{"id":124033,"date":"2007-06-01T12:00:00","date_gmt":"2007-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/06\/ryser-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:37","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:37","slug":"ryser-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/06\/ryser-5\/","title":{"rendered":"Wachstumstreiber chemisch-pharmazeutische Industrie"},"content":{"rendered":"<p>Mit seinen \u00fcberdurchschnittlich hohen Wachstumsraten und dem bedeutenden Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung geh\u00f6rt die chemisch-pharmazeutische Industrie zu den leistungsf\u00e4higsten Branchen der Schweiz. Die Branchenstruktur hat sich in den letzten 20 Jahren stark in Richtung einer praktisch ausschliesslichen Spezialit\u00e4tenproduktion mit internationaler Ausrichtung entwickelt. Heute werden nur noch etwa 5% der Produkte im Schweizer Heimmarkt abgesetzt. Die Schweiz ist jedoch ein bedeutender Produktions- und Forschungsstandort geblieben. Auch in Zukunft wird die Innovation der Schl\u00fcssel zum Erfolg sein. Um die erfreuliche Dynamik in der Branche langfristig aufrechterhalten zu k\u00f6nnen, sollten staatliche Regulierungen ein Vordringen in neue Wissensgebiete nicht verhindern und der Anteil hoch qualifizierter Erwerbst\u00e4tiger weiter ausgebaut werden.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200706_16_Ryser_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"297\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie chemisch-pharmazeutische Industrie weist \u00fcberdurchschnittlich hohe Wachstumsraten und einen wachsenden Anteil der Branchenwertsch\u00f6pfung an der gesamtwirtschaftlichen Leistung auf. Der Branche kommt somit zunehmend eine Rolle als Wachstumstreiber der Schweizer Volkswirtschaft zu. Die reale Bruttowertsch\u00f6pfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie hat in den letzten 25 Jahren um durchschnittlich 5,3% pro Jahr zugenommen (Gesamtwirtschaft: 1,5%). Sie steuerte 1980 2,6% zur nationalen Wertsch\u00f6pfung bei; bis zum Jahr 2005 ist deren Anteil auf 3,8% angestiegen.&#13;<\/p>\n<h2>Strukturver\u00e4nderungen innerhalb der Branche<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Erh\u00f6hung der wertsch\u00f6pfungsm\u00e4ssigen Bedeutung der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist zu einem grossen Teil auf Strukturver\u00e4nderungen zur\u00fcckzuf\u00fchren. In den letzten 20 Jahren war zunehmend eine Spezialit\u00e4tenstrategie zu beobachten. Der Anteil der Spezialit\u00e4tenprodukte &#8211; meist Hochwertsch\u00f6pfungsg\u00fcter &#8211; im Gesamtproduktportfolio betr\u00e4gt zurzeit \u00fcber 90%. Schweizer Unternehmen konnten mit diesen Produkten eine weltweite Pr\u00e4senz und oft auch Marktf\u00fchrerschaft erreichen. \u00a0Bei der Entwicklung der Erwerbst\u00e4tigkeit in den letzten 25 Jahren zeigt sich ein anderes Bild. Der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie an der gesamten Zahl der Erwerbst\u00e4tigen in der Schweiz reduzierte sich zwischen 1980 und 2005 von 2,1% auf 1,6%. W\u00e4hrend im Jahr 1980 noch rund 69300 Personen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie t\u00e4tig waren, sind es heute lediglich rund 66600. Der R\u00fcckgang der Anzahl Erwerbst\u00e4tiger in der Chemie- und Pharmabranche war jedoch vor allem in den Jahren 1990 bis 2000 zu beobachten. In j\u00fcngster Zeit steigt die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen wieder an. Die gegenl\u00e4ufige Wertsch\u00f6pfungs- und Erwerbst\u00e4tigenentwicklung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie wurde durch eine Steigerung der Produktivit\u00e4t erm\u00f6glicht.&#13;<\/p>\n<h2>Aussenhandel mit zunehmender Bedeutung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDurch die weltweite Vermarktung von spezialisierten Produkten hat der Aussenhandel an Bedeutung gewonnen. Der schweizerische Binnenmarkt f\u00fcr die Produkte der Chemie- und Pharmabranche ist sehr klein: Nur rund 5% der Produktion werden im Inland abgesetzt. Die Ums\u00e4tze der Unternehmen fallen vorwiegend im Ausland an. Im Jahr 2006 wurden rund 63 Mrd. Franken \u00fcber den Aussenhandel erwirtschaftet, was etwa 36% der gesamten Schweizer Exporterl\u00f6se entspricht. Damit ist die chemisch-pharmazeutische Industrie zurzeit die wichtigste Aussenhandelsbranche in der Schweiz. Die wertm\u00e4ssigen Exporte sind in den letzten 15 Jahren um durchschnittlich 8% pro Jahr angestiegen. Das entspricht einer Zunahme von knapp 200% \u00fcber den Zeitraum von 1990 bis 2005. Dies widerspiegelt die zunehmende Exportorientierung der Unternehmen in der Chemie- und Pharmabranche. \u00a0Wegen der starken konzerninternen internationalen Verflechtungen sind ein grosser Teil der Exporte Lieferungen multinationaler Unternehmen an ihre Tochtergesellschaften. Die in der Schweiz hergestellten Zwischenprodukte werden an die konzerneigenen ausl\u00e4ndischen Gesellschaften verkauft und dort fertig verarbeitet. So k\u00f6nnen die Skalenertr\u00e4ge optimal ausgenutzt und die Endprodukte vor Ort den lokalen Bestimmungen angepasst werden. Dank dem hohen Spezialisierungsgrad ist es aber nicht nur den grossen multinationalen Unternehmen in der Branche m\u00f6glich, ihre Produkte ins Ausland zu verkaufen. Auch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) f\u00fchren eine erfolgreiche Nischenstrategie, welche ihnen den Zugang zum Weltmarkt erm\u00f6glicht.\u00a0Betrachtet man die Exportentwicklungen in den Unterbranchen, f\u00e4llt vor allem die \u00fcberdurchschnittliche Entwicklung der Pharmazeutika, Vitamine und Diagnostika auf. In den letzten 15 Jahren konnte der Aussenhandel bei diesen Produkten um rund 400% gesteigert werden. Der Anteil an den Gesamtexporten der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist von 44% im Jahr 1990 auf 73% im Jahr 2005 angestiegen. In anderen Bereichen &#8211; wie Roh- und Grundstoffe (+74%), agrochemische Erzeugnisse (+6%) und Farbk\u00f6rper (+4%) &#8211; sind die Exporte \u00fcber die letzten 15 Jahre bei Weitem nicht so stark angestiegen wie in der Pharmaindustrie. Dies zeigt unter anderem ihre stark wachsende Bedeutung innerhalb der Chemie- und Pharmabranche auf. \u00a0Durch die grosse Bedeutung des Aussenhandels wird die Wertsch\u00f6pfungsentwicklung der schweizerischen chemisch-pharmazeutischen Industrie auch durch internationale Konjunkturschwankungen beeinflusst. Gerade die Chemie profitiert zurzeit von international guten konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die Pharmaindustrie ist durch ihre enge Bindung an das Gesundheitswesen nur bedingt von internationalen Konjunkturschwankungen abh\u00e4ngig.&#13;<\/p>\n<h2>Hohe Produktivit\u00e4t f\u00fchrt zu \u00fcberdurchschnittlichem Wachstum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDa die Produkte der Schweizer Chemie- und Pharmabranche vorwiegend im Ausland verkauft werden, m\u00fcssen sich die Unternehmen auch der internationalen Konkurrenz stellen. Die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit hat somit eine zentrale Bedeutung. Ein Indikator zur Messung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit einer Branche in einem Land ist die Stundenproduktivit\u00e4t, also die pro Arbeitsstunde generierte Wertsch\u00f6pfung. Ein internationaler Vergleich mit den wichtigen europ\u00e4ischen Konkurrenten und den USA zeigt auf, dass die Schweizer Chemie- und Pharmabranche eine \u00fcberdurchschnittliche nominale Stundenproduktivit\u00e4t aufweist. Ein Schweizer Arbeitnehmer erzielte im Jahr 2005 eine Wertsch\u00f6pfung von 147 Franken pro Stunde; das sind rund 43% mehr als im Durchschnitt der westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder. Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die hohe Produktivit\u00e4t in der Schweiz ist die konsequente Ausrichtung der Unternehmen auf wertsch\u00f6pfungsstarke Spezialit\u00e4tenprodukte. Grunds\u00e4tzlich liegt die Stundenproduktivit\u00e4t in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in fast allen L\u00e4ndern \u00fcber der Produktivit\u00e4t der Gesamtwirtschaft.\u00a0Die hohe Produktivit\u00e4t der Branche ist eine der Grundlagen f\u00fcr das mit rund 7% pro Jahr ausserordentlich dynamische Wertsch\u00f6pfungswachstum zwischen 1990 und 2005. Im internationalen Vergleich erreicht die Schweizer chemisch-pharmazeutischen Industrie damit sowohl einen vergleichsweise hohen Anteil am Bruttoinlandprodukt (BIP) als auch ein \u00fcberdurchschnittliches reales Wachstum. Diese beiden Faktoren zeigen sich im Wachstumsbeitrag zur gesamtwirtschaftlichen Leistung. Der durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsbeitrag liegt in der Schweiz zwischen 1990 und 2005 bei rund 0,2 Prozentpunkten. In den anderen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern sowie in den USA ist der Wachstumsbeitrag an das jeweilige nationale BIP deutlich geringer.&#13;<\/p>\n<h2>Starke Pr\u00e4senz in der Nordwestschweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin Blick auf die regionale Verteilung der chemisch-pharmazeutischen Industrie in der Schweiz zeigt, dass die Industrie in der Nordwestschweiz die deutlich st\u00e4rkste Pr\u00e4senz aufweist. Rund die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten ist in dieser Region t\u00e4tig, und es werden 58% der nationalen Branchenwertsch\u00f6pfung in der Nordwestschweiz generiert. Im Kanton Basel-Stadt sind rund 25% aller Besch\u00e4ftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie der Schweiz t\u00e4tig. Auch in Bezug auf die Wertsch\u00f6pfung ist die Branche im Kanton Basel-Stadt sehr bedeutend. Zurzeit werden dort 27,5% der kantonalen Bruttowertsch\u00f6pfung in der Branche generiert. Dieser sehr hohe Anteil wird zu einem grossen Teil durch die beiden in Basel angesiedelten multinationalen Grosskonzerne verursacht. In deren Umfeld leisten aber auch zahlreiche KMU wichtige Beitr\u00e4ge zur regionalen Wirtschaftsst\u00e4rke. \u00a0Die Kantone Basel-Landschaft und Aargau weisen ebenfalls eine \u00fcberdurchschnittlich hohe Anzahl der Besch\u00e4ftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie auf. In beiden Kantonen liegen zudem die Anteile der in der Branche generierten Wertsch\u00f6pfung an der gesamten kantonalen Wertsch\u00f6pfung mit 12,2% (Basel-Landschaft) und 4,3% (Aargau) \u00fcber dem Durchschnitt. Die zweitwichtigste Grossregion in der Schweiz ist die Genferseeregion. W\u00e4hrend in der Nordwestschweiz vor allem Unternehmen mit der Hauptt\u00e4tigkeit im Bereich Pharma angesiedelt sind, ist die Produktion von chemischen Roh- und Grundstoffen haupts\u00e4chlich im Kanton Wallis zu finden.&#13;<\/p>\n<h2>Innovation als Schl\u00fcssel zum Erfolg<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZurzeit durchlebt die chemisch-pharmazeutische Industrie weltweit einen gewaltigen Umbruch. Einerseits ver\u00e4ndert die technologische Revolution in der Bio- und Gentechnologie sowie in der Kommunikation und der Informatik das wirtschaftliche Umfeld. Andererseits wird der globale Wettbewerb durch das Aufstreben neuer Wettbewerber &#8211; insbesondere Asien und Osteuropa &#8211; zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt. Um in diesem neuen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich zu bestehen, ist eine ausgepr\u00e4gte Innovationsf\u00e4higkeit unabdingbar. \u00a0Der wirtschaftliche Erfolg dieser Branche ist stark von technisch-wissenschaftlichen Innovationen abh\u00e4ngig. Forschung und Entwicklung (F&amp;E) wird in dieser Industrie auch in Zukunft von grosser Bedeutung sein. Die Schweizer chemisch-pharmazeutische Industrie weist im internationalen Vergleich bereits heute eine hohe Forschungsintensit\u00e4t (Anteil der Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung am Umsatz) auf. Die Schweiz ist damit nicht nur als wichtiger Produktions-, sondern auch als bedeutender Forschungsstandort der Branche zu sehen. Damit technisch-wissenschaftliche Innovationen auch in Zukunft den Erfolg der Schweizer Chemie- und Pharmabranche sichern k\u00f6nnen, sind geeignete staatliche Rahmenbedingungen notwendig. Ein offenes Klima f\u00fcr das Vordringen in neue Wissensgebiete und Technologien ist gerade zu Zeiten der immer wichtiger werdenden Biotechnologie ein entscheidendes Kriterium f\u00fcr langfristig anhaltenden Erfolg.\u00a0Ein weiterer wichtiger Inputfaktor f\u00fcr den Innovationsprozess ist das Humankapital. Die Ausbildungsstruktur der Erwerbst\u00e4tigen in einer Branche ist unter anderem entscheidend f\u00fcr deren Innovationsf\u00e4higkeit. Da Innovation heute nicht nur bei Produkten und Herstellverfahren, sondern auch bei Produktionsabl\u00e4ufen, Organisationsstrukturen und der Vermarktung neuer Produkte von grosser Bedeutung ist, wird die Innovation immer mehr von der Qualifikationsstruktur aller Erwerbst\u00e4tigen in einer Unternehmung &#8211; und nicht mehr nur vom Ausbildungsniveau einzelner Spitzenforscher &#8211; bestimmt. In der Schweizer chemisch-pharmazeutischen Industrie weisen rund 83% der Erwerbst\u00e4tigen mindestens einen sekund\u00e4ren Bildungsabschluss auf, was etwas mehr ist als in der Gesamtwirtschaft (80%). Ein internationaler Vergleich zeigt auf, dass die Schweiz damit einen \u00e4hnlich hohen Anteil hoch qualifizierter Erwerbst\u00e4tiger aufweist wie die Niederlande, das Vereinigte K\u00f6nigreich und Deutschland. Einzig in Schweden und in den USA ist dieser Anteil etwas h\u00f6her. \u00a0Die Zukunftschancen f\u00fcr die Schweizer chemisch-pharmazeutische Industrie sind angesichts der technologischen Entwicklungen und der anhaltenden Gesundheitsnachfrage sicher vorhanden. Verbesserungsm\u00f6glichkeiten bei den staatlichen Rahmenbedingungen und bei der Lebensqualit\u00e4t der hoch qualifizierten Erwerbst\u00e4tigen m\u00fcssen aber wahrgenommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abAnteil der chemisch-pharmazeutischen Industrie an der Gesamtwirtschaft, 1980 und 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abEntwicklung der realen Bruttowertsch\u00f6pfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (ohne Chemie\/Pharma), 1980-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abAnteil der Bruttowertsch\u00f6pfung der chemisch-pharmazeutischen Industrie an der Gesamtwirtschaft in den Schweizer MS-Regionen, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abVerteilung der nominalen Bruttowertsch\u00f6pfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in den Schweizer MS-Regionen, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 5 \u00abExporte der Schweizer chemisch-pharmazeutischen Industrie, 1990-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 6 \u00abWachstumsbeitrag der chemisch-pharmazeutischen Industrie an die Gesamtwirtschaft pro Jahr, 1990-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 7 \u00abNominale Stundenproduktivit\u00e4t der chemisch-pharmazeutischen Industrie und der Gesamtwirtschaft, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 8 \u00abAnteil Hochqualifizierter in der chemisch-pharmazeutischen Industrie im internationalen Vergleich, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Chemisch-pharmazeutische Industrie Die chemisch-pharmazeutische Industrie (Noga 24) besteht im Wesentlichen aus zwei Bereichen, der Chemie und der Pharma. Das prim\u00e4re T\u00e4tigkeitsfeld der Unternehmen in der Chemie ist die Herstellung von chemischen Roh- und Grundstoffen, agrochemischen Erzeugnissen und Farbk\u00f6rpern. Die Unternehmen im Bereich Pharma sind in der Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Grundstoffen und Pr\u00e4paraten t\u00e4tig. Von den rund 1000 Unternehmen in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind ungef\u00e4hr ein Viertel im Bereich Pharma t\u00e4tig. Die Besch\u00e4ftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie teilen sich etwa h\u00e4lftig auf die Bereiche Chemie und Pharma auf.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 2: Quellen &#8211; BAK Basel Economics (2006): CH-PLUS &#8211; Analysen und Prognosen f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft, Basel.- BAK Basel Economics (2006): International Benchmarking Report 2006, Basel.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (2002): Noga, Amtliche Systematik der Wirtschaftssystematik, Neuenburg.- SGCI Chemie Pharma Schweiz (2006): Schweizerische chemische und pharmazeutische Industrie, Z\u00fcrich.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinen \u00fcberdurchschnittlich hohen Wachstumsraten und dem bedeutenden Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Leistung geh\u00f6rt die chemisch-pharmazeutische Industrie zu den leistungsf\u00e4higsten Branchen der Schweiz. 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