{"id":123766,"date":"2007-10-01T12:00:00","date_gmt":"2007-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/10\/leuthard-10\/"},"modified":"2023-08-23T23:43:21","modified_gmt":"2023-08-23T21:43:21","slug":"leuthard-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/10\/leuthard-9\/","title":{"rendered":"Im Gespr\u00e4ch mit Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard: Wissensplatz und Werkplatz noch st\u00e4rker verbinden"},"content":{"rendered":"<p>Beim Schaffen von neuem Wissen und Patenten nimmt die Schweiz im internationalen Vergleich nach wie vor eine Spitzenposition ein. Allerdings hat hier die Dynamik abgenommen. Vor dem Hintergrund dieses Ph\u00e4nomens f\u00fchrte das Magazin \u00abDie Volkswirtschaft&nbsp;\u00bb das Gespr\u00e4ch mit Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD). Im Zentrum standen dabei Fragen nach der St\u00e4rkung des Innovationssystems Schweiz sowie nach der Rolle und Bedeutung der Wissensnetzwerke insbesondere f\u00fcr KMU. Angesprochen wurde auch die Thematik um den verbesserungsbed\u00fcrftigen Schutz des Geistigen Eigentums in den aufstrebenden asiatischen L\u00e4ndern.<img decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/\/files\/images\/leuthard-foto-gs_ausschnitt.jpg\" alt=\"\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaft: Frau Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard: Wie begr\u00fcnden Sie das Engagement der \u00f6ffentlichen Hand im Bereich des Wissens- und Technologietransfers (WTT) und der Schaffung von Wissensnetzwerken? Leuthard: Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Unsere Wirtschaft und unser Wohlstand bauen auf Wissen auf. Deshalb hat die Politik die wichtige Aufgabe, die n\u00f6tigen finanziellen Ressourcen f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation zur Verf\u00fcgung zu stellen, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen und das Wissensnetzwerk unter den Hochschulen und der Privatwirtschaft zu verdichten. Besonders KMU sind auf das Wissensnetzwerk angewiesen. Die Volkswirtschaft: Auf den Nenner gebracht: Wie beurteilen Sie das schweizerische Innovationssystem? Leuthard: Wissen allein ist noch nicht entscheidend; noch bedeutender ist Innovation. Sie ist der wichtigste Antrieb f\u00fcr Produktivit\u00e4tssteigerungen und Wachstum \u00fcberhaupt. Zahlen belegen dies: Die Schweiz hat zwischen 1995 und 2005 in den Branchen mit hoher Innovationskraft 85000 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen und in jenen mit geringer Innovationskraft 120000 verloren. Deshalb haben wir auch ein grosses Interesse, international vorne dabei zu sein. Wir liegen an der Spitze bei der Schaffung von neuem Wissen und der Patentierung von Erfindungen. Allerdings sind wir punkto Umsetzung weniger stark. Generell gilt: Wir m\u00fcssen den Wettbewerb intensivieren und den \u00abWissensplatz Schweiz\u00bb noch st\u00e4rker mit dem \u00abWerkplatz Schweiz\u00bb verbinden. Die Volkswirtschaft: Wo orten Sie &#8211; gegen\u00fcber den Besten &#8211; Verbesserungspotenzial? Leuthard: Forschungsergebnisse m\u00fcssen den Weg in marktorientierte Innovationsvorhaben finden. Und da ist die Schweiz &#8211; etwa im Vergleich zu Schweden, Japan, den USA oder Israel &#8211; eher schlecht positioniert. Erfolgsfaktoren der Innovationssysteme dieser L\u00e4nder sind etwa die h\u00f6here Bereitschaft der Unternehmen f\u00fcr neues Wissen und neue Technologien, die einfachere Finanzierung von Innovationsvorhaben und der offenere Heimmarkt f\u00fcr Erstanwendungen von innovativen L\u00f6sungen. In diesen Bereichen m\u00fcssen wir uns also verbessern. Die Volkswirtschaft: Als Schw\u00e4che des schweizerischen Innovationssystems werden h\u00e4ufig auch die starke Ausrichtung auf die traditionellen Sparten des sekund\u00e4ren Sektors und die Vernachl\u00e4ssigung von Innovationen im Dienstleistungsbereich betrachtet. Teilen Sie diese Meinung? Leuthard: Dienstleistungen gewinnen in unserer Wirtschaft weiter an Bedeutung. Dieser Trend betrifft nicht nur den Terti\u00e4rsektor, sondern praktisch alle Branchen des Industriesektors. Ich teile die Auffassung, dass sich die Schweiz eher schwer tut mit dieser Herausforderung, was auch der k\u00fcrzlich erschienene OECD-L\u00e4nderbericht feststellt. Dies k\u00f6nnte Folgen haben auf unser Wachstum. Die Volkswirtschaft: Wie l\u00e4sst sich die Ausrichtung allenfalls korrigieren? Leuthard: Ich sehe zwei M\u00f6glichkeiten, Innovation zu f\u00f6rdern. Einerseits haben wir schon Instrumente &#8211; zum Beispiel die F\u00f6rderagentur f\u00fcr Innovation des Bundes KTI. Andererseits ist der Wettbewerb ein Motor, der Innovation antreibt. Die Revision der KTI ist eine gute Gelegenheit, den Schwerpunkt gezielt auf die Dienstleistungen zu legen. Gerade in den Sparten Umwelt und Energie oder Materialwissenschaften ist noch ein grosses Potenzial vorhanden. Dazu geh\u00f6rt auch die ganze Agrarforschung, die international ein hohes Renommee geniesst, was oft vergessen wird. Deren Erkenntnisse k\u00f6nnen helfen, auch in der Landwirtschaft innovativer und damit produktiver zu werden. Eine weiteres Projekt ist die \u00abHochschullandschaft Schweiz\u00bb, in dessen Rahmen wir Qualit\u00e4tssteigerungen und bessere Koordination unter den Hochschulen anstreben. Insbesondere der intensivere Wettbewerb und die gleichzeitige Steuerung der strategischen Schwerpunkte d\u00fcrften dazu beitragen, dass der Dienstleistungssektor gest\u00e4rkt werden kann. Zu den Dienstleistungen geh\u00f6rt schliesslich auch der gesamte Gesundheitsmarkt, der \u00fcber 50 Mrd. Franken umfasst und hochwertige Leistungen beinhaltet, jedoch sehr binnenbezogen ist. Wir sollten uns \u00fcberlegen, ob dieser Markt nicht ge\u00f6ffnet werden sollte, zumal die Schweiz ja mit den Life Sciences und der starken Pharmaindustrie gut positioniert ist. Die Volkswirtschaft: Mit dem neuen Rahmenkredit f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (BFI 2008-2011) will der Bund sein finanzielles Engagement deutlich erh\u00f6hen. Ein h\u00f6heres Budget allein ist ohne effizienten Einsatz der Mittel keine wirkliche L\u00f6sung. Wie wollen Sie den effizienten Einsatz der finanziellen Mittel des Bundes sichern? Leuthard: Wir verf\u00fcgen \u00fcber einen Bildungsbericht 2006, der Aussagen zu Effizienz und Effektivit\u00e4t des ganzen Bildungssystems Schweiz macht. Auf dieser Grundlage werden wir die Priorit\u00e4ten gemeinsam mit den Kantonen festlegen, mit dem Ziel, die Effizienz in jedem Bildungsbereich zu steigern. Die Volkswirtschaft: Welche Rolle spielen Ihrer Ansicht nach die Wissensnetzwerke f\u00fcr das schweizerische Innovationssystem? Leuthard: Wissensnetzwerke spielen die Rolle der Br\u00fcckenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis, denn die Hochschulen betreiben viel Grundlagenforschung. Innovationen hingegen werden eher in der Wirtschaft generiert. Wissennetzwerke helfen beispielsweise den Unternehmen, geeignete Hochschulpartner zu finden. Die Volkswirtschaft: Die Wissens- und Technologietransfer-Plattformen des Bundes (KTI WTT) fungieren als \u00abPartnervermittlung\u00bb zwischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen. Was sind die Erfahrungen mit dem relativ jungen Instrument? Leuthard: Die f\u00fcnf KTI WTT-Konsortien unterst\u00fctzen die Firmen seit gut anderthalb Jahren vor allem bei der Formulierung der Anforderungsprofile und beim Aufbau von Kooperationsvorhaben. F\u00fcr eine Gesamtbilanz zum jetzigen Zeitpunkt w\u00e4re es aber ein bisschen fr\u00fch. Im Vordergrund stehen zuerst einmal die Verst\u00e4rkung des nachfrageorientierten Ansatzes und die internationale Einbindung. Wir haben bereits vier Plattformen, die international ausgerichtet sind. Um gerade das internationale Element weiter zu verst\u00e4rken, ist auch die Expertengruppe international zusammengesetzt. Die Volkswirtschaft: In welchem Masse profitieren die KMU von diesen Konsortien? Leuthard: Die Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen soll einfacher werden. Insbesondere KMU sollen einen leichteren Einstieg finden, vor allem jene KMU, die bisher noch nicht mit Hochschulforschern zusammenarbeiten, obwohl sie das Potenzial dazu h\u00e4tten. F\u00fcr die n\u00e4chste Legislatur hat denn auch die KTI die Vorgabe erhalten, die Zahl der an WTT-Projekten beteiligten KMU massiv zu erh\u00f6hen. Das gelingt nur, wenn der Nutzen dieser Projekte den KMU deutlicher aufgezeigt werden kann; dazu ben\u00f6tigen wir &#8211; neben den Anstrengungen seitens KTI &#8211; auch die Mithilfe der Wirtschaftsverb\u00e4nde. Die Volkswirtschaft: Mit dem Einbezug in den WTT-Prozess \u00fcbernehmen viele Universit\u00e4ten und Fachhochschulen eine neue Rolle. Besteht hier nicht die Gefahr einer \u00dcberforderung? Leuthard: Kaum, denn die Forschung der beiden ETH war seit ihren Anf\u00e4ngen darauf ausgerichtet, einen Nutzen f\u00fcr die Wirtschaft zu erbringen. Unsere Forscherinnen und Forscher haben gerade durch die hohe Patentdichte bewiesen, dass sie dies erkannt haben &#8211; und zwar ohne Sponsoring-, Seed-Money-, oder Venture-Capital-Systeme, wie sie in den USA gebr\u00e4uchlich sind. Im Bereich der angewandten Forschung ist die Privatwirtschaft stark engagiert &#8211; insbesondere in der Chemie- und Pharmaindustrie. Bei den Fachhochschulen, die noch im Aufbau begriffen sind, habe ich noch weniger Bedenken, weil die dort t\u00e4tigen Ingenieure die Bed\u00fcrfnisse der Wirtschaft von ihrer Ausbildung her sehr gut kennen. Was verbessert werden muss, ist die regionale Cluster-Bildung rund um die Fachhochschulen. Vorbildcharakter haben hier die Nano-Cluster und Verpackungs-Cluster am Bodensee. Das Beispiel zeigt, wie Regionalpolitik mit Bildungs- und Innovationspolitik zu verkn\u00fcpfen ist. Viele Initiativen gehen in die richtige Richtung. Die Volkswirtschaft: Was sind die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede in den Rollen zwischen ETH, Universit\u00e4ten und Fachhochschulen im WTT-Prozess? Leuthard: Wir haben die diesbez\u00fcglichen Rahmenbedingungen im neuen Hochschulgesetz festgelegt, das vom Bundesrat am 12.September 2007 in die Vernehmlassung geschickt wurde. Eine gemeinsame Steuerung des Hochschulbereichs steht dabei im Vordergrund. Damit wird eine strategische Planung f\u00fcr die ganze Schweiz m\u00f6glich. Das Ziel dieser Vorlage ist aber nicht die Gleichschaltung. Die Fachhochschulen werden ihre Andersartigkeit behalten, notabene weil sie speziell auf die angewandte F&amp;E ausgerichtet sind und weil sie noch n\u00e4her an die regionale Wirtschaft angebunden sind. Die ETH haben ihrerseits die Vorgabe, die Grundlagenforschung noch weiter voranzutreiben. Diese Aufgabenteilung hat sich bew\u00e4hrt und wird beibehalten. Die Institute k\u00f6nnen aber direkt \u00fcber Sponsoring, \u00fcber Forschungsbeitr\u00e4ge der Firmen die Synergien mit der Wirtschaft nutzen. Die Volkswirtschaft: KTI WTT wird als wichtiges Instrument der Neuen Regionalpolitik (NRP) eingesetzt. Was sind hier die Erwartungen? Leuthard: Das Hauptziel der NRP ist es, Wertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tze in Regionen zu generieren. Dass damit Forschung und Innovationsleistungen verbunden sind, versteht sich von selbst. Der Bund schreibt hier nichts vor und initiiert keine Projekte. Eine Region soll ihre St\u00e4rken analysieren und das vorhandene Wertsch\u00f6pfungspotenzial im Wissenstransfer zu den vor Ort t\u00e4tigen KMU aussch\u00f6pfen. Dies ist eines der Elemente, um in peripheren Gebieten wertsch\u00f6pfungsintensive und exportorientierte Initiativen zu unterst\u00fctzen. Die Volkswirtschaft: Machen wir in der Diskussion einen Schwenker und wenden wir uns Fragen zu, die sich hier in einer globalen Wirtschaft im Umgang mit Schwellenl\u00e4ndern stellen: Der Schutz des Geistigen Eigentums ist f\u00fcr das Innovationssystem hoch entwickelter L\u00e4nder von zentraler Bedeutung. In den Medien wird aber immer wieder dar\u00fcber berichtet, wie gross die Kopierwut und der Raub Geistigen Eigentums im stark aufstrebenden asiatischen Raum sind. Wie hoch sch\u00e4tzen Sie diese Gefahr ein? Leuthard: Es ist f\u00fcr unsere Wirtschaft entscheidend, dass der bestehende Rechtsrahmen &#8211; sprich ein starkes Patentrecht und das Dienstleistungsabkommen der WTO (Trips) &#8211; auch eingehalten wird. Probleme gibt es insbesondere in den boomenden Schwellenl\u00e4ndern, die ich diesen Sommer besuchte &#8211; n\u00e4mlich China, Vietnam und Indien. Es war mir besonders wichtig, dass wir Abkommen diesbez\u00fcglich mit China und Indien abschliessen konnten. Jetzt werden Arbeitsgruppen eingesetzt, die sich ganz pragmatisch um die konkreten Probleme k\u00fcmmern, die Firmen aufsuchen und zusammen mit diesen Sanktionen entwickeln, wie man gegen Piraterie und F\u00e4lschung vorgehen kann. Ich denke, dass vor allem die Volkswirtschaften Chinas und Indiens zunehmend selber innovative Produkte entwickeln. Sie haben somit ein steigendes Interesse, dass der Rechtsrahmen nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch tats\u00e4chlich funktioniert. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass die Rechtssicherheit in diesen Staaten zunehmen wird. Aber dies wird nicht von heute auf morgen geschehen, auch wenn wir in unserem ureigenen Interesse daran arbeiten. Wir m\u00fcssen weiterfahren, unsere Firmen zu sch\u00fctzen und die angesprochenen L\u00e4nder weiter dahingehend sensibilisieren, dass solche Praktiken Wettbewerbsverzerrungen darstellen und die Investitionen in innovative Bereiche sch\u00e4digen. Die Volkswirtschaft: Bis Ende Februar 2008 will der Bundesrat \u00fcber eine allf\u00e4llige Zusammenlegung aller Bildungs- und Forschungsaufgaben im gleichen Departement entscheiden. Welche Vorteile erhoffen Sie von einer solchen Massnahme f\u00fcr den Bildungs- und Innovationsstandort Schweiz? Leuthard: Der Gesamtbundesrat ist sich einig, dass eine solche Zusammenlegung Vorteile h\u00e4tte. Mit der Schaffung der Hochschullandschaft ist der Koordinationsbedarf gr\u00f6sser und die Steuerung durch eine Stelle gefordert. Wo dieser Bereich letztlich angesiedelt wird, ist nicht prim\u00e4r entscheidend. Dass ich die Bildung mit der Wirtschaft koppeln m\u00f6chte, ist logisch. Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass der Arbeitsmarkt, die Bildung und das Innovationssystem sehr eng zusammenh\u00e4ngen. Man spricht immer davon, dass eine der gr\u00f6ssten St\u00e4rken unserer Wirtschaft die gut ausgebildeten Menschen und der flexible Arbeitsmarkt sind. Die Wirtschaft selber hat also ein ureigenes Interesse, dass sie auf lange Sicht gen\u00fcgend gut ausgebildete Hochschulabg\u00e4nger und Berufsfachleute hat. Auch die demographischen Entwicklungen zwingen uns zu langfristigen Denken. Denn ab 2008 sinkt die Zahl der Schulabg\u00e4nger sukzessive. Die Volkswirtschaft: Frau Bundesr\u00e4tin Leuthard, ich danke Ihnen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGespr\u00e4chsleitung und Redaktion:Geli Spescha, Chefredaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb Aufzeichnung des Gespr\u00e4chs:Simon D\u00e4llenbach, Redaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Schaffen von neuem Wissen und Patenten nimmt die Schweiz im internationalen Vergleich nach wie vor eine Spitzenposition ein. Allerdings hat hier die Dynamik abgenommen. Vor dem Hintergrund dieses Ph\u00e4nomens f\u00fchrte das Magazin \u00abDie Volkswirtschaft&nbsp;\u00bb das Gespr\u00e4ch mit Bundesr\u00e4tin Doris Leuthard, Vorsteherin des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD). 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