{"id":124263,"date":"2007-03-01T12:00:00","date_gmt":"2007-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/03\/steffes-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:45:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:45:40","slug":"steffes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/03\/steffes\/","title":{"rendered":"Schweizer Metallindustrie und Maschinenbau im Hoch"},"content":{"rendered":"<p>Die Metallproduzenten und Maschinenbauer geh\u00f6ren zu den wichtigsten Arbeitgebern der Schweiz: Rund 5% der Schweizer Erwerbst\u00e4tigen sind in der Metallindustrie oder im Maschinenbau besch\u00e4ftigt. Die Metallbearbeitung und -verarbeitung, aber auch der Maschinenbau sp\u00fcren seit langem den Druck der Globalisierung und zeigten zu Beginn wenig Dynamik. Dies hat in der Metall- und Maschinenindustrie zu einem Strukturwandel gef\u00fchrt. Viele Betriebe und Betriebsteile wurden an kosteng\u00fcnstige Standorte verlagert. Damit ging eine Spezialisierung auf h\u00f6herwertige Segmente einher. Innerhalb dieses sehr heterogenen Industriezweiges haben es zahlreiche Schweizer Unternehmen in ihren Nischen zur Weltmarktf\u00fchrerschaft gebracht und weisen heute ein hohes Wachstumstempo auf.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200703_15_Steffes_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"262\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Schweizer Metall und Maschinen &#8211; eine Industrie im Wandel<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Branchenaggregat \u00abMetall- und Maschinenindustrie\u00bb umfasst ein weites T\u00e4tigkeitsfeld von der Metallerzeugung und -bearbeitung \u00fcber die Herstellung von Metallerzeugnissen bis zum Maschinenbau (vgl.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nZum Branchenaggregat \u00abMetall und Maschinen\u00bb geh\u00f6ren nach der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (Noga) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) von 2002 die Branchen \u00abMetallerzeugung und -bearbeitung\u00bb (Noga 27), die \u00abHerstellung von Metallerzeugnissen\u00bb (Noga 28) und der \u00abMaschinenbau\u00bb (Noga 29). W\u00e4hrend die Branche Metallerzeugung und -bearbeitung alle T\u00e4tigkeiten beinhaltet, die mit dem Schmelzen und Legieren von Metallen aus Erz, Roheisen oder Schrott zu tun haben, geh\u00f6rt die Weiterverarbeitung, also die Produktion \u00abreiner\u00bb Metallerzeugnisse (wie Bauelemente, Beh\u00e4lter und Konstruktionen), zur Noga-Klasse 28. In der Branche Maschinenbau wird die Herstellung von Maschinen erfasst. Nicht hierzu geh\u00f6ren der allgemeine Fahrzeugbau und die Herstellung von Kontrollvorrichtungen, Datenverarbeitungsger\u00e4ten und -einrichtungen, Mess- und Pr\u00fcfvorrichtungen sowie Elektrizit\u00e4ts- und Schalteinrichtungen.). An rund 11400 Betriebsst\u00e4tten werden in der Schweiz die unterschiedlichsten Produkte vom Baustahl bis zu den kompliziertesten Maschinen hergestellt. Zudem sind die Produzenten von Metall, Metallwaren und Maschinen mit einem Anteil von 4,7% an den gesamten Schweizer Erwerbst\u00e4tigen einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Schweiz: Fast 200000 Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in dieser Branche. Ungef\u00e4hr gleich hoch f\u00e4llt auch der Wertsch\u00f6pfungsanteil aus, der in der Schweiz von Unternehmen des Branchenaggregats erbracht wird. Die Wertsch\u00f6pfung von ca. 22 Mrd. Schweizer Franken entspricht einem Anteil an der Wertsch\u00f6pfung der Gesamtwirtschaft von 4,8% respektive einem Anteil von rund 30% am Schweizer Industriesektor. Sie wird zu je 50% durch die Produktion von Maschinen und Metallen\/Metallwaren erbracht. \u00a0Vor 25 Jahren sah die Welt anders aus: 1980 erbrachten 7,4% der Erwerbst\u00e4tigen 6,3% der Schweizer Wertsch\u00f6pfung. Der R\u00fcckgang des Anteils auf heute unter 5% zeigt, dass das Branchenaggregat nicht mit dem allgemeinen Schweizer Wachstumstempo Schritt halten konnte. Die Diskrepanz von Wertsch\u00f6pfungs- und Erwerbst\u00e4tigenanteil bedeutete 1980 eine Arbeitsproduktivit\u00e4t, die deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt lag. Erst Ende der Neunzigerjahre konnte die Arbeitsproduktivit\u00e4t der Schweizer Metall- und Maschinenindustrie dank der starken Redimensionierung und Restrukturierung vieler Betriebe gesteigert werden; heute liegt sie leicht \u00fcber dem Schweizer Durchschnitt.&#13;<\/p>\n<h2>Schweizer Produkte im Ausland gefragt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nRund 65% ihres Umsatzes generieren die Unternehmen dieses Branchenaggregates im Export. Zusammen erbringen sie rund 30% der gesamten Schweizer Exporte. Das macht sie nach den chemischen Produkten (36%) zur zweitwichtigsten Exportwarengruppe der Schweiz. Durch ihren hohen Exportanteil reagiert die Metallindustrie besonders sensibel auf internationale Konjunkturschwankungen. In der Folge konnten die Schweizer Produzenten von Metall und Metallerzeugnissen besonders vom konjunkturellen Aufschwung profitieren, der die Weltwirtschaft seit 2004 erfasst hat. Auch Wechselkursbewegungen und die Preisentwicklung f\u00fcr Rohstoffe und Energie bekommen die Unternehmen deutlich zu sp\u00fcren. Auf der anderen Seite konnten die Unternehmen gerade in der n\u00e4heren Vergangenheit die Verkaufspreise f\u00fcr ihre Produkte relativ flexibel anpassen, ohne dass dies grosse Auswirkungen bei der verkauften Menge hatte. Hier kommt vielen Schweizer Unternehmen ihre Fokussierung auf erfolgreiche Nischen und h\u00f6herwertige Produktsegmente &#8211; wie z.B. Teile f\u00fcr den Flugzeugbau &#8211; zugute. \u00a0Obwohl heute ein Grossteil der Produkte der Metallindustrie von sehr produktiven, auf den Weltmarkt ausgerichteten Unternehmen hergestellt wird, existieren auch in der Schweiz weiterhin Unternehmen, die im Markt der relativ unproduktiven Massenprodukte t\u00e4tig sind. Diese Unternehmen sind jedoch haupts\u00e4chlich auf dem Schweizer Binnenmarkt &#8211; z.B. als Zulieferer f\u00fcr die Bauindustrie &#8211; t\u00e4tig, der weit gehend abgeschottet und aufgrund erheblicher Transportkosten f\u00fcr ausl\u00e4ndische Konkurrenten nur bedingt interessant ist.\u00a0Bei der Konstruktion von Maschinen ist die Exportabh\u00e4ngigkeit sogar noch deutlich h\u00f6her als in der Metallindustrie. Rund 80% des Umsatzes dieses Industriezweiges werden im Export erwirtschaftet. Dank der wiedererwachten Investitionst\u00e4tigkeit im Ausland erzielten die Produzenten von Maschinen in den letzten Jahren erhebliche Exportzuw\u00e4chse &#8211; insgesamt \u00fcber 15% von 2003 bis 2006.&#13;<\/p>\n<h2>Hohe Produktivit\u00e4t&#8230;<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Schweizer Metall- und Maschinenunternehmen agieren und konkurrieren auf globalen M\u00e4rkten. Ihre Produkte werden in die ganze Welt verkauft. Es stellt sich daher die Frage nach der internationalen Konkurrenzf\u00e4higkeit: Wie viel Wertsch\u00f6pfung wird in der Schweiz in einer Arbeitsstunde generiert (vgl.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2<\/b>&#13;<br \/>\nAufgrund der national unterschiedlichen Reglementierung der Arbeitsm\u00e4rkte unterscheidet sich auch die durchschnittlich geleistete Anzahl Arbeitstunden von Land zu Land wie auch zwischen den unterschiedlichen Branchen. W\u00e4hrend im Vergleich von verschiedenen Branchen innerhalb eines Landes die Produktivit\u00e4t eines einzelnen Arbeitnehmers (Arbeitsproduktivit\u00e4t) durchaus aussagekr\u00e4ftig ist, ist es im internationalen Vergleich wichtig, die Produktivit\u00e4t einer geleisteten Arbeitsstunde (Stundenproduktivit\u00e4t) zu vergleichen.)?\u00a0Im Metallbereich werden in einer Arbeitsstunde 56,5 Franken Wertsch\u00f6pfung (2005) erzeugt (Schweizer Wirtschaft insgesamt: 65,3 Franken). Obwohl noch zum Teil verh\u00e4ltnism\u00e4ssig unproduktive Massenprodukte f\u00fcr den relativ abgeschotteten Heimatmarkt hergestellt werden, konnte sich die internationale Konkurrenzf\u00e4higkeit der Branche dank der deutlichen Steigerung des Spezialisierungsgrades erheblich erh\u00f6hen. \u00a0Demgegen\u00fcber erzeugt eine Arbeitsstunde im Maschinenbau 68,5 Franken Wertsch\u00f6pfung. Da die Branche st\u00e4rker vom Export abh\u00e4ngt als die Metallindustrie, steht sie unter einem noch h\u00f6heren Kosten- und Produktivit\u00e4tsdruck. Dank einer ausgepr\u00e4gteren Automatisierung seit den Neunzigerjahren konnten die Maschinenbauer eine deutlich st\u00e4rkere Steigerung ihrer Stundenproduktivit\u00e4t erreichen als die Metallindustrie. Betrachtet man das Aggregat beider Industriebereiche zusammen, liegt die Stundenproduktivit\u00e4t im Schweizer Durchschnitt. \u00a0Vorteilhafter pr\u00e4sentiert sich die Produktivit\u00e4t im internationalen Branchenvergleich: Die Schweizer Metall- und Maschinenindustrie weist hier die h\u00f6chste Stundenproduktivit\u00e4t auf. Am markantesten zeigt sich der Unterschied im Maschinenbau: Die Schweizer Stundenproduktivit\u00e4t ist rund 20% h\u00f6her als im Durchschnitt von Westeuropa. Dank der seit den Neunzigerjahren gestiegenen Nachfrage nach teuren, massgeschneiderten Spezialmaschinen und der zunehmenden modularen Bauweise konnte eine Konzentration auf h\u00f6herwertige Produktlinien erfolgen und die Massenfertigung in den Fernen Osten und nach Osteuropa verlagert werden.&#13;<\/p>\n<h2>&#8230;und dennoch schwaches Wachstum<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDennoch erzielte die Schweizer Metall- und Maschinenindustrie im langfristigen, internationalen Vergleich nur eine unterdurchschnittliche Wertsch\u00f6pfungszunahme. Die schon im Vergleich der Schweizer Branchen identifizierte Wachstumsschw\u00e4che offenbart sich auch im Vergleich mit der internationalen Metall- und Maschinenindustrie. Die klassischen Schwergewichte dieses Industriezweiges in Skandinavien, Deutschland, \u00d6sterreich und Italien konnten w\u00e4hrend der letzten 25 Jahre ein markant h\u00f6heres Wachstum erzielen. Da in diesen L\u00e4ndern der Anteil dieses Industriezweigs an der Gesamtwirtschaft zudem um einiges gr\u00f6sser ist als der in der Schweiz, konnte die Industrie auch einen h\u00f6heren Wachstumsbeitrag an das nationale Bruttoinlandsprodukt beisteuern. Nur im Vereinigten K\u00f6nigreich erzielten Metall und Maschinen \u00fcber den Zeitraum 1980-2005 ein schlechteres Wachstum als in der Schweiz.\u00a0Auf den ersten Blick erscheinen somit Maschinenbau und Metallindustrie in der Schweiz als eher reifes Technologiegebiet mit unterdurchschnittlichem Wachstum. Jedoch fanden seit Ende der Neunzigerjahre auch die Hersteller von Metallen und Maschinen auf einen h\u00f6heren Wachstumspfad. Zudem sind die Wachstumsaussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre wieder etwas besser Dies hat nur zum Teil zyklische Gr\u00fcnde.&#13;<\/p>\n<h2>Produktion von Lowbis Hightech<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Metall- und Maschinenindustrie hat in den letzten 10 Jahren einen tief greifenden Strukturwandel erlebt: Im Bereich der Metallerzeugung hat sich die Zahl der Betriebsst\u00e4tten seit der Betriebsz\u00e4hlung 1995 um nahezu 20% reduziert. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Besch\u00e4ftigten dieser Branche um 13,5%. Diese Entwicklung resultierte in einer Vergr\u00f6sserung der Betriebe auf durchschnittlich 52 Besch\u00e4ftigte &#8211; eine Betriebsvergr\u00f6sserung um 7% in 15 Jahren! Heute arbeiten mehr als 50% der Besch\u00e4ftigten in der Metallerzeugung in einem Grossbetrieb. \u00a0Ganz anders haben sich die weiteren zwei Branchen des Aggregats entwickelt. Zwar reduzierte sich auch in der Metallverarbeitung und Maschinenbau die Zahl der Betriebsst\u00e4tten um 0,8% respektive 11,3%. Jedoch wurden deutlich st\u00e4rkere Rationalisierungsmassnahmen getroffen und einfache Produktionslinien im Bereich der Massenfertigung an Standorte mit geringen Kostenstrukturen verlegt. Dadurch reduzierte sich die Zahl der Besch\u00e4ftigten jeweils weitaus st\u00e4rker (8% resp. 12,3%) als die Betriebszahl, was letztendlich in diesen Branchen zu einer Verkleinerung der Betriebe auf durchschnittlich 11 bzw. 28 Besch\u00e4ftigte je Betriebsst\u00e4tte (Verringerung um 7,3% resp. 1%) f\u00fchrte. Die Reduzierung der Zahl der Arbeitspl\u00e4tze f\u00fchrte in vielen Schweizer Grossbetrieben zu schlankeren Produktionsstrukturen. \u00a0Zusammen mit der technologisch oft herausragenden Produktpalette ebnete dies den Weg f\u00fcr eine Industrie, die in vielen Bereichen zu den Weltmarktf\u00fchrern geh\u00f6rt. Aber auch unter den kleineren Unternehmen finden sich dank der erfolgreichen Besetzung wichtiger Produktnischen Unternehmen von Weltrang. Dies zeigt sich auch innerhalb der Exporte. Die Warengruppe der Industriemaschinen, die von zahlreichen Grossunternehmen hergestellt werden, konnte ihren Exportanteil innerhalb der Maschinenexporte markant steigern. Massengefertigte Standardwaren wie Haushaltsger\u00e4te haben hingegen an Bedeutung verloren.&#13;<\/p>\n<h2>Regionale Zentren bestimmen die Branchenentwicklung<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrosse Unternehmen der Metall- und Maschinenbranchen finden sich in nahezu allen Kantonen. Die Verteilung der Industrie auf die Regionen der Schweiz ist jedoch von deutlichen regionalen Mustern gekennzeichnet. Dabei l\u00e4sst sich eine r\u00e4umliche Konzentration auf unterschiedliche Pole feststellen: Einige Regionen haben den Wandel von der Schwerzur Hightech-Industrie weitaus erfolgreicher und schneller vollzogen als andere. Vor allem in den Kantonen Z\u00fcrich\/Aargau, im Rheintal, im Tessin\/Wallis und in der Zentralschweiz (LU, OW, NW, SZ, ZG, UR), die einen hohen Anteil an Metall- und Maschinenindustrie aufweisen, herrscht eine Dynamik, die auch im internationalen Vergleich Spitzenpl\u00e4tze garantiert. Andere Regionen &#8211; wie der Jurabogen und das \u00fcbrige Mittelland &#8211; leiden darunter, dass die Metall- und Maschinenindustrie, die einen \u00fcberdurchschnittlichen Anteil ihrer Wirtschaft ausmacht, nur eine schwache Wachstumsdynamik erreicht.&#13;<\/p>\n<h2>Deutlich sp\u00fcrbarer Globalisierungsdruck&#8230;<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAktuell sehen sich die Unternehmen der Metall- und Maschinenindustrie einigen Herausforderungen gegen\u00fcber. Im Fernen Osten und in Osteuropa weist der Industriezweig &#8211; wie die gesamte Wirtschaft &#8211; eine deutlich h\u00f6here Wachstumsdynamik auf. Um im Wettbewerb mit diesen kosteng\u00fcnstigeren Standorten die internationale Weltmarktposition zu halten bzw. auszubauen, m\u00fcssen sich die Schweizer Unternehmen durch Innovation und hohe Qualit\u00e4t profilieren. Die zunehmende Komplexit\u00e4t der Produkte, aber auch die zunehmende Forschungsintensit\u00e4t f\u00fchren jedoch bereits heute zu einem sp\u00fcrbaren Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftern. Die aufstrebenden, bev\u00f6lkerungsreichen BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) erreichen bei diesen Ausbildungsabschl\u00fcssen hingegen Zuwachsraten, die in der Schweiz aktuell ausserhalb der M\u00f6glichkeiten liegen.&#13;<\/p>\n<h2>&#8230;und doch intakte Chancen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDennoch ist der Industriezweig dank des bereits vollzogenen Strukturwandels und neuen eingesetzten Technologien international konkurrenzf\u00e4hig. Und die Schweizer Metall- und Maschinenindustrie weist zuk\u00fcnftig noch einiges an Potenzial auf. Die Marktchancen sind intakt: Zwar hat China in letzter Zeit die Kapazit\u00e4ten in der Stahlherstellung deutlich erh\u00f6hen k\u00f6nnen und wird so zur Exportnation f\u00fcr Metalle und Metallwaren. Die Weltnachfrage nach Qualit\u00e4tsmetallen und -metallwaren wird aber weiterhin deutlich zunehmen. Hinzu kommt ein steigender Bedarf an \u00d6l und Gas. Die Produzenten von Maschinen zur Erzeugung und Nutzung von Energie (Turbinen, Pumpen, Lager, Getriebe etc.) &#8211; eine Kernkompetenz des Schweizer Maschinenbaus &#8211; werden dadurch deutliche Wachstumsimpulse erhalten.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abAnteil der Metall- und Maschinenindustrie an der Bruttowertsch\u00f6pfung und den Erwerbst\u00e4tigen der Gesamtwirtschaft\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abEntwicklung der realen Bruttowertsch\u00f6pfung der Metall und Maschinenindustrie im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (ohne Metall und Maschinen), 1980-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abAnteil der Bruttowertsch\u00f6pfung von Metall und Maschinen an der jeweiligen Gesamtwirtschaft in den Schweizer MS-Regionen, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 4 \u00abVerteilung der nominalen Bruttowertsch\u00f6pfung der Metall- und Maschinenindustriein den Schweizer MS-Regionen, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 5 \u00abEntwicklung der Ums\u00e4tze der Schweizer Metall- und Maschinenindustrie\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 6 \u00abWachstumsbeitrag der Metall- und Maschinenindustrie an die Gesamtwirtschaft pro Jahr, 1980-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 7 \u00abNominale Stundenproduktivit\u00e4t in der Metallindustrie und der Gesamtwirtschaft, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 8 \u00abNominale Stundenproduktivit\u00e4t im Maschinenbau und in der Gesamtwirtschaft, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Branchenaggregat \u00abMetall und Maschinen\u00bb<\/b>&#13;<br \/>\nZum Branchenaggregat \u00abMetall und Maschinen\u00bb geh\u00f6ren nach der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige (Noga) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) von 2002 die Branchen \u00abMetallerzeugung und -bearbeitung\u00bb (Noga 27), die \u00abHerstellung von Metallerzeugnissen\u00bb (Noga 28) und der \u00abMaschinenbau\u00bb (Noga 29). W\u00e4hrend die Branche Metallerzeugung und -bearbeitung alle T\u00e4tigkeiten beinhaltet, die mit dem Schmelzen und Legieren von Metallen aus Erz, Roheisen oder Schrott zu tun haben, geh\u00f6rt die Weiterverarbeitung, also die Produktion \u00abreiner\u00bb Metallerzeugnisse (wie Bauelemente, Beh\u00e4lter und Konstruktionen), zur Noga-Klasse 28. In der Branche Maschinenbau wird die Herstellung von Maschinen erfasst. Nicht hierzu geh\u00f6ren der allgemeine Fahrzeugbau und die Herstellung von Kontrollvorrichtungen, Datenverarbeitungsger\u00e4ten und -einrichtungen, Mess- und Pr\u00fcfvorrichtungen sowie Elektrizit\u00e4ts- und Schalteinrichtungen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Arbeits- und Stundenproduktivit\u00e4t<\/b>&#13;<br \/>\nAufgrund der national unterschiedlichen Reglementierung der Arbeitsm\u00e4rkte unterscheidet sich auch die durchschnittlich geleistete Anzahl Arbeitstunden von Land zu Land wie auch zwischen den unterschiedlichen Branchen. W\u00e4hrend im Vergleich von verschiedenen Branchen innerhalb eines Landes die Produktivit\u00e4t eines einzelnen Arbeitnehmers (Arbeitsproduktivit\u00e4t) durchaus aussagekr\u00e4ftig ist, ist es im internationalen Vergleich wichtig, die Produktivit\u00e4t einer geleisteten Arbeitsstunde (Stundenproduktivit\u00e4t) zu vergleichen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 3: Quellen<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; BAK Basel Economics (2006): CH-PLUS &#8211; Analysen und Prognosen f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft, Basel.- BAK Basel Economics (2006): International Benchmarking Report 2006, Basel.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (2002): Noga, Amtliche Systematik der Wirtschaftssystematik, Neuenburg.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Metallproduzenten und Maschinenbauer geh\u00f6ren zu den wichtigsten Arbeitgebern der Schweiz: Rund 5% der Schweizer Erwerbst\u00e4tigen sind in der Metallindustrie oder im Maschinenbau besch\u00e4ftigt. 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