{"id":123806,"date":"2007-09-01T12:00:00","date_gmt":"2007-09-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/09\/aeppli-8\/"},"modified":"2023-08-23T23:43:51","modified_gmt":"2023-08-23T21:43:51","slug":"aeppli-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/09\/aeppli-7\/","title":{"rendered":"Soll der schweizerische Emissionshandel mit dem europ\u00e4ischen verkn\u00fcpft werden?"},"content":{"rendered":"<p>Das Kyoto-Protokoll machte den Handel mit Emissionsrechten zu einem wichtigen Pfeiler der Klimapolitik und etablierte mehrere Treibhausgasm\u00e4rkte. Neben diesen Emissionsm\u00e4rkten entstanden verschiedene nationale und regionale Emissionshandelssysteme, von denen das gr\u00f6sste jenes der Europ\u00e4ischen Union (EU) ist. Es ist das Hauptinstrument der EU zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Mit der Verkn\u00fcpfung ihres Systems mit anderen Systemen strebt die EU einen globalen Emissionsmarkt an. Erst auf diese Weise lassen sich Wettbewerbsverzerrungen aufgrund verschiedener CO2-Preise vermeiden. F\u00fcr die Schweiz stellt sich die Frage, ob sie ihr System mit jenem der EU verkn\u00fcpfen soll. Der folgende Artikel befasst sich aus wirtschaftlicher Sicht mit dieser Frage.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Schweiz wird parallel zur CO2-Abgabe ebenfalls ein Emissionshandelssystem (EHS) einf\u00fchren. Damit stellt sich die Frage, ob es sinnvoll w\u00e4re, das schweizerische System mit jenem der EU zu verkn\u00fcpfen. Mit einer Verkn\u00fcpfung wird der Handel mit Emissionsrechten \u00fcber die Grenzen der beiden EHS m\u00f6glich. Voraussetzung dazu ist, dass die Schweiz und die EU ihre Emissionsrechte gegenseitig als den eigenen gleichwertig anerkennen. In einer Studie wurde festgestellt, dass die technischen Hindernisse einer Verkn\u00fcpfung \u00fcberwindbar sind. Vgl. Ecoplan\/Natsource (2006). Es stellt sich nun die Frage, welche wirtschaftlichen Auswirkungen eine Verkn\u00fcpfung hat. Vgl. Aeppli (2007).&#13;<\/p>\n<h2>Erwartete Resultate einer Verkn\u00fcpfung aufgrund der \u00f6konomischen Theorie<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine Verkn\u00fcpfung hebt die Marktgrenzen f\u00fcr Emissionsrechte zwischen der Schweiz und der EU auf. Die wirtschaftlichen Gewinne einer Verkn\u00fcpfung k\u00f6nnen mit jenen einer G\u00fctermarktliberalisierung verglichen werden. Wie die Liberalisierung von G\u00fcterm\u00e4rkten zu tieferen Produktionskosten f\u00fchrt, senkt die Verkn\u00fcpfung von EHS die Kosten zur Erreichung eines bestimmten Reduktionsziels. Die Kostensenkungen sind das Ergebnis von regional unterschiedlichen Kosten zur Vermeidung der gleichen Emissionsmenge: Emissionsreduktionen sind nicht \u00fcberall gleich aufwendig. Eine Verkn\u00fcpfung f\u00fchrt dazu, dass teurere Emissionsreduktionen im einen EHS durch g\u00fcnstigere Emissionsreduktionen im anderen EHS ersetzt werden. Je gr\u00f6sser die Differenz der Emissionsvermeidungskosten f\u00fcr weitere Reduktionen in den zu verkn\u00fcpfenden EHS sind, desto gr\u00f6sser sind folglich die Kosteneinsparungen, welche durch eine Verkn\u00fcpfung erzielt werden k\u00f6nnen; sie erh\u00f6ht zudem die Anzahl Marktteilnehmer und damit die Marktliquidit\u00e4t. Dies senkt die Risiken f\u00fcr Unternehmer und die Transaktionskosten des Handels. Das Resultat ist ein effizienterer Markt. \u00a0Bei gegebenen Reduktionszielen ver\u00e4n-dert eine Verkn\u00fcpfung die Gesamtmenge der Emissionen in den EHS nicht, sondern f\u00fchrt nur zu einer \u00f6rtlichen Verschiebung der Emissionen. Langfristig k\u00f6nnen aber die tieferen Kosten von Emissionsreduktionen zu h\u00f6heren Reduktionszielen f\u00fchren. Der politische Widerstand f\u00fcr ambitionierte neue Reduktionsziele ist bei tieferen Kosten geringer. H\u00f6here Reduktionsziele werden in Zukunft notwendig sein, um auf einen vom Intergovernamental Panel on Climate Change (IPCC) aufgezeigten Emissionspfad zur Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosph\u00e4re zu gelangen.&#13;<\/p>\n<h2>Werden durch den Kauf von Emissionsrechten tats\u00e4chlich Emissionen reduziert?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn der aktuellen politischen Diskussion wird oft die Frage gestellt, ob durch den Kauf von ausl\u00e4ndischen Emissionsrechten tats\u00e4chlich auch die entsprechende Menge Emissionen im Ausland reduziert w\u00fcrde. Im Fall von europ\u00e4ischen Emissionsrechten kann diese Frage klar bejaht werden. Das europ\u00e4ische EHS teilt jedem beteiligten Unternehmen eine bestimmte Menge Emissionsrechte zu. Die Gesamtmenge der Emissionen ist damit festgelegt. Ein Unternehmen, welches Emissionsrechte verkauft, muss im selben Um-fang Emissionen reduzieren. Voraussetzungen sind eine zuverl\u00e4ssige \u00dcberwachung der Emissionen sowie hohe Sanktionen bei Verst\u00f6ssen, was in der Regel der Fall ist. Zudem f\u00fchrt der Kauf von europ\u00e4ischen Emissionsrechten zu Emissionsreduktionen in Industriel\u00e4ndern, was den Einsatz von modernsten Technologien notwendig macht. Dadurch wird die Entwicklung von neuen Technologien gef\u00f6rdert.&#13;<\/p>\n<h2>Wirtschaftliche Auswirkungen einer Verkn\u00fcpfung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer europ\u00e4ische Emissionsmarkt umfasst Emissionsrechte f\u00fcr ca. 2200 Mio. Tonnen CO2. Im Vergleich dazu ist der schweizerische Emissionsmarkt ein Minimarkt: Er wird voraussichtlich etwa 4 Mio. Tonnen CO2-Emissionen einschliessen (vgl. Tabelle 1). Eine Verkn\u00fcpfung hat deshalb kaum Auswirkungen auf den europ\u00e4ischen Emissionsmarkt. Der schweizerische Markt w\u00fcrde hingegen tief greifende Ver\u00e4nderungen erfahren.\u00a0Die wirtschaftlichen Gewinne einer Verkn\u00fcpfung h\u00e4ngen weit gehend von der Differenz der Emissionsvermeidungskosten der beiden Systeme ab. Diese Kostenunterschiede zwischen der EU und der Schweiz sind beachtlich. W\u00e4hrend die Stiftung Klimarappen Schweizer Unternehmen f\u00fcr die Reduktion einer Tonne CO2 im Zeitraum von 2008 bis 2012 70 Franken bezahlt, kosten heute europ\u00e4ische Emissionsrechte des Jahres 2008 f\u00fcr eine Tonne CO2 etwa 30 Franken. Die Preiserwartungen f\u00fcr europ\u00e4ische Emissionsrechte im Jahr 2012 liegen um 55 Franken.&#13;<\/p>\n<h3>Einsparpotenzial durch Wirtschaftsstruktur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Preisunterschied zwischen den europ\u00e4ischen und den schweizerischen Emissionsrechten ist einerseits auf die CO2-freie Stromproduktion und anderseits auf die schweizerische Wirtschaftsstruktur zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Schweiz hat einen starken Dienstleistungssektor, der typischerweise emissionsarm ist, verf\u00fcgt aber nur \u00fcber wenig Schwerindustrie, welche grosse Reduktionspotenziale birgt. Werden die EHS verkn\u00fcpft, k\u00f6nnen schweizerische Unternehmen am EU-Emissionsmarkt mit tieferen Preisen partizipieren. Eine Verkn\u00fcpfung kann dadurch den CO2-Preis in der Schweiz kurzfristig signifikant senken. Damit werden die Emissionsreduktionen von einem Industrieland mit hohen Reduktionskosten in ein Industrieland mit tieferen Reduktionskosten verschoben. In einer l\u00e4ngeren Perspektive ist hingegen zu erwarten, dass sich in einem verkn\u00fcpften Markt, wenn die relativ g\u00fcnstigeren Emissionsreduktionspotenziale in der EU ausgesch\u00f6pft sind, die Vermeidungskosten der beiden Systeme angleichen werden.&#13;<\/p>\n<h3>Steigerung der Markteffizienz<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben diesen typischen Handelsgewinnen k\u00f6nnen in der Schweiz weitere Kostenreduktionen durch eine h\u00f6here Markteffizienz erzielt werden. Es wird erwartet, dass die Liquidit\u00e4t des schweizerischen Emissionsmarktes tief sein wird. Durch die geringe Nachfrage und das geringe Angebot von Emissionsrechten auf dem Schweizer Markt kann der Kauf oder Verkauf von schweizerischen Emissionsrechten schwierig sein; das gefragte Angebot bzw. die gesuchte Nachfrage ist nicht immer vorhanden. Daraus resultieren starke Preisschwankungen. Zudem sind in illiquiden M\u00e4rkten die Kosten h\u00f6her, die mit dem Kauf oder Verkauf von Emissionsrechten verbunden sind, da die Suche nach dem geeigneten Handelspartner aufwendig ist. \u00a0Die Risiken und Kosten von illiquiden M\u00e4rkten f\u00fchren zu ineffizienten Marktergebnissen. So wird in einem illiquiden Markt unter Umst\u00e4nden ein Unternehmen seine Emissionsreduktionen selber bewerkstelligen, obwohl dies teurer ist als der Kauf von Emissionsrechten eines anderen Unternehmens. Anderseits wird ein Unternehmen, das g\u00fcnstig weitere Emissionsreduktionen erzielen k\u00f6nnte, mit der Umsetzung der Reduktionsmassnahmen z\u00f6gern, da es nicht sicher ist, ob es die dadurch freigesetzten Emissionsrechte verkaufen kann. Zudem k\u00f6nnen hohe Handelskosten ein grunds\u00e4tzlich gewinnbringendes Projekt unrentabel machen. Der europ\u00e4ische Emissionsmarkt weist aufgrund seiner Gr\u00f6sse eine hohe Liquidit\u00e4t auf. Mit der Verkn\u00fcpfung des schweizerischen Emissionsmarktes mit dem europ\u00e4ischen w\u00fcrden die Liquidit\u00e4tsengp\u00e4sse auf dem schweizerischen Markt behoben. Seine Effizienz w\u00fcrde stei-gen &#8211; und damit sinken die Kosten zur Erreichung des gegebenen Reduktionszieles.&#13;<\/p>\n<h2>Welchen Schweizer Branchen hilft eine Verkn\u00fcpfung?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVon einer Verkn\u00fcpfung profitieren die energieintensiven Branchen sp\u00fcrbar und die Branchen mit mittlerem Energiebedarf geringf\u00fcgig. Hingegen bleiben Branchen mit geringem Energiebedarf unber\u00fchrt. Es ist davon auszugehen, dass keine Branche negativ von einer Verkn\u00fcpfung beeinflusst wird.\u00a0Je h\u00f6her der Anteil der CO2-Kosten an den Produktionskosten ist, desto st\u00e4rker senkt eine Verminderung des CO2-Preises die Kosten eines Unternehmens und desto mehr st\u00e4rkt dies seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Deshalb erzielen die energieintensiven Branchen durch eine Verkn\u00fcpfung am meisten Vorteile. Insbesondere profitieren energieintensive Industrien, deren Konkurrenten vorwiegend in Europa liegen, wie z.B. die Zementproduzenten. F\u00fcr sie ist ein einheitlicher CO2-Preis in der EU und der Schweiz besonders hilfreich, da er ihnen die gleichen Kosten garantiert wie jene der europ\u00e4ischen Konkurrenz. Auch die erh\u00f6hte Flexibilit\u00e4t durch den liquiden europ\u00e4ischen Emissionsmarkt ist f\u00fcr energieintensive Betriebe wichtig. Sie verringert die Risiken und Transaktionskosten des Handels mit Emissionsrechten.\u00a0Betriebe mit mittlerem Energiebedarf profitieren h\u00f6chstens geringf\u00fcgig. Die Emissionskosten beeinflussen ihre Gesamtkosten nur begrenzt. Momentan sind f\u00fcr sie die Flexibilit\u00e4ten des CH-EHS ausreichend. L\u00e4ngerfristig k\u00f6nnten jedoch weitere innerbetriebliche Emissionsreduktionen kostspielig und der Kauf von europ\u00e4ischen Emissionsrechten eine attraktive Option werden. Unber\u00fchrt bleiben Betriebe mit geringem Energiebedarf, die &#8211; wie z.B. jene des Dienstleistungssektors &#8211; vom EHS nicht erfasst werden. Im heutigen Regime bezahlen sie die CO2-Abgabe.&#13;<\/p>\n<h2>Welche Gewinne fallen vor 2012 an?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Reduktion von CO2-Emissionen bedingt Investitionen in die Produktionstechnik, deren Umsetzung Zeit erfordert. Deshalb haben die meisten Schweizer Unternehmen die Investitionsentscheide zur Erf\u00fcllung ihrer Reduktionsverpflichtung bis 2012 bereits getroffen und zum Teil auch umgesetzt. Die Substitution von schweizerischen Emissionsreduktionen durch g\u00fcnstigere europ\u00e4ische ist in diesem Zeitraum nur begrenzt m\u00f6glich. Eine Verkn\u00fcpfung beg\u00fcnstigt die Schweizer Wirtschaft bis 2012 deshalb nur durch die geringeren Risiken und die erh\u00f6hte Flexibilit\u00e4t des Handels mit Emissionsrechten. Dies kommt vor allem den energieintensiven Betrieben zugute. Den Betrieben mit mittlerem Energiebedarf gen\u00fcgt der schweizerische Emissionsmarkt, um ihre Risiken abzufedern. Die zus\u00e4tzliche Flexibilit\u00e4t einer Verkn\u00fcpfung ist f\u00fcr sie nicht relevant.&#13;<\/p>\n<h2>Welche Gewinne sind nach 2012 zu erwarten?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Gewinne einer Verkn\u00fcpfung fallen vor allem in einer l\u00e4ngerfristigen Perspektive nach 2012 an. Die Investitionsentscheide werden dann unter Ber\u00fccksichtigung eines einheitlichen CO2-Preises in der Schweiz und der EU, den geringeren Risiken und den tieferen Transaktionskosten gef\u00e4llt. Gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Konkurrenten wird ein Wettbewerb mit gleich langen Spiessen m\u00f6glich. Werden von den Unternehmen mit mittlerem Energiebedarf weitere Emissionsreduktionen gefordert, profitieren auch sie betr\u00e4chtlich von einer Verkn\u00fcpfung der EMS. Ihre g\u00fcnstigen Reduktionspotenziale werden bis 2012 weit gehend ausgesch\u00f6pft sein. Der Kauf von europ\u00e4ischen Emissionsrechten wird f\u00fcr sie eine attraktive Option. \u00a0G\u00fcnstigere Emissionsreduktionen k\u00f6nnen sich auch positiv auf die Umwelt auswirken. Sind die Kosten f\u00fcr Emissionsreduktionen gering, ist die Wirtschaft bereit, h\u00f6here Reduktionsforderungen zu akzeptieren. Damit k\u00f6nnte eine Verkn\u00fcpfung die Reduktionsverpflichtung der Schweiz f\u00fcr die Zeit nach 2012 erh\u00f6hen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAus einer Verkn\u00fcpfung des schweizerischen und europ\u00e4ischen EHS kann die Schweiz wirtschaftliche Vorteile erzielen. Da die Weichen f\u00fcr die Reduktionen bis 2012 bereits gestellt sind, sind die Gewinne einer Verkn\u00fcpfung bis dahin noch gering und beschr\u00e4nken sich weit gehend auf die Verminderung von Risiken. Ab 2012 werden dann die Investitionsentscheide unter Einbezug der M\u00f6glichkeit des Handels mit Emissionsrechten mit der EU getroffen. Dies senkt die Kosten der Erreichung des Reduktionsziels sp\u00fcrbar. Weiterhin werden sich auch die geringeren Risiken d\u00e4mpfend auf die Kosten auswirken. Zudem erm\u00f6glicht der einheitliche CO2-Preis energieintensiven schweizerischen Industrien mit ihren europ\u00e4ischen Konkurrenten einen Wettbewerb mit gleich langen Spiessen. Ihre internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit wird gest\u00e4rkt. Branchen mit mittlerem Energiebedarf werden kurzfristig von einer Verkn\u00fcpfung kaum beeinflusst. Werden von ihnen aber nach 2012 weitere Reduktionen gefordert, ist auch ihnen die Verkn\u00fcpfung dienlich. Da sich Betriebe mit geringem Energiebedarf nicht am Emissionshandel beteiligen, bleiben sie von einer Verkn\u00fcpfung unber\u00fchrt. F\u00fcr keine Branche sind nachteilige Auswirkungen festzustellen. Der europ\u00e4ische Emissionsmarkt ver\u00e4ndert sich durch eine Verkn\u00fcpfung kaum. Die EU wird deshalb weder sp\u00fcrbar positiv noch sp\u00fcrbar negativ beeinflusst. Aus Schweizer Sicht ist aufgrund der positiven \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Auswirkungen eine Verkn\u00fcpfung der Emissionshandelssysteme anzustreben.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abVergleich des schweizerischen und des europ\u00e4ischen Emissionsmarktes\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: CO2-Reduktion weiterhin auch im Inland Es ist davon auszugehen, dass auch in einem verkn\u00fcpften Markt Emissionsreduktionen im Inland erzielt werden. Reduzieren die Unternehmen CO2-Emissionen, arbeiten sie normalerweise energieeffizienter und k\u00f6nnen Energiekosten einsparen. Deshalb zahlen sich Investitionen in Emissionsreduktionen weiterhin aus. Es wird ausserdem erwartet, dass die Energiepreise in den n\u00e4chsten Jahren deutlich steigen werden. Damit werden die Anreize f\u00fcr innerbetriebliche Reduktionen verst\u00e4rkt, und heute unrentable Investitionen k\u00f6nnten sich bereits in einigen Jahren auszahlen. Der Aufbau eines gr\u00fcnen Images ist ein weiterer Grund f\u00fcr Unternehmen, die Emissionen im eigenen Betrieb zu reduzieren, anstatt Emissionsrechte zu kaufen. \u00d6kologische Unternehmensf\u00fchrung geh\u00f6rt heute zum guten Ton. Selbst die B\u00f6rsen reagieren auf die Umweltpolitik eines Unternehmens. Zudem fordert der Bundesrat in der Energiestrategie weitere Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Schweiz. Die Ausarbeitung der Massnahmen ist im Gang und soll noch vor Ende Jahr verabschiedet werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Literaturhinweise &#8211; Aeppli Damaris (2007), Wirtschaftliche Auswirkungen einer Verkn\u00fcpfung des schweizerischen und europ\u00e4ischen Emissionshandelssystems. Bezug der elektronischen Fassung auf Anfrage bei margaritha.marques@seco.admin.ch. &#8211; Ecoplan\/Natsource (2006), Linking domestic Emission Trading Schemes to the EU ETS. Tetris Deliverable, Bern\/London.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kyoto-Protokoll machte den Handel mit Emissionsrechten zu einem wichtigen Pfeiler der Klimapolitik und etablierte mehrere Treibhausgasm\u00e4rkte. Neben diesen Emissionsm\u00e4rkten entstanden verschiedene nationale und regionale Emissionshandelssysteme, von denen das gr\u00f6sste jenes der Europ\u00e4ischen Union (EU) ist. Es ist das Hauptinstrument der EU zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. 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