{"id":124043,"date":"2007-06-01T12:00:00","date_gmt":"2007-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/06\/schubert-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:34","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:34","slug":"schubert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/06\/schubert\/","title":{"rendered":"Skyguide in Europas Single European Sky"},"content":{"rendered":"<p>Im europ\u00e4ischen Luftraum ist heute in jedem Land ein anderes Flugsicherungsunternehmen t\u00e4tig mit seinen jeweiligen Besonderheiten und Eigenheiten. Das Projekt Einheitlicher Europ\u00e4ischer Luftraum (Single European Sky, SES) der Europ\u00e4ischen Kommission will die Fragmentierung des Luftraums vermindern und das europ\u00e4ische Flugsicherungssystem harmonisieren mit dem Ziel, die Effizienz dieses Systems zu erh\u00f6hen. Die Internationalisierung der Luftfahrt ist somit auch im Bereich der Flugsicherung in vollem Gange. Skyguide und die Schweiz sind in einer guten Position, um mit den k\u00fcnftigen Entwicklungen auf dem Markt bestehen zu k\u00f6nnen. <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200706_07_Schubert_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"188\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nEine Voraussetzung f\u00fcr die Defragmentierung des europ\u00e4ischen Luftraums ist, dass der Flugbetrieb von den Flugsicherungen in gr\u00f6sseren, zusammenh\u00e4ngenden Luftr\u00e4umen (Functional Airspace Blocks, FAB) abgewickelt werden kann. Deshalb m\u00fcssen Luftr\u00e4ume nicht wie bisher aufgrund politischer Vorgaben, sondern nach den Bed\u00fcrfnissen der Benutzer organisiert werden. Auch die strikte Trennung von zivilen und milit\u00e4rischen Luftr\u00e4umen muss \u00fcberwunden werden. Ein Diktat zur Bildung von Luftraumbl\u00f6cken existiert nicht. Die Europ\u00e4ische Kommission hat entschieden, den Staaten selbst die Initiative zur Bildung von Zusammenschl\u00fcssen zu \u00fcberlassen.&#13;<\/p>\n<h2>Kriterien der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr Flugsicherung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm das Ziel eines einheitlichen europ\u00e4ischen Luftraums zu erreichen, hat die Europ\u00e4ische Kommission verschiedene Rahmenbedingungen gesetzt:\u00a0&#8211; Die Flugsicherung wird durch eine Sicherheitsbeurteilung unterst\u00fctzt;\u00a0&#8211; sie erm\u00f6glicht die optimale Nutzung des Luftraums unter Ber\u00fccksichtigung der Verkehrsfl\u00fcsse;\u00a0&#8211; sie erbringt einen allgemeinen Zusatznutzen, inklusive optimale Nutzung von Technik und Personal, auf der Basis einer Kosten-Nutzen-Analyse;\u00a0&#8211; sie stellt einen fl\u00fcssigen und flexiblen Transfer der Flugsicherungsverantwortung zwischen den einzelnen Service-Einheiten der Flugsicherungen sicher;\u00a0&#8211; sie stellt die Kompatibilit\u00e4t der Konfigurationen zwischen oberem und unterem Luftraum sicher;\u00a0&#8211; sie erf\u00fcllt die Anforderungen von regionalen Abkommen innerhalb von Icao;\u00a0&#8211; sie respektiert regionale Abkommen, die am Tag der Einf\u00fchrung dieser Regulation in Kraft sind, speziell die von dritten involvierten europ\u00e4ischen Staaten.\u00a0\u00a0FAB werden erst nach einer Konsultation aller interessierten Parteien &#8211; inklusive anderer Mitgliedsstaaten und der Europ\u00e4ischen Kommission &#8211; errichtet. Das Einverst\u00e4ndnis zwischen den betroffenen Mitgliedsstaaten ist zwingend f\u00fcr das Errichten und Betreiben eines FAB. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten k\u00f6nnen die Parteien das Single Sky Comittee um Rat anfragen.&#13;<\/p>\n<h2>Zertifizierung von Flugsicherungsunternehmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine wesentliche Neuerung ist die Einf\u00fchrung eines Bewilligungssystems f\u00fcr Flugsicherungen in Form einer Zertifizierung. Jede Flugsicherung, die im k\u00fcnftigen Single European Sky t\u00e4tig sein m\u00f6chte, muss \u00fcber ein entsprechendes Zertifikat verf\u00fcgen, das von der Aufsichtsbeh\u00f6rde ihres Landes vergeben wird. Die europ\u00e4ischen Instanzen haben Ende Dezember 2005 die Anforderungen an die Flugsicherungsunternehmen vereinheitlicht. Zugleich erstellte Skyguide zusammen mit dem Bazl einen Handlungsplan, der zur Zertifizierung f\u00fchren sollte. Die Anforderungen an die Flugsicherungen umfassen verschiedene Kriterien wie z.B. Sicherheit, finanzielle Solidit\u00e4t, Organisation, mittelfristige Planung und Versicherungsschutz. Die Erf\u00fcllung dieser Kriterien ist Voraussetzung f\u00fcr eine Zertifizierung der Flugsicherungsunternehmen. \u00a0Skyguide hat im Dezember 2006 vom Bundesamt f\u00fcr Zivilluftfahrt (Bazl) dieses Zertifikat erhalten. Dem vorausgegangen ist ein aufwendiger, mehrmonatiger Prozess, in dem &#8211; entsprechend den Anforderungen f\u00fcr das k\u00fcnftige Europa &#8211; vieles neu eingef\u00fchrt und angepasst werden musste. Dieses Jahr werden die Arbeiten im Rahmen des SES fortgesetzt; zw\u00f6lf Audits sind bereits geplant. Mit der Zertifizierung best\u00e4tigt das Bazl, dass die Grundlagen und Prozesse der Skyguide den europ\u00e4ischen Anspr\u00fcchen gerecht werden. In den kommenden Monaten geht es darum, diese Ver\u00e4nderungen zu schulen und aktiv zu f\u00f6rdern.&#13;<\/p>\n<h2>Internationale Zusammenarbeit wird immer wichtiger<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die kommenden zehn Jahre wird zudem ein Verkehrswachstum in Europa von zwischen 3% und 5% j\u00e4hrlich prognostiziert. Die aktuellen Zahlen liegen denn auch in diesem Trend. Skyguide hat im vergangenen Jahr 1162078 Fl\u00fcge nach Instrumentenflugregeln (IFR) kontrolliert. Das sind 2,6% mehr als im Vorjahr und entspricht wiederum einem Rekordhoch. Der Durchschnitt lag 2006 bei rund 3200 Fl\u00fcgen pro Tag. Den gr\u00f6ssten Anteil an dieser neuerlichen Steigerung haben wiederum die \u00dcberfl\u00fcge, die 2006 um 3,7% auf 729990 zugenommen haben. Gegenw\u00e4rtig betr\u00e4gt das Verkehrswachstum im Luftraum der Skyguide 2,9%, europaweit liegt es bei 4,1%. Mit den bestehenden Luftraumstrukturen wird das Verkehrsaufkommen in Zukunft kaum effizient zu bew\u00e4ltigen sein. Deshalb gewinnt die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Flugsicherung f\u00fcr die Schweiz immer mehr an Bedeutung.\u00a0Zusammenarbeit und Partnerschaften zwischen Flugsicherungen sind auch in den Bereichen Technik und Entwicklung von grosser Bedeutung. Nebst einer Harmonisierung der Luftraumstrukturen in Europa sollen auch die technischen Systeme harmonisiert werden. So hat Skyguide 2004 mit der italienischen und der franz\u00f6sischen Flugsicherung einen Vertrag zur gemeinsamen Definition, Entwicklung und Anschaffung eines Flugdatenverarbeitungssystems unterzeichnet. Diese Systeme sind ein zentrales Element der Luftraumbewirtschaftung. Mit einer umfassenden Integration der Radardaten sollen den Flugverkehrsleitern zuverl\u00e4ssige, zeitige und vollst\u00e4ndige Daten geliefert werden. Die Beschaffung und Einf\u00fchrung der neuen Radarsysteme \u00abMode-S\u00bb wurde in einem Gemeinschaftsprojekt mit der deutschen und holl\u00e4ndischen Flugsicherung durchgef\u00fchrt. Mit der \u00f6sterreichischen Flugsicherung wurde eine strategische Zusammenarbeit im Bereich der Flugvorbereitung eingegangen und gemeinsam die Einf\u00fchrung und der grenz\u00fcberschreitende Betrieb eines neuen elektronischen Selfbriefings f\u00fcr Pilotinnen und Piloten eingef\u00fchrt. Solche Partnerschaften bringen nicht nur einen wertvollen Austausch und Gewinn an Know-how mit sich, sondern auch finanzielle und operationelle Synergien f\u00fcr alle Beteiligten.&#13;<\/p>\n<h2>Modellcharakter des Luftraums Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweiz hat bez\u00fcglich grenz\u00fcberschreitender Zusammenarbeit, wie sie der Single European Sky vorsieht, eine Art Modellcharakter. Denn der Luftraum, den die Skyguide bewirtschaftet (siehe Grafik 1), reicht \u00fcber die Landesgrenzen hinaus nach Frankreich, Italien, \u00d6sterreich und Deutschland. Umgekehrt wird ein Teil des Schweizer Luftraumes von der italienischen Flugsicherung kontrolliert. Der Flughafen EuroAirport Basel-Mulhouse wird von der franz\u00f6sischen Flugsicherung betreut. So betrachtet ist der Luftraum der Skyguide bereits eine Art SES im Kleinen. Zudem ist die vom Bundesrat beschlossene Zusammenf\u00fchrung der milit\u00e4rischen und zivilen Flugsicherung nirgendwo in Europa so konsequent und weit gef\u00fchrt worden wie in der Schweiz. Beide Flugsicherungsaufgaben werden heute unter dem Dach der Skyguide erbracht.\u00a0Die spezielle Lage der Schweiz im internationalen Luftstrassennetz macht den Schweizer Luftraum zu einem der dichtesten und komplexesten Europas. Die zahlreichen Interkontinentalflugh\u00e4fen um die Schweiz herum verursachen einen aufwendigen Kreuzungsverkehr von Steig-, Sink- und Transitfl\u00fcgen in einem \u00e4usserst engen Luftraum. Der Schweizer Luftraum enth\u00e4lt nicht nur zwei der verkehrsreichsten Kreuzungspunkte in Europa, sondern auch grosse Sektoren, die zu bestimmten Zeiten der Milit\u00e4rfliegerei vorbehalten sind. \u00dcberdies liegen alle schweizerischen Landesflugh\u00e4fen in Grenzn\u00e4he beziehungsweise im Falle des EuroAirport sogar im Ausland.\u00a0Mit Luftraumbl\u00f6cken, die sich nicht mehr an politischen Grenzen, sondern an den Bed\u00fcrfnissen der Luftfahrt orientieren, wird solchen Umst\u00e4nden wesentlich besser Rechnung getragen. Die Sicherheit kann erh\u00f6ht und die Effizienz der Verkehrsabwicklung gesteigert werden. Gerade Letzteres d\u00fcrfte im Zusammenhang mit Themen wie Flugl\u00e4rm und der aktuellen Diskussion um die Klimaproblematik in Zukunft noch wichtiger werden.\u00a0Der Single European Sky wurde von Skyguide seit seiner Fr\u00fchphase tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt. Die Schweiz hat ein grosses Interesse an der Bildung eines Luftraumblocks mit einem oder mehreren Nachbarstaaten. Deshalb arbeitet sie eng mit den wichtigsten europ\u00e4ischen Gremien zusammen und gestaltet die neue Organisation der europ\u00e4ischen Flugsicherung mit vollem Engagement mit. Das SES-Programm nimmt denn auch eine zentrale Stellung in der Unternehmensstrategie von Skyguide ein. Der unter ihrer Verantwortung stehende Luftraum (mit 45% des Verkehrs im delegierten ausl\u00e4ndischen Luftraum, gemessen an den kontrollierten Kilometern) entspricht bereits weit gehend &#8211; wenn auch im kleinen Massstab &#8211; dem Geist des einheitlichen europ\u00e4ischen Luftraums.&#13;<\/p>\n<h2>Internationalisierung der Monopolaufgabe Flugsicherung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Einf\u00fchrung des Bewilligungssystems bzw. des Zertifizierungsverfahrens k\u00f6nnen die Staaten als \u00abEigent\u00fcmer\u00bb des Luftraums die Flugsicherungsdienste an ein Unternehmen ihrer Wahl vergeben. Dieses muss aber zwingend \u00fcber das Single-European-Sky-Zertifikat verf\u00fcgen. Damit ist Skyguide bis zu einem gewissen Grad auch im Wettbewerb mit anderen Flugsicherungen. Anders jedoch als beispielsweise im Telekommunikationsmarkt, wo sich der Kunde den Dienstleister aussuchen kann, kann innerhalb des Luftraumblockes nur ein Anbieter t\u00e4tig sein, der von dem betreffenden Staat oder den Staaten designiert wird. Die Aufgabe der Flugsicherung bleibt damit weit gehend eine Monopolaufgabe.\u00a0Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung und der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit den Nachbarl\u00e4ndern hat die Skyguide fr\u00fch Kontakte ins Ausland gekn\u00fcpft &#8211; vorab mit Frankreich, um M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Partnerschaften und damit einhergehenden Synergien zu er\u00f6rtern. Im Juli 2006 haben Skyguide und die franz\u00f6sische Flugsicherung DSNA (Direction des Services de la Navigation A\u00e9rienne) eine gemeinsame Machbarkeitsstudie f\u00fcr einen franz\u00f6sisch-schweizerischen Luftraumblock abgeschlossen. Dieser w\u00fcrde von den beiden Unternehmen gemeinsam bewirtschaftet werden. Gem\u00e4ss der Studie w\u00fcrde die Errichtung eines solchen FAB Kapazit\u00e4ts- und Effizienzsteigerungen und m\u00f6gliche Einsparungen f\u00fcr die zivilen und milit\u00e4rischen Nutzer erlauben. Die Studie wurde den Direktoren der franz\u00f6sischen und schweizerischen Zivilluftfahrtbeh\u00f6rden und hochrangigen Vertretern der Luftwaffe der beiden L\u00e4nder vorgestellt, was den entsprechenden institutionelle Prozess in Gang setzte. Der Bundesrat hat dann im September 2006 den Beschluss gefasst, dass die Schweiz mit Frankreich \u00fcber einen gemeinsam betriebenen Luftraumblock verhandeln will.&#13;<\/p>\n<h2>Bildung eines Luftraumblocks in Mitteleuropa<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Herbst 2006 ist die Entwicklung wesentliche Schritte weiter gegangen, hin zu einem Meilenstein f\u00fcr die schweizerische und europ\u00e4ische Flugsicherung. Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz haben eine Machbarkeitsstudie f\u00fcr einen gemeinsamen Luftraumblock im Herzen Europas beschlossen (siehe Kasten 1 Der Luftraum im Herzen Europas hat eine der h\u00f6chsten Verkehrsdichten der Welt. Der Luftraum des FAB Europe Central, der Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz umfasst (insgesamt 1713442 km2), zeichnet sich durch ein stark miteinander verwobenes Geflecht ziviler und milit\u00e4rischer Flugstrecken aus. Die meisten europ\u00e4ischen Grossflugh\u00e4fen befinden sich in diesem Gebiet; zivile und milit\u00e4rische Flugh\u00e4fen liegen dicht beieinander. Dies f\u00fchrt sowohl im An- und Abflugbereich als auch auf der Strecke zu einem dichten Verkehrsfluss, der zudem zwischen milit\u00e4rischen \u00dcbungsgebieten hindurch geleitet werden muss. Die sieben Flugsicherungsanbieter der sechs Staaten haben eine gemeinsame Vision: Durch die Entwicklung eines FAB, der den komplexen Luftraum dieser Staaten umfasst, sollen gemeinsame leistungsorientierte L\u00f6sungen unabh\u00e4ngig von nationalen Grenzen erzielt werden.Das oberste Ziel ist ein funktionaler Luftraumblock, der auf der Grundlage intensiver und enger Kooperation der beteiligten Flugsicherungsanbieter sowie einer verst\u00e4rkten zivil-milit\u00e4rischen Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt und betrieben wird. Zum Nutzen des gesamten europ\u00e4ischen Flugsicherungssystems muss der FAB auch die Schnittstellen zu benachbarten Staaten ber\u00fccksichtigen.). Die sechs Staaten vereinbarten mit einer Absichtserkl\u00e4rung, ihre Arbeiten gemeinsam unter dem Namen FAB Europe Central weiterzuf\u00fchren (siehe Grafik 2). Mit diesen sechs L\u00e4ndern deckt der FAB Europe Central geografisch die gesamte \u00abCore Area\u00bb Europas ab und stellt ein strategisch wichtiges Projekt dar, an dem sich die Schweiz nun direkt beteiligt. Der FAB Europe Central verspricht, ein Eckpfeiler des Single European Sky zu werden. Auch wenn die Machbarkeitsstudie die Vorteile erst noch best\u00e4tigen muss, so ist seine Wirkung bedeutend. Folgende Ziele sollen erreicht werden:\u00a0&#8211; Bew\u00e4ltigung des prognostizierten Verkehrsanstiegs;\u00a0&#8211; optimale Luftraumnutzung unter Ber\u00fccksichtigung der Verkehrsstr\u00f6me;\u00a0&#8211; optimale Nutzung technischer und menschlicher Ressourcen;\u00a0&#8211; nahtlose Kompatibilit\u00e4t zwischen unterem und oberem Luftraum;\u00a0&#8211; kosteneffiziente Dienstleistungen;\u00a0&#8211; Verbesserung der zivil-milit\u00e4rischen Zusammenarbeit.\u00a0\u00a0Die Studie wurde von den Flugsicherungen Belgocontrol (Belgien), DFS (Deutschland), DSNA (Frankreich), Eurocontrol Maastricht UAC (Europ\u00e4ische Organisation f\u00fcr die Sicherheit der Luftfahrt), LAA (Luxemburg), LVNL (Niederlande) und Skyguide (Schweiz) initiiert. Die Resultate der Studie sollen Ende 2008 vorliegen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der bereits fertiggestellten franz\u00f6sisch-schweizerischen Studie fliessen in die Arbeiten des FAB Europe Central ein.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abVon Skyguide verwalteter Luftraum\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abLuftraum des FAB Europe Central (inkl. Luftverkehrsstrassen)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Sieben Flugsicherungsanbieter aus sechs Staaten mit einer FAB-Vision Der Luftraum im Herzen Europas hat eine der h\u00f6chsten Verkehrsdichten der Welt. Der Luftraum des FAB Europe Central, der Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz umfasst (insgesamt 1713442 km2), zeichnet sich durch ein stark miteinander verwobenes Geflecht ziviler und milit\u00e4rischer Flugstrecken aus. Die meisten europ\u00e4ischen Grossflugh\u00e4fen befinden sich in diesem Gebiet; zivile und milit\u00e4rische Flugh\u00e4fen liegen dicht beieinander. Dies f\u00fchrt sowohl im An- und Abflugbereich als auch auf der Strecke zu einem dichten Verkehrsfluss, der zudem zwischen milit\u00e4rischen \u00dcbungsgebieten hindurch geleitet werden muss. Die sieben Flugsicherungsanbieter der sechs Staaten haben eine gemeinsame Vision: Durch die Entwicklung eines FAB, der den komplexen Luftraum dieser Staaten umfasst, sollen gemeinsame leistungsorientierte L\u00f6sungen unabh\u00e4ngig von nationalen Grenzen erzielt werden. Das oberste Ziel ist ein funktionaler Luftraumblock, der auf der Grundlage intensiver und enger Kooperation der beteiligten Flugsicherungsanbieter sowie einer verst\u00e4rkten zivil-milit\u00e4rischen Zusammenarbeit gemeinsam entwickelt und betrieben wird. 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