{"id":124058,"date":"2007-05-01T12:00:00","date_gmt":"2007-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/05\/abdallah-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:33","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:33","slug":"abdallah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/05\/abdallah\/","title":{"rendered":"Neue Informations- und Kommunikationstechnologien und die Post im Dienste der Kunden"},"content":{"rendered":"<p>Die Postbranche sieht sich neuen Herausforderungen gegen\u00fcber. Stichworte sind ein versch\u00e4rfter Wettbewerb, neue Kundenanspr\u00fcche, Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Preisdruck. Die Postunternehmen haben positiv reagiert: Sie sehen die neuen Technologien als Chance zur Modernisierung ihres Sektors und nutzen die IKT, um das Einsammeln, Sortieren und Verteilen der Postsendungen zu optimieren. Zugleich sollen innovative Leistungen und Produkte lanciert werden, die auf IKT beruhen. Es geht darum, diese neuen Technologien in die von der Post bereitgestellten Leistungen einzubeziehen. Im Gegenzug tr\u00e4gt die Post zur Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft bei.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200705_09_Abdallah_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"278\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn Europa geht der Trend in Richtung Liberalisierung des Postsektors. Die Verantwortung zum Erbringen der Dienstleistungen wird dabei den Postbetrieben \u00fcbertragen, w\u00e4hrend sich die Beh\u00f6rden darauf beschr\u00e4nken, den rechtlichen Rahmen abzustecken. Diese Trennung schafft das Umfeld f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4hige Marktwirtschaft und st\u00e4rkt die Rolle des Privatsektors. Ziel ist es, die Effizienz und Qualit\u00e4t der Leistungen zu verbessern, die Preise zu senken und den Anspr\u00fcchen der Kunden gerecht zu werden. Die IKT spielen dabei eine entscheidende Rolle. Aus strategischer Sicht bestehen f\u00fcr den Postsektor Anreize, sich als St\u00fctze bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft zu profilieren.&#13;<\/p>\n<h2>Die Postunternehmen im Wandel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie IKT sind Teil der L\u00f6sung zur Bew\u00e4ltigung der wichtigsten Herausforderungen im Postsektor. Die in diesem Bereich t\u00e4tigen Unternehmen stellen sich dem versch\u00e4rften Wettbewerb, m\u00fcssen sie sich doch den Markt mit internationalen und regionalen Privatunternehmen, aber auch mit Dienstleistern aus anderen Sektoren &#8211; wie Telekommunikation, Logistik und Banken &#8211; teilen. \u00a0Gem\u00e4ss einem Bericht der Universal Postal Union (UPU) UPU (2004), S. 13. besitzen die nationalen Postbetriebe noch immer einen Marktanteil von 90%, obwohl nur 6% dieser Unternehmen vor dem versch\u00e4rften Wettbewerb gesch\u00fctzt sind. Der zunehmende Druck zwingt die Postbetriebe, ihre Preise und daher auch ihre Kosten zu senken.\u00a0Gleichzeitig muss die Post neuen Anspr\u00fcchen der Kundschaft nachkommen, die sich aus der Weiterentwicklung der IKT ergeben. Gefragt sind schnelle, zuverl\u00e4ssige, flexible und interaktive Leistungen. Die neuen Technologien &#8211; wie Mobiltelefon, Internet und Fax &#8211; sind echte Alternativen zu Postsendungen, insbesondere zu Briefen. Eine Studie in den Industriel\u00e4ndern hat indes ergeben, dass gewisse Arten von Postsendungen zulegen, namentlich personalisierte Werbung und Pakete. Nader (2004), S. 3. Dank dem Internet haben sich bei den Kunden n\u00e4mlich neue Gewohnheiten etabliert, wie etwa der Online-Einkauf.\u00a0Zur Sicherung des langfristigen \u00dcberlebens und der Prosperit\u00e4t der Branche sind Reformen im Postsektor unerl\u00e4sslich. Eine vielversprechende Option bieten den traditionellen Betrieben dabei die IKT. Thomas Leavey, ehemaliger Generaldirektor von UPU, bemerkte dazu, dass \u00abdie neuen Technologien 1995 im Postsektor noch kaum genutzt wurden, um Abl\u00e4ufe zu steuern und neue und bessere Leistungen anzubieten. Der Postsektor und die Entscheidungstr\u00e4ger der Branche haben einen enormen Schritt nach vorne getan: Die Technologien wurden zur Optimierung des weltweiten Postnetzes eingesetzt, wovon Millionen Kunden profitieren.\u00bb Leavey (2006), S. 44.\u00a0In einer Studie, die vom Chair of Management of Network Industries der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule Lausanne und der SAP Abdallah et al. (2006), S. 13. finanziert wurde, gaben 89,5% der befragten Postbetriebe an, ihr IKT-Budget in den vergangenen zehn Jahren aufgestockt zu haben. Sie sind sich bewusst, dass die IKT in ihrer Branche einen Mehrwert schaffen, was Effizienz, Sicherheit, Ubiquit\u00e4t, Echtzeitinteraktivit\u00e4t, Kundenorientiertheit und Reorganisationen betrifft (siehe Grafik 1). 94,7% der Befragten sind denn auch der Ansicht, dass ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit wesentlich vom richtigen Einsatz der IKT abh\u00e4ngen wird (vgl. Tabelle 1).&#13;<\/p>\n<h2>Nutzen der IKT im Postsektor<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie IKT wurden im Postsektor in erster Linie eingef\u00fchrt, um die Abl\u00e4ufe zur Verarbeitung der Postsendungen zu optimieren. Nun sollen sie auch die Voraussetzungen f\u00fcr neue, kundenorientierte Leistungen schaffen und daf\u00fcr sorgen, dass die Kundensicht in die Weiterentwicklung der Post einbezogen wird.&#13;<\/p>\n<h3>Die Abl\u00e4ufe optimieren<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nIKT werden in erster Linie genutzt, um die Verarbeitung von Postsendungen &#8211; Abholung, Sortierung, Verteilung &#8211; zu optimieren und damit die Kosten zu verringern sowie die Effizienz zu steigern. Swiss Post verf\u00fcgt z.B. \u00fcber das Open-Mail-System von Siemens, mit dem pro Stunde 15000 Artikel sortiert werden k\u00f6nnen. Dies soll pro Jahr Kosteneinsparungen von 170 Mio. Franken bringen.\u00a0Die IKT revolutionieren auch das Frankierungssystem. Die meisten Postbetriebe verwenden heute Strichcodes als Wertzeichen. Diese enthalten Informationen \u00fcber die Adresse von Absender und Empf\u00e4nger, was rasches Sortieren in den Postzentren, mehr Zuverl\u00e4ssigkeit und eine Reduktion der Mitarbeiterzahl erlaubt. Gewisse Betriebe &#8211; wie USPS, die Italienische Post oder DHL &#8211; nutzen bei ihrem Frankierungssystem bereits die Funkidentifikation (siehe&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nDie Funkidentifikation (engl. \u00abRadio Frequency Identification\u00bb, RFID) ist eine Methode, mit der sich Daten speichern und aus Distanz abrufen lassen. Dazu werden Tags, so genannte \u00abFunketiketten\u00bb (engl. \u00abRFID tag\u00bb oder \u00abRFID transponder\u00bb) verwendet. Bei den Funketiketten handelt es sich um kleine Gegenst\u00e4nde wie Selbstklebeetiketten, die auf Produkte geklebt oder in diese integriert werden k\u00f6nnen. Sie bestehen aus Antenne und Mikrochip, mit denen sie Funkanfragen des mit Sender und Empf\u00e4nger ausgestatteten Leseger\u00e4ts empfangen und beantworten k\u00f6nnen.). Die Methode ist zwar derzeit noch teurer und weniger umweltvertr\u00e4glich als Strichcodes, bietet dem Postsektor aber Gelegenheit, ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Zum Beispiel verwendet die International Post Corporation (IPC) die Funkidentifikation in ihrem Unex-System zur Messung der Leistung bei der Briefbearbeitung vom Versendungsbis zum Empf\u00e4ngerland. Die Funkidentifikation erm\u00f6glicht n\u00e4mlich, den Weg der Briefe in Echtzeit zu verfolgen. Damit k\u00f6nnen Verz\u00f6gerungen erkannt, Verbesserung der Leistung erreicht und L\u00e4nder bestraft werden, die f\u00fcr M\u00e4ngel im System verantwortlich sind.\u00a0Die Postbetriebe hoffen zudem, mit den IKT ihre Logistik revolutionieren zu k\u00f6nnen. Die neue Strategie besteht darin, Fahrzeuge, Briefs\u00e4cke und -k\u00f6rbe und sogar jeden einzelnen Postartikel mit RFID oder Strichcodes zu frankieren. Leseger\u00e4te im Sortierzentrum senden Informationen \u00fcber den Weg oder Zielort einer Postsendung an einen Server. Diese Zentralisierung von Informationen in Echtzeit erm\u00f6glicht eine bessere Zuordnung der Ressourcen. Zum Beispiel werden Fahrzeuge beim Eingang zur Garage des Sortierzentrums automatisch registriert und zu einem freien Platz geleitet. Allf\u00e4llige Versp\u00e4tungen von Transportfahrzeugen lassen sich im Voraus feststellen, und es kann eine alternative L\u00f6sung erarbeitet werden. Die Zahl der ben\u00f6tigten Briefk\u00f6rbe l\u00e4sst sich so ebenfalls besser absch\u00e4tzen. Mit dieser Informations-Zentralisierung kann auch das Volumen der zu bearbeitenden Post zum Beispiel vor Feiertagen fr\u00fcher in Erfahrung gebracht werden, was die Bereitstellung der entsprechenden Ressourcen erm\u00f6glicht. Schliesslich lassen sich mit den IKT die Abl\u00e4ufe programmieren und die personellen und technischen Ressourcen optimieren. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen und Einheiten einer Organisation wird vereinfacht.&#13;<\/p>\n<h3>Neues Leistungsangebot<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie neuen Technologien revolutionieren den Postsektor, indem sie den Betrieben die M\u00f6glichkeit geben, innovative Leistungen zu entwickeln. In gewissen automatisierten Zentren wird ein Bild des Briefs angefertigt, das in digitaler Form eine als Fingerabdruck bezeichnete eindeutige Identit\u00e4t darstellt. Damit wird das System zuverl\u00e4ssiger und die Verwaltung der Informationen \u00fcber Postsendungen und Kunden verbessert. Ein Kunde hat z.B. sein Profil in der Datenbank der Post eingegeben. Dank der eindeutigen Identifikation der Sendungen besitzt die Post Informationen zu den Artikeln, die der Kunde verschickt oder erhalten hat. Anhand dieser Angaben kann sie Ende Monat Rechnung stellen.\u00a0Ein weiteres Beispiel: Die Sendungen werden direkt an die neue Adresse eines Empf\u00e4ngers geschickt, wenn dieser die entsprechenden Angaben in sein Profil eingibt. Die IKT k\u00f6nnen auch verwendet werden, um eine interaktive Website zwischen Kunde und Post oder gewisse Dienstleistungen anzubieten, etwa \u00abHybrid-Mails\u00bb, das Mitverfolgen von Postsendungen (\u00abTrack and Trace\u00bb) oder die Benachrichtigung eines Kunden mittels SMS oder E-Mail, wenn eine Sendung abgeschickt oder ausgeliefert wurde. F\u00fcr die Postbetriebe geht es somit darum, den Kundenanspr\u00fcchen durch die Bereitstellung massgeschneiderter Leistungen gerecht zu werden.&#13;<\/p>\n<h3>Rolle der IKT bei der Post der Zukunft<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Nutzung der IKT k\u00f6nnen neue Dienstleistungen eingef\u00fchrt werden, die das Volumen an Postsendungen vergr\u00f6ssern werden. Zum Beispiel erfordert der Versand von Produkten mit hoher Wertsch\u00f6pfung oder von Arzneimitteln Zusatzleistungen wie Empfangsbest\u00e4tigung, Echtzeitverfolgung der Artikel und eine gr\u00f6ssere Sicherheit. Eine \u00e4usserst wichtige Rolle beim Einsatz von IKT kommt der Datenverwaltung zu. Wenn in Echtzeit Informationen zu Postsendungen und Kunden gesammelt und die gew\u00fcnschten Daten zur Verf\u00fcgung gestellt werden, k\u00f6nnen die Postunternehmen ihre Kunden aktiv in ihre Zukunftsvision einbeziehen. Die Post ist im Bild \u00fcber die Marktpr\u00e4ferenzen, der Wettbewerb zwischen den Postbetrieben versch\u00e4rft sich und die Innovation wird zum Vorteil der Kunden stimuliert. Denkbar ist zum Beispiel eine Such-Website \u00e4hnlich wie bei Reiseb\u00fcros, wo die Kunden sich dar\u00fcber informieren k\u00f6nnen, welche Postbetriebe die von ihnen nachgefragte Leistung zu welchem Preis und in welcher Qualit\u00e4t erbringen.\u00a0Die Nutzung der IKT im Postsektor stellt aber auch neue Herausforderungen. Lediglich 26% der Postunternehmen sind mit ihren Kapazit\u00e4ten in diesem Bereich zufrieden. Dies d\u00fcrfte auf verschiedene Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Zum einen ist die Struktur der historisch gewachsenen Postunternehmen nicht mit der Innovationsgeschwindigkeit der IKT kompatibel, was die Anwendung bremst. Auch die Zusammenarbeit zwischen IKT-Anbietern und der Postbranche zur Erarbeitung gemeinsamer Standards ist noch l\u00fcckenhaft. So bedeutet etwa das Fehlen internationaler Normen f\u00fcr die Funkidentifikation ein Hindernis f\u00fcr die Verbreitung der Technologie in der Briefverarbeitung. Die fehlenden Normen haben Probleme bei der Kommunikationsf\u00e4higkeit zwischen den Terminals verschiedener Betriebe zur Folge, was die Verarbeitung internationaler Briefe erschwert. Schliesslich kann die Einf\u00fchrung von IKT in Entwicklungsl\u00e4ndern an finanzielle Grenzen stossen, da es um geringere Volumen geht. Diese L\u00e4nder sind deshalb auf finanzielle Hilfe von internationalen Organisationen wie der UPU angewiesen.&#13;<\/p>\n<h2>Schlussfolgerung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Postunternehmen sind sich im Allgemeinen bewusst, dass die IKT der Branche die Chance bieten, sich zu modernisieren und sich f\u00fcr die Liberalisierung zu wappnen. Durch sie verwandelt sich die traditionelle Post, welche die Grundversorgung sicherstellte, in ein marktwirtschaftliches Unternehmen, das den Anspr\u00fcchen der Kunden nachkommt und in den Innovationsprozess einbezieht. Die Postunternehmen nutzen die IKT zur Automatisierung der Postverarbeitung mit dem Ziel, die Kosten zu senken, setzen sie aber auch zur Entwicklung zuverl\u00e4ssiger interaktiver Leistungen zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen ein. Die Postbranche hofft, bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft eine wichtige Rolle spielen zu k\u00f6nnen. Postunternehmen und IKT werden sich in Zukunft erg\u00e4nzen, da die Post die Verbindungen bereitstellt, die den Zugang zu den IKT erleichtern &#8211; zweifellos zum Nutzen der Kunden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abEinfluss der IKT auf die Briefverarbeitung\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abWahrnehmung von IKT der Postunternehmen in&nbsp;%\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Funkidentifikation<\/b>&#13;<br \/>\nDie Funkidentifikation (engl. \u00abRadio Frequency Identification\u00bb, RFID) ist eine Methode, mit der sich Daten speichern und aus Distanz abrufen lassen. Dazu werden Tags, so genannte \u00abFunketiketten\u00bb (engl. \u00abRFID tag\u00bb oder \u00abRFID transponder\u00bb) verwendet. Bei den Funketiketten handelt es sich um kleine Gegenst\u00e4nde wie Selbstklebeetiketten, die auf Produkte geklebt oder in diese integriert werden k\u00f6nnen. Sie bestehen aus Antenne und Mikrochip, mit denen sie Funkanfragen des mit Sender und Empf\u00e4nger ausgestatteten Leseger\u00e4ts empfangen und beantworten k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Die Post im Dienste der Informationsgesellschaft<\/b>&#13;<br \/>\nAm Weltgipfel \u00fcber die Informationsgesellschaft (WSIS) in Tunis im November 2005 stand die Frage nach der Rolle des Postsektors im Zentrum der Debatte. Zu Recht, denn der Sektor kann zu einer Verringerung der digitalen Kluft beitragen. Eduard Dayan, Direktor der UPU, \u00e4usserte die \u00dcberzeugung, dass \u00abder Postsektor mit einem integrierten physischen, elektronischen und finanziellen Netz nicht nur zur Verringerung der digitalen, sondern auch der wirtschaftlichen Kluft beitr\u00e4gt, da Entwicklungsl\u00e4nder die M\u00f6glichkeit erhalten, diese Technologien und das entsprechende Wissen zu erwerben und sich vermehrt Zugang zu den M\u00e4rkten in den Industriel\u00e4ndern zu verschaffen\u00bb.a Tats\u00e4chlich k\u00f6nnen Entwicklungsl\u00e4nder die Infrastruktur des Postsektors nutzen, um auf ihrem Gebiet Kommunikations- und Logistikleistungen zu erschwinglichen Preisen zu erbringen. Die Unternehmen brauchen diese Leistungen, um ihre Kunden zu erreichen. Der Ausbau des Handels ist somit vom Postnetz in diesen Regionen der Welt abh\u00e4ngig. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt das Postnetz im Bereich der Finanzleistungen. Zudem k\u00f6nnen Postb\u00fcros in l\u00e4ndlichen Gegenden, wo es keine anderen Dienstleistungserbringer gibt, den Zugang zum Internet und anderen Kommunikationsmitteln er\u00f6ffnen.Schliesslich k\u00f6nnen die Postunternehmen Fachwissen im Bereich Internet-Gouvernanz einbringen, Vertrauen bez\u00fcglich Sicherheit der IKT schaffen und zur L\u00f6sung von Problemen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Personendaten im Internet beitragen. Denn die Bev\u00f6lkerung hat Vertrauen in die staatlichen Postbetriebe, wenn es darum geht, dass diese als Dritte vertrauliche Informationen zu Kunden und den von ihnen bezogenen Artikeln erfassen und verarbeiten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 3: Literatur<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; UPU, Postal Market 2004 Review and Outlook, Bern, 2004- Nader, Mail Trends, Pitney Bowes, 2004.- Thomas Leavey, Grow-up, Postal Technology International, 1996-2006 10 years of postal technology, United Kingdom, 2006.- Abdallah Farah, Felisberto C\u00e1tia et Finger Matthias, Historical Operators and New Technologies, 2006.- LeBlanc Rh\u00e9al, Solutions postales pour r\u00e9duire la fracture num\u00e9rique, Poste et la soci\u00e9t\u00e9 d&#8217;information, Bern, UPU, 2006.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Postbranche sieht sich neuen Herausforderungen gegen\u00fcber. 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