{"id":123912,"date":"2007-07-01T12:00:00","date_gmt":"2007-07-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/07\/aeberhardt-14\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:01","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:01","slug":"aeberhardt-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/07\/aeberhardt-13\/","title":{"rendered":"Studien \u00fcber regionale Disparit\u00e4ten in der Arbeitslosigkeit"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen zehn Jahren haben sich mehr als ein Dutzend Studien mit den Unterschieden der Arbeitslosigkeit in den verschiedenen Sprachregionen befasst. Dabei wurden mehrheitlich Einzelaspekte behandelt. Eine umfassende Darstellung fehlte bis anhin. Auch wenn die Fragestellung nicht die Schlagzeilen der Medien beherrscht, interessieren sich viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger rege f\u00fcr die Gr\u00fcnde dieser Unterschiede. Das haupts\u00e4chliche Interesse bekunden aber die mit dem Vollzug des Arbeitslosenversicherungsgesetzes betrauten oder politisch daf\u00fcr zust\u00e4ndigen Stellen. \u00c4usserer Anlass f\u00fcr die Vergabe der Studien war denn auch die Intervention eines grossen Westschweizer Kantons. Die beiden Studien werden im folgenden Dossier \u00abRegionale Disparit\u00e4ten in der Arbeitslosigkeit\u00bb vorgestellt.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Studien wurden im Fr\u00fchjahr 2005 international unter dem Arbeitstitel \u00abRobuste regionale Disparit\u00e4ten im Verlauf und Niveau der Arbeitslosenrate\u00bb ausgeschrieben und im Herbst 2005 vergeben. Beabsichtigt war ein Abschluss des Projekts bis Ende 2006. Dieser Zeitplan liess sich wegen der aufw\u00e4ndigen Datenbeschaffung sowie dem Einsatz innovativer methodischer Ans\u00e4tze nicht ganz einhalten. Der nachtr\u00e4gliche Revisions- und Erg\u00e4nzungsbedarf war vorg\u00e4ngig nicht ersichtlich. Die Schlussfassungen liegen nun vor.&#13;<\/p>\n<h2>Zielsetzung und Ansatzpunkte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Offerten zu den Studien sollten die folgenden Fragestellungen abdecken: \u00a0&#8211; Erstens wurde eine wissenschaftlich fundierte, fl\u00e4chendeckende Bestandesaufnahme angestrebt. Dabei sollten nicht nur die Regionen innerhalb der Schweiz betrachtet, sondern ein Blick auch \u00fcber die Landesgrenze hinweg gewagt werden, um \u00abkulturell\u00bb bedingte von \u00abinstitutionell\u00bb bedingten Erkl\u00e4rungsfaktoren besser trennen zu k\u00f6nnen. \u00a0&#8211; Die Untersuchungen sollten neben den herk\u00f6mmlichen groben r\u00e4umlichen Aufteilungen &#8211; wie Kanton und Landesteil &#8211; auch kleinr\u00e4umigere Daten ber\u00fccksichtigen. Damit sollte abgekl\u00e4rt werden, ob und in welchem Ausmass die bis anhin mehrheitlich praktizierte grobe Gliederung die Aussagen beeinflusst. \u00a0&#8211; Weiter wurde eine Erkl\u00e4rung regionaler Unterschiede unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der institutionellen (gestaltbaren) und strukturellen (nicht gestaltbaren) Faktoren verlangt. Insbesondere wurde eine Messung der Effekte der (nicht gestaltbaren) kulturellen Unterschiede gew\u00fcnscht. \u00a0&#8211; Besonderes Gewicht wurde auf methodische Vielfalt gelegt, damit \u00e4hnliche Ergebnisse zwischen den Studien als robust gelten k\u00f6nnen, d.h. nicht zu stark vom gew\u00e4hlten methodischen Ansatz abh\u00e4ngen. \u00a0\u00a0Aus den eingehenden Offerten wurden durch eine aus Mitarbeitenden des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) bestehende Arbeitsgruppe zwei ausgew\u00e4hlt, die sich in idealer Weise erg\u00e4nzten: \u00a0&#8211; Universit\u00e9 de Gen\u00e8ve: \u00abAnalyse des diff\u00e9rences r\u00e9gionales de ch\u00f4mage\u00bb: Hierbei handelt es sich um die breiter ansetzende Studie: Sie beinhaltet einerseits eine grundlegende Bestandesaufnahme sowie die Absch\u00e4tzung der Wirkungen. Ausgehend von einer Einsch\u00e4tzung des Ist-Zustandes anhand von Ungleichheitsmassen arbeitet sie mit einer sozio-\u00f6konomischen Typisierung auf Gemeindeniveau. Erg\u00e4nzt wird sie durch eine Analyse der unterschiedlichen Dauer der Arbeitslosigkeit. \u00a0&#8211; Universit\u00e4t Z\u00fcrich (IEW): \u00abRegionale Disparit\u00e4ten in der Arbeitslosigkeit: Kulturelle Grenzen und Landesgrenzen\u00bb: Diese Studie ist etwas spezialisierter, geht daf\u00fcr tiefer als diejenige der Universit\u00e4t Genf. Sie legt das Augenmerk speziell auf die regionale Gliederung und richtet den Blick \u00fcber die Landesgrenzen hinweg.&#13;<\/p>\n<h2>Ergebnisse: Erwartungen mehr als erf\u00fcllt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSchon bei der Vergabe der Studie hat man sich ein konkretes Bild der realistischerweise zu erwartenden Ergebnisse gemacht. Ein grundlegendes Problem derartiger Untersuchungen besteht darin, dass sich nie alle potenziell bedeutenden Faktoren ber\u00fccksichtigen lassen, womit relativ grosse Anteile der Unterschiede in der Arbeitslosigkeit unerkl\u00e4rt bleiben. Ob die verbleibenden Unterschiede &#8211; etwa entlang der Sprachgrenzen &#8211; letztlich auf \u00abobjektive\u00bb Mobilit\u00e4tsh\u00fcrden oder aber unterschiedliche \u00abMentalit\u00e4ten\u00bb zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, ist empirisch kaum zu bestimmen. Angesichts dieser Schwierigkeiten mussten die Erwartungen auf einem realistischen Niveau angesiedelt werden. Es wurden deshalb keine abschliessenden Antworten, sondern starke und erh\u00e4rtete Hinweise \u00fcber m\u00f6gliche Determinanten regionaler Unterschiede in der Arbeitslosigkeit erwartet \u00a0Ein Blick auf die Resultate zeigt, dass sich die Geduld gelohnt hat. Die Studien geben jetzt ein umfassendes Bild der Situation und gut fundierte Erkl\u00e4rungshinweise. In den Artikeln werden die Ergebnisse ausf\u00fchrlich dargestellt. Sie werden f\u00fcr die Politik ein wichtiges Arbeitsinstrument darstellen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen zehn Jahren haben sich mehr als ein Dutzend Studien mit den Unterschieden der Arbeitslosigkeit in den verschiedenen Sprachregionen befasst. Dabei wurden mehrheitlich Einzelaspekte behandelt. Eine umfassende Darstellung fehlte bis anhin. Auch wenn die Fragestellung nicht die Schlagzeilen der Medien beherrscht, interessieren sich viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger rege f\u00fcr die Gr\u00fcnde dieser Unterschiede. 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