{"id":123726,"date":"2007-10-01T12:00:00","date_gmt":"2007-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/10\/arvanitis-20\/"},"modified":"2023-08-23T23:43:14","modified_gmt":"2023-08-23T21:43:14","slug":"arvanitis-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/10\/arvanitis-19\/","title":{"rendered":"Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft in der Schweiz aus Sicht der Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p>Im Auftrag des ETH-Rates untersuchte die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Z\u00fcrich im Rahmen einer repr\u00e4sentativen Umfrage die Wissens- und Technologietransferaktivit\u00e4ten (WTT) zwischen der Wirtschaft und dem Hochschulsektor. Im Ergebnis zeigt sich, dass WTT positiv auf die Innovationsleistung und die Arbeitsproduktivit\u00e4t der Schweizer Firmen wirkt. 28% der Schweizer Firmen betreiben WTT. Informelle Kontakte und\/oder Ausbildungsaktivit\u00e4ten sind die wichtigsten Formen des Wissenstransfers. Als Hauptmotiv f\u00fcr WTT nannten die Firmen den Zugang zu spezifischen F\u00e4higkeiten als Erg\u00e4nzung von unternehmensinternem Know-how. Die Firmen sehen in den betriebsinternen Faktoren das Haupthemmnis f\u00fcr WTT in der Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIm Rahmen der sich entwickelnden Wissensgesellschaft steigt die Bedeutung externer Wissensquellen f\u00fcr die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse. St\u00e4ndiger Zugang zu neuerem Wissen und Technologien aus verschiedensten Quellen ist bereits zu einem wesentlichen Wettbewerbsparameter f\u00fcr viele Schweizer Firmen geworden. Dabei stehen den Schweizer Firmen neben Kunden, Lieferanten oder Konkurrenten auch die Schweizer Hochschulen als Innovationsquellen zur Verf\u00fcgung. Diese zeichnen sich durch eine international vergleichbar hohe Forschungsleistung aus. \u00a0Wie stark werden Hochschulen als Innovationsquelle genutzt? Welches sind die wesentlichen Motive f\u00fcr WTT (siehe Kasten 1 Mit Wissens- und Technologietransfer (WTT) bezeichnen wir den Wissensaustausch zwischen wissenschaftlichen Institutionen und Unternehmen. Dies umfasst alle Aktivit\u00e4ten, die darauf abzielen, Wissen zu \u00fcbertragen, das &#8211; je nach Richtung des Austausches &#8211; f\u00fcr die T\u00e4tigkeit der beteiligten Firma bzw. Hochschule n\u00fctzlich sein kann.) und welches die wesentlichen Hemmnisse? Welche Strategien werden verfolgt? Und: Welchen Einfluss hat WTT auf die betriebliche Innovationsleistung und die Produktivit\u00e4t von Schweizer Firmen? Zur Beantwortung dieser Fragen f\u00fchrte die KOF im Jahre 2005 eine repr\u00e4sentative Umfrage auf Basis des KOF-Unternehmenspanels durch. Befragt wurden 5693 Firmen, von denen 2582 geantwortet haben (45,4%). Die Repr\u00e4sentativit\u00e4t der Ergebnisse wurde unter anderem durch eine \u00abNon-Response\u00bb-Umfrage gew\u00e4hrleistet. Vgl. Arvanitis S., Kubli U., Sydow N., W\u00f6rter M. (2005) Knowledge and Technology Transfer (KTT) Activities Between Universities and Firms in Switzerland: The Main Facts, KOF Working Paper Nr. 115.&#13;<\/p>\n<h2>Wie stark ist WTT in der Schweiz verbreitet?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\n28% der Schweizer Firmen betreiben WTT mit dem Schweizer Hochschulsektor. Von diesen tauschen 9% auch mit ausl\u00e4ndischen Hochschulen Wissen aus (siehe Grafik 1). Am h\u00e4ufigsten stehen Firmen der Hightech-Branchen (37%) und grosse Firmen mit mehr als 250 Besch\u00e4ftigten mit in- und ausl\u00e4ndischen Hochschulen in Kontakt (47%). H\u00e4ufig finden sich auch Firmen aus dem Bereich der wissensbasierten Dienstleistungen unter den WTT-aktiven Firmen (34%). Der Anteil von WTT-aktiven Firmen liegt in der Industrie (31%) und im Dienstleistungssektor Der Dienstleistungssektor umfasste bei dieser Umfrage die Bereiche Grosshandel, Verkehr, Banken\/Versicherungen, Informatikdienste\/F&amp;E, Dienstleistungen f\u00fcr Unternehmen und die Telekommunikation. (32%) nahezu gleich hoch, w\u00e4hrend im Bausektor deutlich weniger Unternehmen WTT-aktiv sind (14%).&#13;<\/p>\n<h2>Was sind die wichtigsten Kontaktformen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWir befragten die WTT-aktiven Firmen nach der Bedeutung von 19 verschiedenen Formen des Wissenstransfers. Die 19 Formen wurden in 5 Kategorien zusammengefasst: informelle Kontakte (z.B. Telefonkontakte, Besuch von Konferenzen, Lesen\/Zitieren von Publikationen), technische Infrastruktur (z.B. gemeinsame Labors), Ausbildungst\u00e4tigkeiten (z.B. Kontakt der Absolventen zur Hochschule, Vergabe von Dissertationen, gemeinsame Lehrveranstaltungen, Weiterbildungskurse), Forschungst\u00e4tigkeit (gemeinsame Projekte) und Beratung (Gutachten, Beratungsleistungen). \u00a0Mehr als 50% der WTT-aktiven Firmen betrachten informelle Kontakte und\/oder Ausbildungsaktivit\u00e4ten als eine wichtige Form des Wissenstransfers. 18% der Firmen betonen die Wichtigkeit von konkreten Forschungsbeziehungen mit den Hochschulen. Bei 15% stehen Beratungsleistungen und bei 12% die Nutzung der hochschuleigenen technischen Infrastruktur im Mittelpunkt ihrer Transferaktivit\u00e4ten (siehe Grafik 2).&#13;<\/p>\n<h2>Warum betreiben Unternehmen Wissenstransfer mit Hochschulen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWTT-aktive Firmen sehen die wesentlichsten Motive f\u00fcr ihre WTT-Aktivit\u00e4ten im Zugang zu spezifischen F\u00e4higkeiten als Erg\u00e4nzung von unternehmensinternem Know-how (46,3%), in den Aus- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Mitarbeitende (29,5%) und in der Tatsache, dass bestimmte F&amp;E-Projekte nur in Kooperation mit Hochschulen m\u00f6glich (25,6%) sind (siehe Grafik 3). Aus der Firmenperspektive sind vor allem der Zugang zum Humankapital der Hochschulen sowie finanzielle Motive wesentliche Gr\u00fcnde f\u00fcr WTT. Die Unterschiede in den Motiven zwischen Industrie- und Dienstleistungsfirmen sind marginal. In beiden Kategorien ist der Zugang zu spezifischen F\u00e4higkeiten das Hauptmotiv. W\u00e4hrend finanzielle Motive f\u00fcr Industriefirmen etwas bedeutender sind als f\u00fcr Dienstleistungsfirmen, betonen Letztere Humankapitalkategorien h\u00e4ufiger als Industriefirmen.&#13;<\/p>\n<h2>Was verhindert Wissenstransfer oder hemmt dessen Intensivierung?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nViele der befragten Firmen stellen Unzul\u00e4nglichkeiten im eigenen Bereich als Haupthemmnis f\u00fcr WTT fest (siehe Grafik 4). Vgl. Fragebogen auf www.kof.ethz f\u00fcr eine detailliertere Auflistung der Hemmniskategorien. Dazu z\u00e4hlt beispielsweise die Vorstellung, dass die Forschungsfragen der Firmen f\u00fcr wissenschaftliche Institutionen uninteressant seien oder dass der Firma das Interesse an wissenschaftlichen Projekten fehle. Kosten, Risiken und Unsicherheit \u00fcber den wirtschaftlichen Erfolg eines Kooperationsprojektes mit den Hochschulen ist die n\u00e4chstbedeutendste Hemmniskategorie. Vor allem der Mangel an finanziellen Ressourcen f\u00fcr WTT ist eine wesentliche Unterkategorie dieser Hemmnisgruppe. Firmen sehen sich des \u00d6fteren auch durch Unzul\u00e4nglichkeiten auf Seiten der wissenschaftlichen Institutionen von WTT-Aktivit\u00e4ten abgehalten. Dabei beklagen sie vor allem, dass die F&amp;E-Orientierung der Hochschulen nicht den Interessen der Firma entspreche oder dass es oftmals schwierig sei, die F&amp;E-Kooperationsergebnisse zu vermarkten. \u00a0Vergleicht man die Angaben der WTT-aktiven mit denjenigen der WTT-inaktiven Firmen, so zeigt sich, dass WTT-Erfahrungen mit den Hochschulen das Hemmnisprofil deutlich beeinflussen. Firmen mit WTT-Aktivit\u00e4ten bem\u00e4ngeln h\u00e4ufiger Kosten, Risiken und Unsicherheitsaspekte, organisatorische\/institutionelle Hemmnisse und den Mangel an Informationen. Ebenso bemerkenswert ist, dass WTT-aktive Firmen weniger oft M\u00e4ngel in der Firma selber oder M\u00e4ngel auf Seiten der Wissenschaften als wesentliches Hemmnis angeben als Firmen ohne WTT-Erfahrung.&#13;<\/p>\n<h2>Welcher Hochschultypus wird als WTT-Partner bevorzugt?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrafik 5 zeigt die H\u00e4ufigkeit der WTT-Kontakte nach Hochschultypen in der Schweiz. Fachhochschulen und der ETH-Bereich wurden nahezu gleich oft als WTT-Partner genannt, etwas seltener der Universit\u00e4tssektor (Mehrfachnennungen waren m\u00f6glich). Die Verteilung nach Firmengr\u00f6sse ergibt relativ geringe Unterschiede zwischen dem ETH-Bereich und dem Fachhochschulsektor sowie einen etwas deutlicheren Abstand zu den Universit\u00e4ten, wobei der Abstand bei den mittelgrossen Firmen am geringsten ist.&#13;<\/p>\n<h2>Wie unterscheiden sich die WTT-Strategien?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNicht zuletzt zur Erh\u00f6hung der F\u00f6rdereffizienz von WTT ist es notwendig, festzustellen, welche Strategien WTT-aktive Firmen verfolgen, um Zugang zum Hochschulwis-sen zu erlangen und die Resultate dieser Beziehungen m\u00f6glichst wirkungsvoll in neue Marktprodukte umzusetzen. Eine spezielle Auswertung der gesammelten Daten zeigte, dass die Transferaktivit\u00e4ten von Schweizer Firmen im Allgemeinen in drei verschiedene Strategietypen eingeteilt werden k\u00f6nnen. Die Strategietypen wurden auf Basis der Angaben der Firmen hinsichtlich bedeutender Transferformen entwickelt:\u00a0&#8211; Zum Strategie-Typ A z\u00e4hlen Firmen, die vorwiegend nationale Hochschulen kontaktieren, relativ wenig Transferaktivit\u00e4ten aufweisen, insgesamt sehr losen Kontakt zu den Hochschulen pflegen und keine der verschiedenen Transferformen (z.B. informelle Kontakte, Nutzung technischer Infrastruktur, Aus-\/Weiterbildungsangebote) als relativ sehr bedeutend einsch\u00e4tzen. \u00a0&#8211; Zum Strategie-Typ B z\u00e4hlen Firmen, die \u00fcberdurchschnittlich oft \u00abweichere\u00bb Kontaktformen als wesentlich f\u00fcr deren Transferaktivit\u00e4ten bewerten. Sie akquirieren Hochschulwissen in Form von Konferenzbesuchen sowie informellen und telefonischen Kontakten mit dem wissenschaftlichen Hochschulpersonal. Sie besch\u00e4ftigen Hochschulabsolventen, die nach wie vor Kontakte zu ihrer Hochschule unterhalten. Firmenangestellte beteiligen sich an gemeinsamen Lehrveranstaltungen mit Hochschulangeh\u00f6rigen, oder die Beratungsleistungen der Hochschulen werden in Anspruch genommen.\u00a0&#8211; Zum Strategie-Typ C z\u00e4hlen Firmen, die \u00fcberdurchschnittlich oft sehr intensive Transferformen unterhalten. Sie sehen in den Hochschulen einen verl\u00e4sslichen Forschungspartner, kooperieren auf Basis gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsprojekte, unterhalten l\u00e4ngerfristige Kooperationsvertr\u00e4ge und nutzen die technische Infrastruktur der Hochschulen. \u00a0\u00a0Die dargestellten Strategie-Typen unterscheiden sich jedoch nicht nur in der Intensit\u00e4t des Transferkontaktes, sondern auch hinsichtlich der Hemmnisse, die einer weiteren Intensivierung der Transferkontakte entgegenstehen. Beispielsweise zeigen vertiefende Analysen, dass fehlende finanzielle Mittel vorwiegend bei Firmen des Strategie-Typs C einer weiteren Intensivierung der Transferkontakte entgegenstehen. Hingegen sind f\u00fcr Firmen der Strategie-Typen A und B unterschiedliche Forschungsorientierungen bzw. -interessen zwischen den Transferpartnern oder das Fehlen von Vermarktungsm\u00f6glichkeiten wissenschaftlicher Forschungsergebnisse wesentliche Hemmniskategorien. Politische Massnahmen zur F\u00f6rderung des Wissenstransfers zwischen Firmen und Hochschulen sollten diese Hemmnisprofile ber\u00fccksichtigen. Ein Grossteil der WTT-aktiven Firmen ist zum Strategiecluster A zu z\u00e4hlen (333 Firmen), gefolgt von den Strategieclustern B (234 Firmen) und C (102 Firmen). F\u00fcr weitere Details zu diesem Thema (wie z.B. die Bestimmungsgr\u00fcnde der Strategiewahl) vgl. Arvanitis S., W\u00f6rter M. (2006): Firms&#8216; Strategies for Knowledge and Technology Transfer with Public Research Organisations and Their Impact on Firms&#8216; Performance, KOF Working Paper Nr. 148.&#13;<\/p>\n<h2>Zu welchen Ergebnissen f\u00fchrt WTT innerhalb der Firmen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNach eigenen Angaben der Firmen f\u00fchrt WTT als h\u00e4ufigste Wirkung in 31,6% der F\u00e4lle zur Adoption neuer Technologien. In 22,6% der F\u00e4lle gelingt die Entwicklung neuer Technologien, und in 19,7% verbesserte sich die Humankapitalausstattung der Firma nachhaltig. Ebenso bemerken die WTT-aktiven Firmen in 12,8% der F\u00e4lle eine Ver\u00e4nderung der Forschungsorientierung. Einen Einfluss auf die F&amp;E-Kosten vermerkten nur 10,7% der Befragten. Eine potenzielle Substitution von privater durch \u00f6ffentliche F&amp;E-Anstrengung ist grunds\u00e4tzlich nicht feststellbar; nur 0,7% der befragten Firmen stellten eine Reduktion der internen F&amp;E-Kapazit\u00e4ten als Folge von WTT fest. \u00a0Zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis gelangen vertiefende \u00f6konometrische Untersuchungen. Vgl. Arvanitis S., Sydow N., W\u00f6rter M. (2005): Is There Any Impact of University-Industry Knowledge Transfer on the Performance of Private Enterprises? &#8211; An Empirical Analysis Based on Swiss Firm Data, KOF Working Paper Nr. 119. Auf Basis einer Innovationsgleichung, die &#8211; neben den Variablen f\u00fcr Wissenstransfer &#8211; eine Reihe von Kontrollgr\u00f6ssen f\u00fcr das Innovationsverhalten und den Innovationserfolg einer Firma beinhaltet, konnte festgestellt werden, dass WTT-Aktivit\u00e4ten die Innovationsleistung signifikant erh\u00f6hen. Das gilt f\u00fcr zwei verschiedene Innovationsmasse, n\u00e4mlich die F&amp;E-Intensit\u00e4t und den Anteil innovativer Produkte am Umsatz der Firma. Dar\u00fcber hinaus hat sich gezeigt, dass WTT-Aktivit\u00e4ten auch die Arbeitsproduktivit\u00e4t der Firma erh\u00f6hen. Das geschieht einerseits auf direktem Weg als unmittelbares Resultat von WTT und anderseits auf indirektem Weg \u00fcber die Erh\u00f6hung der F&amp;E-Intensit\u00e4t, die wiederum positiv auf die Arbeitsproduktivit\u00e4t wirkt. \u00a0Diese allgemeineren Impact-Resultate konnten in zweifacher Hinsicht pr\u00e4zisiert werden:\u00a0&#8211; Zum einen stellte sich heraus, dass nicht alle Transfer-Formen (informelle Kon-takte und generelle Informationen, Aus-\/Weiterbildung, Forschung, Beratung und technische Infrastruktur) gleichermassen positiv auf die Innovationsperformance einer Firma wirken. Besonders g\u00fcnstig wirkten sich Transferaktivit\u00e4ten aus, die sich unmittelbar auf die Verbesserung des Humankapitals bezogen oder konkrete F&amp;E-Kooperationen mit Hochschulinstitutionen umfassten. \u00a0&#8211; Zum anderen zeigte sich, dass nicht jede Strategie gleichermassen geeignet zu sein scheint, das Wissen von Hochschulen aufzunehmen, erfolgreich in Innovationsprojekte zu integrieren und dadurch die Innovationsleistung der Firmen zu erh\u00f6hen. Dabei erwies sich vor allem die Strategie C (intensivste Variante des WTT) erfolgreicher als die Strategien A oder B.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abH\u00e4ufigkeiten von WTT-Aktivit\u00e4ten\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abWichtigste WTT-Aktivit\u00e4ten\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abBeweggr\u00fcnde der Firmen f\u00fcr WTT\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abWTT-Hemmnisse\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 5 \u00abWTT-Aktivit\u00e4ten mit Institutionen nach Unternehmensgr\u00f6sse\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Wissens- und Technologietransfer (WTT) Mit Wissens- und Technologietransfer (WTT) bezeichnen wir den Wissensaustausch zwischen wissenschaftlichen Institutionen und Unternehmen. Dies umfasst alle Aktivit\u00e4ten, die darauf abzielen, Wissen zu \u00fcbertragen, das &#8211; je nach Richtung des Austausches &#8211; f\u00fcr die T\u00e4tigkeit der beteiligten Firma bzw. Hochschule n\u00fctzlich sein kann.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Determinanten des WTT Eine \u00f6konometrische Untersuchung der wesentlichen Determinanten des Wissenstransfers zeigte, dass vor allem gr\u00f6ssere Firmen, Firmen mit guter Humankapitalausstattung sowie Firmen mit internen F&amp;E-Aktivit\u00e4ten eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit aufweisen, WTT zu betreiben, als sehr kleine Firmen oder Firmen, denen die Humanressourcen fehlen, um das Wissen der Hochschulen f\u00fcr eigene Entwicklungen und Produkte zu absorbieren. Defizite auf Seiten der Firmen und auf Seiten der wissenschaftlichen Institutionen zeigen im \u00f6konometrischen Modell den gr\u00f6ssten negativen Einfluss auf die Entscheidung einer Firma, WTT zu betreiben. F\u00fcr Firmen mit WTT-Aktivit\u00e4ten sind auch andere Hemmniskategorien von Bedeutung. Der Mangel an Informationen, finanzielle Aspekte und organisatorische\/institutionelle Faktoren stehen hier einer weiteren Intensivierung der WTT-Kontakte entgegen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Auftrag des ETH-Rates untersuchte die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Z\u00fcrich im Rahmen einer repr\u00e4sentativen Umfrage die Wissens- und Technologietransferaktivit\u00e4ten (WTT) zwischen der Wirtschaft und dem Hochschulsektor. Im Ergebnis zeigt sich, dass WTT positiv auf die Innovationsleistung und die Arbeitsproduktivit\u00e4t der Schweizer Firmen wirkt. 28% der Schweizer Firmen betreiben WTT. 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