{"id":124338,"date":"2007-01-01T12:00:00","date_gmt":"2007-01-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2007\/01\/nordmann-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:46:06","modified_gmt":"2023-08-23T21:46:06","slug":"nordmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2007\/01\/nordmann\/","title":{"rendered":"Jean-Luc Nordmann: Der Grossmeister der Arbeitsmarktpolitik tritt ab"},"content":{"rendered":"<p>Jean-Luc Nordmann, Direktor f\u00fcr Arbeit und stv. Direktor des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco), ist nach 35 Jahren T\u00e4tigkeit in leitenden Positionen im Bereich der Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktpolitik auf Ende Januar 2007 in Pension gegangen. Zu seinem Nachfolger als Leiter der Direktion f\u00fcr Arbeit hat der Bundesrat Dr. Serge Gaillard, bisher gesch\u00e4ftsleitender Sekret\u00e4r des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), gew\u00e4hlt. Serge Gaillard tritt die Stelle auf den 1. Februar 2007 an.<img decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200701_17_Nordmann_02.eps.jpg\" alt=\"\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie Volkswirtschaft: Herr Nordmann, Sie haben jahrzehntelang erfolgreich im Bereich der Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktpolitik gewirkt &#8211; zuerst als Leiter einer privaten Arbeitsvermittlungsagentur, sp\u00e4ter als Leiter Kiga Baselland und seit 1991 bei der Bundesverwaltung. Bis zur Gr\u00fcndung des Seco waren Sie Direktor des Bundesamtes f\u00fcr Industrie, Gewerbe und Arbeit (Biga) und dann Direktor der Direktion f\u00fcr Arbeit und stv. Direktor Seco. \u00a0Gibt es etwas Gemeinsames, das Sie auf den drei Ebenen Privatwirtschaft, kantonale Verwaltung und Bundesverwaltung erfahren haben?\u00a0Nordmann: Das gibt es. Der Umgang mit Menschen hat mich immer sehr stark besch\u00e4ftigt, wie auch die Kombination von Recht und Wirtschaft. Wichtig war mir dabei immer der Dialog und die Vertrauensbildung. Diese Elemente bildeten die Basis all meiner beruflichen T\u00e4tigkeiten.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wie wichtig waren f\u00fcr Sie in Bundesbern die Erfahrungen, die Sie fr\u00fcher in der Privatwirtschaft und auf der kantonalen Ebene gesammelt haben?\u00a0Nordmann: In der Privatwirtschaft und auf der kantonalen Ebene war ich n\u00e4her an der Praxis als hier in Bern. Diese Erfahrungen waren f\u00fcr mich auf Bundesebene dann immer wieder sehr wertvoll, wenn es darum ging zu antizipieren, was eine Entscheidung und deren Umsetzung f\u00fcr die einzelnen Menschen, die Gemeinden, die Kantone und die Wirtschaft bedeutet.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Sie haben in den Jahren beim Biga und sp\u00e4ter beim Seco eine Reihe von Erfolgen verzeichnen k\u00f6nnen. Was sind f\u00fcr Sie die wichtigsten?\u00a0Nordmann: Die wichtigsten sind die Einf\u00fchrung der Berufsmaturit\u00e4t und der Fachhochschulen, aber auch die Schaffung der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), wo wir von 3000 nebenamtlich betreuten Gemeindearbeits\u00e4mtern zu einem System mit rund 130 professionell gef\u00fchrten Vermittlungszentren \u00fcbergegangen sind. Hinzu kommen die Anpassung der Arbeitslosenversicherung (ALV) an die verschiedenen wirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen Anforderungen sowie die flankierenden Massnahmen zum Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der EU. Schliesslich sind die Vermittlungst\u00e4tigkeiten in schwierigen Situationen zu erw\u00e4hnen, wie diejenige im Baugewerbe im Vorfeld der ersten Abstimmung \u00fcber die Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU oder diejenige bei der Swissair-Krise. In beiden F\u00e4llen ist es uns gelungen, Streiks zu verhindern.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Immer wieder war in Ihrer T\u00e4tigkeit \u00dcberzeugungs- und Vermittlungsarbeit auf h\u00f6chstem Niveau gefragt. Wie entwickelten Sie Ihre Kommunikationsf\u00e4higkeit?\u00a0Nordmann: Ich habe in erster Linie Freude an der Kommunikation. Es steckt weniger ein systematisches Vorgehen dahinter als ein Grundinteresse, das sich bereits in der Schule entwickelte und dann sp\u00e4ter in der Ausbildung, im Milit\u00e4r, in der Arbeitswelt und nicht zuletzt auch in der Familie weiter wuchs. In der Kommunikation kann nur jener Erfolg haben, der sich bewusst ist, dass es nicht in erster Linie auf das Sprechen, sondern vor allem auf das Zuh\u00f6ren ankommt. Nur so kann man wirklich auf den Partner eingehen und daraus L\u00f6sungen entwickeln.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Neben den Erfolgen gab es wohl auch Niederlagen, die Sie erlebt haben. Welche?\u00a0Nordmann: Die erste sehr schmerzliche Niederlage &#8211; und wahrscheinlich auch die folgenreichste f\u00fcr die Schweiz &#8211; war das Nein des Schweizer Volkes zum EWR vom 6. Dezember 1992. Auch ein zweiter sehr knapper Volksentscheid ist als Niederlage zu werten, n\u00e4mlich die Ablehnung eines dringlichen Bundesbeschlusses im September 1997 zur Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. \u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Welche Lehren haben Sie aus diesen Niederlagen gezogen?\u00a0Nordmann: Nach dem Nein zum EWR haben wir sofort damit begonnen, die Ursachen der Ablehnung zu analysieren. Wir haben gesp\u00fcrt, dass das Volk vor allem Angst hatte vor einer \u00dcberschwemmung mit ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften und vor Lohndumping. Danach haben wir die flankierenden Massnahmen ausgehandelt. Dieses Paket konnten wir dann den bilateralen Vertr\u00e4gen hinzuf\u00fcgen, was massgeblich dazu beigetragen hat, dass die Bilateralen vom Volk angenommen wurden.\u00a0Die Volkswirtschaft: Was war f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich in den letzten drei Jahrzehnten die gr\u00f6sste Ver\u00e4nderung im Arbeitsmarkt?\u00a0Nordmann: Grosse Ver\u00e4nderungen haben die Besch\u00e4ftigungskrisen in den Siebziger- und den Neunzigerjahren ausgel\u00f6st: Im Jahr 1974 hatte die Schweiz im Jahresdurchschnitt 221 Arbeitslose. Damals gab es sogar Bestrebungen, die ALV ganz abschaffen. Dann kam die \u00d6lkrise, und man begann sich wieder bewusst zu werden, dass es nicht eine ewige Aufw\u00e4rtsbewegung geben konnte und mit konjunkturellen R\u00fcckschl\u00e4gen zu rechnen ist. In der Folge wurde das Obligatorium f\u00fcr die ALV eingef\u00fchrt und verschiedene weitere Massnahmen ergriffen, die schliesslich zum heutigen System gef\u00fchrt haben. Noch in den Jahren 1989\/90 hatten wir 0,5% registrierte Arbeitslose. Diese Quote ist bis 1997 um das Elffache gestiegen, n\u00e4mlich auf 5,7%. Das war zwar im internationalen Vergleich immer noch wenig, aber f\u00fcr die schweizerische Bev\u00f6lkerung bedeutete es eine massive Ver\u00e4nderung der gewohnten Verh\u00e4ltnisse. \u00a0Die zweite grosse Ver\u00e4nderung erfolgte mit der \u00d6ffnung des schweizerischen Arbeitsmarktes gegen\u00fcber Personen aus dem Efta-\/EU-Raum im Jahre 2001, also mit der Personenfreiz\u00fcgigkeit.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz &#8211; im Vergleich zum Ausland &#8211; sehr tief. Welche Faktoren sind f\u00fcr Sie daf\u00fcr entscheidend?\u00a0Nordmann: F\u00fcr mich ist der flexible schweizerische Arbeitsmarkt ganz entscheidend. Das ist ein Trumpf, den wir nicht leichtfertig aus der Hand geben sollten. Wichtig ist aber auch das duale Ausbildungssystem mit der Berufslehre. Diese praxisorientierte Berufsausbildung erleichtert den Berufseinstieg erheblich. Das ist mit ein Grund, weshalb die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz nur geringf\u00fcgig h\u00f6her ist als die \u00fcbrige Arbeitslosigkeit, dies im Gegensatz zu anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Zu unseren St\u00e4rken geh\u00f6rt auch das gute Bildungssystem, das wir pflegen und weiter ausbauen sollten. Und schliesslich hat die ALV selbst mit ihrem effizienten Arbeitsvermittlungssystem zu einer tiefen Arbeitslosigkeit beigetragen. Erst k\u00fcrzlich hat eine Studie nachgewiesen, dass wir mit dem System der RAV und der wirkungsorientierten F\u00fchrung in den letzten Jahren j\u00e4hrlich 1 Mrd. Franken eingespart haben.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Die Schweiz geniesst im Arbeitsmarktbereich international mit ihrer hohen Arbeitsmarktpartizipation ein hohes Ansehen. Was hat aus Ihren Erfahrungen gr\u00f6ssten Vorbildcharakter?\u00a0Nordmann: Uns beneidet man in erster Linie um den flexiblen Arbeitsmarkt. Was die Vorteile dieses flexiblen Arbeitsmarktes sind, war besonders nach der Besch\u00e4ftigungskrise in den Neunzigerjahren zu sp\u00fcren. Wir hatten im Februar 1997 206000 Arbeitslose. Damals sagten viele, dass diese Zahl nie mehr unter 140000 sinken werde. Tatsache ist, dass im Juni 2001 noch 59000 Arbeitslose zu verzeichnen waren. Dieser Erfolg war nur m\u00f6glich, weil Betriebe, welche die Wahl hatten, Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland oder in der Schweiz zu schaffen, sich wegen des flexibleren Arbeitsmarktes f\u00fcr die Schweiz entschieden haben. \u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Sie haben schon \u00f6ffentlich bekannt, dass die Wirtschaft f\u00fcr den Menschen und nicht der Mensch f\u00fcr die Wirtschaft da sei. Was steckt hinter dieser Aussage?\u00a0Nordmann: Die Marktwirtschaft braucht die soziale Dimension, um richtig funktionieren zu k\u00f6nnen. Motivierte Menschen bringen bessere Leistungen und Resultate. \u00dcberhaupt ist ja der Mensch der Ursprung der Wirtschaft. Er hat sie geschaffen, um zu \u00fcberleben, und sie hat ihm erm\u00f6glicht, besser zu leben. Die Wirtschaft ist also dadurch motiviert, dass sie etwas f\u00fcr den Menschen tut. Im Gegensatz zum Huhn und dem Ei ist hier ganz klar, dass der Mensch zuerst war. \u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wodurch zeichnet sich &#8211; wie Sie ihn sehen &#8211; ein guter Unternehmer aus?\u00a0Nordmann: Ein guter Unternehmer muss in erster Linie \u00fcber pers\u00f6nliche Eigenschaften verf\u00fcgen wie Verantwortungsbewusstsein, Vorbildcharakter und die F\u00e4higkeit, den Mitarbeitenden Vertrauen zu schenken. Weitere Eigenschaften eines guten Unternehmers sind Risikobereitschaft, Mut, Leidenschaft sowie Innovationskraft. Dazu muss er auch l\u00e4ngerfristig strategisch denken k\u00f6nnen. Er muss ein aktiver \u00abMacher\u00bb sein &#8211; eben ein Unternehmer und kein \u00abUnterlasser\u00bb.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Wie schnell verlagert ein solcher guter Unternehmer die Arbeitspl\u00e4tze ins Ausland?\u00a0Nordmann: Wenn ein Unternehmer dies tun will, muss er diesen Schritt aus einer langfristigen Perspektive betrachten und nicht aus kurzfristigen Motiven handeln. Es gibt ja bereits Unternehmen, die wieder zur\u00fcckgekommen sind, weil sich der Erfolg nicht auf Dauer eingestellt hat. Aber es ist durchaus denkbar, dass ein Unternehmer zum Schluss kommt, dass ein Teil der Produktionskette in der Schweiz nicht sinnvoll belassen werden kann, im Interesse der Wahrung der andern Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz. Generell sind wertsch\u00f6pfungsintensive T\u00e4tigkeiten f\u00fcr die Schweiz besser geeignet. Aber selbst Massenprodukte, die einen hohen Technologiegrad haben, k\u00f6nnen in der Schweiz produziert werden. Das beste Beispiel daf\u00fcr ist die Swatch. Bereiche wie die Schwerindustrie werden dagegen in der Schweiz kaum eine Chance haben.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: In den letzten Jahren ist die Sozialpartnerschaft in der Schweiz br\u00fcchiger geworden. Wie gef\u00e4hrdet ist diese?\u00a0Nordmann: Wir m\u00fcssen uns bewusst sein, dass wir in der Schweiz im Vergleich zum Ausland immer noch eine sehr tragf\u00e4hige Sozialpartnerschaft haben. Es gilt dabei zu unterscheiden zwischen den in der \u00d6ffentlichkeit vorgetragenen harten Forderungen und den Verhandlungen an sich. Harte Forderungen sind durchaus legitim und auch der Sozialpartnerschaft nicht abtr\u00e4glich. Niemand muss bereits mit dem Kompromiss an den Verhandlungstisch. In den Verhandlungen selbst ist dann wichtig, dass ein echter Dialog zustande kommt. In der Regel ist bei uns eine gute Gespr\u00e4chskultur zwischen den Sozialpartnern festzustellen. Was da und dort zu einer gewissen Verh\u00e4rtung beigetragen hat, ist der Umstand, dass es fr\u00fcher mehr Verhandlungsf\u00fchrer gab, die den Beruf aus eigener Erfahrung als Arbeiter kannten. Die heute mehr theoretische Betrachtungsweise der Verhandlungsf\u00fchrer verz\u00f6gert manchmal die L\u00f6sungsfindung.\u00a0\u00a0Die Volkswirtschaft: Gewisse Kreise bef\u00fcrchten, dass Ihr Nachfolger, Serge Gaillard, sich stark f\u00fcr einen regulierten Arbeitsmarkt engagieren und damit der Schweizer Wirtschaft schaden k\u00f6nnte. Teilen Sie diese Meinung?\u00a0Nordmann: Ganz klar nein! Ich bin der \u00dcberzeugung, dass mein Nachfolger kein \u00abRegulierungsturbo\u00bb ist und als guter \u00d6konom sehr genau abzusch\u00e4tzen weiss, welche Folgen eine Regulierung in einem Bereich haben wird. Was ihm allerdings gelingen muss, ist, den alten Hut abzulegen und den neuen Hut anzuziehen. Er vertritt jetzt nicht mehr nur die eine Seite; das durfte und musste er tun als Vertreter der Gewerkschaften. Ich bin \u00fcberzeugt, dass ihm dieser Wechsel auch gelingen wird.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGespr\u00e4chsleitung und Redaktion: Geli Spescha, Chefredaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb\u00a0\u00a0 Aufzeichnung des Gespr\u00e4chs: Simon D\u00e4llenbach, Redaktor \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Chancen des schweizerischen Arbeitsmarktes Die Volkswirtschaft: Wie beurteilen Sie die Chancen und Risiken des schweizerischen Arbeitsmarktes in den n\u00e4chsten 5 bis 10 Jahren? Nordmann: Wir haben mit der Personenfreiz\u00fcgigkeit die Chance, Arbeitspl\u00e4tze in der Schweiz allein deshalb zu schaffen, weil sie eventuell mit Personen aus dem Ausland besetzt werden k\u00f6nnen. Als Schweizer kann man im europ\u00e4ischen Ausland ohne Hindernisse t\u00e4tig sein &#8211; eine wichtige Errungenschaft, die noch besser genutzt werden muss. Auf der anderen Seite setzen wir uns dadurch vermehrter Konkurrenz aus. Wir wollen, dass sich unsere Unternehmen im Vergleich mit dem Ausland bew\u00e4hren und sich fit halten. Dieser Wettbewerb muss auch auf der Arbeitnehmerseite verst\u00e4rkt ins Bewusstsein ger\u00fcckt werden. Das bedeutet, dass wir bereits in der Schule das Wettbewerbsdenken wieder vermehrt pflegen und dieses w\u00e4hrend des gesamten Erwerbslebens durchziehen m\u00fcssen, unter anderem mit permanenter Weiterbildung in fachlichen Belangen.Die Volkswirtschaft: Daneben gibt es aber auch Personen, die unqualifiziert sind und in diesem Wettbewerb nicht bestehen k\u00f6nnen. Was passiert mit diesen? Nordmann: F\u00fcr diesen Personenkreis gibt es immer wieder T\u00e4tigkeiten, die weniger Qualifikationen erfordern und f\u00fcr welche wir nicht Personen aus dem Ausland beiziehen m\u00fcssen. Denken Sie zum Beispiel an das Gastgewerbe und den Tourismus: Das Bettenmachen in einem Hotel k\u00f6nnen Sie nicht nach Indien auslagern. Dazu brauchen Sie Leute in der Schweiz, die das zuverl\u00e4ssig erledigen k\u00f6nnen. Solche eher unterst\u00fctzende T\u00e4tigkeiten werden in verschiedenen Bereichen nach wie vor ben\u00f6tigt, so z.B. im Gesundheitswesen oder in der Wald- und Landschaftspflege.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jean-Luc Nordmann, Direktor f\u00fcr Arbeit und stv. Direktor des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco), ist nach 35 Jahren T\u00e4tigkeit in leitenden Positionen im Bereich der Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktpolitik auf Ende Januar 2007 in Pension gegangen. 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