{"id":124083,"date":"2007-05-01T12:00:00","date_gmt":"2007-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/05\/dietl-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:44:57","modified_gmt":"2023-08-23T21:44:57","slug":"dietl-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/05\/dietl-5\/","title":{"rendered":"Erhebung der Kosten f\u00fcr die Grundversorgung &#8211; Vor- und Nachteile der Methoden"},"content":{"rendered":"<p>Der Schweizer Postmarkt soll f\u00fcr die Konkurrenz ge\u00f6ffnet werden. Gleichzeitig soll die Grundversorgung &#8211; der so genannte Service Public &#8211; weiterhin gew\u00e4hrleistet sein. Mit der Markt\u00f6ffnung wird dem ehemaligen Monopolisten die Grundlage zur Finanzierung der Grundversorgung entzogen. Zur Sicherstellung der Grundversorgung im Wettbewerb muss der ehemalige Monopolanbieter deshalb f\u00fcr die zus\u00e4tzlichen Kosten entsch\u00e4digt werden, die ihm aus der Grundversorgungsverpflichtung entstehen. Im Folgenden werden die drei wichtigsten Methoden zur Kostenermittlung der Grundversorgung &#8211; Net Avoided Cost, Entry Pricing und Profitability Cost &#8211; beschrieben. Es wird beurteilt, f\u00fcr welche Fragestellungen sich welche Methoden eignen und worin deren Vor- und Nachteile liegen.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200705_08_Dietl_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"246\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Kompensiert von Service-Public-Leistungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie gegenw\u00e4rtige Wettbewerbssituation im Schweizer Briefmarkt ist faktisch noch immer ein Monopol. Das Ziel des Bundesrates besteht darin, den Briefmarkt f\u00fcr die Konkurrenz zu \u00f6ffnen. Nach der \u00d6ffnung soll jedoch die Grundversorgung weiterhin gew\u00e4hrleistet sein. Hierzu soll der ehemalige Monopolanbieter wie bisher zur Bereitstellung der Grundversorgung verpflichtet werden. Die Grundversorgung definiert Qualit\u00e4t, Umfang und Preise der anzubietenden Dienstleistungen: Die rasche und zuverl\u00e4ssige Zustellung von Brief- und Paketpost soll f\u00fcr alle zu einheitlichen Preisen zug\u00e4nglich sein. F\u00fcr die Konkurrenz soll diese Verpflichtung hingegen nicht gelten. Der Aufbau eines fl\u00e4chendeckenden Zustellnetzes ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Da die Schweiz bereits \u00fcber ein fl\u00e4chendeckendes Zustellnetz verf\u00fcgt, w\u00e4re der Aufbau weiterer fl\u00e4chendeckender Zustellnetzwerke ineffizient.\u00a0Die Bereitstellung der Grundversorgung ist f\u00fcr den Erbringer mit Kosten behaftet. Daraus ergibt sich die Folgerung, dass die Bereitstellung der Grundversorgung finanziell kompensiert werden muss, um ein Weiterbestehen sicherzustellen. Die H\u00f6he der Kompensation soll sich an den Kosten orientieren.&#13;<\/p>\n<h2>Was sind die Kosten der Grundversorgung?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Kosten der Grundversorgung in einem liberalisierten Markt sind in der Theorie einfach zu ermitteln. Sie ergeben sich aus der Differenz zwischen dem Betriebsergebnis des Grundversorgers unter Konkurrenzbedingungen ohne Grundversorgungsverpflichtung und dem Betriebsergebnis des Grundversorgers unter Konkurrenzbedingungen mit Grundversorgungsverpflichtung.&#13;<\/p>\n<h3>Net Avoided Cost &#8211; Kosten unter Monopolbedingungen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Net-Avoided-Cost-Ansatz zur Ermittlung der Kosten der Grundversorgung stammt aus dem Telekommunikationssektor. Oftel, 1995. Eine im Auftrag der Europ\u00e4ischen Kommission durchgef\u00fchrte Studie zur Kostenermittlung der postalischen Grundversorgung der EU-Mitglieder bediente sich ebenfalls dieses Ansatzes. Nera, 1998. Der Net-Avoided-Cost-Ansatz berechnet die Differenz des Betriebsergebnisses eines Monopolisten mit und ohne Grundversorgungsverpflichtung. Um diese Differenz zu ermitteln, werden die von der Grundversorgung verlangten Dienstleistungen einzeln betrachtet und die Kunden segmentiert. Anschliessend wird berechnet, f\u00fcr welche Kundensegmente diese Dienstleistungen jeweils profitabel angeboten werden k\u00f6nnen und bei welchen Kundensegmenten Verluste erwirtschaftet werden. Wird durch das Angebot einer Dienstleistung an ein bestimmtes Kundensegment ein Verlust erwirtschaftet, spricht man von einem unprofitablen Marktsegment.\u00a0Durch den Wegfall der Grundversorgungsverpflichtung k\u00f6nnte der Grundversorger die \u00abNettokosten\u00bb aus den unprofitablen Marktsegmenten einsparen. Diese Nettokosten ergeben sich aus dem Aufwand abz\u00fcglich des Ertrags aus den unprofitablen Marktsegmenten. Diese Einsparung entspricht grunds\u00e4tzlich den Kosten der Grundversorgung gem\u00e4ss dem Net-Avoided-Cost-Ansatz.\u00a0Um ein aussagekr\u00e4ftiges Ergebnis zu erhalten, m\u00fcssen zwei Verfeinerungen ber\u00fccksichtigt werden. Die erste Verfeinerung betrifft den Umstand, dass die Bedienung eines f\u00fcr sich allein gesehen unprofitablen Marktsegments die Profite aus anderen Marktsegmente erh\u00f6hen kann. Ist diese Profitsteigerung in den anderen Marktsegmenten gr\u00f6sser als die Nettokosten der strikt f\u00fcr sich betrachtet unprofitablen Marktsegmente, w\u00fcrde der Monopolist diese Marktsegmente auch ohne die Grundversorgungsverpflichtung bedienen. Diese Nettokosten d\u00fcrfen deshalb nicht zur Net Avoided Cost addiert werden. Andererseits kann die Streichung einer Dienstleistung aus dem Angebot f\u00fcr nur bestimmte Kundensegmente mit hohen Kosten verbunden sein. Sind diese Kosten zu hoch, entscheidet sich der Monopolist auch hier, diese Marktsegmente nach dem Wegfall der Grundversorgungsverpflichtung weiter zu bewirtschaften. Demnach sind auch die Nettokosten aus der Bedienung solcher unprofitablen Marktsegmente nicht Teil der Net Avoided Cost.\u00a0Die Notwendigkeit einer zweiten Verfeinerung ergibt sich daraus, dass die Politik die Effizienz der \u00f6ffentlichen Dienste verbessern will. Die \u00f6ffentliche Hand soll letztendlich nur f\u00fcr die tats\u00e4chlichen Kosten der Grundversorgung aufkommen, die einem effizienten Grundversorger entstehen. Man spricht hier von X-Effizienz. Ein x-effizienter Grundversorger produziert mit der besten verf\u00fcgbaren Technologie aus den vorhandenen Ressourcen den gr\u00f6sstm\u00f6glichen Output. Ein x-effizienter Grundversorger kann die Dienste der Grundversorgung in der Regel mit geringeren Kosten anbieten als der gegenw\u00e4rtige Grundversorger. Um die Net Avoided Cost f\u00fcr einen x-effizienten Monopolisten zu berechnen, werden die gegenw\u00e4rtigen Kosten des Monopolisten auf das hypothetisch effiziente Niveau normalisiert. Anschliessend wird die Marktsegmentierung vorgenommen. Danach k\u00f6nnen die relevanten Kosten der Grundversorgung ermittelt werden.\u00a0Die Net Avoided Cost ist vergleichsweise einfach zu ermitteln. Die Methode beantwortet indes die vor dem Hintergrund der Markt\u00f6ffnung falsche Frage. Es geht nicht mehr nur darum, das \u00dcberleben eines Monopolisten sicherzustellen, sondern darum, einem effizienten Grundversorger unter Konkurrenz einen normalen Gewinn zu erm\u00f6glichen. Die Net Avoided Cost entspricht jedoch den Kosten der Grundversorgung f\u00fcr einen Monopolisten, nicht den Kosten der Grundversorgung f\u00fcr einen im Wettbewerb stehenden Grundversorger (siehe Grafik 1).&#13;<\/p>\n<h3>Entry Pricing &#8211; Kosten der Liberalisierung<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nEntry Pricing ist ein zwischen 1997 und 1998 von PricewaterhouseCoopers entwickelter Ansatz. Beschrieben ist er in einer von PostEurop publizierten Untersuchung PostEurop, 1998. sowie in zwei Fachbeitr\u00e4gen Rodriguez et al., 1999; Rodriguez und Storer, 2000.. Entry Pricing zeigt, in welchem Mass sich die Gewinnsituation eines Monopolisten verschlechtert, wenn er die Grundversorgung auch nach der Markt\u00f6ffnung erf\u00fcllen muss. F\u00fcr die Ermittlung dieser Gr\u00f6sse wird das Betriebsergebnis eines x-effizienten Monopolisten, der die Grundversorgung erbringen muss, betrachtet und mit dem Betriebsergebnis eines Grundversorgers verglichen, der dieselbe Grundversorgung im Wettbewerb erbringen muss.\u00a0F\u00fcr die Berechnung wird zun\u00e4chst jede Dienstleistung einzeln betrachtet. Die Kunden werden segmentiert, um die einzelnen Marktsegmente zu eruieren. Zweitens werden die Kosten und Ertr\u00e4ge f\u00fcr alle Marktsegmente ermittelt. Drittens werden die Kosten auf das Niveau eines x-effizienten Monopolisten normalisiert.\u00a0Im Unterschied zur Net-Avoided-Cost-Methode wird in einem vierten Schritt gesch\u00e4tzt, wo und in welchem Ausmass ein Markteintritt stattfinden wird. Damit kann ermittelt werden, welche Dienstleistungen durch die Konkurrenz angeboten werden. Dieser vierte Schritt erfordert somit eine Sch\u00e4tzung der Kosten der Konkurrenz. Aus diesen Kosten l\u00e4sst sich sodann eine Preisstrategie absch\u00e4tzen und aus dieser wiederum der Marktanteilsverlust f\u00fcr den Grundversorger.\u00a0Aus den Informationen \u00fcber die Marktanteilsverluste lassen sich f\u00fcr jedes Marktsegment die Ertr\u00e4ge nach der Markt\u00f6ffnung ermitteln. Zus\u00e4tzlich werden die Gesamtkosten der Bereitstellung aller Dienstleistungen vor und nach der Markt\u00f6ffnung bestimmt. Die zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr einen effizienten Monopolisten, der die Grundversorgung auch nach Markt\u00f6ffnung weiterhin erbringen muss, ergeben sich dann aus der Ertragsdifferenz abz\u00fcglich der Kostendifferenz. Die Ertragsdifferenz ist die Summe der Ertr\u00e4ge unter Monopolbedingungen aus denselben Diensten, die unter Wettbewerbsbedingungen umk\u00e4mpft sind, abz\u00fcglich der Summe der Ertr\u00e4ge aus den umk\u00e4mpften Diensten unter Wettbewerbsbedingungen. Die Kostendifferenz entspricht den Gesamtkosten unter Monopolbedingungen abz\u00fcglich der Gesamtkosten unter Konkurrenzbedingungen.\u00a0Der mittels Entry Pricing ermittelte Wert beziffert die zus\u00e4tzlichen Kosten, die einem effizienten Monopolisten entstehen, um die Grundversorgung unter Wettbewerbsbedingungen zu erf\u00fcllen. Diese Kosten werden deshalb auch als Kosten der Liberalisierung f\u00fcr einen effizienten Monopolanbieter bezeichnet. Sie sind geringer als die tats\u00e4chlichen Kosten, die einem x-ineffizienten Grundversorger infolge der Markt\u00f6ffnung zus\u00e4tzlich entstehen. Die tats\u00e4chlichen Kosten beinhalten auch zus\u00e4tzliche Investitionen in effizienzsteigernde Umstrukturierungsprogramme. \u00a0Eine Kompensation gem\u00e4ss Entry Pricing bedingt, dass dem ehemaligen Monopolisten auch die unternehmerischen Freiheiten gegeben werden, um die eruierten Ineffizienzen zu beseitigen. Da die Effizienzsteigerung schwierig und mit Kosten verbunden ist, stellt eine Kompensation mittels Entry Pricing ausserdem nicht sicher, dass der Grundversorger im Wettbewerb einen normalen Gewinn erzielen kann. Andererseits ist die Normalisierung der gegenw\u00e4rtigen Kosten auf ein x-effizientes Niveau notwendig, um dem ehemaligen Monopolisten die gr\u00f6sstm\u00f6glichen Anreize zur Steigerung der Effizienz zu setzen. Die Ermittlung des x-effizienten Niveaus ist sowohl ein politisches als auch ein praktisches Problem. Politisch muss Arbeitsplatzsicherheit gegen\u00fcber Anreizen zu Kosteneinsparungen abgewogen werden. Praktisch ist die objektive Sch\u00e4tzung der X-Effizienz schwierig und bietet wegen der fehlenden Vergleichbarkeit einen Manipulationsspielraum.\u00a0Entry Pricing ermittelt die Kompensation, die der jetzige Monopolanbieter erhalten m\u00fcsste, um nach der Markt\u00f6ffnung die Grundversorgung weiterhin sicherstellen zu k\u00f6nnen. Dieser Wert entspricht jedoch nicht den eigentlichen Kosten der Grundversorgung unter Wettbewerb. Wie sich diese im Wettbewerb theoretisch berechnen lassen, zeigt der n\u00e4chste Abschnitt.&#13;<\/p>\n<h3>Profitability Cost &#8211; Kosten unter Wettbewerbsbedingungen<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie theoretischen Kosten der Grundversorgung in einem Wettbewerbsumfeld entsprechen den zus\u00e4tzlichen Kosten, die dem Grundversorger durch die Grundversorgungspflicht im Wettbewerb entstehen. Erl\u00e4utert ist dies in Fachbeitr\u00e4gen von Cremer et al. (2000) und Panzar (2000). \u00a0Zur Ermittlung dieser von Cremer et al. bezeichneten Profitability Cost muss zun\u00e4chst ein Benchmark-Szenario spezifiziert werden, in dem der ehemalige Monopolist unsubventioniert und ohne Grundversorgungsverpflichtung im Wettbewerb steht. Anschliessend wird untersucht, welchen Kunden nicht alle Dienstleistungen angeboten werden, die in der Grundversorgung enthalten sind. Mit diesen Informationen kann berechnet werden, wie hoch die zus\u00e4tzlichen Kosten sind, um auch diesen Kunden die gesamte Grundversorgung anzubieten. Diese nach Panzar als \u00abNet Incremental Cost\u00bb bezeichneten Kosten entsprechen der Gesamtkostendifferenz abz\u00fcglich des zus\u00e4tzlichen Ertrags. Die Gesamtkostendifferenz ergibt sich aus den Gesamtkosten im Benchmark-Szenario abz\u00fcglich der Gesamtkosten nach der Einf\u00fchrung der Grundversorgungsverpflichtung. Der zus\u00e4tzliche Ertrag ist der Ertrag aus den Marktsegmenten, die infolge der Einf\u00fchrung der Grundversorgungsverpflichtung neu bewirtschaftet werden. Ohne die Grundversorgungsverpflichtung kann ein Anbieter f\u00fcr einzelne Dienstleistungen h\u00f6here Preise verlangen, als er dies gem\u00e4ss der Grundversorgung tun darf. Durch die Einf\u00fchrung der Grundversorgung entstehen dem Anbieter deshalb dort Einkommensausf\u00e4lle, wo die geringeren Preise nicht durch die erh\u00f6hte Nachfrage kompensiert werden. Diese Einkommensausf\u00e4lle werden als \u00abForegone Revenue\u00bb bezeichnet. Die Summe aus Net Incremental Cost und Foregone Revenue ergibt die Profitability Cost.\u00a0Eine Kompensation in H\u00f6he der Profitability Cost entspricht dem Leistungsprinzip. Der im Wettbewerb stehende Grundversorger wird von der \u00f6ffentlichen Hand nur f\u00fcr die Kosten entsch\u00e4digt, die ihm durch die Bereitstellung der Grundversorgung tats\u00e4chlich entstehen. Weiter wird ber\u00fccksichtigt, dass der ehemalige Monopolist ohne die Grundversorgungsverpflichtung seine Preise anpassen kann. Aus theoretischer Sicht ist der Profitability Cost-Ansatz deshalb sehr attraktiv. Die f\u00fcr ein operationelles Modell notwendigen Daten sind in der Praxis jedoch schwierig zu ermitteln: Zus\u00e4tzlich zu den Kosteninformationen m\u00fcssen n\u00e4mlich die zu erwartenden Preise sowie Nachfragefunktionen f\u00fcr s\u00e4mtliche Dienstleistungen gesch\u00e4tzt werden.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie vorgestellten Methoden zur Ermittlung der Kosten der Grundversorgung beantworten drei verschiedene Fragen. Die Net Avoided Cost entspricht den Kosten, die einem Monopolisten aus der Erf\u00fcllung der Grundversorgung zus\u00e4tzlich entstehen. Sie sind verh\u00e4ltnism\u00e4ssig einfach zu bestimmen. Vor dem Hintergrund der Markt\u00f6ffnung ist dies jedoch der falsche Ansatz, um die H\u00f6he der Kompensation f\u00fcr die Erbringung der Grundversorgung zu ermitteln.\u00a0Entry Pricing zeigt, in welchem Mass sich die Gewinnsituation eines Monopolisten verschlechtert, wenn er die Grundversorgung auch nach der Markt\u00f6ffnung erf\u00fcllen muss. Entry Pricing ist eine praktisch anwendbare Methode. F\u00fcr deren korrekte Anwendung ist es allerdings entscheidend, dass das Effizienzsteigerungspotenzial des gegenw\u00e4rtigen Monopolisten angemessen beurteilt wird.\u00a0Die Profitability Cost entspricht den Kosten, die einem im Wettbewerb stehenden Anbieter durch die Erf\u00fcllung der Grundversorgung zus\u00e4tzlich entstehen. Sie entspricht deshalb der Kompensation, die einem Grundversorger unter Wettbewerbsbedingungen erstattet werden muss, um die Grundversorgung langfristig erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abGrundversorgungsverpflichtung und Wettbewerbssituation\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur &#8211; Cremer, H., Grimaud, A. und Laffont, J.-J. (2000), The Cost of Universal Service in the Postal Sector, in: Current Directions in Postal Reform, editiert von M.A. Crew und P. R. Kleindorfer, Kluwer Academic Publishers, Boston, M.A., S. 47-68.- Nera (1998), Costing and Financing of Universal Service Obligations in the Postal Sector in the European Union, Final Report for EC DG XIII, November 1998, London.- Oftel: Office of Telecommunications (1995), The Costs, Benefits and Funding of Universal Service in the UK, Final Report for OFTEL, Report Nr. 95200, Cambridge.- Panzar, J.C. (2000), A Methodology for Measuring the Costs of Universal Service Obligations, Information Economics and Policy 12, S. 211-220.- PostEurop Contact Committee (1998), Counting the Cost: Estimating Universal Service Costs in the Postal Sector, August 1998, Brussels.- Rodriguez, F., Smith, S. und Storer, D. (1999), Estimating the Cost of the Universal Service Obligation in Posts, in Emerging Competition in Postal and Delivery Services, editiert von M.A. Crew und P.R. Kleindorfer, Kluwer Academic Publishers, Boston, M.A., S. 195-207.- Rodriguez, F. und Storer, D. (2000), Alternative Approaches to Estimating the Cost of the USO in Posts, Information Economics and Policy 12, S. 285-299.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schweizer Postmarkt soll f\u00fcr die Konkurrenz ge\u00f6ffnet werden. Gleichzeitig soll die Grundversorgung &#8211; der so genannte Service Public &#8211; weiterhin gew\u00e4hrleistet sein. Mit der Markt\u00f6ffnung wird dem ehemaligen Monopolisten die Grundlage zur Finanzierung der Grundversorgung entzogen. 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