{"id":124063,"date":"2007-05-01T12:00:00","date_gmt":"2007-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/05\/banfi-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:48","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:48","slug":"banfi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/05\/banfi\/","title":{"rendered":"Familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung und Erwerbsverhalten von M\u00fcttern mit Kindern"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein gesellschaftliches und nicht nur ein rein privates Problem darstellt. Ein Beitrag zu dessen L\u00f6sung ist die Verst\u00e4rkung des Angebots an familienerg\u00e4nzenden Betreuungseinrichtungen. Im folgenden Artikel wird der Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Betreuungseinrichtungen und dem Erwerbsverhalten von M\u00fcttern untersucht. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, in welchem Ausmass M\u00fctter in ihrem Erwerbsverhalten durch die fehlenden Betreuungseinrichtungen eingeschr\u00e4nkt sind und wie sich eine Verbesserung der Betreuungsangebote auf ihr Arbeitsangebot auswirken k\u00f6nnte.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200705_22_Banfi_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"256\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Fehlende Studien f\u00fcr die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZahlreiche vorwiegend internationale Studien haben den Zusammenhang zwischen Kinderbetreuungsm\u00f6glichkeiten und Erwerbsverhalten untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien zeigen eindeutig, dass das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen einen Einfluss auf das Erwerbsverhalten der M\u00fctter aus\u00fcbt und dass ihre Nutzungsintensit\u00e4t durch die Familien von den Eigenschaften der Betreuungseinrichtungen &#8211; allen voran den Preisen &#8211; abh\u00e4ngig ist. Weniger eindeutig ist das Ausmass des positiven Effekts von Betreuungsm\u00f6glichkeiten auf das Erwerbsverhalten. Einzelne Studien zeigen eine grosse Wirkung der familienerg\u00e4nzenden Kinderbetreuung auf das Erwerbsverhalten der M\u00fctter. Gem\u00e4ss anderen Studien ist der Einfluss jedoch weniger markant. Aus der Literatur geht zudem hervor, dass der Erwerbsentscheid nicht nur von der Pr\u00e4senz von Kinderbetreuungseinrichtungen, sondern massgeblich auch von den Arbeitsmarktbedingungen &#8211; insbesondere vom erwarteten Lohn &#8211; abh\u00e4ngig ist. F\u00fcr die Schweiz fehlen Studien weit gehend, welche den Zusammenhang zwischen der Verf\u00fcgbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen und der Erwerbst\u00e4tigkeit der M\u00fctter analysieren.&#13;<\/p>\n<h2>Datenquellen und Fragestellungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm diese L\u00fccke zu schliessen, wurden in einer k\u00fcrzlich abgeschlossenen Untersuchung Vgl. Mecop, Infras (2007). zwei verf\u00fcgbare Datenquellen ausgewertet:\u00a0&#8211; zum einen Daten der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) f\u00fcr das Jahr 2005; \u00a0&#8211; zum andern Prim\u00e4rdaten, welche im Rahmen einer Nationalfondsstudie zum Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen in der Schweiz Vgl. Stern et al. (2005). erhoben worden sind und f\u00fcr das Jahr 2003 detaillierte Informationen zu den tats\u00e4chlich benutzten Kinderbetreuungseinrichtungen und ihren Eigenschaften enthalten. \u00a0Im Zentrum der Datenanalysen stand folgende Fragestellung: Inwiefern beeinflusst das Angebot an Kinderbetreuungsm\u00f6glichkeiten &#8211; wie Kinderkrippen, Tagesfamilien oder Horte &#8211; das Arbeitsangebot von Familien mit Kindern und somit indirekt auch die Wachstumsperspektiven der schweizerischen Volkswirtschaft? Die Frage, ob der Arbeitsmarkt die Erwerb suchenden Frauen auch tats\u00e4chlich aufnehmen kann, war nicht Gegenstand der Untersuchung. Im Weiteren wurde untersucht, ob und in welchem Ausmass das Fehlen von familienerg\u00e4nzenden Kinderbetreuungsangeboten das Erwerbsverhalten der Frauen beeinflusst und in welchen Bereichen die Eltern die wichtigsten M\u00e4ngel des heutigen familienerg\u00e4nzenden Kinderbetreuungssystems identifizieren.&#13;<\/p>\n<h2>Zwei Drittel der M\u00fctter von Kindern unter 15 Jahren sind erwerbst\u00e4tig<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Auswertung der Sake-Daten f\u00fcr das Jahr 2005 zeigt, dass nur etwa ein Drittel (32,6%) der Frauen mit Kindern unter 15 Jahren nicht erwerbst\u00e4tig ist. Rund zwei Drittel der Frauen (67,4%) sind dagegen erwerbst\u00e4tig. \u00a0Wird der Zusammenhang zwischen Erwerbsverhalten und Nachfrage nach Kinderbetreuungseinrichtungen betrachtet, zeigt sich, dass die ausschliesslich private Betreuung &#8211; d.h. durch die Eltern, Verwandte, Bekannte, Kinderfrauen etc. &#8211; vorwiegend bei den Familien Verwendung findet, in denen die Mutter nicht erwerbst\u00e4tig ist (siehe Grafik 1). Allerdings lassen auch erwerbst\u00e4tige Frauen ihre Kinder mehrheitlich privat betreuen. Bei den bis zu 50% erwerbst\u00e4tigen Frauen sind dies fast 90% der Familien. Ist die Mutter dagegen zwischen 50% und 100% erwerbst\u00e4tig, sinkt der Anteil der Haushalte mit privater Betreuung auf 79,5%. \u00a0Die Nachfrage der erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter richtet sich insbesondere an Tagesfamilien und Kinderkrippen bzw. Tagesschulen. Ein Mittagstisch bzw. eine Nachschulbetreuung wird nur von einem verschwindend kleinen Teil der M\u00fctter als Betreuungsform gew\u00e4hlt. M\u00f6glicherweise ist dies mit fehlenden oder ungen\u00fcgenden Angeboten zu erkl\u00e4ren. \u00a0Von den rund 243000 M\u00fcttern, die zum Zeitpunkt der Sake-Befragung nicht erwerbst\u00e4tig waren, w\u00fcnschten sich rund 31%, auf dem Arbeitsmarkt t\u00e4tig zu sein. Das am h\u00e4ufigsten gew\u00fcnschte Arbeitsvolumen (mit einem Anteil von 39,6%) betr\u00e4gt bis zu 24 Stunden pro Woche, gefolgt von einem Pensum von bis zu 16 Stunden pro Woche (26,3%). 12,4% k\u00f6nnten sich dagegen vorstellen, bis zu 40 oder mehr Stunden pro Woche erwerbst\u00e4tig zu sein.\u00a0Eine regionale Auswertung dieser Informationen gem\u00e4ss den Sprachregionen zeigt, dass in der deutschen Schweiz deutlich mehr nicht erwerbst\u00e4tige M\u00fctter eine Erwerbsbeteiligung im Umfang von 8 oder 16 Stunden in der Woche w\u00fcnschen als in der lateinischen Schweiz (siehe Grafik 2). In den lateinischen Kantonen wird eine h\u00f6here Erwerbsbeteiligung dagegen vorgezogen. Trotz dieser Unterschiede betr\u00e4gt die am h\u00e4ufigsten gew\u00fcnschte w\u00f6chentliche Arbeitszeit in beiden Landesteilen zwischen 17 und 24 Stunden, d.h. zwischen zwei und drei Tagen pro Woche.&#13;<\/p>\n<h2>Fehlende Betreuungseinrichtungen schr\u00e4nken das Erwerbsverhalten der M\u00fctter ein<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nRund 189000 M\u00fctter haben den Wunsch ge\u00e4ussert, ihr Erwerbsverhalten anders zu organisieren. Davon geben insgesamt 44,4% an, dass die fehlende Kinderbetreuung der Grund f\u00fcr ihren Verzicht auf eine Erwerbst\u00e4tigkeit bzw. f\u00fcr den Verzicht auf eine Ausdehnung der Erwerbst\u00e4tigkeit ist. Die detaillierten Gr\u00fcnde sind in Tabelle 1 aufgelistet. An erster Stelle machen die M\u00fctter geltend, dass die Kinderbetreuung zu teuer sei (39%). Am zweith\u00e4ufigsten wird das g\u00e4nzliche Fehlen von Betreuungseinrichtungen genannt: Etwa 30% der M\u00fctter geben an, dass sie keinen Zugang zu familienerg\u00e4nzenden Betreuungseinrichtungen haben. Weitere Einschr\u00e4nkungen entstehen wegen der Betreuungszeiten (10,1%) und der als ungen\u00fcgend eingesch\u00e4tzten Qualit\u00e4t der Betreuungseinrichtungen (8,4%). Andere, nicht n\u00e4her spezifizierte Gr\u00fcnde werden von 13% der M\u00fctter angegeben.\u00a0Die am h\u00e4ufigsten vermissten Angebote sind Mittagstische, Tagesschulen und Blockzeiten (36,1% der Befragten). Fast 30% der Befragten geben an, dass es an Kinderkrippen und Horten fehlt. Eine st\u00e4rkere private Betreuung durch den Vater des Kindes bzw. durch Verwandte und Bekannte wird von fast 20% der Befragten gew\u00fcnscht. Ein mangelndes Angebot an Kinderm\u00e4dchen, Tagesm\u00fcttern und Au-Pairs wird von 9% der befragten M\u00fctter angegeben; 6% gaben andere fehlende Betreuungsarten an.&#13;<\/p>\n<h2>Betr\u00e4chtliches Potenzial zur Steigerung der Erwerbst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Hochrechnungen der ausgewerteten Sake-Daten f\u00fcr die Schweiz zeigen, dass zum Zeitpunkt der Erhebung und unter den gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen rund 21000 Frauen allein wegen der mangelnden Kinderbetreuung nicht erwerbst\u00e4tig sind, es aber gerne w\u00e4ren. Hinzu kommen rund 54000 M\u00fctter, die erwerbst\u00e4tig sind, aber gerne mehr arbeiten w\u00fcrden. \u00a0Auf der Grundlage der Sake-Daten k\u00f6nnen Annahmen zum gew\u00fcnschten Erwerbsvolumen der nicht erwerbst\u00e4tigen bzw. teilzeitbesch\u00e4ftigten M\u00fctter getroffen werden. Dies erlaubt die Sch\u00e4tzung einer Gr\u00f6ssenordnung des potenziellen Erwerbsvolumens, das dem Arbeitsmarkt allein wegen fehlender Kinderbetreuung zurzeit nicht zur Verf\u00fcgung steht. Die Gr\u00f6ssenordnung betr\u00e4gt rund 44,7 Mio. Stunden j\u00e4hrlich. Dies entspricht einem Arbeitsvolumen von gut 20000 Vollzeitstellen. Da die zur Verf\u00fcgung stehende Stichprobe an M\u00fcttern eher bescheiden und die Hochrechnungen auf Annahmen beruhen, sind die Ergebnisse mit der gebotenen Vorsicht als Gr\u00f6ssenordnung der potenziellen Erh\u00f6hung der Erwerbst\u00e4tigkeit zu interpretieren, die man mit einer Verbesserung der Kinderbetreuungsangebote erreichen k\u00f6nnte.&#13;<\/p>\n<h2>Gleichzeitige Wahl der Kinderbetreuung und Arbeitsentscheid<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie zweite Datengrundlage, jene der Nationalfondsstudie, Vgl. Stern et al. (2005). fokussiert auf Eltern mit Kindern im Vorschulalter. Die Auswertung dieser Daten zeigt, dass &#8211; unter den gegebenen Bedingungen &#8211; eine Mehrheit der Eltern, die heute ihre Kinder ausschliesslich privat betreuen, ein Angebot an familienerg\u00e4nzender Betreuung in Anspruch nehmen w\u00fcrde, wenn ein solches vorhanden w\u00e4re. Der Anteil Eltern, welcher seine Kinder heute ausschliesslich privat betreut, w\u00fcrde um knapp die H\u00e4lfte von 87% auf 45% sinken, wenn eine Kinderkrippe oder Tagesfamilie mit einkommensabh\u00e4ngigen Tarifen in der N\u00e4he des Wohnortes zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Ein Teil der befragten Eltern \u00e4ussert die Absicht, bei einem Wechsel von der privaten zur institutionellen Kinderbetreuung ihr Erwerbsvolumen zu erh\u00f6hen (16%); andere geben dagegen an, sie w\u00fcrden in diesem Fall ihr Erwerbsverhalten unver\u00e4ndert lassen (23%). Mit diesen Substitutionseffekten w\u00fcrde eine Kostenverlagerung von einer privaten zu einer \u00f6ffentlichen (Teil-)Finanzierung der Kinderbetreuung einhergehen, sofern den Eltern Krippenpl\u00e4tze mit einkommensabh\u00e4ngigen, nicht voll kostendeckenden Tarifen zur Verf\u00fcgung gestellt w\u00fcrden. Welche Kosten aufgrund der heute zum Teil ungen\u00fcgenden privaten Betreuung (z.B. soziale Folgekosten, Familienarmut) der \u00d6ffentlichkeit anfallen, ist nicht erhoben.\u00a0Werden der Erwerbsentscheid und die Wahl der Kinderbetreuung statistisch-mathematisch modelliert, zeigt sich, dass die beiden Entscheide unter den heute bestehenden Rahmenbedingungen eine hohe Simultaneit\u00e4t aufweisen. Die Nachfrage nach familienerg\u00e4nzenden Kinderbetreuungseinrichtungen und der Erwerbsentscheid h\u00e4ngen also eng zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau erwerbst\u00e4tig ist und eine institutionelle Betreuungsform w\u00e4hlt, erh\u00f6ht sich, wenn der Preis oder die Entfernung der Betreuungseinrichtung abnimmt.&#13;<\/p>\n<h2>\u00dcbereinstimmung mit Resultaten internationaler Studien<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Auswertungen f\u00fcr die Schweiz decken sich weit gehend mit den Ergebnissen einer Vielzahl von ausl\u00e4ndischen Untersuchungen zum Thema Kinderbetreuung und Erwerbsverhalten. Diese weisen mehrheitlich darauf hin, dass die Erwerbst\u00e4tigkeit mit wachsendem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen steigt, wobei vor allem die Teilzeitbesch\u00e4ftigung zunimmt. H\u00f6here Preise der Betreuungseinrichtungen wirken sich negativ auf das Erwerbsverhalten aus. \u00a0Die Tatsache, dass ein Teil der Frauen in der Schweiz nicht oder weniger als gew\u00fcnscht erwerbst\u00e4tig ist, kann volkswirtschaftlich unerw\u00fcnschte Folgen in Form eines tieferen Erwerbsvolumens und Sozialprodukts haben. Die Gr\u00f6ssenordnung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen h\u00e4ngt davon ab, inwieweit die Ausbildungs- und Erfahrungsprofile der auf den Arbeitsmarkt hinzukommenden Frauen den Qualifikationserfordernissen der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt entsprechen. Positive Wachstumsimpulse sind vor allem dann zu erwarten, wenn das ermittelte Arbeitspotenzial von M\u00fcttern produktiv eingesetzt werden kann. Entsprechende Qualifikationen vorausgesetzt, k\u00f6nnten dann offene, ausgeschriebene Stellen (wieder) besetzt oder sogar zus\u00e4tzliche Stellen geschaffen werden. Dies erh\u00f6ht einmalig die produktive Kapazit\u00e4t einer Volkswirtschaft und f\u00fchrt auf einen langfristig h\u00f6heren Wachstumspfad.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZusammenfassend kann festgehalten werden, dass ein vielf\u00e4ltiges, preislich moderates Angebot an familienerg\u00e4nzenden Betreuungseinrichtungen einen Beitrag f\u00fcr eine erh\u00f6hte Partizipation von M\u00fcttern auf dem Arbeitsmarkt leisten kann. Dies ist einerseits f\u00fcr gut ausgebildete Frauen von Bedeutung, die dadurch eher in der Lage sind, ihr Humankapital zu erhalten. Andererseits hilft ein erleichterter Zugang zu Betreuungspl\u00e4tzen auch einkommensschwachen Familien, die Abh\u00e4ngigkeit von sozialen Unterst\u00fctzungsleistungen zu verringern. Je nach Wirtschaftslage und insbesondere Arbeitsmarktsituation k\u00f6nnen damit wichtige volkswirtschaftliche Impulse gesetzt werden. Die mitteloder langfristigen Wirkungen dieser Impulse k\u00f6nnen ex ante nat\u00fcrlich nur ansatzweise gesch\u00e4tzt werden. Die vorliegende Studie bietet jedoch zum ersten Mal einen Hinweis darauf, in welcher Gr\u00f6ssenordnung sich die Effekte bewegen d\u00fcrften. \u00a0Es scheint uns wertvoll, die hier vorgestellten Ergebnisse durch gezielte empirische Erhebungen zu erg\u00e4nzen und damit die Grundlagen f\u00fcr die Hochrechnung der Wirkungen eines zus\u00e4tzlichen Angebots der familienerg\u00e4nzenden Betreuung auf den Arbeitsmarkt zu verbessern. Darauf aufbauend w\u00e4re aus unserer Sicht als n\u00e4chster Schritt eine Analyse der volkswirtschaftlichen Auswirkungen &#8211; insbesondere auf das mittel- und l\u00e4ngerfristige Wirtschaftswachstum der Schweiz &#8211; von Interesse. Damit k\u00f6nnte das diesbez\u00fcgliche Potenzial eines Ausbaus der familienerg\u00e4nzenden Betreuung zuverl\u00e4ssiger abgesch\u00e4tzt werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abWahl der Kinderbetreuungsform und Erwerbsverhalten der M\u00fctter von Kindern unter 15 Jahren\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abGew\u00fcnschtes Arbeitsvolumen nicht erwerbst\u00e4tiger M\u00fctter, die gerne erwerbst\u00e4tig w\u00e4ren &#8211; Vergleich deutsche und lateinische Schweiz\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abGr\u00fcnde, die von den M\u00fcttern f\u00fcr die ungen\u00fcgende Kinderbetreuung angegeben wurden Kinder unter 15 Jahren (N = 83 000), gerundete Werte\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Referenzen &#8211; Mecop-Infras (2007), Familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung und Erwerbsverhalten von Haushalten mit Kindern, Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (SECO). &#8211; Stern, S., Banfi, S., Tassinari, S. (Hrsg.) (2006), Krippen und Tagesfamilien in der Schweiz &#8211; Aktuelle und zuk\u00fcnftige Nachfragepotenziale, Haupt, Bern.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein gesellschaftliches und nicht nur ein rein privates Problem darstellt. Ein Beitrag zu dessen L\u00f6sung ist die Verst\u00e4rkung des Angebots an familienerg\u00e4nzenden Betreuungseinrichtungen. 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