{"id":124278,"date":"2007-03-01T12:00:00","date_gmt":"2007-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/03\/weber-24\/"},"modified":"2023-08-23T23:45:41","modified_gmt":"2023-08-23T21:45:41","slug":"weber-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/03\/weber-23\/","title":{"rendered":"Die Situation von Jugendlichen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt"},"content":{"rendered":"<p>Die positive Arbeitsmarktentwicklung im Jahre 2006 hat auch die Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Dennoch bleibt die Jugendarbeitslosenquote \u00fcberdurchschnittlich hoch und das Thema Jugendarbeitslosigkeit weit oben auf der arbeitsmarktpolitischen Priorit\u00e4tenliste. Der folgende Beitrag wirft einen Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation. Aus der Analyse der j\u00fcngsten Entwicklung versuchen wir gewisse Vorhersagen zum weiteren Verlauf abzuleiten.&#13;<\/p>\n<h2>Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit seit 2001<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation zwischen 2001 und 2004 ist das Thema Jugendarbeitslosigkeit sehr rasch und nachhaltig in das \u00f6ffentliche Bewusstsein gedrungen. Zu Beginn des Jahres 2001, als die Arbeitslosenquote letztmals einen Tiefpunkt erreicht hatte, lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote der 15- bis 24-J\u00e4hrigen gem\u00e4ss Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) bei 1,5% und damit leicht unter der Gesamtarbeitslosenquote von 1,6%. Drei Jahre sp\u00e4ter hatte sie sich mehr als verdreifacht und lag mit 5,1% um rund 30% \u00fcber der Gesamtarbeitslosenquote von damals 4,0%. Wie schon in den vergangenen Phasen mit steigender Arbeitslosigkeit stieg die Jugendarbeitslosenquote deutlich st\u00e4rker an als die Gesamtarbeitslosigkeit (vgl. Grafik 1). \u00a0In den Jahren 2004 und 2005 verharrten die Arbeitslosenquoten &#8211; bedingt durch die weiterhin schwache Arbeitsmarktentwicklung &#8211; auf praktisch unver\u00e4ndert hohem Niveau. Erst gegen Ende 2005 setzte ein leichter R\u00fcckgang ein, welcher sich im Verlauf von 2006 beschleunigte, als die seit l\u00e4ngerem bereits gut laufende Konjunktur schliesslich auf den Arbeitsmarkt \u00fcbergriff und zu Besch\u00e4ftigungszuw\u00e4chsen f\u00fchrte. Im Dezember 2006 betrug die saisonbereinigte Jugendarbeitslosenquote noch 3,7% und lag damit um gut 20% \u00fcber der Gesamtarbeitslosenquote. Damit best\u00e4tigte die Entwicklung im Jahr 2006 ein bereits in der Vergangenheit beobachtbares Muster: Die Jugendarbeitslosenquote bildet sich bei einer Verbesserung der Arbeitsmarktlage &#8211; spiegelbildlich zu einer sich verschlechternden Arbeitsmarktlage &#8211; \u00fcberproportional zur\u00fcck. Zwischen Dezember 2005 und Dezember 2006 ging die Jugendarbeitslosigkeit um 21% zur\u00fcck, gegen\u00fcber einer Verringerung um 15% der Arbeitslosigkeit insgesamt. Gem\u00e4ss einer Sch\u00e4tzung aus dem Jahr 2004 reagierte die Jugendarbeitslosenquote auf eine Erh\u00f6hung\/Senkung der Gesamtarbeitslosenquote von 10% jeweils mit einer Erh\u00f6hung\/Senkung von 12,4%. Der R\u00fcckgang der Gesamtarbeitslosenquote im Verlauf 2006 um 15% hat demnach einen R\u00fcckgang der Jugendarbeitslosenquote in der Gr\u00f6ssenordnung von rund 19% erwarten lassen, ein Wert, welcher nun leicht \u00fcbertroffen wurde.&#13;<\/p>\n<h2>Graduelle Unterschiede zwischen den Zahlen des SECO und der Sake (BFS)<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNeben den Zahlen des SECO liefert die Schweizerische Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) umfangreiche Daten zur Arbeitsmarktsituation von Jugendlichen. In der Sake wird die Zahl der Erwerbslosen nach internationalen Standards erhoben und umfasst &#8211; im Gegensatz zu den Arbeitslosenzahlen des SECO &#8211; auch Personen, welche nicht bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Stellensuche gemeldet sind. Da der Anteil der nicht registrierten Erwerbslosen bei den Jugendlichen relativ hoch ist, liegt die Jugenderwerbslosenquote gem\u00e4ss Sake jeweils deutlich \u00fcber dem entsprechenden SECO-Wert. So lag im zweiten Quartal 2006 der Sake-Wert bei 7,7%, derjenige des SECO bei 3,9% (Mai 2006).\u00a0Gem\u00e4ss Sake waren im zweiten Quartal 2006 insgesamt 46700 Jugendliche erwerbslos. Davon waren 17400 oder 37% bei einem RAV eingeschrieben; 29300 waren nicht gemeldet. Zum Vergleich: Bei den 25- bis 64-J\u00e4hrigen betrug der Anteil der eingeschriebenen am Total der Erwerbslosen 59%.&#13;<\/p>\n<h2>Geringere Meldeneigung bei Jugendlichen &#8211; Erkl\u00e4rungsmuster<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nF\u00fcr die deutlich geringere Meldeneigung bei Jugendlichen gibt es verschiedene Gr\u00fcnde. Knapp ein Viertel der jugendlichen Erwerbslosen befand sich zum Zeitpunkt der Erwerbslosigkeit in Ausbildung und war somit auf der Suche nach einem Nebenerwerb (vgl. Grafik 2). Nur 3% dieser in Ausbildung befindlichen Jugendlichen waren bei einem RAV gemeldet. 35% der erwerbslosen Jugendlichen hatten unmittelbar vor Beginn der Stellensuche eine Ausbildung abgeschlossen; von diesen stellensuchenden Jugendlichen waren nur ein Drittel bei einem RAV gemeldet. Diese unterdurchschnittliche Meldeneigung d\u00fcrfte u.a. damit zu erkl\u00e4ren sein, dass die Leistungen der ALV f\u00fcr Bildungsabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4nger eher gering sind und (mit Ausnahme von Lehrabg\u00e4ngerinnen und -abg\u00e4ngern) erst nach einer Wartefrist von 120 Tagen bezogen werden k\u00f6nnen. Denkbar ist auch, dass die Bereitschaft, einen beliebigen, von der ALV als zumutbar eingestuften Job anzunehmen, nicht immer gegeben ist. \u00a0Mit 40% ebenfalls unterdurchschnittlich war die Meldeneigung bei den 12% erwerbslosen Jugendlichen, welche vor Aufnahme der Arbeitssuche nicht erwerbst\u00e4tig waren. Von den 28% verbleibenden erwerbslosen Jugendlichen, welche unmittelbar vor Beginn der Arbeitssuche erwerbst\u00e4tig waren, waren 70% bei einem RAV gemeldet. Deren Meldeneigung unterschied sich nicht von \u00e4lteren Erwerbslosen, die vor Antritt der Stellensuche ebenfalls erwerbst\u00e4tig waren, deren Anteil bei den 25- bis 64-J\u00e4hrigen jedoch zwei Drittel ausmachten. Insgesamt veranschaulichen diese Zahlen, dass die geringere Meldeneigung jugendlicher Erwerbsloser in erster Linie mit der Ausbildung bzw. dem Eintritt in den Arbeitsmarkt zusammenh\u00e4ngt. \u00a0Trotz erheblichen Niveauunterschieden zeigte auch die Sake-Erwerbslosenquote j\u00fcngst einen R\u00fcckgang der Jugenderwerbslosigkeit an. Die Jugenderwerbslosenquote sank zwischen dem 2. Quartal 2005 und dem 2. Quartal 2006 von 8,8% auf 7,7% und damit relativ gesehen in \u00e4hnlichem Ausmass wie die entsprechenden SECO-Werte. Zwischen dem 2. Quartal 2005 und 2006 sank die Jugenderwerbslosenquote gem\u00e4ss Sake um 12%, die Jugendarbeitslosenquote gem\u00e4ss SECO um 14% (Mai 2005 bis Mai 2006). \u00a0Noch deutlich positiver fiel die Beurteilung der Erwerbsentwicklung von Jugendlichen in der gleichen Zeitspanne aus. Gem\u00e4ss Sake stieg die Zahl der jugendlichen Erwerbst\u00e4tigen zwischen dem 2. Quartal 2005 und dem 2. Quartal 2006 um rund 36000 oder 6,8% an. Zum Vergleich: Bei den \u00fcber 25-J\u00e4hrigen stieg die Erwerbst\u00e4tigkeit lediglich um 1,2%. Angesichts dieser markanten Zunahme der Jugenderwerbst\u00e4tigkeit fiel der R\u00fcckgang der Erwerbslosigkeit mit 3600 allerdings bescheiden aus. Ein n\u00e4herer Blick auf die Daten gibt gewisse Hinweise f\u00fcr die Ursachen. Einerseits stieg die Anzahl jugendlicher Personen um rund 1% oder knapp 9000 Personen an. Zweitens gingen v.a. Personen in Ausbildung vermehrt einer Erwerbst\u00e4tigkeit nach. Rund 15000 der zus\u00e4tzlichen knapp 36000 Stellen gingen an Personen in Ausbildung. Diese Zunahme \u00e4usserte sich vor allem in einer Erh\u00f6hung der Arbeitsmarktbeteiligung und nur zum geringeren Teil in einem R\u00fcckgang der Erwerbslosenzahl. Ein ebenfalls erheblicher Anteil der zus\u00e4tzlich Erwerbst\u00e4tigen machten Lehrlinge aus (+13000). Auch diese Zunahme reichte jedoch nicht aus, um das Arbeitsmarktungleichgewicht bei den Jugendlichen deutlicher zu senken, was u.a. auch damit zusammenh\u00e4ngen d\u00fcrfte, dass noch viele Jugendliche Zwischenl\u00f6sungen &#8211; z.B. ein 10. Schuljahr &#8211; wahrnehmen. Insgesamt hat sich die sehr gute Arbeitsmarktentwicklung zwischen dem 2. Quartal 2005 und dem 2. Quartal 2006 f\u00fcr Jugendliche bisher vorwiegend in einer Erh\u00f6hung der Erwerbsbeteiligung und erst ansatzweise in einem R\u00fcckgang der Jugenderwerbslosenquote niedergeschlagen. Die Erwerbs-quote der 15- bis 24-J\u00e4hrigen stieg um rund 3 Prozentpunkte von 65,7% auf 68,6%.&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr h\u00f6heres Niveau und st\u00e4rkere Reaktion auf Schwankungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Gr\u00fcnde f\u00fcr das im Durchschnitt h\u00f6here Niveau und die st\u00e4rkere Reaktion auf Schwankungen in der Arbeitsmarktentwicklung wurden f\u00fcr die Schweiz schon verschiedentlich untersucht. Vgl. Weber, Bernhard (2004), \u00abJugendarbeitslosigkeit in der Schweiz\u00bb, in: Die Volkswirtschaft 10\/2004, S. 49-52; Credit Suisse (2006), \u00abJugendarbeitslosigkeit als Ergebnis einer anderen Nachfrage nach Arbeit?\u00bb, Swiss Issues Wirtschaftspolitik, CS Economic Research, Z\u00fcrich. Die meisten Erkl\u00e4rungsversuche haben direkt oder indirekt mit dem Umstand zu tun, dass die grosse Mehrheit der Jugendlichen in der Schweiz im Alter zwischen 15 und 24 Jahren den \u00dcbergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt vollzieht. Gem\u00e4ss Sake waren im Jahr 2006 rund 82% der 24-J\u00e4hrigen erwerbst\u00e4tig, weitere 10% waren es in der Vergangenheit. Rund 3% waren erwerbslos und erstmals auf Stellensuche. F\u00fcr insgesamt rund 95% der Jugendlichen war damit der \u00dcbergang vom Bildungssystem in der Phase von 15-24 Jahren bereits ein oder mehrmals ein Thema.Der \u00dcbergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden mit einem erh\u00f6hten Arbeitslosenrisiko verbunden: \u00a0&#8211; Grunds\u00e4tzlich sind alle Jugendlichen am Ende ihrer schulischen Ausbildung auf Stellensuche und damit dem Risiko, arbeitslos zu werden, ganz unmittelbar ausgesetzt. F\u00fcr Lehrstellensuchende kommt erschwerend hinzu, dass sie nicht nur eine Arbeitsstelle suchen, sondern gleichzeitig eine f\u00fcr sie auch auf lange Sicht optimale Berufswahl treffen m\u00f6chten. \u00a0&#8211; Neben diesen \u00abnormalen\u00bb Friktionen bei der ersten Stellensuche versch\u00e4rft sich die \u00dcbergangsproblematik in Zeiten schlechter Arbeitsmarktlage zus\u00e4tzlich. Der Grund hierf\u00fcr ist im Einstellungs- und Entlassungsverhalten von Unternehmen zu suchen. Diese bauen bei Bedarf Stellen in der Regel so weit als m\u00f6glich ab, indem sie auf den Ersatz nat\u00fcrlicher Abg\u00e4nge verzichten. Leidtragende dieses Vorgehens sind u.a. Jugendliche am Ende der Ausbildung, welche sich auf eine schrumpfende Zahl offener Stellen bewerben. Besonders benachteiligt sind dabei Jugendliche, welche bislang gar keine Berufserfahrungen sammeln und damit ihre beruflichen F\u00e4higkeiten noch nie unter Beweis stellen konnten.\u00a0&#8211; Ein weiterer Einflussfaktor ist die demografische Entwicklung. So stieg gerade in den Jahren 2003 bis 2005 mit schwacher Arbeitsmarktentwicklung die Zahl der Jugendlichen, welche das Ende der obligatorischen Schulzeit erreichten um 2,5%, 3,0% respektive 1,7% gegen\u00fcber dem jeweiligen Vorjahr, womit sich die Konkurrenz um die offenen Stellen auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt zus\u00e4tzlich versch\u00e4rfte. Neuere Untersuchungen zeigen allerdings, dass das Lehrstellenangebot der Unternehmen durchaus auch positiv auf eine Erh\u00f6hung der Anzahl Lehrstellensuchender reagiert, weil damit auch mehr geeignete Bewerber zur Verf\u00fcgung stehen. Vgl. Schweri, J\u00fcrg (2006), \u00abHat die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe abgenommen?\u00bb, in: Die Volkswirtschaft 12\/2006, S. 35-39.&#13;<\/p>\n<h2>Perspektiven<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie j\u00fcngsten Entwicklungen sowie die Prognosen geben Anlass zur Hoffnung, dass sich die Arbeitsmarktsituation f\u00fcr Jugendliche auch in diesem Jahr weiter verbessern wird und die Jugendarbeitslosigkeit weiter abgebaut werden kann. Die Entwicklung 2006 best\u00e4tigte, dass sich die SECO-Jugendarbeitslosenquote bei guter Arbeitsmarktlage \u00fcberproportional zur\u00fcckbildet. Trifft die Prognose der Expertengruppe Konjunktur des Bundes ein, so d\u00fcrfte die Gesamtarbeitslosigkeit in diesem Jahr erneut um rund 15% &#8211; n\u00e4mlich von 3,3% (2006) auf 2,8% (2007) &#8211; zur\u00fcckgehen. Damit w\u00e4re bei der Jugendarbeitslosigkeit mit einem R\u00fcckgang um gut 20% von 4,3% (2006) auf etwa 3,4% (2007) zu rechnen. \u00a0Auch die Demografie d\u00fcrfte zunehmend zu Gunsten der Jugendlichen spielen, indem die Bev\u00f6lkerungszunahme bei der jugendlichen Bev\u00f6lkerung nach und nach abflacht. Mit einer deutlichen Entspannung ist aber erst im Verlauf der n\u00e4chsten drei Jahre zu rechnen, befinden sich doch noch viele Jugendliche in Zwischenl\u00f6sungen; sie werden entsprechend verz\u00f6gert auf den Lehrstellen- und Arbeitsmarkt treten. \u00a0Hinzu kommt, dass die Angebote f\u00fcr Jugendliche am Ende der Ausbildungszeit heute sehr gut ausgebaut sind. Dies ist auch notwendig. Denn f\u00fcr alle arbeitslosen Jugendlichen muss es in erster Linie darum gehen, diese Zeit bestm\u00f6glich dazu zu nutzen, die eigenen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abArbeitslosenquote nach Altersklassen, saison- und zufallsbereinigt, Januar 1990-Dezember 2006\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abErwerbslosenquote nach Altersklasse, aktueller Ausbildungssituation und Situation unmittelbar vor Aufnahme der Arbeitssuche, 2. Quartal 2006\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abJugenderwerbslosenquoten im internationalen Vergleich, 2. Quartal 2006\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nInternationale Vergleiche von Jugendarbeitslosenquoten sind durch Unterschiede in den Bildungssystemen erschwert. In L\u00e4ndern wie Deutschland, \u00d6sterreich, den Niederlanden und D\u00e4nemark, in denen die so genannte duale Berufsbildung eine \u00e4hnlich grosse Bedeutung wie in der Schweiz hat, erfolgt der Eintritt in den Arbeitsbzw. den Lehrstellenmarkt sehr fr\u00fch. Jugendliche sind dem Risiko der Erwerbslosigkeit damit sehr fr\u00fch ausgesetzt. Die Erwerbsbeteiligung der Jugendlichen ist in diesen L\u00e4ndern entsprechend relativ hoch. Anders verh\u00e4lt es sich in L\u00e4ndern mit stark schulisch gepr\u00e4gten Bildungssystemen: Hier sind nur relativ wenige Jugendliche \u00fcberhaupt auf dem Arbeitsmarkt. Die teilweise hohen Jugenderwerbslosenquoten beziehen sich somit auf einen relativ kleinen Anteil von Jugendlichen, welche das schulische Bildungssystem fr\u00fchzeitig verlassen haben. Da es sich bei diesen Jugendlichen um Schulaussteiger handelt, d\u00fcrfte ihr individuelles Arbeitslosenrisiko ebenfalls erh\u00f6ht sein. Um das absolute Ausmass der Problematik Jugendarbeitslosigkeit zu vergleichen, ist es daher sinnvoll, auch den Anteil der erwerbslosen Jugendlichen an der jugendlichen Bev\u00f6lkerung anzuschauen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die positive Arbeitsmarktentwicklung im Jahre 2006 hat auch die Situation von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Dennoch bleibt die Jugendarbeitslosenquote \u00fcberdurchschnittlich hoch und das Thema Jugendarbeitslosigkeit weit oben auf der arbeitsmarktpolitischen Priorit\u00e4tenliste. Der folgende Beitrag wirft einen Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation. 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