00abVererbung\u00bb von Bildungsstatus und soziale Herkunft von den Eltern auf die Kinder &#8211; eingegangen. Siehe dazu Bauer und Riphahn (2007). m&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abGini-Index der Einkommensungleichheit, 2000\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abEinkommensmobilit\u00e4t zwischen zwei Zeitpunkten\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abLohnungleichheit, 1991-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 2: \u00abMittlere 2-Jahres-\u00dcbergangswahrscheinlichkeiten, L\u00f6hne 1994-1998\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur &#8211; Bauer, Philippe C., und Regina T. Riphahn (2007): Intergenerationale Bildungs- und Einkommensmobilit\u00e4t in der Schweiz &#8211; ein Vergleich zwischen Schweizern und Migranten, in: Die Volkswirtschaft 7\/8, S. 18-21. &#8211; Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt a. M.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (2007): Armut von Personen im Erwerbsalter. Armutsquoten und Working-Poor-Quote der 20- bis 59-j\u00e4hrigen Bev\u00f6lkerung in der Schweiz zwischen 2000 und 2005, Neuenburg. &#8211; Schneider, Markus (2007): Klassenwechsel. Aufsteigen und Reichwerden in der Schweiz: Wie Kinder es weiterbringen als ihre Eltern. Basel. &#8211; Streuli, Elisa, und Tobias Bauer (2002): Working Poor in der Schweiz. Eine Untersuchung zu Ausmass, Ursachen und Problemlage. Bundesamt f\u00fcr Statistik. Neuenburg. &#8211; De Coulon, Augustin, und Boris A. Z\u00fcrcher (2004): Low Pay Mobility in the Swiss Labour Market, in: Minimum Wages, Low Pay and Unemployment, Hrsg. D. E. Meulders, R. Plasman und F. Rycx. Palgrave McMillan. &#8211; d&#8217;Addio, Anna (2007): Intergenerational Transmission of Disadvantage: Mobility or Immobility across Generations? A Review of the Evidence for OECD Countries. OECD Social Policy, Employment and Migration Working Papers Nr. 52.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moderne Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass die Stellung ihrer Mitglieder hinsichtlich Einkommen oder Verm\u00f6gen nicht mehr von Geburt aus festgelegt ist. In der Diskussion \u00fcber die Lohnoder Einkommensungleichheit wird diesem Aspekt zu wenig Rechnung getragen. Zu oft noch wird auf statische Verteilungsgr\u00f6ssen fokussiert und zu wenig auf die Einkommensdynamik innerhalb der Verteilung. 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