{"id":123646,"date":"2007-11-01T12:00:00","date_gmt":"2007-11-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/11\/weibel-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:43:00","modified_gmt":"2023-08-23T21:43:00","slug":"weibel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/11\/weibel\/","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch: Euro 2008 und \u00f6ffentliche Hand"},"content":{"rendered":"<p>In der Schweiz erbringt die \u00f6ffentliche Hand Leistungen im Bereich ihrer hoheitlichen Aufgaben, insbesondere Sicherheit und Infrastruktur\/Verkehr. Daneben engagiert sie sich bez\u00fcglich Standortmarketing sowie bei Projekten und Massnahmen in der Schweiz. Finanziell bel\u00e4uft sich das Engagement auf insgesamt 140 Mio. Franken; davon entfallen 82 Mio. Franken auf den Bund. Unter anderem dar\u00fcber, wie mit diesen Mitteln die gr\u00f6sstm\u00f6gliche (Langzeit-)Wirkung erzielt werden kann, sprach \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb mit dem Delegierten des Bundesrates, Benedikt Weibel, und dem Schweizer Botschafter in Wien, Oscar Knapp.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaft: Was sind Ihre Rollen und Aufgaben innerhalb der Euro 2008?\u00a0Weibel: Auf den Nenner gebracht sind es folgende drei Aufgaben: Erstens trage ich als Delegierter des Bundesrates f\u00fcr die Euro 2008 die Ergebnis- und Finanzverantwortung f\u00fcr die 82 Mio. Franken, die das Parlament f\u00fcr den Event gesprochen hat. Zweitens leite ich den Steuerungsausschuss, in dem alle Beteiligten vertreten sind, sowie alternierend mit dem \u00f6sterreichischen Kollegen die monatlichen L\u00e4ndertreffen. Und drittens habe ich auch eine Kommunikationsaufgabe. \u00a0Knapp: Die Botschaft in Wien \u00fcbernimmt eine klassische diplomatische Scharnierfunktion: Wir vermitteln Kontakte mit den Lokalbeh\u00f6rden und sind bestrebt, zu einem koordinierten Auftreten der Schweiz beizutragen. Es gibt viele Akteure aus der Schweiz, die vor, w\u00e4hrend und nach der Euro 2008 in \u00d6sterreich t\u00e4tig sein werden. Wir m\u00f6chten dieses sportliche Grossereignis auch als Plattform nutzen, um die zwei L\u00e4nder einander noch n\u00e4her zu bringen. Deshalb f\u00fchren wir in Zusammenarbeit mit \u00abPr\u00e4senz Schweiz\u00bb eine ganze Reihe von konkreten Austauschprojekten durch.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wie sieht die Projektorganisation der Euro 2008 aus? \u00a0Weibel: Das Projekt hat f\u00fcnf Teilbereiche: Der erste Teilbereich umfasst die Querschnittaufgaben von der Steuerung \u00fcber die Kommunikation bis zur Evaluation. Die weiteren Projektbereiche sind Sicherheit, Verkehr, Standortmarketing sowie Projekte und Massnahmen in der Schweiz. Daneben gibt es noch eine Reihe von Einzelmassnahmen.\u00a0Knapp: Die von der Botschaft gemeinsam mit \u00abPr\u00e4senz Schweiz\u00bb realisierten Projekte sind Bestandteil des Bereichs Standortmarketing. Erkl\u00e4rtes Ziel ist es, das gegenseitige Verst\u00e4ndnis und die Kenntnis des Nachbarlandes noch weiter zu verbessern bzw. nachhaltig zu f\u00f6rdern. Wir werden die Schweiz anhand der Themen Wirtschaft, Politik, Verkehr, Wissenschaft und Design als ein modernes und kreatives Land vorstellen. \u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Welches Projekt ist f\u00fcr den nachhaltigen Erfolg der Euro 2008 entscheidend? \u00a0Weibel: Entscheidend ist die Art und Weise, wie die Leute empfangen und versorgt werden &#8211; sprich die erfolgreiche Umsetzung des Gastgeberkonzepts. Die eigentliche Kernaufgabe der Euro 2008, 15 Spiele in der Schweiz m\u00f6glichst optimal zu organisieren, ist an sich relativ einfach strukturiert. Wenn man aber mit dem Anspruch daran herangeht, aus dem Anlass ein landes\u00fcbergreifendes, v\u00f6lkerverbindendes Volksfest zu machen, wird es sehr komplex.\u00a0Knapp: Auch wenn die Schweiz und \u00d6sterreich in verschiedenen Bereichen &#8211; gerade im Standortmarketing &#8211; direkte Konkurrenten sind, ist es doch wichtig zu sehen, dass wir dieses Grossereignis nur gemeinsam erfolgreich realisieren k\u00f6nnen. Zudem bietet sich uns die M\u00f6glichkeit, Kontakte in \u00d6sterreich aufzubauen und das bestehende Netzwerk zu pflegen. Einige Projekte werden einen Nachhall \u00fcber die Euro 2008 hinaus haben.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Was ist die grosse Herausforderung bei der Umsetzung dieses Gastgeberkonzepts?\u00a0Weibel: Die Umsetzung des Gastgeberkonzepts muss auf allen Ebenen erfolgen, sei es im Tourismus mit Hotellerie und Gastronomie, aber etwa auch beim Zoll, bei der Bahn und der Polizei. Alle m\u00fcssen die zentralen Botschaften &#8211; herzlicher Empfang, freundliche Begr\u00fcssung usw. &#8211; verinnerlichen. Deren Gesamtheit wird am Schluss die Wahrnehmung der G\u00e4ste und damit die Langzeitwirkung ausmachen. \u00a0Knapp: Aus der Wiener Optik kommt hinzu, dass uns als Vertreter der Schweiz in \u00d6sterreich auch eine gewisse Rolle als Gastgeber in Wien zukommt. Die Bedeutung dieser Rolle spitzt sich beim Final, der in Wien stattfindet, zu. Wir sind diesbez\u00fcglich mit den Vertretern der vier Schweizer Host Cities (Austragungsorte) und Kantone in Kontakt und hoffen, w\u00e4hrend der Spiele in Wien eine Gastgeberplattform anbieten zu k\u00f6nnen.\u00a0Die Volkswirtschaft: Herr Knapp, Sie haben erw\u00e4hnt, dass die Schweizer Botschaft in Wien bestrebt sei, mit der Euro 2008 die beiden Gastgeberl\u00e4nder einander (noch) n\u00e4her zu bringen. Was tun Sie konkret, um dieses Ziel zu erreichen?\u00a0Knapp: Wie bereits erw\u00e4hnt, f\u00fchren wir mit Unterst\u00fctzung von \u00abPr\u00e4senz Schweiz\u00bb ein thematisch breit angelegtes Austauschprogramm mit \u00d6sterreich durch. Im Vorfeld und w\u00e4hrend der Euro 2008 finden diverse Projekte mit Kooperationspartnern aus beiden L\u00e4ndern statt. Sie befassen sich mit Mode und Design, Wirtschaft, Politik, Verkehr und Wissenschaft. \u00a0Den Startschuss zu diesem intensiven Austausch haben wir \u00fcbrigens bereits vor einem Jahr gesetzt mit dem erfolgreichen Jugendprojekt \u00abJunge Schweiz\u00bb. Aktuell wird die Ausstellung \u00abbelle vue\u00bb im Rahmen der Vienna Design Weeks am 5. Oktober er\u00f6ffnet, und \u00f6sterreichische Modeschaffende werden ihre Kreationen an der Blickfang im November in Z\u00fcrich pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. Neben diesen Aktivit\u00e4ten findet auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene ein sehr reger Austausch statt, den die Botschaft nach Kr\u00e4ften unterst\u00fctzt. Ich verweise hier auf die Zusammenarbeit des Europa Forum Luzern mit dem Europ\u00e4ischen Forum Alpbach sowie auf das Swiss Economic Forum, das sich n\u00e4chstes Jahr auf \u00d6sterreich konzentrieren wird.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Glauben Sie an einen generationen\u00fcbergreifenden Effekt der Euro 2008?\u00a0Weibel: Seien wir ehrlich: Generationen\u00fcbergreifend wird relativ wenig von der Euro 2008 h\u00e4ngen bleiben. F\u00fcr mich ist es im Kontext mit dem oft falsch verwendeten Begriff der \u00abNachhaltigkeit\u00bb viel wichtiger, dass wir nach hartem Ringen ein \u00f6kologisches Nachhaltigkeitskonzept mit messbaren Zielen und Indikatoren verabschiedet haben. \u00a0Knapp: Neben dem sehr wichtigen \u00f6kologischen Element beinhaltet die nachhaltige Entwicklung auch den sozialen und den wirtschaftlichen Aspekt. Ich erhoffe mir vor allem beim sozialen Aspekt eine gewisse Nachhaltigkeit, indem wir das Interesse der Jungen beider L\u00e4nder f\u00fcr das Nachbarland und f\u00fcr alle europ\u00e4ischen L\u00e4nder wecken k\u00f6nnen. Das Projekt \u00abEuroschools\u00bb, an dem die Botschaft auch aktiv teilnimmt, ist daf\u00fcr ein gutes Beispiel.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wie steht es in den \u00fcbrigen Projekten mit der Zusammenarbeit zwischen den beiden Gastgeberl\u00e4ndern?\u00a0Weibel: Das Sicherheitskonzept ist integral ein gemeinsames Projekt &#8211; \u00fcbrigens mit sehr grosser Unterst\u00fctzung von deutscher Seite, die w\u00e4hrend der WM 2006 sehr viel Know-how gesammelt hat. Beim Verkehrskonzept waren wir im Lead; es konnte von \u00d6sterreich nicht integral \u00fcbernommen werden, weil die Schweiz hier die besseren Voraussetzungen hat. Aber die Grundidee mit dem Kombiticket ist auch im \u00f6sterreichischen Verkehrskonzept enthalten. Im \u00dcbrigen herrscht v\u00f6llige Transparenz und ein gutes Einvernehmen zwischen den beiden L\u00e4nderorganisationen.\u00a0Knapp: Ich kann nur best\u00e4tigen, dass die Zusammenarbeit mit den \u00f6sterreichischen Partnern in allen Bereichen sehr gut l\u00e4uft und dass beide L\u00e4nder mit ihren Vorbereitungsarbeiten auf Kurs sind.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Deutschland hat mit der Organisation der WM 2006 eine sehr hohe Messlatte gesetzt, die kaum zu \u00fcbertreffen ist. Ist das eine Hypothek f\u00fcr die Euro 2008?\u00a0Weibel: Zum Gl\u00fcck ist die Messlatte, welche mit der WM 2006 gesetzt wurde, so hoch! Das bedeutet, dass wir bei der Organisation keinen einzigen Punkt holen k\u00f6nnen. Was in Deutschland besonders \u00fcberraschte, war die Welle an Gastfreundschaft. In dem Sinne ist es uns hier nicht mehr m\u00f6glich, zu \u00fcberraschen. Dennoch werden wir uns daran messen lassen m\u00fcssen.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Ambush-Marketing, an der WM 2006 als Bierstreit bekannt, hat auch im Kontext mit der Euro 2008 zu Diskussionen Anlass gegeben. Wie beurteilen Sie diese Frage?\u00a0Weibel: Es ist heute bei jedem Kleinereignis gang und g\u00e4be, dass der Hauptsponsor gegen einen Sponsor aus der gleichen Branche gesch\u00fctzt wird. Ich sehe darin kein grosses Problem. Die Frage ist: Wo liegen die Grenzen? Die \u00d6sterreichische Wirtschaftskammer hat in einem hervorragenden Papier an ihre Mitglieder diese Grenzen klar abgesteckt: Lokales Bier darf in der Fan-Meile ausgeschenkt werden; Sponsoring und Werbung mit diesem Bier sind hingegen nicht erlaubt.\u00a0Eines der Probleme des Ambush-Marketing ist, dass es keine Rechtsprechung dazu gibt. Deshalb finde ich den Ansatz der \u00f6sterreichischen Wirtschaftskammer, den Leuten Background-Informationen und Handlungsanweisungen zu geben, sehr \u00fcberzeugend. Wir werden versuchen, das Gleiche in der Schweiz auch zu machen, vorzugsweise durch Economiesuisse.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Das bedeutet, dass der Umgang mit Ambush-Marketing viel pragmatischer ist, als er in der \u00f6ffentlichen Diskussion wahrgenommen wurde?\u00a0Weibel: Zur kritischen Diskussion beigetragen hat hier die urspr\u00fcngliche Idee der Uefa, dass f\u00fcr jeden noch so kleinen Fernsehapparat in der Fan-Meile eine Uefa-Lizenz erforderlich sei. Dieser Entscheid wurde schnell korrigiert. Diese Lizenz ist nur f\u00fcr Bildschirme mit einer Diagonale von mehr drei Metern erforderlich. Kommerzielle Betreiber, die Eintritt verlangen oder Sponsoring betreiben, zahlen daf\u00fcr 10 Franken pro Quadratmeter Bildschirm. Das bedeutet, dass f\u00fcr einen Monitor, der so gross ist wie ein Fussballtor, 210 Franken an Lizenzgeb\u00fchren an die Uefa entrichtet werden m\u00fcssen, was sehr vern\u00fcnftig ist. F\u00fcr kleinere Bildschirme besteht die \u00fcbliche Verg\u00fctungspflicht nach schweizerischem Urheberrecht.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Welche Rolle spielt das Public Viewing im Konzept der Euro 2008?\u00a0Weibel: In Deutschland wurde es in ganz grossem Stil betrieben, allerdings nur in den Host Cities. Bei uns wird es Public Viewing in 17 St\u00e4dten ausserhalb der Host Cities geben. Das entlastet nicht zuletzt die Host Cities und bedeutet, dass die Euro 2008 das ganze Land ber\u00fchren wird. So wird der Kanton Tessin, der etwas peripher liegt, im Vorfeld die allerbesten Mannschaften beherbergen und zwei Public-Viewing-Zonen bieten. Wir sind sehr gl\u00fccklich, dass der Hauptsponsor sehr viel Geld daf\u00fcr aufwendet, um dieses so genannte 5. Stadion zu erm\u00f6glichen. Die Stimmung in diesen Zonen soll noch fast besser sein als in den Stadien selber.\u00a0Knapp: Public Viewing wird es nat\u00fcrlich auch in \u00d6sterreich geben. Die Fanzonen in der Stadt Wien und die damit verbundenen Verkehrsprobleme geben schon viel zu reden. Aber auch ausserhalb der Host Cities wird es grosse Public-Viewing-Angebote geben, die unter anderem vom Verein \u00ab\u00d6sterreich am Ball\u00bb unterst\u00fctzt werden. Es ist geplant, dass auch die Schweiz ein Public Viewing in der \u00f6sterreichischen Hauptstadt anbieten wird und dort eine spezielle Gastgeberrolle \u00fcbernimmt.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Zum Abschluss noch zwei pers\u00f6nliche Fragen: Was ist Ihre Beziehung zum Fussball?\u00a0Knapp: Als Engadiner liegen mir das Bergwandern und Skifahren n\u00e4her. Aber ich habe rund acht Jahre in Brasilien gelebt und die Fussballbegeisterung von dort ein St\u00fcck weit mitgenommen.\u00a0Weibel: Seit ich denken kann, bin ich ein Fan der Berner Young Boys. Wenn ich mich allerdings entscheiden musste zwischen einer Bergtour und einem Besuch im Stadion, habe ich mich immer f\u00fcr die Bergtour entschieden.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wer wird Europameister 2008? Und wie weit wird die Schweiz vorstossen?\u00a0Knapp: Nat\u00fcrlich rechne ich damit, dass die Schweiz Europameister wird.\u00a0Weibel: Das sch\u00f6nste w\u00e4re ein Final Schweiz-Deutschland.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGespr\u00e4chsleitung und Redaktion:\u00a0Geli Spescha, Chefredaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb\u00a0Aufzeichnung des Gespr\u00e4chs:\u00a0Simon D\u00e4llenbach, Redaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1 \u00abWeitere Informationen\u00bb <a href=\"http:\/\/www.switzerland.com\">www.switzerland.com<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.presence.ch\">www.presence.ch<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schweizerbotschaft.at\">www.schweizerbotschaft.at<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.11metermode.com\">www.11metermode.com<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2 \u00abStandortmarketing Euro 2008\u00bb Die Euro 2008 ist eine einmalige Chance f\u00fcr die Schweiz, sich Millionen von Fussballfans zu pr\u00e4sentieren. Das Ziel des Standortmarketings Euro 2008 ist es, diese Chance gemeinsam mit den Kantonen und den vier Austragungsorten Basel, Bern, Genf und Z\u00fcrich nachhaltig zu nutzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSchweiz. Entdecke das Plus&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie internationale Standortkampagne steht unter dem Motto \u00abSchweiz. Entdecke das Plus\u00bb. Die Idee hinter diesem Slogan: Die Schweiz ist das einzige Land mit einem Plus im Logo. Das Plus steht f\u00fcr Mehrwert, f\u00fcr mehr Erlebnis und auch f\u00fcr mehr Fussball. Verschiedene Veranstaltungen und Aktionen machen im Vorfeld der Euro 2008 im In- und Ausland auf die Schweiz aufmerksam. Mittel dazu sind eine Roadshow durch sieben europ\u00e4ische Metropolen, die Pr\u00e4senz an Events mit der Uefa sowie mit dem Partnerland \u00d6sterreich. Mit der Qualifikationsauslosung in Montreux und dem \u00abOne year to go in Interlaken\u00bb (Kick-off auf dem Jungfraujoch) konnten bereits zwei Events mit grossem Medienecho durchgef\u00fchrt werden. Der n\u00e4chste Grossevent, der Final Draw (Auslosung f\u00fcr die Euro 2008) findet am 2. Dezember 2007 statt. Bereits gut genutzt wird die Website www.switzerland.com, die Informationen zur Schweiz, zu den Host Cities und zur Euro 2008 enth\u00e4lt. Ein gemeinsam mit \u00d6sterreich hergestellter Katalog, eine Standortbrosch\u00fcre Schweiz in Millionenauflage, monatliche Newsletter an ausl\u00e4ndische Medien, Medienreisen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Journalisten, Medienkooperationen im Ausland und Medienzentren f\u00fcr Nicht-Sportjournalisten in den vier Host Cities w\u00e4hrend der Euro 2008 runden die Massnahmen ab.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIcon Roadshow&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer \u00abIcon\u00bb, ein begehbares, dreidimensionales Schweizerkreuz bestehend aus f\u00fcnf rot-weissen Schiffs-Containern thematisiert die Schweiz als Standort f\u00fcr internationale Unternehmen, das hohe Niveau der ans\u00e4ssigen Bildungs- und Forschungsinstitute, das Ferienland sowie den Fussball in den vier Austragungsst\u00e4dten und dokumentiert die kulturelle Vielfalt der Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas Gastgeberkonzept&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Kernpunkt des Gastgeberkonzeptes ist die Ausbildung. Mehr als 50000 Gastgeber sollen davon profitieren: Flughafenangestellte, Z\u00f6llner, Kellner, Verk\u00e4ufer, Zugbegleiter, Polizisten, Armeeangeh\u00f6rige, Fanbetreuer \u2013 also alle, die w\u00e4hrend der Euro 2008 in Kontakt mit G\u00e4sten kommen. Die erste Stufe, das Training der Ausbildner, dauert von Januar bis Ende Februar 2008 (\u00abTrain the Trainer\u00bb). W\u00e4hrend der zweiten Stufe von M\u00e4rz bis Mai 2008 werden dann die Mitarbeitenden ausgebildet. Erstellt wird der Inhalt der Motivations-Module unter F\u00fchrung des Teilprojekts Standortmarketing.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz erbringt die \u00f6ffentliche Hand Leistungen im Bereich ihrer hoheitlichen Aufgaben, insbesondere Sicherheit und Infrastruktur\/Verkehr. Daneben engagiert sie sich bez\u00fcglich Standortmarketing sowie bei Projekten und Massnahmen in der Schweiz. Finanziell bel\u00e4uft sich das Engagement auf insgesamt 140 Mio. Franken; davon entfallen 82 Mio. 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